Valerie Bielen Nur mit deinen Augen

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Inhaltsangabe zu „Nur mit deinen Augen“ von Valerie Bielen

Zwei Fremde in Venedig. Eine junge Deutsche in Venedig auf der Suche nach ihrem Glück. Ein Mann der sein Augenlicht verloren hat. Eine schicksalhafte Begegnung. Alice Breuer glaubt, das große Los gezogen zu haben. Sie geht als Au-pair-Mädchen nach Venedig. Ein Traum geht damit für sie in Erfüllung, doch leider hat die Familie Scarpa andere Pläne. Alice soll nicht nur die beiden Kinder hüten, sondern sich um den kompletten Haushalt kümmern. Nur nachts hat sie Zeit, sich die Stadt anzuschauen - und trifft dabei einen geheimnisvollen Mann, der in ihrer Nachbarschaft wohnt. Tobia ist Amerikaner - und er ist blind. Alice verliebt sich in ihn, ohne zu ahnen, auf was sie sich einlässt.

Auf manche Punkte hätte sie genauer eingehen können, aber im ganzen ein wunderschönes Buch, das mich verzaubert hat... ♥

— Sabrinas_fantastische_Buchwelt

Zu Anfang verzaubert, leider hat der Schluss mich nicht ganz überzeugen können.

— SteffiKa

Ausflug nach Venedig.Eine kleine Reise zwischen den Zeilen und dabei noch tiefsinnig und dramatisch.Schöne Geschichte.

— Ann_cki

Spannende Geschichte mit Höhen und Tiefen

— Line82

Super schöne Liebesgeschichte gespickt mit Spannungselementen in Venedig. Hat mir richtig gut gefallen. Leseempfehlung !

— 22an08

Eine wundervolle Liebesgeschichte, angesiedelt in Venedig. Hat mich sehr berührt. Lesenswert.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Bezaubernder Beginn, doch gegen Ende war ich nicht mehr ganz so begeistert. Lässt sich aber wirklich wunderbar lesen.

— daneegold

Eine Liebesgeschichte, die nachdenklich macht...

— KateDakota

Tolle ,romantische Geschichte, die in Venedig spielt.

— Igela

wahnsinnig tolles buch was mich sehr berührt hat.

— romanasylvia

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    Nur mit deinen Augen

    LunaCiel

    12. September 2016 um 21:03

    „ Sieh dir die Welt an, solange du es kannst, man weiß nie, was morgen geschieht.“ Eine wunderschöne Geschichte im zauberhaften Venedig. Ich habe lange nach Romanen gesucht, deren Geschichte in Venedig spielt, da mich diese Stadt in ihren Bann gezogen hat und wenn ich schon nicht dort sein kann, lasse ich mich gerne von Geschichten, die in dieser Stadt spielen, entführen. Letztendlich bin ich auf „Nur mit deinen Augen“ gestoßen. Und was soll ich groß sagen. Ich liebe einfach dieses Buch. Ich habe mich in der Geschichte verloren. Neue Orte für mich entdeckt, die ich bei meinem nächsten Besuch unbedingt selbst sehen und erfahren möchte. Ebenso finde ich auch die Thematik, die oft angeschnitten wird nennenswert, dass wirkliches Glück nicht mit Geld bezahlt werden kann. Sowie die Erkenntnis, was doch das ganze Geld überhaupt wert ist, wenn die Gesundheit fehlt.                                                                                                                         Aber auch verschiedene Fragen, die im Buch gestellt wurden und ich diese mir selbst gestellt habe, wie zum Beispiel: Zitat: „Und was tust du mit all deinen Büchern? Lebst du etwa in der Realität?“ Zu den Hauptcharakteren kann ich nur sagen, sie sind einfach liebenswert und jeder hat einen etwas negativen Gegenpol, wie Alice die Familie Scarpa und Tobia seinen Bruder Stefano. Alles harmonisiert miteinander. Fazit:                                                                                                                                                       Auch wenn die Geschichte in gewissen Aspekten etwas vorhersehbar ist, bleibt es eine wundervolle, zauberhafte Geschichte, mit sehr viel Tiefgang und wichtigen Erkenntnissen.                                                                                         Eine Geschichte für alle die es lieben zu träumen oder daran erinnert werden möchten.

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  • Liebe zwischen Kampf und Hoffnung

    Nur mit deinen Augen

    Line82

    30. December 2015 um 21:20

    Alice, ein junges deutsches Mädchen, das ihre Mutter verloren hat und keinen Kontakt zum Vater hat, geht als zurückhaltendes schüchternes Mädchen nach Venedig als Au pair. Die Familie in der sie arbeitet verlangt sehr viel von ihr und lässt ihr wenig Freizeit. In ihrem kleinen und beschaulichen Apartment unter dem Dach bleibt ihr der Altan als einzigster Ruhepol und Rückzugspunkt. Eines Abends sieht sie von dort aus einen Mann auf einen gegenüberliegenden Altan, Alice beobachtet ihn lässt sich aber nicht bemerken. Es ist Tobia Manin, ein blinder, wohlhabender Mann, der Begegnungen mit anderen aus dem Weg geht. Alice verliebt sich in den Mann und muss mit jeglichen Widerständen kämpfen. Ihre Gasteltern sowie der Bruder Tobias arbeiten gegen sie. Wird die Liebe siegen? Fazit: Tolle Geschichte, die mich von Anfang an fesselde. Man fühlt sofort in die Geschichte hinein und meint man wäre selbst in Venedig. Die Kapitel lassen sich leicht lesen, die Charaktere sind super beschriebenen genauso wie die Örtlichkeiten, wäre gerne auch auf diesem Altan gewesen. Die Spannung war durchgängig vorhanden. Teilstücke konnte man hervorsehen. Der Schluss war herzzerreisend, am liebsten hätte ich Alice geholfen. 

