Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

von Vea Kaiser 
4,1 Sterne bei124 Bewertungen
Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam
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Positiv (100):
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Musste das Buch zwar vom Deutschunterricht aus lesen war aber von der GEschichte die sowohl Herz als auch Witz hat mehr als begeistert

Kritisch (11):
Gwenflys avatar

War leider extrem langatmig und konnte mich erst ab dem letzten Drittel begeistern

Alle 124 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam"

'Ein großer Literaturspaß, ein sehr gelungenes Debüt' Denis Scheck
Ein 14,8 Meter langer Fischbandwurm, eine Seifenkiste mit Kurs auf den Mond, ein ungeahnt attraktiver Mönch im Jaguar, ein fallender Engel, eine schwangere Dorfprinzessin, eine altphilologische Geheimgesellschaft, eine nordic-walkende Mütterrunde, ein Jungfußballer mit dem Herz am rechten Fleck, eine sinistre Verschwörung der Dorfältesten sowie jede Menge poppige Blasmusik gehören zum unvergesslichen Mikrokosmos dieses Romans, der durch seine Hingabe an leuchtende Details und skurrile Begebenheiten, durch seinen erzählerischen Furor und seine Vielstimmigkeit besticht. Vea Kaiser entfaltet mit Verve, Esprit und unwiderstehlichem Witz die große Geschichte eines kleinen Dorfes und erzählt von einer Familie, die über drei Generationen hinweg auf kuriose Weise der Wissenschaft verfallen ist. Ein wagemutiges, herausragendes Debüt, das Kritik und Leser gleichermaßen verzaubert hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462046038
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:18.06.2014

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Rezensionen und Bewertungen

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    ninaliestvor 5 Monaten
    Vea, ich will einen Kaffee mit dir trinken!

    Durch ein Radiointerview wurde ich auf Vea Kaiser aufmerksam. Dort erzählt sie, dass nachdem sie in der Schule an einem Kurzgeschichtenwettbewerb teilgenommen hatte, das Jugendamt vor ihrer Tür stand. Ihre Geschichte war so wild, dass die Jury nicht glauben konnte, dass sich so etwas ein Kind ausdenken kann. Daraufhin war klar: ich muss ihren Debütroman lesen und irgendwann mal einen Kaffee mit ihr trinken! Vea, wenn du das liest, melde dich!

    „Blasmusikpop“ spielt in dem kleinen Bergdorf St. Peter am Anger, in dem die Uhren langsamer ticken als im Tal. Bei dem jungen Johannes Gerlitzen wird ein Bandwurm diagnostiziert, der ihn Tag und Nacht quält, nicht nur körperlich – auch seine Gedanken kreisen nur noch um den Wurm, weshalb er als einer der einzigen aus dem Dorf sämtliche Bücher zu dem Thema in der Bücherei wälzt. Nachdem seine neugeborene Tochter, Johannes‘ Erzfeind und Nachbar frappierend ähnlich sieht, beschließt er, das Dorf zu verlassen und in die Großstadt zu ziehen, um Arzt zu werden. Die Bewohner von St. Peter am Anger sind schockiert, denn noch niemand hat das Dorf je verlassen und erst recht verlässt man nicht seine Frau mit einem Neugeborenen.
    Doch obwohl es ihm niemand zutraut, wird Johannes Arzt und kehrt zurück nach St. Peter am Anger und findet in seinem Enkel einen Vertrauten, denn sonst interessiert sich in dem Dorf niemand für die Wissenschaft. Das Buch erzählt die Geschichte einer Familie, die über mehrere Generationen hinweg im Dorf auffällt, weil sie sich für wissenschaftliche Themen interessieren und sich nicht an die Dorfkonventionen halten.

    Spritzig und amüsant beschreibt Vea Kaiser das Leben in St. Peter am Anger. Von U8 Fußballspielen gegen das verfeindete Nachbardorf, welches in einer Massenschlägerei der Väter endet, von Mütterrunden, in denen man sich schämen muss, wenn sein Kind eine Allergie hat und von Dorfbewohnern, die dem Arzt Johannes suspekt gegenüberstehen, weil er so „hochg’schissen“ spricht.
    Dadurch, dass die Dialoge in österreichischer Lautsprache geschrieben sind, bekommen die engstirnigen Bürger aber etwas sehr liebenswertes.
    Vea Kaiser wird nicht müde an kuriosen Einfällen und auch die alltäglichen Dinge, die in kleinen Dörfern passieren, beschreibt sie so frisch und lustig, dass man beim Lesen ein amüsiertes Lächeln auf den Lippen hat. Ein Genuss!

