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Rezension zu "Comes the Darkness, Comes the Light: A Memoir of Cutting, Healing, and Hope by Vanessa Vega (2007-05-09)" von Vanessa Vega

Comes the darkness, comes the light - Vanessa Vega
SonnenBlumevor einem Jahr

Vanessa verletzt sich seit frühester Kindheit selbst, später kommt auch noch eine Essstörung hinzu. Von außen betrachtet sind ihre Familienverhältnisse perfekt, der Vater ist beruflich erfolgreich, die Mutter kann sich ganz auf Vanessa und ihre beiden jüngeren Brüder konzentrieren. Doch Vanessa hat immer das Gefühl, nicht gut genug zu sein, nicht das zu erreichen, das ihre Eltern sich wünschen - kurzum jeden, der ihr wichtig ist, nur zu enttäuschen.

Das Buch beginnt kurz vor der ersten Sitzung der Gruppentherapie, an der Vanessa teilnimmt. Gemeinsam mit anderen Frauen versucht sie, zu verzeihen, Hoffnung zu zulassen und sich selbst und vo+#r allem auch die Umstände zu akzeptieren, Dinge aufzuarbeiten.
Zu den Themen der einzelnen Gruppensitzungen bekommt man als Leser immer wieder Rückblenden, die Vanessas Gedanken und Gefühle besser beschreiben.

Zu Beginn fühlt sie sich in der Gruppe unwohl, aber so geht es wohl jeder Teilnehmerin. Man merkt, dass Vanessa mit der Zeit zu mehr Konfrontation mit ihrer Erinnerung bereit ist, mutiger wird. Oft konnte ich richtig spüren, wie weh es tat, sich an bestimmte Dinge zu erinnern. Besonders zum Ende bekommt man das emotionale Wachstum und auch den regelrechten Befreiungsschlag mit, den Vanessa wagt.

Alles in allem hatte ich mir ein andere Buch erwartet, aber rückblickend macht die Geschichte besonders gegen Ende hoffnungsvoll. Schockiert hat mich allerdings, dass Vanessa mehr als zwanzig Jahre keine richtige Hilfe bekommen hat. Natürlich muss der Betroffene auch immer bereit dazu zu sein, aber es machte doch den Eindruck, als würde Vanessa sehr tiefschürfende Wunden haben, im wahrsten Sinne des Wortes.

Gestört hat mich nur ab und zu die Therapeutin. Teilweise kam sie mir sehr provokant vor, bohrte noch etwas weiter, obwohl Vanessa doch schon kurz vor dem Zusammenbruch stand. Vielleicht machte es von außen nur den Eindruck, aber wäre ich an ihrer Stelle, würde ich mich in diesem Sinne nicht wohlfühlen.


Das Buch ist keines, das auf die Tränendrüse drückt, es ist aber eines, das einen manchmal vor Erstaunen, Bedauern oder auch Mitgefühl den Atem anhalten lässt. Und ganz zum Ende wird einem klar, dass es doch für jeden noch Hoffnung gibt.

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