Valerie Tiefenbacher

 4,5 Sterne bei 36 Bewertungen

Lebenslauf

Valerie Tiefenbacher ist bildende Künstlerin und Illustratorin und ist im Kinderbuchbereich und als Editorial-Illustratorin tätig. Ihre Arbeiten wurden bereits in Österreich, Litauen und Belgien ausgestellt. Sie lebt in Wien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Valerie Tiefenbacher

Cover des Buches Der Club der kalten Hände (ISBN: 9783551254887)

Der Club der kalten Hände

(32)
Erschienen am 29.09.2025
Cover des Buches Muskel, Furz und Superkraft (ISBN: 9783903408067)

Muskel, Furz und Superkraft

(4)
Erschienen am 20.10.2022

Neue Rezensionen zu Valerie Tiefenbacher

Cover des Buches Der Club der kalten Hände (ISBN: 9783551254887)
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Rezension zu "Der Club der kalten Hände" von Christine Pernlochner-Kügler

kathrineverdeen
Der Club der kalten Hände

Wie verpackt man so bedeutsame Themen wie Sterben und Tod für Kinder, ohne sie dabei zu traumatisieren? Und auch ich als Mutter erwische mich häufig dabei, dass ich meinen Sohn buchstäblich in Watte packe – bestimmte Themen möchte ich von ihm fernhalten, um ihn nicht damit zu belasten. Doch wenn ich es bedenke, sollte es kein Tabu sein, mit Kindern über den Tod zu sprechen. Denn oft werden sie in ihrer Wahrnehmung von uns Erwachsenen unterschätzt und gehen viel offener mit schwierigen Themen um. Womöglich hat sich die Autorin von „Der Club der kalten Hände“ deshalb dem Thema Sterben in ihrem Kinderbuch gewidmet. Denn als Bestatterin bekommt Christine Pernlochner-Kügler sicher häufig Fragen über Abschied und Trauer gestellt.

Der Club der kalten Hände

Kinder im Vagen zu lassen ist keine gute Idee – so werden sie nur neugieriger und erkunden Themen auf eigene Faust. Ebenso ist es auch bei Lizzy, der literarischen Hauptfigur aus „Der Club der kalten Hände“. Ihre Eltern erzählen ihr, dass sie ein Transportunternehmen haben – angeblich. Das merkwürdige ist jedoch, dass sie lediglich größere und kleine Kisten in eleganten Autos transportieren. Dabei sind ihre Eltern immer sehr hübsch gekleidet und manchmal kommen weinende Menschen aus ihrem Büro. Wahrlich merkwürdig… Als Chefin einer Bande, die Geheimnisse lüftet, fühlt sich Lizzy herausgefordert die Wahrheit über das “Transportunternehmen“ herauszufinden.

Wir Leser:innen begleiten Lizzy und ihre Bandenmitglieder, die im Laufe der Geschichte immer mehr werden, durch das Unternehmen ihrer Eltern. Nach und nach erkennen sie (und wir), was sich wirklich dahinter verbirgt und erleben so, wie viele Fragen über den Tod und was danach kommt, beantwortet werden. Und dies geschieht auf sehr lebendige und kindgerechte Weise, denn seien wir mal ehrlich – Kinder stellen ihre Fragen ganz klar und ohne sie groß auszuschmücken.

Eine schöne Erkenntnis aus dieser Geschichte, ist, dass Menschen – unabhängig von Herkunft und Kultur – in ihrer Trauer zusammenfinden. So erweitert sich auch der Kreis des Clubs – trauernde Kinder werden zu Mitgliedern und besprechen ihre Ängste bzw. ihren Kummer. Die wunderbaren Illustrationen von Valerie Tiefenbacher , die jede Seite zieren, sind ein weiteres Plus.

Darf man Verstorbene berühren?

Für diejenigen, deren aufkommende Fragen nach der Geschichte nicht geklärt werden, gibt es anschließend einen ausführlichen Teil, der den Inhalt des Bandenbuchs widergibt. Dieses enthält nützliche Hinweise, wie man ein Bandenalltag gestalten kann. Des Weiteren erzählen Lizzy und ihre Bandenmitglieder über die Ergebnisse ihrer Recherchen über die Themen Sterben, Beerdigung und Tod.