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    awogflis avatar
    awogflivor 8 Monaten
    Alpines Dorf unter dem Mikroskop

    Gemäß meines Ziels schwerpunkmäßig österreichische Literatur zu lesen und  weniger bekannte österreichische Autoren zu empfehlen, möchte ich Euer Augenmerk auf diesen Roman lenken.

    Trotz der etwas reißerischen Aufmachung von Cover, Rückentext, Titel und der Kritiken, die schon fast als Drohung den Begriff innovativ und humorvoll zitieren, ist dieses Buch kein Roman mit schenkelklopfendem Witz aus hinterhältigen Bergdörfern, auch kein furchtbares, extrem gewalttätiges Heimatdrama mit unglaublichen Tragödien in der isolierten Bergwelt und auch keine kitschige Liebesschnulze am Berg, sondern ein ganz normaler, brillant geschriebener Generationenroman über ein dennoch ganz normales, abgeschottetes Dorf und eine Familie, die auf Grund ihrer Intelligenz und ihres Wissensdurstes zwar immer ein bisschen am Rande der Dorfgemeinschaft agiert, sich aber dennoch integriert.

    Die Story von St. Peter und der Familie Irrwein beginnt mit dem Großvater, der nach einem vermuteten Kuckuckskind und einem überlebten Bandwurm – an sich bis auf das Ende beinahe schon die kuriosesten Wendungen im Plot – aus dem von der Umwelt isolierten Bergdorf auszog, um in der Stadt Medizin zu studieren. Als die Ehefrau krank wird und stirbt, kehrt er zurück, installiert eine Arztpraxis am Berg und übernimmt die Erziehung seiner Tochter beziehungsweise später dann jene seines wissbegierigen Enkels.

    Die Dorfgemeinschaft und alle handelnden Figuren werden sehr liebevoll von der Autorin mit all ihren Stärken und Schwächen skizziert, die ganz alltäglichen Probleme der Familie Irrwein werden unter diesen speziellen Rahmenbedingungen geschildert, die Nöte eines alleinerziehenden Vaters mit der Tochter, die nicht so gerne lernen will, nicht aus dem Dorf weggehen will, um zu studieren und letztendlich den „falschen Mann“ (aber nur aus der Sicht ihres Vaters) heiratet, die Konflikte mit der Tochter, weil sich der Großvater in die Erziehung des hochbegabten Enkels einmischt …

    Als der Opa bei einem Hilfseinsatz als Arzt stirbt, geht die Generationengeschichte mit Fokus auf seinen Enkel weiter, der so anders ist als alle anderen in St. Peter und die Dorfgemeinschaft ablehnt. Seine Jahre im Gymnasium des Konvents werden ebenso beschrieben, wie seine Rückkehr ins Dorf auf Grund seiner verpatzten Matura und dem Umstand, dass er letztendlich durch einen Zufall doch noch seinen sinnvollen Platz im Gefüge der hochalpinen Gemeinschaft findet.

    Wobei das Happy End ist mir dann fast um eine Nuance zu happy und unwahrscheinlich. Vereinbart doch glatt Johannes A. Irrwein als Schreiber des Fußballclubs FC St. Peter unvermutet ein Freundschaftsspiel mit Hamburgs FC St. Pauli, weil dieser Verein grad 100 Jahr alt geworden ist, und die Analogie, dass der kleine Alpen-Peter mit dem großen Paul spielt, auch genauso genial verrückt findet wie ich. Ok diese unwahrscheinliche Kuriosität gefällt mir sehr. Letztendlich – und da wird es fast zu kitschig – erhebt sich das Dorf aus seiner selbstgewählten Isolation, neutralisiert die alten Querulanten bzw. Verhinderer (natürlich nicht gewalttätig, sondern liebevoll) und öffnet sich mit einem unglaublichen Fußballfest dem Leben da draußen.

    Stilistisch haben mir weiters die kurzen historischen Abrisse vor jedem Kapitel wahnsinnig gut gefallen. Sie zeigen, analog zu Johannes A. Irrwein, der wie Herodot ein Ethnienforscher werden möchte, wie und in welcher Form sich das Dorf über die Jahrhunderte von der Umwelt abgegrenzt hat. Da kommen auch kuriose Geschichten heraus, zum Beispiel dass Maria Theresia wegen der Einführung der Schulpflicht und weil sie eine Frau war, im Dorf gehasst wurde, ebenso wie ihr Sohn, der Chaot Josef, Kaiser Franz Josef und seine Sissi aber wegen ihrer Naturverbundenheit geschätzt wurden, wie mit Gemeindebuchfälschungen die Männer des Dorfes vor einer Einberufung als Soldaten im 2. Weltkrieg bewahrt wurden, die Einstellung der Dorfjugend zum 1. Weltkrieg, zu Napoleon, zum bischöflichen Kloster in der nächsten Ortschaft und vieles mehr. Dieser Stilgriff passt inhaltlich zum Thema, denn er erklärt die historischen Ursachen der Isolation und ist perfekt in den Plot integriert, da er die Aufzeichnungen von Johannes A. Irrwein beinhaltet, der schlussendlich neben seiner Integration in die Gemeinschaft erstens als teilnehmender Beobachter und moderner Ethnologieforscher und zweitens als Geschichtsforscher in seinem eigenen Dorf endet.

