Das große Tier

von Veit M. Etzold 
3,2 Sterne bei34 Bewertungen
Das große Tier
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kassandra1010s avatar

Was passiert, wenn man mit einem perfiden Mordplan die Börse regiert? Veit M. Etzold hat mit diesem Thriller den Nerv der Zeit getroffen.

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Inhaltsangabe zu "Das große Tier"

"Es ist größer, als Sie glauben. Und schlimmer. Viel schlimmer." Ein unheimlicher Investor, der durch Mord die Märkte bewegt ... Eine digitale Welt, in der globale Vernetzung globale Kontrolle bedeutet ... Und ein uralter Plan mit einem schrecklichen Ziel. Erster Januar: Stuart Hill, Chef von Promethean Industries, einem internationalen Konzern für Satellitentechnik, kommt nach durchfeierter Silvesternacht in seiner Berliner Adlon-Suite auf rätselhafte Weise ums Leben. Tags darauf stürzen die Aktienkurse in die Tiefe. Irgendjemand verdient gigantische Summen an Hills Tod. Sarah Jakobs, junge Hauptkommissarin für Wirtschaftskriminalität am LKA Berlin, wird mit den Ermittlungen betraut, als sich ein weiterer Mord ereignet. Die Opfer sind in einer rätselhaften, skulpturalen Weise angeordnet - und: Wieder handelt es sich um ranghohe Manager, wieder fehlt von den Tätern jede Spur. Bis auf eine mysteriöse Botschaft, die am Tatort hinterlassen wurde. Gemeinsam mit Vincent Wagner, einem Bremer Doktoranden der Kunstgeschichte, versucht die junge Kommissarin, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Einem Rätsel, das in ihr die unheilvolle Ahnung wachsen lässt, etwas Großem auf der Spur zu sein. Vielleicht etwas zu Großem. Die Spur führt über Dantes "Inferno" und den mittelalterlichen Satan zum altgriechischen Gott Kronos, Gott der Zeit und Vater des Zeus. Und zu einer uralten Vereinigung, die seit Jahrtausenden auf ihr Ziel hinarbeitet. Ein Ziel, das fast erreicht ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462042146
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:483 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:18.02.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.03.2010 bei Bastei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Was passiert, wenn man mit einem perfiden Mordplan die Börse regiert? Veit M. Etzold hat mit diesem Thriller den Nerv der Zeit getroffen.
    Wenn die Macht spekuliert!

    Was passiert, wenn man mit einem perfiden Mordplan die Börse regiert? Veit M. Etzold hat mit diesem Thriller den Nerv der Zeit getroffen. Leerverkäufe, Immobilienspekulationen und korrupte Banken. Wo fängt das Böse an? Als auf den erstem Mord ein weiterer folgt, beginnt Sarah Jakobs, die Ermittlerin für Wirtschaftskriminalität zu ermitteln und ist sich in einem völlig sicher, das hier etwas mächtigeres dahintersteckt.

    Hilfe bekommt sie von einem Kunststudenten, der die hinterlassenen Botschaften entschlüsselt und immer tiefer in die Welt der Hölle, die Welt der Magie und der Welt der Antike vorstößt.

    Ein sehr spannender Thriller mit blitzschnellen Wendungen, einer wirklich gut gestrickten Story und brandaktuell!

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    Wolfhounds avatar
    Wolfhoundvor 4 Jahren
    Das große Tier? Wohl eher nicht...

    Das Große Tier, eine Geschichte über Lug und Trug, Aktien, Verschwörungen, uralte Mächte und die Weltherrschaft. Wer hier natürlich nicht fehlen darf, ist der Vatikan, welcher auch nicht lange auf sich warten lässt.

    In der Silvesternacht wird im Berliner Adlon der Geschäftsmann Stuart Hill, Chef von Promethean Industries ermordet. Ohne Gewalteinwirkung. Gleichzeitig wird ein Banker von Headhuntern mit fünf Millionen auf seinem Konto gelockt - und in sein Verderben gestürzt?

    Des Weiteren feiert Vincent mit seinem Kumpel Tobi Silvester am Brandenburger Tor.

