Tränenbringer

von Veit Etzold 
4,3 Sterne bei55 Bewertungen
Tränenbringer
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (49):
Lena1201s avatar

Dies ist ein brutaler Thriller, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Musst an vielen stellen Schlucken, besser als erwartet!

Kritisch (2):
Gosulinos avatar

Brutal dargestellter Thriller mit wenig Spannungsbogen

Alle 55 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Tränenbringer"

Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426520697
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.09.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 04.09.2017 bei Der Hörverlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    trollchens avatar
    trollchenvor einem Monat
    Packend wie immer

    Tränenbringer
    Herausgeber ist Knaur TB; Auflage: Originalausgabe, (1. September 2017) und hat wiedermal 480 spannende Seiten.
    Kurzinhalt: Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!
    Meine Meinung: Wer schon die anderen Bücher von dem Autor gelesen hat, der weiß, wovon ich spreche. Es geht rasant los und auch die Spannung läßt absolut nicht locker, denn man will immer wissen, wie es weitergeht. Ich habe mit der Protagonistin Clara wieder sehr mitgefiebert, denn diesmal ging auch um junge Mädchen, die einfach so ermordet wurden und wo der Täter so perfide, ist, dass er den Angehörigen einfach irgendwelche Körperteile zuschickt. Ich finde, man kann dieses Buch auch einfach so, außer der Reihe lesen, denn es sind ja in sich abgeschlossene Fälle, aber wenn man die Protagonistin mag, ist es ein Muß, erst die anderen Bücher zu lesen. Und jeder Band ist gut zu lesen, der Schreibstil ist flüssig, packend und man ist gleich in der Geschichte drin. Es ist wahrscheinlich auch die Art, wie er etwas beschreibt, sehr distanzlos, ohne jeden Schnörkel, dies muß man erstmal verdauen können. Aber ich mag dies ja sehr gern, ich mag dieses Direkte.
    Mein Fazit: Wieder einmal ein Etzold , den ich sehr genossen habe. Sehr packend, die Protagonistin mag ich sehr gern, auch wenn sie Ecken und Kanten hat, einfach nur realistisch. Ich warte schon sehnsüchtig auf den nächsten Band. Ich vergebe 5 Sterne und kann das Buch besten Gewissens weiter empfehlen.

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    Steliyanas avatar
    Steliyanavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Fesselnd seit der ersten Seite
    Ein Muss für Clara Vidalis Fans

    Clara Vidalis ist erneut auf der Suche nach einem Serienkiller, der Tränenbringer. Dieser tötet Huren und junge Mädchen auf brutalster Weise. Nachdem die Ermittler keinen blassen Schimmer haben, wie sie den Killer erwischen, kommt der lang erwartete Moment: der Serienkiller macht einen Fehler, der zu seinem Verhängnis wird.
    Dieses Buch war der absolute Hammer! Es war düster, es war spannend, es war genial. Im fünften Buch der Clara-Vidalis-Reihe bleibt Veit Etzold seinem Schreibstil treu. Ein brutaler Killer, viel Folter und ein Motiv. Ich finde es immer beeindruckend, wie sich die Charaktere entfalten. Obwohl es alte Bekannte sind, wird der Leser doch jedes Mal überrascht. Clara und Martin sind davor, den nächsten Schritt ihrer Beziehung zu wagen: die Hochzeit. Jeder, der die anderen vier Bücher gelesen hat, weiß, dass es am Anfang nicht danach ausgesehen hat.
    Ein paar Szenen waren schon ein bisschen brutal und Etzold verwendet für seinen Killer schon harte Ausdrücke. Das hat mich aber nicht gestört. So etwas gehört einfach zum Buch, wenn es realistisch wirken sollte.
    Also nicht lang darüber nachdenken und einfach dieses Buch in die Hand nehmen. Es erwarten dich schlaflose Nächte. :)

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    Adoras avatar
    Adoravor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend und fesselnd
    Fesselnd

    Meine Schwester hat mir das Buch geschenkt und ich muss sagen sie hat einen guten Riecher gehabt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich bin super mit dem Schreibstil klargekommen und ich fand es auch von Anfang an spannend und fesselnd sodass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Man hat auch nicht gemerkt, dass es sich um einen Folgeband handelt. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich etwas verpasst hätte. Es gibt von mir vollste leseempfehlung

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    Anna_J_Eichenlaubs avatar
    Anna_J_Eichenlaubvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr packend und schön geschrieben..
    Ich bin etwas hin und her gerissen.