    Fazit: Eine ganz normale Generationengeschichte außergewöhnlich gut in einem außergewöhnlichen Ambiente erzählt. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt und kann sie nur wärmstens empfehlen, wenn auch das Ende für mich persönlich zu „heppi beppi“ ist. Ich glaube, die FAZ hat das Werk am treffendsten eingeordnet: „Es ist ein Bildungs-, Familien- und Coming-of-Age-Roman.“

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    Federfees avatar
    Federfeevor 2 Jahren
    Die Hälfte hätte auch gereicht

    Die Idee ist gut: ein Junge, der in einem einsamen Bergdorf aufwächst und sich so gar nicht zugehörig fühlt, ja, die Dorfbewohner fast sogar verachtet, bekommt die Gelegenheit zu einer fundierten Schulbildung. Als er die Matura (das Abitur) nicht bekommt und er weiter in seinem Dorf zurechtkommen muss, versucht er, seinem großen Vorbild, dem 'alten Griechen' Herodot nachzueifern und die Dorfbewohner wie einen fremden Stamm zu erforschen. Ohne dass er es zuerst merkt oder will, fängt er an, sich wohl zu fühlen, die Vorteile einer eingeschworenen Gemeinschaft zu sehen und ein geachtetes Mitglied zu werden.

    Das alles ist in epischer Breite erzählt und doch kommen mir die Figuren merkwürdig blass und manchmal sehr unglaubwürdig vor, wie z.B. den Holzschnitzer Gerlitzen, der seine Frau mit dem Neugeborenen verlässt, weil er glaubt, dass es von seinem Nachbarn ist. Nicht nur dass, er schlägt sich in die Hauptstadt durch und kehrt später als Arzt in sein Heimatdorf zurück. Das ist der Großvater der Hauptperson Johannes.

    Zu diesem all zu ausführlichen passt, dass jeweils Seiten in kursiv eingefügt sind, die die Geschichte des Dorfes von Anfang an berichten, eine Chronik also. Ich habe sie erst versucht zu lesen, aber nachher nur noch überflogen.

    Es gibt durchaus humorvolle oder interessante Passagen im dicken Buch, aber im Großen und Ganzen fand ich es langweilig. Es hat mir nichts gegeben und es wird in meinem Büchergedächtnis sicher schnell verblassen.

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    Ulenfluchts avatar
    Ulenfluchtvor 2 Jahren
    Ein Baum, auf dem Ideen wachsen

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Wissenschaft der Vea Kaiser etwas Botanisches in die Alpen gebracht hat. Es muss ein Baum gezüchtet worden sein, der Ideen hervorbringt und zwar ohne Unterlass. Meine Befürchtung ist, dass das Ding in den nächsten Jahren nicht nur Österreich zugewuchert hat, sondern den ganzen Planeten. Das ist aus dem Grund zu befürchten und nicht zu hoffen, weil dieses Buch dann nicht einzigartig bleiben wird, wenn erst jeder vom Baum der Ideen süße Früchte naschen kann und der Stift dann nur so übers Papier fliegt in jedem Häuschen von Reykjavík bis Rajasthan. Wir ertränken in Geschichten.

    Bis das aber so weit ist, bleibt Blasmusikpop quasi Patient Null und das ist gut so. Das Beeindruckende an diesem Roman ist nicht die Geschichte, die für sich eher unspektakulär ist, sondern eben die Art, wie sie erzählt wird. Man liest die haarsträubenden Einfälle gerne und kann sich lebhaft vorstellen, welchen Spaß die Autorin da in ihrer Ideenbaumwelt gehabt haben muss. Welch ein Fest der Fantasie!

    Dieses Buch fertig zu lesen hat mich jedoch mehrere Monate gedauert. So sehr man sich auch an den Absurditäten und der Eloquenz erfreut, so sehr zieht sich manchmal die Handlung hin und an manchen Stellen langweilt sie gar. Auch das Ende hat einige Schwächen und kann nicht mit den tollen Ideen des Restes mithalten. Hin und wieder gerät auch der Dialekt der Bergbarbaren zu einem anstrengend zu lesendem Unterfangen. Kleine Schwächen tun der Tatsache aber keinen Abbruch, dass dieses Buch eine wahre Entdeckung ist.

