Valerie Bielen

 4.3 Sterne bei 65 Bewertungen

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Valerie BielenNur mit deinen Augen
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Nur mit deinen Augen
Nur mit deinen Augen
 (65)
Erschienen am 05.12.2014

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Rezension zu "Nur mit deinen Augen" von Valerie Bielen

Venezianischer Märchen-Kitsch
NiWavor 4 Tagen

Alice Breuer ergreift die Chance und wandert als Au-pair-Mädchen nach Venedig aus. Schon immer hat sie von der Lagunenstadt geträumt. Doch die Familie Scarpa zeigt kein Pardon. Von früh bis spät ist sie im Dienst. Nur nachts kann sie sich auf Erkundungstour durch die Stadt bewegen, wo sie auf den mysteriösen Tobia trifft.

Normalerweise bin ich eher in der Thriller- und Horror-Ecke daheim. Jedoch brauche ich ab und zu etwas für's Herz, und hatte mal wieder Lust auf einen Liebesroman. An "Nur mit deinen Augen" hat mich die venezianische Kulisse gereizt, und die blinde Figur Tobia Manin hat mein Interesse geweckt.

Alice Breuer ist eine junge Frau, die auf sich allein gestellt ist. Ihr fehlt es am familiären Rückhalt und sie will sich einen Traum erfüllen, indem sie nach Venedig geht.

In der Lagunenstadt tritt sie den Dienst als Au-pair-Mädchen bei Familie Scarpa an. Die Scarpas sind furchtbar oberflächliche Personen, denen der schöne Schein über alles geht. Sie hetzen von einem gesellschaftlichen Anlass zum nächsten, dabei lassen sie kein Fest aus. Kein Wunder, dass sie für die Kinder Unterstützung brauchen!

Daher befindet sich Alice buchstäblich in der Cinderella-Situation: Sie schuftet von morgens bis abends, wobei das Ehepaar Scarpa stellvertretend für die bösen Stiefschwestern steht.

Nachts schleicht sich Alice aus dem Haus, um wenigstens etwas von der Stadt ihrer Träume zu haben. Auf diesen Spaziergängen trifft sie auf den schönen Tobia Manin, der als geheimnisvoller, blinder Amerikaner die Neugier der venezianischen Gesellschaft entfacht.

Die Parallelen zur Märchenwelt sind nicht nur auf die berühmte Geschichte von Aschenputtel beschränkt. Sondern mir fällt dazu genauso "Das hässliche Entlein" ein, und die Beziehung zwischen Alice und Tobia lässt sich als "Die Schöne und das Biest" beschreiben. Denn genau wie für die schöne Belle, ist es charakteristisch für Alice, dass sie sich in ihre Bücherwelt verkriecht, und mit ihrem freundlichen Wesen, zum weichen Kern des abweisenden Biests vordringt.

Einerseits habe ich die Geschichte ganz gern gelesen, da Valerie Bielen insgesamt einen guten, flüssigen Schreibstil hat. Andrerseits habe ich Authentizität und Realität vermisst, weil die märchenhaften Elemente regelrecht aus der Handlung geflossen sind. Viele Aspekte haben mich an Cinderella oder - die moderne Version - Pretty Woman - erinnert: armes Mädchen trifft den Prinzen, der sie zur Prinzessin macht. Damit ist die Geschichte schon erzählt, was ich sehr schade gefunden habe.

Dazu kommen gestelzte Dialoge, die wahrscheinlich schon zu Shakespeares Zeiten altmodisch gewesen sind! Vielleicht liegt es aber daran, dass im Buch eigentlich Italienisch gesprochen wird, und diese Reden der italienischen Gesprächskultur entsprechen. Daher mag ich mir hier kein Urteil bilden, möchte aber unbedingt darauf hinweisen.

Die Beschreibungen von Venedig sind dafür wunderschön. Ich habe die Gondeln, kleinen Gassen und glitschigen Stege vor mir gesehen, und bin gerade nachts gerne mit Alice durch die Stadt flaniert.

Trotz all dieser Kritikpunkte ist die Handlung für zwischendurch okay, gerade wenn einem der Sinn nach einem kitschigen Liebesroman steht. Ich finde es schade, dass das Gesamtpaket an der Oberfläche geblieben ist, und bin wohl mit den falschen Erwartungen an Alices Geschichte gegangen.

"Nur mit deinen Augen" ist ein märchenhafter Liebesroman, dem der Kitsch aus den Seiten fließt, und vielleicht gerade deshalb - trotz meines Gemeckers - angenehm zu lesen ist.

