Vanessa da Mata Blumentochter

(64)

Lovelybooks Bewertung

  • 63 Bibliotheken
  • 6 Follower
  • 0 Leser
  • 54 Rezensionen
(11)
(19)
(20)
(10)
(4)

Inhaltsangabe zu „Blumentochter“ von Vanessa da Mata

Giza ist die Außenseiterin in ihrer Familie. In einer kleinen Stadt in den brasilianischen Tropen, in einer farbenfrohen Welt voller Mango- und Avocadobäume, lebt die junge Frau mit ihren Tanten Florinda und Margarida. Hinter ihrem Haus bestellen sie einen prächtigen Garten. Die Blumen verkauft Giza überall in der Stadt, und so erfährt sie auch von Liebesgeschichten, über die sonst nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wird. Giza sehnt sich danach, so frei davonfliegen zu können wie die buntschillernden Papageien über ihrem Kopf. Als Florinda ihre erste große Liebe verhindert, flieht Giza in die große Stadt. Erst zwölf Jahre später kehrt sie zurück, mit ihrem Sohn, bereit, sich ihrer Liebe und ihrer Vergangenheit zu stellen.

Wunderschön. Mein absoluter Favorit! Allerdings ist das Ende ein wenig ungenau.

— glnhrzn
glnhrzn

Die blumige Sprache führt uns in üppige brasilianische Gärten und enthüllt die Geheimnisse der Kleinstadt und der Familie der Protagonistin.

— Gelis
Gelis

Etwas langatmig geschrieben trotz des wundervollen Covers

— eleisou
eleisou

Stöbern in Romane

Der Frauenchor von Chilbury

Ein sehr unterhaltsamer, warmherziger und informativer Briefroman!

takabayashi

Swing Time

Interessantes Thema schwach umgesetzt

Leseprinzessin1991

Heimkehren

Beeindruckender Roman über das Leben zweier ghanaischer Familien, die untrennbar mit der Sklaverei und ihren Folgen verbunden sind.

Xirxe

Als die Träume in den Himmel stiegen

Man vermutet zunächst ein Happy End, liest aber immer mehr die tragische Geschichte eines jungen Mädchens.

Loooora

Das Mädchen aus Brooklyn

Guillaume Musso versteht es wie kein anderer Autor Genres verschmelzen zu lassen.

Almilozi

Der Sandmaler

Leider wieder viel zu aktuell.

Faltine

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein blumiger Roman

    Blumentochter
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    01. August 2016 um 11:45

    Die junge Adalgiza, Giza genannt, wächst mit ihren wenig älteren Tanten Florinda und Margarida auf. In ihrer Kindheit ist sie viel mit Florinda, die nur 4 Jahre älter ist, zusammen und verbringt viel Zeit mit ihr.Mit der Pupertät verschiebt sich das Verhältnis.Sie unterhalten einen wundervollen Garten voller Blumen, die sie verkaufen. Der Garten ist so groß, dass noch lange nicht alle Teile erschlossen sind, was aber langsam nachgeholt wird.Während Giza die Blumen in der Stadt verkauft, bekommt sie das ein oder andere mit, wie Liebschaften und Geheimnisse.Als Giza durch Zufall in den Stadtteil Vila Morena gelangt, spürt sie, dass die Menschen dort ausgegrenzt sind, fühlt sich ihnen aber sehr verbunden.Sie muss sich heimlich hinschleichen, weil ihre Tanten eine Verbindung mit diesen Leuten nicht billigen würden.Der bislang herzliche Kontakt zu ihren Tanten schwindet und Giza weiß nicht wieso. Sie vermutet ein Geheimnis, zu dem sie keinen Zugang hat. Ihre einzige Verbündete ist die Haushälterin Dede.Das Verhältnis zu ihren Tanten bricht, als diese ihre erste große Liebe verhindern...Giza ist ein kleines Kind, als sie in den Haushalt ihrer Tanten kam und wuchs bei und mit ihnen auf. Ihre Herkunft blieb lange im Buch ungeklärt und schwebte für mich immer im Raum mit.Als die Verbundenheit untereinander in der Zeit von Gizas Pupertät nachlässt, sucht sie sich andere Verbündete und findet diese in Vila Morena, einem ausgegrenzten Ort vor der Stadt. Es gibt kaum Kontakte zwischen diesen und den Leuten aus der Stadt. Die Zusammenhänge werden Giza und dem Leser erst sehr spät offenbart.Der Autorin Vanessa da Mata gelingt es hervorragend, Blumen und Örtlichkeiten zu beschreiben. Diese kann sie sehr genau beschreiben, so dass man sich recht schnell zurechtfindet und dem Leser auch die Blumen nicht fremd sind.Ich habe eine Weile gebraucht, um in das Buch hineinzufinden. Der Sprachstil ist gewöhnungsbedürftig und die Beschreibungen das ein oder andere Mal etwas zu langatmig gehalten. Es erforderte Disziplin, um an der Stange zu bleiben.Vorn im Klappentext standen Dinge, die sich wirklich erst auf den letzten Seiten zutrugen, so dass ich das ganze Buch über wartete, wann es denn passieren würde. Das fand ich ein wenig unpassend, denn so wusste ich schon im voraus, worauf es hinausläuft.Wirklich glücklich wurde ich mit dem Buch nicht und es konnte mich schwer begeistern. Sehr blumig geschrieben, eine nette Story, aus der man sicherlich mehr herausholen könnte.

