Weil wir Flügel haben

von Vanessa Diffenbaugh 
4,2 Sterne bei22 Bewertungen
Weil wir Flügel haben
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Kelo24s avatar

Warmherzige und berührende Geschichte über eine Frau, die unfreiwillig lernen muss, Verantwortung zu übernehmen und an ihren Aufgaben wächst

Pagina86s avatar

Einzigartige Geschichte über Neuanfang, Heimat und Familie. Toller Schreibstil! Sympathische Charaktere. Wieder ein großartiger Roman!

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Inhaltsangabe zu "Weil wir Flügel haben"

Das Herz kann sich irren, aber es hört nie auf zu lieben ...
Seit vierzehn Jahren arbeitet die dreiunddreißigjährige Letty von morgens bis abends, während ihre Kinder, Alex und Luna, von ihrer Mutter erzogen werden. Als Lettys Eltern nach Mexiko zurückkehren, muss sie zum ersten Mal ihren Mutterpflichten nachgehen und Verantwortung für andere übernehmen. Panisch versucht sie sich dem Ganzen zu entziehen, doch einen Autounfall, eine ungewöhnliche Begegnung und einen Krankenhausaufenthalt später bekommt sie endlich die Möglichkeit, denen, die sie liebt, ein schöneres Leben zu bieten. Doch kann Letty ihre Ängste überwinden und ihre zweite Chance im Leben nutzen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734105241
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:21.01.2019
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.05.2016 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Carlosias avatar
    Carlosiavor einem Jahr
    Super Idee, schwache Umsetzung

    Klappentext:
    Seit vierzehn Jahren arbeitet die dreiunddreißigjährige Letty von morgens bis abends, während ihre Kinder, Alex und Luna, von ihrer Mutter erzogen werden. Als Lettys Eltern nach Mexiko zurückkehren, muss sie zum ersten Mal ihren Mutterpflichten nachgehen und Verantwortung für andere übernehmen. Panisch versucht sie sich dem Ganzen zu entziehen, doch einen Autounfall, eine ungewöhnliche Begegnung und einen Krankenhausaufenthalt später bekommt sie endlich die Möglichkeit, denen, die sie liebt, ein schöneres Leben zu bieten. Doch kann Letty ihre Ängste überwinden und ihre zweite Chance im Leben nutzen?


    Über den Autoren:
    (Amazon)
    Vanessa Diffenbaugh ist Kunsterzieherin und Schriftstellerin. Sie ist nicht nur künstlerisch, sondern auch sozial sehr engagiert. Sie unterstützt verschiedene Kinderhilfsorganisationen und setzt sich für die Förderung von Pflegefamilien ein. Mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt sie in Monterey, Kalifornien. Ihr Debütroman Die verborgene Sprache der Blumen war weltweit ein Bestseller.


    Erster Satz:
    Die Ränder der Matratze sackten ein, als Alex sich hinsetzte.


    Gestaltung:
    Das ist doch ein schönes Cover oder? Ich finde es auf jeden Fall zauberhaft und es passt zur Geschichte.


    Inhalt:
    In der Geschichte geht es um eine Mutter die nach jahrelanger nicht Versorgung ihrer Kinder dies wieder machen muss, da ihre Eltern zurück nach Mexiko sind und sich nicht mehr darum kümmern können.


    Meine Meinung:
    Leider hat mir dieses Buch nicht gefallen. Es war einfach nicht so wirklich meins und ich bin erst bei den letzten 60 Seiten mit dem Buch warm geworden.
    Die ersten 150 Seiten konnte ich nicht wirklich lesen, weil ich dem Schreibstil nicht so gut folgen konnte und dadurch es für mich als Leser langweilig wurde.
    Die Grundidee des Buches hat mir jedoch gut gefallen und es ist eine schöne Geschichte von einer Frau die viel Glück in ihrem Leben hat und sich nach all den Jahren wieder um ihre Kinder kümmert.

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    Booklover246vor 2 Jahren
    Weil wir flügel haben

    Inhalt:
    Seit vierzehn Jahren arbeitet die dreiunddreißigjährige Letty von morgens bis abends, während ihre Kinder, Alex und Luna, von ihrer Mutter erzogen werden. Als Lettys Eltern nach Mexiko zurückkehren, muss sie zum ersten Mal ihren Mutterpflichten nachgehen und Verantwortung für andere übernehmen. Panisch versucht sie sich dem Ganzen zu entziehen, doch einen Autounfall, eine ungewöhnliche Begegnung und einen Krankenhausaufenthalt später bekommt sie endlich die Möglichkeit, denen, die sie liebt, ein schöneres Leben zu bieten. Doch kann Letty ihre Ängste überwinden und ihre zweite Chance im Leben nutzen?

    Cover:
    Das Cover gefällt mir sehr gut es ist in einem hellen Blau gehalten mit einem Vogel und verschiedenen Pflanzen auf der Vorderseite.

    Meine Meinung:
    Das Buch ist leicht geschrieben und es lässt sich flüssig lesen, es gewinnt durch die wechselnden Erzählerperspektiven an Leben und zeigt dem Leser auch die verschieden Sichtweisen der Protagonisten. Die Charaktere im Buch sind gut beschrieben, authentisch und sympathisch sie machen alle samt dieses Buch realistisch. Die Hauptprotagonistin Letty ist zu Anfang des Buches sehr hilflos und überstrapaziert. Sie hat keine Ahnung was eine Mutter alles machen sollte, jedoch macht sie im Laufe der Geschichte eine positive Entwicklung durch. Alex ist am Anfang des Buches sehr weit von seiner Mutter entfernt jedoch merkt man im Laufe des Buches, dass sie sich nach und nach wieder näher kommen und einander besser verstehen.

