Veit Etzold Final Cut

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Inhaltsangabe zu „Final Cut“ von Veit Etzold

Du hast 438 Freunde auf Facebook.
Und einen Feind.

Die Freunde sind virtuell,
der Feind ist real.

Er wird Dich suchen.
Er wird Dich finden.
Er wird Dich töten.

Du hast 438 Freunde auf Facebook.
Und keiner wird etwas merken.

Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis. Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose.

Erstes Buch von Veit Etzold - hat Lust auf mehr gemacht!

— Isabel_Benner

Fesselnder Thriller. Ziemlich brutal und blutig, mit inhaltlichen Ungereimtheiten.

— zickzack

Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Super spannend !

— SunnySideOfLife

Rasant, wahnsinnig und spannend bis zum Schluss.

— pandora84

Nach diesem Thriller hat man ein mulmiges Gefühl, wenn man sich in den sozialen Netzwerken bewegt!

— SanniR

Super spannender Auftakt der Reihe um Clara Vidalis. Sympathische Protagonistin, guter Erzählstil!

— KrisTina

Das Buch hat mich ein wenig an MacGyver erinnert, der konnte auch aus einem Kaugummipapier und einem Streichholz eine Bombe bauen...

— Trina284

Spannend, hart - nix für schwache Nerven.

— TheSilencer

Durchgehend spannend :)

— alinapfffr

Sehr gutes Buch. Irgendwie mochte ich den Killer, der mir auch leid tat.