    Mehr
  • Blumentochter

    Blumentochter
    eleisou

    eleisou

    06. July 2016 um 17:12

    Das Cover des Buches hatte mich sofort angesprochen und auch als ich das Buch in den Händen hielt fand ich die Gestaltung der Farben sehr schön. Allerdings war der Inhalt des Buches sehr langatmig geschrieben, es wollte einfach nicht voran kommen. Die Geschichte der jungen Waisen Giza, die von ihren Tanten nicht voll genommen wird und von dem altmodischen Städchen fliehen möchte um ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, hat Potential für weitaus mehr. Bloss das Geheimnis, das alle außer Giza zu kennen scheinen und daß ihre Tanten ihr nicht anvertrauen scheint den Leser etwas wach zu halten sowie die Umgebung in der sie lebt mit all den tropischen Pflanzen, Gerüchen und Farben welche detailiert beschrieben werden. Die Sprache der Autorin ist außergewöhnlich dicht und der Leser verliert sich manchmal in den etwas verwirrenden Sätzen. Im Großen und Ganzen würde ich leider sagen daß das Buch nicht meinem Stil entsprach, mir gefällt es vielmehr wenn die Handlung etwas flotter vorangeht. Aber ich bin sicher es wird seine Fan-Gemeinde finden.

    Mehr
  • Blumentochter

    Blumentochter
    eleisou

    eleisou

    23. June 2016 um 23:04

    Das Cover des Buches hatte mich sofort angesprochen und auch als ich das Buch in den Händen hielt fand ich die Gestaltung der Farben sehr schön. Allerdings war der Inhalt des Buches sehr langatmig geschrieben, es wollte einfach nicht voran kommen. Die Geschichte der jungen Waisen Giza, die von ihren Tanten nicht voll genommen wird und von dem altmodischen Städchen fliehen möchte um ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, hat Potential für weitaus mehr. Bloss das Geheimnis, das alle außer Giza zu kennen scheinen und daß ihre Tanten ihr nicht anvertrauen scheint den Leser etwas wach zu halten sowie die Umgebung in der sie lebt mit all den tropischen Pflanzen, Gerüchen und Farben welche detailiert beschrieben werden. Die Sprache der Autorin ist außergewöhnlich dicht und der Leser verliert sich manchmal in den etwas verwirrenden Sätzen. Im Großen und Ganzen würde ich leider sagen daß das Buch nicht meinem Stil entsprach, mir gefällt es vielmehr wenn die Handlung etwas flotter vorangeht. Aber ich bin sicher es wird seine Fan-Gemeinde finden.

    Mehr
  • Der Klappentext versprach mehr als das Buch halten konnte...

    Blumentochter
    La_Stellina

    La_Stellina

    15. March 2016 um 18:42

    Wow, so ein tolles, buntes, Flower-Power-Cover, das mich schon im Vorfeld neugierig gemacht hat. - Wirklich ein top Hingucker und absolut passend zur Geschichte! :) Es hat mich zumindest im Gegensatz zur Handlung des Buches nicht enttäuscht. Den Schutzumschlag aus Papier fand ich nicht so toll, hätte mir ein widerstandsfähigeres Material gewünscht. Der flüssige, sehr ausschmückende Schreibstil der Autorin war mir bereits in der Leseprobe sympathisch und das ist auch während des gesamten Buches so geblieben.Durch die blumige, ausgeschmückte Erzählweise kann man sich die Erzählerin und ihre Tanten sowie ihr Lebensumfeld gut vorstellen. Auch das brasilianische Lebensgefühl kommt dadurch wunderbar zum Ausdruck. Die Handlung des Buches verglichen mit dem im Klappentext Versprochenen? Naja, was soll ich sagen? Ich war etwas enttäuscht. Giza kehrt erst am Ende des Buches in das Dorf zurück. Für mich wäre das laut dem Klappentext die Haupthandlung gewesen. Generell findet man im Buch sehr sehr wenige Dialoge. Einerseits finde ich das Schade, andererseits bin ich mir nicht sicher ob das die Handlung wirklich belebt hätte. Als Ausgleich dazu findet man im Buch sehr viele detaillierte Beschreibungen. Für mich war das Buch dennoch eine tolle Abwechslung und keine Zeitverschwendung. Es hat mir den einen oder anderen ruhigen Leseabend beschert! Bin schon gespannt was die anderen LeserInnen dazu sagen.