    Innerhalb von wenigen Seiten warten verschiedenste Handlungsstränge auf den Leser, die auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben. Groteske Morde folgen, die Berliner Polizei ist im Begriff den Fall zu verlieren und immer mehr Verstrickungen der Aktienbranche kommen ans Licht. Es ist die Rede von Headhuntern, Leerverkäufen, Manipulation der Börse - und einem grausamen Aufnahmeritual, möchte man zu den ganz Großen ohne Seele gehören. In diesem Wirrwar versucht sich die Kommissarin Sarah zurechtzufinden und kommt nicht umhin, ihre Affäre Vincent als Berater hinzuzuziehen. Eine atemberaubende Suche nach den Tätern führt Sarah und Vincent nach England, zu Scotland Yard sowie dem Professoren Stokes, der mit seiner abstrusen Verschwörungstheorie tatsächlich zur Lösung des Fall beiträgt. Und dann ist da noch Vincents Bruder Marcus. Aber was hat dieser mit der ganzen Sache zu tun?

    Obwohl Etzold von Anfang an verschiedenste Handlungsstränge aufgreift und auch durch kurze Kapitel häufig diese wechselt, fällt es dem aufmerksamen Leser nicht schwer, den einzelnen Personen zu folgen.

    Man bekommt kostenlos noch einen Crashkurs im Bankwesen dazu und hat hinterher das Gefühl, ein wenig mehr zu wissen. Trotzdem müssen einige Abstriche gemacht werden, denn eine Verschwörungstheorie ist gut und schön, aber haben wir denn davon nicht schon genug? Und muss gleich wieder das Verschwörungsphänomen Lady Di ausgepackt werden, nur weil Das Große Tier auch in London spielt? Einige Dinge wirken doch recht konstruiert und erwecken das Gefühl, dass Etzold zu viel auf einmal wollte.

    Zum Schluss wirkt auch die Möchtegern-Liebesgeschichte von Sarah und Vincent mehr gewollt als gekonnt.

    Trotz der eben genannten Abzüge ist Das Große Tier für mich ein Buch mit Potenzial und auch Herr Etzold ist ein Autor mit Potenzial, der sich nicht lange mit Erklärungen von Personen aufhält, sondern diese durch ihre Taten sprechen lässt.

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    Amaroks avatar
    Amarokvor 8 Jahren
    Rezension zu "Das große Tier" von Veit M. Etzold

    Der Roman "Das große Tier" von Veit M. Etzold wird zwar vornehmlich als Wirtschaftsthriller ausgeschrieben, gehört jedoch eher in die Kategorie "Mystery-Thriller".

    Der Roman beginnt mit dem Tod des Industriellen Stuart Hill, Chef eines internationalen Satellitentechnik-Konzerns, der am Neujahrsmorgen überraschenderweise tot in seiner Suite im Berliner Adlon-Hotel gefunden wird. Und sofort scheint der Tod Hills eine weitreichendere Bedeutung zu besitzen, denn er zieht den Sturz der Aktienkurse nach sich. Kurze Zeit später sterben weitere wichtige Wirtschaftsangehörige, deren Leichen auf mysteriöse Weise angeordnet und von einer merkwürdigen Botschaft begleitet sind. Die Ermittlungen in diesem Fall nimmt die junge, ambitionierte Hauptkommissarin für Wirtschaftskriminalität des LKA Berlin Sarah Jakobs auf, die unter Mithilfe des Bremer Doktoranden für Kunstgeschichte Vincent Wagner versucht, die äußerst mysteriösen Morde aufzuklären. Schon bald führen sie ihre Ermittlungen von Dantes "Inferno", über die mittelalterlichen Satansvorstellungen bis hin zu Kronos, dem antiken griechischen Gott der Zeit und Vater des Zeus, der wiederum auf eine uralte geheime Vereinigung verweist.

    Spätestens ab diesem letztgenannten Zeitpunkt ist jedem Leser klar, dass es sich bei diesem Roman in erster Linie um einen Verschwörungsthriller handelt, der sich im Gegensatz zu ähnlichen Romanen dieser Art jedoch im Bereich der Wirtschaft bewegt. Mancher Leser wird bei dieser Lektüre an die Werke Dan Browns oder Scott McBains erinnert sein, auch wenn die Figurenzeichnung und der Erzählstil (was hier jedoch auch z.T. an der Übersetzung liegen kann) daran nicht heranreichen.

