Vera Ansén Der Soldat und die Unschuld

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Inhaltsangabe zu „Der Soldat und die Unschuld“ von Vera Ansén

Krieg und Frieden!
Müsste es denn nicht Krieg oder Frieden heißen?
Bereits im England des beginnenden 19. Jh. war Krieg etwas, was man als Bürger aus der Zeitung kannte, es sei denn man war Soldat!
Wie ist es auszuhalten, im Frieden zu leben und um den Krieg zu wissen? Wie den Krieg zu erleben und in den Frieden heimzukehren.?
London, April 1815: Die Nachricht von Napoleons Flucht und Marsch auf Paris lässt die hart errungene Siegesfreude in erneute Kriegseuphorie umschlagen. Es folgt die Mobilmachung.
Der Werdegang Edward Langleys bürgt vielen jungen Männern für die Richtigkeit ihrer persönlichen Entscheidung zum Dienst für das Vaterland, während Isabell ihre Ablehnung jeglichen Kriegstreibens auf Edward überträgt, in dem sie den Inbegriff des gewalttätigen Soldaten zu erkennen glaubt.
Die Ereignisse ihres Lebens verwehren Edward und Isabell den Rückgriff auf Konventionen ihrer Zeit und trotzen ihnen eigene Entscheidungen ab, um den Frieden im Herzen zu erlangen, der das bloß Überleben erst lebenswert macht.

Ein Roman wie ein Leben, der mitreißt, gefangen nimmt, süchtig macht. Familiensaga, historischer Roman, Krimi, Liebe, was will man noch?

— Dreamworx

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  • Eine schmerzhafte Annäherung

    Der Soldat und die Unschuld

    odenwaldcollies

    07. February 2014 um 14:51

    England, 1810: Isabell verbringt mit ihrem Bruder Peter eine unbeschwerte Jugendzeit auf dem elterlichen Landsitz Kennhill. Sie ist ein Wildfang, die gerne ausreitet und nicht sehr viel von Konventionen hält. Fünf Jahre später, als England mobil macht, da Napoleon aus der Verbannung auf Elba geflohen ist, entschließt sich Peter, sich dem Militär anzuschließen, sehr zum Leidwesen seiner Schwester, die in Soldaten Meuchelmörder sieht und diese daher verabscheut. Ausgerechnet der Neffe einer guten Freundin ihrer Mutter, der hoch dekorierte Soldat Edward Langley, möchte Isabell zu seiner Frau nehmen, ein Ansinnen, das von ihren Vätern gutgeheissen wird. Durch ihre Abscheu allem Militärischen gegenüber und einer Reihe persönlicher Schicksalschläge verweigert sich Isabell dem Werben von Edward, der sich zudem in der nahen Vergangenheit ihr gegenüber ziemlich unverschämt benommen hat. Doch dieser gibt nicht auf, um ihr Vertrauen zu kämpfen – es beginnt ein schmerzhafter Weg der Annäherung. Als ich das Buch in den Händen gehalten habe, fiel mir direkt die hochwertige Verarbeitung des Buches positiv auf. Das Cover ist sehr passend gewählt, da Briefe im Buch eine wichtige Rolle spielen, außerdem gibt es auf der Innenseite des Buchrücken ein Personenregister, das die Orientierung in den ersten Kapitel erleichtert, da ich sonst durch die etlichen Verwandtschafts- und sonstigen Beziehungen bei den zahlreichen Handlungspersonen wahrscheinlich etwas den Überblick verloren hätte. Die Sprache des Buches ist etwas antiquiert und passt damit perfekt zu der Zeit des 19. Jahrhunderts. Das Buch läßt sich flüssig lesen und durch die dramatischen Ereignisse konnte ich es oftmals kaum aus den Händen legen. In der Mitte des Buches brauchte ich allerdings eine kurze Pause, da mir die Entwicklung teilweise zu lang und zu schmerzhaft wurde. Der Handlungsverlauf ist sehr komplex und wartet mit einem dramatischen Ende auf, das mir sehr gut gefallen hat. Wie schon geschrieben, betreten zahlreiche Figuren die Bühne, die abwechslungsreich und liebevoll gezeichnet sind: im Vordergrund stehen dabei die junge Isabell, die die Unschuld vom Lande verkörpert. Sie ist eher unkonventionell und etwas weltfremd, ein Versäumnis ihrer Mutter, die lieber ihre Zeit auf dem Pferderücken und in Kirschbäumen verbringt. Zusammen mit ihrem Bruder Peter, der für sie der wichtigste Mensch in ihrem Leben ist, und den gemeinsamen Freunden Andrew und Betty, geniesst sie das Landleben. Mit ihrer Verachtung gegenüber Krieg und allem, was dazu gehört, hält sie nicht hinter dem Berg und tritt dabei mehr als einmal ins Fettnäpfchen, sehr zum Leidwesen von Peter. Durch die persönlichen Schicksalschläge, die sie innerhalb kurzer Zeit hinnehmen muß, und der Anwesenheit ihres Onkels Samuel und dessen Frau Elizabeth verliert Isabell jegliche Lebenslust. Isabell hat in mir die verschiedensten Gefühle ausgelöst: Freude über ihre Unbeschwertheit, Entsetzen und Mitleid über ihr Schicksal und ihre Selbstzerfleischung, manchmal auch Zorn über ihre Hilflosigkeit, aber auch Unverständnis, was ihre Eifersucht bzw. ihre Weigerung, Edward mehr zu vertrauen, angeht. Ihr gegenüber steht Edward Langley, 10 Jahre älter als Isabell, ein erfahrener Soldat, der mehrere Verletzungen aus den Schlachten nach Hause brachte. Edward kann sehr liebenswürdig und galant sein, aber auch schnell jährzornig bis zur Raserei, die ihm ohne den mässigenden Einfluss seines Adjutanten und Freundes Jason Billingham manches Mal Ärger eingebracht hätte. Bei Isabell hat er mit seiner Werbung einen schweren Stand, nicht nur weil er Soldat ist, sondern da er sich ihr gegenüber ziemlich daneben benommen hat, um ihr einen Denkzettel zu verpassen. Als er mit der Hilflosigkeit Isabell konfrontiert wird, ist er hin- und hergerissen zwischen Scham und dem Wunsch, ihr zu helfen – er entscheidet sich dafür, ihr in das Leben zurückzuhelfen. Der Weg ist jedoch lange und schmerzhaft. Aber auch die zahlreichen Nebenfiguren konnten mich überzeugen: allen voran der Ire Jason Billingham, der vom Adjutanten Edwards zu dessen Vorgesetztem aufsteigt und der ihm immer ein treuer Freund ist, auf den sich Edward voll und ganz verlassen kann. Er ist auch der Einzige, der Edward immer wieder den Spiegel vorhält, auch wenn die Wahrheit Edward nicht immer passt. Eine weitere Nebenfigur, die mir sehr gut gefallen hat, ist Lady Hendrika, deren Schwester die beste Freundin von Isabells Mutter Evelyn war, und die sich damit für das Schicksal von Isabella verantwortlich sieht. Mit weiblichem Geschick zieht sie im Hintergrund die Fäden und kann, wie Billingham, immer wieder mäßigend auf Edward einwirken. Gut gelungen ist auch Isabells Onkel Samuel, ein widerwärtiges Scheusal, der immer als Bedrohung über Isabells und Edwards gemeinsame Geschichte liegt. Aber auch die Töchter von Lady Hendrika: Anastasia, die ihr Ziel, angemessen in die Gesellschaft zu heiraten und dabei eines sehr gute Partie zu machen, zielstrebig verfolgt, dabei aber immer wieder ein Auge auf Edward wirft. Franziska, die ich am natürlichsten empfunden habe, da sie nicht die gleichen ehrgeizigen Ambitionen wie Anastasia hat und immer zu Isabell hält. Und die jüngste Tochter, Josephine, die eher schüchtern ist und im Schatten ihrer älteren Schwester steht. Das Buch ist ein gelungener Gesellschaftsroman, der dem Leser viel über die Lebensart in England in den Jahren 1810 – 1816 sowie die politischen Grundlagen der damaligen Zeit vermittelt. Darüber hinaus wird der schmerzhafte Weg der Annäherung zweier verletzter Seelen beschrieben, der unter die Haut geht.