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  • Man sieht nicht nur mit den Augen!

    Nur mit deinen Augen

    KateDakota

    01. July 2015 um 15:01

    Vorab muss ich sagen, dass der Gedanke an Venedig mich immer ein bisschen melancholisch macht, obwohl ich noch nie da gewesen bin. Muss damit zusammenhängen, dass ich vor Jahren mal einen sehr düsteren Film mit dieser Stadt als Kulisse gesehen habe und das seither immer mit Venedig verbinde. Ich bin also schon mit einem leicht schwermütigen Gefühl in dieses Buch gestartet und fühlte mich nach den ersten Kapitel sofort bestätigt. Alice, eine 24jährige junge Frau, gibt zuhause in Deutschland alles auf, um eine Aupair-Stelle in Venedig anzunehmen. Ein Besuch in dieser Stadt, davon hatte schon ihre mittlerweile verstorbene Mutter geträumt und das auf sie übertragen. Als sie dann aber das Ziel ihrer Träume erreicht, wir Alice jäh in die Realität zurückgestoßen. Ihre Gastfamilie nutzt sie nämlich schamlos aus und ihr bleibt so gut wie keine Zeit, Venedig zu erkunden. Bis sie ihre nächtlichen Spaziergänge beginnt und dabei auf einen geheimnisvollen blinden Mann aus dem benachbarten Palazzo trifft, Tobia Manin. Sie fühlt sich sofort angezogen von ihm, doch ihn umgibt eine dunkle Aura, es gelingt einfach nicht, hinter seine Maske zu schauen, die er sich selbst auferlegt hat. Doch dann beginnt die Fassade nach und nach zu bröckeln und das ungleiche Paar beginnt tiefe Gefühle füreinander zu entwickeln. Eine bezaubernde Geschichte, die den Leser in den Bann zieht. Meiner Ansicht nach hätte es aber den bösen Bruder von Tobia überhaupt nicht gebraucht, weil das Spannende für mich an dem Buch nicht das spektakuläre Geschehen zum Ende hin war, sondern dass Tobia begriffen hat, dass er trotz seiner Behinderung absolut liebenswert ist und dass er über seinen Schatten springt und die Liebe zwischen ihm und Alice zulässt. Venedig wird hier übrigens hervorragend beschrieben und dem Leser näher gebracht. Vielleicht sollte ich doch mal hinfahren. Das Buch bekommt vier Sterne von mir!

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  • Tiefe Gefühle an romantischem Setting

    Nur mit deinen Augen

    Pharo72

    21. June 2015 um 11:41

    Die 24jährige Alice Breuer aus Berlin lebt zurückgezogen in einer Traumwelt aus Büchern. Als sie nach dem Tod ihrer an MS erkrankten Mutter, die sie aufopferungsvoll gepflegt hat, eine Anzeige liest, in der ein Au-Pair-Mädchen in Venedig gesucht wird, erscheint es ihr wie ein Wink des Schicksals. Denn sie selbst ist das Ergebnis einer heißen Romanze ihrer Mutter mit einem Italiener und diese liebte die Stadt über alles. Kurzentschlossen bricht sie aus ihrer gewohnten Welt aus und nimmt die Stelle an. Von der Familie Scarpa wird sie jedoch gnadenlos ausgenutzt und findet nur in den frühen Morgenstunden Zeit, die wunderschöne Stadt auf ihre Weise zu erkunden. Dabei begegnet ihr der attraktive und vermögende Amerikaner Tobia Manin, der jedoch aufgrund seiner Erblindung zutiefst verbittert und in sich zurückgezogen wirkt. Sie werden Freunde und Alice bringt Tobia Venedig nahe und ihn damit ein Stück ins Leben zurück. Doch die Beziehung wird weder von Alices Gasteltern noch von Tobias Bruder gern gesehen, und so heißt es für eine Liebe zu kämpfen, die keiner der beiden gesucht hat. Meine Meinung: Mit ihrem Debütroman „Nur mit deinen Augen“ hat mich Valerie Bielen von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Vor der traumhaften Kulisse Venedigs erzählt sie eine herzzerreißende Liebesgeschichte, die wirklich unter die Haut geht. Beginnen wir beim Setting. Ich selbst war bisher leider nie in Venedig, aber das Buch hat mir die Stadt viel näher gebracht, als ich je erwartet hatte. Umso größer jetzt der Wunsch, das alles selbst mal zu erleben. Man erkennt beim Lesen sehr deutlich, dass die Autorin sowohl Ortskenntnisse besitzt als sich auch mit der Gesellschaft dort und ihren Ritualen/Festivitäten auseinandergesetzt hat. Die beiden Hauptcharaktere berühren den Leser. Alice, anfangs unbedarft und schüchtern, gewinnt im Laufe des Buches an Format und kämpft mit allem Mut für ihre Liebe. Auch der vor allem innerlich stark verletzte Tobia weiß zu überzeugen und es ist sehr schön zu lesen, wie er langsam Vertrauen und Hoffnung zurückgewinnt. Natürlich sind die Antagonisten dazu wenig vielschichtig, aber das stört nicht wirklich. Mit ihrer wunderbar bildhaften Sprache bringt Valerie Bielen den Leser zum Träumen. Die Liebesgeschichte voller Romantik, wobei die Erotik mal wohltuender Weise keine so große Rolle spielt, ist zu keiner Zeit langweilig und entwickelt sich sogar so einem wahren Krimi, der durchaus einen tödlich Ausgang hätte nehmen können. Neben großen Gefühlen, die eben nicht dem äußeren Schein entstammen, taucht man in Abgründe, die Neid und Missgunst zum Vorschein brachten. Dieses rundum gelungene Leseerlebnis empfehle ich herzlich gern weiter und ich bin gespannt, was sich die Autorin für ihren nächsten Roman ausgedacht hat. Ich werde sie auf jeden Fall im Blick behalten.