    "We never asked for wings"

    Fazit:
    Das Buch ist eine großartige, berührende, herzerwärmende Geschichte, die zum Nachdenken anregt. "Weil wir Flügel haben" ist keine zwischendurch Lektüre sondern ein Buch das einen sehr nachdenklich macht. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen.
    Solltet Ihr weitere Informationen über das Buch benötigen könnt ihr auf http://www.randomhouse.de/ alles weitere nachlesen.
    Ich bedanke mich beim Verlag, dass sie mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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    Mitchel06s avatar
    Mitchel06vor 2 Jahren
    Ein poetischer Familienroman der ans Herz geht

    Weil wir Flügel haben von Vanessa Diffenbaugh 

    "... Sie werden in der Luft geboren, müssen fliegen lernen, weil sie sonst abstürzen, und sie sterben auch im fliegen..."

    Dies ist die Geschichte von Letty und ihrer Familie die durch einen Unfall erst lernen muss zu einander zu finden. Letty die bisher weder Verantwortung noch Erziehung für ihre Kinder übernommen hat, muss nach dem Umzug ihrer Eltern, Mutter sein. Dies stellt sie vor schwierigen Aufgaben die Sie Stück für Stück meistern muss um ihre Familie nicht zu verlieren. 

    "Das Herz kann sich irren, aber es hört nie auf zu lieben. Für wen würden Sie alles geben?"


    Von der ersten Seite an fühlte ich mich mit diesem Buch verbunden. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und nimmt den Leser mit auf eine Reise durch das Leben. Durch die wechselnde Erzählperspektive gewinnt dieses Buch am Leben und zeigt dem Leser die verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten. Durch den besonderen Schreibstil ist dieses Buch etwas ganz besonderes welches mich in vielen Aspekten sehr bewegt hat. 

    Die Protagonisten in diesem Buch gefallen mir sehr gut, sie sind authentisch, sympathisch und machen das Buch realistisch. Die Hauptprotagonistin Letty wirkt am Anfang überfordert und hilflos. Jedoch macht sie im Laufe der Geschichte eine positive Wandlung durch, die den Leser in jeder einzelnen Situation aufs neue Überrascht. Selbst wenn man nicht Mutter ist fühlt man sich mit Letty verbunden und kann ihre Ängste und Sorgen verstehen. Sie wirkt lebendig und sensibel. Ihre Ängste wirken real und nachvollziehbar und bringen den Leser dazu über sein eigenes Leben nachzudenken. 
    Die Geschichte gewinnt mit Alex eine Richtungsänderung die sowohl überzeugend als auch Anlass bieten umzudenken. Alex stellt die Dinge auf seine Art und Weise dar die den Leser immer mehr in seinem Bann ziehen und überzeugen. Dieses Buch ist so aufgebaut, dass sie Letty und Alex im Laufe der Erzählperspektiven weit von einander entfernt sind und mit dem Buch immer näher kommen. Alles in allem hat mit die Geschichte und die verschiedenen Protagonisten sehr gut gefallen, so dass dieses Buch seine Spuren bei mir hinterlassen hat. Die Thematik in diesem Buch war etwas anderes etwas besonderes was mich zum Nachdenken gebracht hat. 

    Es muss definitiv mehr Bücher wie dieses geben.

    "We never asked for wings"

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 2 Jahren
    Eine Familiengescichte, die berührt, bewegt und nachdenklich macht

    Die Leseprobe hatte mich neugierig auf das neue Buch der Autorin Vanessa Diffenbaugh gemacht. Von ihrem Buch "Die verborgene Sprache der Blumen" war ich total begeistert.
    Schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass der Autorin wieder ein großartiges Buch gelungen ist, das sich lohnt zu lesen.
    Vannessa Diffenbaugh bringt auf eine ganz besondere Art, ihrem besonderen Schreibstil Worte zu Papier, die die Geschichte zu dem macht, was sie ist.
    In der Familiengeschichte geht es um Letty und ihre Kinder Alex und Luna. Litty ist Mitte 30 und während sie nachts in einer Bar arbeitet, passte die Mutter auf die Kinder auf. Doch das Leben ändert sich, als die Mutter ihrem Mann nach Mexiko folgt. Letty hofft darauf, dass die Eltern zurückkommen, denn nunmehr lastet die ganze Verantwortung auf sie. Ihr Job nachts, am Tag die Kinder, es wird ihr zuviel. So fährt sie nach Mexiko, lässt ihre Kinder für ein paar Tage allein. Daheim bleiben der 15-jährige Alex und die kleine Luna. Alex wirkt sehr reif für sein Alter. Er vermisst seinen Großvater und hofft darauf, dass die Mutter sie zurückbringt.
    Letty und Alex erzählen ihre Geschichte im jeweiligen Wechsel. Je intensiver man in die GEschichte eintaucht, die Hintergründe versteht, umso mehr versteht man die ganze Thematik. Die Autorin hat einiges an Themen in der Handlung verarbeitet.
    Mir hat der Wechsel der Erzählweise gefallen. So verstärklte sich der Bezug zu den Protagonisten. Während ich anfangs Mitleid mit Letty hatte, zeigt sich durch ihren Autounfall und ihr Umdenken, welch starke Persönlichkeit in ihr steckt.
    Die Charaktere sprechen für sich, nicht abgehoben, realistisch beschrieben. Der Schreibstil der Autorin ist klar und deutlich
    Ein fesselndes, anspruchsvolles Buch – nicht für Zwischendurch zum Lesen geeignet.
    Eine Geschichte, die noch lange nachwirkt und Spuren im Herzen hinterlässt.

