Vanessa Lafaye Summertime - Die Farbe des Sturms

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Inhaltsangabe zu „Summertime - Die Farbe des Sturms“ von Vanessa Lafaye

Florida, 1935. In Heron Key sind die Beziehungen zwischen den Einwohnern so verworren wie die Wurzeln der Mangrovenbäume. Fast zwanzig Jahre sind vergangen, seit Henry die Stadt verlassen hat, um in Europa zu kämpfen. Die ganze Zeit hat Missy auf ihn gewartet. Als gutes Dienstmädchen kümmert sie sich um das Baby und das Haus der Familie Kincaid und zählt bis zu seiner Rückkehr die Sterne. Nun ist er zurück, doch in dem Veteranen erkennt sie kaum noch den einst stolzen Mann. Als eine weiße Frau in der Nacht vom 4. Juli halbtot am Strand gefunden wird, gerät Henry in Verdacht. Während die Anspannung in der kleinen Stadt weiter ansteigt, fällt das Barometer – der verheerendste Tornado aller Zeiten zieht auf. Im Auge des Sturms offenbaren sich Tragödien, lüften sich Jahrzehnte alte Geheimnisse – und Missys und Henrys Liebe wird auf die Probe gestellt …

Rassenkonflikte und ein Hurrikan in den USA

— jala68

Dieses Buch sollte mit Bedacht und nicht einfach nebenher weg gelesen werden, da es so viel auch zwischen den Zeilen bereit hält.

— LisaLiebeskind

Ein Buch, das mich äußerst aufgewühlt und berührt zurückgelassen hat.

— Hasi94

Fiktive Handlung gemischt mit wahren Begebenheiten rund um den Jahrhundertsturm wurde zu einem ausdrucksstarken Roman zusammengefügt

— tinstamp

Hinter dem farbenfrohen und fröhlichen Cover steckt eine äusserst ernste und dramatische Geschichte, die toll ausgearbeitet wurde!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Erst muss man sich einfinden, aber dann ist es wirklich ein tolles Buch!

— MrsAmy

Wow! Die Geschichte hinterlässt ein Loch in meinem Herzen und so viele Gedanken, die ich erst noch ordnen muss

— annasbuecherkiste

Ein spannender, authentischer Roman mit einer Liebesgeschichte die nicht den Raum einnimmt.

— Landbiene

Dieser Roman hinterlässt eine Schneise der Verwüstung in meinem Leserherzen. Großartig! :-)

— SABO

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  • Rassenkonflikte und ein Hurrikan in den USA

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    jala68

    27. September 2017 um 22:25

    Dieses Jahr hießen sie „Harvey“, „Irma“ und „Maria“. Früher hieß einer einfach nur „Labor-Day-Hurrikan“.Genau dieser bildet sich im August 1935 im Atlantik südöstlich der USA. Er nimmt langsam aber sicher Kurs auf die Florida Keys und trifft dort genau am Labor Day auf Land.In Heron Key ahnt man davon noch nichts, als sich die Bevölkerung am Stand trifft um zu feiern.Einerseits die wohlhabenden Weißen und auf einem abgeteilten Strandteil die farbige Bevölkerung, die zu meist für die Weiße arbeitet. Als dritte Bevölkerung gibt es seit einigen Wochen ein Lager von Kriegsveteranen die eine Brücke bauen sollen. Diese haben untereinander weniger Probleme mit der Rassentrennung. Das macht sie natürlich sehr verdächtig als Urheber diverser Straftaten.Der farbige Henry ist einer der Veteranen. Nach über 20 Jahren hat er jetzt endlich wieder den Weg zurück in seine Heimatstadt gefunden. Aber auch zu Missy, die ihn schon als kleines Mädchen bewundert und auf seine Rückkehr gewartet hat?....Die Geschichte wird in eindrucksvollen Bildern erzählt. Man spürt förmlich die schwüle Hitze. Auch die Gedanken und Gefühle der verschiedenen Protagonisten werden gut erzählt. Aber trotzdem hat mir etwas gefehlt und ich konnte nicht immer alles nachvollziehen. Bis weit über die Mitte zieht sich die Geschichte relativ ereignislos dahin. Erst kurz bevor der Hurrikan eintrifft kommt ein wenig Spannung auf. Doch die Konflikte der einzelnen Bevölkerungsgruppen bleiben leider etwas sehr oberflächlich. Alle Spannung und Verwicklung wird dann für mein Gefühl leider etwas zu leicht aufgelöst. Dass bei so einer Naturkatastrophe die bis dahin bestehenden Probleme und Streitigkeiten in den Hintergrund treten ist klar, aber es war mir alles etwas zu glatt und einfach.Für eine gute Geschichte, die besonders vor dem historischen Hintergrund und der aktuellen Wetterlage schön zu lesen ist vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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  • Nettes Leseerlebnis

