Valerio Varesi Der Nebelfluss

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Inhaltsangabe zu „Der Nebelfluss“ von Valerio Varesi

„Manche Bücher vermisst man schon, ehe man sie ausgelesen hat. Varesis DER NEBELFLUSS gehört dazu. Ein betörendes Buch.“ (Hessischer Rundfunk) Hochwasser am Po: Die Dörfer werden evakuiert. Nur die Alten harren aus und sehen zu, wie der Lastkahn des alten Tonna führungslos den Fluss hinuntertreibt. Als kurz darauf dessen Bruder zu Tode kommt, mag Commissario Soneri aus Parma nicht an Zufall glauben. Aber bei seinen Ermittlungen stößt er auf eine Mauer des Schweigens: Alle im Dorf kannten die Brüder, doch niemand möchte über sie sprechen …

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  • Ein Fluss macht einem Kommissar die Hauptrolle streitig

    Der Nebelfluss
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. March 2013 um 16:00

    Commissario Soneri wird zu einem Selbstmord gerufen. Ein alter Mann ist aus einem Fenster im Krankenhaus gestürzt. Erst vor Ort wird Soneri misstrauisch: Die Spuren lassen eher auf einen Kampf schließen, auch, wenn niemand vom Personal oder den Patienten entsprechende Hinweise beobachtet hat. Kurz darauf erfährt der Commissario von der seltsamen Geisterfahrt des Schiffers Tonna. An einen Zufall mag er nicht glauben und setzt beim Staatsanwalt eine Zusammenlegung der beiden Fälle durch. Nun steht er zwar unter hartnäckiger Beobachtung des misstrauischen Staatsanwalts und ein Fehler würde zu seinen Lasten gehen, doch Soneri kann sich dem rätselhaften Schiffer am Po widmen, bei dem er viel eher die Lösung zu finden glaubt. Mit Commissario Soneri spielt ein Ermittler aus jener Liga mit, die ihren Instinkten folgt und sich dabei im Notfall auch gegen die Kollegen oder den roten Faden in den Ermittlungen stellen würde. Dabei wirkt Commissario Soneri nicht unbedingt unsympathisch, auch, wenn er Gespräche so weit auf die Fakten reduziert, dass oft nicht einmal ein 'Guten Tag' für den Gesprächspartner drin ist. Das liegt sicher auch an den Kollegen, von denen Varesi ihm genug zur Seite gestellt hat, die ihn schlicht zu nehmen wissen und die ihm das nicht krumm nehmen. Und doch macht Soneri in diesem Fall einer die Hauptrolle streitig: Der Fluss Po. Mit ihm, seinem Hochwasser und dem häufigen Nebel steht und fällt die Ermittlung. Eine Landkarte im Buchumschlag zeigt, warum der Po so eigen ist: Viele Windungen und Altarme sowie ein flache Ebene leben mit dem Fluss. Jedes Hochwasser betrifft weite Landstriche und die vielen Arme machen die Poebene zu einer Region, in der sich zahlreiche Arten von Geschäften tätigen lassen, ohne dass jemand viel mitbekommen würde. Und selbst wenn, die Einwohner lassen einander gewähren. Das muss auch Soneri erfahren, dem just über den Po viel erzählt wird, über Tonna und seinen Bruder aber kaum etwas. Dabei haben die Brüder eine für den Fall interessante Vergangenheit, über die jedoch Tipps von den Kollegen kommen müssen, bevor Soneri die richtigen Schlüsse ziehen kann. Soneris Fall zählt zu den Vertretern der ruhigen, aber spannenden und interessanten Geschichten, bei denen in der Vergangenheit gebuddelt wird. Geschichtsstunden sind jedoch keine zu erwarten; Varesi baut nur so viel Geschehen aus den Jahren um 1944 ein, damit die Schrecken verständlich werden und die Bezüge zu Heute nachvollziehbar. Ein atmosphärischer Kriminalroman, der -wie ich über Tobias Gohlis herausgefunden habe- auf einem wahren Fall beruht.

