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Cover des Buches Die Krankenpflegerin | Ein düsterer Psychothriller (ISBN: B0HF3VFQ1B)

Die Krankenpflegerin | Ein düsterer Psychothriller

(9)
Neu erschienen am 17.09.2026 als eBook bei dp Verlag.

Neue Rezensionen zu Valerie Keogh

Cover des Buches Die Krankenpflegerin | Ein düsterer Psychothriller (ISBN: B0HF3VFQ1B)
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Rezension zu "Die Krankenpflegerin | Ein düsterer Psychothriller" von Valerie Keogh

Silberhauch04
Ein sehr guter Thriller

Als Lissa zehn Jahre alt ist, tötet sie zum ersten Mal. Alle denken, dass es ein tragischer Unfall war, doch nur Lissa alleine kennt die Wahrheit. Heute ist Lissa Krankenpflegerin, hat gerade zu einer Zeitarbeitsfirma gewechselt und kümmert sich dazu noch um ihre pflegebedürftige Mutter, die in einem teuren Pflegeheim lebt. Und beim Tagesseminar der neuen Arbeitsstelle lernt Lissa eine Frau kennen, die ihr seltsam bekannt vorkommt. Und je öfter sie sich begegnen, desto beunruhigender wird Lissa. 


Lissa war eine sehr merkwürdige Person. Ich weiß immer noch nicht, ob ich sie mochte oder nicht. Einerseits wusste man was sie getan hatte, aber andererseits hatte sie sich hingebungsvoll um ihre Mutter gekümmert. Sie führte ein bescheidenes Leben, gönnte sich nichts und arbeitete so viel es ging, um das teure Pflegeheim ihrer Mutter zu finanzieren. Irgendwie war es ein trostloses Leben. Das Buch fing in der Vergangenheit mit dem ersten Mord an. Dann gab es einen Zeitsprung von sechs Jahren und anschließend wurde aus der Gegenwart erzählt. 


An sich gefiel mir das Buch ganz gut. Es gab aber einige Längen. Es war nicht durchgehend spannend, trotzdem war ich einigermaßen gefesselt von der Geschichte. Auf jeden Fall fand ich diesen Thriller lesenswert. 


Fazit:

Ein lesenswerter Thriller. 

Wenn die eigene Erinnerung zum größten Feind wird

Wie sehr kann man den eigenen Erinnerungen vertrauen? Genau mit dieser Frage spielt Valerie Keogh in ihrem Psychothriller Die fremde Frau und schafft damit eine Geschichte, die zunehmend beklemmender wird.

Im Mittelpunkt steht Diane, die nach einem Klinikaufenthalt versucht, wieder in ihren gewohnten Alltag zurückzufinden. Eigentlich müsste sie glücklich sein, schließlich hat sie einen erfolgreichen Ehemann, eine kleine Tochter und ein schönes Zuhause. Doch Diane fehlen ganze Monate ihrer Erinnerung, und immer häufiger hat sie das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Als dann auch noch eine unbekannte Frau auftaucht, die sie offenbar kennt, beginnt sie zunehmend an sich selbst und ihrem Umfeld zu zweifeln.

Besonders gut gefallen hat mir die psychologische Spannung, die sich langsam aufbaut. Statt auf einen Schockmoment nach dem anderen zu setzen, erzeugt die Autorin ein stetiges Gefühl des Misstrauens. Als Leser weiß man irgendwann selbst nicht mehr, wem man glauben soll. Gerade diese Unsicherheit hat mich immer wieder dazu gebracht, meine eigenen Vermutungen zu hinterfragen.

Diane fand ich als Hauptfigur interessant, auch wenn mich manche ihrer Entscheidungen zwischendurch etwas frustriert haben. Gleichzeitig konnte ich ihre Verunsicherung gut nachvollziehen. Wenn einem die eigenen Erinnerungen fehlen und das persönliche Umfeld scheinbar mehr über das eigene Leben weiß als man selbst, ist es schließlich schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Besonders die Dynamik zwischen Diane und ihrem Ehemann sorgt dabei für einige unangenehme Momente.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer noch ein bisschen weiterlesen möchte. Einige Entwicklungen konnte ich zwar bereits erahnen, trotzdem gab es genügend offene Fragen und überraschende Wendungen, um meine Neugier bis zum Schluss aufrechtzuerhalten.

Mein Fazit: Die fremde Frau ist ein unterhaltsamer Psychothriller, der vor allem durch seine beklemmende Atmosphäre, das Spiel mit Erinnerungen und das wachsende Misstrauen überzeugt. Wer Geschichten über Familiengeheimnisse, Manipulation und die Frage liebt, was Wahrheit und was Einbildung ist, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Auch wenn nicht jede Wendung völlig überraschend war, hat mich die Geschichte gut unterhalten und bis zum Ende miträtseln lassen.

Fortsetzung folgt?

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, da es spannend geschrieben ist und mehrere falschen Spuren anbietet, denen man folgt, nur um festzustellen, dass man sich geirrt hat. Die Protagonistin ist seitdem sie denken kann auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Liebe. Im ewigen Kreislauf von Vernachlässigung und Verwöhnung lässt sie sich zu einer Tat hinreißen, welche die Weichen für ihr weiteres Leben stellen wird. Was seinen Ursprung in der Kindheit hatte, wird im Teenageralter fortgeführt und bestimmt fortan das Denken, Planen und Tun der Protagonistin. Geister der Vergangenheit. verfolgen sie. Ansonsten hat sie kaum belastbare soziale Kontakte, außer zu ihrer Mutter, die sie aufopferungsvoll pflegt. Sich selbst gönnt sie nichts. Das Buch steuert auf ein Finale hin, welches Fragen offen und auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Gern würde ich erfahren, wie es mit Lissa weitergeht.

Hinweis: Ich habe dieses Buch als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten. Meine Rezension gibt meine persönliche und unabhängige Meinung wieder.

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