    "Weil wir Flügel haben" ist eine großartig geschriebene Geschichte, berührend, herzerwärmend. Ja es gibt sie, Familienromane, die den Leser packen und dazu gehört dieses Buch definitiv.  Manchmal frage ich mich, warum gewisse Bücher immer einen Hype auslösen und warum nicht dieses Buch?

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    LaurasBuechertraums avatar
    LaurasBuechertraumvor 2 Jahren
    Ein Roman voller Gefühl, Liebe und zweiter Chancen

    Als alleinerziehende junge Mutter hatte Letty es in den vergangenen 14 Jahren relativ leicht, denn ihre Mutter hat die Erziehung ihrer beiden Kinder Alex und Luna übernommen. Doch nachdem ihre Eltern nach Mexiko zurückkehren muss Letty für den 14 jährigen Alex und die kleine Luna eine Mutter werden. Panisch versucht sie der Aufgabe zu entgehen und ihre Eltern zurückzuholen. Doch in der Zeit lernt Alex die Liebe kennen und nachdem Letty sich in ihre Mutterrolle eingefunden hat kommen altbekannte Ängste hoch… Wird sie ihr Leben auf die Reihe bekommen? Kann sie ihren Sohn vor einem großen Fehler bewahren? Verzeihen ihre Kinder ihr ihren größten Fehler?

    Ein Roman voller Liebe, Gefühl und zweiter Chancen.

    „Eine Liebe im Schein einer Ehrfurcht, die so hell strahlte, dass es in den Augen schmerzte“

    Der Roman begeisterte mich mit jeder Seite von neuem. er enthält so viel Gefühl und ist auf eine Art und Weise geschrieben, welche mich nachdenken lies. Ebensfalls begeisterte mich die Thematik. Trotz verliebter Szenen hat das Buch nichts von einem herkömmlichen Liebesroman. Sowohl der Titel als auch das Cover harmoniert sehr schön zum Inhalt des Buchs. Es ist eins der wenigen Exemplare bei dem ein Verlag beim Übersetzen eines Buchs keinen Mist gebaut, sondern sich selbst übertroffen hat. Jeder der schon mal das Gefühl hatte bei der Erziehung der Kinder versagt zu haben, kann sich mit Letty identifizieren und erlangt durch dieses Buch neue Hoffnung.

    Manchmal zieht es sich jedoch sehr lang hin. Ich persönlich habe durch diese Vorkommnisse nur noch mehr Zeit gehabt das Buch zu genießen. Es bleibt jedoch ein kleiner Makel.

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    julchen91vor 2 Jahren
    ruhige Geschichte

    In dieser Geschichte geht es um die dreiunddreißigjährige Letty, die für ihre Kinder, durch die viele Arbeit, keine Zeit findet und sie deswegen nicht selbst erzieht, sondern ihre Mutter. Als diese aber nun wieder nach Mexiko möchte, steht Letty das erste mal in ihrem Leben vor der großen Aufgabe, sie selbst zu erziehen und sich darum zu kümmern. 

    Meine Meinung: 

    Durch das Buch "Die verborgene Sprache der Blumen", war ich leider etwas voreingenommen und habe die Messlatte selbst zu hoch gelegt. Das Buch kommt sehr unaufgeregt daher und nimmt den Leser mit auf eine Reise durch das Leben dieser Familie. Man darf keine hohen Spannungsbögen erwarten. Ich fand das der Schreibstil doch sehr flüssig war und ab der Hälfte des Buches wurde es etwas besser. 
    man hätte aus dem Grundgerüst eine ganze Menge rausholen können und ich fand die Thematik auch wirklich gut aber irgendwie hat es für mich nicht gereicht.
    Leider konnte mich dennoch dieses Buch nicht so begeistern, wie ich es mir erhofft habe. Deswegen bekommt das Buch von mir gute 3 Sterne.

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    YukBookvor 2 Jahren
    Holpriger Neustart

    Manche alleinerziehende Mütter haben das Glück, dass ihnen Verwandte oder Freunde zur Seite stehen und ihnen im Alltag unter die Arme greifen. Doch was ist, wenn die Vertrauensperson von einem Tag auf den anderen verschwindet? Genau das passiert der 33-jährigen Letty Espinosa, Hauptfigur dieses Romans. 15 Jahre lang hat sich ihre Mutter Maria Elena um die Enkelkinder Alex und Luna gekümmert während sie selbst in einer Bar am Flughafen den Lebensunterhalt verdiente. Als ihre Eltern plötzlich beschließen, in die mexikanische Heimat zurückzukehren, ist sie in der Kleinstadt The Landing, südlich von San Francisco, das erste Mal auf sich allein gestellt. Hier baut sich der erste Spannungsbogen auf, denn zu gern will man wissen, wie Letty mit der neuen Situation umgeht. Ausgerechnet jetzt, wo sie mit der Erziehung ihrer Kinder völlig überfordert ist, treten auch noch zwei Männer in ihr Leben und bringen sie emotional durcheinander. Anfangs wirkt Letty, die ihre Mutterpflichten jahrelang vernachlässigt hat, nicht sonderlich sympathisch. Doch die Art und Weise, wie sie langsam in die Mutterrolle hineinwächst, sich durchbeißt und nichts unversucht lässt, um ihren Kindern ein besseres Milieu und ihrem intelligenten Sohn die bestmöglichen Zukunftsperspektiven zu bieten, gehen einem doch nahe. Interessant wird die Geschichte vor allem durch den Perspektivenwechsel zwischen Mutter und Sohn. Aus der Sicht des 15-jährigen Alex erleben wir das ohnehin nicht leichte Erwachsenwerden unter nochmals erschwerten Bedingungen. Ich finde, der Autorin ist hier eine sehr vielschichtige Figur gelungen: Alex ist ein Jugendlicher, der die Faszination für Federmosaiken von seinem Großvater geerbt hat, einerseits verantwortungsvoll und besonnen handelt und stets bemüht ist, das Richtige zu tun – andererseits durch die Begegnung mit seinem Vater aus der Bahn geworfen wird, bei seiner ersten großen Liebe unbedarft und unsicher wirkt und sich zu impulsiven und folgenschweren Taten verleiten lässt. Sicher hat die Autorin, die Mutter von zwei Pflegesöhnen ist, eigene Erfahrungen einfließen lassen. Es ist eine Geschichte, die immer mehr an Tiefe gewinnt und sowohl die innere Zerrissenheit der Figuren als auch die sozialen Missstände in einer klaren und flüssigen Sprache sehr authentisch wiedergibt.