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    tootsy3000

    12. September 2017 um 16:24

    So, jetzt hab ich es auch mal endlich gelesen. Das Buch war so ein klassischer “Mir gefällt das Cover, das nehm’ ich”-Kauf. Diese Anwandlungen habe ich von Zeit zu Zeit. Bin ich da die einzige? Wohl kaum! Rezensionen über das Buch gibt es ja schon reichlich. Die meisten schreiben mit viel Begeisterung über die Geschichte. Jetzt gebe ich gerne noch meinen Senf dazu . Grundsätzlich hat mir die Geschichte gut gefallen, doch finde ich, wird man durch den Klappentext doch in die Irre geführt! Es dreht sich zwar auch ein bisschen um die Liebe, aber, und so schreibt es die Autorin auch am Ende, dass sie mit ihrer Geschichte auf die schwierige Situation der WW1-Veteranen aufmerksam machen wollte. Diese Info ganz am Schluss fand ich persönlich total interessant. Sie verweist darin auf eine Internetseite der Florida Keys. Darauf ist alles detailliert beschrieben, sowohl über die Veteranen, als auch über den verheerenden Hurrikan von 1935. Dies ist der zweite Schwerpunkt der Handlung. Der Hurrikan hat in jenem Jahr tatsächlich schlimm gewütet und viele hundert Menschen das Leben gekostet. Natürlich kommt auch die Rassentrennung und all die damit verbundenen Extreme in der Handlung vor, werden aber eher nur angeschnitten. Mein Fazit: Zu lesen ist der Roman wirklich gut, ab und zu war ich in einem regelrechten Sog, besonders als der Hurrikan los brach. Persönlich fand ich es gut, dass es weniger um die Liebe, denn um die Geschehnisse in dem Südstaaten-Städtchen ging. Etwas zu einfach löste die Autorin für meinen Geschmack gewisse Schlüsselstellen (die “Bösen” sterben, die “Guten” kommen fast alle davon). Klar, Leser wünschen sich ein Happy End, doch hier hätte die Autorin durchaus mehr Mut zur Realität beweisen können! Trotzdem hatte ich ein nettes Leseerlebnis.

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  • Fakten und Fiktion perfekt vermischt

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    LisaLiebeskind

    28. August 2017 um 18:23

    Summertime: Die Farbe des Sturms von Vanessa Lafaye war für mich nach langer Zeit mal wieder ein Roman, der auf geschichtlichen Ereignissen im Rahmen des Krieges und weiterer Katasrophen basiert. Normalerweise bin ich kein Fan solcher Geschichten, doch irgendwie hat mich der Klappentext angesprochen und ich wollte gerne mal wieder ein solches Buch lesen.Im Großen und Ganzen hat es mir auch wirklich gut gefallen, obwohl ich etwas gebraucht habe bis ich in der Geschichte drin war, denn meiner Meinung nach hat sich der Anfang extrem in die Länge gezogen, doch ihr Sprachstil ist toll und ausdrucksstark.Besonders gut gefallen hat mir die sehr realistische Verflechtung von Fakten und Fiktion, denn Vanessa Lafaye erschafft eine spannende und berührende Geschichte, die durchaus genau so tatsächlich hätte passieren können. Die Charaktere, die sie dabei in die Geschichte einbaut, sind ebenfalls sehr authentisch und vor allem verschieden. Allerdings hatte ich anfänglich ein paar Schwierigkeiten mir all die Namen zu merken, da es doch eine recht große Zahl ist. Evtl. hätte man die Vorstellung der einzelnen Vorgeschichten etwas verkürzen und dafür eher mit der eigentlichen Handlung beginnen können, sodass man diese Langatmigkeit umgangen und etwas mehr Spannung geboten bekommen hätte. Das Cover finde ich wirklich großartig, im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass es in meinen Augen eine zu starke Fröhlichkeit ausdrückt, die mehr zu einem sommerlichen Liebesroman gepasst hätte, als zu einer Katastrophengeschichte. Aber vielleicht ist es genau dieser extreme Kontrast, der das innere der Geschichte so gut wiederspiegelt.Dieses Buch sollte mit Bedacht und nicht einfach nebenher weg gelesen werden, da es so viel auch zwischen den Zeilen bereit hält. Die Botschaft ist im Grunde simpel und so wie Mufasa mir schon in meiner Kindheit beibrachte: Wir sind eins!www.lisa-reads.blogspot.de

