Veit Heinichen

 3.6 Sterne bei 132 Bewertungen
Autor von Gib jedem seinen eigenen Tod, Die Toten vom Karst und weiteren Büchern.
Autorenbild von Veit Heinichen (© Marino Sterle / Triest)

Lebenslauf von Veit Heinichen

Die Schattenseiten der Menscheit: Veit Heinichen wurde 1957 in Villingen-Schwenningen, Deutschland geboren. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft arbeitete er als Buchhändler und für verschiedene Verlage. Er war Mitbegründer des Berlin Verlags und bis 1999 dessen Geschäftsführer. Seine Romane um den Commissario Proteo Laurenti wurden vielfach prämiert und von der ARD verfilmt. Sein Buch »Die Toten vom Karst« erhält 2003 den Preis »Bester italienischer Kriminalroman«. Vor allem sein Schreibstil und die authentische Wiedergabe der Schattenseiten der Menschheit wurden von den Kritikern über allem Maße gelobt. Heinichen lebt mit seiner Familie in Triest, Italien.

Alle Bücher von Veit Heinichen

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Cover des Buches Gib jedem seinen eigenen Tod (ISBN:9783866152496)

Gib jedem seinen eigenen Tod

 (25)
Erschienen am 01.07.2006
Cover des Buches Die Toten vom Karst (ISBN:9783423206204)

Die Toten vom Karst

 (21)
Erschienen am 01.05.2003
Cover des Buches Tod auf der Warteliste (ISBN:9783423195249)

Tod auf der Warteliste

 (18)
Erschienen am 23.09.2011
Cover des Buches Der Tod wirft lange Schatten (ISBN:9783423209946)

Der Tod wirft lange Schatten

 (11)
Erschienen am 01.06.2007
Cover des Buches Totentanz (ISBN:9783423211611)

Totentanz

 (12)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches Die Ruhe des Stärkeren (ISBN:9783423212359)

Die Ruhe des Stärkeren

 (10)
Erschienen am 01.09.2010
Cover des Buches Keine Frage des Geschmacks (ISBN:9783423214223)

Keine Frage des Geschmacks

 (11)
Erschienen am 01.02.2013
Cover des Buches Im eigenen Schatten (ISBN:9783423215763)

Im eigenen Schatten

 (7)
Erschienen am 01.03.2015

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Neue Rezensionen zu Veit Heinichen

Neu

Rezension zu "Borderless" von Veit Heinichen

Netzwerke der Macht
buecherwurm1310vor 8 Monaten

Commissario Xenia Zannier will die Senatorin Romana Castelli de Poltieri überführen. Die Politikerin ist skrupellos und hat ein riesiges Netzwerk, das an ihren Machenschaften beteiligt ist. Die Verbindungen gehen durch halb Europa. Aber das ist nicht alles, was Xenia antreibt, sie möchte die Mörder ihres Bruders zur Strecke bringen. Sie ist von Rom ins geruhsame Grado versetzen lassen, um der Senatorin auf den Fersen zu bleiben. Der Ort mag zwar geruhsam sein, aber Xenia macht sich selbst immer Druck und kommt nie zur Ruhe. Dann bekommt sie es auch noch mit Flüchtlingen, Schleppern und Heimatschützern zu tun.

Auch Jordan S. Becker, ein österreichischer Journalist, will die korrupten Verbindungen aufdecken. Doch damit tritt er jemandem auf die Füße. Erst wird er zusammengeschlagen, dann wird bei ihm eingebrochen und seine Computer zerstört und die Akten gestohlen. Er will Schutz, aber der wird ihm verwehrt. Seine Rechercheunterlagen hat er in Sicherheit bringen können, bevor auf offener Straße ein Attentat auf ihn verübt wird.

Es ist ein sehr fesselnder Polit-Thriller, den man nur schwer aus der Hand legen kann. Man bekommt es mit gefährlichen Bankgeschäften, seltsamen Waffenschmuggel und dem lukrativen Geschäft mit Flüchtlingen zu tun. Auch wenn die Namen fiktiv sind, so erkennt man doch gleich einiges aus der Realität wieder.