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    leseleavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Witzig, skurril, liebenswert. Vea Kaiser zeigt in ihrem Debüt ihr großes Erzähltalent.
    Über die Bergbarbaren

    Jene Bergbarbaren aus St. Peter haben im Laufe der Jahrhunderte Sitten und Gebräuche entwickelt, die der zivilisierte Leser erfahren soll, und vor allem möchte ich skizzieren, wieso sie so sind, wie sie sind, woher sie stammen und wie es kam, daß sie gegen die Zivilisierten Krieg führten. (S. 11)

    In St. Peter am Anger ticken die Uhren noch wie in früheren Zeiten: Man heiratet die Jugendliebe, übernimmt das Geschäft des Vaters, frönt die Mitgliedschaft in diverseren Vereinen, übertrumpft sich im Wettrinken (Männer) bzw. Kuchenbacken (Frauen), adaptiert mit Verzögerung und Vorsicht technische, modische sowie politische Neuerungen und bleibt generell einfach gerne unter sich. Außenstehende (auch in den eigenen Reihen) haben es schwer – eine Erfahrung, die auch Johannes A. Irrwein machen muss. Anders als die anderen Dorfkinder interessiert er sich nicht für Fußball oder Blasmusik und will auch nicht in die Fußstapfen seines Vaters, einen Zimmermann, treten. Stattdessen will Johannes Latein lernen, Wissenschaftler wie sein Großvater werden und die große, weite Welt jenseits der Alpen entdecken. Als er unerwartet durch die Matura-Prüfung fällt, ist er gezwungen, noch länger im Dorf auszuharren. Doch Johannes wäre kein Wissenschaftler, wenn nicht schnell ein neues Studienthema zu Hand wäre: die Erforschung der Bergbaren von St. Peter, in der Tradition seines großen Vorbildes Herodot. Johannes mischt sich unters Volk – und wird letztendlich nicht nur doch ein Teil der eingeschworenen Gemeinschaft, sondern ist auch verantwortlich für das größte Ereignis, das die Chronik von St. Peter je verzeichnet hat…

    Mit großer Begeisterung habe ich Vea Kaisers zweiten Roman Makarionissi verschlungen und war nach der Lektüre fest entschlossen, auch ihr Debüt Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam zu lesen, mit dem sie – zurecht, wie ich nach dem Beenden des fast 500 Seiten starken Buches sagen kann – Kritiker wie Leser 2012 gleichermaßen überzeugt hat.

    Die positiven Stimmen, denen ich mich anschließe, werden meiner Meinung nach primär durch Kaisers nichts zu leugnendes Erzähltalent hervorgerufen: Sie schreibt mit Witz, Charme und Esprit, führt einen mit einer Leichtigkeit durch ihre kleine Dorfwelt und schreckt dabei nicht vor Skurrilität und Stereotypen zurück, behält dabei aber das Maß und dosiert geschickt. Ihre zahlreichen Figuren sind zwar überzogen dargestellt und mit kuriosen Interessen und Eigenschaften ausgestattet und sollen – nicht zuletzt durch ihren Dialekt, der sich im Buch immer wieder ausgeschrieben findet – zum Lachen und Schmunzeln animieren; Kaiser gibt sie dabei aber nie der Lächerlichkeit preis, sondern porträtiert Land und Leute liebe- und respektvoll – ein schöner Zug, der mir auch schon in Makarionissi positiv aufgefallen ist. Am Ende der Lektüre ist einem eine ganze schrullige Dorfgemeinschaft, in der jede Figur, ob Protagonist oder Nebendarstellerin, einen wichtigen Platz hat, ans Herz gewachsen.

    Inhaltlich ist die Geschichte in ihren Grundzügen sicherlich weniger originell, handelt es sich doch zum Großteil um einen klassischen „Bildungs-, Familien- und Coming-of-Age-Roman“ (Klappentext), doch Vea Kaiser schafft es, ihre eigene Note zu setzen, sei es durch die alpine Ortswahl, die wissenschaftliche Liebe zu Bandwürmern  oder der immer wiederkehrende Bezug zu den alten Griechen, der sich auch in der Struktur des Romans wiederfindet (jedem Kapitel ist ein Auszug aus der Dorfchronik vorangestellt, zum Schluss findet es sich ein als „Volkszählung“  tituliertes Personenregister).

    Für mich war Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam ein großer literarischer Spaß, der mich zum Schmunzeln und zum Lachen gebracht hat, der mir aber nie banal oder seicht vorkam. Im direkten Vergleich mit Makarionissi konnte Vea Kaiser vielleicht nicht die ganze Zeit konstant Leichtigkeit und Spritzigkeit aufrechthalten, für ein Debüt bleibt ihre Leistung aber mehr als beeindruckend. Daher gibt es 4,5 Sterne von mir und ich freue mich auf weitere Romane der Jung-Autorin.