— Saki___

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  • Final Cut

    Final Cut

    zickzack

    29. October 2017 um 18:49

    Ein gnadenloser Mörder treibt sein übles Spiel mit der Hauptkommissarin Clara Vidalis. Er ist berechnend und sadistisch zu gleich und er wird nicht aufhören, wenn man ihn nicht aufhält. „Final Cut“ ist der Beginn einer Serie von Veit Etzold um die Kommissarin Clara Vidalis. Ich beginne mal mit dem Einband. Es ist ein Klappcover, ziemlich schlicht eigentlich. Ein paar Risse im Deckel, die den Cut darstellen soll. Schlicht, aber effektiv, besser als jede kitschigen Coverbilder auf so manch anderen Buch. Mich spricht es an, auch wenn diese Machart dazu neigt, schnell kaputt zu gehen. Allerdings bin ich auch nicht die Erste, die das Buch liest. Ich habe es mir von meiner Freundin ausgeliehen, die es gelesen hat, dann ihre Mutter, jetzt ich. Für mich sollte ein Buch kein Schmuckstück im Schrank sein, sondern es ist richtig, wenn man sieht, dass es gelesen wurde. Erst dann wird das Buch für mich zu einem Buch. Trotzdem ist es schade, dass es bereits kaputt ist. Kommen wir nun zum Buch selbst: Die Sprache von Veit Etzold ist flüssig und gut zu lesen. Sie hat für mich die perfekte Rhythmik, die zu einem Thriller passt – fesselnd, spannend, man will es kaum aus der Hand legen. Obwohl ich sagen muss, dass die wiederkehrenden Metapher und Redewendungen irgendwann abgegriffen waren. Wie die Sache mit „der Säure die ihre Speiseröhre hochkommt“ oder das mit der U-Bahn, die kurz auftaucht und verschwindet oder die Brille des Killers mit dem „matten Edelstahlrahmen“. Ich weiß nicht, warum Etzold das dauernd wiederholt hat, welchen Effekt das Auslösen sollte. Bei mir ist das nicht angekommen.   Die Thematik in dem Buch ist sehr brutal. Da wird kein Verbrechen außer Acht gelassen – Missbrauch an verschiedenen Personen wie Geschlechtern und Alter, Zerstückelung mit einer Axt, Enthauptung, Sex mit einer Leiche… Ich fand jetzt nicht, dass der Autor jetzt zu sehr ins Detail gegangen ist, allerdings hat er mit wenigen Sätzen und den richtigen Worten dazu geführt, dass ich mir das ohne große Probleme bildlich vorstellen konnte. Wer da etwas sanft besaitet sein sollte, für den ist dieses Buch nichts. Auch wenn man sich diese Verbrechen durch die knackigen Beschreibungen gut vorstellen konnte, sollte man doch wissen, wo seine eigenen Grenzen liegen und dann abblenden können, wenn es zu viel wird. Mich hat es gefesselt und mich hat es immer wieder geschaudert, wenn es noch grausamer wurde. Der Tod und das Verbrechen wirken auf viele eine bestimmte Faszination aus. Nicht umsonst werden gern Krimis gelesen oder Krimiserien angeschaut. Der Autor hat auch viele Dinge angesprochen, die einen zum Nachdenken bringen. Einerseits die Tatsache, wie nachlässig heutzutage mit Daten umgegangen wird. Selbst ganz persönliche Sachen werden im Internet auf sozialen Netzwerken geteilt. Man macht sich damit selbst angreifbar, regelrecht zu einer Zielscheibe. Muss das sein? Kann man nicht auch Dinge privat halten, wie zum Beispiel Kinderbilder oder Hochzeitstag oder was weiß ich? Dann die Sache mit der Sensationsgeilheit der Menschen. Shows im Fernsehen werden immer extremer (Dschungelcamp), immer bloßstellender (DSDS). Liegt das wirklich an den Machern, die so krank sind oder an den Zuschauern, die immer verrücktere Sachen sehen wollen, damit sie sich nicht langweilen? Und wie weit werden die Kandidaten für etwas Geld und Berühmtheit noch gehen? Und dann die Sache, dass Polizisten für ihre Arbeit zu wenig Beachtung geschenkt wird, dass sie stattdessen noch in ihrer Arbeit behindert werden. Oder wenn ein Beamter zu einem extremen Mittel greifen muss, er dafür verachtet wird, während ein Verbrecher auf freien Fuß gesetzt wird, da die Gesetze es so verlangen und die wenigstens sich dafür interessieren. Alles Themen über die jeder Einzelne mal nachdenken sollte, obwohl ich mir gewünscht hätte, wenn der Autor bei einem geblieben wäre und es dafür intensiver behandelt hätte. Die Einbindung von Facebook war ja gut und dieses Thema, dass man mit Daten viel zu leichtsinnig umgeht, war auch sehr präsent. Trotzdem hätte er sich darauf konzentrieren sollen.   Die Charaktere: Ein Kommentator hat geschrieben, dass er Vidalis zu weich für den Job sieht. Finde ich nicht. Dieser Fall war sehr persönlich für sie, dass es schlimm gewesen wäre, wenn sie es kalt gelassen hätte. Überhaupt wäre es doch schrecklich, wenn man hier über eine Kommissarin lesen würde, die die Fälle überhaupt nicht berühren. Es macht sie doch erst griffig, wenn sie nicht nur rationale Kommissarin ist, sondern auch nur ein Mensch. Ich finde ihren Charakter allgemein noch nicht so ausgereift, da man über sie nicht allzu viel erfahren hat, außer dass ihre Schwester ermordet wurde. Mal sehen wie sich Clara in den nächsten Bänden entwickeln wird. Allgemein muss ich zu den Charas sagen, dass sie mir sehr klischeehaft rüberkamen. Wintefeld, Mentor von Clara mit der Angewohnheit zum Rauchen. Bellmann, cholerischer und überarbeiteter Chef. Hermann, dicker gummibärchenessender IT-Chef. Von Weinstein, Rechtsmediziner mit einem Tick und dann noch MacDeath oder auch Dr. Friedrich, Profiler natürlich mit Brille. Gerade Bellmann, Hermann und MacDeath kamen mir sehr klischeehaft vor und selbst Clara mit ihren Trauma in der Vergangenheit und der Killer an sich. Es kann ja nicht angehen, dass er von Natur aus böse ist, sondern dass er mehrere traumatische Erfahrungen in der Vergangenheit haben musste, um zu diesen eiskalten Killer zu werden, dass irgendwas in ihm zerstört sein muss, dass er so austickt. Fragt sich nur, wenn jeder, der etwas traumatisches erlebt hat, zum Killer wird, ob es dann überhaupt noch Leute gebe, die keine Killer wären. Weniger klischeehaft hätte dem Buch gutgetan. Und dieser Albert Torino… ob er überhaupt eine Perspektive verdient hatte, stellt sich mir langsam die Frage. Man hätte auch nur über seine Show kurz berichten brauchen, anstatt das man ihn so groß aufzieht. Der war als Charakter meiner Meinung total unnötig.   Zum Inhalt: Ja, die klügsten waren die Beamten nicht. Die haben nur analysiert und waren doch dem Killer die ganze Zeit einen Schritt hinterher. Im Klappentext heißt es, dass Clara nach und nach kapiert, dass er es persönlich auf sie abgesehen hat. Aber eigentlich war dies doch von Anfang an klar, da er sich schon bei seiner ersten Kontaktaufnahme an sie gerichtet hatte. Ich weiß auch nicht, warum die solange gebraucht haben, um zu kapieren, was Clara und ihn verbindet. Eigentlich haben sie das ja auch erst, als er es ihnen auf den Präsentierteller serviert hat. Sie wären niemals auf seine Spur gekommen, wenn er nicht von sich aus gezielte Hinweise gestreut hätte. Das Ende war im Übrigen Humbug. Warum lassen die Clara überhaupt allein fahren, wenn sie eigentlich in der Zentrale bleiben soll? Warum schicken die da nicht jemand anderen? Und warum zum Kuckuck geht sie dann auch noch allein einem Hinweis nach, ohne jemand zu benachrichtigen? Und dann kommt eine Nachricht von „Clara“ und Winterfeld glaubt dieser natürlich gleich und fährt dieser falschen Spur nach, anstatt mal zu hinterfragen, ob sie wirklich von ihr stammen kann. Und am Ende brauchten sie sich gar nicht feierlich auf die Schulter zu klopfen. Es war so, wie der Killer es in seiner letzten Nachricht gesagt hatte, nicht das LKA hat es beendet, sondern der Killer selbst.   Fazit: Wie gesagt fand ich es spannend, allein durch die Thematik und den guten Schreibstil. Die Figuren finden ich entwicklungsbedürftig an der einen oder anderen Stelle, damit sie mehr Ecken und Kanten bekommen, um nicht länger wie ein großes Klischee zu wirken. Auch inhaltlich hoffe ich auf mehr Intelligenz der Beamten. Das Buch hat mich aber gut unterhalten, dass ich erst im Nachhinein über diese inhaltlichen Pannen nachgedacht habe. Daher gebe ich dem Buch für den guten Auftakt vier Sterne.

