Vanessa Kelly Mastering the Marquess (Zebra Debut)

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Inhaltsangabe zu „Mastering the Marquess (Zebra Debut)“ von Vanessa Kelly

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  • Rezension zu "Mastering the Marquess (Zebra Debut)" von Vanessa Kelly

    Mastering the Marquess (Zebra Debut)

    hana

    08. June 2011 um 12:15

    Klappentext: Since the loss of her parents, Meredith Burnley has contented herself with a solitary life looking after her half-sister, Annabel. But Meredith's peace is shattered when her uncle schemes to marry her off to his son in order to gain her inheritance. Desperate, Meredith has only one choice: to flee with Annable to their estranged grandparents' home. But their arrival soon reignites a family scandal - and kindles unexpected romance...Happily reunited with the girls, Annabel's grandmother resolves to convince her nephew, Stephen Mallory, the Marquess of Silverton, to abandon his rakish lifestyle and wed Annabel. Stephen is clearly captivated - but with the wrong sister! Determined to make Meredith his own, Stephen embarks on a seduction that will leave her with no choice but to surrender to his touch... Anmerkung: Nett, dass die Beweggründe des Onkels schon im Klappentext preisgegeben werden, im Buch dauert es nämlich relativ lange bis Meredith bzw. Silverton auf diese Idee kommen. ;-) Kritik: "Mastering the Marquess" war ein Spontankauf, aufgrund des günstigen Preises von 3€ habe ich bei diesem "Zebra Debut" zu geschlagen und für den Preis einen ganz ordentlichen Historical geliefert bekommen. Kein Meister ist vom Himmel gefallen und in Vanessa Kelly steckt sicherlich noch Potential sich zu verbessern und das sollte sie meiner Meinung nach auch tun, ansonsten werden ihre Romane in der großen Masse untergehen. So, nun aber zu meiner Kritik und die ist leider reichlich. Die unmittelbare Anziehung zwischen Meredith und Silverton fand ich total übertrieben und unglaubwürdig. Ein Blick und ihre Leidenschaft ist in einem Maße entfacht, das mich teilweise wirklich genervt hat, da von Verliebtheit und Liebe lange Zeit nichts zu spüren war. Und verdammt noch mal, ich will einen Liebesroman und keinen Leidenschaftsroman lesen! Ich konnte auch überhaupt nicht nachvollziehen, wieso sich Meredith in Silverton verliebt, da sich die beiden zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht richtig kennengelernt haben und sie bis dahin höchstens körperliche sexuelle Anziehung verbunden hat. Auch am Ende fand ich die Liebesgeschichte insgesamt einfach nicht realistisch, aber sie war gerade noch akzeptabel, ich habe schon schlimmeres gelesen. Leser, die auf "Leidenschaft auf den ersten Blick" stehen, sind bei "Mastering the Marquess" allerdings an der richtigen Stelle, aber für mich ist das eher nichts. Der Anfang fand ich etwas langatmig, danach wurde es allerdings spannender, sodass ich den Roman in relativ kurzer Zeit durchgelesen habe. Man muss jedoch sagen, dass die Story im Endeffekt kaum etwas Neues im Genre bietet, der Grundplot ist schließlich altbekannt. Mädchen ohne blaues Blut trifft Adeligen, typische Cinderella-Geschichte also, nur das Meredith nicht so sympathisch ist wie Cinderella und es der Geschichte an Romantik mangelt. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl, dass Vanessa Kelly bloß kein Risiko eingehen wollte und somit auf außergewöhnliche Ideen verzichtet hat. Sie hat damit die sichere, aber langweilige Variante gewählt. "Mastering the Marquess" ist dennoch ein netter Zeitvertreib, es gibt aber eine Menge besserer Historicals. Mit Meredith konnte ich persönlich nicht so viel anfangen, sie wirkte einfach nicht richtig sympathisch und echt. Zu Beginn der Geschichte reagiert sie dauernd überzogen, kratzbürstig und zickig, selbst wenn man ihr eigentlich freundlich begegnet, was sie jedoch oft anders wahrnimmt. Deshalb konnte ich anfangs auch gar nicht verstehen, was Silverton an ihr findet, einen sooo tollen Charakter hat sie nun wirklich nicht gezeigt. Ich muss sagen, dass ich ihre Art insgesamt einfach etwas nervig fand, sie ist keine mündige und starke Heldinnen mit Rückgrat, sondern jemand ohne richtige eigene Meinung, die einfach mit dem Strom läuft, so kam es mir jedenfalls vor. Nach ein paar gut gewählten Worten von Silverton's Mutter wirft Meredith (nicht nur einmal) kurzerhand ihre vorher gefestigte Meinung über Bord und zeigt damit meiner Meinung nach nur, dass sie Silverton überhaupt nicht vertraut, sondern eher misstraut. Das ist für mich kein Zeichen für eine große Liebe, aber da ich ihre Liebesbekundung ohnehin unrealistisch fand, ist ihr Misstrauen umso verständlicher. Zu denken, dass man jemanden liebt, heißt schließlich noch lange nicht, dass man es auch wirklich tut. Vanessa Kelly hat zwar teilweise versucht sie als starke Persönlichkeit darzustellen, aber es wirkte auf mich leider unglaubwürdig. Im Prinzip ist Silverton sympathisch und auch ein netter Held, allerdings hat Vanessa Kelly ständig versucht ihm Tiefgang zu geben (wo keiner hingehörte bzw. hier nicht hinpasste) und ist damit kläglich gescheitert. Sie wollte ihn als unterkühlten, emotionslosen und vom Leben gelangweilten Aristokraten darstellen, hat es jedoch versäumt dies auch in seinen Handlungen und Taten zu vermitteln. Bis auf die wenigen Male in denen Silverton denkt (!), er wäre ein derartiger Mensch, kam er mir immer nur als hilfsbereiter, gut aussehender und körperlich gut gebauter Held vor. Okay, er ist etwas besitzergreifend und teilweise etwas aufbrausend, aber ich würde ihn in keiner Weise als emotionslos oder unterkühlt bezeichnen. Ich fand es außerdem etwas schade, dass Meredith sich bis auf ein paar Male sträubt seinen Vornamen (Stephen) zu sagen. Klar, am Anfang hätte es sich nicht schicklich ihn so persönlich an zu sprechen, aber selbst am Ende sagt sie zu ihm noch "Silverton", außer er macht sie darauf aufmerksam und das fand ich doch etwas irritierend. Fazit: Ein durchschnittlicher Historical, den man lesen kann, aber nicht muss. Auch wenn ich viel zu kritisieren hatte, so war der Roman doch flüssig und angenehm zu lesen und somit keine reine Zeitverschwendung. Ich werde wahrscheinlich irgendwann noch einen zweiten Roman der Autorin ausprobieren, denn mit etwas mehr Risiko bei ihren Ideen, könnte Vanessa Kelly sicherlich auch gute Historicals schreiben.

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