Velma Wallis Zwei alte Frauen

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Inhaltsangabe zu „Zwei alte Frauen“ von Velma Wallis

Ein Nomadenstamm im hohen Norden von Alaska: Während eines bitterkalten Winters kommt es zu einer gefährlichen Hungersnot. Wie das alte Stammesgesetz es vorschreibt, beschließt der Häuptling, die ältesten beiden Frauen als »unnütze Esser« zurückzulassen, um den Stamm zu retten. Doch in der Einsamkeit der eisigen Wildnis geschieht das Unglaubliche: Die beiden alten Indianerfrauen geben nicht auf, sondern besinnen sich auf ihre ureigenen Fähigkeiten, die sie längst vergessen geglaubt hatten …

wundervoll

— MadameFlamusse
MadameFlamusse

Eine kleine, feine Geschichte über den fast unmöglichen Mut und die Tapferkeit zwei alter Frauen.

— Wortteufel
Wortteufel

Sie wurden verraten und trotzdem oder gerade deshalb kämpfen sie tapfer um ihr Überleben. Die zwei Frauen, an die niemand glauben wollte.

— MyNameIsNobody
MyNameIsNobody

...wir sollten die Alten schützen und von ihnen lernen. Wir sollten sie nicht verstoßen

— Karin1970
Karin1970

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  • Eine kurze Geschichte für kalte Wintertage

    Zwei alte Frauen
    BloodyTodd

    BloodyTodd

    25. April 2017 um 21:56

    Klappentext: Ein Nomadenstamm im hohen Norden von Alaska: Während eines bitterkalten Winters kommt es zu einer gefährlichen Hungersnot. Wie das alte Stammesgesetz es vorschreibt, beschließt der Häuptling, die beiden ältesten Frauen als »unnütze Esser« zurückzulassen, um den Stamm zu retten. Doch in der Einsamkeit der eisigen Wildnis geschieht das Unglaubliche: Die beiden alten Indianerfrauen geben nicht auf, sondern besinnen sich auf ihre ureigenen Fähigkeiten, die sie längst vergessen geglaubt hatten … Meine Meinung: Auch wenn dieses Buch sehr kurz ist, hat man eine herzerwärmende Geschichte, über zwei alte Damen, die durch Erfahrung und Kreativität um ihr Überleben kämpfen müssen. Wallis beschreibt einen Lebensstil, der vielen gar nicht mehr so im Gedächtnis liegt und man erfährt vieles über das damalige Leben im alten Alaska. Die Figuren können natürlich aufgrund der Länge der Geschichte nicht allzu tiefgründig aufgebaut sein, aber ich fand, dass das bei dieser Geschichte auch gar nicht nötig war. Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gehalten und sehr ruhig, was ich sehr passend zu der kalten Kulisse Alaskas empfand, in der das Leben auch eher einfach und ruhig statt fand. Es wirkte einfach wunderbar abgerundet. Zusätzlich ist das Buch bespickt mit wunderschönen, kleinen Illustrationen von Heike Both, die perfekt zum Inhalt passen und ein wenig diese doch etwas ernste Geschichte auflockern. Fazit: Wir haben hier eine kurze und wunderschöne Geschichte, über eine Welt, die doch gar nicht so weit entfernt ist, wie es zunächst den Anschein hat. Ich perönlich kann dieses Buch für kalte Winterabende vor dem Ofen nur empfehlen. Zitat:„Ich glaube, wir haben es schon einmal gesagt, und wir werden es sicher noch viele Male sagen, und dennoch, ja, laß uns handelnd sterben“ (S. 41)

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  • Eine Legende vom Leben und Überleben

