Vanessa Roggeri Das wilde Herz des Wacholders

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Inhaltsangabe zu „Das wilde Herz des Wacholders“ von Vanessa Roggeri

In einem sardischen Dorf kommt in einer stürmischen Gewitternacht ein Mädchen zur Welt. Für die Familie Zara kein freudiges Ereignis: Einem alten Volksglauben nach ist jede siebte Tochter eine Coga, eine Hexe, die Unheil verbreitet. Damit das Unglück abgewendet werden kann, muss sie noch in derselben Nacht sterben. Die älteste Tochter Lucia rettet ihre kleine Schwester Ianettas Schicksal scheint dennoch besiegelt: Von Anfang an wird sie gefürchtet und geächtet. Nur Lucia kämpft gegen den Aberglauben. Mit ihrer Hilfe wächst Ianetta zu einer jungen Frau heran, stark und unbeugsam wie wilder Wacholder.

Habe ich leider nicht beendet. Das Thema traf hier nicht meinen Geschmack. Die Schauplätze sind leider nicht so meins.

— Floh

Wer sich jedoch bei dem Begriff "Frauenroman" bereits abwendet, verpasst eine tatsächlich hervorragend erzählte unbekannte Geschichte.

— lila-luna

Einfach fantastisch !

— SvenjaN

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  • Ganz nett für zwischendurch, aber ohne bleibenden Eindruck

    Das wilde Herz des Wacholders

    Rebel_Heart

    17. March 2016 um 19:14

    In einem kleinen Dorf auf Sardinen erblickt Ianetta in einer stürmischen Gewitternacht das Licht der Welt. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass Ianetta das 7. Kind der Familie ist, ist sie auch noch das 7. Mädchen. Damit ist das Kind automatisch eine "Coga", eine Art Hexe. Ihr Schicksal scheint bereits besiegelt, als sich ihre ältere Schwester Lucia ihrer annimmt. Doch was bedeutet das für sie? Hat sie damit wirklich einen Fluch über ihre Familie gelegt? Ianetta wächst zwar weiterhin im Haus auf, aber wirklich zur Familie gehören tut sie nicht. Alles, was dem Haus und deren Bewohnern in Zukunft negatives widerfährt wird auf Ianetta zurückgeführt, immerhin ist sie eine Coga, eine Hexe. Einzig und allein Lucia glaubt nicht an diesen Aberglauben, aber ist das wirklich die richtige Entscheidung oder hat ihre Familie und der Rest des Dorfes am Ende doch recht? Ist an allem wirklich Ianetta schuld? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich sehr damit getan habe, um überhaupt in das Buch zu finden. Ich bin mir nicht ganz sicher, woran es gelegen hat, denn der Schreibstil an sich, war gar nicht so schlecht. Es war vermutlich einfach das Drumherum selbst. Vielleicht auch an der deutschen Übersetzung, auch wenn ich die Originalausgabe auf Italienisch nie lesen werde. Einem Teil von mir hat es jedoch wirklich gefallen, zu lesen, was der Glaube an Aberglaube alles bewirken kann. Die Familie Ianettas und Lucias glauben mit aller Macht an dieser Vorhersehung und lassen es Ianetta auch von Anfang an spüren. Sie hat einen sehr schweren Stand in ihrer Familie und das schon von Geburt an. Lucia nimmt sich ihrer zwar ein wenig an, aber ich hatte manchmal das Gefühl, dass sie sich einfach doch noch viel zu sehr von ihrer Familie beeinflussen lässt. Über das Buch hinweg entwickelt sich auch eine zarte Liebesgeschichte, zwischen Lucia und einem jungen Doktor, was mir selbst eigentlich ganz gut gefallen hat. Allerdings scheint auch diese unter keinem guten Stern zu stehen, woran ihre jüngere Schwester nicht ganz unschuldig ist - vorallem, wenn es nach dem Glauben ihrer Familie geht. Immerhin ist Ianetta eh immer an allem schuld. Ich will auf das Ende selbst nicht länger eingehen, aber ich muss ehrlich gestehen, dass es aufgrund einiger Schilderungen im Buch, einiger Anspielungen nun wirklich nicht mehr überraschend war. Ich denke, es ist ein Buch, welches sich zwar gut für zwischendurch lesen lässt, aber keinen wirklichen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

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  • Außergewöhnlich, speziell und unerwartet anderes Buch