    Mehr
  • blumentochter

    Blumentochter
    natti_ Lesemaus

    natti_ Lesemaus

    20. January 2016 um 20:07

    Das Cover ist wirklich wunderschön, bunt, farbenfroh und der Titel hört sich auch toll an. Die Geschichte war mir nicht nur bei der Leseprobe zuerst etwas langweilig, sonder auch beim lesen als ich das Buch hatte. Man muss aber erst einmal sich hineinlesen, denn es ist tatsächlich eine schöne Geschichte, die man im Sommer am Pool oder im Garten eben lesen kann.

  • Ein poetisch geschriebener Entwicklungsroman aus Brasilien

    Blumentochter
    Talitha

    Talitha

    Die Ich-Erzählerin Giza wächst in Brasilien, in einer kleinen Stadt, mit ihren wenig älteren Tanten Florinda und Margarida in einer Blumen-Gärtnerei auf. Während ihre Kindheit recht beschaulich zwischen bunten Blumen in dschungelartigem Garten mit Mangos, Aras und Eiscreme verläuft, wird ihre Pubertät zu einer Herausforderung für alle Beteiligten. Plötzlich bemerkt Giza, dass die Leute sie seltsam behandeln, was nicht nur an ihrer erwachenden Weiblichkeit liegen kann. Denn da ist noch ein Geheimnis, was über der Stadt liegt und von dem jeder Einwohner zu wissen scheint außer Giza. Vor allem die berüchtigte Vila Morena, ein bei den anständigen Stadtbewohnern verbotenes und verrufenes Viertel, zieht Giza magisch an. Dort scheinen die Antworten auf ihre Fragen zu liegen... Besonders der Erzählstil ist in diesem Buch zu betonen. Er ist so blumig wie das Cover, sehr poetisch und einfach wunderschön zu lesen. Ich war jedenfalls von einem zum nächsten Satz immer hingerissener von den Beschreibungen und Ausdrücken. Die Geschichte wird sehr ruhig und ausführlich erzählt. Das Erzähltempo ist sehr langsam, gemächlich, beschreibend. Eine actiongeladene oder superspannende Geschichte darf man dagegen nicht erwarten, die hat das Buch nicht zu bieten. Auch das oben erwähnte Rätsel um die Stadt baut sich eher langsam auf und wird ebenso am Ende aufgelöst. Als aufmerksamer Leser kann man auch schon früher auf die Lösung kommen. Fazit: Ein sehr poetisches, besonderes Buch, was man nicht einfach mal so nebenher als leichte Unterhaltung lesen kann, sondern was Zeit und die Bereitschaft zu Neuem vom Leser erwartet. Wenn man sich aber mal drauf eingelassen hat und in diese faszinierende Welt Brasiliens eingetaucht ist, kann man von dem Buch nicht mehr lassen. Daher volle Punktzahl und eindeutige Empfehlung von mir.