    Zwei alte Frauen
    Herbstrose

    Herbstrose

    13. November 2016 um 14:14

    Hoch oben in der Polarregion von Alaska lebte einst das Volk der Athabasken, ein kleiner indianischer Nomadenstamm. Während eines bitterkalten Winters brach eine Hungersnot aus, so dass sie sich gezwungen sahen, den Lagerplatz zu wechseln. Nach alter Stammessitte ordnete der Häuptling an, zwei alte Frauen als „unnütze Esser“ zurück zu lassen, was ihren sicheren Tod bedeutet. Niemand wagte dagegen aufzubegehren, der Stamm zog weiter. Doch wider Erwarten erwacht in den Frauen, die zuvor ständig am Nörgeln waren und für alles Hilfe in Anspruch nahmen, der Mut zum Leben. Sie besinnen sich auf ihr altes Wissen und nehmen den Kampf ums Überleben auf …Es handelt sich hier um eine alte Legende aus Alaska, die mündlich von Generation zu Generation weiter gegeben und nun von Velma Wallis, die selbst eine Nachfahrin des Athabasken-Stammes ist, niedergeschrieben wurde. Ein kleines, dünnes Büchlein mit sehr gewichtigem Inhalt. Mit einfachen Worten, dennoch gefühlvoll und eindringlich, erzählt die Autorin diese bewegende Geschichte voller Lebensweisheit, die auch durch ihre außergewöhnlichen Naturschilderungen besticht. Eine kraftvolle Erzählung, die von Trauer und Hoffnung, von Mut und Überlebenswillen, aber auch von Liebe und Freundschaft, Verzeihen und Vergeben berichtet. Sparsam eingefügte Zeichnungen tragen zum besseren Verständnis bei und runden die Geschichte stimmig ab. Das Ende lässt den Leser nachdenklich zurück. Fazit: Ein ganz besonderes Leseerlebnis!

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  • eine alte Legende

    Zwei alte Frauen
    readingrat

    readingrat

    18. January 2014 um 00:58

    im Norden Alaskas wird seit Generationen eine Geschichte erzählt: die Legende von 2 alten Frauen, die in einem harten Winter von ihrem Volk ausgesetzt werden und wider alle Wahrscheinlichkeit überleben. Sie vergessen nämlich das Klagen über ihre Gebrechen, besinnen sich auf ihre Stärke und ihre Erfahrungen, und kämpfen gemeinsam um das Überleben. Velma Wallis ist eine Angehörige des gleichen Stammes. Sie erzählt die Geschichte, die sie von ihrer Mutter gehört hat, in sehr einfachen Worten. Obwohl literarisch sicher nicht sehr anspruchsvoll, passt der einfache Stil hier zum Inhalt und der ursprünglich mündlichen Überlieferung. Die Geschichte wirkt dadurch authentisch, ich fühlte mich als säße ich in einem Nomadenzelt und lauschte einer alten Erzählung.

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  • Fast ein Märchen

    Zwei alte Frauen
    Bellami

    Bellami


     

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  • Zwei alte Frauen

    Zwei alte Frauen
    rallus

    rallus

    30. April 2013 um 12:19

    Im hohen Norden von Alaska werden 2 alte Frauen ausgesetzt. Auf ihrer Winterwanderschaft durch die Kälte sind diese beiden eine Belastung und so bleiben sie zurück um dem restlichen Stamm das Überleben zu ermöglichen. Doch die beiden alten Frauen erinnern sich an ihre Fähigkeiten und bleiben am Leben - ja im Gegenzug ermöglichen ihre neu entdeckten Möglichkeiten dem Stamm im nächsten Winter das Fortleben. Eine unprätentiöse Geschichte in einfachen Worten, die in Alaska von Generation zu Generation erzählt wird und von Velma Wallis nun uns weitrgegeben wird. Eine schöne Geschichte von der Kraft der eigenen Fähigkeiten und dass es wichtig ist sich auch darauf zu verlassen. Nicht immer ist alleine die Gruppe stark.