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  • Leserunde zu "Der Soldat und die Unschuld" von Vera Ansén

    Der Soldat und die Unschuld

    LilianA

    Keine Angst vor den großen Fragen des Lebens! Zurückversetzt in die englische Gesellschaft des 19. Jh lädt Euch "Der Soldat und die Unschuld" ein, die Fragen unserer Zeit nach Krieg und Frieden inmitten einer dichten Familiengeschichte zu erleben.  Da dies mein Debütroman war, setzte ich mich intensiv mit der Frage auseinander: Wer sind wir? Und was hat uns zu dem gemacht, was wir heute glauben zu sein? Die Helden meiner Erzählung Edward und Isabell bewegen sich systematisch aus dem geschützten Bereich der Konventionen Ihrer Zeit und durchleben damit Entscheidungen, die auch wir für uns zu beantworten haben! Wer sind unsere Freunde, was wollen wir im Leben erreichen, wen heiraten wir, wem vertrauen wir? Ich entführe Euch auf diese Gedankenreise, bevor Ihr es recht gemerkt habt und weil ich Eure Leselust zu würdigen weiß, ist es für mich eine höchste Pflicht und Freude Euch dabei gut zu unterhalten! Manchmal nannte ich dieses Buch "Roman gegen jede Mutlosigkeit", da die zum Teil wahren Geschichten, die dem Erzählen voran standen, hier ein gutes Ende finden. Von vielen Lesern bekam ich die Rückmeldung, welche Energie sie nach der Lektüre verspürten! Diese Energie möchte ich auch Euch schenken und so bin ich sehr froh, dass ich meinen Verlag dazu bewegen konnte, 20 Exemplare für eine Leserunde mit Euch bereit zu stellen. Bei Amazon findet Ihr (allerdings lieblos gekürzt) einen Blick ins Buch über die ersten drei Kapitel. Bitte bewerbt Euch und erzählt den Mitlesenden, welche Erfahrungen Ihr in die Leserunde mit hineinbringt. Sei es dass Ihr einfach leidenschaftlich gerne historische Romane lest oder schon einmal mit Uniformträgern, Gewalt oder Krieg und sei es der 'innere Krieg' in Berührung gekommen seid. Ich habe auch begeisterte Leser getroffen, die mir später sagten: "Ach, über die Sache mit dem Krieg habe ich so hinweggelesen!" Ich habe oft das Gefühl verspürt, über Krieg kann man nicht so einfach hinweglesen, deshalb folgte ich auch nicht der Empfehlung der Publikumsagenten doch lieber alles Soldatische aus dem Buch herauszustreichen. Lasst Euch überraschen, ob es mir gelungen ist, auch Euch ein fesselndes Leseereignis zu bereiten!? Ich freue mich auf Eure Eindrücke und Meinungen!

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    • 908
  • Genau richtig

    Der Soldat und die Unschuld

    Henriette

    26. June 2013 um 07:34

    Beginn des 19. Jahrhunderts. England ist im Krieg eingebunden. Isabell wird schon als ganz junges Mädchen mit diesem Krieg konfrontiert, da ihr Bruder zieht. Sie verabscheut Krieg, aber auch die Soldaten. In diesen jungen Jahren lernt sie zufällig Edward kennen. Edward – wesentlich älter als Isabell und Soldat. Isabell meint Edward zu hassen, doch Edward beginnt Isabell zu lieben. In all den Kriegswirren lässt Edward die beiden Väter einen Ehevertrag aufsetzen, dass sobald der Krieg vorbei ist geheiratet wird. Doch es gibt genug Tiefen, die Edward bis zu Isabells Liebe überwinden muss. Es wird kein einfacher Weg. Werden die beiden den Weg zueinander gemeinsam schaffen?   Eigentlich war ich erst etwas skeptisch, denn ich habe mich noch nie so intensiv mit einem historischen Roman beschäftigt, der sich so explizit mit Krieg, Soldaten, Liebe beschäftigt. Doch Vera Ansén ist nach meinem Geschmack eine gute Mischung gelungen. Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen. Der Leser bekommt einen herrlichen Einblick in die Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Gesellschaft, die Sprache, Kleidung und Gebäude sind so beschrieben, dass ich oft das Gefühl hatte, als stiller Beobachter selber dort präsent zu sein. Viele Szenen waren nicht zu intensiv beschrieben, gerade im Bereich Krieg, Verwundungen, aber auch „Bettszenen“, so dass genug Raum für die eigene Fantasie vorhanden war.   Fazit: Ich freue mich, dass ich dieses Buch entdeckt habe und es lesen durfte. Für mich war es ein faszinierender Roman, den ich sehr gern weiterempfehle. Ich kann für diese tolle, ausgeglichene Unterhaltung fünf von fünf Sternen vergeben.