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  • Veit Etzold - "Final Cut"

    Final Cut

    SanniR

    23. October 2017 um 20:03

    Bei "Final Cut" von Veit Etzold kommen auch Fans von blutigen Thrillern auf ihre Kosten. Das Cover ist wieder einmal dunkel gehalten. Und - wie so oft bei Thrillern - ist auch wieder die Farbe rot im Spiel. Doch nicht einfach nur in Form von "langweiligen Zeichnungen", sondern in Form von Einschnitten in die Vorderseite des Covers. Es sieht beinahe aus, als wäre das Buch durch Schnitte verletzt worden und unterstreicht somit den Titel - "Final Cut".  Ich mag ja solche besonderen Cover. Deshalb gibts dafür von mir schon mal einen Pluspunkt! ;-)   Klappentext: Du hast 438 Freunde auf Facebook.Und einen Feind.Die Freunde sind virtuell,der Feind ist real.Er wird Dich suchen.Er wird Dich finden.Er wird Dich töten.Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und keiner wird etwas merken. Zum Inhalt:  In Berlin treibt ein Killer sein Unwesen, der wie ein Computervirus agiert. Er ist scheinbar unsichtbar und allgegenwärtig. Zudem nennt er sich Der Namenlose. Es ist der erste Fall für Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team. Zwar sind sie sowieso schon für besonders schwere Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise des Namenlosen raubt selbst ihnen den Atem. Denn er lenkt die Ermittler stets in die falsche Richtung und er nutzt dafür auf grausam-geniale Weise die sozialen Medien.  Erst allmählich versteht die Hauptkommissarin, dass der Killer sein Spiel nur mit einer spielt: nämlich mit ihr: Clara Vidalis. Noch während die Polizei versucht, die Identität des Namenlosen zu lüften, startet Albert Torino - gewiefter Medienmogul - eine neue Castingshow. Keiner ahnt, dass einer diese Show für seine eigenen Zwecke nutzen wird...  Eigene Meinung Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich mir ehrlich gesagt etwas anderes vorgestellt. Ich dachte, es geht viel mehr um die Nutzung der sozialen Medien wie Facebook, etc.  Doch obwohl dies bloß eher am Rande eine Rolle spielte, war "Final Cut" außergewöhnlich spannend! Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal mit einem Buch des Autors Veit Etzold einen Versuch gewagt und bin absolut nicht mit dem Schreibstil klar gekommen. Doch vielleicht lag der Fehler einfach darin, dass ich mitten in der Clara-Vidalis-Reihe angefangen hatte. Einige Monate später dachte ich deshalb, ich wage erneut einen Versuch und starte mit dem ersten Fall der Hauptkommissarin.  Und dieses Mal war ich sofort mitten im Geschehen und musste immer weiter lesen! Anfangs hatte ich noch keine Ahnung wie die ganze Sache mit Albert Torino zu den Morden und dem Namenlosen passt. Aber Veit Etzold lässt am Ende nichts ungeklärt!  Fazit Wer regelmäßig die sozialen Medien nutzt, dem wird beim Lesen von "Final Cut" sicher ein bisschen anders. Mir ist jedenfalls das ein oder andere Mal eine Gänsehaut über den Rücken gekrochen, bei der Vorstellung, wie einfach jemand komplett Fremdes alles über einen herausfinden kann.  Ich werde nun auf jeden Fall auch noch weitere Bücher von Veit Etzold lesen!

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  • Veit Etzold - Final Cut

    Final Cut

    Chrissy87

    31. July 2017 um 12:01

    Gerade im Krimi- und Thriller Bereich lese ich so gut wie nie deutsche Autoren. Warum weiß ich nicht, ist aber so. Deswegen bin ich auch echt lange um den ersten Clara Vidalis Fall herum geschlichen, aber schlussendlich hat meine Neugier gesiegt, da meiner Meinung nach der Klappentext perfekt war. Eigentlich stand da nicht viel, aber was da stand hat mir so dermaßen in den Fingern gejuckt. Und ich habe es nicht bereut. Das war seit langem der spannendste Thriller den ich gelesen habe. Brutal, blutig, aber auch so unglaublich smart.Ich lese zwar nach wie vor kaum deutsche Krimiautoren, aber die Bücher von Herrn Etzold sind ein Muss für mich.

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  • Nicht ganz meines...

    Final Cut

    Trina284

    08. June 2017 um 15:39

    Das Buch hat mich ein wenig an MacGyver erinnert, der konnte auch aus einem Kaugummipapier und einem Streichholz eine Bombe bauen...