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  • Im Auge des Hurrikans

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    tinstamp

    25. July 2017 um 18:36

    Obwohl Stürme auch hier bei uns in Europa immer mehr zunehmen, können wir uns das Ausmaß eines Wirbelsturmes (Gott sei Dank!) kaum vorstellen. In "Summertime. Die Farbe des Sturms" von Vanessa Lafaye wird dies auf erschreckende Weise sehr bildhaft und authentisch beschrieben.Vanessa Lafaye erzählt von einem der schlimmsten Hurrikane der USA, der die Küste in Florida heimgesucht hat und verknüpft die wahre Begebenheit mit einer fiktiven Handlung. Außerdem widmet sich die Autorin auch der Geschichte der Veteranen des WWI , die zu dieser Zeit an die Florida Keys geschickt wurden, um eine Brücke zu bauen, anstatt den Bonus zu erhalten, der ihnen nach dem Krieg versprochen wurde. Hier hat mich vorallem sehr geschockt, dass die Kriegsheimkehrer nur kurz öffentlich als Helden gefeiert wurden, um danach still und heimlich fallen gelassen zu werden. Sie bekamen weder ihr Geld, noch wurde ihnen geholfen wieder ins normale Leben zurückzukehren. Im Gegenteil: Sie wurden als Außenseiter von der Gesellschaft gemieden und als Lohn für ihren Einsatz für ihr Vaterland wie Schwerverbrecher behandelt. Was sich die amerikanische Regierung hier geleistet hat ist mehr als beschämend!Der Roman beginnt sehr ruhig und nimmt nur langsam Fahrt auf. Man lernt einen Teil der Menschen der kleinen Stadt Heron Key kennen. Nach und nach werden die Einwohner und die dazugehörigen Lebensgeschichten vorgestellt, wobei es dauert, bis man jeden Einzelnen genau zuordnen kann. Im Mittelpunkt stehen aber meiner Meinung nach Missy und Henry, zwei Farbige, die seit Jahrzehnten befreundet sind. Als Henry in den Krieg ziehen muss, wartet Missy, selbst noch ein Kind, auf ihn. Als er endlich zurückkehrt, hat Missy das heiratsfähige Alter überschritten und Henry ist kaum mehr der Mensch, der er einmal war. Die versprochenen Bonuszahlungen der Regierung werden nach dem Börsenkrach nicht ausbezahlt und eine Demonstration vor dem Weißen Haus brutal gestoppt. So wird Henry gemeinsam mit anderen Kriegsveteranen unter menschenunwürdigen Bedingungen in ein Lager gesteckt, wo er beim Brückenbau helfen soll.Es ist die Zeit der Lynchjustiz. Schwarz und weiß müssen strikt getrennt sein....selbst bei den Feiern am Strand zum Nationalfeiertag sind die Strandabschnitte extra abgesperrt. Was sich hinter den Fassaden der gutbürgerlichen Weißen abspielt, wird gut verborgen. Der Eine vergnügt sich mit den Damen des Country-Clubs, während der angesehene Deputy seine Ehefrau verprügelt. Die Heimkehrer passen so gar nicht in die "heile Welt" der Kleinstadt. Als ein Verbrechen passiert ist automatisch ein Schwarzer der Sündenbock, aber noch besser passt ein schwarzer Veterane ins Bild. Während sich die Stimmung in Heron Kay aufheizt, fällt das Barometer. Als der Hurrikan Heron Key trifft, zeigt sich schnell das Ausmaß.....nicht nur in der Natur und der Stadt, sondern auch menschliche Abgründe tun sich auf und zeigen wozu Menschen fähig sind, wenn sie ihr eigenes Leben retten wollen. Andere wiederum wachsen über sich selbst hinaus...Das Südtstaatendrama wird über einen Zeitraum von zwei Monaten erzählt und zeigt auf deutliche Weise, wie die Rassendiskriminierung auch noch im 20. Jahrhundert stattfindet. Man braucht auch nur aktuelle Zeitungsartikel anzusehen, dann weiß man, dass sich auch im 21. Jahrhundert nicht wirklich viel geändert hat, auch wenn die USA bereits einen farbigen Präsidenten aufweisen kann.Schreibstil:Der Debutroman von Vanessa Lafaye ist sehr atmosphärisch und dicht. Die wahren Begebenheiten wurden mit einer fiktiven Geschichte verwebt und die besondere Stimmung hat die Autorin wunderbar aufgefangen.Der Schreibstil ist ausdrucksstark und bildhaft. Die Alltagsstimmung und das Leben in Heron Key wird sehr bildhaft erzählt. Ich konnte die Hitze und die aufgeheizte Stimmung spüren. Trotzdem kommt erst im letzten Drittel so richtig Spannung auf, wenn der Hurrikan die Florida Keys trifft.Fazit:Ein Roman, der definitv nachklingt. Erinnert von der Thematik her ein bisschen an "Gute Geister", kommt aber nicht an diesem Roman heran. Trotzdem eine sehr atmosphärische Geschichte, die wieder einen kleinen Teil der amerikanischen Politik und die Rassendiskriminerung widerspiegelt. Die fiktive Handlung gemischt mit den wahren Begebenheiten rund um den Jahrhundertsturm hat die Autorin geschickt zu einem interessanten und ausdrucksstarken Roman zusammengefügt.

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  • Stürmisch, innen wie aussen