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  • Der Krieg und die Liebe

    Der Soldat und die Unschuld

    Dreamworx

    09. June 2013 um 12:13

    Vera Ansén erzählt in ihrem Debütroman „Der Soldat und die Unschuld“ von Edward und Isabell, deren Familien und Freunden Anfang des 19. Jahrhunderts in England. Der Roman umspannt mehrere Jahre der Protagonisten, so dass man als Leser an ihrem Leben und ihrer Entwicklung in einer Zeit des Umbruchs teilhaben kann. Isabell, erst Backfisch, dann junge Frau ist eingefleischte Pazifistin, lebenslustig, impulsiv und lehnt jegliche Gewalt ab. Sie kann dem Soldatenleben so gar nichts abgewinnen, hält diese sogar für Meuchelmörder und gibt ihre Meinung dazu auch lautstark immer wieder zum Ausdruck. Da rettet ausgerechnet Edward, ein Soldat, sie vor den Schlägen eines Geistlichen. Im Laufe der Jahre begegnen sich die beiden immer häufiger. Währenddessen verliert Isabell ihren Bruder Peter und auch einige ihrer engsten Freunde an den Krieg und das Soldatenleben und verzweifelt fast darüber. Als sie erfährt, dass sie nach einer Vereinbarung zwischen ihrem Vater und Edward diesen heiraten soll, verteidigt sie ihre Prinzipien bis aufs Äußerste und widersteht Edward in jeder Form. Gleichzeitig unternimmt Edward alles, um doch noch Isabells Herz zu gewinnen und diese zu seiner Frau zu machen. Hat diese doch schon früh sein Herz erobert, aber auch Edward kann nicht aus seiner Haut, ist er doch ein rechter Heißsporn und ihm jegliches Unrecht zuwider. Dementsprechend stellt er sich sämtlichen Widerständen mit seiner Soldatenhaltung entgegen und versucht damit auch, Isabells Widerstand zu brechen. Isabell selbst fühlt sich immer mehr zu Edward hingezogen und möchte ihm vertrauen, doch leider wurde sie selbst Opfer einer Gewalttat und so kann sie sich nicht überwinden. Bis die beiden endlich zueinander finden können, sind also einige Schwierigkeiten aus der Welt zu räumen. Die Autorin hat einen wunderbar flüssigen, dabei sehr bildhaften und detailgetreuen Schreibstil, der den Leser in die Epoche Anfang des 19. Jahrhunderts entführt und total gefangen nimmt. Seien es die Gebäude, die Kleidung oder auch die Protagonisten, alles sieht der Leser vor seinem inneren Auge, als würde er einen Film verfolgen. Der Einblick in die Gesellschaft und deren Haltung zur damaligen Zeit werden hervorragend dargestellt. Die verschiedenen Ansichten der Charaktere über den Krieg durch ihre Erziehung und unterschiedliche Weltanschauung sind sehr authentisch dargestellt und treiben den Leser zum Nachdenken an. Die Dialoge sind mal ernst, mal spritziger Natur, so dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag. Das Einfügen von Briefen lockert das Buch noch zusätzlich ein wenig auf und gibt dem Leser weitere Informationen über Vergangenes und Gegenwart, die die Geschichte um Isabell und Edward mit zusätzlichem Leben erfüllen. Vera Ansén hat mit ihrem Debütroman etwas Besonderes geschaffen. Sie lässt den Leser durch das gesamte Gefühlsbarometer laufen, sei es Sympathie, Antipathie, Freude, Leid, Ekel, Romantik und Trauer. Dieser doch sehr anspruchsvolle Roman vereint sowohl einen historischen Roman, eine Liebesgeschichte, einen Krimi sowie eine Familiensage im hochherrschaftlichen England. Mehr kann man von einem wirklich guten Buch wirklich nicht erwarten. Für dieses Buch sind mir 5 Sterne zu wenig, aber mehr kann man leider nicht vergeben. Eine absolute Leseempfehlung für diesen schönen Roman, der ein tolles Leseerlebnis nicht nur verspricht, sondern auch einhält!

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  • wachsende Liebe

    Der Soldat und die Unschuld

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. June 2013 um 15:36

    Der Soldat Edward kehrt als Held aus dem Krieg zurück und möchte die junge Isabell ehelichen. Doch diese ist alles andere als begeistert, da sie nichts mehr verabscheut als den Krieg.... Soviel zur Handlung, von der ich nicht mehr verraten möchte Das Buch ist eine Familien-/Liebesgeschichte mit einfühlsam, mit Liebe zum Detail beschriebenen Charakteren die man lieben lernt... oder auch teilweise nicht.. Der Spannungsbogen baut sich langsam auf. Anfangs ist die Geschichte vielleicht etwas schleppend, aber "durchhalten" lohnt sich, da es auf jeden Fall noch spannend und lesenswert wird. Wer historische Romane mit Liebesgeschichte und einem Hauch Erotik mag ist hier genau richtig.

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  • Ein spannender historischer Familienroman

    Der Soldat und die Unschuld

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. June 2013 um 18:14

    Von der Handlung möchte ich gar nicht zu viel verraten, denn ich fand es für mich spannend, nicht vorher den Buchrücken gelesen zu haben. So konnte ich mich ganz auf die Geschichte einlassen. Nur so vieel, die handelnden Personen gehören zum England des 20. Jh. und Soldaten und der Krieg spielen eine Rolle. Der Roman ist für mich eine historische Familiengeschichte und ganz gut gelungen. Der Einstieg mit den ersten paar „seichten“ (für mich zu seichten) Kapiteln hat mich etwas Zeit und Lust gekostet, jedoch gewann die Geschichte dann schnell an Fahrt und hatte mich gepackt. Im Laufe der Handlung machten dann auch alle Charaktere immer mehr Sinn und Spaß. Vereinzelt gibt es immer mal wieder erotische Abschnitte, bei denen ich mir nicht sicher bin, wie ich die finde. Ich frage mich, ob das gerade gehypte Genre des Erotikromans auch in dem Roman so aufgetaucht wären...? Alles in allem fand ich das Buch toll, denn hat war spannend! :)

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  • Der Soldat und die Unschuld