    Das wilde Herz des Wacholders

    Lesegenuss

    10. August 2015 um 21:30

    In der Nacht auf Allerseelen im Jahr 1880 kommt das siebte Kind der Familie Zara auf die Welt. Es ist wieder ein Mädchen. Alle Gebete waren umsonst. Nach einem alten Aberglauben ist dieses Mädchen eine Coga, eine Hexe. S. 12 Um ein Haar hätte es die Hebamme fallen lassen. Ihre Miene war düster, ihr Blick auf einen Schlag uralt und in weite Ferne gerichtet uner Gedanken, die man lieber nicht streifte, denn sie waren hässlich und drehten sich um Dinge, so schwarz und unheilvoll wie die Nacht. ... Das Kind trug die Merkmale des Teufels.  Die alte Hebamme bringt den Säugling zum Großvater und Vater in die Küche. Es lag nun an Severino, dem Vater, etwas zu tun, was getan werden musste. Doch er konnte sich nicht überwinden, das Baby zu töten und so überließ er es draußen dem Wetter, der Natur. Aber das blieb nicht unbemerkt. Die älteste Tochter Lucia schleicht sich hinaus und holt das Baby herein. Wenn ein Aberglaube sich erst einmal im Kopf festgesetzt hat, wird alles was von nun an im Haus der Familie passiert,  der Anwesenheit von Ianetta zugeschrieben. Sie darf zwar bleiben, aber nicht am Familienleben teilnehmen. Ianetta wird behandelt wie eine Aussätzige. Handlungsort von "Das wilde Herz des Holunders" ist ein kleines Dorf in Sardinien. Die Geschichte beginnt Ende des 19. Jahrhunderts. Es herrscht eine beklemmende Atmosphäre von Beginn an und diese Finsternis, das Alte,  zieht sich schon fast durchs gesamte Buch. Die Verbundenheit zwischen Lucia, die Ianetta gerettet hatte, finde ich sehr gut beschrieben. Ianetta allerdings zieht sich mehr und mehr zurück und lebt schließlich als Einsiedlerin im Wald.  Ianetta, was will der Titel des Buches dem Leser sagen. Eine Coga, eine Hexe, darunter stellen wir uns alte, knorrige Frauen vor, zäh im Leben, zäh im Nehmen. Zäh und knorrig wie Wacholder. In Mythen und Sagen liest man oft davon, dass Hexen Wacholderäste als Hexenstab benutzen. Wacholder ist ein Gehölz, dem man Robustheit zuschreibt. Und so ist auch Ianetta,  zäh und robust wie der Wacholder. Das Cover ist ansprechend. Wenn man auf das Bild schaut, das alte Haus mit dem hohen Baum im Hintergrund, kann man sich das damalige Leben schon vorstellen, so wie beschrieben. Sprachlich hat mich die Autorin überzeugt, denn sie schafft es mit einer bildhaften und flüssigen Schreibweise den Leser durch knapp 272 Seiten zu begleiten und ihm die Geschichte nahe zu bringen. Die Grundidee zum Buch, das Thema Aberglaube ist gut umgesetzt. Auch wenn diese Geschichte in einem anderen Jahrhundert spielt, denke ich, entspricht es immer noch der Realität. Für mich ist "Das wilde Herz des Holunders" ein überraschend gutes Buch, das sich aus dem Genre Frauenroman hervorhebt. Deshalb von mir klare Leseempfehlung. Man sollte die Autorin im Focus behalten.

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  • Hätte ein netter historischer Roman werden können ...

    Das wilde Herz des Wacholders

    lila-luna

    04. August 2015 um 13:41

    dtv bewirbt dieses Buch auf der Rückseite als "einen ungewöhnlichen Frauen- und Sadinienroman: atmosphärisch, mysteriös und emotionsgeladen bis zur letzten Seite". Damit hat der Verlag mit sechs Begriffen sowohl Zielgruppe, Inhalt und Schreibstil treffend zusammengefasst. Wer sich jedoch bei dem Begriff "Frauenroman" bereits abwendet, verpasst eine tatsächlich hervorragend erzählte unbekannte Geschichte. Nicht nur Geschichte als Erzählform, sondern auch als historisch soziologischer Hintergrund. Oder wissen Sie was eine "Coga" ist und welchen Schrecken sie unter der sardischen Bevölkerung im 19. Jahrhundert verursachte? In einem kleinen Dorf auf Sardinien schenkt Assunta Zara ihrem Severino in einer Gewitternacht zu Allerseelen 1880 ein Kind, kein glückliches Ereignis, denn es ist bereits das siebte. Und was noch viel schlimmer ist, es ist das siebte Mädchen. Damit ist das Kind automatisch nach dem sardischen Volksglauben eine "coga", eine Art Hexe. Die schleichen sich in der Nacht ins Haus, um das Blut neugeborener Knaben auszusaugen. Sie können jede Menge Übel über die Menschen bringen, Tiere verhexen, Krankheiten bringen und jede beliebige Form annehmen. Das Baby soll getötet werden, aber Vater Severino schafft es nicht die Kleine zu erschlagen, er lässt sie in der Novembernacht in Regen und Kälte liegen. Seine älteste Tochter Lucia jedoch rettet das Neugeborene, gibt ihm den Namen Ianetta. Von da an scheint ein Fluch über der Familien zu liegen. Jeder Schicksalsschlag wird auf die "coga" zurückgeführt. Ianetta wächst zwar auf dem Hof der Zaras auf, gehört jedoch nicht mit zur Familie, eher wird sie behandelt wie eine streunende Katze, der man Unterschlupf gewährt und irgendwo etwas zu essen hinstellt. Auf eindrucksvolle Art zeigt der Roman, was ein tief verwurzelter Aberglaube alles bewirken kann und dass der rationale Verstand kaum in der Lage ist gegen Gefühle anzukommen. Was aus den Mitgliedern der Familie Zara im Laufe einer Generation wird und ob eine "coga" tatsächlich Unglück über die Menschen bringt oder eher über sich selbst, das erfährt man auf 270 Seiten, bei einem kurzweiligen Lesevergnügen. Allerdings darf bei einem "Frauenroman" eine gehörige Portion Kitsch nicht fehlen. Oder ist es wegen des Kitschs ein "Frauenroman"? Auf jeden Fall fehlt auch hier nicht die unvermeidliche Liebesgeschichte, sogar mit einem Arzt, Intrigen inbegriffen. Übrigens hätte die Autorin aus dem Sujet einen spannungsgeladenen historischen Thriller machen können, aber sie hat sich entschieden uns einen "Frauenroman" zu servieren. Nach dem Erstlingswerk der 1976 in Cagliari geborenen Vanessa Roggeri folgte im Mai 2015 ihr neuer Roman `Fiore di fulmine´ in Italien. Ganz ausgezeichnet hat Esther Hansen Roggeris Debütroman aus dem Italienischen in ein blumiges Deutsch übersetzt.  

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