    Zuerst das Cover: Absolut ansprechend. Die Art von Buchcover (nicht zu überladen / grau-schwarz-rot) mag ich am liebsten. Es war ja auch der Grund, weshalb ich das Buch in die Hand genommen hatte um den Klappentext zu lesen.
    Nun weiter zu der Story. Zunächst, das war das erste Buch aus der Clara-Vidalis-Reihe, welches ich gelesen habe. Eigentlich Band 5, aber ich konnte ohne weiteres das Buch lesen, ohne die Vorgeschichte zu kennen. Bis auf eine einzige Sache! Ich konnte nicht so wirklich für die Protagonistin Clara, Sympathie aufbauen. Ich gehe davon aus, dass über sie, mehr Details und Informationen in den anderen Bändern bekannt gegeben werden und auch darüber, warum sie so wenige Emotionen gegenüber ihrem Lebensgefährten zeigt außer ihn herumzukommandieren. Nachdem ich das Buch gelesen habe, weiß ich leider immer noch nicht, wie Clara "tickt" und warum sie so kalt wirkt. Vielleicht geht es mir anders, wenn ich Band 1 bis 4 gelesen habe?
    Die Story an sich ist sehr packend und man fiebert mit. Es gibt viele Stellen an denen man selbst fluchen muss, zumindest ging es mir so. Der Tod der Katze ist mir sehr nachgegangen, da hätte ich mir als Katzenliebhaber, weniger Details gewünscht. Das hatte ich viel zu deutlich vor mir gesehen und war schon kurz davor diese Szene zu überspringen. Hier musste ich beinahe weinen - war mir persönlich bisschen Zuviel. Das Ende war mir zu schlicht, zu schnell beendet und zu einfach gelöst. 
    Der Schreibstill ist sehr fließend und gut zu lesen, ohne Holpersteine und sonstiges Schnickschnack. Das mag ich absolut und es kann durchaus sein, dass ich weitere Bücher von Veit Etzold lesen werde. 

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    SanniRs avatar
    SanniRvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Brutal, knallhart und voller Spannung!
    Veit Etzold - "Tränenbringer"

    Nachdem ich mich durch alle vier Clara-Vidalis-Fälle von Veit Etzold gelesen habe, folgt nun heute endlich die Rezension zum fünften und damit aktuellstem Fall!

    Während ich von "Der Totenzeichner" ja wieder ein kleines bisschen enttäuscht war, so hat mich der "Tränenbringer" von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und ich konnte mit dem Lesen kaum aufhören.

    Das Cover von "Tränenbringer" sagt nicht viel über die Handlung aus. Höchstwahrscheinlich wird Blut fließen, aber das kennt man von Veit Etzold ja nicht anders.

    Tatsächlich bringt dieser fünfte Fall Clara Vidalis an ihre persönlichen Grenzen. 
    Junge Mädchen werden entführt und der Serienkiller lässt den Eltern Teile der Leiche zukommen. Doch das Team rund um Clara Vidalis tappt im Dunkeln. 
    Zeitgleich kommt es vermehrt zu Morden im Prostituierten-Milieu. 
    Haben die Entführungen der jungen Mädchen etwas damit zu tun? Handelt es sich um ein und denselben Täter?

    Wie auch schon in "Der Totenzeichner", erfährt man im "Tränenbringer" wieder so einiges über das Privatleben von Clara. Doch dieses Mal hat es mich weniger gestört als beim Vorgänger. Denn die privaten Probleme haben jetzt unmittelbar mit dem Fall zu tun. So war es natürlich auch unumgänglich, dass in "Der Totenzeichner" das Privatleben etwas ausschweifender behandelt wurde. 

    Doch im Vordergrund stehen eindeutig die Ermittlungsarbeiten und man spürt mit jeder Seite, dass sich Claras Team auf einem Wettlauf gegen die Zeit befindet. 
    Mit höchsten Anstrengungen versuchen sie, mehr über den (oder die) Täter herauszufinden. 