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  • Nur mit deinen Augen

    Nur mit deinen Augen

    Tigerbaer

    Durch die Ausschreibung zu einer Leserunde wurde ich auf „Nur mit deinen Augen“ von Valerie Bielen aufmerksam und da mich das Buch total angesprochen hat, habe ich es mir beim nächsten Besuch meiner Buchhandlung sofort gekauft. Innerhalb von nur wenigen Tagen habe ich die emotionale Geschichte ausgelesen und bin hin- und weg davon. Einerseits gefällt mir der Schauplatz Venedig unheimlich gut – ich liebe die Stadt einfach – und auf der anderen Seite haben mich die Figuren sofort mitgenommen. Alice ist eine unbedarfte junge Frau, die mehr in Büchern als in der Realität lebt. Jahrelang hat sie ihre schwer kranke Mutter gepflegt und erfüllt sich nun den Traum einer Reise nach Venedig. Als Au-pair hofft sie Geld verdienen und gleichzeitig etwas vom Zauber der „Stadt der tausend Brücken“ erfahren zu können. Ihre Gastfamilie interpretiert die Aufgaben eines Au-pair-Mädchens extrem großzügig und lädt die komplette Haushaltsführung auf den schmalen Schultern von Alice ab. Diese traut sich keine Widerworte und gibt ihr Bestes. Zeit, um die Stadt zu erkunden bleibt da keine. Nach einiger Zeit entdeckt Alice den Zauber des nächtlichen Venedigs und unternimmt Streifzüge durch die Stadt. Bei einem dieser Spaziergänge begegnet ihr Tobia, ein blinder Amerikaner aus der Nachbarschaft. Neugierig auf den fremden Mann und doch zu scheu, ihn anzusprechen, vermeidet Alice jedes Wort. Eines Tages spricht Tobia die junge Frau an und aus einer ersten vorsichtigen Annäherung entwickeln sich zarte Bande. Bevor sich diese jedoch vertiefen können, werden aus unterschiedlichen Richtungen Hindernisse aufgetürmt und Tobia und Alice scheinen sich zu verlieren, bevor es überhaupt beginnen konnte… Die unterhaltsame Lovestory kommt mit einer ordentlichen Prise „Cinderella-Zauber“ daher, der einerseits unrealistisch ist, aber gleichzeitig wunderbar träumen und schwelgen lässt. Für mich war „Nur mit deinen Augen“ ein Geschichte fürs Herz mit ganz viel Romantik, Spannung, die vor allem im letzten Drittel des Buches zum Tragen kommt, und einem Schauplatz zum Verlieben =)

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    • 2

    Floh

    26. May 2015 um 10:27
  • tolles buch

    Nur mit deinen Augen

    romanasylvia

    08. May 2015 um 07:48

    wahnsinnig tolles buch was mich sehr berührt hat.

  • Eine atmosphärische, märchenhafte Geschichte - Herzschmerz garantiert!