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  • Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

    Zwei alte Frauen
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    03. January 2013 um 08:12

    Es ist ein bitterkalter Hungerwinter und der Stamm befindet sich auf seiner Winterwanderung. Den Gesetzen des Stammes folgend wird vom Häuptling und den Ältesten beschlossen, zwei alte Frauen, nicht mehr länger durchzufüttern und sie am jetzigen Standort ihrem Schicksal zu überlassern. Nach anfänglichem Jammern der beiden besinnen sie sich aber schnell auf alles, was sie in ihrem Leben einmal gelernt haben. Nach einem weiteren Jahr steht ein Ende, das man als Leser nach diesem bedrückenden Einstieg nicht erwartet hat und das mit der vermeintlichen Grausamkeit am Anfang versöhnt. Velma Wallis, selbst Nachfahrin der Athabaska-Indianer, erzählt uns hier eine Legende ihres Volkes, die seit Generationen mündlich überliefert wird. Auch für unsere westliche Welt wird hier eine wunderbare Geschichte erzählt, die als Botschaft nur dies sagt: Es kommt auf Dich ganz allein und auf Deine Fähigkeiten und Deinen Willen an. Dann kannst Du alles schaffen. Ein Buch zum immer wieder Verschenken.

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  • Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

    Zwei alte Frauen
    miss_marpel

    miss_marpel

    18. July 2012 um 21:24

    Dieses buch hat mich verzaubert! Inhalt: ein Indianerstamm in Alaska leidet in einem besonders strengen Winter bitteren Hunger. Schließlich entschießt sich der Häuptling dazu, die zwei ältesten Frauen als "unnütze Esser" zurück zu lassen, und ohne sie weiter zu ziehen. Das bedeutet den sicheren Tod für die beiden Frauen. Doch alles wird anders... Meinung: dieses dünne kleine Buch steckt voller gewichtiger Inhalte. Es ist eine Geschichte voller Kraft, Hoffnung und Lebensweisheit. Als ich sie angefangen habe zu lesen, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Man kann sich gut in die beiden Frauen hineinversetzen, aber auch in den Häuptling, dem diese Entscheidung nicht leicht fiel. Das Ende ist ganz anders als erwartet, aber sehr bewegend, und man bleibt nachdenklich zurück. Dafür gibt es 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

    Zwei alte Frauen
    KerstinnI

    KerstinnI

    05. June 2012 um 10:00

    Inhalt: Die Frauen Sa`und Chídzigyaak vom Stamm der Athabasken im Norden Alaskas zurückgelassen. Durch ihr hohes Alter und ihr gejammer, die dazukommende Hungersnot und der harte Winter führen dazu, dass ihr Volk beschließt, sie zum sterben zurückzulassen. Doch die beiden Frauen, zunächst geschockt, wollen sich nicht ihrem Schicksal überlassen, besinnen sich auf ihr ehemals gelerntes und kämpfen um ihr überleben. Zum Buch: Das Buch ist leicht zu lesen, es ist ohne weiteres an einem Tag zu schaffen, zusätzliche Bilder bestärken diesen Eindruck. Der leichte Lesegenuss wird nur durch den Namen Ch`idzigyaak unterbrochen, regelmäßig bin ich darüber "gestolpert". Die Geschichte ist eine Legende die in Alaska von Generation zu Generation weitergegeben wird, bis Velma Wallis sie nun aufschrieb. Es gehtum verrat und Mut, aber auch darum, was wir schaffen können wenn wir uns auf unsere Kräfte besinnen. Auch Verzeihen wird thematisiert. Können die Frauen ihrem Volk, ihrer Familie verzeihen dass sie sie ausgesetzt haben, bzw. sich nicht für sie einsetzten? Fazit: Schönes Buch für "zwischendurch". Kurzer Lesespaß, der mich ebenso kurz nachdenklich machte. Es ist nett, nicht mehr und nicht weniger.