    Auch dem Täter wird natürlich wieder ein Erzählstrang gewidmet. Man erfährt hier viel über seine Vergangenheit. Unter anderem auch, dass er von seiner Mutter misshandelt wurde. 

    Sicher hat Veit Etzold auch im "Tränenbringer" nicht mit grausamen Details gespart. Doch als Thriller-Leser ist man ja unter anderem auch auf blutige Szenen eingestellt. 

    Für mich ist der Autor ein bisschen "der deutsche Chris Carter": brutal, knallhart und voller Spannung!

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    xdemon_hunterxs avatar
    xdemon_hunterxvor 6 Monaten
    Der Tränenbringer kommt auch zu dir...

    Es wurde wirklich Zeit, dass ich den fünften Teil der Reihe endlich lesen und meine Erwartungen wurden wieder komplett erfüllt. Rasantes Tempo, sowie ein genialer Schreibstil lieferten ein perfektes Buch.



    Klappentext:


    Fürchte dich. Der Tränenbringer kommt zu dir...

    Er öffnet das Paket und sah, was unter der Folie war. Die Farbe. Die Schnittränder. Das Blut. Es war menschlich. Die Nasenflügel. Und das Piercing. Es war die Nase seiner Tochter! Den dumpfen Knall, als er bewusstlos auf dem Boden aufschlug, hörte er noch. Aber er spürte ihn nicht mehr.

    Ihr fünfter Fall bringt Clara Vidalis, Hauptkommissarin und Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, an ihre persönlichen Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern die Leichenteile zukommen. Während Berlin vor Angst zittert, kommt es gleichzeitig zu bizarren Morden im Prostituierten-Milieu. Was ist das Motiv dieses brutalen und unergründlichen Killers? Oder haben es Clara und ihr Team mit mehreren Mördern zu tun?


    Meine Meinung:

    Ein klassischer Thriller, der aber zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt. Der vorherige Teil um Clara, MacDeath und Co ist zwar schon ein paar Jahre her, es fühlt sich aber an, wie nach Hause zu kommen. Die Charaktere begleiten einen ja doch schon einige Zeit und sind mir ans Herz gewachsen.

    Die Story könnte nicht perfider sein: Ein Killer, der den Eltern abgetrennte Teile vom Körper ihrer Kinder schickt. Sei es eine Nase, die man aufgrund des Piercings direkt zu dem eigenen Kind zuordnen kann, oder die Füße, mit dem ganz speziellen Tattoo. Das Motiv des Täters ist zunächst völlig unklar und es gibt so gut wie keine Hinweise.

    Zur selben Zeit werden Prostituierte auf brutale Art ermordet und nach dem Mord noch in Szene gesetzt. Es wird eine Art Ritual beziehungsweise Muster deutlich, dass nicht immer das Gleiche ist, jedoch alles in die Rubrik der Religion eingeordnet werden kann.


    Die Perspektiven wechseln immer zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Man erlebt eine grausame und düstere Kindheit, die mit Gewalt und Sex durchzogen ist und erkennt langsam, aber sicher, wieso sich Kinder zu Mördern entwicklen können.


    Was mir besonders gut gefallen hat, war ein Interview zwischen dem Radiosender rbb und Clara Vidalis. Dort wurden ihre letzten Fälle ein wenig besprochen und es wurde versucht, den Killer damit zu provozieren und aus der Reserve zu locken. Dabei hat man deutlich gemerkt, wie viel Psychologie in der Polizeiarbeit steckt.

    Es kommt zu einem spannenden Showdown, der wirklich noch einmal den Spannungsbogen ins fast unermessliche treibt und auch generell passieren zwischendurch immer mal wieder Dinge, die weit entfernt von positiven Fortschritten in der Ermittlerarbeit liegen.



    Mein Fazit:

    Eine gelungener Teil rund um Clara Vidalis und ihr Team. Die Geschichte hat zu keiner Zeit die Spannung verloren und ich hatte immer das Bedürfnis weiter zu lesen.

    Es muss gesagt werden, dass die Story mit obszönen und sexistischen sowie brutalen Aspekten und auch Worten durchzogen ist. Wer Veit Etzold aber kennt, wird merken, dass es ein typisches Werk von ihm ist. 

