Velma Wallis

 4.2 Sterne bei 137 Bewertungen
Autor von Zwei alte Frauen, Zwei alte Frauen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Velma Wallis

Sortieren:
Buchformat:
Velma WallisZwei alte Frauen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Zwei alte Frauen
Zwei alte Frauen
 (118)
Erschienen am 01.02.2004
Velma WallisZwei alte Frauen. Eine Legende von Verrat und Tapferkeit
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Zwei alte Frauen. Eine Legende von Verrat und Tapferkeit
Velma WallisDas Vogelmädchen und der Mann, der der Sonne folgte
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das Vogelmädchen und der Mann, der der Sonne folgte
Velma WallisDas Vogelmädchen und der Mann, der der Sonne folgte.
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das Vogelmädchen und der Mann, der der Sonne folgte.
Velma WallisZwei alte Frauen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Zwei alte Frauen
Zwei alte Frauen
 (6)
Erschienen am 01.03.2009
Velma WallisTwo Old Women
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Two Old Women
Two Old Women
 (2)
Erschienen am 06.07.2011
Velma WallisBird Girl and the Man Who Followed the Sun
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Bird Girl and the Man Who Followed the Sun
Bird Girl and the Man Who Followed the Sun
 (0)
Erschienen am 01.08.1999
Velma WallisRaising Ourselves
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Raising Ourselves
Raising Ourselves
 (0)
Erschienen am 01.09.2003

Neue Rezensionen zu Velma Wallis

Neu
monerls avatar

Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

Absolute Leseempfehlung
monerlvor 3 Monaten

Meine Meinung
Die Autorin hat mit “Zwei alte Frauen” eine wunderschöne und einfache Geschichte geschrieben, die zeitlos bleiben wird. Die Legende, die seit vielen, vielen Jahren im Indianerstamm erzählt und ausschließliche mündlich überliefert wurde, fand vor 25 Jahren den Weg aufs Papier. Velma Wallis, selbst angehörige des Volkes der Athabasken, wurde nach den traditionellen Werten ihres Volkes erzogen.

Eine Legende von Verrat und Tapferkeit lautet der Untertitel und trifft den Kern des kleinen Büchleins. Die beiden Frauen, die in jungen bzw. jüngeren Jahren den Stamm unterstützt hatten, nahmen im Alter für sich in Anspruch, dass nun ihnen geholfen werden musste. Sie liefen am Stock und trugen ihre Sachen nicht mehr selbständig auf den Wanderungen. Groß unterstützen konnten sie auch nicht. Sie waren somit in dem Jahr einer großen Hungersnot eine Belastung für den Stamm geworden. Die schon geschwächten jüngeren Stammesangehörigen sollten von dieser Last befreit werden, die beiden alten Frauen ernähren, stützen und für sie arbeiten zu müssen. Der Häuptling und sein Rat entschieden, sie nicht ins Winterlager mitzunehmen. Was das bedeutete, war allen klar: Die beiden Frauen würden ohne Hilfe sterben.

Doch allen zum Trotz entwickelten sie in dieser hilflosen Zeit einen starken Überlebenswillen und mobilisierten all ihre Kräfte und Wissen, wie man in der Wildnis überleben kann. Eine Starthilfe bekamen sie heimlich von der Tochter und dem Enkel der älteren Frau.

Ab hier nun wird der Leser Zeuge davon, das man alles schaffen kann, wenn man sich selbst nicht aufgibt und auf den Nächsten vertraut. Straff und ohne viele Worte erzählt Velma Wallis diese Legende, die dennoch so viel Wärme, Zuversicht, Hoffnung und Versöhnen beinhaltet, dass einem beim Lesen das Herz aufgeht.