    Veit M. Etzold liefert in seinem Roman zwar keine völlig neue Idee, doch aufgrund der Fülle des von ihm verwandten Materials ist ihm auf jeden Fall Achtung zu zollen, selbst wenn das Zusammenfügen dessen nicht ganz perfekt gelungen scheint. Die Figuren sind etwas formlos geraten, der Erzählstil teils etwas trocken, das Voranschreiten der Ereignisse oft etwas plötzlich oder sogar unzusammenhängend erscheinend.

    Trotz erwähnter Mängel plädiere ich jedoch für die Vergabe von drei Sternen, da der Roman mir wirklich gut gefallen hat, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich mich für Wirtschaft und Bankwesen interessiere und durch Romane von Jeffrey Archer, Philip Jolowicz o.ä. bereits vorgeprägt bin. Im Großen und Ganzen würde ich diesen Roman allen empfehlen, die sich für Wirtschaftsverschwörungen interessieren und sich nicht allzu sehr an dem doch sehr mysteriösen und mythischen "Geheimbundkonstrukt" stören, dass nicht ganz die harmonische Verbindung zur sonsitgen Erzählung gefunden hat.

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    schnuppermoenchs avatar
    schnuppermoenchvor 8 Jahren
    Rezension zu "Das große Tier" von Veit M. Etzold

    Ein Thriller soll es sein, das neue Buch von Veit M. Etzold. Ein Thrill jedoch stellt sich nicht im mindesten ein. Da ist zunächst ein dubioser Mord, der – ach wie oft schon wurde dieses Klischee bedient! –zunächst ohne erkennbare Spuren zu sein scheint. Schließlich soll der Leser sich ja fürchten vor der bösen Macht, die spurlos tötet. Das Opfer, ein gewiefter Geschäftsmann, bediente sich zwar selbst gern krimineller Methoden – von Erpressung ist die Rede - ,war aber dennoch naiv genug, eine fremde Dame ohne Namen und Identität so nah an sich heran zu lassen, dass sie ihn –wie tragisch! – beim ersten, lange verweigerten Kuss auf geheimnisvolle Weise tötet. Eine Szene, die jede nachmittägliche Telenovela ungeheuer bereichert hätte!
    Des spannenden Falls nehmen sich eine junge Ermittlerin, deren Weisheiten der Leser dankbar zur Kenntnis nimmt („Sarah besaß kein Auto, da man in Berlin auch keins brauchte.“ ) und ein älterer Kollege, dessen kriminelle Ausbildung offensichtlich in der ausführlichen Lektüre von TKKG-Büchern bestanden hat: Wie der clevere Tarzan erkennt auch er Verbrecher einfach am Gesicht. Natürlich, wer hätte diese Erfahrung nicht auch schon gemacht. Etzold verwechselt hier wohl Komik mit Lächerlichkeit.
    Ansonsten begegnen dem Leser ein alternder Student, der ungeheuer an der plakativ demonstrierten Dummheit seiner Mitmenschen leidet, wie es sich eben für einen echten Intellektuellen ziemt, sowie – das darf man heutzutage ja nicht auslassen – ein Investmentbanker, der die Gier in Person ist, skrupellos und oberflächlich, genauso wie er uns in der Fantasie verblendeter Schwarz-Weiß-Maler begegnet. Dass er sich auf jedes auch noch so dubiose Geschäft einlässt, dass nur genügend Gewinn verspricht, ist ebenso klar wie absehbar.
    Alles in allem ein enttäuschender Leseeindruck, dem es deutlich an Spannung und Glaubwürdigkeit mangelt..