    Auf alle Fälle bin ich sehr begeistert von diesem Teil und freue mich schon sehr auf den nächsten Band der Reihe!

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    zickzacks avatar
    zickzackvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Brutal, schockierend, ein typischer Etzold Thriller.
    Tränenbringer - Veit Etzold

    Inhalt: Ein bestialischer Mörder treibt sein Unwesen in Berlin. Lange Zeit fragt sich Clara Vidalis und ihr Team, ob es nicht sogar zwei sind, denn der Mörder bringt nicht nur junge Mädchen um, sondern auch Frauen (Prostituierte). Von den Mädchen schickt er Leichenteile zu den Angehörigen, welche von Junkies übergeben werden. Mit jedem weiteren Mord wird das Team unter Druck gesetzt, denn es stellt sich schnell heraus, dass es schwierig wird den „Tränenbringer“ zu schnappen.

     

    Ein gewohnt düsterer und verstörender Fall. Wie immer wird in dem Buch nichts verschönert. Leute mit schwachen Nerven sollten um Veit Etzolds Romane einen großen Bogen machen. Es ist blutig, bestialisch und auch psychisch zerstörend. Mal wieder hat Etzold alles auf ein Ganzes gesetzt. Von Drogenmissbrauch, über Verstümmelung, Vergewaltigung, Mord und auch Nekrophilie ist alles in dem Buch zu finden.

    An dem Buch wird kritisiert, dass der Autor unnötig grausam geschrieben hat und zu sehr ins Detail gegangen ist. Ich sage mal so, wenn man nicht weiß was einem erwartet, dann kann schon sehr zeitig einen Schock erleiden, andererseits geht es schon auf den ersten Seiten los und wer das nicht verträgt, sollte es sein lassen. Zum anderen, man hätte an der ein oder anderen Stelle abblenden können, aber das ist ein Thriller, der schockieren möchte, der nicht den geringsten Teil der Wahrheit verschleiern möchte.

    Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Auf diesen Übergangsseiten befinden sich Zitate von Mördern, die es wirklich gegeben hat, wie den BKT-Mörder und den Zodiac-Killer. Wenn dieses Buch auch Fiktion ist, sind die Grausamkeiten doch bittere Realität. Auch ist es hier so, dass fast zum Schluss klar wird, warum gerade diese beiden Killer zitiert wurden.

    In jeden seiner Bände gibt Etzold den Leser einen Einblick in den krankhaften Geist eines Killers. Es ist verstörend, aber für mich auch irgendwie faszinierend. Eigentlich möchte man nicht hinsehen bzw. in den Fall weiterlesen, aber mir bleibt gar keine andere Chance. Ich möchte wissen, wie es endet. Was treibt diese Menschen an, so zu handeln wie sie es tun? Was ist der Sinn dahinter, dass sie andere Menschen töten?

    Clara Vidalis Team findet Motive, aber ob das letzten Endes wirklich einen Sinn macht, was der Killer tut? Eher nicht, auch dass man dies mit nichts rechtfertigen kann, denn wie so oft liegt sein sadistisches Wesen in der Kindheit zu Grunde.

     

    Neu in diesem Band war, dass bei jeden Kapitel Ort und Jahreszahl standen, wann es spielte. Zumindest kann ich mich nicht mehr erinnern, dass es bei den anderen Bänden auch so war. Ich glaube, bei dem letzten wurde hingewiesen, dass der eine Teil in der USA spielte und dann in Berlin. Aber es wurde nicht bei jeden Kapitel mit hingeschrieben, denn normalerweise wurde immer schnell klar, ob es gerade jetzt spielte oder in der Vergangenheit. Das war wieder einmal so eine unnötige Zeile, die man hätte weglassen können.

    Auch wurden in diesem Buch viele Lieder zitiert und in der Fußzeile vom Autor übersetzt oder es wurden verweise zu vorherigen Bänden gegeben. Ich bin noch mit mir im Zwiespalt, ob mir das gefallen hat, aber eher nicht. Zumindest hätte ich es nicht gebraucht.