    Der Soldat und die Unschuld

    Blaustern

    04. June 2013 um 20:23

    England Anfang des 19. Jahrhunderts: Wieder kehrt der heldenhafte Edward Langley aus dem Krieg zurück, diesmal nach der erfolgreichen Vertreibung Napoleons und nicht so verletzt wie beim letzten Mal, als er zusammengeflickt und von seinem Untergebenen und Freund Billingham gepflegt werden musste. Diesmal kehrt er aber mit einer schrecklichen Nachricht für Isabell zurück, die jede Form von Krieg und Gewalt ablehnt und alles hasst, was mit Soldaten zu tun hat. Ihr geliebter Bruder und bester Freund Peter ist gefallen, den sie nicht geschafft hatte, vom Krieg fernzuhalten und den Edward mit sich in die Schlacht genommen hat. Sie kann es ihm nicht verzeihen, und auch seine derbe Art geht ihr gehörig gegen den Strich. Und nun soll sie Edward heiraten, wogegen sie sich mit Händen und Füßen wehrt. Als sie sich dann etwas mit diesem Gedanken erwärmt, erfährt sie ein düsteres Geheimnis ihrer Familie. Doch Edward kämpft beharrlich, denn er hat sich unsterblich in die ungestüme schöne Isabell verliebt.   Wir erleben Isabells Entwicklung vom Mädchen bis zur jungen Frau mit, die eine unbeschwerte Kindheit genoss und dann schwere Schicksalsschläge verkraften muss, was einem sehr Leid tut. Sie ist von ihrem Wesen her ungestüm und rebellisch und die Etikette interessiert sie wenig, womit sie es zu dieser Zeit nicht einfach hatte. Aber sie ist auch fröhlich und aufgeschlossen, sodass man sie einfach gern haben muss. Das erkannte auch Edward, aber auch die gleichen Wunden in ihrer Seele. So beginnt er seinen Kampf, um ihr Vertrauen Stück für Stück zu gewinnen, wobei er sich aber oft ziemlich ungehobelt anstellt, was Isabell noch mehr abschreckt und ihr auch tatsächlich Angst bereitet. Der Erzählstil ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig, und man muss sich beim Lesen konzentrieren, um alles genau zu verstehen, da er der Sprechweise des 19. Jahrhunderts angepasst ist. Doch so macht es den Roman richtig authentisch, und man fühlt sich ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Sehr gut haben mir auch die eingefügten Briefe gefallen, die sich die verschiedenen Personen jeweils geschrieben haben. So erfährt man noch mehr und erlebt die Geschichte noch intensiver, was es zu einer besonderen historischen Familiensaga macht. 

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  • Der Soldat und das Mädchen

    Der Soldat und die Unschuld

    gusaca

    01. June 2013 um 18:06

    Der Soldat und die Unschuld ist ein historischer Roman , der in England Anfang des 19 JAhrhunderts zur Zeit NApoleon spielt. Isabell ein adliges Mädchen wächst behütet auf dem LAnd abseits vom Trubel Londons auf. Sie lernt den Kriegshelden Edward kennen und verdeutlicht ihm gegenüber ihre Abneigung zu allem Kriegstreiben der damaligen ZEit. Viele JAhre später bindet eine Ehevertrag der Väter die beiden . ISabell verliert ihre gesamte Familie, muß einen sadistischen Onkel ertragen und lernt Edward während dieser Zeit immer besser kennen. Schafft Edward es ihr seine Liebe zu beweisen und ihre Abneigung zu überwinden? Die Schreibweise der Autorin spiegelt die Sprache der damaligen ZEit wieder. Die historischen GEgebenheiten und grade die damalige Stellung einer adligen Frau werden gut wiedergegeben. Auch das LEiden der Soldaten während und auch nach dem Krieg sind gut nachzuempfinden. Manche wichtigen Einzelheiten, die für das weitere Textverständsnis sehr wichtig sind, werden leider nur kurz erwähnt und erst viel später im Text wieder aufgegriffen. DA hätte ich mir oft mehr Information an früherer Stelle gewünscht. Insgesamt gesehen wird hier eine komplexe FAmiliengeschichte im realen historischen RAhmen erzählt, die dem LEser die handelnden Personen nahe bringt und viel Spannung enthält. Die GEschichte enthält viele dramatische Elemente , die dann doch in ein HAppy End münden. Der Wert von Freundschaft, Vertrauen und Liebe wird sehr schön aufgezeigt. Geeigent für alle LEser, die nicht nur seichte Liebesgeschichten im historichen RAhmen möchten, sondern doch etwas tiefsinnigere Kost mögen. DAs BUch ist nicht immer leicht zu lesen, hat mich aber am Ende doch sehr gefangen.

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  • Liebe zwischen zwei gebrochenen Menschen

    Der Soldat und die Unschuld

    Thala

    26. May 2013 um 13:33

    Der Ende 2012 erschienene Debütroman „Der Soldat und die Unschuld“ von Vera Ansén beginnt im England des frühen 19.Jahrhunderts, mitten im Kriegstreiben gegen Napoleon. Nachdem Major Edward auf einem Ball mit der attraktiven, aber abweisenden Isabell getanzt hat, ist es um ihn geschehen. Sofort lässt er einen Ehevertrag zwischen den beiden aufsetzen. Als der Krieg zuende ist, kehrt Major nach der gewonnenen Schlacht in Waterloo nach England zurück. Die pazifistische Isabell, welche den Krieg und die ihn begünstigenden Soldaten verabscheut, weigert sich, den 10 Jahre älteren Major zu ehelichen. Nun gilt es Edward, die Schlacht um Isabells Herz zu gewinnen. Cover: Das Cover ist aufwendig gestaltet, es zeigt einen Park und eine Hand, welche einen Brief schreibt. Erkennbar sind die Worte Edward und Billingham in diesem Brief. Ob es sich bei der Hand um eine Frauen- oder Männerhand handelt, ist nicht erkennbar. Die Hand finde ich weniger gelungen, sie sieht für mich nicht realistisch aus. Die Bilder des Parks verschmelzen mit dem Bild der schreibenden Hand ein. Ich selbst bevorzuge eher klar strukturierte Cover mit weniger Farben. Aber das ist Geschmackssache. Inhalt: Isabell und Edward, die Namensgebung der beiden Protagonisten erinnert doch stark an Bella und Edward aus Twilight! Außerdem zeigt der Held Edward gewisse Ähnlichkeiten mit Brontes Heathcliff, vergleiche ich aber „Wuthering Heights“ mit dem vorliegenden Roman, bleibt „Wuthering Heights“ der klare Gewinner. An vielen Stellen ist der „Soldat“ einfach zu langatmig und es lässt dem Leser keinen Raum, selbst Dinge zu interpretieren. Ständig wird Edward von der attraktiven Cousine Anastasia bedrängt- es ist einfach too much! Der auktoriale Erzähler nimmt vieles vorweg. Schön finde ich, dass der Roman den Krieg in Frage stellt, denn Isabell ist eine erklärte Kriegsgegnerin. Letztendlich heiratet sie aber den Soldaten. Zudem ist häusliche Gewalt ein Thema, was letztendlich in der Geschichte nur mit Notwehr gelöst werden kann. Überzeugt hat mich die Liebesgeschichte zwischen der missbrauchten Isabell und dem kriegsversehrten Edward jedoch nicht. Ich hätte angenommen, dass eine missbrauchte Frau viel viel länger braucht, um wieder mit einem Mann intim zu werden. Fazit: Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks gewonnen. Ich finde die Autorin sehr nett und absolut engagiert, jedoch muss ich ehrlicherweise zugeben, dass mich das Buch nicht 100prozentig überzeugt hat. Ich hätte mir mehr erzählerische Raffinesse und Spannung gewünscht. Es ist aber flüssig geschrieben, so dass man das Buch schnell durchlesen kann.

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  • Der Soldat und die Unschuld

    Der Soldat und die Unschuld

    nirak03

    25. May 2013 um 21:18

    Inhalt: Erzählt wird hier die Geschichte von Isabell Stuart und dem Kriegshelden Edward Langley zu Beginn des 19 Jahrhunderts in England. Edward kehrt aus dem Krieg zurück und kommt mit der Hoffnung Heim, Isabell zu seiner Frau machen zu können. Diese denkt aber nicht mal daran einen Kriegshelden zu ehelichen. Sie ist gegen Krieg und Soldaten in jeder Form. Ihr Bruder Peter stirbt eben in diesem Krieg und dieser Verlust setzt ihr Schwer zu. Außerdem verbirgt sie ein düsteres Geheimnis. Meine Meinung: Der Erzählstil ist ein wenig Gewöhnungsbedürftig, da die Autorin ihren Schreibstil dem 19 Jahrhundert angepasst hat. Manchmal ist es da einfach schwierig schnell und zügig zu lesen. Auf diese Weise liest man dann aber auch länger an dem Buch und kann sich an der schönen Sprache freuen. (Sieht man mal über den einen oder anderen Rechtschreibfehler hinweg) Die Protagonisten selbst sind gut ausgearbeitet und haben ihre Ecken und Kanten. Sie sind facettenreich und eigenwillig gestaltet worden. Im Laufe der Geschichte entwickeln sie sich und nehmen an Intensität zu. Aus dem Kind Isabell wird eine junge Frau ihrer Zeit, dieses sich entwickeln hat mir gut gefallen. Es fiel mir leicht, mit Isabell mitzufühlen und den Verlust ihres Bruders zu betrauern und vor allem an ihrem Schicksal Anteil zu nehmen. Die Autorin gibt hier ein schönes Bild der Lebensgewohnheiten der Menschen und vor allem der Oberschicht in dieser Zeit wieder. Auch wenn Isabell nicht unbedingt dem entspricht, wie ein Mädchen dieser Zeit zu sein hatte, sie war da eher ein bisschen rebellisch, aber gerade das hat mir an ihr gefallen. Edward der versucht sie zu verstehen und sich dabei gleichzeitig immer mehr in sie verliebt, auch er hatte seine Probleme zu bewältigen und regelt es ebenso wie man es wohl von ihm erwartet hat. Ganz Kind seiner Zeit. Ich konnte mit ihnen mit fiebern und leiden und ganz in dieser Geschichte versinken. Auch die Nebencharaktere kommen hier nicht zu kurz. Sie beleben die Geschichte und runden das Gesamtbild ab. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Briefe der Protagonisten zu lesen, was schnell den Eindruck erweckt, direkt neben der Person zu stehen. Mir hat das gut gefallen dadurch werden die Gefühle der Protagonisten einfach intensiver und auch verständlicher. Nicht immer hat mir gefallen was ich gelesen habe und das eine oder andere Mal entfuhr mir beim Lesen ein „oh nein“. Das Schicksal von Isabell ist einfach bewegend. Cover/Gestaltung: Das Cover ist vielleicht ein bisschen ungewöhnlich aber ich finde es passt toll zu der Geschichte die erzählt wird. Im inneren Klappeneinband befinden sich dann ein Inhaltsverzeichnis und hinten ein Personenregister. Das Register hilft dabei den Überblick über die Protagonisten zu behalten, was teilweise ein wenig schwierig ist, da die englischen Adeligen ja doch immer mal wieder die Namen bezw. Titel ändern. Schade finde ich, dass es hier kein Nachwort gibt indem die Autorin noch einmal auf Fiktion und Wahrheit eingeht oder erzählt wie es zu dieser Geschichte kam. Ich lese sowas am Ende immer gern. Mein Fazit: „Der Soldat und die Unschuld“ ist ein historischer Roman aus dem 19 Jahrhundert in England. Er war unterhaltsam, mit einer Liebesgeschichte und einem Schicksal das berührt. Mir hat er gut gefallen auch wenn vielleicht oder gerade weil Isabell und Edward viele Höhen und Tiefen zu bestehen hatten. Für Lesebegeisterte die gern Liebesgeschichten lesen, eine unbedingte Buchempfehlung.

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  • *+*+* Was wäre, wenn.... *+*+*

