Summertime - Die Farbe des Sturms

von Vanessa Lafaye 
4,3 Sterne bei27 Bewertungen
Summertime - Die Farbe des Sturms
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An diese Sturmnacht wird man noch lange denken!

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Erfreulich unkitschiger und gut skizzierter Roman rund um den großen Hurrikan in Florida in den dreißiger Jahren.

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Inhaltsangabe zu "Summertime - Die Farbe des Sturms"

Florida, 1935. In Heron Key sind die Beziehungen zwischen den Einwohnern so verworren wie die Wurzeln der Mangrovenbäume. Fast zwanzig Jahre sind vergangen, seit Henry die Stadt verlassen hat, um in Europa zu kämpfen. Die ganze Zeit hat Missy auf ihn gewartet. Als gutes Dienstmädchen kümmert sie sich um das Baby und das Haus der Familie Kincaid und zählt bis zu seiner Rückkehr die Sterne. Nun ist er zurück, doch in dem Veteranen erkennt sie kaum noch den einst stolzen Mann. Als eine weiße Frau in der Nacht vom 4. Juli halbtot am Strand gefunden wird, gerät Henry in Verdacht. Während die Anspannung in der kleinen Stadt weiter ansteigt, fällt das Barometer – der verheerendste Tornado aller Zeiten zieht auf. Im Auge des Sturms offenbaren sich Tragödien, lüften sich Jahrzehnte alte Geheimnisse – und Missys und Henrys Liebe wird auf die Probe gestellt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783809026532
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Limes
Erscheinungsdatum:13.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Bücherfüllhorn-Blogvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: An diese Sturmnacht wird man noch lange denken!
    An diese Sturmnacht wird man noch lange denken!

    Das Setting an Floridas Küste ist hervorragend dargestellt, tritt aber im Angesicht der „Stürme“, die losbrechen, in den Hintergrund. Zunächst schwelt auch im fiktiven Küstenstädtchen Heron Key unterschwellig der Rassenkonflikt. Weiß gegen Schwarz. Zum andern befeuern die traumatisierten und verlotterten Kriegsveteranen, die eine Straße bauen sollen und am Ortsrand unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen, den Konflikt mit ihrem Verhalten und Gewaltausbrüchen. Und zu guter letzt kommt tatsächlich ein Hurrikan. Eine Katastrophe nimmt ihren Lauf, in welcher unmenschliches Verhalten vor Ort und seitens der Regierung seinen Höhepunkt in der Nacht des Sturmes erlebt. Da fehlen einem die Worte. 

     

    Auch wenn oberflächlich alles „gut“ zu sein scheint im kleinen Ort Heron Key, sind doch die Weißen nur zu gerne bereit, alles den Schwarzen in die Schuhe zu schieben, wenn Probleme auftauchen. So dauert es nicht lange, und Hauptprotagonist Henry sieht sich mit etlichen schweren Vorwürfen belastet. Es scheint keine Zukunft für ihn zu geben.

     

    Zwischen all diesen Tönen bahnt sich ein Love-Interest an. Missy, ein schwarzes Dienstmädchen hat 18 Jahre auf Henry, einen schwarzen Offizier im ersten Weltkrieg gewartet. Leider werden die Kriegshelden nicht so empfangen wie erhofft, und auch in der Rassentrennungsfrage ändert sich nicht. Henry ist traumatisiert und desillusioniert. Dieses Love-Interest war für mich schwer fassbar, weil der Altersunterschied zu groß ist und Missy Henry nur als achtjährige gekannt hat. Wie da eine so große Liebe entstehen konnte, dass sie 18 Jahre gewartet hat, wurde mit nicht plausibel genug erklärt.

     

    Deputy Dwayne, ein Weißer, war für mich am markantesten dargestellt. Ein Mann mit Ecken und Kanten. Ein Mann, der genau weiß, dass sein Kind nicht von ihm ist, da die Hautfarbe eindeutig dunkelhäutig ist. Die Ehe steht auf der Kippe, er schlägt seine Frau, fühlt sich blamiert. Dennoch versucht er seine Handlungen zu reflektierten, auch in Bezug auf seinen Job und die damit verbundenen Macht. Er nutzt sie nicht aus, obwohl er es könnte. Dieser Zwiespalt und der sich aufbauende Druck durch verschiedene Probleme waren sehr anschaulich beschrieben. Und am Schluss reißt er sich zusammen, und sieht, dass er sich in etwas verrannt hat. Er trifft die richtigen Entscheidungen, manche in letzer Minute. Ein einfacher, aber starker Mann. Mein Lieblings-Protagonist in dieser Geschichte.