    Mehr
    • 2
  • Anders als erwartet

    Blumentochter
    kris006

    kris006

    15. October 2015 um 21:32

    Adalgiza - die in dem Buch als Ich-Person auftritt - lebt in einer brasilianischen Stadt zusammen mit den beiden Tanten Margarida und Florinda. Als Kind fühlte sie sich den beiden nah und sah sie als Freundinnen. in der Jugend schließlich merkte sie das ihre Tanten und die Stadt ein Geheimnis hegten und sie fühlte sich immer mehr als Außenseiterin. An ihrem 18 Geburtstag lernte sie schließlich den Arzt Tito kennen. Sie beginnt Ausflüge nach Vila Morena zu unternehmen wo sie in einer Bar 3 Freunde kennenlernt. Die Giza schließlich immer öfter heimlich besuchen kommt. Schließlich durfte niemand von den Ausflügen erfahren denn in Ihrer Stadt galt Vila als eine verrufene Stadt. Adalgiza trifft wieder erwartend Tito auf einem Fest mit dem sie schließlich ihr erstes Mal erlebt. Nach einigen Treffen wird Giza schwanger und erfährt von dem Geheimnis das ihr all die Jahr verheimlicht wurde. Sie erfährt welche Rolle sie darin spielt und wer die "Königin" von Vila Morena ist. Schwanger verlässt sie die Stadt und kehrt 12 Jahre später mit ihrem Sohn zurück um sich der Stadt und ihrer "alten Liebe" zustellen. Das Cover ist sehr farbenfroh und ließ mich auf eine fröhliche Liebesgeschichte schließen. Schon nach den ersten Seiten merkte ich das ich da falsch lag. Es gab zwar eine Liebesgeschichte aber nicht in dem Sinn wie ich sie erwartet hätte. Anfangs wusste ich nicht genau worauf die Geschichte hinausläuft. Es ist sicher kein Buch was jeder mag, weil es eher speziell ist, aber im Endeffekt ist es das was ich an dem Buch mag. Es ist nicht wie viele Bücher die ich gelesen habe, allein der Schreibstil ist sehr fesselnd und detailliert. Man fühlt sich als wäre man dabei und kann jede Einzelheit miterleben. Was aber auch als ein kleiner Negativpunkt war, denn dadurch war das Buch und die Geschichte sehr langatmig und man kam in der Story nur langsam vorwärts. Hätte ich detailliert von der Geschichte gewusst, hätte ich wahrscheinlich das Buch nie gekauft. Aber ich muss sagen ich habe nicht bereut das Buch zu lesen und werde "Blumentocher" einigen Freundinnen weiterempfehlen, die mal einen anderen Schreibstil kennenlernen und man keine 0815 Story lesen möchten.

    Mehr
  • Ein tropisches Feuerwerk

    Blumentochter
    gst

    gst

    „Ich war schon immer der Überzeugung, dass das Herz einer Frau viel größer ist als das eines Mannes. Im Herzen einer Frau ist Platz für die Liebe zu vielen, denn es ist immer auch das Herz einer Mutter“ (Seite101) Leider gibt es in Gizas Geschichte, in der es ums Erwachsenwerden, die Liebe und um viele Geheimnisse geht, auch engherzige Frauen. Mit vollem Namen heißt die Protagonistin, die alles aus ihrer Sicht erzählt, Adalgiza. Sie wächst in einer Kleinstadt in den brasilianischen Tropen bei ihren nicht viel älteren Tanten auf, die als Lebensunterhalt Blumen züchten. Sie behandeln Giza wie eine Angestellte. Sie arbeitet im Garten und fährt die bestellten Blumen aus. Dabei erfährt sie so einiges über die Bewohner ihrer Heimatstadt. An ihrem 18. Geburtstag verliebt sie sich in einen Mann, auf den eine ihrer Tanten ein Auge geworfen hat... Der Beginn des Romans konnte mich nicht so recht überzeugen. Erst nach ca. 90 Seiten fand ich einen Zugang. Danach machte das Lesen richtig Spaß. Sehr gut konnte ich Gizas Erleben nachvollziehen: „ ... und versuchte einzuschlafen. Ich rollte bestimmt hundert Mal im Bett hin und her, während ich mir vorstellte, wie viel Spaß der Major und seine Freunde in den letzten Nächten wohl gehabt hatten. Gerne wäre ich schnell eingeschlafen, um noch schneller wieder aufzuwachen, aber meine Gedanken halfen mir nicht, mich zu beruhigen.“ Hier wird Giza Einsamkeit spürbar. Eine Einsamkeit, die in ihrem Zuhause verstärkt und nur durch eine treue Angestellte erträglich wird. Um dieser Einsamkeit zu entfliehen, wagt sie sich heimlich in einen verpönten Stadtteil, wo sie mit offenen Armen aufgenommen wird. Sie lernt die Liebe kennen, die für sie „eine hübsche, weibliche, in ein langes Kleid gehüllte Lüge“ ist. Auf Seite 230 erzählt sie: „Früher hatte ich geglaubt, die Zeit der Kindheit sei riesig wie unser Blumengarten, inzwischen denke ich, dass die Zeit eines Erwachsenen sich danach richtet, was er daraus macht. Wer sagt, dass alle gleich viel Zeit haben?“ Auch die Weisheit von Seite 238 hat mich sehr angesprochen: „Viele Menschen wissen nicht, wie man lebt, sie sind auf der Suche, machen Therapie, nehmen Drogen oder legen sich Liebhaber zu, sie treiben jeden Tag Sport, fressen, saufen, weinen um das, was sie sich erträumen und nicht haben, und sorgen sich um das Leben anderer, um nicht an sich selbst denken zu müssen.“ Alles in allem ein Roman, der gut in den heißen Sommer passt. Ich sah die exotische Farbenpracht vor mir und wurde regelrecht in die Geschichte hineingezogen. Wegen des etwas schwierigen Anfangs kann ich leider nur vier Sterne vergeben.