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. June 2017 um 12:52

    »Das war ich. Ich habe dich herbei gerufen Agaou [den Sturm]. Einen Neuanfang für Heron Key, das war es, was ich wollte. Aber wie immer hatten Wünsche ihren Preis. Und wie es aussah, war er diesmal besonders hoch.« (S.327)Erster SatzDie schwüle Luft fühlte sich wie Wasser in der Lunge an; man kam sich vor, als ertrinke man.VerlagstextEin Sturm zieht auf, der alle Geheimnisse ans Tageslicht bringen wird…Florida, 1935. In Heron Key sind die Beziehungen zwischen den Einwohnern so verworren wie die Wurzeln der Mangrovenbäume. Fast zwanzig Jahre sind vergangen, seit Henry die Stadt verlassen hat, um in Europa zu kämpfen. Die ganze Zeit hat Missy auf ihn gewartet. Als gutes Dienstmädchen kümmert sie sich um das Baby und das Haus der Familie Kincaid und zählt bis zu seiner Rückkehr die Sterne. Nun ist er zurück, doch in dem Veteranen erkennt sie kaum noch den einst stolzen Mann. Als eine weiße Frau in der Nacht vom 4. Juli halbtot am Strand gefunden wird, gerät Henry in Verdacht. Während die Anspannung in der kleinen Stadt weiter ansteigt, fällt das Barometer – der verheerendste Tornado aller Zeiten zieht auf. Im Auge des Sturms offenbaren sich Tragödien, lüften sich Jahrzehnte alte Geheimnisse – und Missys und Henrys Liebe wird auf die Probe gestellt. (Quelle: Randomhouse)Meine MeinungWie sehr man sich doch in einem Buch täuschen kann. Das fröhliche und Farbenfrohe Cover lassen auf eine ebenso fröhliche und leichte Geschichte schliessen, doch weit gefehlt. Vanessa Lafaye’s Roman ist vielmehr eine genau Studie der damaligen Zeit, der Rassenkonflikte und Lynchjustiz und taucht ab in die dunkelsten Winkel der menschlichen Psyche.Florida, Mitte der 30er Jahre. Der erste Weltkrieg ist vorbei, aber nach wie vor liegen viele Dinge im Argen. So herrscht eine strikte Rassentrennung, mit getrennten Bereichen für die Schwarzen und Weissen am Strand, im Lebensmittelgeschäft und gar für die Lage ihrer Wohnhäuser. Einhergehend mit diesen Rassentrennungsgesetzen greift eine allgemeine Unzufriedenheit um sich, die bis hin zur Selbstjustiz reicht. So sind auch die Beziehungen der weissen und farbigen Bevölkerung von Heron Key so fragile und verworren, dass nur ein Tropfen nötig ist, um das Fass zum überlaufen zu bringen.In dieses aufgeheizte und spannungsgeladene Klima kehren Kriegsveteranen aus dem 1. Weltkrieg zurück. Gebrochene und desillusionierte Männer, die in einem Lager untergebracht werden, trinken, fluchen und sich nicht gerade angemessen benehmen.Doch nicht nur die Veteranen sorgen für Unruhen, sondern jeder der Einwohner von Heron Key hat ein grösseres oder kleineres Geheimnis zu verbergen. Wer ist der Vater des „milchkaffeefarbenen“ Baby’s der Campbells, eines hellhäutigen Ehepaars? Oder wo vertreibt sich Mr. Kincaid die Zeit, wenn er seiner unglücklichen Ehe entfliehen will? Und nicht zuletzt, wer liess Hilda Kincaid brutal zusammengeschlagen und schwer verletzt im Strassengraben zurück?Und über all dem braut sich ein gewaltiger Sturm zusammen…»Sie sind aber nicht wie du und ich«, zischte Ronald ihn an. »Absolut nicht. Und wenn du nicht tust, was getan werden muss« – er setzte sich wieder hin und kreuzte die Arme vor der Brust -, »dann werden die Bürger dieser Stadt diese Aufgabe übernehmen.«Dwayne gefiel das fiebrige Flackern in seinen Augen ganz und gar nicht. Er hatte es allzu oft im Schein von brennenden Kreuzen gesehen. (S. 162)Diese Geschichte hat mich wirklich überrascht. Summertime ist kein Buch, dass sich eben mal so schnell weg liest und sommerlich leichte Lektüre ist. Die Autorin vermag es viel mehr die schwelenden Konflikte und Unzufriedenheiten der Bewohner deutlich zu machen. Was manchen vielleicht als langatmig und wenig interessant vorkommen mag, empfand ich als äusserst spannend. Der Roman bekommt so eine Tiefe und Vielschichtigkeit, die ich mag. So werden Kriegstraumata ebenso thematisiert, wie Armut, Rassentrennung, Gewalt in der Ehe und jedwegliche Beziehungskisten. Selbst Voodoo Zauber finden ihren Platz.Meine vollständige Rezension gibt es auf meinem Blog Livricieux zu lesen.

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  • Summertime

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    Melody80

    27. May 2017 um 21:25

    Summertime schildert das Auftreffen eines der verheerendsten Hurrikane an der kalifornischen Westküste und das Schicksal vergessener Veteranen, die tapfer für ihr eigenes Land gekämpft haben und nun abgeschoben in verwahrlosten Baracken wohnen.Das Buch orientiert sich lose an der Historie, lässt die Vergangenheit der Kriegsveteranen noch einmal aufflammen, bevor sie in Vergessenheit geraten könnte.Die Geschichte im Buch darf natürlich auch nicht vernachlässigt werden. Es geht um Missy, einer jungen Frau, die aufgrund ihrer Hautfarbe in Heron Key als Dienstmädchen für alles angestellt ist, hauptsächlich als Babysitterin für den kleinen Nathan. Die Beginn begann langsam, die ersten Seiten lasen sich sehr träge. Als dann aber ein Alligator in den Vorgarten spaziert, um die Wiege mitsamt dem Kind mitzunehmen, wird die Geschichte auf einmal lebendig und kann überraschen.Es gibt wirklich wenige Bücher, die nachhallen, Summertime ist so ein Buch.Mein FazitVon mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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  • Eine bewegende Geschichte

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    zauberblume

    24. April 2017 um 06:15

    "Summertime - Die Farbe des Sturms" ist ein gigantischer Debütroman der Autorin Vanessa Lafaye. Eine Wahnsinnsgeschichte, die und nach Florida entführt.Der Inhalt: Wir befinden uns im Jahr 1935. In Heron Key sind die Beziehungen zwischen den Einwohnern, zwischen schwarz und weiß, so verworren wie die Wurzeln der Mangrovenwälder. Nach zwanzig Jahren kehrt Henry, der die Stadt verlassen hat um in Europa zu kämpfen, wieder zurück. Missy, die als Kindermädchen bei den Kincaids arbeitet, hat voller Sehnsucht auf seine Rückkehr gewartet. Doch in dem Veteran, der zurückgekehrt ist, erkennt sie den früheren jungen Mann fast nicht mehr. Er hat sich verändert. Und dann kommt der 4. Juli, an dem in Heron Key am Strand immer eine große Feier stattfindet. Doch in dieser Nacht geschieht ein schreckliches Unglück. Eine weiße Frau wird halbtot am Straßenrand gefunden. Und die Luft in der Stadt beginnt zu vibrieren.  Und dann fällt auch noch das Barometer und der schrecklichste Tornado aller Zeiten zieht auf. Und jetzt kommt vieles ans Tageslicht ......Ein Wahnsinnsbuch, ein toller Schreibstil. Mich hat die Geschichte von Anfang an gefesselt. In diesem kleinen Ort herrscht eine komische Stimmung. Das Zusammenleben zwischen schwarz und weiß funktioniert nicht reibungslos. Entsetzt war ich über die Feier am Strand als schwarz und weiß strikt getrennt waren. Aber so war nun mal das Gesetz zu dieser Zeit. Dazu finde ich die Erläuterungen im Anhang des Buches auch total interessant. Missy ist eine äußerst liebenswerte Protagonistin, die sich rührend um den kleinen Nolan kümmert. Und Henry und die Veteranen haben es auch nicht leicht. Sie sind ausgegrenzt und haben keienn Zugang zur Bevölkerung. Und dann dieser Tornado, da bekommt man beim Lesen richtiges Gänsehautfeeling. Ein gewaltige Naturkatastrophe gegen die die Menschen machtlos. Das Schicksal der gesamten Bevölkerung hat mich wirklich sehr berührt, da bleibt beim Lesen kein Auge trocken.Ein ganz besonderes Buch, das beim Lesen auch zum Nachdenken anregt. Es hat für berührende und interessante Lesestunden gesorgt. Gerne vergebe ich 5 Sterne. Das Cover hat für mich auch etwas besonderes.