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Das große Tier" von Veit M. Etzold

    Die Geschichte beginnt an einem Silvesterabend und spielt zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich in Berlin oder nimmt Bezug auf diese Stadt. Ein Manager, der in einer Firma für Satelliten- und Raketentechnik arbeitet, wird im Adlon-Hotel von seiner weiblichen Begleitung ermordert. Gleichzeitig bekommt ein Bankmanager einen mysteriösen Anruf einer unbekannten Firma, die ihm ein enormes Gehalt anbietet, dafür aber erst einige Test mit ihm machen möchte. Hierfür soll er nach Berlin kommen. Ein Doktorand der Kunstgeschichte, andere Manager und einige Polizisten werden vorgestellt. Zunächst scheinen diese Personen noch keine Beziehung zueinander zu haben. Doch der Mord löst eine Handlungskette aus, die sie immer stärker bindet bis sie schließlich gemeinsam diverse kleine Abenteuer bestehen müssen. Dabei geht es zunächst um die wirtschaftliche Kontrolle der meisten technischen Bereiche. Doch dies ist nur einer der Schritte zu einem viel höheren Ziel. Das Buch ist gespickt mit wirtschaftlichen Prozessen, mystischer Zahlenlogik und einer Menge Wissen, das sich auf die antiken Klassiker und die Bibel bezieht.

    Sprachlich hatte ich zuerst bedenken, da sehr viele Fachbegriffe aus der Finanzwelt benutzt werden. Jedoch gibt es immer eine Hauptfigur, die sich in einem bestimmten Bereich nicht auskennt. Daher werden Begriffe aus den verschiedenen Gebieten immer wieder, für die einzelnen Figuren und somit auch für den Leser, erläutert. Abgeshen von diesem Aspekt fand ich die Sprache sehr klar, teilweise vielleicht etwas nüchtern. Für den ein oder anderen Leser könnte sie etwas bildlicher sein. Das hängt aber in gewisser Weise auch mit dem Thema zusammen. Die Dialoge sind hingegen sehr gut abgestimmt und realistisch.

    Die Hauptfiguren muss man teilweise schon übernatürlichen Kategorien zuordnen, da sie schier unbesiegbar sind oder per Gedanken die Menschen beeinflussen. Auf der anderen Seite haben sie manchmal Schwächen oder werden so einfach überlistet, dass man es nicht glauben mag. Dies steht im starken Kontrast zu der sonst sehr realistischen Geschichte. Vieleicht hat der Autor hier aber auch einige Filmvorlagen im Kopf gehabt oder rechnet schon mit einer Verfilmung des eigenen Werks.

    Fazit: Ein sehr spannendes Werk, das man nicht mehr aus der Hand legene möchte. Es ist eine MIschung aus Werken von Dan Brown, Frank Schätzing und einem Manager. Trotz kleiner Mängel unbedingt zu empfehlen.

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    anywaysvor 8 Jahren
    Rezension zu "Das große Tier" von Veit M. Etzold

    Zwei Mächte stehen sich seit Anbeginn der Zeit gegenüber. Verfeindet seit Jahrtausenden kämpfen sie Gegeneinander. Das Gute und Das Böse.

    In der Silvesternacht wird im Berliner Hotel Adlon der Chef eines internationalen Konzerns für Satellitentechnik ermordet. Kriminaldirektor Winterfeld, Leiter der Mordkommission beim LKA Berlin und Sarah Jakobs, Hauptkommissarin für organisierte Kriminalität und Wirtschaftsdelikte beim LKA Berlin, nehmen die Ermittlungen auf.

    Der Tote, Stuart Hill, war Chef von Promethan Industries, einer hoch dotierten Firma für Computertechnik. Als in rascher Folge weitere Morde u. a. am Chef der Rechtsabteilung und am Finanzvorstand begangen werden, haben die beiden Ermittler den Mörder nicht nur in Berlin sondern auch in London zu suchen.

    Ein gut recherchiertes und dementsprechend dicht geschriebenes Buch zu den Themen Finanzwelt, Kunstgeschichte und Mythologie. Durch die spannend geschriebenen ersten Seiten folgt man der Geschichte sehr aufmerksam, das ist auch dringend angeraten, da die Handlungswechsel sehr schnell und häufig sind.

    Ab der Hälfte des Buches wird es etwas ruhiger und flacht leider auch ein wenig ab.

    Die mythologischen Eckdaten sind nicht tief genug beschrieben, sondern kratzen nur an der Oberfläche. Ich hatte dabei das Gefühl, das etwas Entscheidendes weggelassen wurde.

