Veit Etzold Tränenbringer

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Inhaltsangabe zu „Tränenbringer“ von Veit Etzold

Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!

Ein spannender und mitreißender Thriller, aber nichts für schwache Nerven. Das Ende ist ein bisschen zu einfach und wirkt etwas konstruiert.

— steffis-und-heikes-Lesezauber
steffis-und-heikes-Lesezauber

Für mich der bisher härteste Vidalis-Fall! Brutal, schockierend und teilweise sehr heftig - leider gefiel mir das Ende nicht besonders.

— Schmoekermaedchen
Schmoekermaedchen

Hauptkommissaren Clara Vidalis ist zurück ... Und mit ihr ein brutaler, packender und perverser Fall ... Thriller der Extraklasse ;)

— kn-quietscheentchen
kn-quietscheentchen

Die Erwartungen mehr als getroffen. Ein super spannender und schockierender Thriller. Bitte viel viel mehr davon!

— Insomnia1106
Insomnia1106

Die Angst vor dem Unbekannten - 5. Fall für Hauptkommissarin Clara Vidalis - Rasant, spannend, aber pervers angehaucht

— Nisnis
Nisnis

spannend und mitreißend

— Nirena
Nirena

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  • spannender und mitreißender Thriller, aber nichts für schwache Nerven

    Tränenbringer
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    19. September 2017 um 07:07

    Kurzbeschreibung:Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!Meinung:Obwohl ich die vorherigen Teile der Reihe nicht kenne, hat mich „Tränenbringer“ sofort angesprochen. Ich wollte schon lange mal ein Buch von Veit Etzold lesen und nun habe ich zugeschlagen.Und ich wurde auch wirklich nicht enttäuscht. Man ist sofort mitten in der Geschichte und diese ist wirklich nichts für schwache Nerven. Schon gleich zu Beginn gibt es eine Entführung, Androhung von Folter und Gewalt und grausam zugerichtete Leichen(teile). Dabei fand ich es gut, dass der Autor zwar nicht vor Grausamkeiten zurückschreckt, diese oft aber auch nur andeutet oder das schockierende Ergebnis präsentiert, aber die Einzelheiten der Fantasie des Lesers überlässt.Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und es gibt auch immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit. So begleitet man nicht nur die Ermittler, sondern bekommt auch Einsicht in die Gedankenwelt des Täters und seine Entwicklung. Dadurch ergibt alles ein stimmiges Ganzes und man ist den Ermittlern oft auch einen Schritt voraus.Die Kapitel sind ziemlich kurz gehalten und von Beginn an wirklich mit viel Spannung versehen. Anfangs sind mir ein paar Satzwiederholungen negativ aufgefallen, aber mit der Zeit hat sich das gegeben.Die Handlung ist fesselnd, eklig und doch auch persönlich, also die perfekte Mischung für solch einen Thriller. Dabei gibt es einige Wendungen und auch interessante Einblicke in die Denkweisen von Serienmördern und Erklärungen zu Fachbegriffen, die ich persönlich hilfreich und keinesfalls belehrend fand.Da ich die vorherigen Teile der Reihe nicht kenne, kann ich nichts zur Charakterentwicklung sagen. Mir persönlich ist nur aufgefallen, dass die Charaktere hier ein bisschen oberflächlich gewirkt haben, was aber bestimmt an dem fehlenden Vorwissen liegt. Vor allem Protagonistin Clara war mir nicht immer sympathisch und ich konnte ihre Verbohrtheit in manchen Dingen auch nicht wirklich nachvollziehen, aber wenn man sowas erlebt und täglich mit solchen Monstern zu tun hat, wird man wohl selbst etwas sonderbar.In der Handlung selbst hatte ich aber keine Defizite durch das fehlende Vorwissen, da die Fälle alle für sich abgeschlossen sind und der Autor hier auch viele Hinweise zu den vergangenen Fällen gibt.Das Ende fand ich ein bisschen einfach und es wirkte auf mich etwas konstruiert, aber im Großen und Ganzen ist es schon zufriedenstellend.Fazit:„Tränenbringer“ ist ein spannender und mitreißender Thriller und durch die beschriebenen Grausamkeiten nichts für schwache Nerven. Für mich gabs ein paar kleine Kritikpunkte, wie etwas oberflächliche Charaktere, wobei dies wohl am fehlenden Vorwissen liegt und ein etwas konstruiertes Ende. Aber im Großen und Ganzen habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt, weshalb ich gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung vergebe.

