Zwei alte Frauen

von Velma Wallis 
4,2 Sterne bei118 Bewertungen
Zwei alte Frauen
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MadameFlamusses avatar

Eine kraftvolle, und sehr alte Geschichte.

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Lesenswert!!!!

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Inhaltsangabe zu "Zwei alte Frauen"

Ein Nomadenstamm im hohen Norden von Alaska: Während eines bitterkalten Winters kommt es zu einer gefährlichen Hungersnot. Wie das alte Stammesgesetz es vorschreibt, beschließt der Häuptling, die ältesten beiden Frauen als »unnütze Esser« zurückzulassen, um den Stamm zu retten. Doch in der Einsamkeit der eisigen Wildnis geschieht das Unglaubliche: Die beiden alten Indianerfrauen geben nicht auf, sondern besinnen sich auf ihre ureigenen Fähigkeiten, die sie längst vergessen geglaubt hatten …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492240345
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:128 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.02.2004
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.03.2009 bei steinbach sprechende bücher erschienen.

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    monerls avatar
    monerlvor 2 Monaten
    Absolute Leseempfehlung

    Meine Meinung
    Die Autorin hat mit “Zwei alte Frauen” eine wunderschöne und einfache Geschichte geschrieben, die zeitlos bleiben wird. Die Legende, die seit vielen, vielen Jahren im Indianerstamm erzählt und ausschließliche mündlich überliefert wurde, fand vor 25 Jahren den Weg aufs Papier. Velma Wallis, selbst angehörige des Volkes der Athabasken, wurde nach den traditionellen Werten ihres Volkes erzogen.

    Eine Legende von Verrat und Tapferkeit lautet der Untertitel und trifft den Kern des kleinen Büchleins. Die beiden Frauen, die in jungen bzw. jüngeren Jahren den Stamm unterstützt hatten, nahmen im Alter für sich in Anspruch, dass nun ihnen geholfen werden musste. Sie liefen am Stock und trugen ihre Sachen nicht mehr selbständig auf den Wanderungen. Groß unterstützen konnten sie auch nicht. Sie waren somit in dem Jahr einer großen Hungersnot eine Belastung für den Stamm geworden. Die schon geschwächten jüngeren Stammesangehörigen sollten von dieser Last befreit werden, die beiden alten Frauen ernähren, stützen und für sie arbeiten zu müssen. Der Häuptling und sein Rat entschieden, sie nicht ins Winterlager mitzunehmen. Was das bedeutete, war allen klar: Die beiden Frauen würden ohne Hilfe sterben.

    Doch allen zum Trotz entwickelten sie in dieser hilflosen Zeit einen starken Überlebenswillen und mobilisierten all ihre Kräfte und Wissen, wie man in der Wildnis überleben kann. Eine Starthilfe bekamen sie heimlich von der Tochter und dem Enkel der älteren Frau.

    Ab hier nun wird der Leser Zeuge davon, das man alles schaffen kann, wenn man sich selbst nicht aufgibt und auf den Nächsten vertraut. Straff und ohne viele Worte erzählt Velma Wallis diese Legende, die dennoch so viel Wärme, Zuversicht, Hoffnung und Versöhnen beinhaltet, dass einem beim Lesen das Herz aufgeht.

    Es steckt so viel in dieser Geschichte, sodass man am Ende nach dem Lesen viel Kraft und Selbstvertrauen fühlt. Auf unsere heutige Zeit übertragen sollten wir nie vergessen, dass auch alte Menschen einmal jung waren und ihren Teil zum Wohle der Gesellschaft beigetragen hatten. Durch ihr Wissen, ihre Kraft, ihr Handeln haben alle profitiert. Irgendwann darf auch die Zeit kommen, indem die neuen Jungen den Alten helfen und sie unterstützen sollten. Der Aspekt, dass alte bzw. ältere Menschen sich nicht alt fühlen müssen und in der Lage sein können, noch einiges zu leisten, falls sie denn gesund sind, fand ich auch sehr schön rübergebracht. Die beiden alten Frauen, Mitte siebzig und Anfang achtzig, waren in der Lage vergessene Stärken und Fähigkeiten zu mobilisieren, die ihnen dazu verhalfen nicht nur zu überleben, sondern für ihre Verhälnisse in Wohlstand zu leben und keine Angst mehr vor dem Verhungern zu haben. Sie hatten es sogar darüber hinaus geschafft, wieder eine große und wichtige Stütze für den Stamm zu werden, der die Gelegenheit bekam, zu erleben, wie wichtig es ist, in der größten Not zusammenzuhalten und jeden einzelnen wertzuschätzen.

