Veit Heinichen

 3,6 Sterne bei 143 Bewertungen
Autor von Gib jedem seinen eigenen Tod, Die Toten vom Karst und weiteren Büchern.
Autorenbild von Veit Heinichen (© Marino Sterle / Triest)

Lebenslauf von Veit Heinichen

Die Schattenseiten der Menscheit: Veit Heinichen wurde 1957 in Villingen-Schwenningen, Deutschland geboren. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft arbeitete er als Buchhändler und für verschiedene Verlage. Er war Mitbegründer des Berlin Verlags und bis 1999 dessen Geschäftsführer. Seine Romane um den Commissario Proteo Laurenti wurden vielfach prämiert und von der ARD verfilmt. Sein Buch »Die Toten vom Karst« erhält 2003 den Preis »Bester italienischer Kriminalroman«. Vor allem sein Schreibstil und die authentische Wiedergabe der Schattenseiten der Menschheit wurden von den Kritikern über allem Maße gelobt. Heinichen lebt mit seiner Familie in Triest, Italien.

Neue Bücher

Cover des Buches Entfernte Verwandte (ISBN: 9783492319263)

Entfernte Verwandte

Neu erschienen am 06.01.2023 als Taschenbuch bei Piper.

Alle Bücher von Veit Heinichen

Cover des Buches Gib jedem seinen eigenen Tod (ISBN: 9783552056206)

Gib jedem seinen eigenen Tod

 (27)
Erschienen am 01.11.2012
Cover des Buches Die Toten vom Karst (ISBN: 9783552056541)

Die Toten vom Karst

 (22)
Erschienen am 07.02.2013
Cover des Buches Tod auf der Warteliste (ISBN: 9783552056213)

Tod auf der Warteliste

 (18)
Erschienen am 01.11.2012
Cover des Buches Der Tod wirft lange Schatten (ISBN: 9783552056237)

Der Tod wirft lange Schatten

 (12)
Erschienen am 19.11.2012
Cover des Buches Totentanz (ISBN: 9783552056244)

Totentanz

 (12)
Erschienen am 01.11.2012
Cover des Buches Die Ruhe des Stärkeren (ISBN: 9783423212359)

Die Ruhe des Stärkeren

 (10)
Erschienen am 01.09.2010
Cover des Buches Keine Frage des Geschmacks (ISBN: 9783423214223)

Keine Frage des Geschmacks

 (11)
Erschienen am 01.02.2013
Cover des Buches Borderless (ISBN: 9783492316088)

Borderless

 (6)
Erschienen am 31.08.2020

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Veit Heinichen

Cover des Buches Tod auf der Warteliste (ISBN: 9783898309288)
Rose75s avatar

Rezension zu "Tod auf der Warteliste" von Veit Heinichen

Komische Todesfälle in Triest [# 3 - Proteo Laurenti]
Rose75vor einem Jahr

Ich habe  Gefallen an kurzen Hörspielen gefunden und deshalb habe ich zu diesem Hörbuch gegriffen.   Das ist mein erstes Buch vom Autor und das grundsätzliche Setting  gefällt mir gut. 

Das Hörspiel hat eine Laufzeit von  1 Std. 43 Minuten  und ist leider sehr gekürzt. ( gedrucktes Buch hat 336 Seiten ).  Obwohl ich sehr konzentriert zugehört habe, hat sich mir nicht alles erschlossen.  Der Fall selber war nicht besonders kompliziert, soweit ich das aus der gekürzten Version raus beurteilen kann.   Da es der Dritte  von mittlerweile  elf Bänden ist ( Stand Oktober 2021)  haben mir zu den verschiedenen Figuren die entsprechenden Hintergründe gefehlt.   Es wurde z.B. jemand aus dem Gefängnis entlassen, der wohl eine größere Bedrohung  für Proteo Laurenti sein könnte. 

Ich bin am Überlegen ob ich mir die ersten beiden Bände noch besorgen soll und falls ja, werde ich sie in gedruckter Form holen. 

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Cover des Buches Entfernte Verwandte (ISBN: 9783492070621)
mapefues avatar

Rezension zu "Entfernte Verwandte" von Veit Heinichen

Heinichen läuft wieder zur Hochform auf
mapefuevor einem Jahr

„Entfernte Verwandte“, der elfte Roman, in dem Veit Heinichen seinen Triester Commissario Proteo Laurenti einen komplexen Fall lösen lässt. Nur nach intensiver Jahrelanger Recherche und unzähligen Gesprächen mit Zeitzeugen entstand der Roman, in dem es um eine grenzüberschreitende europäische Thematik geht, die auch tief in die fragile Geschichte der Hafenstadt Triest zurückreicht.

Der neue Roman führt tief in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück. Ein junges Paar hat Aufzeichnungen einer alten Tante entdeckt; enthalten ist auch eine Liste von angeblichen Kriegsverbrechern und Kollaborateuren, die während der deutschen Besetzung von Stadt und Region nach dem Sturz Mussolinis ihr Unwesen getrieben hatten. Eleonora Rota und Nicola Tapisin, die "entfernten Verwandten" der Tante, wollen nun für die alte Frau Rache nehmen und töten die noch lebenden italienischen und auch deutschen Täter bzw. deren Nachkommen mithilfe einer extrem effektiven Kampfarmbrust, was bei den Ermittlern allgemeine Verwirrung erzeugt.
 Die zunächst zusammenhanglos erscheinenden Morde von Monaco über den Karst bis nach Triest kommen erst mühsam durch die Recherche Laurentis in einen sinnvollen historischen Zusammenhang.