Kommentare: 4
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LunaCiels avatar

Rezension zu "Nur mit deinen Augen" von Valerie Bielen

Gesucht. Gefunden. Verliebt in dieses Buch.
LunaCielvor 2 Jahren

„ Sieh dir die Welt an, solange du es kannst, man weiß nie, was morgen geschieht.“

Eine wunderschöne Geschichte im zauberhaften Venedig. Ich habe lange nach Romanen gesucht, deren Geschichte in Venedig spielt, da mich diese Stadt in ihren Bann gezogen hat und wenn ich schon nicht dort sein kann, lasse ich mich gerne von Geschichten, die in dieser Stadt spielen, entführen. Letztendlich bin ich auf „Nur mit deinen Augen“ gestoßen. Und was soll ich groß sagen. Ich liebe einfach dieses Buch.

Ich habe mich in der Geschichte verloren. Neue Orte für mich entdeckt, die ich bei meinem nächsten Besuch unbedingt selbst sehen und erfahren möchte. Ebenso finde ich auch die Thematik, die oft angeschnitten wird nennenswert, dass wirkliches Glück nicht mit Geld bezahlt werden kann. Sowie die Erkenntnis, was doch das ganze Geld überhaupt wert ist, wenn die Gesundheit fehlt.                                                                                                                         Aber auch verschiedene Fragen, die im Buch gestellt wurden und ich diese mir selbst gestellt habe, wie zum Beispiel:

Zitat: „Und was tust du mit all deinen Büchern? Lebst du etwa in der Realität?“

Zu den Hauptcharakteren kann ich nur sagen, sie sind einfach liebenswert und jeder hat einen etwas negativen Gegenpol, wie Alice die Familie Scarpa und Tobia seinen Bruder Stefano. Alles harmonisiert miteinander.

Fazit:                                                                                                                                                       Auch wenn die Geschichte in gewissen Aspekten etwas vorhersehbar ist, bleibt es eine wundervolle, zauberhafte Geschichte, mit sehr viel Tiefgang und wichtigen Erkenntnissen.                                                                                        

Eine Geschichte für alle die es lieben zu träumen oder daran erinnert werden möchten.

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Line82s avatar

Rezension zu "Nur mit deinen Augen" von Valerie Bielen

Liebe zwischen Kampf und Hoffnung
Line82vor 3 Jahren

Alice, ein junges deutsches Mädchen, das ihre Mutter verloren hat und keinen Kontakt zum Vater hat, geht als zurückhaltendes schüchternes Mädchen nach Venedig als Au pair. Die Familie in der sie arbeitet verlangt sehr viel von ihr und lässt ihr wenig Freizeit. In ihrem kleinen und beschaulichen Apartment unter dem Dach bleibt ihr der Altan als einzigster Ruhepol und Rückzugspunkt. Eines Abends sieht sie von dort aus einen Mann auf einen gegenüberliegenden Altan, Alice beobachtet ihn lässt sich aber nicht bemerken. Es ist Tobia Manin, ein blinder, wohlhabender Mann, der Begegnungen mit anderen aus dem Weg geht. Alice verliebt sich in den Mann und muss mit jeglichen Widerständen kämpfen. Ihre Gasteltern sowie der Bruder Tobias arbeiten gegen sie. Wird die Liebe siegen?

Fazit:
Tolle Geschichte, die mich von Anfang an fesselde. Man fühlt sofort in die Geschichte hinein und meint man wäre selbst in Venedig. Die Kapitel lassen sich leicht lesen, die Charaktere sind super beschriebenen genauso wie die Örtlichkeiten, wäre gerne auch auf diesem Altan gewesen. Die Spannung war durchgängig vorhanden. Teilstücke konnte man hervorsehen. Der Schluss war herzzerreisend, am liebsten hätte ich Alice geholfen. 

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Gespräche aus der Community

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Valerie_Bielens avatar
Es würde mich sehr freuen von Euch zu hören wie Euch mein erster Roman gefällt. 


Lange arbeitet man an einem solchen Buch und es ist dann wie Weihnachten und Geburtstag zusammen wenn der Tag der Veröffentlichung kommt und man grossartige Leser wie Euch fragen kann wie Ihr es findet.


Ich bin gespannt ob Ihr auch mit Alice und Tobia mitfiebern werdet, den grausamen Stefano ebenso verachtet wie ich und am Ende die Auflösung interessant findet: Wie es zu einem schrecklichen Verbrechen kam, das aber auch den Anfang eines neuen Lebens bewirkte.
Ich freue mich sehr auf Eure Bewerbungen und vergebe 20 Exemplare an neugierige und interessierte Leser.
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