  • Serienauftakt

    Final Cut

    TheSilencer

    06. June 2017 um 07:18

    Wenn Bücherrücken sich mit Sprüchen wie "Spannung bis zur letzten Seite" schmücken, trifft es selten zu. Das ist bei diesem Buch anders.Grausam entstellte Leichen geben dem Berliner LKA Rätsel auf. Wieso vermißt niemand die Toten? Wieviel Zeit hat der Killer, seine Opfer in aller Ruhe derart herzurichten? Warum nimmt er ausgerechnet mit der Hauptkommissarin Vidalis Kontakt auf bzw. was bezweckt er, agiert er doch nahezu perfekt? Ignoriert man mal, daß Etzold bei der Kommissarin ein wenig auf ein ausgelutschtes Schema zurückgreift - leicht traumatisiert, weil sie sich den Tod ihrer kleinen Schwester vorwirft - und man so schnell bei US-Vorbildern ankommt, gelingt ihm hier ein knallharter Thriller, der sich widerum vor US-Schockern wie jenen von McFayden nicht zu verstecken braucht.Ganz nebenbei rührt der Autor noch bittersüße Zeitgeistkritik an unserer deutschen Medienlandschaft oder Strafzumessung unter. Ganz großes Kopfkino. Hart und nichts für schwache Nerven.

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  • Schockierender Thriller mit kleinen Schwächen

    Final Cut

    Bibbey

    09. March 2017 um 09:19

    InhaltClara Vidalis, Hauptkommissarin der Pathopsychologie in Berlin, wird von einem Killer, der mithilfe des Internets seine grausamen Taten plant und durchführt, zu einem schaurigen Spiel gezwungen. Der „Namenlose“ agiert unglaublich intelligent und geschickt, führt das Team rund um die Kommissarin immer wieder hinters Licht und wirft gleichzeitig die Frage auf, was mithilfe von sozialen Netzwerken und ein bisschen technischem Know-How alles möglich sein kann. Ist es überhaupt möglich, diesem Killer das Handwerk zu legen? Wird er es schaffen, auch andere Medien zu seinen Zwecken zu nutzen? Und was hat Clara Vidalis‘ Vergangenheit mit den grausamen Morden in Berlin zu tun?MeinungDas Buch war ein echter „Cover-Kauf“! Das Deckblatt überzeugt absolut, außerdem macht der Klappentext sofort neugierig. Ich finde das Thema rund um die Möglichkeiten des Internets unglaublich spannend. Es ist ein Bereich, der jeden von uns betrifft. Sind wir nicht alle in sozialen Netzwerken unterwegs, posten Bilder, schreiben, was wir gerade tun? Genau das macht sich der „Namenlose“ hier zunutze und wie genau er das tut wird von Veit Etzold hervorragend beschrieben. Der Autor hat mit genauen Erklärungen rund um das Medium Internet punkten können.Etzold schreibt stilistisch sehr ansprechend und bildlich, an manchen Stellen sehr blutig aber dafür ist es ja auch ein Thriller! Die Charaktere sind schön ausgeführt, allerdings hatte ich an manchen Stellen meine Probleme mit der Protagonistin Clara Vidalis. Ich wurde nicht recht warm mit ihr, habe zwar mit ihr gelitten und gehofft, hatte aber zeitweise das Gefühl, von ihren Gedanken ausgeschlossen zu werden. Gerade in der Mitte des Buches war das besonders auffällig, mir fehlte ein wenig das Private, die Handlung bestand stellenweise nur aus Dialogen, die zwar interessante Ermittlungsansätze hervorgebracht haben, mir aber ein bisschen zu eintönig wurden. Dafür überzeugen allerdings die anderen Charaktere, ganz besonders Prof. Dr. Martin Friedrich. Mit seiner Shakespeare-Besessenheit war er mir sofort sympathisch. Und auch den Spitznamen MacDeath fand ich in dem Zusammenhang unglaublich passend und einprägsam. Die Geschichte hat verschiedene lose Handlungsstränge, die sich irgendwann miteinander verbinden. Ab einem bestimmten Punkt wird allerdings klar, wie der Inhalt zusammenhängt und als Leser wird man schließlich nicht so sehr hinters Licht geführt wie bei anderen Thrillern, was ich aber bei einem spannenden Ende nicht weiter schlimm fand.FazitEin schockierender Thriller, dessen grausame Handlung genau so hätte passieren können und der immer wieder auch durch seine Gesellschaftskritik überzeugt. Blutig und nichts für schwache Nerven!

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  • Spannende und blutige Thrillerkost - empfehlenswert

    Final Cut

    Thommy28

    01. February 2017 um 15:51

    Einen guten Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung: Das Buch ist in drei Hauptteile, und zusätzlich in einen Prolog und einen Epilog gegliedert. Die drei Hauptteile umfassen insgesamt stolze 100 knackig kurze Kapitel.  Da die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird (darunter auch eine aus Tätersicht) ergibt sich eine sehr abwechslungsreiche Erzählung. Der Spannungsbogen kann durchweg hoch gehalten werden.  Die Schreibweise ist sehr gut, detailliert aber auch "blumig". Dem Autor gelingt es damit den Leser auch gefühlsmässig "einzufangen".   Leider ist es nicht gelungen dem Leser die Hauptprotagonistin wirklich nahe zu bringen. Bis auf die Tatsache, dass diese wegen eines Ereignisses aus der Vergangenheit schwer traumatisierte ist (ein Klischee, dass der Leser schon bis zum Überdruss häufig gelesen hat) bleibt diese seltsam blass und ohne Tiefe. Dafür versöhnt aber die rasante Handlung und auch das Thema, das noch nicht "ausgelutscht" ist. Sehr schön...! Für zartbesaitete Leser ist dieses Buch vielleicht nicht so ganz geeignet, denn es wird nicht mit Blut und Grausamkeiten gespart.  Insgesamt ein sehr guter Thriller mit noch ein wenig Luft nach oben. Auf jeden Fall aber ein sehr gelungener Einstand in die Thrillerreihe um "Clara Vidalis" die ich sicher weiter lesen werde. 