     

    Insgesamt gesehen steht in der Geschichte der Rassenkonflikt im Vordergrund. Diese Unmenschlichkeit lässt sich erschreckend lesen. Man fängt in aller Unbefangenheit an zu lesen, denn es scheint, in Heron Key ist alles gut. Aber unaufhörlich wird man als Leser mit jeder Seite tiefer in die Verzweiflung gezogen und alles gipfelt darin, als der Hurrikan auf die Inseln und Küste trifft. Diese Unmenschlichkeit in dieser Nacht wird einem noch lange in Erinnerung bleiben. Für mich war es erleichternd, dass es wenigstens in einem Teil eine kleine Art von Gerechtigkeit gab.

     

    Alles in allem: Die Geschichte lässt sich leicht, unterhaltsam und spannend lesen. Rassenkonflikte, traumatisierte und im Stich gelassene Kriegsveteranen, und ein aufziehender Hurrikan. Ein Drama, das in seiner Unmenschlichkeit den Höhepunkt in der Nacht des Sturmes erfährt, den man so schnell nicht vergisst.   

     

    Sterne: Ich tendiere zu vier Sternen, weil die beiden Hauptcharaktere Missy und vor allem Henry nicht ganz ausgereift schienen. Auch das Love-Interest war mir nicht plausibel genug. Dahingegen tritt Deputy Dwayne viel stärker und markanter in den Vordergrund. Dennoch lässt sich die Geschichte gut lesen, ich würde mal sagen, sie ist auch gute „Strandlektüre“ im Urlaub. Zudem basiert sie auf einer wahren Begebenheit, jedenfalls was den Hurrikan und einige wenige andere Ereignisse betrifft.

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    jala68vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Rassenkonflikte und ein Hurrikan in den USA
    Rassenkonflikte und ein Hurrikan in den USA

    Dieses Jahr hießen sie „Harvey“, „Irma“ und „Maria“. Früher hieß einer einfach nur „Labor-Day-Hurrikan“.
    Genau dieser bildet sich im August 1935 im Atlantik südöstlich der USA. Er nimmt langsam aber sicher Kurs auf die Florida Keys und trifft dort genau am Labor Day auf Land.

    In Heron Key ahnt man davon noch nichts, als sich die Bevölkerung am Stand trifft um zu feiern.
    Einerseits die wohlhabenden Weißen und auf einem abgeteilten Strandteil die farbige Bevölkerung, die zu meist für die Weiße arbeitet. Als dritte Bevölkerung gibt es seit einigen Wochen ein Lager von Kriegsveteranen die eine Brücke bauen sollen. Diese haben untereinander weniger Probleme mit der Rassentrennung. Das macht sie natürlich sehr verdächtig als Urheber diverser Straftaten.
    Der farbige Henry ist einer der Veteranen. Nach über 20 Jahren hat er jetzt endlich wieder den Weg zurück in seine Heimatstadt gefunden. Aber auch zu Missy, die ihn schon als kleines Mädchen bewundert und auf seine Rückkehr gewartet hat?....

    Die Geschichte wird in eindrucksvollen Bildern erzählt. Man spürt förmlich die schwüle Hitze. Auch die Gedanken und Gefühle der verschiedenen Protagonisten werden gut erzählt. Aber trotzdem hat mir etwas gefehlt und ich konnte nicht immer alles nachvollziehen. Bis weit über die Mitte zieht sich die Geschichte relativ ereignislos dahin. Erst kurz bevor der Hurrikan eintrifft kommt ein wenig Spannung auf. Doch die Konflikte der einzelnen Bevölkerungsgruppen bleiben leider etwas sehr oberflächlich. Alle Spannung und Verwicklung wird dann für mein Gefühl leider etwas zu leicht aufgelöst. Dass bei so einer Naturkatastrophe die bis dahin bestehenden Probleme und Streitigkeiten in den Hintergrund treten ist klar, aber es war mir alles etwas zu glatt und einfach.
    Für eine gute Geschichte, die besonders vor dem historischen Hintergrund und der aktuellen Wetterlage schön zu lesen ist vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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    tootsy3000s avatar
    tootsy3000vor einem Jahr
    Nettes Leseerlebnis

    So, jetzt hab ich es auch mal endlich gelesen. Das Buch war so ein klassischer “Mir gefällt das Cover, das nehm’ ich”-Kauf. Diese Anwandlungen habe ich von Zeit zu Zeit. Bin ich da die einzige? Wohl kaum! Rezensionen über das Buch gibt es ja schon reichlich. Die meisten schreiben mit viel Begeisterung über die Geschichte. Jetzt gebe ich gerne noch meinen Senf dazu .