    Mehr
    • 4
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    03. September 2015 um 06:29
  • War mir etwas zu blumig ...

    Blumentochter
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    28. August 2015 um 19:59

    Total begeistert von dem schönen bunten Cover habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, wurde aber letztlich leider etwas enttäuscht. Die Story entwickelt sich langsam: wir begleiten Giza durch ihre Kindheit, die eigentlich als sehr schön beschrieben wird. Sie wächst im Haus ihrer Tanten auf, die mit Blumen handeln. So verwundert es nicht, dass wunderschöne Beschreibungen von Landschaft und Blütenvielfalt einen großen Teil der Erzählung einnehmen. Überhaupt habe ich den Schreibstil als manchmal etwas ausschweifend und "blumig" empfunden, was allerdings ganz gut zur Story passte. Für meinen Geschmack waren es aber zu viele Details, die mich nicht wirklich interessierten und die die Geschichte nicht vorangebracht haben. Wir erleben, wie Giza erwachsen wird und ihr Leben immer mehr als nicht so perfekt betrachtet, wie es einmal schien. Sie entdeckt die Liebe und sie stielt sich immer häufiger aus dem Haus, um in einem verrufenen Stadtviertel in der Nähe Spaß zu haben und zu feiern. Mit der ersten Liebe kommen auch große Probleme in Gizas Leben und bald wird sie ernsthaft krank vor lauter Kummer. Da ich nicht so der Liebesromanfan bin, erschien mir das Buch zu einem großen Teil als nicht so interessant, erst in der zweiten Hälfte entpuppt sich so langsam ein altes Geheimnis, dem Giza auf den Grund gehen will. Hier wird die Geschichte spannender und das Ende fand ich dann wieder recht gelungen. Giza erschien mir zunächst wie ein ganz normales Kind, dann empfand ich sie zunehmend als wirklich realitätsfremd und sehr naiv, später entwickelt sie dann eine gewisse Stärke, aber da ist die Geschichte auch schon fast zu Ende. Neben ihr gibt es noch einige Charaktere, die ich sehr gern mochte: ausgerechnet ein Säufer ist unter ihnen, denn er brachte auch stellenweise etwas Humor in die Story. Insgesamt war es aber leider nicht so wirklich "mein" Buch, auch wenn die Beschreibungen der Schauplätze Lust auf Urlaub machen.

    Mehr
  • Rezension zu "Blumentochter" von Vanessa da Mata

    Blumentochter
    aba

    aba

    Das Beste am Buch: die schöne Naturlandschaft Brasiliens Brasilien ist ohne Zweifel ein außergewöhnliches Land. Die Natur ist einmalig und die Menschen haben ein großes Herz. In ihrem Roman "Blumentochter" zeigt uns die hübsche Schriftstellerin und Musikerin Vanessa da Mata ein Stück dieses Landes, ihres Landes. Und das tut sie in einer bildreichen und sinnlichen Sprache. Die Hauptfigur in diesem Roman ist Giza, deren Verwandlung von Kind zur Frau wir Leser mitbekommen. Gerade diese wichtige Phase im Leben wird für Giza zur Qual, weil sie von ihrer Familie nicht die nötige Unterstützung, Liebe und Zuwendung bekommt, und so muss Giza um ihr Glück kämpfen. Giza spürt, dass ihr eigenes Leben für sie selber ein Mysterium ist. Und davon lebt die Handlung des Romans. Diese Sinnlichkeit, von der ich am Anfang gesprochen habe, war es, was ich so schön am Schreibstil da Matas fand. Leider änderte sich dies ab der zweiten Hälfte des Buches und ich musste feststellen, dass mir das Lesen immer weniger Spaß machte. Die Handlung verlor an Logik und der Schreibstil an Eleganz. Die mystische Atmosphäre, die man von Anfang an spürt, verwandelt sich gegen Ende in eine düstere Wolke, der ich sehr schwer entkommen konnte. Zum Glück wurde Giza gegen Ende in das Geheimnis eingeweiht, und so konnte ich endlich ausatmen. "Blumentochter" hat mich mit einem unruhigen Gefühl hinterlassen. Die ganze Schönheit der brasilianischen Natur, die die Autorin versucht zu vermitteln, hat mir dabei nicht helfen können. An dem lateinamerikanischen bzw. brasilianischen Stil da Matas wird nicht daran gelegen haben, denn ich bin, wenn ich das so sagen darf, eine erfahrene Leserin von lateinamerikanischen Werken. Dass ich immer unzufriedener wurde, lag es daran, so versuche ich es mir zu erklären, dass die Handlung immer weniger nachvollziehbar wurde. Andererseits kann ich mir genau diese die Handlung als perfektes Drehbuch für einen Film oder eine Telenovela vorstellen. Die brasilianische Natur als Kulisse ist sicher ein Garant für Erfolg.