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  • mit Schwächen

    Final Cut

    P_Gandalf

    04. October 2016 um 21:27

    Blutig. Fängt an sich ganz gut an und auch der Nebenplot mit der Castingshow ist amüsant, womit Etzold seine Story als Seitenhieb gegen den Castingshow- und Social Network-Wahn verstanden wissen will. Die Integration dieser Nebenstory gelingt aber nicht wirklich und ist ziemlich gekünstelt. Am Ende verläuft sich die Handlung dann in zu vielen Klischees, die man woanders gesehen bzw. gelesen hat.

  • Final Cut oder Schuld und Sühne?

    Final Cut

    Ascari0

    18. July 2016 um 10:56

    Ursprünglich wollte ich diesen Roman eigentlich lesen, habe jetzt aber beschlossen, doch auf das Hörbuch zurückzugreifen, weil es von Franziska Pigulla, der deutschen Stimme von Dana Scully aus "Akte X", gelesen wird. Ich bin zwar im Allgemeinen eher ein Fan von männlichen Stimmen, aber Franziska gehört zu meinen absoluten Lieblingen in der weiblichen Liga :).Jetzt zum Hörbuch: Die Version, die ich gehört habe, ist gekürzt, aber soweit ich gesehen habe (Habe den Roman auch als E-Book da), wurde gut und intelligent gekürzt. Es fiel mir die längste Zeit nicht mal auf, dass ich eine gekürzte Fassung vor der Nase hatte. Soweit ich weiß, gibt es auch eine ungekürzte Version, dazu kann ich allerdings nichts sagen.Zur Story: Veit Etzold steigt zügig und ziemlich detailliert in seinen Roman ein. Da gleich am Anfang jemand zu Tode kommt, bekommt man auch recht schnell einen Eindruck davon, wie detailliert. Die Geschichte setzt dann mit dem Fund einer anderen Leiche an - und Kommissarin und Ermittler-Team sind mit einem Serienmörder konfrontiert, der bis dato wenigstens 13 Personen auf dem Gewissen hat und seine Opfer über das Internet ausspioniert.Mein Eindruck: Wer vorher schon Vorbehalte gegenüber sozialen Netzwerken und Dating-Portalen hatte, wird sie nach dem Lesen des Romans erst recht haben. Hier kommen einige wirklich üble Dinge zum Vorschein, die man am liebsten nicht sehen will. Hier liegt meiner Meinung nach aber auch die Stärke des Romans, da ich beim Lesen das Gefühl hatte, dass Etzold wirklich genau recherchiert hat.Was den Eindruck allerdings ein wenig getrübt hat, war das Ende. Das kam mir a) zu schnell und war b) auch gespickt mit Fehlern, die einem erfahrenen Team eigentlich nicht passieren hätten dürfen. Die gesteigerte Spannung baute allerdings darauf auf, das hinterließ damit bei mir einen etwas schalen Nachgeschmack.Insgesamt: Ein interessanter Thriller, der gut recherchiert ist, dessen Spannungsaufbau am Ende aber für meinen Geschmack eher verunglückt ist.

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  • Final Cut

    Final Cut

    Prinzesschn

    18. May 2016 um 13:28

    Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Tatsächlich hätte ich aufgrund der Rezensionen ein bisschen mehr erwartet. Ich bin zwar gut in das Buch reingekommen, da der Schreibstil flüssig und angenehm ist, jedoch hat es mich irgendwie nicht ganz abgeholt. Auch wenn ich die Perspektivwechsel mochte, besonders die des Killers, konnte es mich nicht ganz überzeugen. Manche Szenen sind definitiv nicht für schwache Nerven oder Mägen gemacht, aber ich als Thrillerfan, lese natürlich gerade sowas unheimlich gerne. Die Einbindung von Facebook fand ich recht spannend, da man viel zu leichtfertig mit Informationen umgeht, obwohl man eigentlich gar nicht weiß, wer alles darauf Zugriff hat. Ein bisschen unglaubwürdig fand ich allerdings, dass man einen Menschen über Monate hinweg digital am Leben halten kann, ohne dass es jemandem auffällt.

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  • Ein sehr packendes Leseerlebnis