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  • Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

    Zwei alte Frauen
    Lesemomente

    Lesemomente

    29. January 2011 um 08:28

    Inhalt: Es ist ein harter Winter als das Volk der Gwich'in - ein Nomadenstamm in Alaska - beschließt, die beiden ältesten Frauen in ihrer Gemeinschaft zurückzulassen, um Nahrung und Energie zu sparen. Schon lange hatte man nicht mehr zu dieser Maßnahme greifen müssen, doch nun war es wieder soweit: die 75jährige Sa' und die 80jährige Ch'idzigyaak bleiben allein zurück. Nach anfänglicher Verzweiflung besinnen sich die beiden Frauen auf ihre Kräfte und ihr Können und stellen fest, dass sie doch noch jünger sind als sie es lange Zeit dachten. Die beiden schaffen das unmögliche: Sie gewinnen neuen Mut und versuchen zu überleben. Ihr Plan: "Ich glaube, wir haben es schon einmal gesagt, und wir werden es sicher noch viele Male sagen, und dennoch, ja, laß uns handelnd sterben" (S. 41). Meine Meinung: Schon viel hatte ich von dieser Geschichte der zwei tapferen alten Frauen gehört, dementsprechend groß war meine Freude, als ich das Buch zwischen vielen anderen Büchern, die einfach so zum Mitnehmen bei meiner Arbeit angeboten wurden, entdeckte. Ich war etwas überrascht, wie dünn das Buch doch ist: nur ca. 140 Seiten, mit einigen Bildern. zwei alte frauenDas Vorwort steigerte meine Vorfreude auf die Geschichte nur noch mehr, denn ich wusste bis dato nicht, dass die Autorin selber eine Nachkommin eines Nomadenstammes ist und die Legende um die zwei alten Frauen aus vielen Erzählungen ihrer Mutter kennt. Beim Lesen musste ich dann leider feststellen, dass die Art der Autorin zu schreiben, mich absolut nicht mitreißen kann. Ich hatte erwartet, eine emotional packende Geschichte, voller Gefühle und Weisheiten zu lesen. Stattdessen wirkt das Buch auf mich wie ein sehr distanzierter Bericht. Einzig und allein das letzte Kapitel konnte mich ein wenig fesseln und bewirken, dass ich mit den Charakteren mitgefühlt habe. Was im Klappentext als "sparsame epische Mittel" beschrieben wird, hat mich einfach nicht in den Bann gezogen. Schade, denn die Geschichte an sich birgt schon einiges an Weisheit, die mit der schönen Phrase "Man wächst an seinen Aufgaben!" umschrieben werden können. Aber auch das Thema Vergebung spielt in dem Buch eine große Rolle. Insgesamt kann ich dieser Geschichte leider nur 3 von 5 Sternen geben, da ich mich einfach nicht genügend angesprochen und berührt gefühlt habe.

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  • Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

    Zwei alte Frauen
    Molks

    Molks

    02. March 2010 um 13:07

    Eine Geschichte über 2 Frauen, die in einem strengen Winter von ihrem Stamm zurückgelassen werden und den Kampf gegen den drohenden Kältetod in der Einöde Alaskas aufnehmen.
    Eine kleine Geschichte über Freundschaft, Verrat und Tapferkeit.

  • Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

    Zwei alte Frauen
    Birgit.Pauls

    Birgit.Pauls

    24. January 2010 um 14:01

    Bei einem Nomadenstamm im Norden Alaskas bricht in einem harten Winter eine Hungersnot aus. Der Stamm entscheidet, ein uraltes Stammesgesetz wieder anzuwenden und lässt zwei alte Frauen zum Sterben in der Wildnis zurück. Enkel und Tochter der einen Frau wehren sich nicht dagegen, weil sie fürchten, auch vom Stamm verstoßen zu werden, was einem Todesurteil gleichkommt, lassen aber heimlich ein Beil und einige ungegerbte Felle für die alten Frauen zurück. Die alten Frauen beschließen, nicht untätig auf den Tod zu warten, sondern wollen "handelnd sterben". Die beiden besinnen sich auf ihre alten Fähigkeiten, die sie lange nicht mehr angewendet hatte, weil die Jüngeren, sie in guten Zeiten umsorgt hatten. Sie fangen kleinere Tiere, bauen sich Schneeschuhe, andern zu einem alten vom Volk vergessenen Lagerplatz und schaffen es, den Winter zu überleben. Den Sommer nutzen sie, um Vorräte anzulegen, wodurch sie im nächsten Winter ihrem Stamm das Leben retten. Eine Erzählung, die traurig stimmt und sehr nachdenklich macht. Parallelen findet man immer wieder in der heutigen Arbeitswelt, wo häufig Jugend und nicht langjährig erworbenes Wisse zählt bzw. altes Wissen und Kenntnisse in Vergessenheit geraten.

