Dornröschen hatte es leichter

von Vanessa Mansini 
4,6 Sterne bei23 Bewertungen
Dornröschen hatte es leichter
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Positiv (20):
romanasylvias avatar

tolles buch für zwischendurch, leicht zu lesen. die ein oder andere stelle auch zum lachen :-) sehr empfehlenswert

Kritisch (1):
daydreamins avatar

Amüsante Idee und gelungener Einbau aktueller Trends. Für mich persönlich insgesamt jedoch viel zu dramatisch.

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Inhaltsangabe zu "Dornröschen hatte es leichter"

Stell Dir vor, Du wachst auf und die Welt hat sich zwanzig Jahre weitergedreht!

Eben noch stand Hermine kurz vor dem Abi, war unsterblich verliebt und träumte von Reisen, Beruf und Familie. Jetzt ist sie siebenunddreißig, Single und arbeitslos. Ihre biologische Uhr tickt gewaltig. Doch Hermine hat im Koma das komplette Internet verschlafen, weswegen die Online-Suche nach Mr. Right sich schwierig gestaltet. Ein gefühlter Teenager in einer fremden, erwachsenen Welt voller Smartphones, Hipster und mit der komischen Umweltministerin als Kanzlerin. Wenn nur nicht ständig alle fragen würden, wo denn ihr Harry Potter sei – denn sie hat keinen Schimmer, wer das sein soll …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783981721034
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Meisheit, Michael
Erscheinungsdatum:13.10.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    romanasylvias avatar
    romanasylviavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: tolles buch für zwischendurch, leicht zu lesen. die ein oder andere stelle auch zum lachen :-) sehr empfehlenswert
    für zwischendurch sehr gut

    tolles buch für zwischendurch, leicht zu lesen. die ein oder andere stelle auch zum lachen :-)  sehr empfehlenswert

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    christianekoerdels avatar
    christianekoerdelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kurzweilige, zum Verschlingen geeignete schöne Geschichte, meisterhaft erzählt.
    1996 meets 2016

    Eigentlich wollte ich die neun Titel, die es in die Shortlist des Deutschen Selfpublisherpreises 2017 geschafft hatten, nur anlesen, um zu ergründen, warum die Jury sich für diese Neuerscheinungen entschieden hatte. Noch bin ich nicht fertig, mit den Neunen, Schuld daran ist „Dornröschen hatte es leichter“. Die Autorin Vanessa Mansini alias Michael Meisheit hat es meisterhaft geschafft, mich hinterrücks mal eben in die Geschichte zu saugen, dass ich mich nun sputen muss, die weiteren Werke anzulesen, um einigermaßen qualifiziert am Voting teilzunehmen. 


    Doch nun zu „Dornröschen hatte es leichter“. Darin baut die Protagonistin mit 17 Jahren einen Motorradunfall und erwacht 20 Jahre später aus dem Koma. Sie taucht Mitte der Neunziger ab und erwacht in der Verrücktheit des heutigen Smartphone- und Internetzeitalters. Eine Sensation, medizinisch wie medientechnisch gesehen. Für Hermine, die lange vor Harry Potter geboren wurde, und daher nicht verstehen kann, warum alle immer grinsend diesen Namen nennen, sobald sie sich vorstellt, startet eine Abenteuerreise. Die vielen Eindrücke, die Entwicklungen, die stattfanden, während sie schlief, sind fast nicht zu verarbeiten. Die Zeit vor dem Koma fühlt sich für Hermine an wie gestern. Bei einem Blick auf das Jahr 2016 durch die frischen Augen eines Teenagers aus dem Jahr 1996 erscheinen viele der Absurditäten, die wir heute als selbstverständlich hinnehmen, in anderem Licht.


    Der Effekt auf den Leser ist ein gekonnter Mix aus jener bekannten Geschichte, in der ein Teenager im Körper eine Dreißigjähren erwacht, und einer klassischen Zeitreise, ohne die Begegnung mit dem älteren Ich natürlich. Hermine muss in kürzester Zeit erwachsen werden, was nicht auf Anhieb klappen will. Bevor sie ins Koma fiel, hatte sie große Pläne mit der Liebe ihres Lebens. Jan ist nach 20 Jahren just mit Hermines bester Freundin Steff verheiratet. In jedem romantischen Herz keimt sofort die Hoffnung, dass die beiden wieder zusammenfinden mögen. Doch da sind ein Kind und ein neuer Mann für Hermine im Spiel und alles verhakelt sich auf mehreren Ebenen mehrfach. 