Es ist erschreckend, wie skrupellos Volksvertreter und Sicherheitsorgane in dem kriminellen Umfeld mitwirken, weil ihnen Geld und Macht so wichtig sind. Korruption gibt es auf allen Ebenen und wenn einem jemand in die Quere kommt, entledigt man sich einfach und radikal des Problems.

Eine gut recherchierte und brisante Geschichte, die erschreckend ist, weil man so vieles Reale wiedererkennt. Empfehlenswert!

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M

Rezension zu "Borderless" von Veit Heinichen

Auf der Höhe der Zeit
michael_lehmann-papevor 9 Monaten

Auf der Höhe der Zeit

„Good morning. Welcome to Italy”.

Dass Xenia Zannier solche Sätze zu einer Gruppe verängstigt wirkender Menschen im Norden Italiens zu sprechen hat, hätte sie selbst auch nicht gedacht. Aber selbst in Grado scheinen anscheinend einige Leute zu denken, das sich an Flüchtlingen und deren Einschmuggeln ins Land prächtig verdienen lässt.

Was Xenia kaum gebrauchen kann. Denn seit ihrer Versetzung an den neuen Ort hat sie erst mal damit zu tun, sich eine Position zu schaffen und zu sichern, mit den Kollegen zu Recht zu kommen und, seit langem und vor allem, ihren privaten Feldzug gegen die Senatorin Romana Castelli de Poltieri zu organisieren.

Eine mächtige, mit allen Wassern gewaschene Frau, die an der Spitze eines dichten Netzwerks gegenseitiger „Gefälligkeiten“ und vor allem gegenseitigem „sich reich machen“ steht und der Xenia einen massiven privaten Verlust anlastet.

Während im Hintergrund bereits wieder neue Fäden gezogen werden, die „Geschäfte“ bestens zu positionieren und einander wieder alle Vorteile zukommen zu lassen.

„Wissen ist hilfreich, aber man muss es interpretieren können“.

Denn die Geschäfte, vor allem mit Waffen, laufen nicht mehr so reibungslos, sind nicht mehr so billig und bedürfen harter Männer und härterer Methoden, um zu funktionieren. Vor allem, wenn man damit einige Dominosteine in Bewegung setzen will, die nicht unbedingt miteinander zu tun haben auf den ersten Blick.

„Das Boot ist voll und sie müssen mit diesem Einsatz das Leck stopfen“.

Was übersetzt nichts anderes bedeutet, als in irgendeiner Form, und das am besten mit Profit, den Flüchtlingsstrom konsequent zu unterbrechen.

Wie das gehen soll und wie das mit der kleinen Gruppe auf dem Markplatz in Grado und mit der Polizistin Xenia Zannier zu tun hat, das entfaltet Heinichen realistisch anmutend und durchaus mit Tempo in diesem neuen Thriller um die toughe Polizistin mit ihren privaten und persönlichen Absichten nach Widergutmachung.

Was Heinichen auch ohne mit der Wimper zu zucken mit der passenden Härte erzählt, wenn ein investigativer Journalist nichtsahnend ein öffentliches Gebäude verlässt und eine unwillkommene Begegnung mit einem Motorradfahrer haben wird. Oder wenn ein Cousin in Kroatien sich zu sicher wähnt und damit irrt.

Mit sorgfältig recherchierten Hintergründen und einer hoch aktuellen, brisanten Handlung versehen bietet der neue Thriller von Veit Heinichen spannende und gute Unterhaltung.