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  • Brutal, realistisch, echt

    Tränenbringer
    Emma.Woodhouse

    Emma.Woodhouse

    14. September 2017 um 08:33

    Inhalt:Clara Vidalis hat es dieses Mal mit einem besonders grausamen Serienkiller zu tun. Er entführt 18-jährige Mädchen, foltert sie und schickt ihren Eltern Leichenteile. Doch den Serientäter zu finden, erweist sich als sehr schwer und bringt sie auf eine noch ganz andere Spur ...Meinung:Das Cover ist mal wieder einfach nur grauenerregend. Das Blut trieft nur so und es hat auch einen tollen haptischen Effekt wenn man darüber streicht. Wenn man jetzt noch den grandiosen Titel dazu nimmt, hat man alles was ein Thriller braucht.Und wovon das Cover nur so erzählt, genau das bekommt man auch. Das Buch ist getränkt von Blut weil der Täter seine Weg mit Leichen pflastert. Diese Morde und auch die Toten werden in einer grausamen Präzision geschildert, sodass einen das Grauen packt. Noch intensiver wird es durch den ständigen Perspektivwechsel. Nicht nur das wir Claras Sichtweise mitverfolgen können auch die des Täters und zwar zum einen aus der Ist-Zeit und der Vergangenheit. Das lässt einen, einen überraschenden Blick in die Psyche des Täters machen. Es lässt den Täter so menschlich wirken und das Ganze wird noch realer. Der Autor schafft es ein gewisses Maß an Mitgefühl für den Täter aufkommen zu lassen aber er zeigt auch ein klares Bild davon wie er zu diesem Killer wurde. Dadurch das man nur Stückchen für Stückchen, die Informationen erhält, bleibt das Buch durchweg spannend. Es ist aber auch diese Schonungslosigkeit mit der der Autor schreibt und Dinge beim Namen nennt. So ist mir dieser Satz von MacDeath auch direkt im Kopf geblieben: "Um die Monster zu verstehen, muss man eine Weile in ihren blutigen Stiefeln mitlaufen". Der Autor macht aber auch nicht vor seinen eigenen Charakteren halt. Natürlich ist einem bewusst das bei einem Einsatz immer etwas passieren kann, etwas schief geht aber man ist so in der Geschichte und mit den Figuren verwurzelt, das man ihnen automatisch eine Immunität zu spricht. Aber dieser Fall ist für Clara Vidalis aus verschiedenen Gründen etwas sehr persönliches. Sie wird an den Tod ihrer Schwester erinnert und muss erneut mit einem Verlust umgehen. Der Täter kommt ihr so nah, das man seinen Atem im Nacken zu spüren scheint. So manches Mal hatte ich eine Gänsehaut weil es einfach zu real ist. Es ist so echt und greifbar, das ich mittlerweile mit ganz anderen Augen durch Berlin laufe.Wenn man einen Veit Etzold liest, sollte man sich auf schlaflose Nächte gefasst machen, das hat der Tränenbringer mal wieder bewiesen. Absolut empfehlenswert für alle Thrillerfans die es zudem blutig mögen.Brutal, realistisch, echt - so wie ein Veit Etzold sein sollte!

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  • Sprachlos!