    Fazit
    Ein Buch, das genau wegen seiner ganzen Einfachheit besticht! Es bedarf nicht vieler Worte zu verstehen was passieren wird, wenn Hunger, Kälte, Angst und Hilflosigkeit auf hohes Alter trifft. Es war ein schweres, karges Leben, das die Nomadenstämme bezwingen mussten. Mit diesem Buch bekommen wir schöne und traurige Einblicke in solch ein Leben. Trotz der Andersartigkeit der Lebensform, ist die Moral dieser Legende auf alle Gesellschaften übertragbar. Und genau das macht das Büchlein sehr kostbar. Absolute Leseempfehlung!

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    MadameFlamusses avatar
    MadameFlamussevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine kraftvolle, und sehr alte Geschichte.
    Zweit alte Frauen, mit Erfahrung und Stärke

    Eine Geschichte aus dem Volk der Athabaskastämme, den Gwich´in. Die hier aufgeschriebene Legende ist sehr alt und wurde von einer Generation zur nächsten getragen in der alten Weise des Geschichten erzählens.

    Ganz interessant zu wissen ist das Velma Wallis` Großmutter ähnliche Erfahrungen machte und Velma sich wohl deshalb der Geschichte verbunden fühlt, so sehr das sie diese für mehr Menschen zugänglich machen wollte. Velma Wallis kennt das Leben genau von welchem Sie hier berichtet. Als umherziehende Jäger in Schnee und Eis. Man ist sehr schnell mittendrin und freut sich über die Schilderungen der Natur. Trotzdem geht es um ein hartes Leben, aber auch um ein Leben in und mit den Kreisläufen der Natur.

    Ich denke man kann diese Legende durchaus als Gleichnis bezeichen. Es führt auf beiden Seiten, also bei den zwei alten Frauen auf der einen und Ihrem Volk auf der anderen, zu Veränderungen, deren Weisheit dann noch Generationen später erzählt wird.

    Wirklich ein schönes Büchlein an einem Winterabend. Und eine wichtige Geschichte die wir uns heute noch genauso zu Herzen nehmen können. Übrigens mit einem ausführlichen und sehr interessantem Nachwort zur Autorin, zur Geschichte und zur Entstehung des Buches.

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    abuelitas avatar
    abuelitavor einem Jahr
    Eine Legende...

    diese mündliche überlieferte Legende ihres Stammes hat die Autorin eindringlich nacherzählt.


    Es geht hier um zwei alte Frauen, die ein Nomadenstamm hoch oben in Alaska zurücklässt. Auch das Stammesgesetz schreibt es vor, unnütze Esser nicht weiter mitzuschleppen. Allein und verlassen aber wächst in den alten Frauen eine erstaunliche Kraft  - sie geben nicht auf und finden den Mut und den Willen, zu überleben.


    Eine sehr schöne indianische Legende, einfühlsam erzählt. Hier geht es nicht um die Geschichte Alaskas oder darum, dass die Landschaft, die Flora und Fauna Alaskas haargenau beschrieben wird. Wer so etwas erwartet, wird enttäuscht sein.


    Die Kunst besteht darin, den Sinn dieser überlieferten Geschichte zu  zu verstehen. Auch im Alter kann man, wenn man muss und möchte und manch einer wächst da über sich hinaus...