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Rezension zu "Scherbengericht" von Veit Heinichen

Auch Henkersmahlzeiten können richtig lecker sein …
martina_turbanischvor einem Jahr

1999  wurde der Koch Aristèides Albanese, Sohn einer griechischstämmigen Triestiner Prostituierten zu Unrecht verurteilt und kehrt nun, nach 17 Jahren Haft zurück nach Triest. Zu seiner Verurteilung führten diverse Falschaussagen einer sehr rechtsorientierten Clique aus der Triestiner Oberschicht. Angeführt und gelenkt werden sie vom korrupten Antonio Gasparri, der mit seine fremdenfeindlichen Politik vor allem die eigene Tasche füllt. Aber Aristèides hat sich einen raffinierten Racheplan ausgedacht. Er bricht in die Häuser der Truppe ein, zaubert aus den im Kühlschrank vorhandenen Dingen ein unwiderstehliches Mahl, das am ende aber wahlweise bzw. je nach Konstitution des Opfers zu Magenkrämpfen oder aber zum Tod führt. Laurenti ist zuerst von dem Fall entnervt, aber nachdem sich ihm die Hintergründe der Tat offenbaren, schlägt er sich auf die Seite des ungewöhnlichen Rächers.

Selbst hinter Gittern hatte Aristèides Albanese Schlagzeilen gemacht, doch Melissa Fabiani waren die Meldungen entgangen, dass der wegen Totschlags zu zwanzig Jahren verurteilte Gastronom einen Teil der Mensa seines Gefängnisses in ein feines Restaurant verwandelt hatte. Scherbengericht, S. 12

Mein Eindruck:

Auch Henkersmahlzeiten können richtig lecker sein …

Bitterböse

Veit Heinichen schafft es mit Scherbengericht ein stimmiges, lebendiges  und gleichzeitig bitterböses Bild von Triest zu zeichnen. Obwohl es hier gar nicht so sehr um Triest geht, sondern mehr um Europa und um die Gesellschaft in einer globalisierten Welt. Allerdings ist das gar nicht so schulmeisterlich, wie es hier bei mir klingt - im Gegenteil, eigentlich ist es sogar total lecker :-)

Rache

Während Commissario Laurenti sich zu Beginn noch mit dem etwas unklaren Tod einer englische Reederin. Unfall, Selbstmord oder Mord? Nur widerwillig lässt sich Laurenti in die wirtschaftlichen Sümpfe des Opfers hineinziehen. Aber bald nimmt Aristèides ausgeklügelter Rachefeldzug Laurentis gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch und er beschäftigt sich recht ausführlich mit den Hintergründen der damaligen Verurteilung.

Sympathie

Je mehr der Commissario recherchiert, desto sympathischer wird ihm der Rächer. Das sollte so natürlich nicht sein, auch wenn es verständlich ist. Was lange im unklaren bleibt, ist die Frage, ob Aristèides die zwölf Personen die seinerzeit falsch ausgesagt haben töten will, oder ob er ihnen nur einen Denkzettel verpassen will. Hier hapert es dann auch ein wenig mit der Logik - wer isst schon etwas, was zu Hause einfach so auf dem Tisch steht, ohne zu wissen wer es gekocht hat?

Ende

Das Ende erscheint mir wenig schlüssig und glaubhaft. Alle Dinge regeln sich irgendwie, Aristèides und ein pakistanischer Kollege Aahrash eröffnen eine Restaurant, in dem sie diverse gespendete Lebensmittel, die kurz vor dem Verfallsdatum sind, zu schmackhaften, einfachen und preisgünstigen Mahlzeiten kochen. Natürlich zählt Commissario Laurenti zu den den ersten Gästen. Das ist vielleicht eine wünschenswerte Entwicklung, aber realistisch ist das sicher nicht.

Krimiplot

Trotz des für mich etwas unglaubwürdigen Endes der Geschichte, hat mir Scherbengericht viel Spaß gemacht. Ich habe viel über Triest und seine Geschichte erfahren, einiges über seine kulinarischen Eigenheiten gelernt und auch die aktuellen Probleme, mit denen die italienische Stadt so zu kämpfen hat, kamen nicht zu kurz. Der Krimiplot stand hier zwar nicht im Mittelpunkt des Buches - war aber definitiv vorhanden :-)

Mein Eindruck:

Scherbengericht ist keine reiner Krimi, dafür gibt es zu viel Gesellschaftskritik, die von den eigentlichen Taten ablenkt. Aber ich habe ihn trotzdem gerne gelesen, denn spannend verpackte Gesellschaftskritik kommt  eher bei Lesern wie mir an, als trockene Zahlen, Daten und Fakten. In diesem Sinne kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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