Vanessa Lafaye

 4.2 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Summertime - Die Farbe des Sturms, Summertime und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Vanessa Lafaye

Summertime - Die Farbe des Sturms

Summertime - Die Farbe des Sturms

 (28)
Erschienen am 13.03.2017
Die Farbe des Sturms

Die Farbe des Sturms

 (0)
Erschienen am 18.06.2019
Das Haus des Kolibris

Das Haus des Kolibris

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Erschienen am 22.07.2019
Das Haus des Kolibris

Das Haus des Kolibris

 (0)
Erschienen am 22.07.2019
Summertime

Summertime

 (2)
Erschienen am 01.05.2015

Neue Rezensionen zu Vanessa Lafaye

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Rezension zu "Summertime - Die Farbe des Sturms" von Vanessa Lafaye

An diese Sturmnacht wird man noch lange denken!
Bücherfüllhorn-Blogvor 10 Monaten

Das Setting an Floridas Küste ist hervorragend dargestellt, tritt aber im Angesicht der „Stürme“, die losbrechen, in den Hintergrund. Zunächst schwelt auch im fiktiven Küstenstädtchen Heron Key unterschwellig der Rassenkonflikt. Weiß gegen Schwarz. Zum andern befeuern die traumatisierten und verlotterten Kriegsveteranen, die eine Straße bauen sollen und am Ortsrand unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen, den Konflikt mit ihrem Verhalten und Gewaltausbrüchen. Und zu guter letzt kommt tatsächlich ein Hurrikan. Eine Katastrophe nimmt ihren Lauf, in welcher unmenschliches Verhalten vor Ort und seitens der Regierung seinen Höhepunkt in der Nacht des Sturmes erlebt. Da fehlen einem die Worte. 

 

Auch wenn oberflächlich alles „gut“ zu sein scheint im kleinen Ort Heron Key, sind doch die Weißen nur zu gerne bereit, alles den Schwarzen in die Schuhe zu schieben, wenn Probleme auftauchen. So dauert es nicht lange, und Hauptprotagonist Henry sieht sich mit etlichen schweren Vorwürfen belastet. Es scheint keine Zukunft für ihn zu geben.

 

Zwischen all diesen Tönen bahnt sich ein Love-Interest an. Missy, ein schwarzes Dienstmädchen hat 18 Jahre auf Henry, einen schwarzen Offizier im ersten Weltkrieg gewartet. Leider werden die Kriegshelden nicht so empfangen wie erhofft, und auch in der Rassentrennungsfrage ändert sich nicht. Henry ist traumatisiert und desillusioniert. Dieses Love-Interest war für mich schwer fassbar, weil der Altersunterschied zu groß ist und Missy Henry nur als achtjährige gekannt hat. Wie da eine so große Liebe entstehen konnte, dass sie 18 Jahre gewartet hat, wurde mit nicht plausibel genug erklärt.

 

Deputy Dwayne, ein Weißer, war für mich am markantesten dargestellt. Ein Mann mit Ecken und Kanten. Ein Mann, der genau weiß, dass sein Kind nicht von ihm ist, da die Hautfarbe eindeutig dunkelhäutig ist. Die Ehe steht auf der Kippe, er schlägt seine Frau, fühlt sich blamiert. Dennoch versucht er seine Handlungen zu reflektierten, auch in Bezug auf seinen Job und die damit verbundenen Macht. Er nutzt sie nicht aus, obwohl er es könnte. Dieser Zwiespalt und der sich aufbauende Druck durch verschiedene Probleme waren sehr anschaulich beschrieben. Und am Schluss reißt er sich zusammen, und sieht, dass er sich in etwas verrannt hat. Er trifft die richtigen Entscheidungen, manche in letzer Minute. Ein einfacher, aber starker Mann. Mein Lieblings-Protagonist in dieser Geschichte.

 

Insgesamt gesehen steht in der Geschichte der Rassenkonflikt im Vordergrund. Diese Unmenschlichkeit lässt sich erschreckend lesen. Man fängt in aller Unbefangenheit an zu lesen, denn es scheint, in Heron Key ist alles gut. Aber unaufhörlich wird man als Leser mit jeder Seite tiefer in die Verzweiflung gezogen und alles gipfelt darin, als der Hurrikan auf die Inseln und Küste trifft. Diese Unmenschlichkeit in dieser Nacht wird einem noch lange in Erinnerung bleiben. Für mich war es erleichternd, dass es wenigstens in einem Teil eine kleine Art von Gerechtigkeit gab.

 

Alles in allem: Die Geschichte lässt sich leicht, unterhaltsam und spannend lesen. Rassenkonflikte, traumatisierte und im Stich gelassene Kriegsveteranen, und ein aufziehender Hurrikan. Ein Drama, das in seiner Unmenschlichkeit den Höhepunkt in der Nacht des Sturmes erfährt, den man so schnell nicht vergisst.   