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    Flohvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Meisterwerk der Gefühle an das Leben einer jungen Mutter! Wunderbar sanft, emotional und laut rufend. Ich liebe dieses Buch!
    Ein Meisterwerk der Gefühle an das Leben einer jungen Mutter!

    Hier bei diesem Buch, mit dem vielversprechenden Titel und dem bezaubernden Cover, wurde ich unaufhaltsam neugierig. Die sympathische und erfolgreiche Autorin Vanessa Diffenbaugh hat mit ihrem Titel "Weil wir Flügel haben" und mit ihrer gewählten Thematik mein Interesse geweckt. Zudem fallen mir in der letzten Zeit Familienromane und Familienschicksale geradezu in die Arme. Hoch waren auch meine Erwartungen an diesen Roman, der eine Protagonistin vorstellt, die mein Alter besitzt und ebenfalls Mutter ist. Da werde ich automatisch neugierig auf ihr Leben. Ich kann mit gutem Gewissen und Lesegefühl behaupten, dass mich dieses Buch auf spezielle Weise berührt und bewegt hat, dass es ein Buch zum „Glücklichlesen“ ist. Eine perfekt abgestimmte und wohl dosierte Mischung aus Hoffnung, Angst, Leid, Stärke, Mut und Schicksal. Vereint zu einem bezaubernden Roman, der die Leser auf eine Reise eines ganzen Lebens entführt... aber auch seine Stolpersteine besitzt.
    Erschienen im Limes Verlag (http://www.randomhouse.de/Verlag/Limes/23000.rhd)

    Zum Inhalt:
    "Das Herz kann sich irren, aber es hört nie auf zu lieben –
    Seit vierzehn Jahren arbeitet die dreiunddreißigjährige Letty von morgens bis abends, während ihre Kinder, Alex und Luna, von ihrer Mutter erzogen werden. Als Lettys Eltern nach Mexiko zurückkehren, muss sie zum ersten Mal ihren Mutterpflichten nachgehen und Verantwortung für andere übernehmen. Panisch versucht sie sich dem Ganzen zu entziehen, doch einen Autounfall, eine ungewöhnliche Begegnung und einen Krankenhausaufenthalt später bekommt sie endlich die Möglichkeit, denen, die sie liebt, ein schöneres Leben zu bieten. Doch kann Letty ihre Ängste überwinden und ihre zweite Chance im Leben nutzen?"

    "Fünfzehn Jahre nach der Geburt ihres ersten Kindes fuhr Letty zurück nach Hause, um Mutter zu sein." (Seite 78)

    Schreibstil:
    In den Medien und in der Presse wurde die mir bisher noch unbekannte Autorin Vanessa Diffenbaugh gerne mit großen Größen verschiedener bekannter Autorinnen bewegender Romane, Frauenromane und Schicksalsromane verglichen, und hat sich bereits mit ihrem ersten Buch „Die verborgene Sprache der Blumen“ einen Bestsellerrang in der Romanwelt gesichert. Ich kannte bisher noch keine Bücher oder Romane von Vanessa Diffenbaugh. Ich wüsste jedoch auch nicht, mit wem ich diese amerikanische Autorin vergleichen sollte, da sie einfach herzerfrischend und herzzerreißend mit ihrer eigenen speziellen und leisen Note schreibt, die laut herausruft und lange nachhallt. Ich sollte vielleicht nochmals erwähnen, dass ich im letzten Jahr in der Regel gar keine Romanleserin war und eher zu Krimi und Thriller tendiere. Doch dieses Jahr scheint mein persönliches Romanjahr zu werden und ich habe mich diesem Genre positiv und begeisternd geöffnet. Nachdem ich zu diesem Buch die Lobeshymnen und auch die schöne XXL-Leseprobe genossen habe, wollte ich nichts anderes, als diesen Roman in seiner Gänze kennenzulernen. Es hat sich definitiv gelohnt, denn ohne diesen besonderen Schreibstil der Autorin, wäre dieser Roman keine so bewegende Geschichte geworden. Die Autorin schreibt sehr nah und dennoch routiniert und nimmt den Leser vorwiegend in der ersten Buchhälfte mit auf ein spannendes, emotionales und wortgewandtes Abenteuer und in das arbeitsreiche und berufsintensive Leben von der jungen Mutter Letty. Die Autorin Vanessa Diffenbaugh findet wunderbare Worte um Lettys Leben und ihren Alltag zu beschreiben und zu formen. Sie beschwört Emotionen herauf, behandelt eine sehr dramatische Thematik, die leider viel zu oft in unserer Gesellschaft und in den Familien durchlebt werden muss. Die Worte der Autorin berühren das Herz, muntern auf, sorgen für Schmunzler und sogar Glück. Sie lässt all ihre Sensibilität durch ihre enorm gezeichneten Charaktere wirken und wahr werden. Vanessa Diffenbaugh klärt indirekt über die familiären Probleme und Ängste einer Familientragödie auf, sie verweist auf die Schwierigkeit einer solchen plötzlichen Wendung im Leben, glänzt mit hoffnungsvollen Worten und Passagen, spielt mit dem Schicksal, der Hoffnung und dem Mut. Und der Begegnung mit der echten Liebe zum Leben, zur Familie und einem Mann. Autorin Vanessa Diffenbaugh teilt ihren Roman in bestimmte Ebenen und Handlungsverläufe, auf denen sie ihre Leser stets mitnimmt und gekonnt einbindet. Sie lässt ihren Lesern Zeit sich einen Platz im Roman zu suchen und Lettys Leben somit hautnah zu begleiten. Vanessa Diffenbaugh schreibt schnörkellos aber dennoch so herzlich und warm, dass man meint in einer Locke und Welle aus Emotionen und Worten eingewickelt zu werden. Durch einen gekonnten Schachzug und schriftstellerisches Talent finden alle Handlungsstränge stets harmonisch zusammen, wobei es Unterschiede in der ersten und zweiten Romanhälfte gibt. Ganz gleich, diese gefühlvollen Worte der Autorin erzeugen Bilder, bieten größte Emotionsvielfalt, berührendes und großartiges Kopfkino. Der Leser befindet sich durch das schriftstellerische Geschick und dem enormen Herzblut der Autorin in einem Sog der Gefühle und wird mitten in die Welt der großen Romangefühle katapultiert. Die Autorin Vanessa Diffenbaugh hat eine wundervolle Gratwanderung aus bitterer Realität und hoffnungsvollen Gedanken erschaffen, die die Leser ganz nahe an das Buch bindet und sie mitnimmt.