Es steckt so viel in dieser Geschichte, sodass man am Ende nach dem Lesen viel Kraft und Selbstvertrauen fühlt. Auf unsere heutige Zeit übertragen sollten wir nie vergessen, dass auch alte Menschen einmal jung waren und ihren Teil zum Wohle der Gesellschaft beigetragen hatten. Durch ihr Wissen, ihre Kraft, ihr Handeln haben alle profitiert. Irgendwann darf auch die Zeit kommen, indem die neuen Jungen den Alten helfen und sie unterstützen sollten. Der Aspekt, dass alte bzw. ältere Menschen sich nicht alt fühlen müssen und in der Lage sein können, noch einiges zu leisten, falls sie denn gesund sind, fand ich auch sehr schön rübergebracht. Die beiden alten Frauen, Mitte siebzig und Anfang achtzig, waren in der Lage vergessene Stärken und Fähigkeiten zu mobilisieren, die ihnen dazu verhalfen nicht nur zu überleben, sondern für ihre Verhälnisse in Wohlstand zu leben und keine Angst mehr vor dem Verhungern zu haben. Sie hatten es sogar darüber hinaus geschafft, wieder eine große und wichtige Stütze für den Stamm zu werden, der die Gelegenheit bekam, zu erleben, wie wichtig es ist, in der größten Not zusammenzuhalten und jeden einzelnen wertzuschätzen.

Fazit
Ein Buch, das genau wegen seiner ganzen Einfachheit besticht! Es bedarf nicht vieler Worte zu verstehen was passieren wird, wenn Hunger, Kälte, Angst und Hilflosigkeit auf hohes Alter trifft. Es war ein schweres, karges Leben, das die Nomadenstämme bezwingen mussten. Mit diesem Buch bekommen wir schöne und traurige Einblicke in solch ein Leben. Trotz der Andersartigkeit der Lebensform, ist die Moral dieser Legende auf alle Gesellschaften übertragbar. Und genau das macht das Büchlein sehr kostbar. Absolute Leseempfehlung!

Kommentieren0
3
Teilen
Angie*s avatar

Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

Hoffnung auf Menschlichkeit , Mut, Stärke und Verzeihen in Extrem-Situationen!
Angie*vor 3 Monaten


Meine Meinung: Gebannt habe ich heute diese beeindruckende Erzählung als Hörbuch in ungekürzter Form verfolgt. Die Sprecherin Ursula Illert hat mich mit ihrer angenehmen,  ruhigen Stimme und Sprechweise in das kalte und unwirtliche Alaska entführt. Das Überleben der beiden Frauen zeigt  Stärken, die Menschen, auch  Frauen im Kampf um Leben oder Tod entwickeln können. Diese Geschichte basiert auf den mündlichen Überlieferungen der Athabasken, die Velma Wallis von ihrer Mutter erzählt bekam. Die dort lebenden unterschiedlichen  Nomadenstämme sind erst ca. 1900 sesshaft geworden und so ist in der Erzählung sicher viel Authenzität verborgen.  Die Erzählung transportiert unser aller Hoffnung  auf Menschlichkeit, Mitgefühl und Verzeihen mit unserem Nächsten, sowie diese Eigenschaften auch in Extrem-Situationen zu bewahren und zu hüten.Dieses Anliegen ist der Autorin voll und ganz gelungen!

Ein grossartiges Werk, welches von mir FÜNF ***** Sterne bekommt !!


Kommentieren0
8
Teilen
MadameFlamusses avatar

Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

Zweit alte Frauen, mit Erfahrung und Stärke
MadameFlamussevor 7 Monaten

Eine Geschichte aus dem Volk der Athabaskastämme, den Gwich´in. Die hier aufgeschriebene Legende ist sehr alt und wurde von einer Generation zur nächsten getragen in der alten Weise des Geschichten erzählens.

Ganz interessant zu wissen ist das Velma Wallis` Großmutter ähnliche Erfahrungen machte und Velma sich wohl deshalb der Geschichte verbunden fühlt, so sehr das sie diese für mehr Menschen zugänglich machen wollte. Velma Wallis kennt das Leben genau von welchem Sie hier berichtet. Als umherziehende Jäger in Schnee und Eis. Man ist sehr schnell mittendrin und freut sich über die Schilderungen der Natur. Trotzdem geht es um ein hartes Leben, aber auch um ein Leben in und mit den Kreisläufen der Natur.

Ich denke man kann diese Legende durchaus als Gleichnis bezeichen. Es führt auf beiden Seiten, also bei den zwei alten Frauen auf der einen und Ihrem Volk auf der anderen, zu Veränderungen, deren Weisheit dann noch Generationen später erzählt wird.

Wirklich ein schönes Büchlein an einem Winterabend. Und eine wichtige Geschichte die wir uns heute noch genauso zu Herzen nehmen können. Übrigens mit einem ausführlichen und sehr interessantem Nachwort zur Autorin, zur Geschichte und zur Entstehung des Buches.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 201 Bibliotheken

auf 7 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks