Veneda Mühlenbrink

 3,9 Sterne bei 17 Bewertungen

Lebenslauf von Veneda Mühlenbrink

Veneda Mühlenbrinks Weg führte durch bodenständige Schreibwerkstätten, beflügelnde Lesezirkel und zerfleischende Salonabende. Mit ihren Romanen »Connys Reise« (2001) und »Caldera« (2002, beide Helmer) etablierte sie sich als Autorin. Die Schriftstellerin wohnt in Berlin und in der Nähe von Hannover.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Veneda Mühlenbrink

Cover des Buches Connys Reise (ISBN: 9783897410749)

Connys Reise

 (3)
Erschienen am 01.03.2001
Cover des Buches Odéonia, Paris (ISBN: 9783897413924)

Odéonia, Paris

 (2)
Erschienen am 01.10.2016

Neue Rezensionen zu Veneda Mühlenbrink

Cover des Buches Odéonia, Paris (ISBN: 9783897413924)T

Rezension zu "Odéonia, Paris" von Veneda Mühlenbrink

Größen aus Kunst und Kultur gingen bei ihnen ein und aus
TheaWolf30vor 3 Jahren

Paris 1917: zwei unterschiedliche Frauen treffen aufeinander und entdecken gemeinsame Interessen. Sylvia Beach stammt aus wohlhabendem Hause und sucht in Paris Abenteuer und Freiheit. Adrienne kommt aus armen Verhältnissen und kam durch glückliche Wendungen zu einem kleinen Vermögen, mit dem sie eine Buchhandlung eröffnen könnte. Das ist auch der Plan von Sylvia Beach. Privat finden sie schnell zusammen, beruflich bleibt jede selbstständig. Es ist eine irre Zeit, die die Autorin uns da näher bringt. Eine Zeit, in der lesbisches Leben in bestimmten Kreisen offen möglich war, eine Zeit, in der eine Buchhändlerin gleichzeitig auch Verlegerin war, eine Zeit, in der Projekte in einer nahezu verstörenden Naivität angegangen wurden - und doch nicht automatisch gleich zum Untergang verurteilt wurden. James Joyce, Gertrude Stein, Ernest Hemingway - sie gingen bei Adrienne und Sylvia ein und aus, und die Autorin verbirgt vor ihren Lesern nicht, welch schwieriges Zeitgenossen unter den damaligen „Kultur-Promis“ waren. Das sind die Stärken des Romans, für den er 5 Sterne verdient. Etwas auf der Strecke blieb für mich dagegen die Entwicklung der Liebe zwischen den zwei Buchhändlerinnen. Da hätte sie aus meiner Sicht mehr draus machen können.

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Cover des Buches Irgendwo auf der Welt fängt mein Weg zum Himmel an (ISBN: 9783897413061)H

Rezension zu "Irgendwo auf der Welt fängt mein Weg zum Himmel an" von Veneda Mühlenbrink

Spannende Geschichte einer älteren Dame im Altersheim
Hilde1945vor 6 Jahren

Valerie ist eine junge Autorin, die etwas ziellos durch das Leben streift und nicht gerade glücklich ist. Ihre Liebe hat sie verlassen, da sie sie betrogen hat, und ihre schriftstellerische Karriere stagniert. Eine Freundin empfiehlt ihr einen Besuch bei einer älteren Dame in einem Altersheim. Luise, so ihr Name, will vor ihrem Tode unbedingt noch etwas los werden, was sie auf dem Herzen trägt - ihre Lebensgeschichte, besonders ihre Liebesgeschichte zur Zeit des 2. Weltkrieges. Genauso wie Valerie ist auch Luise lesbisch - nur, dass es natürlich damals viel schwieriger war, ein freies Leben dieser Art zu leben. Je mehr Valerie von Luise erfährt, desto mehr setzt sie sich mit ihrem eigenen Leben auseinander, erkennt Fehler und Muster und reift daran. Aber auch Luises Geschichte, die den Hauptteil des Buches ausmacht, hat es in sich....
Der Autorin gelingt es, Gegenwart und Vergangenheit exzellent miteinander zu verweben. Langeweile kam beim Lesen nicht auf, höchstens einmal Wut auf Valerie, zu Anfang, die mit Gefühlen nicht umgehen kann und alles in den Sand setzt. Das aber spricht entschieden für die Autorin, die es geschafft hat, die Hauptpersonen so lebendig zu gestalten, dass sie Emotionen hervor rufen.

