Vanessa Lafaye

 4,2 Sterne bei 58 Bewertungen
Autorin von Die Farbe des Sturms, Das Haus des Kolibris und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Das Vermächtnis der Lafaye: Vanessa Lafaye, geboren 1963 in Talahassee, war eine US-amerikanische Schriftstellerin. Sie studierte an der Zoologie an der Duke University. 

1987 kam sie nach einigen Zwischenstops in Paris und Oxford schließllich nach England, wo sie dann ihr Debüt als Autorin gab. Dort lebte sie dann zusammen mit ihrem Mann , bis zu ihrem Tod im Jahr 2018.

Alle Bücher von Vanessa Lafaye

Cover des Buches Die Farbe des Sturms (ISBN: 9783734107610)

Die Farbe des Sturms

(37)
Erschienen am 18.06.2019
Cover des Buches Das Haus des Kolibris (ISBN: 9783734109362)

Das Haus des Kolibris

(17)
Erschienen am 18.10.2021
Cover des Buches Das Haus des Kolibris (ISBN: 9783869743660)

Das Haus des Kolibris

(2)
Erschienen am 06.08.2019
Cover des Buches Das Haus des Kolibris (ISBN: B07VG77GL8)

Das Haus des Kolibris

(0)
Erschienen am 22.07.2019
Cover des Buches Summertime (ISBN: 9781409155393)

Summertime

(2)
Erschienen am 01.05.2015

Neue Rezensionen zu Vanessa Lafaye

Cover des Buches Das Haus des Kolibris (ISBN: 9783734109362)
engineerwifes avatar

Rezension zu "Das Haus des Kolibris" von Vanessa Lafaye

engineerwife
KKK - die Ideologie einer Überlegenheit der weißen Rasse ...

Nachdem ich kürzlich meinen Sohn in Amerika besucht hatte und somit Florida ein wenig kennenlernen durfte, war der Griff zu diesem Buch fast schon eine Selbstverständlichkeit, wenn nicht gar ein Muss. Während ich den „Sunshine State“ natürlich in der Gegenwart und in friedlichen Zeiten erleben durfte, fand ich die Reise in die Vergangenheit durch die Augen der leider viel zu früh verstorbenen Autorin Vanessa Lafaye umso spannender. 

Der Roman „Das Haus des Kolibris“ ist in zwei Zeitebenen unterteilt, von denen eine im Jahr 1919 und die zweite in den frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts spielt. Zunächst schreiben wir das Jahr 1919. Die junge Alicia Cortez fällt bei ihrer Familie in Ungnade und ist gezwungen ihre geliebte Heimat Kuba zu verlassen, um in Florida gezwungenermaßen ein neues Leben zu beginnen. Dort findet sie Anstellung im „Tea Salon“ ihrer Cousine. Als diese überraschend stirbt, findet Alicia sich als Besitzerin des Etablissements wieder, das sich bei genauem Hinsehen als Freudenhaus entpuppt hatte. Mit viel Kraft und Spucke stellt sie sich der ungewöhnlichen Herausforderung, bringt den Laden in Schwung und auf Vordermann. Stets an ihrer Seite findet man den Kriegsveteranen John, dem die benachbarte Bar gehört. Nach anfänglichem Zögern verlieben sich die Beiden ineinander und sind bald ein unzertrennliches Paar. Doch sie haben die Rechnung ohne den Wirt, beziehungsweise ohne den KKK gemacht, der gerade im Begriff ist in den Florida Keys Fuß zu fassen. Schnell beginnen Alica und John aufgrund ihrer gemischtrassigen Beziehung den Hass und die Gewalt am eigenen Körper zu spüren …

Das Jahr 1993 hingegen beginnt mit einem Knall, besser gesagt einem tödlichen Schuss, der einen betagten Mann im Rollstuhl niederstreckt. Eine alte Frau bekennt sich offen zu der Tat. Schnell stellt sich heraus, dass es sich hierbei um „La Rosita Negra“, auch bekannt unter ihrem echten Namen Alicia, handelt. Hat sie mit ihrer Tat endlich eine alte Schuld beglichen? Die eingeleiteten Ermittlungen gestalten sich schwierig …

Beim Lesen war ich immer wieder erschüttert, mit welch brutaler Gewalt und geglaubter Überlegenheit der Klan damals und vielleicht sogar noch agiert. Die Autorin zeichnet in meinen Augen in ihrem Roman, der auf realen Ereignissen basiert, ein erschreckend realistisches Bild der Rassendiskriminierung in den Südstaaten der USA im frühen 20. Jahrhundert. Trotz des schwierigen Themas habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt. Mir hat das Buch sehr zugesagt und somit vergebe ich sehr gerne sonnige fünf „Sunshine Sterne“.

Cover des Buches Die Farbe des Sturms (ISBN: 9783734107610)
misspiders avatar

Rezension zu "Die Farbe des Sturms" von Vanessa Lafaye

misspider
Gewaltig

Zum Glück für mich war dieses Buch viel mehr als die auf dem Cover-Sticker angekündigte "dramatische Liebesgeschichte". Die Geschichte über das Schicksal von Kriegsveteranen, Rassismus, Betrug und Intrigen in einer kleinen Stadt, und ja, auch eine dramatische Liebesgeschichte - aber diese eher als roter Faden im Hintergrund - war ein bedrückendes Portrait einer Zeit voller Traumata, aber auch Hoffnung. Beeindruckendster und furchteinflößendster Protagonist war natürlich der Sturm, der so bildgewaltig und eindringlich beschrieben wurde, dass man ihn in all seiner Zerstörungswut über die Seiten fegen sehen konnte.
Fazit: ein glücklicher Zufallsfund, der so viel mehr zu bieten hatte als auf den ersten Augenblick vermutet.

Cover des Buches Die Farbe des Sturms (ISBN: 9783734107610)

Rezension zu "Die Farbe des Sturms" von Vanessa Lafaye

Ein LovelyBooks-Nutzer
Im Auge des Hurrikans

Zu lesen begonnen, fiel es mir sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen.
Voller Gefühl, Tiefe und enormer Spannung erzählt die Autorin eine Geschichte, die zum Teil aus wahren Begebenheiten stammt.
Veteranen, die eh schon genug traumatisiert sind, werden zur Arbeit einer Brücke, wo sie unter miserablen Umständen "wohnen, leben und arbeiten" müssen.
Nicht weit entfernt eine Bevölkerung wo schwarze und weiße noch "getrennt" wurden.
Ein Gebiet, in dem Stürme keine Seltenheit sind.

Gemischt mit Liebesgeschichte, Drama, Katastrophen, Misshandlungen, Hilfsbereitschaft und mehr, bekommt der Leser/die Leserin hier ein absolut sehr gelungenes, mit Spannung beladenen Buch.
Sympathische und unsympathische Charaktere könnten hier nicht besser eingesetzt werden.
Als wenn das alles nicht schon genug wäre, kommt auch noch ein sehr schlimmer Hurrikan auf die Menschen zu.
Ob es für Liebe zu spät sein wird? Ob sich schwarze und weiße gegenseitig helfen werden?
Tränen, lachen, Hoffnung, Schmerz, Schock und weitere Achterbahnfahrt der Gefühle kommen auf den Leser zu.

Der Epilog lässt keine Fragen offen und das "Nachwort" der Autorin erklärt noch einiges.

Ich vergebe 5 Sterne. Für mich persönlich ist es ein weiteres Highlightbuch 2021.

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