Velma Wallis

 4,2 Sterne bei 190 Bewertungen
Autor*in von Zwei alte Frauen, Zwei alte Frauen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Velma Wallis, geboren 1960 als eines von dreizehn Kindern in Fort Yukon/Alaska, wurde in den traditionellen Werten ihres Volkes, der Athabasken, erzogen. Nach dem Besuch der Highschool zog sie in eine Trapperhütte und lernte, vom Fischen, Jagen und Fallenstellen zu leben. Heute wohnt Velma Wallis mit ihrer Familie wieder in Fort Yukon. Sie ist die Autorin des Bestsellers »Zwei alte Frauen«, der mit dem Western States Book Award ausgezeichnet und seit seinem Erscheinen in siebzehn Sprachen übersetzt sowie millionenfach verkauft wurde.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Velma Wallis

Cover des Buches Zwei alte Frauen (ISBN: 9783492967112)

Zwei alte Frauen

(160)
Erschienen am 10.03.2014
Cover des Buches Zwei alte Frauen (ISBN: 9783886988259)

Zwei alte Frauen

(10)
Erschienen am 01.03.2009
Cover des Buches Two Old Women (ISBN: 0060723521)

Two Old Women

(2)
Erschienen am 06.07.2011

Neue Rezensionen zu Velma Wallis

Cover des Buches Zwei alte Frauen (ISBN: 9783492967112)
Imke_Brunns avatar

Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

Imke_Brunn
Eine bewegende Legende der First Nations von Alaska

Ein Nomadenstamm wird während eines besonders strengen Winters von einer Hungersnot heimgesucht und beschließt zwei alte Frauen zurückzulassen. Die Legende erzählt vom Mut niemals aufzugeben und zeigt, wie wertvoll Erfahrung ist. 

Diese Erzählung einer mündlich überlieferten Legende hat mich beeindruckt. Der Schreibstil liest sich sehr gut.

Cover des Buches Zwei alte Frauen (ISBN: 9783492967112)
Wolf-Macbeths avatar

Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

Wolf-Macbeth
Eine Legende von Verlassenwerden und Überleben

Zwei alte Frauen ist kein Roman im klassischen Sinn. Es ist eine mündlich überlieferte Geschichte, die Velma Wallis aufgeschrieben und damit bewahrt hat. Zusammen mit dem Vorwort umfasst das Buch kaum mehr als etwa 120 Seiten – und doch wirkt es größer, als sein Umfang vermuten lässt.


Ein Nomadenstamm im hohen Norden Alaskas kämpft gegen Hunger und Kälte. Um das Überleben der Gemeinschaft zu sichern, werden zwei alte Frauen zurückgelassen, als „unnütze Esser“ deklariert, dem Tod überlassen. Was folgt, ist keine dramatisch inszenierte Überlebensgeschichte, sondern eine stille, fast archaische Bewegung zurück zu Wissen, Geduld und Erfahrung.


Die Sprache ist einfach und klar, manchmal beinahe nüchtern. Gerade darin liegt ihre Kraft. Man spürt die Kälte, die Erschöpfung, die Angst, aber auch die langsame Rückkehr von Fähigkeiten, die nicht verschwunden waren, sondern nur vergessen. Die Frauen kämpfen nicht gegen die Natur, sie gehen in Beziehung zu ihr. Schnee wird Schutz, Erinnerung wird Werkzeug.


Was mich besonders berührt hat, ist der leise Gegensatz zur Gemeinschaft: Die beiden Ausgestoßenen überleben nicht nur, sie entwickeln eine Form von Selbstständigkeit und Würde, die das System des Clans infrage stellt. Ohne Anklage, ohne moralischen Zeigefinger, einfach durch das, was sie tun und aushalten.


Diese Erzählung zeigt, dass Menschen in äußerster Not Fähigkeiten in sich tragen, von denen sie selbst nichts wussten. Nicht als Heldentum, sondern als stille, beharrliche Form von Leben.


Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Es ist keine literarische Kunstprosa, aber eine Geschichte mit Gewicht – wie eine Stimme aus einer anderen Zeit, die noch lange nachhallt.



Cover des Buches Zwei alte Frauen (ISBN: 9783492967112)
AtschiBs avatar

Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

AtschiB
Lehrreich und lesenswert

Eine Legende von Tapferkeit und Verrat. Diese beiden Frauen beweisen, dass man zusammen stärker ist als allein und man in Ausnahmesituationen mehr leisten kann, als man denkt. Wallis beschreibt wunderbar die vermeintlich Schwachen dann doch die Starken sind. Das Volk hätte bereits im ersten Winter die Erfahrungen der Alten nutzen sollen. Was für ein großartiges Buch.

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