Valerie Geary

 3,5 Sterne bei 39 Bewertungen
Autorin von Alles, was wir verloren haben, Das Schweigen der Bienen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Valerie Geary

Krimi trifft aus Mystery: Die amerikanische Autorin Valerie Geary wuchs in Albany, Oregon auf und hat schon während ihrer Kindheit ihre freie Zeit viel in der Natur verbracht und gelesen. Nach dem Studium der englischen Literatur an der Vanguard University of Southern California, war sie im Ausland unterwegs und in Spanien einen Sprachkurs gemacht. Mit ihrem Debütroman "Crooked River" war sie Finalistin des Oregon Book Preises. Ihre Kurzgeschichten wurden unter anderem bei Weekly Rumpus, Day One, Menda City Review, Boston Literary Magazine, Foundling Review, the UK publication Litro veröffentlicht. Wenn sie nicht an einem neuen Roman schreibt, liest sie gerne, geht wandern, segeln und Gartenarbeit. Außerdem spielt sie in ihrer Freizeit Discgolf. Valerie Geary lebt mit ihrer Familie in Portland, Oregon.

Alle Bücher von Valerie Geary

Cover des Buches Alles, was wir verloren haben (ISBN: 9783959672252)

Alles, was wir verloren haben

 (24)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Das Schweigen der Bienen (ISBN: 9783959671279)

Das Schweigen der Bienen

 (15)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches Crooked River (ISBN: 9780062326591)

Crooked River

 (0)
Erschienen am 01.10.2014

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Valerie Geary

Cover des Buches Alles, was wir verloren haben (ISBN: 9783959672252)Annejas avatar

Rezension zu "Alles, was wir verloren haben" von Valerie Geary

Wenn Hoffnung dich antreibt
Annejavor 2 Jahren

Kaum hatte ich die Kurzbeschreibung gelesen, war es auch schon um mich geschehen. Ich musste dieses Buch einfach lesen, da mich die Materie sehr interessierte. Überhaupt gibt es wohl keinen Menschen auf der Erde, der sich nicht wenigstens einmal im Leben fragte, ob es außer uns noch andere bewohnte Planeten gäbe. Dieses Buch bietet natürlich in keiner Hinsicht eine Antwort oder gar Lösung, nein, aber ich könnte mir vorstellen das Gläubige eben solche Geschehnisse bereits zu verarbeiten hatten. Manchmal aus Willenskraft, manchmal aus purer Verzweiflung, doch eines haben sie gemeinsam und das ist die Hoffnung. 

 

Schöner hätte der Einstieg in die Geschichte nicht sein können. Mit einer gekonnten Geschmeidigkeit wurde ich in die Geschehnisse geführt, welche glatt aus den Nachrichten hätten stammen können. Alles wirkte so realistisch, so glaubwürdig und einfach nur wie aus dem Leben selbst. Dafür sorgte übrigens nicht nur der realistische Schreibstil, sondern auch die Art, wie die Stadt in der Lucy und Nolan wohnten, beschrieben wurde. Gebäude, Straßen oder selbst einzelne Bäume erschufen ein vollkommenes Bild, das nur für eines sorgte, man wollte weiter lesen. 

 

Aber auch die Charaktere selbst spiegelten diese Liebe für Details wider, da nicht nur Lucy, Nolan oder allgemein ihre Familie interessante und ausgewogene Persönlichkeiten erhielten, sondern selbst die kleinste Nebenfigur. Allgemein schafften es viele Personen ins Buch, welches aber trotzdem nicht überfüllt wirkte. Im Gegenteil, Teenagergruppen fühlten sich wirklich wie welche an, wo hingegen die Polizei eine deutlich andere Formation besaß. Allein über Nolan und Lucy zu beschreiben, würde schwerfallen, da andere Charaktere, die Ereignisse im Buch immer wieder mit beeinflussten. 

 

Trotzdem ist und bleibt Nolan einer der Hauptcharaktere, welcher mit seiner Affinität zu Außerirdischen, Ufos und Lichtern, seinem Umfeld große Probleme bereitet. Er verstrickte sich immer mehr in seinem Glauben und ließ es kaum noch zu, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Wie auch, denn er besuchte stets Treffen, in denen sich Personen trafen und sich austauschten. Gerade diese waren mir allerdings ein Dorn im Auge, da mir diese das Gefühl gaben das nur wenn man etwas mit Beweisen und eindeutigen Indizien vorlegen konnte. Gerade wenn Nolan einmal nichts zeigen konnte, wirkte diese gerade zu sauer auf ihn. Hier wurde ich gleich mit sauer und es sollte das nicht das einzigste Gefühl bleiben. 

 

Emotional gesehen, war dieses Buch ein absolutes Highlight. Ich hatte zwar anfangs noch Probleme mich in Lucy hineinzufinden, aber ab dann waren meine Gefühle wie fern gesteuert. Wurde es etwas entdeckt, wurde ich schlagartig nervös und neugierig und wollte sofort mehr wissen. Liefen irgendwo Tränen, war auch ich kurz davor in welche auszubrechen. So ging dies durchweg, was einfach an der oben gelobten Schreibweise und der grandiosen Übersetzung lag. 

 

Natürlich erwartete ich am Ende eine Lösung, jedoch verrate ich nicht, ob ich sie bekam. Ich möchte lieber eine Erkenntnis mit euch teilen, welche mir durch das Buch erst so richtig aufgefallen war. Auch heute noch werden Personen, die an Außerirdische usw. glauben, als Spinner oder Verrückte abgetan. Ich selbst zwar nicht, aber die meisten schauen doch etwas komisch, wenn man seine Meinung zum Thema loswerden will. Im Buch gab es eine Stelle in der Nolan erklärte, warum er zu Unrecht als Spinner bezeichnet wurde. Er meinte das, nur weil er an etwas glaube, das er momentan noch nicht beweisen kann, es nicht doch da wäre. Dazu meinte er ebenfalls, das dann Personen, die an Gott glauben würden, ebenfalls Spinner seien. Immerhin könne auch niemand beweisen, das es ihn gibt. Irgendwie hat er ja recht. 

 

Dieses Buch bot mir unerwartete Momente, interessante Fakten und liebevoll gestaltete Charaktere. Ich habe hier mit Absicht Personen und gestalterische Ideen des Buches außen vor gelassen, denn die Geschichte soll auch euch überraschen. Eins kann ich aber sagen, die Reise hat sich zumindest für mich, auf jeden Fall gelohnt. 


Mein Fazit

 

Selten durfte ich eine so fließende und stimmige Story wie diese erlesen. Ich fühlte mich wohl, lernte neue Dinge kennen und konnte doch glatt die Zeit vergessen. Die Mischung aus leichter Sci-Fi, angenehmen Roman und Ratgeber, machte das Buch zu etwas Besonderem. Noch immer sorgt die Geschichte dafür, dass ich über sie nachdenke. 

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Cover des Buches Alles, was wir verloren haben (ISBN: 9783959672252)M

Rezension zu "Alles, was wir verloren haben" von Valerie Geary

Anders als jede andere Geschichte
Moebookvor 2 Jahren

Das Cover weckte bei mir sofort Interesse, als ich diese schönen gelben und nächtlichen Farben gesehen habe. Der Klappentext hat sich sehr interessant angehört, gleichzeitig war ich aber zwiegespalten, inwiefern ich dieses Buch gut finden kann, weil sich der Inhalt sehr identisch mit den von vielen anderen Büchern angehört hat.
Es geht hier um Geschwister, die ein starkes Band zueinander haben. Lucy, unsere Protagonistin vermisst seit Jahren ihren verschwundenen Bruder Nolan, der ein Weltraumfanatiker ist. Obwohl es schon viele Jahre her ist, kann sie die Trauer nicht überkommen und muss herausfinden, was mit ihrem Bruder geschah.
„Eine schöne Geschwistergeschichte“… Solche Sätze erwartet man sicherlich von mir, wenn ich sage, dass dieses Buch atemberaubend war. Es ist auch eine schöne Geschwistergeschichte, aber nicht irgendeine. „Alles, was wir verloren haben“, ist anders, anders schön, und in diesem Post erfahrt ihr auch, warum!
Der Schreibstil der Autorin ist sehr langsam, und als Leser will man auch nicht, dass das Buch schnell vorbeigeht, weil Valerie Geary es einfach schafft, uns in ihren Bann der Handlung zu ziehen.
Sie schreibt sehr detailliert und findet so schöne Ausdrücke für Gefühle, wie sie mir in 1000 Jahren nie eingefallen wären, sie kann Mitleid beim Leser wecken, denn diese Geschichte ist wirklich erschütternd.
Die Handlung findet auch direkt ihren Lauf und ist durchgehend sehr fokussiert gehalten, es gibt hier nicht wirklich große Nebenhandlungen. Auch am Ende war ich noch mal so richtig schockiert, wie die Autorin aus Lucies Geschichte ein so schönes Fazit gezogen hat und das Buch beendete.
Lucie ist eine starke Frau, mit der man mitfühlt. Ich könnte auch nach Jahren von Überlegung kein Argument dagegen nennen, sie nicht in das Leserherz zu schließen, weil sie eine emotionale Figur ist, dessen Schmerz man spürt. 

Lesefazit
Insgesamt habe ich an dieser Geschichte keinen Kritikpunkt finden können, denn Inhalt: Grandios und sehr schön, Charaktere: Sehr emotional und sympathisch und der Schreibstil: Detailliert, langsam und einfach nur schön können mich überzeugen, „Alles, was wir verloren haben“ mit 5/5 Sternen zu bewerten!


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Cover des Buches Alles, was wir verloren haben (ISBN: 9783959672252)AnnieHalls avatar

Rezension zu "Alles, was wir verloren haben" von Valerie Geary

Trügerische Wahrheiten
AnnieHallvor 2 Jahren

Alles, was wir verloren haben ist ein Roman von Valerie Geary und 2018 bei HarperCollins erschienen.
Lucy Durant war erst vierzehn Jahre alt, als ihr älterer Bruder Nolan verschwand. Zehn Jahre später kämpft Lucy immer noch mit dem Verlust. Aber als eine Reihe mysteriöser Ereignisse Lucy in ihre Heimatstadt Bishop zurückführen, ist sie gezwungen, sich mit den verworrenen Erinnerungen ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, um endlich herauszufinden, was wirklich mit ihrem Bruder passiert ist.

Valerie Geary erzählt eine faszinierende Geschichte von Verlust, Veränderung und Akzeptanz, die zeigt, wie trügerisch die eigene Erinnerung sein kann. Auch Nolans Verschwinden ist rätselhaft, seine anfängliche Begeisterung für Astronomie steigert sich zur Ufo-Besessenheit, wodurch es viel Raum für Verschwörungstheorien gibt. Geary taucht tief in die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Figuren ein, eindringlich schildert sie Nolans zunehmende Wahnvorstellungen und seine Entfremdung, auch Lucys Schmerz über den Verlust ist spürbar. Sie kann mit der Vergangenheit nicht abschließen, hofft auf Antworten, aber hat Angst, die entscheidenden Fragen zu stellen und muss schlussendlich lernen, die Situation zu akzeptieren.

Ein packender, tiefgründiger und beklemmender Roman, der viel Raum für Spekulationen lässt und im Gegensatz zu den allgegenwärtigen Verschwörungstheorien am Ende keine einfache Wahrheit anbietet, denn etwas Unumstößliches anzunehmen ist wichtiger als die Dinge zu erklären.

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

„Meisterhaft schafft es die Autorin zwei mögliche Szenarien vorzugeben: Entweder war Nolan paranoid – oder er wurde tatsächlich von den »Men in Black« verfolgt. Der Leser sollte niemandem trauen und alles infrage stellen! Perfekt für Fans von Joyce Maynard und Jennifer McMahon.“
Booklist

Wir von HarperCollins Germany laden euch herzlich zur Leserunde des neuen Romans

 

"Alles, was wir verloren haben" von Valerie Geary


ein. Bitte bewerbt euch bis zum 20.09.2018 für eines von 20 Leseexemplaren (Hardcover) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.


Über den Inhalt:

Lucy Durant war erst vierzehn Jahre alt, als sie ihren älteren Bruder Nolan verlor. Zuerst an seine paranoiden Wahnvorstellungen, als er zunehmend von UFOs und Regierungsverschwörungen besessen war. Dann verschwand er spurlos.
Zehn Jahre später kämpft Lucy immer noch mit dem Verlust. Sie fühlt sich wie in einer Warteschleife gefangen und tut, was sie kann, um nicht an Nolan zu denken. Aber als eine Reihe mysteriöser Ereignisse Lucy in ihre Heimatstadt Bishop zurückführen, ist sie gezwungen, sich mit den verworrenen Erinnerungen ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, um endlich herauszufinden, was wirklich mit ihrem Bruder passiert ist.

Du möchtest "Alles, was wir verloren haben" von Valerie Geary lesen?


Dann bewirb dich jetzt um eines der 20 Leseexemplare. Wir sind gespannt auf dich, deine Fragen und Leseeindrücke und würden uns freuen, wenn du deine Rezension dann auf Amazon & Co und harpercollins.de teilst.

Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir das Team von HarperCollins Germany

207 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Valerie Geary im Netz:

Community-Statistik

in 69 Bibliotheken

auf 9 Wunschzettel

von 23 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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