    "Nach einem Leben voller Fehler hatte sie endlich eingesehen, wovon alle um sie herum längst überzeugt waren: dass sie es nicht schaffen würde, dass sie unfähig war." (Seite 10)

    Charaktere:
    Die Charaktere sind hier von ganz besonderer und gegensätzlicher Natur, genau wie die packenden Hürden und Schicksale, die sie erleben und durchlaufen. Das Kernstück eines jeden Romans. Wenn man sich mit den Charakteren anfreunden kann, sie intensiv erleben und begleiten kann, dann ist ein Roman gelungen und sorgt für wunderbare Leseerlebnisse. Wir begegnen hier sehr toll formulierten Protagonisten, die unterschiedlicher und dennoch gleicher nicht sein könnten. Es sind die geprägten Charaktere, aus Familie, Freunde, Kollegen, Liebsten und Nebenbuhler oder gar Neider. Jeder mit seiner eigenen und persönlichen Art, die Dinge und Momente zu meistern. Was auf den ersten Blick den Anschein hat, als könne es eine leichte Lektüre für Zwischendurch sein, hat sich für mich als etwas völlig Anderes und auch Unerwartetes entpuppt. Da ich im gleichen Alter wie Letty bin und auch Mutter mit Leib und Seele bin, war ich sehr neugierig, Lettys Familienleben hier kennenzulernen und eventuell Parallelen zu ziehen oder mich gewarnt zu fühlen. Dieser Roman behandelt weit mehr, als die Ängste einer Mutter, die keine sein möchte, oder in ihrer Lage, keine sein kann. Natürlich werden wir mit Lettys Angst vor ihrem eigenen Versagen, davor weitere Fehler zu begehen, oder ihre Kinder zu vernachlässigen, konfrontiert. Ein ganz besonderer und überraschender und sehr sensibler Fokus liegt aber auch Alex. Mit diesem Blickwinkel hätte ich hier gar nicht gerechnet und seine liebevolle und führsorgliche Art, hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Dadurch dass wir nach und nach Alex besser kennenlernen, zeigt er uns einen völlig anderen Blick auf die Geschichte. Sehr überwältigend, das habe ich noch nie in einem Roman so empfunden. Ja, mir wird noch immer ganz eng und gleichzeitig ganz warm ums Herz. Erzählt wird in der Regel im Wechsel, was uns mehrere Handlungsstränge verfolgen lässt. Alex ist ein guter Schüler, kümmert sich aufopferungsvoll um seine jüngere Schwester Luna und ist auch sonst anders, als man es in diesem Alter erwarten würde. Aber mit seinen fast 15 Jahren, hat er natürlich auch bereits seine eigenen Pläne, Hoffnungen und Träume. Und ja, wir dürfen auch Anteil an zarten, jungen Liebesbanden haben, was mich besonders tief hat einfühlen lassen in dieser jungen Welt. Autorin Vanessa Diffenbaugh bringt besondere Charaktere aus Haupt- und Nebenrollen ins Geschehen und spielt mit ganz scharfen Charakterzügen, die diesen Roman prägen werden. Für Humor und Ruheoasen im Buch sorgen neben all den Turbulenzen auch ruhigere Momente aus Liebe, Reife, Zusammenhalt und Mitgefühl, welches durch Familie und Freunde gemischt wird. Einen ganz hervorzuhebenden Part nimmt Alex Freundin Yesenia ein, als beide damit beginnen, Alexs Vater zu suchen. Denn dieser „Wegkreuzer“ wird Alexs und erneut Lettys gesamtes Leben und Weltbild verändern. Auch für die Leser ist diese Suche im Beisein von Yesenia eine gelungene Würze, denn die Thematik ist schwer genug und die erfrischenden Dialoge streicheln auch das Herz des Lesers. Besonders interessant fallen auch der Charakter und die Rolle von Rick, sowie später Wes, auf. Hier darf man sich als Leser fallen lassen und die Entwicklung der Dinge genießen und erleiden und herzlich erleben.