    Grundsätzlich hat mir die Geschichte gut gefallen, doch finde ich, wird man durch den Klappentext doch in die Irre geführt! Es dreht sich zwar auch ein bisschen um die Liebe, aber, und so schreibt es die Autorin auch am Ende, dass sie mit ihrer Geschichte auf die schwierige Situation der WW1-Veteranen aufmerksam machen wollte. Diese Info ganz am Schluss fand ich persönlich total interessant. Sie verweist darin auf eine Internetseite der Florida Keys. Darauf ist alles detailliert beschrieben, sowohl über die Veteranen, als auch über den verheerenden Hurrikan von 1935. Dies ist der zweite Schwerpunkt der Handlung. Der Hurrikan hat in jenem Jahr tatsächlich schlimm gewütet und viele hundert Menschen das Leben gekostet. Natürlich kommt auch die Rassentrennung und all die damit verbundenen Extreme in der Handlung vor, werden aber eher nur angeschnitten.

    Mein Fazit:

    Zu lesen ist der Roman wirklich gut, ab und zu war ich in einem regelrechten Sog, besonders als der Hurrikan los brach. Persönlich fand ich es gut, dass es weniger um die Liebe, denn um die Geschehnisse in dem Südstaaten-Städtchen ging. Etwas zu einfach löste die Autorin für meinen Geschmack gewisse Schlüsselstellen (die “Bösen” sterben, die “Guten” kommen fast alle davon). Klar, Leser wünschen sich ein Happy End, doch hier hätte die Autorin durchaus mehr Mut zur Realität beweisen können! Trotzdem hatte ich ein nettes Leseerlebnis.

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    LisaLiebeskindvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieses Buch sollte mit Bedacht und nicht einfach nebenher weg gelesen werden, da es so viel auch zwischen den Zeilen bereit hält.
    Fakten und Fiktion perfekt vermischt

    Summertime: Die Farbe des Sturms von Vanessa Lafaye war für mich nach langer Zeit mal wieder ein Roman, der auf geschichtlichen Ereignissen im Rahmen des Krieges und weiterer Katasrophen basiert. Normalerweise bin ich kein Fan solcher Geschichten, doch irgendwie hat mich der Klappentext angesprochen und ich wollte gerne mal wieder ein solches Buch lesen.

    Im Großen und Ganzen hat es mir auch wirklich gut gefallen, obwohl ich etwas gebraucht habe bis ich in der Geschichte drin war, denn meiner Meinung nach hat sich der Anfang extrem in die Länge gezogen, doch ihr Sprachstil ist toll und ausdrucksstark.

    Besonders gut gefallen hat mir die sehr realistische Verflechtung von Fakten und Fiktion, denn Vanessa Lafaye erschafft eine spannende und berührende Geschichte, die durchaus genau so tatsächlich hätte passieren können. Die Charaktere, die sie dabei in die Geschichte einbaut, sind ebenfalls sehr authentisch und vor allem verschieden. Allerdings hatte ich anfänglich ein paar Schwierigkeiten mir all die Namen zu merken, da es doch eine recht große Zahl ist. Evtl. hätte man die Vorstellung der einzelnen Vorgeschichten etwas verkürzen und dafür eher mit der eigentlichen Handlung beginnen können, sodass man diese Langatmigkeit umgangen und etwas mehr Spannung geboten bekommen hätte. 
    Das Cover finde ich wirklich großartig, im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass es in meinen Augen eine zu starke Fröhlichkeit ausdrückt, die mehr zu einem sommerlichen Liebesroman gepasst hätte, als zu einer Katastrophengeschichte. Aber vielleicht ist es genau dieser extreme Kontrast, der das innere der Geschichte so gut wiederspiegelt.
    Dieses Buch sollte mit Bedacht und nicht einfach nebenher weg gelesen werden, da es so viel auch zwischen den Zeilen bereit hält. Die Botschaft ist im Grunde simpel und so wie Mufasa mir schon in meiner Kindheit beibrachte: Wir sind eins!


    www.lisa-reads.blogspot.de

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    tinstampvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fiktive Handlung gemischt mit wahren Begebenheiten rund um den Jahrhundertsturm wurde zu einem ausdrucksstarken Roman zusammengefügt
    Im Auge des Hurrikans