    Mehr
    • 4
  • Üppige Exotik

    Blumentochter
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    17. August 2015 um 09:25

    Vorweg gesagt: mit der Blumentochter bin ich nicht recht warm geworden. Nach der Leseprobe hatte ich mir mehr versprochen. Giza, das Mädchen auf der Schwelle zur Frau, wächst bei ihren Tanten Florinda und Margarida auf. Um ihre Herkunft und Eltern gibt es ein Geheimnis, über das die Tanten nie sprechen. Die Frauen leben vom Verkauf von Blumen, die in ihrem Garten in üppiger exotischen Pracht gedeihen. Genauso üppig exotisch werden auch die Tanten beschrieben, besonders Margarida scheint ein – flapsig gesprochen – Vollweib zu sein. „…. ihr Körper war der einer Bienenkönigin, für alle Soldaten gemacht, für den ganzen Schwarm“ Das die entsprechenden Männer schwülstige und lüsterne Machos sind, scheint dann folgerichtig. So bevölkern stolze Gockel und Frauen, deren Brüste die Kleidung sprengen wollen, das Buch. Dabei bleiben die Figuren eindimensional. Giza wird allmählich erwachsen und löst sich aus dem Regiment der Tanten und erobert ihr eigenes Leben. An ihrem 18. Geburtstag lernt sie Tito kennen, einen feurigen jungen Mann, in den sie sich schwärmerisch sofort verliebt, aber Tito bandelt noch in der selben Nacht mit ihrer Tante Florinda an und Giza fühlt sich verraten und in ihr wächst der Wunsch, das Haus zu verlassen und sich in der Vila Morena zu amüsieren. Sie treibt sich in verbotenen Etablissements herum, nennt sich Flor, findet Freundinnen, die ihre Tanten nicht gebilligt hätten und der Zufall führt sie wieder mit Tito zusammen, ihre Leidenschaft wird entfacht und er wird ihr Geliebter und sie verbringt eine rauschhafte Nacht mit ihm. Zurück im Haus der Tanten verzehrt sie sich aus Liebessehnsucht und wird immer schwächer. Die Tanten holen den Arzt und der entpuppt sich als Tito, der Giza aus der Vila Morena kennt und nun ihren richtigen Namen erfährt. Nach einigem Hin und Her beginnen die Beiden ihr Verhältnis erneut, treffen sich heimlich, da das Verhältnis zu den Tanten immer noch gestört ist. Es kommt wie es kommen muss, Giza wird schwanger. Nach und nach kommt sie auch dem Geheimnis ihrer Herkunft und den Machenschaften der Tanten auf die Spur. Das Buch endet mit der Rückkehr Giza nach 12 Jahren mit ihrem Sohn an der Hand. Mir hat die Geschichte nicht sonderlich gefallen, die metapherreiche Sprache wirkte aufgesetzt und zu dick aufgetragen. Schwülstig ist das Adjektiv, das mir dazu einfällt. Zwar mag ich die Fabulierkunst der südamerikanischen Autoren, aber Vanessa da Mata konnte mich nicht überzeugen. Positiv sind Covergestaltung und Ausstattung.