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    BloodyTodds avatar
    BloodyToddvor einem Jahr
    Eine kurze Geschichte für kalte Wintertage

    Klappentext:

    Ein Nomadenstamm im hohen Norden von Alaska: Während eines bitterkalten Winters kommt es zu einer gefährlichen Hungersnot. Wie das alte Stammesgesetz es vorschreibt, beschließt der Häuptling, die beiden ältesten Frauen als »unnütze Esser« zurückzulassen, um den Stamm zu retten. Doch in der Einsamkeit der eisigen Wildnis geschieht das Unglaubliche: Die beiden alten Indianerfrauen geben nicht auf, sondern besinnen sich auf ihre ureigenen Fähigkeiten, die sie längst vergessen geglaubt hatten …


    Meine Meinung:

    Auch wenn dieses Buch sehr kurz ist, hat man eine herzerwärmende Geschichte, über zwei alte Damen, die durch Erfahrung und Kreativität um ihr Überleben kämpfen müssen. Wallis beschreibt einen Lebensstil, der vielen gar nicht mehr so im Gedächtnis liegt und man erfährt vieles über das damalige Leben im alten Alaska.

    Die Figuren können natürlich aufgrund der Länge der Geschichte nicht allzu tiefgründig aufgebaut sein, aber ich fand, dass das bei dieser Geschichte auch gar nicht nötig war.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gehalten und sehr ruhig, was ich sehr passend zu der kalten Kulisse Alaskas empfand, in der das Leben auch eher einfach und ruhig statt fand. Es wirkte einfach wunderbar abgerundet.

    Zusätzlich ist das Buch bespickt mit wunderschönen, kleinen Illustrationen von Heike Both, die perfekt zum Inhalt passen und ein wenig diese doch etwas ernste Geschichte auflockern.


    Fazit:

    Wir haben hier eine kurze und wunderschöne Geschichte, über eine Welt, die doch gar nicht so weit entfernt ist, wie es zunächst den Anschein hat. Ich perönlich kann dieses Buch für kalte Winterabende vor dem Ofen nur empfehlen.


    Zitat:

    „Ich glaube, wir haben es schon einmal gesagt, und wir werden es sicher noch viele Male sagen, und dennoch, ja, laß uns handelnd sterben“
    (S. 41)

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    Herbstroses avatar
    Herbstrosevor 2 Jahren
    Eine Legende vom Leben und Überleben


    Hoch oben in der Polarregion von Alaska lebte einst das Volk der Athabasken, ein kleiner indianischer Nomadenstamm. Während eines bitterkalten Winters brach eine Hungersnot aus, so dass sie sich gezwungen sahen, den Lagerplatz zu wechseln. Nach alter Stammessitte ordnete der Häuptling an, zwei alte Frauen als „unnütze Esser“ zurück zu lassen, was ihren sicheren Tod bedeutet. Niemand wagte dagegen aufzubegehren, der Stamm zog weiter. Doch wider Erwarten erwacht in den Frauen, die zuvor ständig am Nörgeln waren und für alles Hilfe in Anspruch nahmen, der Mut zum Leben. Sie besinnen sich auf ihr altes Wissen und nehmen den Kampf ums Überleben auf …

    Es handelt sich hier um eine alte Legende aus Alaska, die mündlich von Generation zu Generation weiter gegeben und nun von Velma Wallis, die selbst eine Nachfahrin des Athabasken-Stammes ist, niedergeschrieben wurde.

    Ein kleines, dünnes Büchlein mit sehr gewichtigem Inhalt. Mit einfachen Worten, dennoch gefühlvoll und eindringlich, erzählt die Autorin diese bewegende Geschichte voller Lebensweisheit, die auch durch ihre außergewöhnlichen Naturschilderungen besticht. Eine kraftvolle Erzählung, die von Trauer und Hoffnung, von Mut und Überlebenswillen, aber auch von Liebe und Freundschaft, Verzeihen und Vergeben berichtet. Sparsam eingefügte Zeichnungen tragen zum besseren Verständnis bei und runden die Geschichte stimmig ab. Das Ende lässt den Leser nachdenklich zurück.

    Fazit: Ein ganz besonderes Leseerlebnis!