    Obwohl Stürme auch hier bei uns in Europa immer mehr zunehmen, können wir uns das Ausmaß eines Wirbelsturmes (Gott sei Dank!) kaum vorstellen. In "Summertime. Die Farbe des Sturms" von Vanessa Lafaye wird dies auf erschreckende Weise sehr bildhaft und authentisch beschrieben.
    Vanessa Lafaye erzählt von einem der schlimmsten Hurrikane der USA, der die Küste in Florida heimgesucht hat und verknüpft die wahre Begebenheit mit einer fiktiven Handlung. Außerdem widmet sich die Autorin auch der Geschichte der Veteranen des WWI , die zu dieser Zeit an die Florida Keys geschickt wurden, um eine Brücke zu bauen, anstatt den Bonus zu erhalten, der ihnen nach dem Krieg versprochen wurde. Hier hat mich vorallem sehr geschockt, dass die Kriegsheimkehrer nur kurz öffentlich als Helden gefeiert wurden, um danach still und heimlich fallen gelassen zu werden. Sie bekamen weder ihr Geld, noch wurde ihnen geholfen wieder ins normale Leben zurückzukehren. Im Gegenteil: Sie wurden als Außenseiter von der Gesellschaft gemieden und als Lohn für ihren Einsatz für ihr Vaterland wie Schwerverbrecher behandelt. Was sich die amerikanische Regierung hier geleistet hat ist mehr als beschämend!

    Der Roman beginnt sehr ruhig und nimmt nur langsam Fahrt auf. Man lernt einen Teil der Menschen der kleinen Stadt Heron Key kennen. Nach und nach werden die Einwohner und die dazugehörigen Lebensgeschichten vorgestellt, wobei es dauert, bis man jeden Einzelnen genau zuordnen kann. Im Mittelpunkt stehen aber meiner Meinung nach Missy und Henry, zwei Farbige, die seit Jahrzehnten befreundet sind. Als Henry in den Krieg ziehen muss, wartet Missy, selbst noch ein Kind, auf ihn. Als er endlich zurückkehrt, hat Missy das heiratsfähige Alter überschritten und Henry ist kaum mehr der Mensch, der er einmal war. Die versprochenen Bonuszahlungen der Regierung werden nach dem Börsenkrach nicht ausbezahlt und eine Demonstration vor dem Weißen Haus brutal gestoppt. So wird Henry gemeinsam mit anderen Kriegsveteranen unter menschenunwürdigen Bedingungen in ein Lager gesteckt, wo er beim Brückenbau helfen soll.

    Es ist die Zeit der Lynchjustiz. Schwarz und weiß müssen strikt getrennt sein....selbst bei den Feiern am Strand zum Nationalfeiertag sind die Strandabschnitte extra abgesperrt. Was sich hinter den Fassaden der gutbürgerlichen Weißen abspielt, wird gut verborgen. Der Eine vergnügt sich mit den Damen des Country-Clubs, während der angesehene Deputy seine Ehefrau verprügelt. Die Heimkehrer passen so gar nicht in die "heile Welt" der Kleinstadt. Als ein Verbrechen passiert ist automatisch ein Schwarzer der Sündenbock, aber noch besser passt ein schwarzer Veterane ins Bild. Während sich die Stimmung in Heron Kay aufheizt, fällt das Barometer. Als der Hurrikan Heron Key trifft, zeigt sich schnell das Ausmaß.....nicht nur in der Natur und der Stadt, sondern auch menschliche Abgründe tun sich auf und zeigen wozu Menschen fähig sind, wenn sie ihr eigenes Leben retten wollen. Andere wiederum wachsen über sich selbst hinaus...

    Das Südtstaatendrama wird über einen Zeitraum von zwei Monaten erzählt und zeigt auf deutliche Weise, wie die Rassendiskriminierung auch noch im 20. Jahrhundert stattfindet. Man braucht auch nur aktuelle Zeitungsartikel anzusehen, dann weiß man, dass sich auch im 21. Jahrhundert nicht wirklich viel geändert hat, auch wenn die USA bereits einen farbigen Präsidenten aufweisen kann.

    Schreibstil:
    Der Debutroman von Vanessa Lafaye ist sehr atmosphärisch und dicht. Die wahren Begebenheiten wurden mit einer fiktiven Geschichte verwebt und die besondere Stimmung hat die Autorin wunderbar aufgefangen.
    Der Schreibstil ist ausdrucksstark und bildhaft. Die Alltagsstimmung und das Leben in Heron Key wird sehr bildhaft erzählt. Ich konnte die Hitze und die aufgeheizte Stimmung spüren. Trotzdem kommt erst im letzten Drittel so richtig Spannung auf, wenn der Hurrikan die Florida Keys trifft.