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    Farbwirbels avatar
    Farbwirbelvor 2 Jahren
    Witziges alpines Durcheinander

    Dieses Buch hat mich wirklich mal zum Lachen gebracht und dafür bin ich dankbar.
    Es geht in dem Roman um drei Generationen der Familie Gerlitzen, die in einem hochalpinen Dorf wohnen, das gegen jede Veränderung gewappnet ist.
    Johann Gerlitzen lebt als Holzschnitzer ein behütetes Leben, doch dann bekommt er ein Kind (Ilse) untergejubelt und einen Bandwurm. Dieser Bandwurm fasziniert ihn ungemein, so dass er den Plan fasst, Arzt zu werden, was er innerhalb einiger Jahre auch schafft.
    Ilse ist derweil zu einem frechen Mädchen herangewachsen und kümmert sich um ihre kranke Mutter. Bereits früh entwickelt sie eine Beziehung zu Alois Irrwein, den sie später heiraten wird.
    Johannes Gerlitzen kehrt nach St. Peter zurück, richtet sich seine Praxis ein und kümmert sich um Ilse.
    Zwar ist ihm die Verbindung zwischen Alois und Ilse ein Dorn im Auge, doch kann er sie auch nicht verhindern. Ilse Gerlitzen wird zu Ilse Irrwein und Johannes Gerlitzen wir zu Doktor Opa, denn er bekommt einen Enkel namens Johannes A. Irrwein geschenkt.
    Dieser kleine Johannes schlägt nun ganz aus der Art, ist kein Vergleich zu der Dorfjugend und kommt - nach langem Kampf - auf ein Klostergymnasium, um seine Matura machen zu können. Sein Opa verstirbt derweil.
    Der junge Irrwein setzt sich lieber mit den Griechen und vor allem Herodot auseinander, als Fußball in St. Peter zu spielen. Doch als er wider Erwarten durch die Matura fällt, beginnt er sich, gegenüber St. Peter zu öffnen.
    Irre Wege führen dazu, dass Johannes zum Organisator eines Fußballspiels zwischen dem FC St. Peter und dem FC St. Pauli wird und dabei erkennen darf, dass die St. Petrianer vielleicht lange allen Veränderungen getrotzt haben, dass sie aber durchaus aufgeschlossen sind und fähig sind, Veränderungen anzunehmen und auch anzufeuern.

    Der Roman ist in schmale Kapitel unterteilt, denen wiederum ein Historieneintrag vorangestellt ist, der ganz in der Tradition altgriechischer Chroniken steht. Dadurch erfährt man, dass das Dorf bereits lange vor der einsetzenden Geschichte Neuem gegenüber skeptisch war. Alles ging und geht in St. Peter seinen Lauf. Aus vier Familien kommen in jeder Generation vier Ältestenräte hervor. Die Kinder gehen immer zur Volksschule und erlernen dann das Familienhandwerk. Die Kinder werden nach den Eltern oder Großeltern benannt... usw. usf.
    Der Leser begleitet also die Familie, die sich nicht unbedingt an die Gepflogenheiten des Dorfes hält. Durch die tradierte Geradlinigkeit der Geschehnisse in St. Peter tut sich das Dorf schwer, die Familie Gerlitzen/Irrwein einfach machen zu lassen. Jeder gibt seinen Senf dazu und weiß es besser und am Ende geht es nur darum, die gewohnten Mechanismen weiterlaufen zu lassen.
    Der Clue des Buches liegt wohl darin, dass der komplette Roman erst einmal sehr ironisch daherkommt und eine vorgefertigte Meinung zum Dorf aufzeigt. Doch durch die sich wiederholenden Verweise auf Herodot, der bekannt für seine eingefärbte Geschichtsschreibung ist, wird dem Leser, aber auch Johannes A. Irrwein langsam bewusst, dass die Vorurteile selbst gemacht sind. Denn als die St. Petrianer der absoluten Herausforderung gegenüber stehen, dem FC St. Pauli ein super Fußballspiel bieten zu können, sind alle Bewohner dabei (außer der Ältestenrat) und freuen sich über die neuen Erfahrungen und Menschen. Johannes konnte eine hochnäsige Einstellung gegenüber den Dorfbewohnern haben, weil er immer nur von außen betrachtete. Erst durch die Innenperspektive kann er wirklich beurteilen.