    Der Soldat und die Unschuld

    Irve

    22. May 2013 um 19:04

    *+ Was wäre, wenn....? +* Rückentext: England 1815 Nie hätte der unerschrockene Kriegsheld Edward Langley für möglich gehalten, dass die Rückkehr in die feudale Heimat Englands seine schwerste Lebensprüfung sein würde. Ein Ehevertrag, den er nach Napoleons endgültiger Vertreibung einzulösen gedachte, bindet den 10 Jahre älteren Major an die zur Frau erblühten Isabell. Doch nicht nur die Trauer, um den Verlust ihres Bruders und der Hass auf jedes Kriegstreiben steht zwischen Isabell und Edward, sondern auch ein dunkles Geheimnis. Der gereifte Edward erkennt in Isabells Versehrtheit Wunden der eigenen Seele. Sein Kampf um ihr Vertrauen und das Leben selbst, das sie einst verkörperte, gibt seinem Leben einen neuen Sinn. Eine Annäherung voller Widersprüche, die Isabell erst noch lernen muss zuzulassen. Diese fesselnde Familiengeschichte lässt Sie die Fragen unserer Zeit in einem glaubwürdigen historischen Rahmen erleben. - Ein Leseereignis, das Sie bereichern wird - Zusammenfassung der Autorin: Keine Angst vor den großen Fragen des Lebens! Zurückversetzt in die englische Gesellschaft des 19. Jh lädt Euch "Der Soldat und die Unschuld" ein, die Fragen unserer Zeit nach Krieg und Frieden inmitten einer dichten Familiengeschichte zu erleben.  Da dies mein Debütroman war, setzte ich mich intensiv mit der Frage auseinander: Wer sind wir? Und was hat uns zu dem gemacht, was wir heute glauben zu sein? Die Helden meiner Erzählung Edward und Isabell bewegen sich systematisch aus dem geschützten Bereich der Konventionen Ihrer Zeit und durchleben damit Entscheidungen, die auch wir für uns zu beantworten haben! Wer sind unsere Freunde, was wollen wir im Leben erreichen, wen heiraten wir, wem vertrauen wir? Ich entführe Euch auf diese Gedankenreise, bevor Ihr es recht gemerkt habt und weil ich Eure Leselust zu würdigen weiß, ist es für mich eine höchste Pflicht und Freude Euch dabei gut zu unterhalten! Manchmal nannte ich dieses Buch "Roman gegen jede Mutlosigkeit", da die zum Teil wahren Geschichten, die dem Erzählen voran standen, hier ein gutes Ende finden. Von vielen Lesern bekam ich die Rückmeldung, welche Energie sie nach der Lektüre verspürten! Das Cover: Das Cover ist eine Verschmelzung zweier Bilder. Vor dem Hintergrund einer schönen Landschaft, in der schemenhaft ein Paar zu erkennen ist, sieht man die Hand eines Briefschreibers. Wenn man genauer hinschaut, liest man unter anderem den Namen „Edward“, einen der Protagonisten des Buches und dieser Brief könnte aus dem Roman entnommen sein. Insgesamt wirkt das Cover sehr kreativ auf mich, so wie man im Leben oft sein muss. Meine Meinung: Das Cover deutet es schon an, in diesem Buch bekommen wir einige Briefe zu lesen. Diese sind sehr gut in die jeweilige Handlung eingebunden und lockern die Erzählung immer wieder auf, vor allem weil sie oft sehr persönlich formuliert sind. Zudem passen Briefe gut in die damalige Zeit, denn es gab ja außer den Briefen keine andere persönliche Kommunikationsmöglichkeit zwischen den Menschen. Auf den ersten Seiten des Buches werden in einer Art Prolog die Handlungsträger des Romans vorgestellt. Diese Vorgeschichte ist nett erzählt, fiel mir aber trotzdem recht schwer zu lesen, denn es werden sehr viele Personen beschrieben bzw. erwähnt. Nachdem ich mir eine Übersicht skizziert hatte, konnte ich der weiteren Geschichte personenmäßig aber gut folgen. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Isabell und Edward wurde sehr ausführlich beschrieben. Es ging ständig hin und her und war ein wahres Katz-und-Maus-Spiel mit den Beiden. Zum Einen lag dies an Edwards eigenwilliger Art des Werbens, zum Anderen an Isabels anfänglicher völligen Ablehnung Edward gegenüber. In diese Haupterzählung hat die Autorin einige Nebengeschichten eingeflochten, die teilweise an ihrer Ausführlichkeit dem Hauptthema in nichts nachstehen. Egal ob es um Isabells Freunde, Cousinen, ihren geisteskranken Onkel oder andere Protagonisten und Handlungsstränge ging, die Autorin setzte mich genauestens ins Bild. Ich mag es zwar gerne ausführlich, aber hier gab es mir doch den einen oder anderen Schlenker zu viel. Zudem habe ich Isabells Schicksal als zu heftig empfunden. Genauer ausführen mag ich dies nicht, sonst nehme ich vorab die Spannung raus. Ich möchte dazu nur sagen, dass sie so viele – auch sehr extreme – Schicksalsschläge innerhalb sehr kurzer Zeit hinnehmen musste, was ich in dieser Dichte als unglaubwürdig empfand. Auch waren für meinen Geschmack viele Personen in ihrer Darstellung sehr überzeichnet. Was mich etwas irritiert hatte, war der Rückentext des Buches. Dort heißt es, der Leser würde innerhalb des historischen Rahmens die aktuellen Probleme erleben, was mich dazu verleitete, Probleme zu erwarten, die ausschließlich aktuell sind. Stattdessen handelt diese Erzählung über das „Wie soll ich mich entscheiden?“ und „Was wäre wenn...?“ der immerwährenden Probleme wie sie die Autorin in ihrem eigenen Einführungstext zum Buch auch nennt (s.o.). Ich habe „Der Soldat und die Unschuld“ innerhalb einer Leserunde bei Lovelybooks gelesen und es freut mich sehr für die Autorin, dass ich mit meinen Kritikpunkten eher in der Minderheit vertreten war. Die Geschichte an sich gefällt mir nämlich ganz gut, nur die Umsetzung trifft halt nicht meinen persönlichen Geschmack. Auf diesem Weg bedanke ich mich bei lovelybooks und der Autorin Vera Ansén recht herzlich für das Rezensionsexemplar und der engagiert betreuten Leserunde.

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  • Der Soldat und die Unschuld