Ich finde, dass Kinderbücher wie „Der Club der kalten Hände“ von Christine Pernlochner-Kügler und Valerie Tiefenbacher sehr bereichernd sind. Denn seien wir mal ehrlich: Die Ängste vor dem Sterben und dem Tod werden eher von uns Eltern geschürt. Daher ist dieses Buch eine einfühlsame und große Unterstützung, wenn darum geht Themen wie diese mit Kindern zu besprechen.

Cover des Buches Der Club der kalten Hände (ISBN: 9783551254887)
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Rezension zu "Der Club der kalten Hände" von Christine Pernlochner-Kügler

blaues-herzblatt
Wichtiges Thema, große Empfehlung!

Der Club der kalten Hände setzt sich unverblümt und zugleich auf eine bemerkenswert kindgerechte Weise mit dem Thema Tod und Beerdigung auseinander. Ein sensibles Thema, das hier mit viel Feingefühl, Humor und Wärme vermittelt wird.


Beim Lesen dachte ich mehr als einmal: Dieses Buch hätte ich als Kind gebraucht. Schon das Cover hat mich angesprochen, und dieser positive Eindruck setzt sich im Inneren fort. Die knalligen Farben, die stimmungsvollen, ausdrucksstarken Illustrationen und die liebevolle Gestaltung machen das Buch zu einem echten Hingucker. Auch die gewählte Schriftart empfand ich als sehr angenehm und passend zur Geschichte.


Besonders gelungen ist die Annäherung an den Beruf von Lizzys Eltern und der Umgang mit den damit verbundenen Themen. Alles wird behutsam eingeführt, ohne zu beschönigen, und immer aus einer kindlichen, humorvollen Perspektive heraus erzählt. Dadurch wird die Angst vor dem Tod genommen und er als das gezeigt, was er ist: ein Teil des Menschseins.


Die Geschichte überzeugt durch viele liebevolle Details und vermittelt auf schöne Weise, wie wichtig Zusammenhalt ist und wie viel leichter alles wird, wenn man Erlebnisse und Gefühle teilt. Es ist eine wunderbare Erzählung über Entdecken, Gemeinschaft und den Mut, sich schwierigen Themen zu stellen.


Einziger Kritikpunkt:

Der Handlungs- und Geschichtenteil hätte für meinen Geschmack gerne noch etwas länger sein dürfen – ich hätte Lizzy und ihre Welt noch weiter begleiten wollen.


Fazit:

Eine berührende, humorvolle und klug erzählte Geschichte mit zauberhaften Illustrationen, die Kindern (und Erwachsenen) hilft, sich einem oft tabuisierten Thema angstfrei zu nähern. Eine große Empfehlung!

Cover des Buches Der Club der kalten Hände (ISBN: 9783551254887)
P

Rezension zu "Der Club der kalten Hände" von Christine Pernlochner-Kügler

Pilese
Ein wichtiges Buch

Dieses Buch hat mich wirklich berührt. Der Club der kalten Hände erzählt auf eine kindgerechte und gleichzeitig ehrliche Weise vom Thema Tod – etwas, das in Kinderbüchern oft fehlt. Die Geschichte ist feinfühlig, warm und dabei trotzdem leicht zu lesen.
Auch der Aufbau des Buches gefällt mir sehr gut: Erst kommt die Geschichte, dann folgen kleine Sachtexte, die erklären, was Sterben und Trauern bedeuten können. Das ist so einfühlsam gemacht, dass Kinder sich ernst genommen fühlen und gleichzeitig Geborgenheit spüren.
Lizzy und ihre Freunde entdecken nach und nach, was hinter dem Unternehmen ihrer Eltern steckt – und damit öffnen sich viele Fragen rund ums Abschied nehmen. Ich finde es toll, wie natürlich und offen die Kinder mit diesen Fragen umgehen dürfen. Ein Buch, das Mut macht, ehrlich zu fragen. Trauer und Freundschaft zusammengehören können.

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