    Der Autor erzählt versiert, wie ich das erwartet hatte, obwohl das mein erster Mansini / Meisheit ist. Der Ruf eilte ihm voraus. Der Spannungsbogen ließ mich durch das Buch flitzen, mit Amüsement und einem Tränchen dann und wann. Da sitzt jedes Wort, da wird nicht geschwafelt oder mit Fremdwörtern brilliert. Eine schöne Geschichte meisterhaft erzählt. 

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    I_like_storiess avatar
    I_like_storiesvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kurzweilig, kitschig und zum Wohlfühlen. Ein Buch für einen Sonntagnachmittag.
    Der letzte Bulle meets Gute Zeiten, Schlechte Zeiten

    Dieses wunderbare Buch ist mir im Zuge des Kindle Deals ins Auge gesprungen und da ich den Autor bereits durch diverse andere Titel liebgewonnen habe, musste ich hier auch zuschlagen.

    Hermine erwacht nach 20 Jahren Koma, ist plötzlich 37, arbeitslos und Single. Dabei wollte sie doch gerade noch die Sommerferien mit ihrem Freund in New York verbringen... Was ein bisschen wie "Der letzte Bulle" meets GZSZ klingt, kommt als locker flockige Komödie daher, die mir das ein oder anderen Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert hat.
    Wie die arme Hermine die heutige Zeit verkraftet ist wirklich absolut lustig! Gut, für sie vermutlich weniger, aber der Leser hat was zu lachen.
    Natürlich ist die ganze Geschichte Haarsträubend und das ein oder andere absolut unrealistisch, aber mal im Ernst, das erwartet hier doch wohl auch niemand?! Von daher verzeihe ich die ein oder andere "(un)glückliche Fügung" die Hermines Leben so nimmt.
    Frau Mansinis Schreibstil ist wie immer klasse. Lässt sich sehr schnell lesen und bereitet gute, nicht zu anspruchsvolle Unterhaltung.
    Wer ein Buch sucht zum Entspannen ist hier genau richtig. Man muss nicht viel grübeln und wird vor keine großen Fragen gestellt. Also wirklich ein Buch wie eine gute Soap.
    Einfach Buch an, Hirn aus, sich berieseln lassen. Herrlich entspannend!
    Ich lese so etwas ab und zu wirklich sehr gerne.

    Von mir bekommt das Buch daher 4,5/5 Sternen

    Da es meine Erwartungen genau getroffen hat. Einzig wie sich alles dann plötzlich so fügt, dass das Ende passt, kam etwas zu glatt daher.

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    SueAeppelwoiAstras avatar
    SueAeppelwoiAstravor 2 Jahren
    Gute Geschichte


    Das Cover ist sehr auffällig durch seine Farbgebung, was mir gut gefällt. Auch die verschiedenen Schriften passen zur Geschichte. Ich hätte das Buch anhand des Covers definitiv im Buchladen aus dem Regal gezogen. Innen ist das Buch sehr schlicht gehalten. Die Geschichte beschäftigt sich sehr gründlich mit dem Wandel der Technologien innerhalb der letzten zwanzig Jahre. Es muss ziemlich krass sein nach so vielen Jahren aufzuwachen aus einem Koma und festzustellen, dass alles anders ist. Deine Eltern sehen aus wie Oma und Opa, deine Freunde haben die Schule beendet, haben neue Freunde und Partner. Vanessa Mansini stellt diese Kluft zwischen Hermine und ihrem Umfeld sehr gut da. Allerdings ist es natürlich etwas unglaublich, dass nach zwanzig Jahren Koma keine bleibenden Schäden zurück bleiben...
    Aber sonst ist die Geschichte gut geschrieben. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Figuren sind gut geschrieben und man kann sich gut in sie hinein versetzen.

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    Franka2702s avatar
    Franka2702vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach schön... *Verträumt schau*
    Der gute alte Walkman und seine Magie...