    Trotz aller Moral ist das Debüt von Vea Kaiser an erster Stelle eine urwitzige Geschichte, die Spaß macht. Die wörtliche Rede der Dorfbewohner ist im Dialekt geschrieben, was das Lesevergnügen noch steigert.
    Mein Kritikpunkt: In dem Moment als Johannes anfängt, seine erste Chronik zu schreiben, werden einige Kapitel zu sehr mit diesen Versuchen vollgeladen. Der Lesegenuss leidet darunter. Das legt sich dann aber wieder.

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 3 Jahren
    Zwischen Dorfsatire und Alpenkitsch

    In dem kleinen österreichischen Dörfchen St. Peter am Anger – hoch oben in den Alpen – läuft alles ein bisschen anders als im Rest der Welt: Hier hat noch alles eine Kontinuität. Die Kinder übernehmen irgendwann den Familienbetrieb der Eltern, Tradition ist immens wichtig und die große weite Welt muss man gar nicht kennenlernen. „Hochgschissene“ braucht es im Dorf nicht. Johannes Gerlitzen widersetzt sich diesem Naturgesetz: Ein Bandwurm führt dazu, dass er sich für Würmer im Speziellen und die Wissenschaft im Allgemeinen zu interessieren beginnt. Eines Tages verlässt er sein Dorf, um in der Stadt ein Doktor zu werden. Das ist im Jahr 1960. Beinahe zehn Jahre später kehrt er in seine Heimat zurück. Als Johannes Großvater wird, nimmt er seinen Enkel unter die Fittiche, um auch aus ihm einen Wissenschaftler zu machen. Und in der Tat: auch den kleinen Johannes drängt es zu mehr als das, was sein Dorf zu bieten hat.

    Zunächst einmal: Vea Kaiser hat in ihrem Debütroman bewiesen, dass sie erzählen kann. Sie schreibt sehr flüssig und geschliffen, stellenweise mit viel Sprachwitz. Man gleitet beim Lesen geradezu über die Geschichte hinweg. Allerdings kommt es aber nicht nur darauf an, wie man erzählt, sondern vor allem auch was man erzählt und da liegt der große Knackpunkt. Anfänglich ist der Roman tatsächlich eine ganz nette Satire auf das Dorfleben und Kaiser nimmt mit einem Augenzwinkern die Eigenheiten der Dorfbewohner, deren Angst vor Neuem und die dörfliche Engstirnigkeit aufs Korn. Gerade wenn man selbst auf dem Land aufgewachsen ist, kommt einem einiges doch bekannt vor und lässt einen schmunzeln. Doch irgendwann lässt die Geschichte sehr nach, sie plätschert episodenweise vor sich hin, hat keine Höhen, keine Tiefen. Vor allem ab dem Teil, wenn der junge Johannes im Mittelpunkt steht, wird das Ganze zu einer seltsamen Mischung aus kitschiger Alpensaga und Pennälerroman. Die ständigen Stadt- / Land-Stereotypen und Dorf-Klischees beginnen zu nerven und das geschmierte Ende des Romans will so gar nicht mehr zum Anfang passen. Netter Ansatz, so richtig überzeugt hat mich der Roman letztendlich nicht.

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    Marapayas avatar
    Marapayavor 3 Jahren
    Zwischen Berg und tiefem tiefem Tal

    Zugegeben eine ganze Weile habe ich mich um dieses Debüt herumgedrückt, es in die Hand genommen, angelesen, wieder zurück ins Regal gestellt, auf später verschoben, was anderes gelesen und nun folgte bereits der zweite Roman der jungen Autorin – ein Anlass, sich doch endlich mal dem hochgelobten Debüt zu widmen.