    Alles in allem ein Thriller der einen ganz schön in Atem hält.

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    Cendras avatar
    Cendravor 8 Jahren
    Rezension zu "Das große Tier" von Veit M. Etzold

    Dieser Thriller hat von allem etwas: eine spannende Story, eine vielseitige Auswahl an Charakteren, mysteriöse Verwicklungen und eine ordentliche Portion Veschwörungstheorie, eingebettet in die christliche Mythologie.
    Also alles in allem also genau nach meinem Geschmack.

    Zwar sind Etzolds Grundideen ein alter Hut, aber dennoch hat er sie interessant umgesetzt und interpretiert.
    Die gesamte Story spielt sich innerhalb weniger Tage ab und baut, aus vollkommen unterschiedlichen Perspektiven erzählt, chronologisch aufeinender auf:
    Zum einen nimmt man mit Sarah und Vincent an den laufenden Ermittlungen teil und erfährt aus der Sicht eines, vorerst unbekannten, Geschäftsmannes von einem mysteriösen Ritual, bestehend aus drei Stufen (Somnia, Raptus, Furor). Schlussendlich erhält man durch die Augen von Tyron noch direkte Einblicke in die Machenschaften derjenigen, die für die grausamen Verbrechen verantwortlich sind, die die Ermittler in Berlin und London vor einige Rätsel stellen.

    Fazit: gelungener Thriller, der zwar die bereits bestehende Theorie von 'the beast' aufgreift, bzw ausschlachtet, der aber im Detail durch intelligente Umsetzung, großartigen Stil und gute Recherche besticht. Der Autor beeindruckt mit genauer Kenntnis über Finanzwesen und bedeutende Werke der Kunstgeschichte, sowie der selbstverständlichen Verwendung von großen Zitaten der frühzeitlichen Literatur. Alles wird miteinander Verwoben zu einem spannenden Gesamtbild, welches einen am Ende ein wenig befremdet zurück lässt.

    Einziges Manko: ein wenig schwache Auflösung dieses gewaltigen Konstruktes, welches über das gesamte Buch hin aufgebaut wurde. Ich fragte mich schon nach zwei Dritteln des Buches, wie der Autor da wieder herauskommen wollte. Er hat es ganz gut gelöst, alles in allem ist der Kampf zweier einzelner Personen gegen eine derartige Macht aus Geld, Einfluss und Gewaltbereitschaft bis zum letzten, allerdings ein wenig unglaubwürdig.

    Dennoch ein tolles Buch!

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    Rhiannon83s avatar
    Rhiannon83vor 8 Jahren
    Rezension zu "Das große Tier" von Veit M. Etzold

    "Geld regiert die Welt"

    Dank Bini kam ich in den Genuss dieses Thrillers aus deutscher Hand. DANKE!

    So und nun zu dem Buch selbst: Hr. Etzold schafft es seine Leser von der ersten Seite an in die Geschehnisse mit hinein zu ziehen, es kommt einem fast so vor als wäre man Teil des großen Ganzen.

    Die vielen Fachbegriffe aus dem Bankwesen und der Wirtschaft ließen meinen Kopf ab und an schwirren, dennoch tat es der Handlung keinen Abbruch.
    Einziges Manko bei der ganzen Sache war die Identität des zweiten Kandidaten, irgendwann in der Mitte des Buches wusste ich um wen es sich handelt, trotzdem wow!

    Das Tempo ist rasant und passt "wie die Faust aufs Auge" und auch der Schreibstil ist passend. Nicht zu locker und nicht zu steif.
    Beim Lesen des Thrilles und somit auch den Zitaten aus Dantes "Göttlicher Kömodie" erweckte in mir den Wunsch dieses Werk einmal zu lesen, ob ich es schaffe steht in den Sternen.

    Für alle, die einem guten Thriller nicht abgeneigt sind kann ich nur sagen: Dies ist ein Buch für dich!
    Ich habe es wirklich genossen Teil dieser Geschichte zu sein.