    Hermine hatte mit 17 Jahren einen schweren Motorradunfall und erwacht als medizinisches Wunder aus einem Zwanzigjährigen Koma.

    Sie sehnt sich nach ihrer Jugendliebe Jan und deren Träume und Wünsche und flüchtet somit Hilfe von Lucy aus dem Krankenhaus.
    Auf dem Weg zu Jans Elternhaus wird ihr mehr und mehr bewusst das die Welt sich weiterentwickelt hat und sie jetzt im Jahr 2016 lebt.
    Um sich diesem Leben zu stellen, entlässt sie sich aus dem Krankenhaus und zieht zu Lucy in die WG.

    Ob sie Jan wieder gefunden hat, welche Rolle Bene spielt und welche ihrer Träume und Wünsche aus 1996 in 2016 für sie wahr werden.... Lesen Sie selbst...

    ----------------------------------------------------------

    Einfach ein tolles Buch mit einer wunderschönen Liebesgeschichte.

    Ja, Dornröschen hatte es leichter... nach 100 Jahre Schlaf sich wachküssen lassen und da weiter machen wo die Zeit stehen geblieben ist...

    Ich bin selber 37 Jahre und konnte mich gut in die Zeit hineinversetzen.
    Mit Walkman und ohne Handy groß geworden zeigt einem die Geschichte aber auch, wie unpersönlicher, schnelllebiger und unkontrollierbarer die Welt wird.

    Zum Glück kann ich das Handy auch mal Handy sein lassen, mich über persönliche Begegnungen freuen und liebe es genau wie Hermine... den Duft von Buchseiten.

    Hmmmm....

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    MonaSilvervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nostalgie pur, aber auch ein Spiegel, der einem zeigt, dass es heute gar nicht so schlimm ist, wie wir Alten denken...
    Nostalgische Liebeskomödie mit viel Selbstironie

    Der erste Eindruck
    Meinen ersten Eindruck konnte ich bereits als Mitglied der FB-Gruppe Backstage mit Vanessa Mansini und bei Fortschrift.net während des Schreibprozesses bekommen, der bei Michael Meisheit alias Vanessa Mansini in rasender Geschwindigkeit voranschritt. Ich muss dazu sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt mit eigenen Projekten sehr eingebunden war, was dazu führte, dass Michael mir davon lief beim Schreiben und ich mit dem Lesen nicht hinterher kam. In Nullkommanichts hatte er das Projekt von der Idee zum fertigen Roman durchgezogen. Ich war auch dabei, als das Cover gesucht wurde und da ich mich ebenfalls für das gewählte Motiv ausgesprochen habe, kann ich jetzt nur sagen: Ich finde es für Genre und Story einfach passend.

    Das Leseerlebnis

    Die erste Hälfte des Romans habe ich wie schon erwähnt in Rohfassung noch während des Schreibens mitgelesen und konnte dort auch mit Ideen und Gedanken dabei helfen, die Erinnerungen an die 90er Jahre aufleben zu lassen. Meine Zeit! Damals war ich jung und hatte noch das Gefühl, die Welt könnte mir gehören. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Frauen in meinem Alter dieses Buch lieben, denn es führt uns zurück zu den Dingen, die wir heute noch mögen und die man neuerdings "retro" findet. Während also die Protagonistin nach dem zwanzigjährigen Koma die teilweise merkwürdig anmutenden heutigen Trends mit der Distanz begegnet, die wir selbst nicht dazu haben, können wir uns einfach gehen lassen und in Erinnerungen schwelgen. Was waren das für schöne Zeiten damals! Kein Smartphone, das und die Zeit weg fraß und keine sozialen Netzwerke, die sowohl Fluch als auch Segen darstellen können. Und während man zu Beginn des Buchs nostalgisch wird und sich die gute alte Zeit zurückwünscht, merkt man doch bei fortschreitender Geschichte, dass auch die heutigen Zeiten ihre Vorteile haben und dass jedes Alter und jede Zeit ihre Vor- und Nachteile hat. Humorvoll, optimistisch und mit dem ungeminderten Drang, ihr Leben selbst in den Griff zu bekommen ausgestattet, steht Hermine für viele als leuchtendes Beispiel, dass die Zeiten sich zwar ändern mögen, aber wir Herren unseres eigenen Glücks sind. Und so muss Hermine im Verlauf des Buchs nicht nur die Erfindungen des neuen Jahrtausends kennen- und meistern lernen, sondern auch die ein oder andere Gefühlsachterbahn unbeschadet hinter sich bringen, ehe sie zum genreklassischen Happy-End geführt wird.