    Und natürlich Letty – Dreh- und Angelpunkt dieser anrührenden und dennoch hoffnungsvollen Geschichte. Letty, die als Sinnbild jeder Durchschnittsfrau, ganz besondere Erfahrungen macht, aber auch ihre Lasten mit dem Muttersein zu tragen hat. So lebte sie lange im Schutze ihrer Eltern und die Großeltern von Luna und Alex haben die Rolle der sorgenden Eltern und Großeltern gern übernommen, bis sie unerwartet nach Mexiko aufbrechen und Letty nun gezwungen ist auf eigenen Beinen zu stehen. Dabei hat sie doch von ihren Kindern und vom Muttersein fast gar keine Ahnung. Diese Ängste und dieses kaum vorstellbare Gefühl überträgt sich auf die Leser und bei allem Unverständnis beginnt man nach und nach auch mit Letty zu fühlen und sie zu verstehen. Eine vom Schicksal Betroffene, die mit ihrem Schicksal, der Vergangenheit, dem Alleinsein und der plötzlichen wirklichen Mutterrolle ihrer heranwachsenden Kinder umgehen muss. Man spürt in jeder Zeile, wie sehr Letty kämpft tapfer zu sein, doch auch sie als Mutter darf und kann sich manchmal einfach nur schwach zeigen und den Dingen ihren Lauf lassen. Die Geschichte handelt von Zusammenhalt, Freundschaft, Liebe, Verlust, Mut, Hoffnung, Liebe und Leichtigkeit. Ein Meisterwerk an das positive Leben. Dieses Wirken wird durch die Autorin stimmig und authentisch auf die Charaktere übertragen und ein Roman der Gefühlswelt entsteht. Jeder handelt mit seinem Herzen, aber nicht alles, was gut gemeint ist, ist auch gut gemacht im Leben der Charaktere und im Leben von Letty und Sohn Alex.

    „Letty ging ins Bett. Als sie sich fest an ihre Tochter kuschelte, spürte sie, wie deren Herz einen Gegentakt zu ihrem eigenen Schlug. Der Rhythmus war wie ein Stromstoß, der ihr wieder Energie verlieh. Sie durfte nicht aufgeben.“ (Seite 221)

    Meinung:
    "Weil wir Flügel haben“. Dieser Titel deutet ja bereits darauf hin, dass man auch als Mensch fliegen kann, wenn man seine Gedanken beflügelt und sie frei lässt… Poetisch, ruhig, dramatisch, intensiv, melancholisch, hoffnungsvoll, jung und frisch und einfach nur ehrlich: Das Leben. Sei es nun gerade beflügelt oder nicht… So gestaltet sich auch der Aufbau vom Roman. Dieses Buch verleiht nicht nur Flügel, es beschert das allergrößte Leseglück. Der Roman zeigt sich in seiner Thematik und der Ausarbeitung der Schwerpunkte und Botschaften dieser Geschichte absolut stark und unschlagbar facettenreich. Ein Leseglück der Extraklasse. Im späteren Verlauf steigert sich diese Euphorie sogar noch, als es einen Cut gibt und Lettys und Alex Handlungsverläufe parallel aus jeweiliger Sicht dargestellt werden und sich später gegen Ende des Romans wieder vereinen. Dieser Schnitt wird dadurch hervorgerufen, dass sich der Teenager Alex verliebt und sein Leben einen anderen Mittelpunkt erhält, er aber dennoch nicht von den familiären Zuständen ablassen kann. Auch für Letty scheint Alex neues Interesse an einem Mädchen eine Wende in ihrem Leben zu bringen. Ihr Sohn reift heran und sie kann ihn nicht länger als „Aufpasser“ für die jüngere Schwester Luna begeistern. Letty muss selbst ihre Rolle endlich wahrnehmen und zuvor, damit ihr das gelingt, ihre Vergangenheit aufarbeiten, die sie so lange im Schutze und der Obhut ihrer eigenen Eltern vergraben hatte. Diese Konstellationen sind so bewegend und die Autorin Vanessa Diffenbaugh hat wirklich alles Erdenkliche und Mögliche daraus hervorgekitzelt und auf knapp 410 wunderbaren Romanseiten vereint und belebt. Ich habe von Anfang bis Ende mit den Figuren und Persönlichkeiten im Buche gelitten, gehofft, geschmunzelt und gehadert, habe mit ihnen geliebt, gelacht und geweint. Habe an mich selbst appelliert und wurde von Unglauben und Entsetzen überfallen um später doch noch ganz versöhnlich und mutig dieses Buch schließen und beenden können. Nach den letzten Seiten habe ich mir einen Moment Ruhe gegönnt und einfach nur reflektiert, was dieser Roman sogar für mich persönlich bedeuten könnte. Die Botschaften und Metaphern daraus sind eine Liebeserklärung an das Leben und der Familie. Ein Gut von unschätzbaren Wert und so zart und zerbrechlich. In dieser Geschichte dreht sich die Thematik um eine plötzliche Wendung im Leben, eine lähmende Angst vor dem Versagen und der Hilflosigkeit, vor dem Alleinsein. Ein Schicksalsschlag, ein Lebensabschnitt, der aber auch unerwarteter Weise ganz großes Glück mit sich bringt. Doch dies ist nicht einzig das, was dieses Buch zu diesem bewegenden Lesehighlight macht. Es ist der ruhige und doch laut rufende Ton der Autorin. Schnörkellos und doch ganz verwoben und herzlich. Ein Wechsel aus Vergangenheit, Lebenssinn, Freude und Rückblick, dann der Umgang mit dem Wissen, was damals geschehen ist und dem Wissen, Geheimnisse endlich zu lüften um sich zu befreien. Um dem Leben Flügel zu geben. Dieses Buch ist nicht nur einfach ein wunderbarer Roman, nein, dieses Buch ist eine große Reise, eine sagenhafte Metapher, ein Ritt zwischen den Emotionen und ein Lesevergnügen für jeden Romanliebhaber, bewegten und neugierigen Leser. Die erzeugten Bilder und Gedanken hallen lange nach und ich bin sehr bewegt und zufrieden, gerade weil die zweite Hälfte im Buch die Hoffnung und die Liebe zurückbringt. Dieses Buch halte ich in den Armen und bin glücklich so einen schönen Roman im Buchladen entdeckt zu haben. Danke, an dieses Cover, was mich neugierig gemacht hat!