    Fazit:
    Ein Roman, der definitv nachklingt. Erinnert von der Thematik her ein bisschen an "Gute Geister", kommt aber nicht an diesem Roman heran. Trotzdem eine sehr atmosphärische Geschichte, die wieder einen kleinen Teil der amerikanischen Politik und die Rassendiskriminerung widerspiegelt. Die fiktive Handlung gemischt mit den wahren Begebenheiten rund um den Jahrhundertsturm hat die Autorin geschickt zu einem interessanten und ausdrucksstarken Roman zusammengefügt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hinter dem farbenfrohen und fröhlichen Cover steckt eine äusserst ernste und dramatische Geschichte, die toll ausgearbeitet wurde!
    Stürmisch, innen wie aussen

    »Das war ich. Ich habe dich herbei gerufen Agaou [den Sturm]. Einen Neuanfang für Heron Key, das war es, was ich wollte. Aber wie immer hatten Wünsche ihren Preis. Und wie es aussah, war er diesmal besonders hoch.« (S.327)

    Erster Satz
    Die schwüle Luft fühlte sich wie Wasser in der Lunge an; man kam sich vor, als ertrinke man.

    Verlagstext
    Ein Sturm zieht auf, der alle Geheimnisse ans Tageslicht bringen wird…
    Florida, 1935. In Heron Key sind die Beziehungen zwischen den Einwohnern so verworren wie die Wurzeln der Mangrovenbäume. Fast zwanzig Jahre sind vergangen, seit Henry die Stadt verlassen hat, um in Europa zu kämpfen. Die ganze Zeit hat Missy auf ihn gewartet. Als gutes Dienstmädchen kümmert sie sich um das Baby und das Haus der Familie Kincaid und zählt bis zu seiner Rückkehr die Sterne. Nun ist er zurück, doch in dem Veteranen erkennt sie kaum noch den einst stolzen Mann. Als eine weiße Frau in der Nacht vom 4. Juli halbtot am Strand gefunden wird, gerät Henry in Verdacht. Während die Anspannung in der kleinen Stadt weiter ansteigt, fällt das Barometer – der verheerendste Tornado aller Zeiten zieht auf. Im Auge des Sturms offenbaren sich Tragödien, lüften sich Jahrzehnte alte Geheimnisse – und Missys und Henrys Liebe wird auf die Probe gestellt. (Quelle: Randomhouse)

    Meine Meinung
    Wie sehr man sich doch in einem Buch täuschen kann. Das fröhliche und Farbenfrohe Cover lassen auf eine ebenso fröhliche und leichte Geschichte schliessen, doch weit gefehlt. Vanessa Lafaye’s Roman ist vielmehr eine genau Studie der damaligen Zeit, der Rassenkonflikte und Lynchjustiz und taucht ab in die dunkelsten Winkel der menschlichen Psyche.

    Florida, Mitte der 30er Jahre. Der erste Weltkrieg ist vorbei, aber nach wie vor liegen viele Dinge im Argen. So herrscht eine strikte Rassentrennung, mit getrennten Bereichen für die Schwarzen und Weissen am Strand, im Lebensmittelgeschäft und gar für die Lage ihrer Wohnhäuser. Einhergehend mit diesen Rassentrennungsgesetzen greift eine allgemeine Unzufriedenheit um sich, die bis hin zur Selbstjustiz reicht. So sind auch die Beziehungen der weissen und farbigen Bevölkerung von Heron Key so fragile und verworren, dass nur ein Tropfen nötig ist, um das Fass zum überlaufen zu bringen.
    In dieses aufgeheizte und spannungsgeladene Klima kehren Kriegsveteranen aus dem 1. Weltkrieg zurück. Gebrochene und desillusionierte Männer, die in einem Lager untergebracht werden, trinken, fluchen und sich nicht gerade angemessen benehmen.
    Doch nicht nur die Veteranen sorgen für Unruhen, sondern jeder der Einwohner von Heron Key hat ein grösseres oder kleineres Geheimnis zu verbergen. Wer ist der Vater des „milchkaffeefarbenen“ Baby’s der Campbells, eines hellhäutigen Ehepaars? Oder wo vertreibt sich Mr. Kincaid die Zeit, wenn er seiner unglücklichen Ehe entfliehen will? Und nicht zuletzt, wer liess Hilda Kincaid brutal zusammengeschlagen und schwer verletzt im Strassengraben zurück?
    Und über all dem braut sich ein gewaltiger Sturm zusammen…