    Fazit
    Für Leser und Leserinnen, die ihre "wilden Jahre" in den 90ern hatten, ein absolutes Muss. Wer Nostalgie liebt und die guten alten Zeiten vermisst, darf dieses Buch einfach nicht verpassen. Und auch wer erst später geboren wurde und sich vielleicht wundert, warum Mutti immer so von diesen Zeiten schwärmt, kann hier vielleicht herausfinden, was sie dazu treibt. 

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    JoJansens avatar
    JoJansenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Interessante Idee, die Heldin von 1996 bis 2016 schlafen zu lassen.
    Cooles, naives Dornröschen

    Hermine ist 17, verliebt, steht kurz vor dem Abitur und malt sich ihr Leben mit Jan in wundervollen Farben aus. Gefühlt ein paar Tag später wacht sie im Krankenhaus auf, denn sie hatte einen Unfall mit ihrer Vespa. Was Hermine erst nach und nach bewusst wird: Es sind nicht nur einige Tage vergangen, sondern sie lag 20 Jahre im Koma! Nun erwacht sie als 37-jährige Frau, die von Internet und Smartphones keine Ahnung hat, ihre große Liebe ist mit ihrer ehemals besten Freundin verheiratet und ihre Mutter sieht aus wie ihre Oma. Ein sehr interessanter Ansatz, unsere heutige Welt mit den Augen einer 17-jährigen aus dem Jahr 1996 zu betrachten, denn innerlich ist Hermine noch der Teenager von damals mit all den Wünschen und Hoffnungen.

    Aber genau an dieser Stelle wurde das Buch für mich ein bisschen unglaubwürdig. Hermine reagiert einfach viel zu cool. Zu Anfang will sie zwar nicht wahrhaben, was passiert ist, aber dann versucht sie ganz fix, das Beste daraus zu machen. Ernsthaft? Welches Mädchen von 17 würde mal eben mit den Schultern zucken 'Okay, bin ich halt 37 und muss sehen. wie ich klarkomm'? Für 17-jährige ist 37 uralt. Erst recht für weibliche 17-jährige. Jeder Blick in den Spiegel müsste Schreiattacken auslösen. Für Hermine gibt es nur zwei Ziele: 1. Weg von ihren Eltern, die sich 17 plus 20 Jahre lang um sie gekümmert haben und 2. Ein Mann zum Heiraten und Kinderkriegen muss her, da Jan diese Pläne ja bereits mit einer anderen verwirklicht hat. Dabei stolpert Hermine mit ihrer Teenie-Naivität in viele große und kleine Fettnäpfchen, findet sich mit Hilfe ihrer neuen Freundin Lucy aber erstaunlich schnell in der für sie neuen Welt zurecht. Plötzlich erweist sich ihr wahres Alter von 37 sogar als Vorteil, denn so kommt sie in die angesagten Berliner Clubs rein. Schön wär's ...

    Priorität hat für Hermine eindeutig die Suche nach einem Mann. Alle anderen Ziele, die sie als "eben noch" 17-Jährige hatte (Reisen, Studium, toller Job) stellt sie hintenan. Hier fragte ich mich ernsthaft, ob das so ist, weil ein Mann das Buch geschrieben hat. Die im Chick-lit üblichen Verwicklungen kamen mit einer überschaubaren Anzahl an Personen aus, das empfand ich als angenehm. In der zweiten Hälfte des Buches bewegte sich die Handlung dicht an der Grenze zum Klamauk. Es tauchen immer wieder neue Tatsachen und Zusammenhänge auf, von denen Hermine bisher keine Ahnung hatte, um die Geschichte letztendlich doch zu einem guten Ende zu bringen.

