Valentina Pattavina

 3.1 Sterne bei 29 Bewertungen

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Valentina PattavinaDie Buchhändlerin von Orvieto
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Die Buchhändlerin von Orvieto
Die Buchhändlerin von Orvieto
 (29)
Erschienen am 11.07.2014

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Kerstin2505s avatar

Rezension zu "Die Buchhändlerin von Orvieto" von Valentina Pattavina

Schade um eine schöne Idee
Kerstin2505vor 4 Jahren

Kennt ihr das, wenn ihr euch lange auf ein Buch freut und euch beim Lesen des Rückseitentextes sowas von felsenfest sicher seid, dass das EUER Buch wird? Und dann doch davon enttäuscht werdet? So ging es mir leider mit der Buchhändlerin von Orvieto. Ich hatte den Roman schon im Visier, als es ihn nur im Hardcover gab und bin dann direkt beim Erscheinen des Taschenbuchs in die Buchhandlung getigert. Die Freude wich aber leider relativ flott nach den ersten gelesenen Seiten.

Worum geht es? Matilda, ursprünglich aus Rom, nun aber des Stadtlebens überdrüssig, landet im beschaulichen Orvieto, wo sie auch prompt eine Stelle in der schönsten (einzigen?) Buchhandlung des Ortes ergattert. Diese wird von Professor Paolini betrieben, dessen Sohn Michele kurz darauf auch noch auftaucht und einen alten als Selbstmord abgelegten Todesfall aufklären möchte. Matilda begleitet ihn auf seiner Recherchetour. Nebenbei scheint sie auch in ihrer eigenen Vergangenheit etwas aufzuarbeiten zu haben, das mittels eingestreuter Briefe geschieht.

Ich hatte vor ein paar Jahren „Und immer wieder Liebe“ von Paola Calvetti regelrecht verschlungen und seither noch ein paar Mal wieder gelesen. Irgendwie hatte ich mir erhofft, dass mich dieser Roman nun ähnlich packen wird, da die Story nicht ganz unähnlich ist und auch hier eine Buchhandlung im Zentrum steht – oder zumindest macht einem der Verlagstext glauben, dass dem so sei. Letztendlich spielen die Buchhandlung und Mathildas Liebe zur Literatur jedoch nur eine kleine Nebenrolle und der Roman als Ganzes verliert sich eher in zwei Nebenhandlungen, von der mich eine erst ganz am Ende bei ihrer Auflösung berührt (das ist die mit dem Todesfall) und die zweite (das ist die mit den Briefen) einfach völlig überflüssig ist, da sie meiner Meinung nach viel zu wenig ausgearbeitet ist, um als richtiger Handlungsstrang zu funktionieren und uns Mathilda als Charakter näher zu bringen, und mehr wie ein Fremdkörper wirkt.

Nun, wie gesagt, ich bin leider nicht wirklich warm geworden mit diesem Roman und den darin vorkommenden Charakteren. Ich vergebe 2 Sterne für die Idee dahinter und ein paar interessante Ansätze, die dann aber doch leider alle im Sand verlaufen.

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passionelibros avatar

Rezension zu "Die Buchhändlerin von Orvieto" von Valentina Pattavina

Wahre Freundschaft
passionelibrovor 5 Jahren

Matilda zieht es vor, bei Problemen die Koffer zu packen und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, auch will sie keine feste Bindungen mehr eingehen, wurde sie doch oftmals enttäuscht oder gelangweilt. So kommt sie von Rom nach Orvieto, einer schönen mittelalterlichen Kleinstadt, in der man sich noch kennt. Durch Glück gelingt es ihr, in der Buchhandlung des Prof. Paolini arbeiten zu können, wo sie ihrer Liebe zu Büchern und Literatur frönen kann. Eines Tages lernt sie auch den Neffen des Professors kennen, einen Journalisten, der sich in den Kopf gesetzt hat, einen 10 Jahre zurückliegenden Todesfall wieder aufzurollen. Matilda erklärt sich bereit, ihm zu helfen und der Stein beginnt zu Rollen ...

Die Charaktere sind sehr bildhaft und ansprechend gezeichnet, so fühlt sich der Leser als stiller Beobachter und der Kriminalfall ist eher ein Begleitfaktor als das er im Mittelpunkt stehen würde. Doch der angenehme Schreibstil zeigt auf fast satirische Weise das Leben der Kleinstadt und die Anpassungsfähigkeit der Menschen auf. Ein Lesegenuss!

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Karin_Kehrers avatar

Rezension zu "Die Buchhändlerin von Orvieto" von Valentina Pattavina

Rätsel aus der Vergangenheit
Karin_Kehrervor 5 Jahren

Matilda zieht in das beschauliche Orvieto, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Die Bekanntschaft mit Professor Paolini ermöglicht ihr die Erfüllung eines Traumes: Sie darf in seinem Buchladen arbeiten. Als sein Neffe Michele auftaucht, wird sie aus dem beschaulichen Dorfleben, an das sie sich gerade zu gewöhnen beginnt, gerissen. Der Journalist stellt Nachforschungen zu einem zehn Jahre zurückliegenden ungeklärten Todesfall an und bald merkt Matilda, dass es besser gewesen wäre, die Vergangenheit ruhen zu lassen ...

Matilda ist ein eigenwilliger Charakter, vom Leben geformt. Sie liebt Bücher und Literatur, lässt sich nur ungern auf Beziehungen ein, urteilt messerscharf und ist doch sympathisch. 
Auch die anderen Charaktere sind liebevoll gezeichnet: Der arme Michele mit seiner Angst vor Spinnen, die Wahrsagerin und grässliche Dichterin Giorgina mit der eigentümlichen Sprache, der geistreiche Gentleman Professor Paolini etc.
Die Kulisse - das malerische Dorf Orvieto - weckt Sehnsucht nach Sonne und Urlaub. 
Den einzelnen Kapiteln sind Textausschnitte vorangesetzt, die wahrscheinlich aus den Lieblingsbüchern Matildas stammen, leider fehlt die genaue Bezeichnung. 
Der Todesfall ist weniger spektakulär und gerät zugunsten der einzelnen Figuren und des Settings eher in den Hintergrund.

Fazit: Ein gemütlicher Krimi mit viel Atmosphäre und skurrilen, aber liebenswerten Charakteren. 

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