    »Sie sind aber nicht wie du und ich«, zischte Ronald ihn an. »Absolut nicht. Und wenn du nicht tust, was getan werden muss« – er setzte sich wieder hin und kreuzte die Arme vor der Brust -, »dann werden die Bürger dieser Stadt diese Aufgabe übernehmen.«
    Dwayne gefiel das fiebrige Flackern in seinen Augen ganz und gar nicht. Er hatte es allzu oft im Schein von brennenden Kreuzen gesehen. (S. 162)


    Diese Geschichte hat mich wirklich überrascht. Summertime ist kein Buch, dass sich eben mal so schnell weg liest und sommerlich leichte Lektüre ist. Die Autorin vermag es viel mehr die schwelenden Konflikte und Unzufriedenheiten der Bewohner deutlich zu machen. Was manchen vielleicht als langatmig und wenig interessant vorkommen mag, empfand ich als äusserst spannend. Der Roman bekommt so eine Tiefe und Vielschichtigkeit, die ich mag. So werden Kriegstraumata ebenso thematisiert, wie Armut, Rassentrennung, Gewalt in der Ehe und jedwegliche Beziehungskisten. Selbst Voodoo Zauber finden ihren Platz.


    Meine vollständige Rezension gibt es auf meinem Blog Livricieux zu lesen.

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    Melody80s avatar
    Melody80vor einem Jahr
    Summertime

    Summertime schildert das Auftreffen eines der verheerendsten Hurrikane an der kalifornischen Westküste und das Schicksal vergessener Veteranen, die tapfer für ihr eigenes Land gekämpft haben und nun abgeschoben in verwahrlosten Baracken wohnen.

    Das Buch orientiert sich lose an der Historie, lässt die Vergangenheit der Kriegsveteranen noch einmal aufflammen, bevor sie in Vergessenheit geraten könnte.

    Die Geschichte im Buch darf natürlich auch nicht vernachlässigt werden. Es geht um Missy, einer jungen Frau, die aufgrund ihrer Hautfarbe in Heron Key als Dienstmädchen für alles angestellt ist, hauptsächlich als Babysitterin für den kleinen Nathan. Die Beginn begann langsam, die ersten Seiten lasen sich sehr träge. Als dann aber ein Alligator in den Vorgarten spaziert, um die Wiege mitsamt dem Kind mitzunehmen, wird die Geschichte auf einmal lebendig und kann überraschen.

    Es gibt wirklich wenige Bücher, die nachhallen, Summertime ist so ein Buch.

    Mein Fazit

    Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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    zauberblumevor einem Jahr
    Eine bewegende Geschichte

    "Summertime - Die Farbe des Sturms" ist ein gigantischer Debütroman der Autorin Vanessa Lafaye. Eine Wahnsinnsgeschichte, die und nach Florida entführt.

    Der Inhalt: Wir befinden uns im Jahr 1935. In Heron Key sind die Beziehungen zwischen den Einwohnern, zwischen schwarz und weiß, so verworren wie die Wurzeln der Mangrovenwälder. Nach zwanzig Jahren kehrt Henry, der die Stadt verlassen hat um in Europa zu kämpfen, wieder zurück. Missy, die als Kindermädchen bei den Kincaids arbeitet, hat voller Sehnsucht auf seine Rückkehr gewartet. Doch in dem Veteran, der zurückgekehrt ist, erkennt sie den früheren jungen Mann fast nicht mehr. Er hat sich verändert. Und dann kommt der 4. Juli, an dem in Heron Key am Strand immer eine große Feier stattfindet. Doch in dieser Nacht geschieht ein schreckliches Unglück. Eine weiße Frau wird halbtot am Straßenrand gefunden. Und die Luft in der Stadt beginnt zu vibrieren.  Und dann fällt auch noch das Barometer und der schrecklichste Tornado aller Zeiten zieht auf. Und jetzt kommt vieles ans Tageslicht ......