    „Alex nickte, und obwohl sie einander nicht ansahen, wusste er, dass Wes die vorsichtige Annäherung bemerkte. Sein Vater würde bleiben… wenn Alex das wollte. Und er wollte es.“ (Seite 245)

    Die Autorin:
    „Vanessa Diffenbaugh ist Kunsterzieherin und Schriftstellerin. Sie ist nicht nur künstlerisch, sondern auch sozial sehr engagiert. Sie unterstützt verschiedene Kinderhilfsorganisationen und setzt sich für die Förderung von Pflegefamilien ein. Mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt sie in Monterey, Kalifornien. Ihr Debütroman Die verborgene Sprache der Blumen war weltweit ein Bestseller.“

    Pressestimme:
    „Die Sprache ist wunderbar schlicht, transportiert Gefühle aber so authentisch und schnörkellos, dass sie eine umso stärkere Wucht haben. Eine ergreifende, lehrreiche Familiengeschichte.“ [Quelle: Verlagshomepage; People Magazin (02.06.2016)]

    Cover / Gesamteindruck:
    Das Cover ist wirklich ein Genuss. Mir ist dieses Buch in der Auslage im Schaufenster beim Buchhändler im Ort direkt ins Auge gefallen. Es deutet auf einen Roman hin, aber das dieser so überwältigend und schön wie das Erwachen der Natur im Frühjahr wird, so wie es das Cover assoziiert, hätte ich nicht gedacht. Ein wunderbares Buch, was man hier in den Händen hält. Entfernt man den Schutzumschlag, so umhüllt den Leser ein hoffnungsvolles Grün. Die Kapitel werden durch eine winzige Vignette in Form eines segelnden Blattes eingeleitet. Es passt zum Inhalt und zum Leben der Charaktere. Das Buch ist sehr qualitativ, edel und hochwertig verarbeitet. Einfach stimmig.

    „Als sie sein Ohr küsste, schlug er die Augen auf und versuchte an die Sterne, die Vögel und an sein Projekt zu denken, an alles, nur nicht daran, wie sie sich auf ihm anfühlte.“ (Seite 317)

    Fazit:
    Dieses über 410 Seiten starke Werk ist in der ersten Hälfte einfach atemberaubend emotional, tragisch, schicksalhaft, dennoch auf besonderer Weise bezaubernd und wundervoll. Im weiteren Verlauf steigert sich die Euphorie weiter und dieses Buch wird einfach nur hoffnungsvoll, optimistisch stark und ein Seelenschmeichler für das Leben. Ein Buch, wie der Titel es bezeichnet: Weil wir Flügel haben! Es ist einfach so vieles möglich und das Herz und die Seele beginnen beim Lesen zu fliegen. Auch die Buchseiten fliegen nur so dahin und dafür gibt es von mir 5 in das Buch verliebte Sterne!

    Kommentare: 9
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    Die-weins avatar
    Die-weinvor 2 Jahren
    Eine außergewöhnliche Familiengeschichte, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird...

    Als Lettys Eltern den Entschluss fassen nach Mexico zurückzukehren, bricht eine Welt für sie zusammen. Bisher arbeitete sie nachts in einer Bar und tagsüber schlief sie, während ihre Mutter sich um die beiden Kinder kümmerte. Sie fühlt sich mit den Kindern völlig überfordert, doch der Versuch ihre Eltern zurückzuholen scheitert und sie landet durch einen schweren Autounfall im Krankenhaus. Dort wird ihr klar, dass es noch nicht zu spät ist. Sie beginnt ihr Leben vollkommen umzukrempeln.


    "Weil wir Flügel haben" durfte ich vor einigen Wochen im Rahmen einer Blogtour lesen und bin immer noch schwer beeindruckt von dieser außergewöhnlichen Geschichte, die ich so ehrlich gesagt gar nicht erwartet hatte. Anfangs brauchte ich zwar eine Weile, um die familiären Beziehungen sowie Hintergründe zu begreifen, aber nach und nach klärte sich dies auf und ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen.

    Die Geschichte wird im Wechsel zwischen Letty sowie deren fünfzehnjährigem Sohn Alex erzählt, sodass man gut nachempfinden kann, wie schwierig die ganze Situation für alle Beteiligten ist. Letty, die von ihrer Mutter mehr oder weniger von jetzt auf gleich ins kalte Wasser geschubst wurde, damit sie sich endlich selbst um ihre Kinder kümmert, war mir auf den ersten Seiten ziemlich suspekt. Ich konnte nicht begreifen, dass sie die beiden Kinder einfach meilenweit weg alleine zu Hause lässt, während sie verzweifelt versucht, ihre Eltern zur Rückkehr zu bewegen. Auch wenn Alex mit seinen fünfzehn Jahren sehr selbständig und intelligent ist, so hatte er doch mit der kleinen Schwester Luna, die auf mich teilweise sehr eigensinnig und verwöhnt wirkte, keine leichte Aufgabe. Je mehr ich dann schließlich von Lettys Vergangenheit erfuhr, desto mehr konnte ich sie verstehen und desto sympathischer wurde sie mir auch.