    Tränenbringer
    Insomnia1106

    Insomnia1106

    11. September 2017 um 21:22

    So lange habe ich auf den neuen Fall von Clara Vidalis gewartet und nun kam nach zwei Stand-Alones endlich ein neuer Teil der Thrillerreihe heraus. Meine Erwartungen waren hoch, doch Veit Etzold gehört nicht umsonst zu meinen Lieblingsautoren, denn er hat meine Erwartungen mehr als nur übertroffen.Worum geht es? Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!Das Buch kann man gut und gerne in einem Stück durchlesen. Es wird in viele Kapitel unterteilt und die ständigen Sichtwechsel machen es absolut spannend. Auch hier werden wir wieder in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele geführt. Durch den Schreibstil und die genauen Hintergrundinformationen lässt die Geschichte einen gar nicht los. Ein ganz tolles Werk ist durch Veit und auch durch seine Frau Saskia entstanden.Ganz lustig fande ich die eine Passage im Buch, bei der es um die vorgeschriebenen Lautsprecher bei der Leichenobduktion geht. Bei der Lesung von "der Totenzeichner" hat Saskia uns schon von dieser lustigen Aktion erzählt und ich fande es super toll dass es nun auch in diesem Werk niedergeschrieben wurde. So ein sympatisches Paar.Das Buch lässt sich auch alleine lesen, doch ich empfehle es in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn die Charaktere machen allesamt eine tolle Entwicklung. Man kann sie vom ersten Tag an begleiten, sieht die Höhen und Tiefen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.Für mich der beste Thriller des Jahres. Bitte viel viel mehr davon!

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  • Die Angst vor dem Unbekannten - 5. Fall für Hauptkommissarin Clara Vidalis