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  • Summertime

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    Landbiene

    13. April 2017 um 11:17

    Eigene Inhaltsangabe: Die Geschichte spielt 1935 in Heron Key. Henry, Missy's große Liebe schon seit Kindertagen, kehrt nach über 20 Jahren endlich zurück. Doch anstatt zu seiner Familie zu ziehen, entscheidet er sich dazu mit seinen ehemaligen Kameraden im Veteranen Lager zu leben und an einem Bauprojekt mitzuwirken. In Heron Key leben Schwarze und Weiße zwar in einem Ort, aber die Rassentrennung ist trotzdem vorhanden. Als Hilda, eine Weiße, in der Nacht einen gemeinsamen Barbecues, brutal zusammen geschlagen wird, steht für alle fest das kann nur ein Schwarzer gewesen sein! Schnell fällt der Verdacht auf Henry und während alle spekulieren, braut sich ein verheerender Hurrikan an...   Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin Vanessa Lafaye lässt sich gut und flüssig lesen. Sie schreibt bildlich, aber überlädt die Geschichte nicht mit unnötigen Details. Das hat mir gut gefallen. Sie beschreibt die Gegebenheiten und die Lebensbedingungen zu dieser Zeit sehr gut und verknüpft historische Ereignisse. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind nummeriert.   Allgemeine Meinung: Zu Anfang gefiel mir die Geschichte nicht ganz so gut, denn der Einstieg fiel nicht leicht. Doch im Laufe des Buches wurde es immer spannender und schlüssiger. Verwirrend waren für mich die vielen Protagonisten im Buch, da man sich wirklich anstrengen musste um die Zusammenhänge und Verhältnisse immer wieder ins Gedächtnis zu bekommen. Weniger ist manchmal mehr. Auch wusste ich lange nicht wer denn nun schwarz und wer weiß ist, was in der Geschichte schon wichtig ist. Sehr gut gefallen haben mir jedoch die Hauptcharaktere. Natürlich waren die einen sympathischer, wie die anderen, aber alle waren authentisch und nicht farblos. Auch die Umgebung und die komplette Situation hat die Autorin bildlich beschrieben, so dass ich mich wirklich in die Geschichte versetzt fühlte. Die Liebesgeschichte von Missy und Henry steht nicht im Vordergrund und wird auch nicht schnulzig dargestellt. Besonders gut hat mir die Verknüpfung zwischen Naturkatastrophe, rückkehrenden Veteranen aus dem Krieg und der Liebe gefallen.   4 von 5 Sternen

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  • Historische Fakten gelungen aufgegriffen und damit eine aufwühlende Geschichte erzählt