    Nur mit deinen Augen

    leselurch

    20. April 2015 um 14:57

    *Worum geht's?* Als Alice Breuer in einer Zeitung eine Stelle als Au-pair in Venedig entdeckt, reißt sie kurzerhand all ihre Zelte in Teltow ab und lebt den Traum ihrer verstorbenen Mutter. Aber ihre Gastfamilie hat andere Pläne mit Alice: Sie sehen sie als billige Haushaltskraft, die das gesamte Haus sauber hält, die Kinder hütet und alle Aufgaben für die Familie erledigt. Nur in den frühen Morgenstunden, fast noch in der Nacht, hat Alice die Zeit, Venedig zu entdecken. Dabei lernt sie Tobia Manin kennen, den mysteriösen Herren aus der Nachbarschaft, über den ganz Venedig tuschelt und munkelt. Denn Tobia ist blind und meidet die Öffentlichkeit. Zwischen ihm und Alice entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung, die beide lehrt, Venedig auf eine ganz neue Art und Weise zu sehen.  *Meine Meinung:* „Nur mit deinen Augen“ ist eine zeitgenössische Liebesgeschichte vor einem bezaubernden Hintergrund: Mitten in Venedig stößt die 24-jährige Alice während eines nächtlichen Spaziergangs auf den attraktiven und geheimnisvollen Tobia. Sie fühlt sich unbeschreiblich und magisch zu dem blinden Mann hingezogen und auch er spürt eine Verbindung zu der stillen Alice, die sich bisher lieber in Buchwelten vor der Realität zurückgezogen hat. Zusammen entdecken die beiden Venedig und finden dabei näher zu sich selbst, näher zu einander – obwohl beide wissen, dass ihre Gefühle niemals Bestand haben können. Denn Alice ist nur für eine begrenzte Zeit in Venedig und Tobia lässt niemanden auf solche Weise in sein Herz.  Ob einem „Nur mit deinen Augen“ bloß gefällt oder ob es einen begeistern kann, hängt wohl ein bisschen davon ab, was man sich von dem Roman erhofft. Valerie Bielen erzählt in ihrem Debüt die Liebesgeschichte zweier grundverschiedener Menschen – der blinde Multimillionär und die mittellose Träumerin, die von ihrer Gastfamilie wie Aschenputtel behandelt wird – auf höchst romantische Art. „Nur mit deinen Augen“ hat etwas Märchenhaftes an sich, das mich gleich zum Schwärmen und Mitfühlen gebracht hat. Die Geschichte ist nicht unbedingt realistisch, sie bedient sich einiger bekannter Elemente und ist in gewisser Weise auch vorhersehbar, aber nichtsdestotrotz ist „Nur mit deinen Augen“ vor allem eins: traumhaft schön! Ich persönlich mochte die Geschichte von Alice und Tobia sehr. Mich störte es kein bisschen, dass der Realismus der Handlung, der Charaktere und des Schreibstils teilweise der Illusion der Romantik wich. Im Gegenteil: Genau dieser Aspekt hat der Geschichte einen Zauber verliehen, der sie so charmant und liebenswürdig macht. Die Dialoge der Charaktere sind sicherlich nicht absolut authentisch, aber herzzerreißend schön und rührend. Jede Leserin, die sich selbst schon einmal eine Liebe wie aus dem Märchen gewünscht hat, wird sich mit Sicherheit in diesen Roman verlieben!  „Nur mit deinen Augen“ ist wie ein kurzweiliger Urlaub in Venedig. Valerie Bielen beschreibt die Stadt so bildhaft, so malerisch und mit so viel Liebe zum Detail, dass man sich auf Alice‘ und Tobias Ausflügen durch Venedig so fühlt, als würde man die Stadt an ihrer Seite erkunden. Die Autorin zaubert wunderschöne und zauberhafte Bilder in die Köpfe ihrer Leser und ermöglicht es ihnen damit, die Atmosphäre und den einzigartigen Flair der italienischen Stadt auch hunderte Kilometer entfernt genießen zu können.  Ab der zweiten Hälfte des Romans nimmt neben der Romantik auch die Spannung eine entscheidende Rolle im Handlungsverlauf ein. Alice findet durch einen Zufall ein Detail zu Tobias Erblindung heraus, das sein Weltbild völlig zerstören könnte. Außerdem kommen Intrigen und Tragödien ans Tageslicht, die den Märchencharakter der Geschichte noch weiter verstärken – jedes Märchen braucht schließlich einen bösen Gegenspieler, der für jede Menge Nervenkitzel sorgt! *Fazit:* Wer sich gerne von Liebesgeschichten verzaubern lässt, die das eigene Herz zum Klopfen bringen, der greift mit „Nur mit deinen Augen“ definitiv zum richtigen Buch. Das Debüt von Valerie Bielen spielt in Venedig und erzählt die Geschichte von Alice, dem mittellosen Au-pair-Mädchen aus Teltow, und Tobia, dem Multimillionär aus Amerika, der seit einem Überfall blind ist und sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat. Gemeinsam entdecken sie Venedig durch Alice‘ Augen und schon bald entwickeln sich zwischen ihnen Gefühle, die nicht sein sollen: Herzschmerz garantiert! „Nur mit deinen Augen“ ist eine atmosphärische, märchenhafte Geschichte, die nicht mehr Realismus als nötig in sich trägt und seine Leser viel lieber zum Träumen einlädt. Für „Nur mit deinen Augen“ vergebe ich 4 Lurche.

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  • Mit den Augen des Herzens zu sehen