     

    Der Fall ist dieses Mal auch wieder sehr persönlich für Clara, aber deswegen war das Buch nicht spannend für mich. Es hat einen Kick gegeben, aber ich fand die Ermittlungen des LKAs dieses Mal wieder gut. In vorherigen Bücher wie im zweiten und dritten Fall wirkten die Ermittler doch sehr passiv. Hier hat sich etwas gedreht, hier haben sie nicht nur den Killer handeln lassen, obwohl es lange gedauert hat, bis sie nicht mehr vollständig im Dunkeln getappt sind.

    Irgendwie habe ich auch die dummen Witze von Claras Chef, den Gerichtsmediziner und den anderen vermisst und wie Clara diese immer nur mit einem bösen Blick gestraft hat. Immer wieder seltsam, wie Clara da verklemmt wirkt, obwohl sie da letzten Endes eigentlich die Vernünftige ist, obwohl die Witze die Lage etwas auflockern und wenn es hochernst ist, dann verkneift Winterfeld sich selbst einen Kommentar.

    Allerdings muss ich den Buch trotzdem einen Punkt abziehen. Erstens, typisch Clara und ihre Alleingänge. Natürlich, wenn sie es nicht tun würde, dann würde eine gewisse Spannung abhandenkommen, aber sie tut es in jeden Band und irgendwann sollte sie doch kapieren, dass das einfach nicht gut ist. Ich könnte sie jedes Mal dafür schlagen, wenn sie das tut.

    Zum anderen finde ich die Beziehung zu ihrem Kollegen immer noch unnötig (auch weil ich finde, dass sie immer noch nicht zusammen passen). Das hat mich ja im letzten Band extrem gestört, aber dann noch diese zwischendurch Kapitel mit ihren privaten Gedöns, fand ich einfach nur störend. Es hat mich ein Stück aus der Geschichte geschmissen. Das einzige Gute daran war, dass man einen anderen Blick in Claras Denkweise bekommen hat. Sie hat wirklich einen sehr düsteren Blick auf die Welt. Verübeln kann man es ihr nicht, bei ihrem Job und der Vergangenheit.

    Aber auch hier, dass gleiche wie mit den dummen Witzen von ihren Kollegen, anstatt mal eine Ansage zu machen, dass sie halt nicht heiraten will, beugt sie sich ihm natürlich. Warum? Wenn ich nicht heiraten wöllte, dann könnten selbst die pragmatischsten Argumente mich nicht dazu bringen. Auch weiß ich nicht, ob dieser pragmatische Grund letzten Endes wirklich der Auslöser war und warum, wenn es denn schon sein muss, hat sie sich noch von ihrem Standpunkt wegbringen lassen, nur standesamtlich zu heiraten?

    Also da frage ich mich, wie diese Frau Hauptkommissarin wurde, wenn die sich nicht durchsetzen kann, obwohl sie dann in anderen Situationen sehr wohl beweist, dass sie es doch kann.

     

    Fazit: Bis auf die erneuten Charakterschwächen von Clara hat mir das Buch gut gefallen. Es hat mich sehr an den ersten Clara Vidalis Fall erinnert. Der war ähnlich schockierend und grausam. Von der Brutalität auf jeden Fall eine Steigerung zu den letzten Bänden, obwohl das kein Qualitätsmerkmal ist. Doch schätzte ich es an der Reihe, dass hier nichts beschönigt wird, sondern wirklich die grausamen Seiten des Lebens in den Fokus genommen werden.

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    Gosulinos avatar
    Gosulinovor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Brutal dargestellter Thriller mit wenig Spannungsbogen
    Sehr brutal mit vielen Wiederholungen

    In Berlin geht ein Serienmörder um. Der Killer tötet 18-jährige Mädchen und sendet per Boten abgetrennte Körperteile an die Eltern. Für Clara Vidalis und ihr Team ein Wettlauf gegen die Zeit, denn es verschwinden immer mehr Mädchen....

    Dies war mein erster Roman von Veit Etzold, aber ich muss sagen, es war nicht so wirklich mein Buch. Die Szenen vom Töten der Mädchen sind schonungslos brutal dargestellt, aber es beschränkt sich dabei nicht auf ein oder zwei Morde, es werden alle Morde ähnlich schonungslos beschrieben.