    Ein Wahnsinnsbuch, ein toller Schreibstil. Mich hat die Geschichte von Anfang an gefesselt. In diesem kleinen Ort herrscht eine komische Stimmung. Das Zusammenleben zwischen schwarz und weiß funktioniert nicht reibungslos. Entsetzt war ich über die Feier am Strand als schwarz und weiß strikt getrennt waren. Aber so war nun mal das Gesetz zu dieser Zeit. Dazu finde ich die Erläuterungen im Anhang des Buches auch total interessant. Missy ist eine äußerst liebenswerte Protagonistin, die sich rührend um den kleinen Nolan kümmert. Und Henry und die Veteranen haben es auch nicht leicht. Sie sind ausgegrenzt und haben keienn Zugang zur Bevölkerung. Und dann dieser Tornado, da bekommt man beim Lesen richtiges Gänsehautfeeling. Ein gewaltige Naturkatastrophe gegen die die Menschen machtlos. Das Schicksal der gesamten Bevölkerung hat mich wirklich sehr berührt, da bleibt beim Lesen kein Auge trocken.

    Ein ganz besonderes Buch, das beim Lesen auch zum Nachdenken anregt. Es hat für berührende und interessante Lesestunden gesorgt. Gerne vergebe ich 5 Sterne. Das Cover hat für mich auch etwas besonderes.

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    Landbienes avatar
    Landbienevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender, authentischer Roman mit einer Liebesgeschichte die nicht den Raum einnimmt.
    Summertime

    Eigene Inhaltsangabe:

    Die Geschichte spielt 1935 in Heron Key. Henry, Missy's große Liebe schon seit Kindertagen, kehrt nach über 20 Jahren endlich zurück. Doch anstatt zu seiner Familie zu ziehen, entscheidet er sich dazu mit seinen ehemaligen Kameraden im Veteranen Lager zu leben und an einem Bauprojekt mitzuwirken. In Heron Key leben Schwarze und Weiße zwar in einem Ort, aber die Rassentrennung ist trotzdem vorhanden. Als Hilda, eine Weiße, in der Nacht einen gemeinsamen Barbecues, brutal zusammen geschlagen wird, steht für alle fest das kann nur ein Schwarzer gewesen sein! Schnell fällt der Verdacht auf Henry und während alle spekulieren, braut sich ein verheerender Hurrikan an...

     

    Schreibstil:

    Der Schreibstil der Autorin Vanessa Lafaye lässt sich gut und flüssig lesen. Sie schreibt bildlich, aber überlädt die Geschichte nicht mit unnötigen Details. Das hat mir gut gefallen. Sie beschreibt die Gegebenheiten und die Lebensbedingungen zu dieser Zeit sehr gut und verknüpft historische Ereignisse. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind nummeriert.

     

    Allgemeine Meinung:

    Zu Anfang gefiel mir die Geschichte nicht ganz so gut, denn der Einstieg fiel nicht leicht. Doch im Laufe des Buches wurde es immer spannender und schlüssiger. Verwirrend waren für mich die vielen Protagonisten im Buch, da man sich wirklich anstrengen musste um die Zusammenhänge und Verhältnisse immer wieder ins Gedächtnis zu bekommen. Weniger ist manchmal mehr. Auch wusste ich lange nicht wer denn nun schwarz und wer weiß ist, was in der Geschichte schon wichtig ist. Sehr gut gefallen haben mir jedoch die Hauptcharaktere. Natürlich waren die einen sympathischer, wie die anderen, aber alle waren authentisch und nicht farblos. Auch die Umgebung und die komplette Situation hat die Autorin bildlich beschrieben, so dass ich mich wirklich in die Geschichte versetzt fühlte. Die Liebesgeschichte von Missy und Henry steht nicht im Vordergrund und wird auch nicht schnulzig dargestellt. Besonders gut hat mir die Verknüpfung zwischen Naturkatastrophe, rückkehrenden Veteranen aus dem Krieg und der Liebe gefallen.

     

    4 von 5 Sternen

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    HibiscusFlowers avatar
    HibiscusFlowervor 2 Jahren
    Historische Fakten gelungen aufgegriffen und damit eine aufwühlende Geschichte erzählt

    Klappentext des Verlages:
    Florida, 1935. In Heron Key sind die Beziehungen zwischen den Einwohnern so verworren wie die Wurzeln der Mangrovenbäume. Fast zwanzig Jahre sind vergangen, seit Henry die Stadt verlassen hat, um in Europa zu kämpfen. Die ganze Zeit hat Missy auf ihn gewartet. Als gutes Dienstmädchen kümmert sie sich um das Baby und das Haus der Familie Kincaid und zählt bis zu seiner Rückkehr die Sterne. Nun ist er zurück, doch in dem Veteranen erkennt sie kaum noch den einst stolzen Mann. Als eine weiße Frau in der Nacht vom 4. Juli halbtot am Strand gefunden wird, gerät Henry in Verdacht. Während die Anspannung in der kleinen Stadt weiter ansteigt, fällt das Barometer – der verheerendste Tornado aller Zeiten zieht auf. Im Auge des Sturms offenbaren sich Tragödien, lüften sich Jahrzehnte alte Geheimnisse – und Missys und Henrys Liebe wird auf die Probe gestellt …