    Nur mit deinen Augen

    MelE

    05. April 2015 um 09:20

    Mit "Nur mit deinen Augen" lesen wir einen Liebesroman der ganz besonderen Art. Ich freue mich immer noch darüber, dass die Autorin mich per E-Mail angefragt hat, ob Interesse an ihrem Roman besteht, denn mir wäre sonst ein wundervolles Buch entgangen. Natürlich wissen wir schon laut Klappentext, was uns erwarten wird, aber eine solch selbstlose und liebenswerte Protagonistin wie Alice Breuer habe ich selten erlebt. Um den Traum ihrer verstorbenen Mutter zu leben, verlässt Alice ihre Heimat um als Au-Pair in Venedig zu arbeiten, aber anstatt sich die Stadt näher ansehen zu können, nutzt die Familie die sie aufgenommen hat, Alice komplett aus. Alice bleiben nur die Nächte, in denen Venedig ihr gehört. Von einem Altan, der direkt von ihrem Balkon ausgeht, hat sie einen wunderbaren Blick auf Venedig. Eines Tages erscheint dort ein Mann, Tobia, der sehr melancholisch wirkt und sofort  Alices Interesse weckt. Diesen Mann trifft sie auch in der Nacht an und ebenso wie sie sucht er die Ruhe und Geborgenheit der Nacht, denn er hasst mitleidige Blicke, die seine Blindheit mit sich bringt. Es bleibt natürlich nicht aus, dass diese beiden Menschen sich näherkommen und anfangen Zeit miteinander zu verbringen, angefangen mit einem Kostümfest, welches Tobia, der zuvor eher zurückgezogen gelebt hat, in seinem Palazzo gibt. Dieses ist der Anfang einer wunderbaren Freundschaft, denn Alice gelingt es, diesem eher in sich gekehrten, einerseits auch verbitterten Menschen, aus seinem inneren Gefängnis zu locken. Alice lehrt Tobia mit den Augen des Herzens zu sehen. Interessant hierbei ist, dass in "Nur mit deinen Augen" nicht nur Liebe eine Rolle spielt, sondern auch Intrigen und Missgunst eine tragende Rolle spielen. Ehrlich gesagt ist man als Leserin eines Liebesromans nicht darauf eingestellt, sich urplötzlich in einem Krimi wiederzufinden, aber genau dieses war, was mich letztendlich noch mehr überzeugen konnte. Schon das Annähern von Alice und Tobia war wundervoll, da Alice so natürlich und authentisch wirkt, obwohl Tobia ein reicher Mann und Alice eben "nur" ein Au-Pair-Mädchen ist. Geld spielt für Alice keine Rolle, was sich im Laufe des Romans immer mehr verdeutlichen kann. Urplötzlich wandelt sich die Story und wir lernen Hass und Missgunst kennen. Niemand scheint Tobia und Alice ihr Glück zu gönnen und die Steine die ihnen in den Weg gelegt werden, könnten einen tödlichen Ausweg nehmen. Der Autorin ist es wirklich gelungen, das Blatt so zu wenden, dass die Spannung kaum zu ertragen ist. Ist es Alice und Tobia wirklich nicht vergönnt, einfach nur glücklich zu sein? Interessant ist zu sehen, wie Hass, Neid und Missgunst einen Menschen verändern können.  Insgesamt gesehen ist "Nur mit deinen Augen" ein wundervoller Roman, der auch eine gewisse Tiefe ausstrahlen konnte. Es ging nicht nur um Sex und Sinnlichkeit, was ich oft an Liebesromanen als sehr oberflächlich erachte, sondern darum, was man auch sieht, was man eben nicht sehen kann und zwar den inneren Menschen, den man vielleicht übersehen hätte, wenn man gesehen hätte. Tobia, der zuvor ein Leben im Luxus gelebt hat und sich mit schönen Frauen umgeben hat, hätte Alice vielleicht niemals bemerkt. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus, für einen ganz besonderen Roman, der natürlich auch durch seinen Hauptschauplatz Venedig glänzen konnte. 

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 3. - 6. April 2015

    Panthertage - Mein Leben mit Epilepsie

    Daniliesing

    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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    • 734
  • Leserunde zu "Nur mit deinen Augen" von Valerie Bielen

    Nur mit deinen Augen

    Valerie_Bielen

    Es würde mich sehr freuen von Euch zu hören wie Euch mein erster Roman gefällt.  Lange arbeitet man an einem solchen Buch und es ist dann wie Weihnachten und Geburtstag zusammen wenn der Tag der Veröffentlichung kommt und man grossartige Leser wie Euch fragen kann wie Ihr es findet. Ich bin gespannt ob Ihr auch mit Alice und Tobia mitfiebern werdet, den grausamen Stefano ebenso verachtet wie ich und am Ende die Auflösung interessant findet: Wie es zu einem schrecklichen Verbrechen kam, das aber auch den Anfang eines neuen Lebens bewirkte. Ich freue mich sehr auf Eure Bewerbungen und vergebe 20 Exemplare an neugierige und interessierte Leser.

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    • 560
  • Venedig romantisch und doch voller Spannung