    Dadurch vermisste ich den Spannungsbogen, denn die Handlung hangelt sich von Mord zu Mord. Die Protagonisten bleiben etwas flach, es fehlt mir einfach die Tiefe in der Story, die eigentlich von der Idee her sehr gut ist. Clara hat mich etwas genervt wegen ihrer Schwangerschaft, will sie oder will sie nicht, will sie heiraten oder nicht, sie kam mir vor wie eine Pubertierende.

    Der Schreibstil von Veit Etzold gefällt mir allerdings sehr gut, man kommt schnell in die Geschichte rein, nur leider konnte sie mich nicht wirklich packen und ich habe das Buch auch nicht zu Ende gelesen. Daher vergebe ich 2,5 Sterne.

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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Runde 5 für die Kommissarin Clara Vidalis - extrem guter Thriller
    "BRUTAL" gut

    Die Clara-Vidalis-Reihe geht in Runde 5 - schon einige Monate her, dass das Buch herauskam. Ich habe es neulich gelesen und möchte euch berichten, wir mir das Buch gefallen hat.

     

    Einführend möchte ich sagen, dass es mir nicht möglich ist, zu sagen, ob das Buch besser oder schlechter ist als seine Vorgänger, es ist ebenso spannend und klug konstruiert, wie die anderen Thriller dieser Reihe und hat mir rundherum gut gefallen.

     

    Jemand packt ein Paket aus und was sieht er, die Nase seiner Tochter und Blut .... das Piercing und er knallt auf den Boden: bewusstlos ...

    am Telefon sagt eine Stimme zu ihm: Das ist das Höschen deiner Tochter ...

     

    Grausam wie immer, man muss hart im Nehmen sein, wenn man sich diesen Thriller vornimmt. Meine Tochter hatte einmal, als ich den Autor auf der Buchmesse interviewen durfte, gefragt, wie er auf solche Ideen kommt und Veit Etzold antwortete, dass sie ihm das Leben erzählen. Das Leben ist so hart und unbarmherzig.

     

    Wir lernen auch die Kommissarin Clara wieder ein Stück weit mehr kennen. Alles ist klug und spannend konstruiert und die Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin hat alle Hände voll zu tun mit einem Serientäter, der 18Jährige entführt. Die Stadt lebt in Angst und der Fall muss schnellstmöglich aufgeklärt werden. Aber ist es wirklich nur ein Täter ???

     

    Leseprobe:
    ========

    Dann hatte der Killer sie enthauptet.

    Und dann die kopflose Leiche vergewaltigt.

    Dazu fehlen mir die Eier, dachte Torsten. Ehrlich, das würde ich nicht können. Obwohl ... Mama quälen, töten, vergewaltigen. Das wäre was ......

     

    Besser hätte man die Idee nicht umsetzen können. Die Charaktere ob gut oder böse sind perfekt herausgearbeitet und haben mich überzeugt, auch konnte ich mich von Anfang bis Ende durchweg in die Handlung eindenken. Das Buch lief wie ein geistiger Film vor meinem Auge ab. Die Szenen sind lebendig und bildhaft beschrieben, das macht es aus, was die Bücher zu Bestsellern macht und die absolute Spannung, die einen von Beginn bis Ende umgibt. Gern mehr davon ...

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    Isabel_Benners avatar
    Isabel_Bennervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Super Fortsetzung der Clara Vidalis-Reihe, übertrifft die vorherigen Bände!
    Der neue Band von Clara Vidalis!

    Mir fehlen die Worte...
    Tränenbringer ist von der kompletten Clara Vidalis-Reihe bislang der beste Teil... hmmmm - das dachte ich eigentlich schon bei dem Totenzeichner :-)
    Das soll wohl heissen dass je Band eine Steigerung erkennbar ist. Clara bekommt einen tollen Chatakter, die Weiterentwicklung hat mir sehr gefallen.
    ...auch der Humor bzw. Sarkasmus kommt nicht zu kurz, ich sage nur das Stichwort CT :-)
    Bleibt also zu hoffen dass es schnell mit der Clara Vidalis-Reihe weiter geht, man will definitiv mehr davon in den Händen halten.
    Definitive Kaufempfehlung!!

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