    Tränenbringer
    Nisnis

    Nisnis

    11. September 2017 um 18:30

    Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting! (Quelle: Knaur Verlag)Der Autor:Dr. Veit Etzold ist Autor von sechs Spiegel-Bestseller-Thrillern, die in sieben Sprachen übersetzt wurden. Er studierte internationales Management an der IESE Business School mit Stationen in Barcelona, New York, San Francisco / Silicon Valley und Shanghai. Er arbeitete für die internationale Strategieberatung Boston Consulting Group in Europa, Asien und den USA, Booz & Company, die Allianz Gruppe und als Berater für die globale Bergbaufirma Gaia Mineral Resources und die Investmentholding African Development Corporation in Ruanda, Hong Kong und Peking. Er ist Berater des Auswärtigen Amtes, Mitglied in unterschiedlichen Expertengruppen der Atlantikbrücke und Dozent für Geopolitik an der IESE Business School und an der Singapore Management University. http://www.veit-etzold.de/ (Quelle: Knaur Verlag)Reflektionen:Mühelos gleitet man in die Geschichte hinein, denn Veit Etzolds Schreibstil, so flüssig und angenehm, macht es einem leicht einzutauchen. Die Story beginnt rasant. Ein Junkie taumelt über eine Straße, er hält ein Paket festumklammert in seinen blutverschmierten Händen, ein Autofahrer kann noch rechtzeitig reagieren, aber dann muss ein LKW ausweichen und rast in die Hauswand eines Hotels. Wie durch ein Wunder gibt es bis auf den verwahrlosten Junkie keine Verletzten.Die ärztliche Versorgung des Junkies wird jäh unterbrochen, als der ungepflegte Mann anfängt um sich zu beißen und von perversen Pfählungen und von dem Tränenbringer faselt. Erkennungsdienstliche Untersuchen bringen hervor, dass der Mann Spuren von Gehirnmasse an den Stiefeln trägt. Bevor man ihn näher befragen kann, muss er aus medizinischen Gründen ins Koma versetzt werden. Als man das Paket öffnet, findet man darin ein paar post mortem abgetrennte Füße.„Was dazu führte, dass die Menschen in dem Film ihre Hand freiwillig in siedendes Öl steckten. Und dann die frittierte Hand aßen. Eine Frau schnitt sich die Nippel und die Schamlippen ab. Und schließlich schnitt sie sich ihr eigenes Auge aus und aß es. Stopfte all das in sich hinein.“ (Zitat)Zeitgleich erhält der Vater eines 18-jährigen Mädchens ein Paket, in dem die Nase seiner Tochter, ihr Schlüpfer und ihr Handy liegt. Dann erhält der Vater einen Anruf.Die taffe Clara Vidalis, Expertin für Forensik und Pathopsychologie des LKA, steht vor einem neuen rätselhaften Fall, der eine Jagd nach dem schlimmsten gesellschaftlichen Abschaum auslöst und sie an ihre persönlichen Grenzen bringt. Noch immer leidet sie unter Schuldgefühlen zum Tod ihrer kleinen, ermordeten und missbrauchten Schwester, die sie nicht beschützen konnte und so kommt sie in große, persönliche Bedrängnis und Not, als sie erfährt, dass sie schwanger ist. Noch immer lebt sie leicht distanziert mit Mac Death zusammen, der sie gern heiraten will. Aber so weit ist Clara noch lange nicht.Eine zweite Perspektive erzählt die Klischees behaftete Geschichte von Torstens Jugend in den 80er Jahren, der von seiner Mutter seelisch missbraucht wird und nur als Abschaum und Dreck bezeichnet wird. In ihm brodelt es, er steht kurz davor zu explodieren, quält Tiere, aber diese Perspektive steht noch ganz am Anfang.„Dann sollte der Inkubus mal wieder begnadigt werden, dieser wahnsinnige Killer, der Frauen umgebracht hatte, nachdem er vorher deren Mülleimer durchwühlt und sich aus den benutzten Tampons der Frauen einen Tee gekocht hatte.“ (Zitat)Wie gewohnt zeichnet Veith Etzold ausgesprochen intensive Charaktere. Rückblicke auf vorangegangene Kriminalfälle, intensivieren noch einmal die Präsenz dieser spannenden Reihe, doch nach 157 Seiten hat mir dieses Wiedersehen gereicht, auch wenn ich die Figuren nach wie vor mochte.Im Laufe der Handlung geschehen nicht nur brutale Verbrechen, sondern auch Ausflüge in die tiefsten menschlichen Abgründe. Als Thriller-Liebhaber kann ich mit blutigen Fakten sehr gut umgehen und mich schockt so schnell weder Täter noch Tatort, aber das, was ich in diesem Buch an Widerlichkeiten vorfand, ließ es mich nach 160 Seiten zuklappen.Ich kann nicht verstehen, dass ein Bestseller-Autor so tief in die Kiste des Ekels greifen muss, wenn er mit literarischer Intelligenz gesegnet und mit scheinbarer Leichtigkeit einen Spannungshöhepunkt nach dem anderen zaubern kann, ohne sich eines perversen Wortschatzes bedienen zu müssen. Das nenne ich Kunst. Veith Etzold versteht es, Spannung zu erzeugen, aber mit Der Tränenbringer geht er für mich persönlich einen verbal perversen Schritt in seiner Ausdrucksweise zu weit. „Ihr Bauch war von der Brust bis zum Schambein aufgeschnitten. Teile der Innereien fehlten oder hingen aus dem Leib heraus. Dünn- und Dickdarm aber hatte der Täter aus der Bauchhöhle herausgezogen und der Leiche wie einen Strick um den Hals gelegt. „ ... „Erdrosselt mit den eigenen Innereien?“ (Zitat)Wenn ein Täter von benutzten Tampons Tee kocht bitte, aber Veith Etzold hat es eigentlich nicht nötig, Leser mit Perversionen zu berieseln. Natürlich ist es eine Frage des Geschmacks, ob man bereit ist verbal perverse Sätze in der Form zu lesen, ich bin es nicht.Fazit und Bewertung:Im 5. Band der Reihe um Hauptkommissarin Clara Vidalis macht sie erneut Jagd nach dem schlimmsten Abschaum der Gesellschaft und stößt dabei an ihre persönlichen Grenzen. Wer es blutig und pervers mag, der ist mit diesem rasanten und klischeebehafteten Thriller in guter Gesellschaft. Für mich persönlich geht Veit Etzold in seiner Ausdrucksweise immer wieder einen Schritt zu weit in Richtung Perversion. Schade eigentlich, denn er wäre literarisch intelligent in der Lage, auf einen derartigen Wortschatz verzichten zu können und würde dennoch eine hochspannende und fesselnde Geschichte erzählen. ©nisnis-buecherliebe