    Nur mit deinen Augen

    LeseMaus

    15. March 2015 um 22:50

    Der erste Satz: "Waren Sie schon einmal in Venedig?" Das Äußere: Das Cover des Taschenbuchs wirkt verträumt. In zarten Farben gehalten, zeigt es ein sich an den Händen haltendes Paar auf einem Steg direkt am Wasser vor Venezianischer Kulisse. Ganz klar ein Liebesroman, und genau das will das Cover auch zeigen. Das Innere: Alice möchte sich einen Traum erfüllen und gibt ihren sicheren, aber langweiligen Job zugunsten einer Au-pair-Stelle in Venedig auf. Doch ihre Gasteltern sind sehr fordernd und lassen ihr kaum Zeit, die traumhafte Stadt zu erkunden, so dass sie dazu gezwungen ist, die Nachtstunden zu nutzen, um Venedig besser kennenzulernen. Hier begegnet ihr Tobia, ein reicher Amerikaner, der sich aufgrund seiner Blindheit nur nachts auf die Straßen traut. Die unfreiwilligen Nachtschwärmer kommen sich näher - doch es gibt auch Neider, die mit der Freundschaft der beiden nicht zurechtkommen... Das Wesentliche: In die Geschichte taucht man direkt ein - ehe man sich versieht, hat man schon etliche Seiten gelesen. Ich habe manchmal kaum gemerkt, wie schnell ich durch die Seiten gehuscht bin. Diesen guten, schnellen Einstieg in die Handlung bietet zunächst Alice Bahnreise Richtung Venedig. Dort angekommen, muss Alice feststellen, dass sie bei einer ziemlich einnehmenden Gastfamilie namens Scarpa gelandet ist. Hier scheint es keine geregelten Arbeitszeiten zu geben, immer muss sie parat stehen, um die zahlreichen Wünsche der Signora zu erfüllen und etliche Botengänge zu erledigen. Doch Alice Freude darüber, in Venedig zu sein, lässt sie die zahlreichen Nachteile ihrer Anstellung ertragen. Alice scheint aber auch kaum Selbstbewusstsein zu besitzen - am liebsten hätte ich sie manchmal wach gerüttelt, vor allem, wenn sie vor ihren Arbeitgebern mal wieder "demütig den Blick gesenkt" hat. Alice große Zurückhaltung hat mich manchmal etwas verunsichert, weil mir dadurch nicht ganz klar war, ob das Buch wirklich in der Gegenwart spielt. Auch die Sprache erschien mir nicht ganz zeitgemäß - eher so, als wäre das Buch in den 70ern anstatt heute veröffentlicht worden. Da wird "zum Tanz geführt", es werden Dinge "erträumt", "Gedanken gehegt", oder Alice ist "von Nervosität erfüllt". Aber: die Sprache entwickelt auf genau diese Art einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Man kann gar nicht so schnell umblättern, wie man weiterlesen möchte. Die Sprache ist es aber nicht alleine, wieso ich diesen Eindruck hatte, dass das Buch nicht in der Gegenwart spielt. Auch, dass Alice bisher keinen Freund hatte und abends daheim in Deutschland nie ausgegangen ist, fand ich etwas - naja - seltsam. Das hat mir nicht so gut gefallen, denn ich fand das nicht glaubwürdig für eine junge Frau in ihrem Alter - und ein Buch von heute. Dennoch habe ich mich zu jeder Zeit sehr wohl mit dem Buch gefühlt - zu schön ist die Handlung rund um die Liebesgeschichte zwischen Alice und Tobia. Alleine der Zauber Venedigs ist von Valerie Bielen so gut festgehalten worden, dass mir sofort klar war: das kann nur jemand schreiben, der sich selbst sehr gut in dieser Stadt auskennt. Man muss aber keine Sorge haben, dass es sich hier um eine nur rosarote Liebesgeschichte handelt - Alice und Tobia haben vor der tollen Kulisse Venedigs etliche spannende Momente alleine und auch miteinander zu bestehen, so dass es garantiert nicht langweilig wird. Das Fazit: Mir hat das Buch viel Freude gemacht. Die eine oder andere extrem kitschige Stelle oder auch unrealistische Situation konnte ich gut überlesen, weil die Geschichte selbst einen solchen Sog entwickelt hat, dass ich das Buch schlecht weglegen konnte. Für Freunde schöner Liebesromane eine gute Wahl! Die Bewertung: Vier von fünf Leselöwen

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  • Nur mit deinen Augen

    Nur mit deinen Augen

    Leylascrap

    Die 24 jährige Alice Breuer flieht aus ihrem tristen Leben in Berlin und macht sich auf in nach Venedig, die Stadt von der ihre verstorbene Mutter so geschwärmt hatte.  Also hat sie einen Job als Au-pair gewählt, der ihr anfangs jedoch keine Zeit lässt die Schönheiten der Stadt zu entdecken. Doch irgendwann findet sie die perfekte Zeit dafür, nämlich mitten in der Nacht.  Somit schleicht Alice sich Nachts aus dem Haus um in völliger Ruhe zu erkunden. Wie sie schnell bemerkte, nutzt noch ein weiterer Mensch die nächtliche Ruhe. So lernt sie nach und nach den blinden Tobia Manin kennen. Ein Mann mit vielen Rätseln, die sie nach und nach auf der Spur kommt.  In der Geschichte begleitetet man Alice bei ihrer großen Aufgabe als Au-pair bei der Familie Scarpa, eine Familie der höheren Kreisen und stehts unterwegs, und dann sind wir natürlich dabei, wenn Alice Tobia´s Geheimnis auf die Spur kommt, die selbst für ihn eine Überraschung birgt.  Eine Geschichte voller Spannung, die nie abbricht und natürlich auch was fürs Herz. Geht ja auch nicht anders in so einer tollen Stadt.

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    • 2
  • Venedig mit Herz.

