Vaughn Entwistle The Revenant of Thraxton Hall (Paranormal Casebks/Conan Doyle) by Vaughn Entwistle (2014-03-28)

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Inhaltsangabe zu „The Revenant of Thraxton Hall (Paranormal Casebks/Conan Doyle) by Vaughn Entwistle (2014-03-28)“ von Vaughn Entwistle

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  • Arthur Conan Doyle und Oscar Wilde ermitteln

    The Revenant of Thraxton Hall (Paranormal Casebks/Conan Doyle) by Vaughn Entwistle (2014-03-28)

    TheRavenking

    09. June 2016 um 10:43

    Es ist 1893 und Arthur Conan Doyle hat gerade seine berühmteste Schöpfung, Sherlock Holmes, getötet. Der Meisterdetektiv kam in der geschichte "The Final Problem" ums Leben. Doyle möchte sich lieber ernsthafteren literarischen Themen widmen und fühlt sich vom erfolgreichen Detektiv erdrückt. Doch er hat die Rechnung ohne das Publikum gemacht, dieses ist schockiert und reagiert aggressiv. Doyle erhält Morddrohungen. Auch in der Redaktion des Strand Magazines zeigt man sich entsetzt, befürchtet man doch einen Einbruch der Leserzahlen. Da bietet sich eine willkommene Gelegenheit dem frustrierenden Alltag zu enrfliehen: Eine vornehme Lady bittet Doyle um Hilfe, da sie in Visionen ihren eigenen Tod vorausgesehen zu haben meint. Es geschieht bei einer Séance, die in einigen Wochen stattfinden wird. Doyle, von dem sie annimmt, er sei ebenso brillant wie sein Detektiv, Holmes, soll es verhindern. Zunächst lehnt der Autor entrüstet ab, doch als die Luft in London für ihn zu heiß wird, willigt er schließlich ein. Zumal auch sein Privatleben sehr unglücklich verläuft. Seine Ehefrau Touie ist an Tuberkulose erkrankt und man befürchtet, dass sie nur noch wenige Monate zu leben hat. Ein Abstecher aufs Land könnte ein wenig Erholung für den erschöpften Autor bringen. Der irische Schriftsteller Oscar Wilde, dem er zufällig begegnet scheint sich auch brennend für die mysteriöse Geschichte zu interessieren und heftet sich bei den Ermittlungen an Doyles Fersen. Dass Doyle und Wilde sich kannten und sich als Autoren gegenseitig durchaus schätzten, ist verbürgt, ob sie dagegen tatsächlich so enge Freunde waren, wie hier beschrieben, sei dahingestellt, immerhin ist es eine hervorragende Idee das ungleiche Duo als Ermittlerteam zu präsentieren. Wilde spricht in Bonmots und macht sich Sorgen um seine Garderobe, Doyle ist pflichtbewusst und hat ein schlechtes Gewissen, weil er seine kranke Frau vernachlässigt. Der Exzentriker Wilde liebt es zu schockieren, so in einer Szene, wo er seinen Freund mit einer Person bekannt macht, die unter Umständen ein Transvestit sein könnte. Doyle und Wilde reisen nach Thraxton Hall in Lancashire. Hier soll ihre Gastgeberin bei einer Seánce von einem der Teilnehmenden erschossen werden. Auf dem Anwesen tummeln sich allerlei illustre Gestalten so wie eine alte Wahrsagerin, die ein Äffchen als Haustier hält oder ein ausländischer Graf, der seine Züge ständig hinter einer Gesichtsmaske verbirgt, weil er inkognito anwesend ist und nicht erkannt werden möchte. Es tauchen auch Personen auf, die tatsächlich existiert haben, so wie Daniel Dunglass Home, der hier den Namen Hume trägt (vermutlich um einer Verwechslung mit dem Meisterdetektiv zu entgehen); er war eines der berühmtesten Medien seiner Zeit, er besaß die Fähigkeit zu levitieren (frei durch die Luft zu schweben) und gab an, dass er sogar in der Lage sei, Pistolenkugeln, die auf ihn abgefeuert wurden, ablenken zu können. Tatsächlich war Home zu dem Zeitpunkt, wo die Geschichte spielt bereits tot, aber das ist nur eine der kleineren Freiheiten, die sich Entwistle nimmt. Ein interessanter Aspekt des Romans ist, dass Sherlock Holmes immer wieder als Geist erscheint und sich über seinen Schöpfer lustig macht, bzw. ihm den einen oder anderen Fingerzeig bei den Ermittlungen gibt. Es ist ein übernatürlicher Kriminalroman, was bedeutet, dass sich unheimliche Dinge ereignen, die auch am Ende nicht rational erklärt werden, gleichzeitig gibt es aber auch eine bodenständigere Krimihandlung. Wenn der Roman einen Makel hat dann, dass die Handlung nur äußerst langsam anläuft, es vergeht fast die Hälfte des Buches, bis die Protagonisten an ihrem Bestimmungsort eintreffen und mit der Aufdeckung des Rätsels beginnen können. Das ist der erste Teil einer Serie. Vielleicht kein kompletter Triumph, aber Wilde und Doyle sind auf jeden Fall ein amüsantes Gespann. Das gibt 3,5 Sterne mit Deerstalker.

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