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  • Rezension zu "Der Nebelfluss" von Valerio Varesi

    Der Nebelfluss
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. February 2012 um 19:00

    Commissario Soneri wird zu einem Selbstmord gerufen. Ein alter Mann ist aus einem Fenster im Krankenhaus gestürzt. Erst vor Ort wird Soneri misstrauisch: Die Spuren lassen eher auf einen Kampf schließen, auch, wenn niemand vom Personal oder den Patienten entsprechende Hinweise beobachtet hat. Kurz darauf erfährt der Commissario von der seltsamen Geisterfahrt des Schiffers Tonna. An einen Zufall mag er nicht glauben und setzt beim Staatsanwalt eine Zusammenlegung der beiden Fälle durch. Nun steht er zwar unter hartnäckiger Beobachtung des misstrauischen Staatsanwalts und ein Fehler würde zu seinen Lasten gehen, doch Soneri kann sich dem rätselhaften Schiffer am Po widmen, bei dem er viel eher die Lösung zu finden glaubt. Mit Commissario Soneri spielt ein Ermittler aus jener Liga mit, die ihren Instinkten folgt und sich dabei im Notfall auch gegen die Kollegen oder den roten Faden in den Ermittlungen stellen würde. Dabei wirkt Commissario Soneri nicht unbedingt unsympathisch, auch, wenn er Gespräche so weit auf die Fakten reduziert, dass oft nicht einmal ein 'Guten Tag' für den Gesprächspartner drin ist. Das liegt sicher auch an den Kollegen, von denen Varesi ihm genug zur Seite gestellt hat, die ihn schlicht zu nehmen wissen und die ihm das nicht krumm nehmen. Und doch macht Soneri in diesem Fall einer die Hauptrolle streitig: Der Fluss Po. Mit ihm, seinem Hochwasser und dem häufigen Nebel steht und fällt die Ermittlung. Eine Landkarte im Buchumschlag zeigt, warum der Po so eigen ist: Viele Windungen und Altarme sowie ein flache Ebene leben mit dem Fluss. Jedes Hochwasser betrifft weite Landstriche und die vielen Arme machen die Poebene zu einer Region, in der sich zahlreiche Arten von Geschäften tätigen lassen, ohne dass jemand viel mitbekommen würde. Und selbst wenn, die Einwohner lassen einander gewähren. Das muss auch Soneri erfahren, dem just über den Po viel erzählt wird, über Tonna und seinen Bruder aber kaum etwas. Dabei haben die Brüder eine für den Fall interessante Vergangenheit, über die jedoch Tipps von den Kollegen kommen müssen, bevor Soneri die richtigen Schlüsse ziehen kann. Soneris Fall zählt zu den Vertretern der ruhigen, aber spannenden und interessanten Geschichten, bei denen in der Vergangenheit gebuddelt wird. Geschichtsstunden sind jedoch keine zu erwarten; Varesi baut nur so viel Geschehen aus den Jahren um 1944 ein, damit die Schrecken verständlich werden und die Bezüge zu Heute nachvollziehbar. Ein atmosphärischer Kriminalroman, der -wie ich über Tobias Gohlis herausgefunden habe- auf einem wahren Fall beruht.

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  • Rezension zu "Der Nebelfluss" von Valerio Varesi

    Der Nebelfluss
    Pelusa

    Pelusa

    18. July 2008 um 12:19

    Dieses Buch hat seinen Handlungsort in Italien, genau genommen am Fluss Po, der Titel Nebelfluss wird einem richtig bewusst wenn man das Buch liest, denn es ist immer neblig, was jetzt nicht negativ gewertet werden soll. Das dieses Buch von einem Italiener in Italien spielend geschrieben wurde ist nicht zu übersehen, es ist alles typisch italienisch, durch und durch. Die Oper Aida begleitet das ganze Buch und auch typsich italienische Speisen werden beschrieben. Und die Geschichte selbst? Ja, es geht um Mord, Politik und Vergangenheit. Ich fand, dass sich das Buch gut lesen lies, der Schreibstil ist nicht ausgefallen. Der Comissario erinnerte mich ein wenig an Peter Falk als Colombo, die Charaktere sind nicht sehr ausführlich beschrieben, was zunächst nicht auffällt, da es nicht so viele unterschiedliche gibt. Irgendwann fragte ich mich wie alt wohl der Comissario sei, aber solche Infos sind geschickt in die Geschichte eingeflossen durch Beschreibung diverser Eigenschaften. Das Finale empfand ich allerdings als kein Finale, es war zu schwach und zu einfach, für mich ein wenig enttäuschend. Mein Fazit: Eine leichte Lektüre mit gutem Anfang und schwachem Abgang.

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