    "Hier endet man, wenn man alles andere bereits ausprobiert hatte. Dies hier war die letzte Zufluchtsstätte. Jeder der Männer, die gemeinsam mit ihm gingen, hatte eine Spur zerschlagener Hoffnungen und zerstörten Lebensträumen hinterlassen..." (S.85)

    Sie haben im Ersten Weltkrieg in Frankreich gekämpft und wurden bei ihrer Rückkehr als Helden gefeiert. Doch sehr schnell muss die Euphorie der Resignation, Hoffnungslosigkeit und Bitterkeit weichen. Sie werden im Stich gelassen und müssen erkennen, dass sich in ihrem eigenen Land nichts geändert hat. Verlorene Jahre folgen, bis die Veteranen für ein von der Regierung ins Leben gerufene Bauprojekt nach Florida verschlagen werden und zusammengeschusterte Baracken zu ihrem neuen Zuhause werden. In der Zwischenzeit ist in Heron Key alles wie gewohnt verlaufen. Schwarze sowie Weiße leben zusammen und sind dennoch voneinander getrennt. Die Bewohner feiern sogar den Unabhängigkeitstag miteinander, wenn auch an streng geteilten Stränden. Aber aus dem Miteinander werden sehr schnell geteilte Fronten, als eine weiße Frau halb zu Tode geprügelt aufgefunden wird und der Täter nur ein Schwarzer gewesen sein kann. Somit sind die Zeiten schon stürmisch, bevor der eigentliche Sturm erst noch auf den kleinen Küstenort treffen wird.

    Der Hurrikan von 1935, die traumatisierten, von der Politik allein gelassenen Veteranen, die Rassentrennung - auch wenn die Charaktere fiktiv sind und der Hurrikan die Keys nicht am 4. Juli sondern am Labor Day heimgesucht hat, ist es der Autorin gelungen, eine Atmosphäre zu schaffen, der man sich nicht entziehen kann.
    Die ihre eigene Geschichte erzählenden Mangroven, die leise hingleitenden Pelikane, der Duft der Pinien, die aufdringlichen Moskitos, die schwüle Luft, die durch Austernschalen knirschenden Wege, ein unterm Sternenhimmel stattfindendes Barbecue am Strand - unweigerlich entsteht hier ein KOPFKINO. Ich habe mich selbst dabei ertappt, wie ich vom Buch aufschauen musste, um mich zu vergewissern, wo ich bin. Abgerundet wird dies durch die sehr gute Ausarbeitung der Figuren, was sich nicht nur auf die im Klappentext Erwähnten bezieht. Anfänglich könnte sich das Gefühl einschleichen, dass es zu viele Personen sind, auf die man trifft, über die man mehr erfährt. Doch es braucht sie alle, um diese Geschichte zu erzählen.

    "In Zeiten wie diesen wünschte sie, ein Sturm würde über Heron Key hinwegziehen und alles vernichten - all die absurden Feindseligkeiten, die beinah hundert Jahre zurückreichten, aber auch die jüngst entstandenen." (S.144)

    Der Sturm, er kommt. Doch was bringt er mit sich, außer einer unermesslichen Zerstörung ?
    Er zeigt ein unverantwortliches, ja fast schon unmenschliches Bild auf, das erkennen lässt, dass sich niemals etwas ändern würde, wenn sich die Menschen nicht ändern.

    "...die Natur kann niemals schlimmer sein als das, was wir in Frankreich erlebt haben." (S.308)
    Dieser Meinung ist einer der Veteranen, der sich so einige andere anschließen. Doch zu diesem Zeitpunkt wissen sie noch nicht, dass der Evakuierungszug, der sie dort herausbringen soll, zu spät angefordert wurde. Die Bewohner von Heron Key müssen dagegen feststellen, wie groß die Kluft zwischen Schwarz und Weiß tatsächlich ist.

    Drei große Themen, die Teil der Geschichte über die Grenzen von Florida hinaus sind.
    Diese historischen Fakten wurden von der Autorin sehr gelungen aufgegriffen, sodass sie einerseits aufmerksam auf das Geschehen macht und zeitgleich eine aufwühlende Geschichte erzählt.
    Sehr empfehlenswert.

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