    Der Soldat und die Unschuld

    Windflug

    22. May 2013 um 18:53

    England, 1815. Die junge, unkonventionelle Isabell verabscheut Soldaten. Für sie sind sie Mörder, und sie scheut sich auch nicht, das offen auszusprechen. Als der jähzornige Major Edward in ihr Leben tritt, verkörpert er für sie all das. Edward selbst dagegen, verbittert nach Jahren der schlimmen Kriegserlebnisse, verliebt sich in die schöne, lebenslustige junge Frau und handelt sofort einen Ehevertrag mit ihrem Vater aus. Als er nach der Schlacht von Waterloo zurückkehrt, hat er nicht mit ihrem Widerstand gerechnet. Allerdings hat Isabell bald ganz andere Sorgen, als ihre Familie unter teilweise tragischen Umständen ums Leben kommt, und sie mit einem Mal der Vormundschaft eines fanatischen Onkels ausgeliefert ist ... Ach je, wie sag ich's meinem Kinde. Als ich das Buch entdeckte, habe ich mich gefreut, Debüts in Winzverlagen gibt man ja sowieso gern mal eine Chance, und ich fand das, was die Autorin darüber schrieb, sehr ansprechend - dass es um tiefere Fragen gehen sollte, ja, sogar philosophisch sei der Roman. Leider kam davon bei mir allerdings ziemlich wenig an. Es war ein Liebesroman vor historischer Kulisse, in dem ein klein wenig die Probleme von Kriegsheimkehrern und Missbrauch angesprochen wurden, nicht mehr und nicht weniger. Und leider war es für mich noch nicht mal ein guter Liebesroman. Das wurde durch die überdramatisierte Handlung verhindert, durch teilweise unglaubwürdig agierende Charaktere und vor allen Dingen durch das Frauen- und Beziehungsbild, das sich für mich hier darstellte. Probleme wurden in diesem Roman mit Sex gelöst. Nur durch Sex konnte die durch Gewalterlebnisse traumatisierte Isabell ihr seelisches Gleichgewicht wieder herstellen, und dass der Mann, der ihr Herzensmann werden sollte, sich ihr von Anfang an auf unangenehmste Art und Weise aufdrängte und sie immer wieder mit Worten bedrohte und ihr beim Anfassen wehtat, machte das für mich nicht gerade besser. Aber auch so gar nicht. Überhaupt das Anfassen. Isabell wird ständig befummelt, und niemand findet offenbar etwas dabei. Edward schon gar nicht. Obwohl er an einer Stelle schon vermutet, dass sie misshandelt wurde, hat er nichts besseres zu tun, als sie gegen ihren Willen zu küssen und ihr an die Brust zu grapschen. Denn Sex heilt ja wie gesagt alle Wunden. *seufz* Sie ist in seiner Gegenwart immer ganz unsicher und hat Angst vor ihm (kein Wunder, der kann küssen und dabei gleichzeitig wütend gucken, herrscht sie ständig an, befiehlt ihr dies und das und nennt sie zu allem Überfluss auch noch ständig "mein Kätzchen", und zwar nicht in einem liebevollen Kontext, sondern während sie sich streiten und sie ihn noch nicht ausstehen kann - vor so jemandem würde ich wegrennen, so schnell meine Beine mich tragen!), bis sie sich dann stockholmsyndrom-mäßig in ihn verliebt. Und auch dann hat sie zu Recht noch Angst vor seinen Wutausbrüchen. So stolpert Isabell also von einem misshandelnden Oberböse-ohne-Motiv-Onkel in eine tendenziell missbräuchliche Beziehung und das ist natürlich alles ganz wunderbar und zum Dahinschmelzen romantisch. Nicht. Irgendwie bin ich mit meiner Ansicht da aber allein auf weiter Flur, von daher frage ich mich ja schon, ob ich irgendwie komisch bin. Ich habe es aber nun mal so empfunden, was soll ich machen? Die Geschichte hatte aber auch ihre netten Seiten, ein paar sympathische Nebenfiguren zum Beispiel, über die ich viel lieber gelesen habe als über Isabell und Edward, und einige Szenen haben mir sehr gefallen, auch vom Stil her war es gut zu lesen.Es ist ja auch nicht so, als sei Edward ein Fiesling oder so. Er ist quasi kriegsversehrt, seelisch gesehen, und er bemüht sich im Laufe des Romans auch, seine Wutausbrüche unter Kontrolle zu bekommen. Aber gerade deswegen finde ich es so schwierig, dass da zwei Probleme zusammengenommen wurden und am Ende eben zwei Versehrte zusammenkommen, deren eine von jemand anderem missbraucht und seelisch beeinträchtigt wurde, während der andere mit dem klarkommen muss, was er selbst getan und erlebt hat an Gewalt. Wenn sie ihm ein bisschen was entgegenzusetzen hätte und nicht immer zittern müsste, wenn er da ist, hätte man da einen prima Roman raus machen können, wie jemand nach einem Kriegstrauma ins Leben zurückfindet mit Hilfe der Liebe einer Frau. Aber dadurch, dass sie selbst gebrochen ist durch den Missbrauch, kommt das einfach sehr unschön rüber. Fazit: Ich hatte mich wirklich auf diesen Roman gefreut, fand ihn am Anfang auch noch ganz nett und wurde dann immer enttäuschter und befremdeter, je weiter ich vordrang, und leider hat sich das auch zum Ende hin nur marginal verbessert. Wir passen wohl einfach nicht zueinander, das Buch und ich. Schade.

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  • Absolut Lesenswert!

    Der Soldat und die Unschuld

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. May 2013 um 16:08

    Klappentext: England 1815: Nie hätte der unerschrockene Kriegsheld Edward Langley für möglich gehalten, dass die Rückkehr in die feudale Heimat Englands seine schwerste Lebensprüfung sein würde. Ein Ehevertrag, den er nach Napoleons endgültiger Vertreibung einzulösen gedachte, bindet den 10 Jahre älteren Major an die zur Frau erblühten Isabell. Doch nicht nur die Trauer, um den Verlust ihres Bruders und der Hass auf jedes Kriegstreiben steht zwischen Isabell und Edward, sondern auch ein dunkles Geheimnis. Der gereifte Edward erkennt in Isabells Versehrtheit Wunden der eigenen Seele. Sein Kampf um ihr Vertrauen und das Leben selbst, das sie einst verkörperte, gibt seinem Leben einen neuen Sinn. Eine Annäherung voller Widersprüche, die Isabell erst noch lernen muss zuzulassen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, sodass ich mich sofort in diese Zeit zurückversetzt und mittendrin fühlte. Die wundervollen Beschreibungen der Gegend sind sehr gut gelungen und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Was mir wirklich sehr gefallen hat, waren die eingefügten Briefe, die zwischen den Protagonisten geschrieben wurden und so für ein noch größeres Lesevergnügen sorgten. Die Charaktere sind vielschichtig, sehr gut herausgearbeitet und authentisch. Isabell, die den Krieg verabscheut und ausgerechnet den Major Edward heiraten soll, war mir sehr sympathisch. Wen ich aber gleich in mein Herz geschlossen habe, war Edward. Er ist Soldat mit Leib und Seele und seine Gedankengänge konnte ich sehr gut nachvollziehen. Es ist ein langer, steiniger Weg, bis die Zwei sich finden und ich muss ehrlich gestehen, dass ich bei keinem Buch so viel gelacht und geweint habe wie bei diesem. Die Geschichte ist richtig spannend geschrieben und das Buch konnte ich nicht mehr aus den Händen legen. Inhaltlich eine anspruchsvolle Mischung aus historischem Roman und Familiensaga. Es werden Themen wie Krieg, Gewalt, Trauer, Freundschaft, Kommunikation und Liebe angesprochen, die heute noch aktuell sind und zum Nachdenken animieren. Ein richtig gelungener Roman, den ich bestimmt noch ein paar Mal lesen werde. Dieses Leseereignis sollte sich keiner entgehen lassen! 