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  • Wendungsreich,absolut perfide und gnadenlos

    Tränenbringer
    aly53

    aly53

    07. September 2017 um 00:31

    Ich bin ja niemand, den man leicht an seine Grenzen bringt und ich kann auch wirklich einiges ertragen. Aber was Veit Etzold hier zu Papier gebracht hat, geht einfach mehr als unter die Haut.Wo ich auch schon beim Thema wäre: Haut.Es zerfetzt, zerreißt, dringt unter der Oberfläche durch und zeigt wo die wahren Abgründe versteckt sind. In all seiner Größe und BestialitätBereits auf den ersten Zeilen fuhren mir eiskalte Schauer über den Rücken und der Würgereflex setzte ein. Ich ertrag viel, aber das konnte mein Magen dann doch nicht so recht mitmachen.Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die einzelnen Kapitel sind normal gehalten, was den Lesefluss sehr begünstigte.Veit Etzold versteht es sofort , das wahre Grauen vor Augen zu führen. Und man hat nur einen Wunsch. Dem Ganzen auf den Grund zu gehen, es zu analysieren und den Täter zur Strecke zu bringen.Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Denn er ist perfide, gnadenlos und geht mit sehr viel Kalkül vor.Zudem ist er scheinbar nicht zu fassen. Er ist ein Phantom, der die Straßen durchstreift.Er hinterlässt nur Spuren, die er hinterlassen will.Clara Vidalis hat es mit einem extrem gefährlichen Täter zutun, der scheinbar alle Grenzen sprengt.Der Autor schreibt sehr klar, bildgewaltig. Beschönigt oder verschleiert nichts und gerade deshalb, ist es auch so beängstigend.Was ich wirklich sehr gelungen fand, man erfährt Täter- , Opfer - und auch Claras Perspektive. Was dem Ganzen sehr viel Raum und Tiefe schenkt. Aber zugleich kann man die Gedanken und Handlungen analysieren und in sich aufnehmen.Eine beginnende Faszination machte sich in mir breit, denn dieser Fall ist erschütternd und interessant zugleich.Dabei versteht es der Autor perfekt mit den Ängsten der Leser zu spielen. Er lässt Wendungen und Überraschungen einfließen, die es in sich haben und gleichzeitig auch sehr viel offenbaren.Selten hat mich ein Thriller so unglaublich in Atem gehalten und alles andere vergessen lassen.Natürlich gibt auch viel Ermittlungsarbeit, aber die empfand ich als genauso interessant und wichtig.Man rätselt mit Clara und ihrem Team mit und will den Täter um jeden Preis fassen.Kein einfaches Unterfangen, denn Clara bekommt einige Stolpersteine vor die Füße geworfen. Es bremst sie aus und gleichzeitig macht es sie auch stärker.Sie wird spürbar an ihre eigene Grenzen gebracht und daran wächst sie auch.Doch wird sie gegen diesen kaum zu fassenden Täter bestehen können?Oder wird es sie am Ende alles kosten?Wut, Verzweiflung und Ängste , die sich immer mehr nach Vorne drängen.Die Zeit rennt und zerrinnt förmlich zwischen den Fingern.Man wird atemlos, gehetzt und fühlt sich immer mehr unter Druck.Es ist keine leichte Kost, daher nicht unbedingt für sanfte Gemüter geeignet.Doch obwohl es so nervenzehrend und bestialisch zugeht , wirft man auch einen Blick unter die Oberfläche und ergründet wo der Ursprung ist.Erleichterung erfährt man durch Clara und MacDeath. Besonders letzterer hat mich häufig zum schmunzeln und Augen verdrehen gebracht und dem ganzen eine besondere Note verliehen.Und gerade Clara hat mal wieder bewiesen, das sie keine von den normalen Frauen ist. Was mich einerseits immer wieder zum schmunzeln bringt. Mir aber auch andererseits immer wieder vor Augen führt, warum ich sie so mag und schätze.Ich hab in jeder Sekunde gehofft, gezittert und gebangt. Es gab kein entkommen mehr, man war längst mittendrin.Und obwohl ich es wirklich unfassbar fand, was mir hier wieder fuhr , so ist es mir auch unter die Haut gegangen.Ein Schmerz der kein Ende nehmen will. Tiefer seelischer Schmerz, der alles in den Schatten stellt und vor Verzweiflung aufschluchzen lässt.Der zeigt das es einfach mehr ist.Die Charaktere waren für mich allesamt sehr greifbar und auch authentisch gestaltet. Ich konnte mich ein Stück weit in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen.Clara und ihr Team sind mir längst sympathisch geworden. Ich mag sie und gerade deswegen , hat es mir immer wieder Gänsehaut beschert.Die Story selbst ist enorm spannend, facettenreich und wendungsreich gehalten.Ein fünfter Band bei dem mir förmlich hören und sehen verging.Der Autor hat mich auch hier mit seiner lebendigen und mitreißenden Art zu schreiben, in einem unglaublichen Sog gezogen, aus dem ich alleine nicht mehr herauskam.Jetzt hoffe ich, daß der nächste Vidalis Thriller nicht mehr so lange auf sich warten lässt.Fazit:Mit seiner Clara Vidalis Reihe schreibt der Autor einen Pageturner nach dem anderen .Auch der fünfte Band ist sehr gut ausgearbeitet, wendungsreich und absolut perfide und gnadenlos.Am Anfang ist man schockiert und entsetzt, dann kann man sich gar nicht mehr lösen und inhaliert das Ganze einfach nur.Abgründig, erschütternd und doch ist es mir tierisch unter die Haut gegangen. © magischemomentefuermich.blogspot.com