    Mehr
  • Habe ich leider abbrechen müssen, surreale Erzählung ohne roten Faden

    Blumentochter
    Ayleen256

    Ayleen256

    06. July 2015 um 20:14

    Die junge Giza lebt mit ihren Tanten Florinda und Margarida in einer kleinen Stadt in den brasilianischen Tropen. Sie kümmern sich um die Blumen des Gartens und erzählen sich die Geschichten der Stadt, die Giza doch so fern ist. Giza fühlt sich eingeschlossen und so verlässt sie ihre Heimat, um ihre Freiheit zu finden. Erst Jahre später kommt sie zurück und stellt sich ihrer Vergangenheit. Ich breche eigentlich nie ein Buch ab. Eigentlich. Es tut mir leid, aber ich wusste einfach nicht, wie ich das Buch einordnen soll oder was es mir sagen will. Ich habe das Buch als Geschenk erhalten und war vom dem farbenfrohen Cover begeistert. Auch die Sprache ist so blumig, sodass die lebhafte Beschreibung der Landschaft gut zum Tragen kommt. Das Buch ist nur leider sehr fantasievoll. Oder eher eine Mischung zwischen Roman und Fantasie. Für den einen eine tolle Mischung, für mich leider nichts Halbes und nichts Ganzes. Mal erscheint das Buch sehr anspruchsvoll, mal steht Erotik im Vordergrund. Immer wieder habe ich mich gefragt, wohin die Geschichte führen soll. In der Mitte des Buches war ich immer noch nicht schlauer und konnte nicht zwischen Fantasie und Wirklichkeit unterscheiden. Durchschnitten werden die übersinnlichen, mystischen Erzählungen durch reale, aber flache Dialoge. Das Buch spaltet auf jeden Fall. Wer sich darauf einlassen kann und auch keine Probleme damit hat, wenn es zwischendurch mal unwirklich wird, kann das Buch mögen. Bei mir ging es leider völlig vorbei. Verschachtelte, lange Sätze mindern den Lesefluss und -freude. Von mir nur ein Stern, obwohl es genügend Leute geben sollte, die das Buch wunderbar finden.

    Mehr
  • Brasilianischer Rosengarten

    Blumentochter
    Bokmal

    Bokmal

    02. June 2015 um 13:38

    Vom Cover des Buches "Blumentochter" von Vanessa da Mata springen dem Leser zunächst herrlich gestaltete Blumen ins Auge - schlicht und nicht verkitscht. Man erwartet eine Familiengeschichte, die sich in Brasilien ereignet, vom Stil her vielleicht angelehnt an "die großen" spanischsprachigen Autoren Lateinamerikas, wie zum Beispiel Gabriel García Márquez und auch der "Magische Realismus" wie bei Cortázar zu finden, könnte eine Rolle spielen. Hauptperson des Buches ist Adalgiza, die mit ihren Tanten in einer brasilianischen Stadt lebt und dort Blumen verkauft und ausliefert, die sie allesamt aus dem riesigen, verwunschen Garten holen, von dem sie selbst nicht alle Teile kennen. Richtiges Vertrauen hat Giza nur zur Hausangestellten Dede, zu ihren Tanten hingegen immer weniger. Sie ahnt, dass es ein Familiengeheimnis gibt und versucht nach und nach, ihm auf die Schliche zu kommen. Als sie sich in den schönen Tito verliebt, ändert sich ihr Leben. Sie erwacht zur Frau und stellt noch viel mehr in Frage, was ihre Tanten so tun. Das Geheimnis, auf das sie am Ende stößt, erwartet man nicht... Der Autorin gelingt es in meinen Augen ein plastisches Bild von der brasilianischen Natur in all ihrer Vielfalt und Herrlichkeit zu zeichnen. Man sieht und richt förmlich das Haus, den Rosengarten und die typisch lateinamerikanischen Straßen mit den zum Teil noch kolonial anhauchenden Gebäuden. Der Stil ist ausschweifend und malerisch. Leider zieht sich die Geschichte manchmal ziemlich, ohne dass nennenswerte Dinge passieren oder es passieren Dinge, die einem unpassend und schwer nachvollziehbar erscheinen. Man spürt zum Teil die Unzufriedenheit Gizas in den Worten, mit denen sie beschrieben ist. Ich verteile für das Buch 3 Sterne. Die Geschichte könnte noch spannender sein, besonders gut gefallen haben mir aber die Naturbeschreibungen.