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  • Krieg und Frieden - spannend und tiefgründig

    Der Soldat und die Unschuld

    mabuerele

    20. May 2013 um 20:44

    „...Ihr redet hier alle von Krieg! Wozu denn Krieg?...“ Es ist 1810. In Europa herrscht Napoleon. Friedlich und unbekümmert dagegen wachsen Isabell und ihr Bruder Peter in Kennhill in England auf. Lady Henrika lädt die Geschwister auf ihre Resistenz Berryhill ein. Dort wird zur Zeit auch ihr Neffe Edward gepflegt, der schwer verletzt aus dem Krieg gegen Napoleon zurückgekehrt ist. Um die Pflege des Kranken kümmert sich Billingham. Der Adjutant hatte sich dafür beurlauben lassen. Die Autorin hat gleich zu Beginn die wichtigsten Protagonisten gut charakterisiert. Isabell ist ein junges Mädchen, das sich wenig um Konvention und Etikette kümmert. Durch ihre fröhliche, aufgeschlossene Art war sie mir sofort sympathisch. Anastasia, die älteste Tochter von Lady Henrika, dagegen war von ihrer Schönheit überzeugt. Sie legte Wert darauf, stets im Mittelpunkt zu stehen. Edward, der als Kriegsheld gilt, möchte immer alles unter Kontrolle haben. Das Gespräch der jungen Isabell mit Edward hat mich zum Schmunzeln gebracht. Fünf Jahre waren vergangen, als Edward und Isabell wieder zusammentrafen. Isabell und Peter waren nach London eingeladen worden. Da erreichte die Gesellschaft die Nachricht, dass Napoleon von Elba geflohen war. Peter tritt in die Armee ein. Edward bittet seinen Vater, einen Vertrag über die Ehe mit Isabell aufzusetzen. Der Roman lebt von der Spannung zwischen Isabell und Edward. Isabell war, wie man heute sagen würde, Pazifistin. Sie diskutierte frei heraus mit den Männer über Krieg und Frieden. Edward war durch den Krieg geprägt. Isabell verliert durch den Krieg nicht nur den Bruder. Sie steht plötzlich allein und ist der Gewalt eines Verwandten ausgesetzt. Trotzdem weigert sie sich, Edward zu heiraten. Soldaten sind für sie Mörder. Der Autorin ist ein abwechslungsreicher historischer Roman gelungen. Doch das Buch erzählt nicht nur eine Geschichte. Die Fragen über Krieg und Frieden werden aus unterschiedlicher Sicht diskutiert. Das macht das Buch für mich zu etwas Besonderen. Mir hat gefallen, wie behutsam die Annäherung von Isabell und Edward erzählt wird. Das Umfeld macht es ihnen auch nicht gerade einfach, da die gesellschaftliche Stellung von beiden sehr unterschiedlich ist. Einen besonderen Rang im Roman nimmt Billingham ein. Er ist der einzige, der Edwards heftiges Temperament zügeln kann und ihn vor manch unbedachten Reaktionen bewahrt. Auch ist mir positiv aufgefallen, dass die Autorin selbst Nebenfiguren die Möglichkeit der Entwicklung gab und auch Personen, die im Roman nur eine kleine Rolle einnehmen, ausreichend dargestellt hat. Fast jede der handelnden Personen hat Stärken und Schwächen. Die historischen Zusammenhänge wurden exakt recherchiert. Das betrifft das Leben in Adelskreisen, aber auch das der Landbevölkerung. An passenden Stellen im Roman sind Briefe eingefügt, die die Protagonisten empfangen. Auf diese Weise hat die Autorin eine Möglichkeit geschaffen, mich als Leser über Vorgänge an Orten zu informieren, an denen ich mich beim Lesen gerade nicht befinde. Diese Idee hat mir sehr gut gefallen. Um die Stellen hervorzuheben, wurden diese Briefe kursiv abgedruckt. Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Es lässt sich zügig lesen. Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Dazu haben nicht nur die oft tiefgründigen Diskussionen beigetragen, sondern auch die Tatsache, dass die Geschichte verdeutlicht, welches Leid der Krieg über Beteiligte und Unbeteiligte gebracht hat. Und wenn Isabell ihren Eltern die Frage stellt, was ihr Bruder in seinem Leben noch alles hätte erreichen können, wenn er nicht im Krieg geblieben wäre, steht die Frage nach dem Sinn des Menschenlebens unbewusst daneben. Das Buch lässt mich nachdenklich zurück.

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  • Rezension zu "Der Soldat und die Unschuld"

    Der Soldat und die Unschuld

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. May 2013 um 16:01

    England, 19. Jahrhundert:   Die impulsive und wunderschöne Isabell hegt eine tiefe Abneigung gegen jede Form von Krieg und der damit verbundenen Gewalt. Ihrem Temperament entsprechend scheut sie keine Gelegenheit ihre Meinung kundzutun und auch Soldaten in ihre Schranken zu weisen.  Als schließlich ihr geliebter Bruder Peter unter den Umständen des Krieges stirbt, bricht für Isabell eine Welt zusammen - und ausgerechnet sie soll den hoch angesehenen Soldaten Edward heiraten, der für sie den Inbegriff des so verhassten Soldatendaseins darstellt; ein Meuchelmörder. Doch Edward gibt nicht nach und versucht auch dann ihr Vertrauen zu gewinnen, als sie bereits ihre ganze Familie verloren hat und unter der Obhut ihres abscheulichen Onkels Samuel steht, der Isabell für eine Versuchung des  Teufels hält. In kleinsten Schritten geht Edward auf Isabell zu, bis er schließlich ihr Herz für sich gewinnt- womit noch längst nicht alle Probleme aus der Welt sind. Denn Isabell hütet ein schreckliches Geheimnis, welches sie daran hindert, das Leben in vollen Zügen zu genießen... Die Autorin überzeugt durch die gut durchdachte und facettenreiche Handlung, welche in einer edlen Sprache dargelegt wird, die uns ins 19. Jahrhundert der exklusiven Gesellschaft entführt. Nicht nur durch die Darstellung der Geschlechterrollen spiegelt sich der Zeitgeist authentisch wider. Der Krieg und die Liebe, die Liebe im Krieg, ja die Liebe trotz der Existenz des Krieges werden hier aufs Feinste thematisiert und regen den Leser zum Nachdenken an. Verschiedene Weltanschauungen von Seiten der Figuren, wobei die Letzteren in aller Ausführlichkeit gezeichnet werden, tragen hierzu erheblich bei.   Kurzum: Liest das Buch, es lohnt sich.

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