Valerie Frankel

 3.1 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Verhext und zugenäht, Smart Vs Pretty und weiteren Büchern.

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Verhext und zugenäht

Verhext und zugenäht

 (14)
Erschienen am 01.10.2007
Mord zur besten Sendezeit

Mord zur besten Sendezeit

 (0)
Erschienen am 01.05.1998
Smart Vs Pretty

Smart Vs Pretty

 (2)
Erschienen am 13.12.2007
Der schwarze Ballon

Der schwarze Ballon

 (1)
Erschienen am 01.11.1997
Und jede Nacht ist Halloween

Und jede Nacht ist Halloween

 (1)
Erschienen am 01.04.1997
The Girlfriend Curse

The Girlfriend Curse

 (0)
Erschienen am 02.10.2008

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Rezension zu "Verhext und zugenäht" von Valerie Frankel

Rezension zu "Verhext und zugenäht" von Valerie Frankel
Ativor 6 Jahren

Ich gebe zu, ich brauche manchmal einfach einen. Einen Quickie, der mich in seiner Leichtigkeit und Schnelligkeit wieder aufmuntert. Nach einem stressigen Tag etwa, oder wenn ich Kopfweh habe oder der Schlaf einfach nicht kommen will, oder auch nach einem Buch oder Film, der mir nachgeht. Kürzlich war es wieder soweit. Nach einer Dokumentation über Schweinemastbetriebe, die mich zwei Nächte lang im Traum verfolgt hat, musste dringend einer her. Die Nachrichten zur Lage Europas und mit für mich seltsamen Ansichten mancher Politiker taten ein übriges. In mir schrie alles nach einem Quickie. Das musste nichts Neues sein, nichts wirklich Aufregendes. Ein Quickie eben. Ein schneller Griff ins entsprechende Regal bescherte mir einen solchen, verfasst von Valerie Frankel.

Das Cover (rothaarige Frau mit farblich nicht zum Buchinhalt passenden Augen, die über die Schulter sieht und lächelt, die Skyline einer Großstadt, ein Zauberstab mit Sternspitze) und der Name der Autorin zauberten ein Lächeln auf mein Gesicht. Die in Brooklyn lebende Frankel veröffentlicht nicht nur regelmäßig in verschiedenen Zeitschriften sondern hat auch bereits mehrere Romane und Sachbücher geschrieben. Bis auf zwei Ausnahmen nicht ins Deutsche übersetzt und nur bedingt erhältlich. Verhext und zugenäht ist eine der beiden Ausnahmen, Blondine ehrenhalber die andere – beide erschienen bei Ullstein. Frankels Schreibstil ist locker, leicht und die Themen in der Regel das, was ich gerade brauchte. Sofort fiel mir wieder etwas ein, was ich vom ersten Lesen noch im Gedächtnis hatte: Eine Szene, in der Emma (die Hauptfigur) geräuschvoll feucht geküsst wird, was sie gedanklich einen Vergleich mit einem glibberigen Rohrreiniger ziehen lässt.

Also Badewasser in die Wanne und mit einem wohligen Seufzer sowohl in selbige wie auch in die Geschichte eintauchen. Das geht im Fall von Verhext und zugenäht ganz fix. Die Geschichte spielt in der Gegenwart und handelt von Emma. Einer Hexe, die um die Butter auf ihren Brötchen und vor allem ihre Wohnung zu finanzieren, eine Art Partnervermittlung betreibt. Nicht mit Zaubertränken und ähnlichem, ihre Magie besteht darin, durch Berührungen Bilder zu vermitteln. Bilder ihrer Kundinnen, die sie deren Traumpartnern ins Gehirn pflanzt, in der Hoffnung, dass besagte Männer sich danach um ihre Kundinnen bemühen und sich verlieben – wobei das ganz allein Sache des Pärchens ist, denn Emma will diesen nur erleichtern, die erste Hürde in Sachen Beziehung zu nehmen. Bekanntlich hat alles zwei Seiten und so ist Emmas eigenes Liebesleben ein komplettes Desaster, die Männer sind ihr bisher, spätestens wenn es zur Sache ging, davon gelaufen, denn da wird durchaus berührt und wie die meisten von uns, verfügt auch Emma über ein lebhaftes Kopfkino.

Bis, tja bis sie William Dearborne begegnet. Der ist nicht nur ein gefeierter Künstler und Softwareentwickler sondern auch noch Junggeselle. Und er und Emma erleben aufgrund einer Verwechslung ihren sprichwörtlich heißesten Kuss, der dafür sorgt, dass der eine die andere nicht vergessen kann und umgekehrt. Das ist angesichts von Emmas Begabung ein zweifaches Dilemma, denn unabhängig von der Angst, ihn genauso zu vergraulen, wie alle anderen, ist er eigentlich auch der Mann, auf den sie ihre neueste Kundin angesetzt hat.

Obwohl es eine Liebeskomödie ist, dreht sich fortan nicht alles nur noch um den dennoch omnipräsenten William Dearborne. Dazu bleibt sein Charakter zu blass. Emma dagegen wird sehr gut dargestellt. Sie wirkt sympathisch, aufgeweckt, augenzwinkernd, selbstironisch. Die Nebencharaktere bestehend aus Freunden, Bekannten, Kunden und einem Halunken zeigen sich skurril, berechnend, ichbezogen, witzig, normal und überaus passend zu Emma. Emmas finanzielle Situation und die daraus resultierenden Folgen, ihre Verkupplungskünste, die Versuche ihre Freundin vor dem falschen Mann zu bewahren – all das findet neben der eigentlichen Liebesgeschichte noch Platz. Viele Gespräche drehen sich um Sex, ohne wirklich plump zu wirken. Ein Hauch Erotik, witzige Erwiderungen und/oder Wortspielereien und natürlich Emmas Versuche ihren neuesten Auftrag professionell zu erledigen, wofür sie nach dem ersten unerwarteten Zusammentreffen mit Dearborne ihre ganzen Verkleidungskünste aufwenden muss, um nicht aufzufallen - all das unterhält auf leichte, angenehme Art.

Das Tempo ist flott, was mich dann allerdings kurz bevor ich das Bad verließ, daran erinnerte, dass mir beim ersten Lesen das Ende des Romans nicht so gefallen hat. Ich war neugierig, wie ich es beim zweiten Lesen empfinden würde. Leider hat sich an meinem Urteil nichts geändert. Von der Thematik – wir wissen schließlich alle wie romantische Liebeskomödien ausgehen – hat es durchaus gepasst. Was mich letztlich gestört hat war, dass das Tempo extrem angezogen hat und die letzten Kapitel im Superschnelldurchlauf gestaltet sind. Das könnte an der Übersetzung liegen, oder an Streichungen oder einfach daran, dass die spritzig-witzige Grundidee ausging. Doch was auch immer es ist, es fehlt eindeutig etwas. Da hätte ein weiterer Lacheffekt gutgetan oder einfach eine größere Streichung. So bleibt das Ende etwas unbefriedigend, schmälert den Gesamteindruck im Großen und Ganzen jedoch nicht sehr.

Fazit:

Eine Geschichte um Magie und Liebe oder vielleicht auch die Magie der Liebe oder liebe Magie. Vor allem dass Emma zwar eine Hexe, aber gleichzeitig auch eine ganz normale junge Frau ist, hat mir gefallen. Verhext und zugenäht ist und bleibt ein Lesequickie für mich, der für mehrfache Lacher und hochgezogene Mundwinkel sorgt. Ein Buch, das man getrost kurz oder auch länger beiseitelegen und dann einfach weiterlesen kann. Eins das eintauchen lässt, in eine mehr oder weniger heile Buchwelt. Eins mit dem man abschalten kann. Eins für fast jede Gelegenheit also. Und damit bekommt es vier von fünf Punkten von mir.

Copyright © 2012, Antje Jürgens (AJ)

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Rezension zu "Verhext und zugenäht" von Valerie Frankel

Rezension zu "Verhext und zugenäht" von Valerie Frankel
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Na ja, irgendwie entsprach das Buch nicht meinen Erwartungen. Es hat sich zwar flüssig gelesen, dennoch hat mir die Sprache (was vielleicht auch an der Übertragung ins Deutsche liegt) nicht so gut gefallen. Die Charaktere waren okay, ich habe jetzt keinen gehasst, aber auch keinen geliebt. Für meinen Geschmack war mir da auch zu viel Gespräch über Sex. Es war ein bisschen wie "Sex and the City" nur mit einer Hexe und der Nennung einiger Stars und das ganze in der High Society von New York.
Dennoch musste ich unerwartet schmunzeln und manchmal auch lachen, was es dann doch wieder zu einem "Okay-Buch" für zwischendurch macht. Es war nichts Besonderes und es hätte besser sein können, aber für einen heißen Sommertag war es genau richtig.

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Wortklaubers avatar

Rezension zu "Der schwarze Ballon" von Valerie Frankel

Rezension zu "Der schwarze Ballon" von Valerie Frankel
Wortklaubervor 9 Jahren

Manche Krimis sind wie Folgen einer amerikanischen Vorabendkrimiserie. Man konsumiert sie und vergisst sie. "Der schwarze Ballon" ist so ein Buch.

Wanda Mallory leitet mit ihrem Partner Alex eine Privatdetektei. Als just ihre Hauptkundin - und Freundin - die Verlegerin eines Soft-Porno-Magazins für Frauen, umgebracht wird, steht sie vor der Aufgabe, ihren Mörder zu finden. Nicht nur aus alter Freundschaft, nein: In ihrem Testament hat diese ihr im Erfolgsfall vielmehr einen immensen Betrag in Aussicht gestellt.

Auf der Suche nach dem Mörder kommt Wanda in mehrere seltsame Situationen sexueller Natur. Die Autorin spricht eine deutliche Sprache und spart auch nicht an (kruden) Details. Spannung kommt teilweise auf, im großen und ganzen reißen aber auch die durchaus sympathischen Hauptfiguren nichts. Wenn man diesen Roman nicht liest, hat man auch nix verpasst!

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