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  • spannend und mitreißend

    Tränenbringer
    Nirena

    Nirena

    05. September 2017 um 19:09

    "Tränenbringer" ist der fünfte Teil der Reihe um Clara Vidalis. Aufgrund der fortlaufenden persönlichen Komponente ist es sicher sinnvoll, die Reihe von Anfang an zu lesen, da die einzelnen Fälle aber in sich geschlossen sind, kann man diesen auch ohne Vorkenntnisse folgen.Der Lesefluss ist sehr gut: Es geht direkt von Anfang an in medias res, regelmäßige Perspektivenwechsel sorgen dafür, dass Langweile gar nicht aufkommen kann und Spannung und Neugier beim Leser durchgehend bestehen bleiben.Für Zartbesaitete ist "Tränenbringer" sicher nicht die richtige Lektüre, allerdings ist man dies von Veit Etzold ja auch gewohnt. Sehr plastisch werden die Zustände der jeweiligen Opfer dargestellt, allerdings immer so, dass man es keinesfalls mit einem reinen Splatterroman verwechseln kann.Die Handlung ist gut aufgebaut, es gibt regelmäßig Wendungen, mit denen der Leser so wohl nicht gerechnet hat und auch wenn man einiges über die Psyche von Serienmördern und die Abläufe von polizeilichen Ermittlungen erfährt, hat dies nichts Belehrendes.Die Charaktere sind dem Leser zwar im Großen und Ganzen bereits bekannt, aber der Autor schafft es, dem immer noch etwas hinzuzufügen, was man noch nicht wusste und auch unser Täter ist sehr vielschichtig angelegt.Als Fan von MacDeath habe ich mich gefreut, dass er auch hier wieder eine größere Rolle spielt und man auch über ihn wieder etwas mehr erfährt."Tränenbringer" ist nicht nur ein würdiger Nachfolger der bisherigen Teile der Reihe, er ist auch ein spannender, mitreißender und fordernder Thriller - ich hätte direkt mit einem Nachfolger weiterlesen können!

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  • Ein fantastischer Thriller, den ich kaum aus der Hand legen wollte!