 

Sterne: Ich tendiere zu vier Sternen, weil die beiden Hauptcharaktere Missy und vor allem Henry nicht ganz ausgereift schienen. Auch das Love-Interest war mir nicht plausibel genug. Dahingegen tritt Deputy Dwayne viel stärker und markanter in den Vordergrund. Dennoch lässt sich die Geschichte gut lesen, ich würde mal sagen, sie ist auch gute „Strandlektüre“ im Urlaub. Zudem basiert sie auf einer wahren Begebenheit, jedenfalls was den Hurrikan und einige wenige andere Ereignisse betrifft.

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jala68s avatar

Rezension zu "Summertime - Die Farbe des Sturms" von Vanessa Lafaye

Rassenkonflikte und ein Hurrikan in den USA
jala68vor einem Jahr

Dieses Jahr hießen sie „Harvey“, „Irma“ und „Maria“. Früher hieß einer einfach nur „Labor-Day-Hurrikan“.
Genau dieser bildet sich im August 1935 im Atlantik südöstlich der USA. Er nimmt langsam aber sicher Kurs auf die Florida Keys und trifft dort genau am Labor Day auf Land.

In Heron Key ahnt man davon noch nichts, als sich die Bevölkerung am Stand trifft um zu feiern.
Einerseits die wohlhabenden Weißen und auf einem abgeteilten Strandteil die farbige Bevölkerung, die zu meist für die Weiße arbeitet. Als dritte Bevölkerung gibt es seit einigen Wochen ein Lager von Kriegsveteranen die eine Brücke bauen sollen. Diese haben untereinander weniger Probleme mit der Rassentrennung. Das macht sie natürlich sehr verdächtig als Urheber diverser Straftaten.
Der farbige Henry ist einer der Veteranen. Nach über 20 Jahren hat er jetzt endlich wieder den Weg zurück in seine Heimatstadt gefunden. Aber auch zu Missy, die ihn schon als kleines Mädchen bewundert und auf seine Rückkehr gewartet hat?....

Die Geschichte wird in eindrucksvollen Bildern erzählt. Man spürt förmlich die schwüle Hitze. Auch die Gedanken und Gefühle der verschiedenen Protagonisten werden gut erzählt. Aber trotzdem hat mir etwas gefehlt und ich konnte nicht immer alles nachvollziehen. Bis weit über die Mitte zieht sich die Geschichte relativ ereignislos dahin. Erst kurz bevor der Hurrikan eintrifft kommt ein wenig Spannung auf. Doch die Konflikte der einzelnen Bevölkerungsgruppen bleiben leider etwas sehr oberflächlich. Alle Spannung und Verwicklung wird dann für mein Gefühl leider etwas zu leicht aufgelöst. Dass bei so einer Naturkatastrophe die bis dahin bestehenden Probleme und Streitigkeiten in den Hintergrund treten ist klar, aber es war mir alles etwas zu glatt und einfach.
Für eine gute Geschichte, die besonders vor dem historischen Hintergrund und der aktuellen Wetterlage schön zu lesen ist vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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tootsy3000s avatar

Rezension zu "Summertime - Die Farbe des Sturms" von Vanessa Lafaye

Nettes Leseerlebnis
tootsy3000vor einem Jahr

So, jetzt hab ich es auch mal endlich gelesen. Das Buch war so ein klassischer “Mir gefällt das Cover, das nehm’ ich”-Kauf. Diese Anwandlungen habe ich von Zeit zu Zeit. Bin ich da die einzige? Wohl kaum! Rezensionen über das Buch gibt es ja schon reichlich. Die meisten schreiben mit viel Begeisterung über die Geschichte. Jetzt gebe ich gerne noch meinen Senf dazu .

Grundsätzlich hat mir die Geschichte gut gefallen, doch finde ich, wird man durch den Klappentext doch in die Irre geführt! Es dreht sich zwar auch ein bisschen um die Liebe, aber, und so schreibt es die Autorin auch am Ende, dass sie mit ihrer Geschichte auf die schwierige Situation der WW1-Veteranen aufmerksam machen wollte. Diese Info ganz am Schluss fand ich persönlich total interessant. Sie verweist darin auf eine Internetseite der Florida Keys. Darauf ist alles detailliert beschrieben, sowohl über die Veteranen, als auch über den verheerenden Hurrikan von 1935. Dies ist der zweite Schwerpunkt der Handlung. Der Hurrikan hat in jenem Jahr tatsächlich schlimm gewütet und viele hundert Menschen das Leben gekostet. Natürlich kommt auch die Rassentrennung und all die damit verbundenen Extreme in der Handlung vor, werden aber eher nur angeschnitten.

Mein Fazit:

Zu lesen ist der Roman wirklich gut, ab und zu war ich in einem regelrechten Sog, besonders als der Hurrikan los brach. Persönlich fand ich es gut, dass es weniger um die Liebe, denn um die Geschehnisse in dem Südstaaten-Städtchen ging. Etwas zu einfach löste die Autorin für meinen Geschmack gewisse Schlüsselstellen (die “Bösen” sterben, die “Guten” kommen fast alle davon). Klar, Leser wünschen sich ein Happy End, doch hier hätte die Autorin durchaus mehr Mut zur Realität beweisen können! Trotzdem hatte ich ein nettes Leseerlebnis.

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