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  • Rezension zu "Zwei alte Frauen, Sonderausgabe" von Velma Wallis

    Zwei alte Frauen
    Trüffi

    Trüffi

    24. January 2009 um 11:45

    Inhaltsangabe: In dem Roman „Zwei alte Frauen“ von Velma Wallis geht es um eine alte Legende der Althabasken, in der es um den Verrat eines Volkes und die Tapferkeit und den Mut zweier Frauen geht. In einem besonders harten Winter in Alaska trifft ein Nomadenstamm die schwere Entscheidung die zwei ältesten Frauen zurück zu lassen um die jüngsten zu retten. Das Leben der beiden Frauen namens Ch´idzigyaak (nach einem Chickadee-Vogel) und Sa´(bedeutet Stern) scheint besiegelt. Selbst Ch´idzigyaak´s Tochter wagt es nicht sich gegen den Häuptling aufzulehnen. Nur ihr kleiner Sohn, der sehr an den Frauen hängt, gibt ihnen heimlich seine Axt. Zuerst scheint es so als hätten die Frauen ihren Lebenswillen verloren. Entsetzt und traurig über die Entscheidung akzeptiert Ch´idzigyaak ihren baldigen Tod im Schnee. Doch Sa´, die temperamentvollere von beiden, gibt nicht auf und animiert ihre Freundin zum Überleben und weckt den Kampfgeist in ihr. Sie wollen dem Stamm beweisen, dass sie überleben können und gemeinsam machen sie sich auf eine gefährliche Reise, die durch die Schneewüsten Alaskas führt. Die beiden entwickeln starke Sympathie füreinander und helfen sich gegenseitig, wenn der Wille doch versagt. In diesem langen Winter gewinnen sie alte Fähigkeiten zurück, die sie schon längst vergessen glaubten (wie z.B. das Jagen) und aus den beiden alten Frauen werden bald zwei aufrechte und starke Menschen. Wie durch ein Wunder überstehen sie den harten Winter und nutzen den Sommer um sich große Vorräte anzuschaffen und ein Lager zu bauen. Als es wieder Winter wird, herrscht in dem Nomadenstamm, der die beiden vertrieben hat, wieder ein starker Nahrungsmangel und Hungersnot. Der Häuptling, der sich immer noch mit seinem schlechten Gewissen über die Entscheidung von damals quält und langsam verzweifelt, kehrt mit seinem Stamm zu dem Ort zurück, an dem die beiden Frauen ausgesetzt wurden. Große Verwunderung macht sich breit, als keine Überreste der Frauen gefunden werden. In einem kleinen Moment der Hoffnung, dass die Frauen überlebt haben, schickt der Häuptling einige seiner Jäger um die beiden zu suchen. Als die Frauen schließlich von den Jägern gefunden werden verhalten sie sich zurückhaltend und skeptisch. Die Jäger aber entwickeln großen Respekt und Bewunderung für die beiden Frauen, die es geschafft haben, dem Tod zu trotzen und gemeinsam überlebt haben. Der Häuptling wird zu ihrem Lager geführt und bittet ehrfürchtig um Verzeihung. Die beiden Frauen, die sich das ganze Jahr über nach dem Volk gesehnt haben, nehmen die Entschuldigung an und helfen dem Volk mit ihren Vorräten über den Winter. Der Frühling kommt und die Frauen haben eine hohe Stellung im Volk. Ständig bekommen sie Besuch und werden um Rat gefragt. Auch der kleine Junge ist überglücklich besonders seine Großmutter Ch´idzigyaak wieder zu sehen. Er ist es auch, der es schafft das Eis zwischen Ch´idzigyaak und ihrer Tochter zu brechen und die beiden wieder zu vereinen. Danach lebt der Stamm wieder im Einklang und sie überstehen noch viele Winter. Es wurden in diesem Volk niemals wieder Menschen verbannt und die beiden Frauen starben irgendwann glücklich und wirklich alt. Rezension: Dieses Buch war eines der wenigen, die ich in einem Stück durchgelesen habe. Mit einfachen Mitteln erzählt Velma Wallis diese rührende Geschichte um die Trauer und den Kampf der beiden Frauen. Man hofft, bangt und weint mit ihnen und am Ende ihrer Reise sind sie wie alte Bekannte, die mit uns ihre schwersten Stunden durchlebt haben. Ein sehr intensiver Roman, der sich trotzdem leicht lesen lässt! Auch wenn man sicher noch nie im Schnee verbannt wurde, gab es sicher solche ähnlichen Situationen im Leben von jedem von uns und deswegen kann man auch mit den Frauen und ihrem Schmerz fast mitfühlen. Es ist ein wundervolles Buch und eine grandiose Geschichte die schon vor vielen, vielen Jahren erzählt wurde und ich finde jeder sollte sie hören oder lesen, denn die Moral ist unumgänglich: Jeder Mensch hat das Recht zu leben und in harten Zeiten müssen wir zueinander halten und wenn man dieses Buch gelesen hat weiß man, dass man alles schaffen kann. Der Wille muss nur da sein.