    Fazit: Sehr interessante Grundidee, aus der man mehr hätte machen können. Unterhaltsame Lektüre, aber kein bleibender Eindruck. 3***

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    daydreamins avatar
    daydreaminvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Amüsante Idee und gelungener Einbau aktueller Trends. Für mich persönlich insgesamt jedoch viel zu dramatisch.
    Hermine hätte es auch leichter haben können...

    Hermine erwacht 2016 mit nun 37 Jahren aus dem Koma und findet sich in einer komplett anderen Welt wieder, als sie sie vor 20 Jahren gekannt hat. Während ihre Eltern über die Jahre hinweg nicht von ihrem Bett gewichen sind, ist ihr damaliger Freund nun verheiratet und lebt den Familientraum mit einer anderen. Auch auf ihre damals beste Freundin kann sie heute nicht mehr zählen und einen Berufsabschluss hat sie auch nicht. Die neumodischen Smartphones sind ein Rätsel und dass das World Trade Center nicht mehr steht, ein Schock. In Dornröschen hatte es leichter begleitet der Leser Hermine daher auf ihren witzigen und chaotischen Schritten in ihrem Leben nach dem Koma. 

    Die Idee hat mich sehr angesprochen und wurde meiner Meinung nach auch witzig umgesetzt. Man merkt einmal mehr, wie absurd unsere heutige Internetobsession eigentlich ist, und wie aufgeschmissen man ohne Smartphone dasteht. Amüsant war es auch zu lesen, wie Hermine auf Game of Thrones, Youtube und Pokemon Go reagiert, denn alle relevanten Trends und Themen wurden in diesem Roman aufgegriffen, was ich sehr gut fand. Ebenfalls lachen musste ich bei Hermines ersten Erfahrungen mit Tinder, die bei der Suche nach einem Mann im heutigen Zeitalter natürlich nicht fehlen dürfen. Der Roman hält außerdem einige unerwartete Wendungen bereit, die mich positiv überrascht haben!
     
    Meine trotzdem eher durchschnittliche Bewertung liegt an Hermine selbst. Natürlich ist sie ein wenig verloren und total überfordert mit dem technischen Schnick-Schnack, ihrem Gefühlschaos und der Suche nach sich selbst. Trotzdem verhält sie sich sehr naiv und hat mich nach wenigen Kapiteln schon genervt. Sie blockt zunächst alles ab, was mit der Gegenwart zu tun hat. Gleichzeitig möchte sie sich aber voll ins Leben stürzen, verweigert die Hilfe ihrer Eltern, zieht in eine WG zu wildfremden Menschen und bringt das Leben ihres Ex-Freundes Jan gehörig durcheinander. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, wie Hermine zunächst jegliche Aufklärung und Hilfe von sich stößt. Sie verhält sich so kindisch, dass ihre neue Freundin Lucy (übrigens selbst noch keine 20) ihr eines Tages eine kräftige Standpauke hält. Dafür hab ich sie sofort in mein Herz geschlossen und Lucy ist auch mein Lieblingscharakter im ganzen Roman gewesen. Hermine selbst legt im gesamten Roman nur eine minimale Entwicklung hin, die mir ganz und gar nicht ausgereicht hat. Mir ist klar, dass sie anfangs im Kopf noch 17 Jahre alt ist, aber dieser Eindruck wurde leider bis zur letzten Seite nicht so zurecht gerückt, wie ich es mir erhofft hatte. 

    Außerdem fand ich das Liebesdreieck zwischen Hermine, Jan und Jans Frau unfassbar anstrengend. Dass ein Kind im Kindergartenalter involviert ist, machte die Sache für mich zusätzlich schwierig. An Hermines Stelle hätte ich mich geschämt, mich derart in eine Ehe einzumischen, egal wie gut oder schlecht sie läuft. Die Intrigen beider Frauen haben gegen Ende dafür gesorgt, dass ich beide Charakter gar nicht mehr mochte. Am liebsten hätte ich mir die kleine Mila geschnappt und wäre durchgebrannt.