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    Bini1005s avatar
    Bini1005vor 8 Jahren
    Rezension zu "Das große Tier" von Veit M. Etzold

    GELD STINKT NICHT
    Oder etwa doch? Dieser gut recherchierte Wirtschaftsthriller hat mir beim Lesen das Blut in den Adern gefrieren lassen. Der Autor bietet dem Leser eine spannende Mischung aus den Abgründen der Menschheit, knallharter Firmenpolitik und Mythologie. Es ist ein Buch, das nachdenklich stimmt. Fressen und gefressen werden. Die Menschlichkeit ist vom Aussterben bedroht. Ist das nur Fiktion oder längst schon die traurige Wahrheit?
    Das ist genau das, was ich mir unter einem ausgezeichneten Thriller vorstelle!

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    Splitterherzs avatar
    Splitterherzvor 8 Jahren
    Rezension zu "Das große Tier" von Veit M. Etzold

    Ein uralter Plan.
    Ein unheimlicher Investor, der durch Mord die Märkte bewegt.
    Eine Digitale Welt, in der globale Vernetzung globale Kontrolle bedeutet.
    Ein uralter Plan, mit einem schrecklichen Ziel.

    Mit diesen Versprechungen, auf der Rückseite des Buches, lockt der Autor den Leser, sein Buch zu öffnen und ihm in die Geschichte zu folgen.

    Inhalt:
    Silvester, der große und sehr bedeutende Chef eines internationalen Konzerns für Satellitentechnik, Stuart Hill wird ermordet in einem Berliner Hotel aufgefunden. Zur gleichen Zeit, bekommt ein Banker in St. Moritz einen anonymen Anruf, der Anrufer unterbreitet ihm ein äußerst ungewöhnliches und hohes Angebot. Zuständig für den Mord, ist die ca. 30 jährige Hauptkommissarin, des LKA, Sarah Jakobs, die zunächts vor ein Rätsel gestellt wird, da der Mord äußerst Präzise und ohne jegliche Spuren hinterlassen wurde. Erst weitere Morde an Angestellten von Stuart Hill, bringen sie auf eine äußerst brisante Spur. Die Ofper sind auf grausame Weise hingerichtet und insziniert worden. Deshalb bekommt Sarah bald Hilfe von ihrem Freund Vincent Wagner, einem Bremer Doktoranden der Kunstgeschichte, der ab dann mit ihr zusammen ermittelt.

    Meinung:
    Erst war ich nicht begeister, dass ich das Buch gewonnen hatte, es klang für mich nach einem "laschen" Wirtschaftskrimi. Doch jetzt bin ich mehr als zufrieden. Der Inhalt des Buches ist sehr ausführlich und gut recherchiert. Die Handlung wurde aus vielen Perspektiven dargelegt, die es dem Leser ermöglichen, einen guten Einblick in die Handlung zu bekommen und zudem auch stetig den Spannungsverlauf anheben. Nach und nach, lernt man aus den einzelnen Auschnitten, auch immer mehr die verschiedenen Personen kennen, die in das Geschehen verwickelt sind. Man erfährt vieles über ihre Gedanken, Gefühle und Ansichten, welche es einem dann erleichtern, verschiedene Entscheidungen des Betroffenen nachzuvollziehen. Des weiteren wird einem auch nach und nach immer mehr bewusst, welcher alte, lange Plan hinter den Morden steckt, was wirklich für eine riesige Verschwörung im Gange ist und wie weit sie sich ausweiten kann.

    Fazit:
    An sich, ist es wirklich ein gutes Buch. Spannend und mit vielen verschiedenen Aspekten. Es geht um Liebe, Moral, Verschwörungen und Mord. Was mich jedoch gestört hat, waren die vielen Fachausdrücke, die ich meist nicht verstanden oder nachvollziehen konnte. Deshalb habe ich auch etwas länger für das Buch gebraucht. Manche Sachen musste ich einfach zweimal lesen, ehe ich ihnen folgen konnte. Zum Teil ist vieles im Buch, was vielleicht am Ende doch zuviel und unnötig war. Irgendwann wird es dann doch relativ chaotisch. Naja aber ich will das Buch jetzt nicht schlecht machen, es ist wirklich gut. Teilweise weist es Parallelen auf, zu Dan Brown aber wirklich nur leichte.

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