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  • Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

    Zwei alte Frauen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. August 2008 um 13:53

    Es ist ein kurzes, wundervolles Buch über zwei alte Frauen, die sich gegenseitig stützen und Lebenswillen geben.
    Sicher auch ein nettes Geschenkbuch...

  • Rezension zu "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis

    Zwei alte Frauen
    Melli2505

    Melli2505

    13. March 2008 um 00:07

    Peinlicherweise habe ich keine Ahnung mehr, wie dieses Buch in meinen Besitz gekommen ist. Geschenkt? Gekauft? Kein Plan. Eine Bekannte wollte es mir vor einiger Zeit ausleihen (da hatte ich noch keinen SuB und nichts mehr zu lesen), aber ich habe es abgelehnt. Dachte, das sei nichts für mich, weil ich sonst ja nur Krimis und Thriller las. Inzwischen hat sich mein Lese-Horizont ein wenig erweitert, und aus einer Laune heraus, habe ich mich heute Abend das Buch geschnappt. Zu erst war ich erstaunt, wie dünn dieses Buch doch ist. Ich hatte es wesentlich dicker in Erinnerung. Und dadurch, dass noch Zeichnungen dabei waren, wurde der Lesestoff noch weniger. Das hat aber dem Inhalt nicht an Tiefe genommen. Es ist eine Sage, aus der die Zuhörer eine Lehre ziehen sollen. In Zeiten des größten Hungers beschließt das Volk, zwei alte Frauen, die immerzu nörgeln - auch wenn eigentlich alles gut ist - zurück zulassen, als es weiter zieht. Dem Häuptling und dem Rat fällt die Entscheidung nicht leicht, und auch das restliche Volk schämt sich ob dieser Entscheidung. Der Hunger und die Angst sind jedoch größer, und keiner widerspricht. Die Frauen aber besinnen sich auf ihr altes Wissen und nehmen alle Kraft zusammen, und überleben diesen schweren Winter tatsächlich. Dem Volk dagegen ergeht es sehr schlecht. Am Ende treffen die alten Frauen und das Volk wider zusammen, und die Frauen zeigen wahre Größe, in dem sie dem Volk in seiner Not helfen. Ich weiß noch nicht genau, wovor ich mehr Respekt habe: Dass die Frauen trotz der Kälte, der Schmerzen und des Hungers nicht aufgaben und den Winter tatsächlich gut überstanden, oder dass sie dem Volk, das sie verraten hat, helfen und verzeihen. Das Nachwort der Verlegerin in diesem Buch ist auch sehr lesenswert. Es war gar nicht so einfach, dieses Buch zu finanzieren. Erst einige Zeit, nach dem das Manuskript bei Verlag war, konnte es dank privater Spenden veröffentlicht werden. Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch!

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