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    HibiscusFlower

    05. April 2017 um 10:26

    Klappentext des Verlages:Florida, 1935. In Heron Key sind die Beziehungen zwischen den Einwohnern so verworren wie die Wurzeln der Mangrovenbäume. Fast zwanzig Jahre sind vergangen, seit Henry die Stadt verlassen hat, um in Europa zu kämpfen. Die ganze Zeit hat Missy auf ihn gewartet. Als gutes Dienstmädchen kümmert sie sich um das Baby und das Haus der Familie Kincaid und zählt bis zu seiner Rückkehr die Sterne. Nun ist er zurück, doch in dem Veteranen erkennt sie kaum noch den einst stolzen Mann. Als eine weiße Frau in der Nacht vom 4. Juli halbtot am Strand gefunden wird, gerät Henry in Verdacht. Während die Anspannung in der kleinen Stadt weiter ansteigt, fällt das Barometer – der verheerendste Tornado aller Zeiten zieht auf. Im Auge des Sturms offenbaren sich Tragödien, lüften sich Jahrzehnte alte Geheimnisse – und Missys und Henrys Liebe wird auf die Probe gestellt …"Hier endet man, wenn man alles andere bereits ausprobiert hatte. Dies hier war die letzte Zufluchtsstätte. Jeder der Männer, die gemeinsam mit ihm gingen, hatte eine Spur zerschlagener Hoffnungen und zerstörten Lebensträumen hinterlassen..." (S.85)Sie haben im Ersten Weltkrieg in Frankreich gekämpft und wurden bei ihrer Rückkehr als Helden gefeiert. Doch sehr schnell muss die Euphorie der Resignation, Hoffnungslosigkeit und Bitterkeit weichen. Sie werden im Stich gelassen und müssen erkennen, dass sich in ihrem eigenen Land nichts geändert hat. Verlorene Jahre folgen, bis die Veteranen für ein von der Regierung ins Leben gerufene Bauprojekt nach Florida verschlagen werden und zusammengeschusterte Baracken zu ihrem neuen Zuhause werden. In der Zwischenzeit ist in Heron Key alles wie gewohnt verlaufen. Schwarze sowie Weiße leben zusammen und sind dennoch voneinander getrennt. Die Bewohner feiern sogar den Unabhängigkeitstag miteinander, wenn auch an streng geteilten Stränden. Aber aus dem Miteinander werden sehr schnell geteilte Fronten, als eine weiße Frau halb zu Tode geprügelt aufgefunden wird und der Täter nur ein Schwarzer gewesen sein kann. Somit sind die Zeiten schon stürmisch, bevor der eigentliche Sturm erst noch auf den kleinen Küstenort treffen wird.Der Hurrikan von 1935, die traumatisierten, von der Politik allein gelassenen Veteranen, die Rassentrennung - auch wenn die Charaktere fiktiv sind und der Hurrikan die Keys nicht am 4. Juli sondern am Labor Day heimgesucht hat, ist es der Autorin gelungen, eine Atmosphäre zu schaffen, der man sich nicht entziehen kann.Die ihre eigene Geschichte erzählenden Mangroven, die leise hingleitenden Pelikane, der Duft der Pinien, die aufdringlichen Moskitos, die schwüle Luft, die durch Austernschalen knirschenden Wege, ein unterm Sternenhimmel stattfindendes Barbecue am Strand - unweigerlich entsteht hier ein KOPFKINO. Ich habe mich selbst dabei ertappt, wie ich vom Buch aufschauen musste, um mich zu vergewissern, wo ich bin. Abgerundet wird dies durch die sehr gute Ausarbeitung der Figuren, was sich nicht nur auf die im Klappentext Erwähnten bezieht. Anfänglich könnte sich das Gefühl einschleichen, dass es zu viele Personen sind, auf die man trifft, über die man mehr erfährt. Doch es braucht sie alle, um diese Geschichte zu erzählen."In Zeiten wie diesen wünschte sie, ein Sturm würde über Heron Key hinwegziehen und alles vernichten - all die absurden Feindseligkeiten, die beinah hundert Jahre zurückreichten, aber auch die jüngst entstandenen." (S.144)Der Sturm, er kommt. Doch was bringt er mit sich, außer einer unermesslichen Zerstörung ?Er zeigt ein unverantwortliches, ja fast schon unmenschliches Bild auf, das erkennen lässt, dass sich niemals etwas ändern würde, wenn sich die Menschen nicht ändern."...die Natur kann niemals schlimmer sein als das, was wir in Frankreich erlebt haben." (S.308)Dieser Meinung ist einer der Veteranen, der sich so einige andere anschließen. Doch zu diesem Zeitpunkt wissen sie noch nicht, dass der Evakuierungszug, der sie dort herausbringen soll, zu spät angefordert wurde. Die Bewohner von Heron Key müssen dagegen feststellen, wie groß die Kluft zwischen Schwarz und Weiß tatsächlich ist.Drei große Themen, die Teil der Geschichte über die Grenzen von Florida hinaus sind.Diese historischen Fakten wurden von der Autorin sehr gelungen aufgegriffen, sodass sie einerseits aufmerksam auf das Geschehen macht und zeitgleich eine aufwühlende Geschichte erzählt.Sehr empfehlenswert.

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  • Sturmzeit

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    SABO

    03. April 2017 um 00:20

    Vanessa Lafaye - Summertime - Die Farbe des Sturms - Limes-VerlagHeron Key, Florida, 1935"Fast zwanzig Jahre sind vergangen, seit Henry in Europa gekämpft hat. Das Dienstmädchen Missy hat auf ihn gewartet, sie erkennt den einst so stolzen Mann in dem abgerissenen Veteranen kaum wieder. Als eine weiße Frau in der Nacht vom 4. Juli halbtot am Strand gefunden wird, gerät Henry in Verdacht. Während die Anspannung in der kleinen Stadt weiter ansteigt, fällt das Barometer – der verheerendste Tornado aller Zeiten zieht auf. Im Auge des Sturms offenbaren sich Tragödien. Missys und Henrys Liebe wird auf die Probe gestellt." Es ist der 1. Juli, 1935. Der einzige Tag, an dem Schwarze und Weisse ein gemeinsames Barbecue abhalten, gemeinsam an zwei verschiedenen Strandabschnitten. Der "Steaklieferant" ist ein riesiger Aligator, der sich zu dem Haus der Kincaids schlich und ein Weidenkörbchen stahl, samt Baby. Wäre Mama Selma nicht so schnell mit der Flinte gewesen, hätte dies den sicheren Tod für den kleinen Nathan bedeutet. Darüber wird geschwiegen, es könnte Missy den Job und noch mehr kosten. Es ist die Zeit der Lynchmobs und Selbstjustiz.Kriegsheimkehrern wurde der von der Regierung versprochene Bonus verweigert, um ihrern Lebensunterhalt zu verdienen, nehmen sie an einem Arbeitsprogramm teil.Die Veteranen sind verbittert und müssen in einer verlotterten Baracke wohnen.Mehr oder minder ist jeder ehemalige Soldat durch die widrigen Umstände zu einem sozialen Desaster geworden, nicht selten arten ihre aufgestauten Aggressionen zu der normalen Bevölkerung aus. Als eine ehemalige Schönheitskönigin brutal überfallen wird, sucht man zuerst nach den Schuldigen im Vetreranencamp.Der Deputy könnte vielleicht ein anständiger Kerl sein, doch hat er mit allen Schwarzen eine Rechnung offen - seine Frau gebar ein dunkelhäutiges Kind.Als wäre durch all die dunklen Geheimnisse das Unglück erst in Gang gesetzt worden, geben die Wetterstationen immer wieder Sturmwarnungen heraus.Die Tage sind ungewohnt schwül und das Barometer fällt ins Bodenlose.Von den Bahamas braut sich ein Hurrikan zusammen. Für die Florida-Keys wäre das eine unglaubliche Katastrophe, doch das ungeschützte Veteranen-Camp wäre verloren. Von einer Evakuierung wird abgesehen.Dieser Roman hat ein Zeitfenster von 2 Monaten, vom 1. Juli bis zum Labor Day am 2. September. Die Geschichte beschreibt einen Sturm, katastrophalen Ausmaßes - nicht nur aus meteorologischer Hinsicht. Die Tage zwischen den beiden größten Feiertagen der U.S.A. decken viele alte Geheimnisse auf. Jeder hat eines und keiner ist stolz darauf und manche bereuen nichts..Trivia:Der "Labor Day Hurricane"  von 1935 war ein sehr kompakter und intensiver Hurrikan, der auf der Inselkette der Florida Keys katastrophale Schäden verursachte. Er war einer von nur drei Hurrikans, welche die USA mit Kategorie-5-Intensität im 20. Jahrhundert trafen. Außerdem war er einer von nur vier Stürmen mit einem zentralen Druck unter 900 hPa und der einzige mit einem derart niedrigen Druck, der die USA direkt traf. Das Auge des Hurrikan Allen verfehlte die USA nur knapp. Wegen seiner Wucht wird dieser Sturm auch als „Sturm des Jahrhunderts“ bezeichnet.Quelle: WikipediaVanessa Lafaye wurde in Talahassee geboren und wuchs in Tampa, Florida, auf, wo kaum ein Jahr ohne Wirbelstürme vergeht.Ein historisch unterfütterter Roman, spannend, rasant, flüssige schöne Sprache, unterhaltsam und voller tragischer Romantik. Eine Südstaaten-Tragödie. Schwül, wie eine Mangrovennacht und temporeich, wie der Sturm, der eine Schneise der Verwüstung über den Florida-Keys hinterlässt.Kaum zu glauben, dass dieses Buch ein Debut ist. Große Klasse!