    Final Cut

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. March 2016 um 01:53

    Dies war mein erstes Buch von Veit Etzold. Wäre ich nicht durch den Weltbild-Katalog auf ein Bundle mit diesem Buch aufmerksam geworden, so würde ich wohl noch nicht einmal von diesem Autor wissen. Ich muss zugeben, dass ich wenige deutsche Autoren kenne, die ein Händchen für das Thriller-Genre haben. Hier jedoch hat man so jemanden vor sich. Zugegeben, ich bin geprägt durch Sebastian Fitzek, doch es gibt eben nicht nur den einen deutschen Thrillerautor, den man zumindest einmal angelesen haben sollte. Aber jetzt zu dem Buch: Es fängt schon sehr spannend an, wobei ich dazu sagen muss, dass man von der härteren Sorte sein sollte um nicht gleich nach dem Prolog das Buch wegzulegen. Die Story an sich war wirklich spannungsgeladen und ich konnte den Schmöker kaum aus der Hand legen. Ich habe auch innerhalb von nur 1 ½ Tagen das Buch gelesen. Die Brutalität vom Anfang zieht sich wie ein Band durch die gesamte Geschichte. Man wechselt mit den Kapiteln teilweise die Perspektive und mir gefällt das hier ziemlich gut. Zwar ist es kein so großes Rätselraten wer Der Namenlose ist, jedoch erfährt man nach und nach immer mehr von ihm. Etwas schade fand ich, dass ich im Voraus grob gewusst habe, wie es endet. Aber ich verrate hier nichts, falls sich jemand das Buch kaufen will (nichts ist schlimmer als Spoiler). Wer schon die ein oder anderen Thriller gelesen hat, der kann hier ruhigen Gewissens zugreifen, denn man bekommt so ziemlich alles, was ein Thriller benötigt. Spannung, Action, Morde und nicht zu vergessen der nötige Thrill.

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  • Spannungsreicher Thriller

    Final Cut

    NyangrisFire

    27. February 2016 um 21:26

    Klappentext: Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und einen Feind. Die Freunde sind virtuell, der Feind ist real. Er wird dich suchen. Er wird dich finden. Er wird dich töten. Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und keiner wird etwas merken. Erster Satz: Nummer 12! Meine Meinung: Ich muss gestehen, dass dieses Buch ein reiner Cover Kauf war! Ich sah das Cover im Internet und wusste sofort, dass ich es haben muss und unbedingt lesen möchte. Auch als ich es dann endlich zu Hause hat, wusste ich noch nicht worum es ging. Erst als ich von jemandem gefragt wurde, worum es eigentlich ging, las ich den Klappentext und das Buch sprach mich noch mehr an. So habe ich es noch am gleichen Tag begonnen und verschlungen! Ein schrecklicher Serienmörder treibt sein Unwesen im Internet und in Berlin. Das Team rund um die Kommissarin Clara Vidalis ist ratlos und haben kaum verwertbare Spuren um ihn auf die Schliche zukommen, denn erst als der Täter ein Video von einer seiner Taten zu Clara persönlich schickt, bekommen sie etwas von seinen Taten mit. Es ist nicht seine erste gewesen und es wird auch nicht seine letzte sein. Zu aller erst muss ich den Schreibstil von Veit Etzold loben: ich finde seinen Stil absolut klasse. Ich konnte mir während dem lesen alles genau vorstellen und seine Beschreibungen sind wirklich gelungen. Leider waren es mir fast schon zu viele Beschreibungen, die sich manchmal etwas in die Länge zogen. Auch waren es mir etwas zu viele Anspielungen und Zitate im Bezug auf die Kirche und die Bibel. Die Idee selbst finde ich sehr toll, vor allem in Kombination mit dem Internet, welches in diesem Thriller eine sehr entscheidende Rolle spielt. Die Story selbst ist sehr logisch aufgebaut und es gab keine Momente, in denen ich das Erzählte nicht geglaubt habe. Clara Vidalis ist in dieser Buchreihe die Hauptperson. Leider war sie mir etwas zu stereotyp, dies kann aber auch sehr gut daran liegen, dass ich solche Hauptpersonen einfach schon zu oft in Büchern oder Filmen angetroffen habe. Trotz allem war sie mir sympathisch und sie ist eine sehr intelligente und engagierte Ermittlerin und Profilerin. Der Täter selbst war sehr interessant. Nur nach und nach erfährt man sein Motiv, wie genau er seine Taten plant und wie er sie dann schlussendlich durchführt. All das war wahnsinnig interessant und für mich war der Täter und sein Charakter facettenreicher als Clara Vidalis. Wie am Anfang schon erwähnt finde ich das Cover sehr ansprechend und der Klappentext ist auch sehr gelungen. Sowohl der, der hinten auf dem Buchrücken zu lesen ist (den könnt ihr unter "Klappentext" in dieser Rezension nachlesen), als auch der den man innen auf der Buchklappe lesen kann. Die Geschichte hat einen sehr gelungenen Spannungsbogen und ich habe die ganze Zeit mit gerätselt was noch passieren wird, wer der Täter ist und ob sie ihn schnappen werden. Das Ende gefiel mir sehr gut und ich habe die letzten Kapitel in weniger als 20 Minuten verschlungen. Des weiteren gibt es einige sehr lustige Momente auf Grund einer bestimmten Person, welche ich meine, werde ich nicht verraten. Fazit und Bewertung: "Final Cut" von Veit Etzold ist ein sehr gelungener und spannungsreicher Thriller und ein guter Auftakt der "Clara Vidalis" Reihe. Der Schreibstil ist wirklich toll und ich kam sehr schnell im Buch voran. Der Serienmörder ist sehr interessant, aber leider war mir  Clara Vidalis selbst etwas zu stereotyp. 8/10 Bücher _________________________Mein Blog: www.michelles-secret-storys.blogspot.com