    Mehr
  • Blumen und heidnische Bräuche

    Blumentochter
    wandablue

    wandablue

    Blumen und heidnische Bräuche. Gut übersetzte südamerikanische, zeitgenössische Autoren sind nicht so weit verbreitet, darum war ich besonders neugierig auf „Blumentochter“, geschrieben von einer brasilianischen Autorin, die zudem hauptsächlich als Musikerin bekannt ist. Vanessa da Mata, geb. 1976, wurde von Brasiliens Zeitschrift Criativa unter die 25 kreativsten Frauen gewählt, informiert der Verlag. Das kann ich nach diesem Roman bestätigen, der ein Leuchtfeuer farbenfroher Phantasie ist und mich bestens unterhalten hat. Adalgiza lebt in einer nicht näher bezeichneten Stadt in den Tropen , von der sie sagt „Mitten im Nichts treibt unsere Stadt, gegen Vergessen und Langeweile ankämpfend“, behütet und kontrolliert von ihrer Familie, die einen Rosengarten bestellt. Als Giza grösser wird, erwacht in ihr ein Verlangen, die Welt, die Sexualität und sich selbst zu entdecken und sie bricht auf, immer der Strasse entlang bis nach Vila Morena, einem verruchten kleinen Viertel, in dem sie die Liebe kennenlernt ... und einiges mehr: Erschreckendes, Gewaltsames. Vanessa da Mata hat die Hoffnung und Erwartung, die ich in sie als brasilianische Autorin gesetzt habe, weit übertroffen, sie hat eine Geschichte geschrieben, die in einer beliebigen (ich denke nicht realen) Stadt spielt, wo sie eine märchenhafte Legende entwickelt, die nicht von schlechten Eltern ist. Da gibt es alles: die schwere Schwüle der Tropen, skurrile Gestalten, Liebe, Intrige, Hass, verlogener Katholizismus, gefährliches Heidentum, Anbetung diverser Götter, ungezügelter Sex und Leidenschaft. Und in allem die Tropen. Farben. Gerüche. Der Stil ist natürlich blumig wie es sich für diesen heissen Kontinent gehört, aber nicht schwülstig, die Bilder sind genau und schön, oft zeitlos, machen immer rechtzeitig halt, bevor sie in den Kitsch abrutschen könnten; die Dialoge sind geheimnisvoll und bedeutungsschwer. Fazit: Eine märchenhafte Story, die sich liest, wie Butter, der in der Sonne schmilzt und eine Empfehlung für alle, die etwas für diese Art von Literatur übrig haben. Für mich war es ein unbeschwerter Lesegenuss und ein Blick in die Literatur eines anderen Kontinents. Kategorie: Märchen/Legende Verlag: List (aus der Ullstein Verlage GmbH), 2015

    Mehr
    • 7
  • Schein und sein in einer brasilianischen Kleinstadt

    Blumentochter
    Orisha

    Orisha

    Ein Geheimis, eine Stadt, ein Kind Giza hat schon immer gemerkt, dass sie anders ist. Man könnte nun meinen, das denkt doch jedes pubertierende Kind einmal oder gar öfter in seinem Leben? Und doch ist Gizas Geschichte anders als die ihrer Mitmenschen. Aufgewachsen bei ihren Tanten, die ihr mehr Lieblosigkeiten als wirkliche Familiennähe entgegenbringen, beginnt Giza ihre Welt zu erforschen. Sie begibt sich in den verbotenen Teil der Stadt, der Vila Morena, wo sie neue Freunde trifft und eine alte Liebe wiederfindet. Sie entdeckt die Leidenschaft und andere Geheimnisse und beginnt allmählich ihre Umwelt und ihre Herkunft zu hinterfragen. Vanessa de Mata hat einen Familienroman geschrieben, der irgendwie anders ist und gleichzeitig auch wieder nicht. Anders ist die Art der Aufarbeitung von Gizas Familiengeschichte, die von einem Hauch von Mystik umgeben ist. Klassisch ist dagegen das Drama, dass mit so einer Geschichte scheinbar zusammenhängen muss. Dabei plänkelt die Geschichte ewig vor sich hin und kommt nicht so recht voran. Erst zum Ende hin, kommt zumindest etwas Spannung auf und auch das Ende ist ganz passabel geraten. Obwohl sich die Geschichte insgesamt ganz gut gelesen hat, sind die Figuren etwas blass geraten. Gerade Gizas Tanten bilden nur eine Staffage und auch ihr Liebster Tito dient mehr als Mittel zum Zweck. De Mata bedient sich zudem dem klassischen Rollenbild, in welchem das höchste Glück einer Frau scheinbar das Heiraten und Mutter sein, ist. Dabei kann sich die Frau noch nicht einmal ihren Liebsten aussuchen, sondern das Ansehen der Familie muss natürlich gewahrt bleiben, weshalb dann – SPOILER – ein Tito eben nicht mit Giza umherziehen kann, wie es andere Pärchen tun würden. Fazit: Schlussendlich ist das Buch nett zu lesen, aber eben auch kein Muss.

    Mehr
    • 4
  • weitere