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  • Ein Sturm ändert alles

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    buecherwurm1310

    26. March 2017 um 19:41

    Heron Key – Florida im Jahr 1935: Missy ist Dienstmädchen bei den Kincaids und kümmert sich um das Baby Nathan. Sie wartet aber auch auf Henry, der vor fast zwanzig Jahren in den Krieg nach Europa zog. Seither wartet Missy auf ihn und zählt die Sterne. Dann taucht Henry wieder auf. Aber von dem stolzen jungen Mann ist wenig geblieben. Er bleibt lieber bei den anderen Veteranen, denn er will weder seiner Schwester Selma noch seinen Freunden von einst zur Last fallen mit dem, was die Kriegserlebnisse bei ihm hinterlassen haben. Als sie aus dem Krieg zurückgekehrt waren, hatte man ihnen zugejubelt, doch dann hat die Regierung die Auszahlung des versprochenen Bonus bis 1945 verschoben und die Veteranen hatten sich aus Protest vor dem weißen Haus niedergelassen. Sie wurden von ihren eigenen Leuten niedergepflügt. Es ist nicht einfach während der Weltwirtschaftskrise einen Job zu finden. Ein Bauprojekt der Regierung in Florida schien der letzte Ausweg zu sein, um nicht verhungern zu müssen. In Heron Key wird anlässlich des 4. Juli jedes Jahr ein Barbecue veranstaltet. Während des Festes wird Hilda Kincaid gefunden, die halbtot geprügelt wurde. Henry gerät in Verdacht. Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich in die Geschichte hineingefunden habe, denn es gibt eine Menge Personen, die ich miteinander in Verbindung bringen musste. Alle sind sehr gut und individuell ausgearbeitet. Neben Missy und Henry mochte ich besonders Missys Mutter, von allen nur Mama genannt, und Doc Williams. Die Sklaverei ist vorbei, aber die Rassentrennung ist immer noch da. Einer weißen Frau ist etwas passiert und so glaubt man, dass es nur ein Schwarzer gewesen sein kann. Es brodelt in dem kleinen Ort und die Gefahr, dass man Henry lyncht, wenn man ihn in die Finger bekommt, ist groß. Dazu fällt das Barometer an Jensons Laden ständig und er hat ein ungutes Gefühl, denn niemand weiß, wo der über dem Meer aufziehende Hurrikan auf die Küste trifft. Die Bewohner haben mit Unwettern ihre Erfahrung und sind vorbereitet, doch mit einer Naturkatastrophe diesen Ausmaßes sind auch sie überfordert. Die außergewöhnliche Situation Sorgt dafür, dass einige Menschen über sich hinauswachsen und dass die Unmenschlichkeit anderer noch größer wird. Es ist ein überzeugender und sehr packender Roman, der auf historischen Ereignissen aufbaut. Die ganz besondere Atmosphäre auf den Keys ist wunderbar eingefangen. Dieses bewegende Buch ist für mich ein absolutes Highlight!  