    Das Verhältnis zwischen Letty und ihrem Sohn Alex ist nicht immer das Beste, da er so klug und wissbegierig ist und seine Mutter aufgrund ihres Jobs völlig unterschätzt. Zudem beginnt er sich in eine Mitschülerin zu verlieben, die ebenfalls viele Probleme hat und er weiß nicht, mit wem er über all dies reden kann, da seine Großeltern nun fort sind. Auch das Rätsel um seinen Vater beschäftigt ihn sehr und so beginnt er gemeinsam mit seiner Freundin Yesenia ihn zu suchen.

    Mich konnte die Handlung, in der es um so viele unterschiedliche Themen geht, absolut mitreißen und zugleich hat man das Gefühl, es tauchen immer wieder neue Schwierigkeiten auf, sodass es definitiv nicht langweilig wird. Die ganze Familie ist mir im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen und auch die Nebencharaktere wirkten sehr authentisch und liebenswert. Mir kam es am Ende so vor, als ob ich sie alle schon seit Jahren persönlich kenne.

    Mein Fazit:

    Eine außergewöhnliche Familiengeschichte, die unter die Haut geht und die ich gerne weiterempfehle! Mir wird dieses Buch aufgrund der vielfältigen Schwerpunkte sowie der liebenswerten Charaktere sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

    Kommentare: 1
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    sollhabens avatar
    sollhabenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ungewöhnliches Setting - Mexikanische Einwanderer in den USA, die sich einfach ein Leben aufbauen wollen, weil sie Flügel haben.
    Über den eigenen Schatten springen und die Flügel ausbreiten

    Lettys Vater ist in seine alte Heimat Mexiko gefahren, um seine schwer kranke Mutter zu betreuen. Eigentlich war geplant, dass er an einem bestimmten Tag wieder zurück kommt, doch der Tag verstreicht. Deshalb entscheidet sich Lettys Mutter Maria Elena ihm zu folgen. Vor lauter Verzweiflung sich alleine um ihre zwei Kinder, Alex und Luna zu kümmern, folgt sie ihrer Mutter nach Mexiko. Denn sie vermutet, dass beide nicht mehr in die USA zurück kommen werden. Sie schafft es nicht, die zwei zu überzeugen und auf ihrem Heimweg, verletzt sie sich bei einem Autounfall und bleibt noch länger von ihren Kindern getrennt. 
    Zuhause angekommen, erkennt sie, dass sie endlich für Alex und Luna eine richtige Mutter werden muss. Bisher hat sie nämlich immer den vermeintlich leichteren Weg genommen und ihrer eigenen Mutter die Verantwortung überlassen. 
    Sie erkennt recht bald, dass sie Beruf und Kinder nicht so einfach unter ein Hut bringen kann. Alex Vater taucht überraschend wieder auf und der neue Kollege Rick steht ihr hilfreich bei. 

    Meine Meinung:
    Vanessa Diffenbaughs Debütroman "Die verborgende Sprache der Blumen" hat mir so gut gefallen, dass ich ganz erfreut war zu lesen, dass es ein weiteres Buch der Autorin geben wird. 
    Ihre Schreib- und Erzählweise fand ich äußerst ansprechend und gelungen. So auch in dieser Geschichte, die in einem Milieu spielt, das mir eigentlich völlig fremd ist. Mexikanische Einwanderer in den USA sind mir zwar aus Film und Fernsehen bekannt. Ihre Schicksale gehen immer wieder mal durch die Medien, aber so richtig hinter die Kulissen blickte ich noch nie. Ich weiß zwar nicht, wie genau deren Welt aussieht, aber ein Teil Wahrheit wird auch dieser Geschichte zu Grunde liegen.
    Letty wurde in den USA geboren, auch ihre Kinder - somit sind sie Amerikaner. Nicht so ihre Eltern, denen damit der Zugang zu sämtlichen Einrichtungen, wie Krankenversorgung, Bildung, Bankwesen und Behörden verwehrt bleibt. Vielen Emigranten geht es so. Die vielen "illegalen" fallen durch den Rost und leben ohne soziales Netz. Genau hier setzt die Geschichte an. Zwar sind Letty, Alex und Luna Amerikaner, sie leben allerdings am Rande der Gesellschaft und im falschen Stadtviertel. Damit bleibt ihnen nichts anderes übrig, als in Schulen zu gehen, die zu wenig Geld haben, um vernünftigen Unterricht zu bieten. Nur durch einen Umzug wäre es möglich in eine gute Schule zu gehen. Aber dort sind die Mieten meist unerschwinglich. Somit dreht sich eine ganze Gesellschaftsschicht im Kreis, ohne Hoffnung auf Besserung ihrer Situation.
    Aber jetzt kommt die Hoffnung ins Spiel. Letty kämpft ihre eigenen Dämonen nieder und nimmt das Zepter in die Hand. Ohne Unterstützung ihrer Mutter, die ich als sehr egoistisch sehe, betritt sie Neuland und springt über ihren eigenen Schatten. Sie akzeptiert Hilfe, wenn sie ihr angeboten wird und vor allem beginnt sie ihr Potenzial zu nutzen. 
    Als Alex Vater Wes wieder in ihr Leben tritt, hat sie gerade ein wenig Vertrauen in ihren Kollegen Rick gefasst. Sie hat die Erinnerung an ihre erste große Liebe Wes niemals begraben und damit auch die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben, aber ihrer beiden Leben sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Rick dagegen versteht ihre Sorgen und Nöte, aber er weiß auch nicht, wie er mit dieser neuen Situation umgehen soll. 

    Fazit:
    Eine sehr lesenswerte Geschichte, die nicht ins Kitschige abrutscht. Sie bleibt realistisch und hat mich zum Nachdenken gebracht. Mir ist klar, dass es authentischere Bücher rund um Einwanderer geben wird, jedoch macht dieses mich erstmals neugierig mich ein wenig mehr mit deren Leben und Schicksalen zu beschäftigen. 

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