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LilianA

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Keine Angst vor den großen Fragen des Lebens!
Zurückversetzt in die englische Gesellschaft des 19. Jh lädt Euch "Der Soldat und die Unschuld" ein, die Fragen unserer Zeit nach Krieg und Frieden inmitten einer dichten Familiengeschichte zu erleben. 
Da dies mein Debütroman war, setzte ich mich intensiv mit der Frage auseinander: Wer sind wir? Und was hat uns zu dem gemacht, was wir heute glauben zu sein?
Die Helden meiner Erzählung Edward und Isabell bewegen sich systematisch aus dem geschützten Bereich der Konventionen Ihrer Zeit und durchleben damit Entscheidungen, die auch wir für uns zu beantworten haben!
Wer sind unsere Freunde, was wollen wir im Leben erreichen, wen heiraten wir, wem vertrauen wir? Ich entführe Euch auf diese Gedankenreise, bevor Ihr es recht gemerkt habt und weil ich Eure Leselust zu würdigen weiß, ist es für mich eine höchste Pflicht und Freude Euch dabei gut zu unterhalten!
Manchmal nannte ich dieses Buch "Roman gegen jede Mutlosigkeit", da die zum Teil wahren Geschichten, die dem Erzählen voran standen, hier ein gutes Ende finden. Von vielen Lesern bekam ich die Rückmeldung, welche Energie sie nach der Lektüre verspürten!
Diese Energie möchte ich auch Euch schenken und so bin ich sehr froh, dass ich meinen Verlag dazu bewegen konnte, 20 Exemplare für eine Leserunde mit Euch bereit zu stellen.
Bei Amazon findet Ihr (allerdings lieblos gekürzt) einen Blick ins Buch über die ersten drei Kapitel.
Bitte bewerbt Euch und erzählt den Mitlesenden, welche Erfahrungen Ihr in die Leserunde mit hineinbringt. Sei es dass Ihr einfach leidenschaftlich gerne historische Romane lest oder schon einmal mit Uniformträgern, Gewalt oder Krieg und sei es der 'innere Krieg' in Berührung gekommen seid. Ich habe auch begeisterte Leser getroffen, die mir später sagten: "Ach, über die Sache mit dem Krieg habe ich so hinweggelesen!"
Ich habe oft das Gefühl verspürt, über Krieg kann man nicht so einfach hinweglesen, deshalb folgte ich auch nicht der Empfehlung der Publikumsagenten doch lieber alles Soldatische aus dem Buch herauszustreichen. Lasst Euch überraschen, ob es mir gelungen ist, auch Euch ein fesselndes Leseereignis zu bereiten!? Ich freue mich auf Eure Eindrücke und Meinungen!

Autor: Vera Ansén
Buch: Der Soldat und die Unschuld

Irve

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ich würde sehr gerne mitlesen. Den Inhalt finde ich sehr interessant, zum einen die Zeit, in der der Roman spielt, zum anderen mag ich Erzählungen, in denen die Darsteller nicht nach Gesellschaftsvorgaben handeln, sondern auch mal ausbrechen. Ich denke dieses Thema ist immer aktuell. Klar muss man sich anpassen und die Regeln akzeptieren , aber man darf durchaus individuell sein. Wie dies in dieser Geschichte passiert, würde mich schon interessieren!

LilianA

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen
@Irve

Super Irve! Hallo, ich freu mich auf unseren Dialog! Meine Kinder sind inzwischen größer und ich versuche Ihnen Tag für Tag nahe zu bringen, wie wichtig es ist eigene Entscheidungen im Leben zu finden!

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britta70

vor 4 Jahren

Kap 23 + 24 Happy End?
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@LilianA

In der Soziologie werden Gesundheit und Krankheit in der Regel als zwei Seiten einer Medaille aufgefasst. Aber hier geht es ja gar nicht um Gesundheit oder Krankheit, sondern massive Gewalterfahrung und deren Konsequenzen. Es mag zwar sein, dass der eine danach mehr Probleme hat, der andere weniger. Aber es dürfte sicher sein, dass eine Beeinträchtigung da ist, auch wenn sie nach außen beim 1. Blick vielleicht nicht auffällt. Seelische Verletzungen sind auch kaum mit Krankheiten vergleichbar, die sich tatsächlich oft rückstandslos heilen lassen.
Was den Vamp betrifft, meinte ich Isabells Wandel insgesamt, besonders ihr Verhalten in der Hochzeitsnacht zum Beispiel. Vor ihrem Hintergrund habe ich das als sehr unrealistisch erlebt.
Mmmh, und dann muss ich leider auch noch Zweifel äußern, dass allein Edwards Erfahrung mit Krieg und entsprechenden Verletzungen ihn für Isabells Situation sensibilisiert oder als geeigneten Kandidaten erscheinen lässt. 1. da Kriegsverletzungen und andere Formen der Gewalt (Missbrauch, Misshandlung etc) wohl kaum miteinander vergleichbar sind, 2. weil es ihm an Sensibilität mangelt.
Das Buch ist ja gut geschrieben und liest sich gut, aber ab einem bestimmten Punkt konnte ich die Entwicklung von Isabell als Charakter und die Entwicklung der Beziehung zu Edward einfach nicht mehr verstehen.