    Sich wieder an Jan heranzumachen reicht Hermine übrigens nicht. Auf zahlreichen Online-Plattformen lernt sie Männer kennen, denn es gibt natürlich nichts wichtigeres für sie, als auf den letzten Metern ihrer Fruchtbarkeit noch ein Kind zu zeugen. Über ihre berufliche und finanzielle Zukunft macht sie sich exakt null Gedanken, auch nicht über mögliche Komplikationen, mit denen eine Schwangerschaft in dem Alter verbunden ist (und mit den Risiken, die vor allem für ihr Kind dabei bestehen). Nicht nur diese Naivität hat mich gestört, sondern auch dass sich sehr viele Seiten nur der Tatsache widmeten, wen Hermine nun vögelt und wie viel Sex sie nachzuholen hat. Auch wenn in diesem Roman eine Liebesgeschichte eingebaut war, hat mich die Romantik gar nicht gepackt und es ist wirklich gar kein Funke übergeflogen.

    Fazit

    Insgesamt kann ich nur 2 Sterne vergeben. Die Grundidee finde ich super und besonders das erste Drittel war wirklich witzig und kurzweilig umgesetzt. Je länger man Hermine aber begleitet, desto mehr geht ihr kindliches Verhalten auf die Nerven. Mir war alles viel zu dramatisch und anstrengend und ich hätte mir gewünscht, dass Hermine ihren Platz und Frieden im Jahr 2016 findet, ohne dabei eine Spur der Verwüstung anderer Leben hinter sich herzuziehen. 

    Kommentare: 2
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    Carigoss avatar
    Carigosvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich habe diesen amüsanten Roman gerne gelesen! Manches darf man nicht so ernst nehmen...
    Literarische Seifenoper mit einer Prise Dramatik

    Über eine Lovelybooks-Verlosung bin ich an diesen Roman gekommen, von dem ich zunächst dachte, er sei von einer Frau - nämlich Vanessa Mansini - geschrieben worden. In der Zwischenzeit habe ich erfahren, dass Vanessa ein Pseudonym für den Autor Michael Meisheit ist, der dieses Buch als Selfpublisher und im Rahmen eines besonderen Projektes an die Frau gebracht hat.

    Dem Buch selbst sieht man es kaum an, dass ein kleiner Verleger dahintersteckt. Die äußere Qualität des Buches stimmt, sowohl vom Material  her, als auch vom professionell anmaßenden Cover.

    INHALT:

    Hermine genießt im Jahr 1996 das unbeschwerte Leben einer 17-jährigen, als sie nach einem schweren Unfall in ein Koma fällt – das 20 Jahre andauern soll. Wie durch ein Wunder wacht sie im Jahr 2016 wieder auf, ohne erkennbare Langzeitschäden. Ihre Eltern, die von der Tochter zunächst nicht erkannt werden, sind fassungslos. Doch so wunderbar ihr Erwachen ist: für Hermine bricht erst mal eine Welt zusammen als ihr klar wird, in welchem Maße sich die Welt weitergedreht hat. Dies gilt insbesondere für das Leben ihrer großen Liebe Jan. Doch sie packt auch ihr eigenes Leben an und begibt sich zu aller erst auf Männersuche – denn die Uhr tickt…

    MEINUNG:

    Eigentlich möchte ich mich nicht so lange an dieser Rezension aufhalten. Es handelt sich nicht um ein literarisches Meisterwerk, das viele Schätze birgt, nach denen man tauchen müsste. Das Buch lässt sich lesen, wie sich eine Seifenoper anschauen lässt. Entweder möchte man das – oder eben nicht.

    Im Grunde ist der Plot recht simpel und stellenweise wahlweise zu schön oder zu grauenvoll, um wahr zu sein. Es hat einen Moment gedauert, bis mich Hermines Schicksal fesseln konnte, aber dann konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Zwar wirkten manche Szenen brutal heraufbeschworen (mir fällt jetzt spontan die Szene zwischen Steff und Hermine in der Apotheke ein), aber die Neugierde auf den Ausgang der Geschichte war dann doch stärker. Da auch der Schluss nicht vorhersehbar ist und der Plot mehrere Wendungen hätte nehmen können, war ich „besänftigt“.

    Die Konstellation zwischen den Protagonisten ist interessant und voller Konfliktpotential. Es prallen viele verschiedene Charaktere aufeinander, denen man durchaus im Jahr 2016 begegnen könnte. Besonders Bene (als der typische Großstadt-Hipster) hat mir als Charakter sehr gut gefallen.