    Nur mit deinen Augen

    LiberteToujours

    09. March 2015 um 22:01

    Alice hat einen Traum - sie will nach Venedig. Dafür ist sie auch bereit, ihr sonst so geordnetes, sicheres Leben aufzugeben und endlich einmal ein Risiko einzugehen. So zögert sie nicht lange, als sie ein Angebot für eine Au Pair Stelle entdeckt. Ihr Job ist allerdings so ganz anders als erwartet. Nur nachts findet sie Zeit, Venedig zu erkunden. Doch sie genießt das Gefühl, die Stadt ganz für sich alleine zu haben. Da gibt es allerdings einen, dem es ähnlich geht - Tobia. Das Buch hält, was Venedig betrifft, absolut was es verspricht. Die Atmosphäre ist wundervoll beschrieben, zumindest soweit ich das als Mensch, der noch nie in Venedig war, beurteilen kann. Ich wollte schon immer mal hin - jetzt vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Die Protagonistin war mir zwar an sich sympathisch, manchmal konnte ich ihre Handlungen allerdings nicht ganz nachvollziehen. Alice lässt sich lange Zeit von ihrer Gastfamilie in einer Art und Weise ausnutzen, die kein Mensch tolerieren sollte. Mehr noch, sie macht sich in Gesprächen sogar selbst noch klein. Das ist kein großer Kritikpunkt, alles in allem fügt sich das gut in ihren Charakter mit ein, für einen Menschen wie mich, der selbst den Mund nicht halten kann, ist es nur fast schon schwer zu ertragen. Ich wollte mehr als einmal für sie Partei ergreifen und den "freundlichen Gasteltern" über den Mund fahren. Nach dem Klappentext hatte ich ein wenig Angst, dass mir das ganze zu kitschig werden könnte. Über weite Strecken ist das aber allerdings unbegründet. Kleine rosa - romantische Situationen, die mir dann doch zu heftig waren, konnte ich mit einem zugekniffenen Auge ganz gut übersehen. Denn neben aller Romantik bleibt auch ein Rätsel. Leider war mir die Auflösung allzu schnell klar, so dass die Spannung, zumindest was die Lösung anging, ein wenig auf der Strecke blieb. Dennoch wusste ich ja noch nicht, ob wirklich alles gut ausgehen würde. Spaß hat mir das Buch also bis zur letzten Seite gemacht. Naja, nicht ganz. Den Epilog hätte man sich meiner Meinung nach auch sparen können, aber das ist wohl Ansichtssache.

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  • Ein toller Roman, den ich innerlich jederzeit „sehen“ konnte

    Nur mit deinen Augen

    Sunreading

    09. March 2015 um 10:32

    Eigentlich hat Alice Breuer ein abgeschlossenes Germanistikstudium und einen festen Job als Buchhändlerin. Doch als sie unverhofft auf eine Zeitungsannonce stößt, in der ein Au-Pair-Mächen in Venedig gesucht wird, bewirbt sie sich spontan für den schlecht bezahlten Job – um sich und ihrer verstorbenen Mutter einen Traum zu erfüllen. Doch Familie Scarpa verlangt Alice viel mehr ab, als erwartet. Interesse an ihrer Person erwartet die 24-jährige vergeblich. Und so wird ihr Aufenthalt schnell zu einem zeitlichen Alptraum. „Fassungslos sah ich ihr nach. Mit einer solchen Frau sollte ich die nächsten sechs Monate verbringen? … In mir steig die Gewissheit auf, dass es ein Fehler gewesen war, in diese Stadt zu kommen, um hier zu arbeiten.“ (S. 25) Alice bleiben vor allem die Nächte, um Venedig zu erkunden und ein wenig für sich zu sein. Eines späten Abend, als sie erschöpft auf ihrem Altan sitzt und ihren Blick über die Dächer Venedigs schweifen lässt, tritt nur wenige Meter entfernt ein Fremder auf die Loggia seines Palazzos. Doch irgendetwas stimmt nicht mit ihm ... Meine Meinung zum Buch: Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Alice geschrieben. Der Einstieg ist recht ruhig aber sehr schön. Ich mag den Schreibstil der Autorin. Er verströmt gleichzeitig eine gewisse Besonnenheit aber auch Kraft und Emotionalität – vor allem, wenn es um die Beschreibungen Venedigs geht. Es las sich wie die Liebeserklärung an eine Stadt, die ich jetzt auch unbedingt in echt kennenlernen möchte :) Vor meinem inneren Auge entstanden so klare Bilder von Orten, Plätzen, dem Geschehen und den Menschen, als würde ich einen Film sehen, der mich immer mehr in seinen Bann zog. Auch war ich beeindruckt, wie tiefgründig es Valerie Bielen gelungen ist, über die psychische Belastung zu schreiben, die mit plötzlicher Blindheit einhergeht. „Sieh ihn dir an, Alice. Er sieht hervorragend aus, hat Geld wie Heu, den Mitleidsfaktor wegen der Behinderung und dann ist er natürlich auch noch der mysteriöseste Mann, der seit langem hierhergezogen ist: Er existiert nicht, das Personal spricht mit niemandem, jeder fragt sich, woher das Geld stammt und wie wieso er blind ist.“ Ich sah ihn verwundert an.“ (S. 110) Mit einer fein ausgearbeiteten Spannung flogen die Seiten in weiten Teilen nur so dahin. Streckenweise wurde es so aufregend, als würde ich einen Psycho-Krimi lesen. Was mich allerdings komischerweise über Lange Zeit nicht erreichen konnte, waren Alice romantische Gefühle für Tobia Manin. Ich konnte weder das Entstehen einer Verliebtheit noch das Warum wirklich nachvollziehen. Ihre eigenen Worte, an Tobia gerichtet, entsprechen exakt meinem Leseerlebnis: „Spürst du nicht, wie du mit meinen Gefühlen spielst und jedes unserer Treffen für mich zu einer emotionalen Achterbahnfahrt wird?“ (S. 253/4). Innerlich habe ich sofort geantwortet: Ja genau. Das ist es. Ich spüre das nicht wirklich. Anstelle von romantischem Herzklopfen, Knistern oder Ähnlichem ist bei mir vor allem ein Kennenlernen und das langsame Entwickeln einer Freundschaft angekommen. Emotionale Neugier vielleicht noch, aber (noch) keine Grundlage für das Entstehen von Liebe. Ein ganz persönliches Lese-Empfinden. Den Stern Abzug gebe ich, weil mich die Vorbereitung auf das Ende des Romans und das Finale selbst etwas enttäuscht haben. Neben dem, dass es immer vorhersehbarer und dadurch etwas langweilig wurde, hat mich vor allem gestört, dass ich Alice als naiv und in ihrem Verhalten als nicht nachvollziehbar empfunden habe. Egal, ob sie selber gerade massiv bedroht wird oder sogar sie und Tobia sich gemeinsam in einer lebensbedrohlichen Lage befinden, Alice scheint ihre Ängste und Sorgen ständig mit einem inneren Knopf ein- und ausschalten zu können. Die Uhr der Bedrohung tickt, doch sie genießt erstmal einen Ball; hatte sie Tage darauf gerade noch größte Panik, kann sie kurze Zeit später (unter gleichen Bedingungen!) eine Bootsfahrt und ein Feuerwerk genießen. Nur Minuten danach sucht sie bereits wieder nach lebensrettenden Maßnahmen, nur um weitere fünf Minuten später nahezu teilnahmslos langen Monologen des gefährlichen Begleiters zu lauschen, anstatt hektisch (innerlich) nach Rettungsmöglichkeiten zu suchen. Damit konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren. Meiner Meinung nach hätten dem Roman zum Schluss ein paar mehr Seiten sehr gut getan. Fazit: Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen. Streckenweise hätte ich ihm auch ohne zu Zögern 6 Sterne gegeben. Meiner persönlichen Meinung nach wird jedoch vor allem zum Ende hin viel Spannungspotenzial verschenkt, indem auf emotionaler Ebene Gefahrensituationen kurz nach ihrem Auftauschen schon wieder abzuflauen scheinen, um Romantik einbauen zu können. Auch offenbaren sich letztlich Wahrheiten so schnell und unspektakulär, die anders viel spannender/brisanter hätten ans Licht gebracht werden können. Aber wie oben bereits gesagt, hat der Roman auch ganz viele tolle Elemente und ist für mich daher sehr empfehlenswert! „Tobia, mein ganzes Leben habe ich mich davor gefürchtet, mein Herz für jemanden zu öffnen. Ich habe mich in meinen Büchern vergraben und niemanden an mich herangelassen. Wenn du mich sehen könntest, würdest du ein unscheinbares Etwas sehen, da bei der kleinsten Annäherung zurückzuckt und sich verkriecht.“ Langsam drehte ich mich zu ihm zurück. „Alice, du weißt, dass das nicht wahr ist …“ (S. 254)