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  • Final Cut - Veit Etzold

    Final Cut

    Lesen_ist

    12. January 2016 um 16:38

    Inhalt Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis. Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose. Meine Meinung Dieses Buch habe ich seit September 2015 und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin. Jetzt habe ich es gelesen und es hat viel zu lang gedauert, was daran wohl liegt, dass ich beim Lesen immer wieder eingeschlafen bin! Gleich im Prolog bekommen wir mit, dass ein Killer soeben sein zwölftes Opfer getötet hat. Jetzt liegt er in seinem eigenen Erbrochenen und Dreck auf feuchten Boden, schreit und verliert das Bewusstsein. Im ersten Kapitel treffen wir auf Clara Vidalis, Hauptkommissarin beim Morddezernat des LKA Berlin und Expertin für Forensik und Pathopsychologie. Sie beichtet gerade, weil sie sich schuldig fühlt, am Tod ihrer Schwester Claudia. Vor 20 Jahren hätte sie ihre Schwester abholen sollen, hat es aber vergessen. Claudia ist deswegen einem Serienmörder in die Hände gefallen, der sie tagelang missbraucht und am Ende getötet hat. Der Täter wurde nie gefasst. Und jetzt jagt Clara den Mörder und hofft eines Tages den Killer ihrer Schwester zu finden und zu töten. Von Anfang bis Ende bleiben Protagonistin und Antagonist flach und ohne Charakter. Man bekommt relativ bald den Eindruck, dass Clara Vidalis den falschen Beruf hat! Sie sollte inzwischen einiges gewohnt sein und trotzdem kommt es so oft vor, dass ihr »Magensäure wie flüssiger Stahl die Speiseröhre hinaufkriecht«. Wenn man das zum dritten Mal liest, kann man nur mehr seufzen und denken »schon wieder? Jetzt wird’s fad«. Der stärkste Eindruck von ihr ist, dass sie eher schwach ist, gar nicht dazu imstande brutale Serienkiller zu jagen. An einer Stelle muss sie Kraft sammeln, wegen eines traumatischen Ereignisses. Was laut ihren eigenem Denken 2 Jahre brauchen würde, überwindet sie in 5 Minuten! Ja, klar. Der Serienkiller, den sie nun jagen muss, ist nur etwas interessanter, liegt aber eher daran, dass er absolut geistesgestört ist. Bei ihm wird immer wieder erwähnt, dass er eine Brille mit mattem Edelstahlrahmen trägt. Habe ich spätestens beim zweiten Mal kapiert, aber für die Begriffsstutzigen muss man das wohl öfter erwähnen. Seine Vorgehensweise ist nicht schlecht, das muss ich ehrlich zugeben. Was sein eigentliches Ziel ist, er hat nämlich ein Ziel, blieb für mich ein Rätsel. Alle Figuren blieben für mich gesichtslos und leider auch charakterlos. Die Atmosphäre ist düster, liegt aber sehr stark daran, dass einiges in irgendwelchen Kellergewölben spielt. Eigentlich sollten die Beschreibungen der Taten, und die Opfer die gefunden werden, in mir ein Grausen hervorrufen, was aber nicht gelungen ist. Hauptkommissarin Clara Vidalis ist wieder einmal kurz vor dem erbrechen und mich lässt es völlig kalt. Vielleicht habe ich zu viele Krimis/Thriller gelesen und bin etwas abgestumpft? Das glaube ich ehrlich gesagt nicht, weil mich andere Bücher wirklich mitreißen können und eine Empathie mit dem Opfer eines brutalen Verbrechens hervorrufen. Die sozialen Netzwerke wie Facebook oder Partnersuche-Websites werden etwas verteufelt. Klar muss man im Internet Vorsicht walten lassen, man weiß nie, wer wirklich am anderen Ende vor dem PC sitzt. Auch geht es um solche Sendungen wie Dschungelkampf oder DSDS, nur schlimmer, weil es immer eine Steigerung geben muss. Ob das, was der Täter technisch umsetzt, auch tatsächlich möglich ist, kann ich als normaler Benutzer des Internets nicht sagen. Der Plot ist eigentlich ganz okay und auch neu. Tatsächlich hat mich die Idee, wie der Killer vorgegangen ist, an sich fasziniert, auch wenn die Umsetzung unwahrscheinlich scheint. Wären die Charaktere nicht so seicht und langweilig, gäbe es einiges an Potential. Alle halten Vorträge, auch der Autor selbst, während ein Serienkiller weiter mordet. Diese Vorträge haben mich regelmäßig in den Schlaf versetzt, was ein Grund ist, warum ich für die rund 450 Seiten eine Woche gebraucht habe! Einiges ist auch so unlogisch und unglaubwürdig. Eine angeschlagene Hauptkommissarin fährt allein zu einer Befragung und darauf zu einem möglichen Tatort? Obwohl ihr Vorgesetzter weiß wohin sie gefahren ist, fährt er auf eine SMS hin in die entgegengesetzte Richtung? Logisches Denken ist wohl nicht seine Stärke. Das Orten eines Handys fällt ihm auch reichlich spät ein. Ja, klar, muss halt so sein. Trotzdem fehlt es an Spannung, zumindest war es für mich so. Was die Inhaltsangabe verspricht konnte das Buch für mich nicht halten. Langweilige, konturlose Charaktere, unlogische Handlungen und eine Verteufelung von sozialen Netzwerken, haben mich nicht überzeugt. Der Plot hätte das Potenzial eines guten Thrillers, die Taten und Vorgehensweise des psychopathischen Killers sind neuartig, und trotzdem fehlt es für mich an Spannung. Es scheint, dies ist ein Buch, das man wirklich selbst lesen muss, um sich ein Urteil zu bilden, da die Meinungen sehr auseinandergehen. Empfehlen kann ich es nicht.