    Tränenbringer
    Bookilicious

    Bookilicious

    02. September 2017 um 20:44

    *Inhalt*"Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!" (Quelle: Amazon)*Erster Satz des Buches*"Es war Ende Oktober und begann, dunkel zu werden."*Infos zum Buch*Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag:  Knaur Verlag
ISBN: 978-3426520697Preis: 10,99 € (Taschenbuch) /  9,99 € (E-Book)Reihe: Clara Vidalis 1 - Final Cut           Clara Vidalis 2 - Seelenangst          Clara Vidalis 3 - Todeswächter          Clara Vidalis 4 - Totenzeichner          Clara Vidalis 5 - Tränenbringer *Infos zum Autor*"Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. Er arbeitete für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Führungskräfteentwicklung.." (Quelle: Amazon)*Fazit*-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Derzeit bin ich ein wenig im Thriller-Fieber und die Romane von Veit Etzold interessieren mich schon lange. Als ich dann das Angebot vom Verlag bekam, ein Vorab-Exemplar zu lesen, stimmte ich natürlich sofort zu.
-> Cover: Ein richtig tolles Cover, das sofort ins Auge sticht! Es ist blutig und es scheint, als ob eine offene Wunde auf dem Titel klafft... passt perfekt zur Story. Ich liebe dieses Cover!
-> Story + Charaktere: Eines muss man Veit Etzold lassen: er weiß, wie man einen packenden Thriller schreibt! Nachdem ich in der letzten Zeit so den ein oder anderen Thriller gelesen habe - und nicht von jedem völlig überzeugt war - fesselte mich "Tränenbringer" mal wieder auf ganzer Linie! Neben einer faszinierenden Geschichte mit einer kaum abflauenden Spannungskurve und sehr detailgetreuen Beschreibungen, die manch zartem Gemüt zuviel werden könnte, begeisterte mich dieser Roman vor allem mit seinen Charakteren.Clara Vidalis zeigte sich als faszinierende Persönlichkeit, stark, aber in mancher Hinsicht belasteter, als sie sich eingestehen möchte - doch gerade deswegen umso menschlicher. Besonders ihre erfrischende Aversion gegen jede Form von Romantik brachte mich so manches Mal herzlich zum lachen, doch auch ihre sonstigen Charakterzüge waren mir stets sympathisch. Dr. Martin Friedrich, der von allen nur "MacDeath" genannt wird, gefiel mir mindestens genauso gut, denn mit seinen lyrischen Einwürfen und seinem stets medizinischen Denken - das er scheinbar genauso wenig abstellen kann, wie die Lyrik - zitierte er sich quasi direkt ins Herz des Lesers. Am besten gefiel mir jedoch der Kollege Winterfeld, der mit seinen stets ironischen Kommentaren voller schwarzer Humor einfach immer für Unterhaltung sorgte."Tränenbringer" war für mich der erste der bis dato fünf veröffentlichten Romane, doch das tat dem Lesevergnügen keinerlei Abbruch. Auch von allzu großen Spoilern nahm der Autor Abstand, wofür ich ehrlich gesagt sehr dankbar bin, da ich die vier Vorgängerbände auf jeden Fall noch lesen möchte.-> Schreibstil: Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und flüssig lesbar, verfasst wurde das Buch in der Vergangenheitsform, aus Sicht eines Dritterzählers. Sehr gelungen fand ich die verschiedenen Personen, die man im Laufe des Buches begleitet: so erfährt man nicht nur etwas über Clara und ihr Ermittler-Team, sondern auch etwas über die Handlungen des Killers, sowie den ein oder anderen Rückblick in die Vergangenheit.
-> Gesamt: "Tränenbringer" ist ein spannender und fesselnder Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Mit seiner oft malerischen und bildgewaltigen Sprache überzeugt der Autor auf ganzer Linie und wer mehr als nur ein bisschen Fantasie sein eigen nennt, findet sich so manches Mal direkt in der Geschichte wieder. Auch Freunde von H.P. Lovecraft werden auf ihre Kosten kommen, denn der Horror-Großmeister wird sogar zweimal zitiert/erwähnt - und brachte mich damit nicht nur zum schmunzeln, sondern machte mich neugierig.
Wertung: 5 von 5 Sterne!

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