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    readingrats avatar
    readingratvor 5 Jahren
    eine alte Legende

    im Norden Alaskas wird seit Generationen eine Geschichte erzählt: die Legende von 2 alten Frauen, die in einem harten Winter von ihrem Volk ausgesetzt werden und wider alle Wahrscheinlichkeit überleben. Sie vergessen nämlich das Klagen über ihre Gebrechen, besinnen sich auf ihre Stärke und ihre Erfahrungen,  und kämpfen gemeinsam um das Überleben.  Velma Wallis ist eine Angehörige des gleichen Stammes. Sie erzählt die Geschichte,  die sie von ihrer Mutter gehört hat,  in sehr einfachen Worten. Obwohl literarisch sicher nicht sehr anspruchsvoll, passt der einfache Stil hier zum Inhalt und der ursprünglich mündlichen Überlieferung. Die Geschichte wirkt dadurch authentisch, ich fühlte mich  als säße ich in einem Nomadenzelt und lauschte einer alten Erzählung. 

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    Bellamivor 5 Jahren
    Fast ein Märchen


     

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    ralluss avatar
    rallusvor 5 Jahren
    Zwei alte Frauen

    Im hohen Norden von Alaska werden 2 alte Frauen ausgesetzt.

    Auf ihrer Winterwanderschaft durch die Kälte sind diese beiden eine Belastung und so bleiben sie zurück um dem restlichen Stamm das Überleben zu ermöglichen.

    Doch die beiden alten Frauen erinnern sich an ihre Fähigkeiten und bleiben am Leben - ja im Gegenzug ermöglichen ihre neu entdeckten Möglichkeiten dem Stamm im nächsten Winter das Fortleben.

    Eine unprätentiöse Geschichte in einfachen Worten, die in Alaska von Generation zu Generation erzählt wird und von Velma Wallis nun uns weitrgegeben wird.

    Eine schöne Geschichte von der Kraft der eigenen Fähigkeiten und dass es wichtig ist sich auch darauf zu verlassen.

    Nicht immer ist alleine die Gruppe stark.

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    IlonGerMons avatar
    IlonGerMonvor 6 Jahren
    Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

    Es ist ein bitterkalter Hungerwinter und der Stamm befindet sich auf seiner Winterwanderung. Den Gesetzen des Stammes folgend wird vom Häuptling und den Ältesten beschlossen, zwei alte Frauen, nicht mehr länger durchzufüttern und sie am jetzigen Standort ihrem Schicksal zu überlassern. Nach anfänglichem Jammern der beiden besinnen sie sich aber schnell auf alles, was sie in ihrem Leben einmal gelernt haben. Nach einem weiteren Jahr steht ein Ende, das man als Leser nach diesem bedrückenden Einstieg nicht erwartet hat und das mit der vermeintlichen Grausamkeit am Anfang versöhnt.

    Velma Wallis, selbst Nachfahrin der Athabaska-Indianer, erzählt uns hier eine Legende ihres Volkes, die seit Generationen mündlich überliefert wird. Auch für unsere westliche Welt wird hier eine wunderbare Geschichte erzählt, die als Botschaft nur dies sagt: Es kommt auf Dich ganz allein und auf Deine Fähigkeiten und Deinen Willen an. Dann kannst Du alles schaffen. Ein Buch zum immer wieder Verschenken.

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    miss_marpels avatar
    miss_marpelvor 6 Jahren
    Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

    Dieses buch hat mich verzaubert!
    Inhalt: ein Indianerstamm in Alaska leidet in einem besonders strengen Winter bitteren Hunger. Schließlich entschießt sich der Häuptling dazu, die zwei ältesten Frauen als "unnütze Esser" zurück zu lassen, und ohne sie weiter zu ziehen. Das bedeutet den sicheren Tod für die beiden Frauen. Doch alles wird anders...

    Meinung: dieses dünne kleine Buch steckt voller gewichtiger Inhalte. Es ist eine Geschichte voller Kraft, Hoffnung und Lebensweisheit. Als ich sie angefangen habe zu lesen, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Man kann sich gut in die beiden Frauen hineinversetzen, aber auch in den Häuptling, dem diese Entscheidung nicht leicht fiel. Das Ende ist ganz anders als erwartet, aber sehr bewegend, und man bleibt nachdenklich zurück. Dafür gibt es 5 Sterne.

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