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  • Mord als Reality Show?

    Final Cut

    Patno

    Er trägt eine Brille mit einem Rahmen aus mattem Edelstahl und ist "Namenlos" Veit Etzolds Thriller "Final Cut" ist der Auftakt einer Buch-Reihe mit der Hauptkommissarin Clara Vitalis, erschienen 2012 bei Bastei Lübbe. Im multimedialen Zeitalter kommunizieren wir inzwischen hauptsächlich über soziale Netzwerke und übersehen mitunter die Gefahren, die die virtuelle Welt mit sich bringt. Nehmen wir einmal an, eine Facebook-Freundin wäre schon seit sechs Monaten tot und keiner hätte es gemerkt. Für ihre Freunde und Familie ist sie auf Weltreise und ein unsichtbarer Namenloser übernimmt die Kommunikation. Eben dieses Szenario macht sich in "Final Cut" ein Serienkiller zu Nutze und tötet, ohne das jemand die Leichen findet. Er inszeniert, er manipuliert, er ist ein Wahnsinniger, ein Perfektionist in seiner Rolle und führt dabei die Ermittler gradezu grotesk an der Nase herum. Hauptkommissarin Clara Vitalis versucht alles, um ihn aufzuspüren. Doch alle Ansatzpunkte scheinen sich im nichts aufzulösen. Plötzlich tritt der Täter mit Clara in Verbindung, macht sie zur Schachfigur in seinem perfiden Spiel. Denn auch in ihrer Vergangenheit gab es traumatische Ereignisse, die sie nie mehr loslassen und irgendwie scheinen zwei Schicksale miteinander verbunden zu sein. Für mich war es der erste Etzold und doch könnte man mich schon jetzt als Fan seiner Schreibkunst bezeichnen. Ich werde mit Sicherheit all seine Thriller lesen. Selten begegnete mir ein so perfekter, hochintelligenter Autor, in dessen Story einfach alles stimmt und der es zudem noch vermag interessantes Hintergrundwissen zu vermitteln. Etzolds Schreibstil ist unglaublich facettenreich. Seine bildlichen Beschreibungen des Wetters sind genauso faszinierend wie die detaillierte Darstellung der Leichen, bis hin zur Schilderung der Gedanken einer kranken Seele. Eine bemerkenswerte Wortwahl gepaart mit einer ideenreichen und anspruchsvollen Handlung runden das Ganze ab. Authentizität bekommt die Geschichte durch die Einbindung realer Bezüge und detailgetreue Ortsbeschreibungen. Clara Vitalis ist eine starke Persönlichkeit, die von ihrer eigenen kranken Seele beeinflusst wird und dadurch zu Höchstform aufläuft. Aber auch der Täter ist beeindruckend ausgearbeitet und ließ mich erschaudern. Klasse gemacht! Spannungsgeladen und gefesselt trieb ich durch die kurzen Kapitel, unfähig das Buch aus der Hand zu legen. "Final Cut" - ein Muss für alle Thrillerfreunde und mein 5 Sterne Lese-Highlight! Aber Vorsicht, dieses Buch ist nervenaufreibend, denn der Leser wird nicht verschont, sondern mit knallharten Tatsachen konfrontiert!

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    • 3

    Floh

    07. January 2016 um 09:38
  • Genial durchdacht!

    Final Cut

    Books-have-a-soul

    18. December 2015 um 10:14

    Clara ist Polizistin geworden, um Mörder zu jagen, seit ihre kleine Schwester vor mehr als 20 Jahren entführt, missbraucht und schließlich getötet wurde. Ihr wohlverdienter Urlaub steht vor der Tür, als sie bei der Arbeit ein mysteriöses Päckchen mit Blutflecken, auf ihren Namen erhält! Es beginnt die Jagd nach einem Psychopathen, der seine Opfer auf brutalste Art und Weise hinrichtet. Warum wurde das Päckchen ausgerechnet an die Kommissarin Clara adressiert? Was will der Mörder erreichen? Der Autor hat mich mit seinem Schreibstil sofort in seinen Bann gezogen. Von Anfang an baut sich langsam Spannung auf und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen.  Nicht nur Personen und Orte werden detailliert beschrieben! Empfindliche Menschen sollten die Finger von diesem Buch lassen, denn es werden viele Szenen haargenau und brutal beschrieben, sodass ich öfter mal schlucken musste! Die Polizistin Clara war mir sympathisch, aber ich empfand auch Mitleid mit ihr, da sie so stark an der Vergangenheit festhält und dabei vergisst zu leben. Bei den Ermittlungen konnte man richtig mit ihr mitfiebern und hoffen, den Mörder zu fassen.  Ab dem zweiten Teil wird auch aus der Sicht des Täters erzählt, man erfährt zudem nach und nach Details zu dessen Kindheit! Viele Wendungen und Vorgehensweisen des Psychopathen sind auf grausame Art genial durchdacht! Es hat wirklich viele Wow- und Schock-Momente gegeben und auch wenn manche Dinge durchschaubar waren, konnte mich der Autor oftmals überraschen. Für Thriller-Fans ein absolutes Must-Read!!!

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