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  • Romantische Liebesgeschichte in der Traumstadt Venedig

    Nur mit deinen Augen

    katze267

    Eigentlich ist Alice alles andere als spontan und mutig, doch als sie die Annonce der Familie Scarpa sieht, die in Venedig ein Au-Pair- Mädchen suchen , wirft sie alle Bedenken über Bord und bewirbt sich spntan und mit Erfolg. Jahrelanghat sie mit ihrer inzwischen nach langer Krankheit verstorbenen Mutter von einer REise nach Venedig geträumt, doch es kam nie dazu, da der kleinenen Familie, vom Vater im Stich gelassen, stets das Geld fehlte.Nun soll ihr Traum wahr werden, ihre Wohnung vermietet sie unter, ihre Stelle kündigt sie. Die Stelle allerdings entpuppt sich eher als Albtraum, denn die Familie Scarpa nutzt sie aus, beschäftigt sie von morgens bis abends mit immer neuen Aufgaben.So ist sie zwar in Venedig, doch sie kann die Stadt nicht kennen lernen, bis sie sich schliesslich zu nächtlichen Streifzügen entschliest. Dabei begegnet sie Tobia Manin, ihrem geheimnisvollen Nachbarn, einem attraktiven, reichen, blinden Amerikaner., der sehr zurückgezogen in seinem Palazzo lebt.Zaghaft freunden die beiden sich an und bald erkunden sie gemeinsam Venedig. Tobia lernt die Stadt durch Alices Augen kennen, ihre fantasievollen, emotionalen Beschreibungen lassen Venedig für ihn lebendig werden.Beide scheuen aber vor einer Liebesbeziehung zurück, Tobia wegen seiner Behinderung, Alice wegen ihres mangelnden Selbstbewusstseins.Im Laufe des Romans entwickeln sich beide Personen weiter, Alice wird selbstbewusster, Tobia gewinnt an emotionaler Reife. Doch einer Beziehung stehen nicht nur sie sebst im Wege, auch Herr Scarpa und Tobias Bruder  Stefano intrigieren. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Romantik, Spannung, eine wundervolle Kulisse und interessante Charaktere, dazu ein sehr angenehm zu lesender Schreibstil, ein wirklich gelungener Debutroman. Von dieser Autorin würde ich gerne mehr lesen.

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