    Zudem scheint es mir in letzter Zeit so, als würden ganz klar die Bücher meine Lesegeschwindigkeit bestimmen. Blasmusikpop scherte sich nicht um meinen hohen Stapel ungelesener Bücher, es forderte meine ungeteilte Aufmerksamkeit und bremste mich jedesmal aus, wenn ich Fahrt aufnehmen wollte. Ich sollte mir Zeit nehmen, dieses Dorf in den Alpen genau kennenzulernen, um es zu verstehen. Und um die Allegorie auf das Leben zu verstehen. Ja, ich fühle mich angesprochen und erwischt. Mit all meinen überheblichen Vorurteilen, meinem Stolz auf die akademische Ausbildung und meinem Leben in der Stadt, weit genug weg vom täglichen Kuhstall und Hühnermist. Vea Kaiser hält mir geschickt den Spiegel vor, wenn ich auch nicht Johannes heiße und sich meine Griechisch-Kenntnisse maximal auf die ersten 4 Buchstaben des griechischen Alphabetes beschränken. Aber ich fühle mit den unverstandenen Bewohnern, die sich von der Dorfgemeinschaft unterscheiden, aus der Konformität heraustreten, anders sind, dadurch vom Dorf unverstanden und zwangsläufig einsam. Wie gut kann ich mich in Johannes hinein versetzen, der schon wie sein Großvater lieber die Nase in die Bücher steckt, als sich beim Fußball die Hacksen brechen zu lassen. Der lieber mit den Kaninchen kuschelt, als sie mit Rosmarinkartoffeln auf dem Teller als Sonntagsbraten zu finden. Der sich selbst genügt und Angst vor den anderen, einfach gestrickten Kindern von St. Peter am Anger hat, die sich darüber lustig machen, dass er hochdeutsch redet, sich gegen den hiesigen Dialekt sperrt und Allergien entwickelt, die im Dorf unbekannt sind. Johannes will weg in die gebildete Welt, in die Stadt, zu den Wissenschaften und mir erscheint dies nur natürlich, ich drücke ihm die Daumen. Doch Widerstände gibt es eben auf der ganzen Welt und so verzögert sich der Abschied von St. Peter doch um mindestens einen ganzen Sommer. Und der hat es in sich. Wie dicke kräftige Watschn knallt mir Vea Kaiser meine Vorurteile und Abwertungen über die St. Petrianer um die Ohren und zeigt mir die eigene Borniertheit auf. Ich bin ein bisschen eingeschnappt, schließlich hat sie damit angefangen, ich habe ihr doch lediglich zugestimmt und muss mir nun auf den letzten Seiten diese Abkanzelung gefallen lassen? Aber Recht hat sie. Die Watschn ziepen, das Herz hüpft und ich lese als nächstes das zweite Buch von Vea Kaiser, vielleicht mache ich mich da dann schon etwas besser.

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    Ginevras avatar
    Ginevravor 3 Jahren
    „Wo der Herrgott z´haus is…“

    Im kleinen Dörfchen St. Peter, hoch oben in den österreichischen Alpen, ticken die Uhren anders: ja, sie scheinen sogar rückwärts zu gehen. 
    Das Leben verläuft in geordneten Bahnen, jeder hat seinen festen Platz in der Gemeinschaft, und der Lauf der Geschichte zieht seit dem Mittelalter an den St. Petrianern vorbei – bis im Jahre 1959 die Geschichte ins Rollen kommt. 
    Genauer gesagt, es gerät ein Baumstamm ins Rollen, der den jungen Johannes an der Schulter trifft, der daraufhin nicht mehr zum Holzfällen gehen kann. Johannes beginnt, die wenigen verstaubten, wissenschaftlichen Bücher aus der Dorfbibliothek zu lesen. Als er auch noch einen Bandwurm bekommt und seine neugeborene Tochter dem ungehobelten Nachbarn verdächtig ähnlich sieht, steht für Johannes fest: er will weg aus St. Peter, um Medizin zu studieren und Arzt werden.
    Jahre später kehrt er zurück und eröffnet eine Praxis, bleibt jedoch als kritischer Geist ein Außenseiter. Er beginnt, eine ausführliche Dorfchronik zu schreiben.

    Seine inzwischen erwachsene und verheiratete Tochter Ilse dagegen wünscht sich nichts mehr, als in der dörflichen Gemeinschaft ihren Platz zu finden. Doch ihr kleiner Sohn – ebenfalls Johannes genannt – ist ganz anders als die anderen Dorfjungs. Anstatt sich auf dem Fußballfeld zu behaupten, interessiert er sich nur für eins: Bücher!! --- Ilse ist verzweifelt: was soll aus dem seltsamen Bub nur werden??
    Viele leidvolle und amüsante Episoden führen dazu, dass Johannes seinen eigenen Weg findet – und dem Dorf einen gehörigen Schubs in die Moderne gibt…

    Vea Kaiser ist eine junge Autorin aus Österreich, die für ihren Roman „Blasmusikpop“ lange die österreichischen Bestsellerlisten anführte und einen Wiener Literaturpreis erhielt. Sie studiert u.a. Altgriechisch und interessiert sich für alle möglichen Wissenschaften.

    Mich hat diese außergewöhnliche Dorf- und Familiengeschichte von Anfang bis Ende ganz wunderbar unterhalten! Die Geschichte des kleinen Johannes, der mich ein bisschen an Hanno Buddenbrook erinnerte, hat mich richtig berührt, besonders als die Dorfbewohner mit allen Mitteln versuchen, ihn in ihre Gemeinschaft zu „integrieren“. Aber er lässt sich nicht unterkriegen – und bringt die Ordnung im Dorf ganz schön durcheinander.
    Am Ende stellt sich heraus, dass in (fast) jedem St. Petrianer ein neugieriger Geist steckt, der geweckt werden will. Durch diese positive Botschaft hat mit das Lesen sehr viel Spaß gemacht, besonders gegen Ende hin.

    Die (fiktive) Dorfchronik, die jedem Kapitel vorangeht, steckt voller witziger Details, z.B. floriert unter den ehrenwerten Dorfbewohnern und der verpönten Außenwelt der Schwarzhandel mit den seltenen Adlitzbeeren, die Pest und der Zweite Weltkrieg ziehen unbemerkt am Dörfchen vorbei, usw... usf….

    Fazit: ein witziges, scharfsinnig beobachtetes Buch, das mit sehr viel Liebe zu Details und zu seinen Figuren geschrieben wurde. Ich freue mich schon auf mehr von dieser talentierten jungen Autorin und vergebe gerne 5 von 5 Sternen!

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    tindernesss avatar
    tindernessvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Lesevergnügen. Endlich wird wieder mit Lust und Geist erzählt!
    Bahöö und die Liebe zu Herodot.

    Schon am Beginn des Buches lernen wir die Topographie des Dorfes St. Peter am Anger kennen, in dem uns eine naive Zeichnung den Dorfplan näherbringt. Den werden wir brauchen, denn auf rund 500 Seiten entführt uns die Autorin Vea Kaiser in einen Kosmos des Allermenschlichsten, und das über drei Generationen hinweg.  Damit wir uns aber auch ganz sicher zurechtfinden, gibt es am Ende des Buches eine Kurzbeschreibung der für den Roman relevantesten Bewohner des 500 Seelen Dorfes, an seiner Spitze die Antihelden und Geistesmenschen Johannes Gerlitzen und sein Enkel Johannes A. Irrwein. Und dann beginnt sie die turbulente Handlung und die Autorin lässt uns teilhaben an einem Lesevergnügen der besonderen Art, dem schrulligsten, unterhaltsamsten und witzigsten Buch, das ich seit langem gelesen habe.

    Vea Kaiser erzählt mit viel Hingabe, einem scharfen Blick, einer spitzen Feder und immer treffsicherem Humor die Begebenheiten in einem Dorf in unserer Alpenrepublik. Die energischen Versuche ihrer Protagonisten, sich der Geisteswelt der Zivilisation zu öffnen, scheitern meist: entweder an der feindlichen Außenwelt, dem Starrsinn seiner Bewohner oder an der eigenen Unzulänglichkeit. Unversöhnlich stehen sie einander gegenüber: die barbarischen Bergbewohner und die Zivilisierten, die sich an den Geistes- und Naturwissenschaften ergötzen. Es wird geherzt, gesportelt, gekämpft, geforscht, geschnackselt, gesoffen, erfunden und geheiratet an diesem fiktiven Ort, dass es eine Lust und eine Freude ist. Und ernsthaft wird dies alles aufgezeichnet, doppelt sogar: von unserer Erzählerin und einem selbsterkorenen Chronisten im Stile Herodots.

    Es liegt nahe, mit Spott und Hohn die lächerlichen Freuden eines derart selbstverliebten Lebens durch eine scharfsinnige Erzählung zu desavoyieren, die Romanfiguren als Idioten hinzustellen und über ein Witzfigurenkabinett epischen Ausmaßes zu berichten, sehr zur Gaudi der LeserInnen. Das tut aber Vea Kaiser nicht, denn sie ist, so scheint es fast, selbst ein Kind dieser Welt. Liebevoll nimmt sie sich der skurrilen Welt des Dorfes an, teilt mit uns das Lachen darüber, führt uns ein in die großen und kleinen Leiden von Gottes großem Zoo. "Angesichts des Todes wird alles lächerlich", hat Thomas Bernhard einmal gesagt, und gerne teilen wir das Lachen über die  Belanglosigkeiten und kleinen Katastrophen in St. Peter am Angern. Letztendlich geht es ja auch um uns, um unsere Selbstverliebtheiten, Obsessionen und Blödheiten, die wir so gerne hinter Ernsthaftigkeit und Seriosität verstecken.  Nein, wir schmunzeln beim Lesen dieses Buches nicht leise, wir lachen laut auf und klatschen uns vielleicht dabei auch auf die Schenkel - wenigstens erging es mir so in regelmäßigen Abständen bei der Lektüre. 

    Ein Vergnügen vom Feinsten also, was uns das Debüt dieser blutjungen Autorin hier beschert: respektlos, achtsam und stilsicher. Ein schräges Buch für schräge Zeiten von einem jungen Menschen mit großer Menschenkenntnis. Schlagen Sie deshalb an diesem Ort für die nächsten Tage und Wochen ihr Quartier auf  und lachen Sie sich die Seele frei.



    Die vollen zehn Minuten der Lesung von Vea Kaiser finden sie auf den Zehnseiten Literaturvideos.

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