    Man kann Hermines Wechselbad der Gefühle gut nachvollziehen und durchlebt auch als Leser die zwischenmenschlichen Auf und Abs. Stellenweise war mir der Sinneswandel aber ZU abrupt (ACHTUNG, SPOILER: z.B. der Übergang zwischen dem Aufenthalt in Frankreich bzw. dem Entschluss von Bene, eine Familie zu gründen und Jans Bedenken - die in Hermine sofort Zweifel sähen, obwohl sie sich doch eigentlich so sicher war – glaubt man als Leser jedenfalls. Natürlich zeigt sich SOFORT, dass Jan Recht hatte…das war mir dann doch zu viel des Guten.)  

    Alles in einem hat es der Autor natürlich darauf angelegt, seine wohl überwiegend weibliche Leserschaft  zufrieden zu stellen. Auch wenn man stellenweise merkt, dass ein Mann am Werk war, ist ihm im Großen und Ganzen der Sprung in die weibliche Gefühls- und Gedankenwelt doch ganz gut gelungen. Das Buch enthält alles, was „Frau“ möchte: Humor, Gefühl und ein Happy End – was erwartet man von leichter Unterhaltung mehr?

    FAZIT:

    Wenn man sich darüber im Klaren ist, dass man es sich bei diesem Buch um eine, ich nenne es mal  „literarische Seifenoper mit einer Prise Dramatik“ handelt und sich dafür entschieden hat, sich darauf einzulassen, wird man mit kurzweiliger Unterhaltung belohnt. Ich selbst habe mich jedenfalls amüsiert.

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    Almeris avatar
    Almerivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: ein wahnsinns Buch....
    Ein Buch einfach zum Mitfühlen!

    Ich durfte dieses wundervolle Buch zu der Blogtour testlesen. Ich wurde so schön mit kleinen einfachen Sätzen und Dialogen in die Handlung eingeführt. Es ist eine wirklich herzzerreissende Geschichte von Anfang bis zum Ende. Der Autor hat mit so viel Gefühl einen sehr schönen und aufregenden an Spannung geladenen Liebesroman erschaffen. Und das als Mann! Ich bin beeindruckt, auch von der Idee der Geschichte. Der Schreibstil sehr leicht und flüssig zu lesen. Man kann nach eingelegten Pausen, sofort wieder in der Handlung fortführen wo man geendet hatte. Ich hatte alle Emotionen durchlebt, Lachen, Weinen, Wut, Zorn, Trauer und Verzweiflung usw. Für mich ist es das Highlight Buch im Dezember. Der absolute Wahnsinn. Ich werde mir demnächst einen weiteren Roman aus der Feder diesen Autors vornehmen. Absolute Kaufempfehlung!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Meisheits avatar

    NOMINIERT FÜR DEN LESERPREIS! 

    Stell Dir vor, Du wachst auf und die Welt hat sich zwanzig Jahre weitergedreht!

    Eben noch stand Hermine kurz vor dem Abi, war unsterblich verliebt und träumte von Reisen, Beruf und Familie. Jetzt ist sie siebenunddreißig, Single und arbeitslos. Ihre biologische Uhr tickt gewaltig. Doch Hermine hat im Koma das komplette Internet verschlafen, weswegen die Online-Suche nach Mr. Right sich schwierig gestaltet. Ein gefühlter Teenager in einer fremden, erwachsenen Welt voller Smartphones, Hipster und mit der komischen Umweltministerin als Kanzlerin. Wenn nur nicht ständig alle fragen würden, wo denn ihr Harry Potter sei – denn sie hat keinen Schimmer, wer das sein soll …


    Ich verlose fünf Taschenbücher (gerne mit persönlicher Widmung) von meinem neuen Roman "Dornröschen hatte es leichter". Wer in den Lostopf hüpfen möchte, möge bitte folgende Frage beantworten: Was spricht Euch an dem Roman an, so dass Ihr ihn gerne lesen möchtet? 


    Die Verlosung geht bis zum 25.11. und ich freue mich über jeden, der dabei ist! 
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    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    Na-Dine28s avatar
    Na-Dine28vor 4 Monaten
    Will ich haben
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