Heinichen lebt seit fünfundzwanzig Jahren in Triest und hat das Triester Lebensgefühl komplett absorbiert. Das reicht von der Kulinarik, die diesmal sogar vage nachkochbare Ein-Satz-Kochrezepte enthält (Pasta Paccheri mit Sardellenfilets, Knoblauch, Peperoncini, Kapern und gerösteten Semmelbröseln), über den Wein (Rosso Celtico von Moschioni) bis hin zur Triester Malerei des 19. Jahrhunderts (Isidoro Grünhut, 1862–1896).

„Die Vergangenheit, die nie vergeht steigt wieder an die Oberfläche wie eine vor langer Zeit vom Meer verschluckte Wasserleiche“ (Zitat).

Das Cover könnte auf einem Reiseführer für TRIESTE entstammen: Im Zentrum die katholische Kirche Sant’Antonio Taumaturgo, zwischen 1823 und 1849 im neoklassischen Stil erbaut. Die runde Kuppel thront in der Mitte über dem fast 100 Meter langen Hauptschiffes. Sie ist das größte katholische Gotteshaus Triests.

 

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Cover des Buches Entfernte Verwandte (ISBN: 9783492070621)
Ascari0s avatar

Rezension zu "Entfernte Verwandte" von Veit Heinichen

Mehr Geschichte, weniger Krimi ...
Ascari0vor einem Jahr

Ich habe versucht mich zu erinnern, wann ich meinen ersten Laurenti gelesen habe. Auch wenn es mittlerweile schon der elfte Fall ist, hat Veit Heinichen nicht jedes Jahr ein neues Buch geschrieben. So gesehen begleite ich diese Buchreihe (oder sie mich?) schon ein ganzes Stück meines Lebens. Jetzt einen neuen Laurenti zu lesen, fühlt sich entsprechend fast ein bisschen wie ein Nachhausekommen an, treue Leser:innen wissen nach der langen Zeit einfach, was sie bekommen.

Hier bekommt man im Allgemeinen ein ausgezeichnet recherchiertes Buch, dass die Zusammenhänge von Politik, Wirtschaft und Geschichte in der Region aufzeigt – im Guten wie im Schlechten. Die Figur des Laurenti ist dabei der Aufhänger für einen eher ruhig erzählten Krimi, in dessen Verlauf sich genau diese Zusammenhänge den Leser:innen erschließen. Dabei ist der Commissario ist ein Familienmensch, der es liebt, gut zu essen und zu trinken. Aus diesem Mix ergibt sich in der Regel eine Geschichte, auf dessen Spuren Fans schon seit Jahren Triest und seine Umgebung sowohl geografisch als auch kulinarisch erforschen können.

Auch dieses Mal bleibt der Autor seinem Schema treu, der Auslöser für die Handlung liegt dieses Mal aber weit in der Vergangenheit – genauer gesagt in der Zeit zwischen 1943 und 1945, als die Nazis auf triestinischem Boden ein Vernichtungslager angelegt haben, das auch heute noch als einziges KZ auf italienischem Boden gilt. Eine Tatsache, die mir tatsächlich vor dem Lesen des Buchs nicht bewusst war. Das fragliche Gebäude steht aber heute noch in der Nähe des Hafens und kann auch besichtigt werden – das nur als kleiner Exkurs :).

Während Laurenti mit neuen und alten Kolleg:innen ermittelt, werden einzelne Passagen immer wieder aus der Sicht der Täter:innen erzählt, die auf ein altes Tagebuch zurückgreifen, in denen die Zeit der Gräuel in und um Triest beschrieben wird. Grundsätzlich sind diese Teile sehr interessant, man lernt einiges über die Ereignisse dieser Zeit in der Region. Allerdings nimmt das der Geschichte leider auch einen großen Teil der Spannung, da bekannt ist, wer die beiden Personen sind und was sie antreibt. Das Motiv empfinde ich in diesem Kontext als eher schwach, es ist nichts, was einem nicht in irgendeiner Form schon einmal in einem anderen Krimi begegnet ist.

Trotzdem macht das Buch wieder einmal Lust, in Gedanken durch die Straßen von Triest zu streifen, bei der Gran Malabar auf ein Glas Wein vorbeizuschauen, auf der Piazza Unità zu sitzen und virtuell Laurentis Spuren in der Stadt zu folgen. Wenn Heinichen etwas beherrscht, dann das Lebensgefühl dieser Stadt zu transportieren, inklusive der Eigenheiten der Triestiner, die Heinichen im Zusammenhang mit Laurentis Familie immer wieder so vortrefflich porträtiert.

Langjährige Fans werden außerdem die eine oder andere Anspielung auf frühere Erlebnisse Laurentis in diesem Buch entdecken, auch wenn das Buch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Liebgewonnene Figuren wie Marietta, Laurentis Sekretärin, Chefinspektorin Pina Cardareto oder Ziva Ravno, die kroatische Staatsanwältin, haben hier ebenfalls wieder ihren Auftritt und unterstützen Laurenti bei seiner Arbeit.

Mein Fazit:
Als langjährige Leserin von Heinichens Büchern war es mir eine echte Freude, wieder einmal in einen neuen Laurenti abtauchen zu dürfen. Die Vermischung zwischen Geschichte, Politik, Wirtschaft und triestinischem Lebensgefühl versteht der Autor wie kein anderer zu porträtieren. Der Krimi-Aspekt tritt dieses Mal in meinen Augen aber noch deutlicher als früher in den Hintergrund.

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