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  • Kraftvoll und bewegend

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    dubh

    19. March 2017 um 22:10

    "Summertime - Die Farbe des Sturms" ist des Debütroman von Vanessa Lafaye, die aus Tallahassee, Florida stammt. Ihre Geschichte erzählt nicht nur von einer Liebe zu Zeiten großen gesellschaftlichen Aufruhrs, sondern auch sehr bildhaft von einer Naturkatastrophe immensen Ausmaßes.Florida, 1935. Missy hat sich als Dienstmädchen um den Haushalt der Kincaids gekümmert und gleichzeitig gewartet - 18 Jahre lang. Damals ist Henry in den Krieg nach Europa gezogen und seitdem zählte Missy Sterne. Als er nun zurückkehrt, erkennt sie ihn kaum wieder - aus dem einst stolzen Henry wurde in fast 20 Jahren ein verzweifelter, verarmter Veteran.Als während der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag der Vereinigten Staaten eine fast zu Tode geschlagene Frau gefunden wird, fällt der Verdacht auf Henry. Während die Spannungen in der Bevölkerung steigen, beginnt das Barometer zu sinken und ein gewaltiger Hurrikan zieht über Florida auf…Lafayes Roman basiert auf mehrere historischen Ereignissen: einem Hurrikan, der tatsächlich am Labor Day 1935 auf die Florida Keys traf, dem Lynchmord an einem Afroamerikaner namens Claude Neal und der Tatsache, dass sich zu dieser Zeit zahlreiche traumatisierte und frustrierte Veteranen in Florida angesiedelt haben. Mit den Neuankömmlingen und Heimkehrern mussten die Conchs, wie man die Einwohner der Keys nennt, erst einmal zurecht kommen. Aber auch umgekehrt: die soeben noch gefeierten siegreichen Helden konnten die fortgeschrittenen Folgen der Depression und die hohe Arbeitslosigkeit zuhause kaum begreifen. Am wenigsten die Afroamerikaner, die plötzlich wieder mit rassistischen Gesetzen konfrontiert werden und feststellen müssen, dass ihr Leben daheim nicht annähernd so viel wert ist, wie das ihrer weißen Kameraden - obwohl sie es zuvor gleichermaßen riskiert haben. Die extreme Feindeligkeit verschärft die eh schon harten Lebensbedingungen.In meinen Augen hat Vanessa Lafaye mit dem Einfließen der historischen Fakten und der gesellschaftlichen Situation in den 30er Jahren in Florida, dem Zentrum der Lynchjustiz, eine Meisterleistung vollbracht. Für mich waren die damaligen Alltagsumstände gut nachvollziehbar, ebenso wie die sonstigen Lebensbedingungen. Alleine die Hitze vor dem Hurrikan und die raschen Veränderungen der Natur waren beinahe greifbar… Dabei kommen trotz all des Ernstes auch die Besonderheiten der Florida Keys zum Tragen.Meine einziger, wenn auch kleiner Kritikpunkt gilt der relativ großen Anzahl an Figuren, die die Autorin einstreut. Stellenweise musste ich mich ziemlich konzentrieren, um mir zu vergegenwärtigen, in welchem Verhältnis sie zueinander stehen und dass eben dieser Zusammenhang durchaus bedeutsam sein kann.Dieser Roman ist meines Erachtens ein Volltreffer - aufgrund der Atmosphäre, aber vor allem aufgrund des historischen Hintergrunds, durch den ich einiges lernen konnte, und wegen der glaubhaften Charaktere, die das Buch auch zu einem Lehrstück über menschliche Abgründe und Vorurteile machen konnte.Fazit: Ein kraftvoller, bewegender Roman, der die bittere Geschichte der Segregation einfängt und bei dem ich den Eindruck hatte, mitten im Auge des Sturms zu sein.

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  • Eine unglaubliche Geschichte

    Summertime - Die Farbe des Sturms

    carosaquabblog

    18. March 2017 um 16:27

    Meine Meinung: Summertime - Die Farbe des Sturms ist ein sehr interessantes Buch. Es hat einen wahnsinnigen Spannungsbogen. Zu Anfang wusste ich nicht so genau, was ich von der Geschichte halten soll, doch mit der Zeit ist sie immer besser geworden und in den letzten hundert Seiten konnte ich sie gar nicht mehr weglegen. Das Buch lässt sich generell sehr schnell lesen. Das Cover ist, finde ich, ein wirklicher Blickfang. Es ist sehr schön und auch der Titel des Buches gefällt mir gut. Inhaltlich konnte mich das Buch definitiv überzeugen. Während die Stadt von allen möglichen Problemen heimgesucht wird, seien es der Rassenkonflikt zwischen den Schwarzen und den Weißen oder private Geschichten, rückt der schreckliche Sturm immer näher. Das Erschreckendste war für mich auf jeden Fall, dass das Buch teilweise auf wirklichen Geschehnissen basiert. Zum Beispiel die grausamen Lebensverhältnisse von den Veteranen oder besagter Sturm. Das Menschen wirklich so etwas durchmachen mussten, ist schockierend. Die Autorin hat es geschafft, eine sehr realistische Geschichte zu schreiben, die stark zum Nachdenken anregt. Ich habe in dem Buch auch viele Stellen gefunden, bei denen ich einfach nur Gänsehaut hatte. Es geht nicht nur um Missy und Henry, sondern um viele Einwohner der Stadt. Es werden Zusammenhänge aufgebaut, die man gar nicht verstanden hätte, wenn es nur um die beiden gegangen wäre. Diese Vielschichtigkeit macht das Buch noch spannender. Es gibt einige unvorhergesehene Wendungen in der Geschichte, was ebenfalls dazu beiträgt, dass sie nicht langweilig wird. Und auch der Höhepunkt ist extrem fesselnd ausgeführt. Ich bin wirklich begeistert von dem Buch. Fazit: Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen. Es kann seit dem 13.03. gekauft werden, also überlegt es euch doch mal! Das ist es auf jeden Fall wert. Ich gebe fünf von fünf Sternen. Vielen Dank an den Limes Verlag/ die Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar!

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