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Cover des Buches Irgendwo auf der Welt fängt mein Weg zum Himmel an (ISBN: 9783897413061)T

Rezension zu "Irgendwo auf der Welt fängt mein Weg zum Himmel an" von Veneda Mühlenbrink

Lebendige Zeitreise in (lesbische) Vergangenheit
Tini2006vor 6 Jahren

Die Schriftstellerin Valerie, 39, hat einige Probleme im Leben: ihre Freundin Irina hat sie verlassen, ihre beste Freundin Renee zieht sie emotional eher hinunter, als dass sie sie aufbaut, und beruflich herrscht Flaute. Ein neues Buchprojekt bringt wieder Licht in Valeries Leben. Eine alte Dame namens Luise will ihr ihr Leben erzählen.

Luise ist lesbisch und hat so einiges erlebt: die Zeit vor dem 2. Weltkrieg, die Kriegsjahre, die Jahre danach…mit ihren 96 Jahren ist sie jedoch alles andere als verbittert, sondern ein sehr positiver Mensch, der Valerie ganz nebenbei ein anderes Lebensgefühl aufzeigt.

Veneda Mühlenbrick hat mit ihrem Roman ihre LeserInnen auf eine lebendige Reise in die Vergangenheit entführt, und dies in einem flüssigen, gut lesbarem Stil. Luise wuchs mir mit ihrer lebensbejahenden, positiven Art besonders ans Herz und stand in krassem Kontrast zur (anderen) Hauptperson Valerie, die zwar sehr gut gezeichnet war, mir aber in ihrem Charakter fremd blieb. Es ist ein Roman, der sicher lange in Erinnerung bleibt und sich durch gute, umfangreiche Recherche auszeichnet.

 

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Gespräche aus der Community

Wir verlosen 5 Rezensionsexemplare von »Geschichten über 30« von Sina Hauer (Hg.)

Wovon erzählt die Dreißig? Lasst euch überraschen!
Einige unserer Autorinnen und Autoren haben sich vom 30. Jubiläumsjahr des Verlages inspirieren lassen und uns Geschichten geschenkt: teils skurrile, teils traurige, teils muntere Short Stories, die auf je eigene Weise Bezug nehmen auf die titelgebende Dreißig und einladen zum Schmökern, Lächeln und Nachdenken. Die Geschichten versetzen in unterschiedlichste Räume – in südliche Länder, in die Kindheit, die Zukunft, in fiktive Sphären. Sie erzählen vom Wiedersehen, schildern seltsame Begegnungen, wissen um alte oder neue Lieben. Sie erzählen von Himmel und Hölle, durchqueren Märchenwelten, erobern die Stufen eines Treppenhauses, hocken in dunklen Behausungen oder gar hinter Gittern.

Leseprobe

Apropos … Willst du wissen, was die größte Strafe ist?
Nun, unser Firmensitz liegt heute im Kern eines Schwarzen Lochs. Das ist der neueste Schrei, wie sich Christen das Universum vorstellen. Alles ist von Gott gemacht. Ich nehme an, das ist SEINE Auffassung von einem guten Witz! Und selbstverständlich müssen wir uns auch hier an die derzeitigen irdischen Vorstellungen halten.
Was das bedeutet, fragst du? Na, wir saugen hier quasi alles auf, aber nur in Ausnahmefällen lassen wir was raus.
Also eigentlich archivieren wir nur noch den ganzen Krempel, der hier reinkommt. Das geht so lange, bis irgendeine barmherzige Erdenseele sich neue Naturgesetze ausdenkt und unsere Arbeitsanweisungen wieder mal angepasst werden.
Und als ob das nicht schon übel genug wäre: Aus irdischer Sicht altert man hier praktisch überhaupt nicht mehr!
Ist dir klar, was das heißt?
Jedes gottverdammte Jahr werde ich dreißig Jahre alt!

Aus: »Die Sache mit Konstantinopel« von Eike Bornemann

Infos zum Buch

So landest du im Lostopf

Bewirb dich einfach, indem du uns deine Meinung zu folgender Frage verrätst:

30 Jahre alt werden – ist das etwas Besonderes oder einfach nur ein Geburtstag wie jeder andere?

Wir bitten alle Gewinnerinnen und Gewinnern um eine zeitnahe Rezension des Buches.

Viel Glück
Euer Ulrike Helmer Verlagsteam
17 BeiträgeVerlosung beendet

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von 1 Lesern gefolgt

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