britta70

vor 4 Jahren

Kap 26 Wer Wind säht, wird ??? ernten
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Wie in jeder Beziehung: Nur den Redenden kann geholfen werden. Kein Wunder, dass Isabell sich durch Edwards Verhalten provoziert fühlt. Sonst gäbe es die Situation mit Chadwick nicht.
Edwards Verhalten ist und bleibt schwer nachvollziehbar: Ist er so ein Gigolo, dass er Anastacias Werben immer nachgeben muss? Und warum verschweigt er Isabell die Sache mit Samuel? Wenn das mal nicht wie ein Bumerang zurückfällt...

britta70

vor 4 Jahren

ab Seite 454 ... könnt Ihr das Buch noch mal weglegen?
@Irve

So ähnlich sehe ich das auch :-)

britta70

vor 4 Jahren

Kap 28 +29 Eure Schlussworte
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So, nun bin ich auch durch.
Samuel taucht auf und versetzt Isabell in Angst und Schrecken. Doch er zieht den Kürzeren. Isabell tötet ihn aus Notwehr.
Edward kommt zu spät. Isabell ist betrübt, jemanden getötet zu haben. Edward versucht, für sie da zu sein.

LilianA

vor 4 Jahren

Kap 23 + 24 Happy End?
@britta70

Du unterscheidest Krankheit von Traumatisierung? Eigentlich gibt der Text sehr viel Raum über die seelische Beeinträchtigung von Soldaten zu reflektieren, die nicht unter der Schlacht "wegbrechen". Diese von aussen aufgezwungene Desensibilisierung einer charakterlichen Unsensibilität gleichzusetzen ist eine Einschätzung mit der Soldaten in unserer heutigen Gesellschaft Tag für Tag zu kämpfen haben.
Anders als die Generation die im zweiten Weltkrieg diente, unabhängig davon ob sie Metzger, Kaufmann oder Lehrer waren, ist der Generalverdacht Soldaten sind halt so, heute common sense. Ob dies wirklich weiterführend ist, bezweifel ich.
Eine Leserin schrieb mir sehr ausführlich darüber, wie ihre einstigen Schulfreunde aus Syrien heute "kämpfen" und welches Elend dies über die Familien und Freundschaften gebracht hat. Manchmal spricht man gerne davon "Krieg sei eine humanitäre Katastrophe". Die Ohnmachtserfahrung einer Misshandlung, angefangen bei der Ohrfeige eines Stärkeren ist die persönlichste Katastrophe, die ein Mensch zu bewältigen hat. So elend uns all das fühlen lassen kann, so beachtenswert ist es, wie Menschen mit diesen Katastrophen zurechtkommen können.

britta70

vor 4 Jahren

Kap 23 + 24 Happy End?
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@LilianA

Es gibt natürlich unterschiedliche Arten von Krankheit, physische, psychische, seelische und da auch wieder große Unterschiede jeweils. DAS ist es, was meiner Meinung nach schon einen Unterschied macht.
Traumatisierung von Soldaten sind sicher schlimm, das will ich nicht in Abrede stellen. Aber es sind auch kein universeller Erklärungsschlüssel für Unsensibilität, wie ich sie z.B. im Roman bei Edward sehe. Zum Glück kenne ich Gegenbeispiele :-D
Klar, beides sind Katastrophen, die bewälzigt werden müssen, aber meiner Meinung nach eben anders. Ich bin eben auch nicht der Meinung, dass Menschen, die Katastrophen erlebt haben, zwangsläufig einander verstehen oder besser zueinander passen.
Letztlich ist dies meine persönliche Einschätzung. Jeder mag das für sich entscheiden und tut es sicher auch. Vielleicht kommen ja noch andere Einschätzungen , nach meiner Rechnung sind noch nicht alle durch mit dem Buch.
Meine Rezension kommt natürlich noch.
Arbeitest Du eigentlich schon an einem weiteren Roman und wenn ja, worum geht es da?

LilianA

vor 4 Jahren

Kap 23 + 24 Happy End?
@britta70

Die Leserunde hat mich da schon recht nachdenklich gemacht. Schreiben tue ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang: Um die Jahreswende war ich sehr intensiv an einer Papstgeschichte im 11 Jh. dran und jeder meinte: Papst? Das ist doch totlangweilig ... und dann kam ich von einer Elternversammlung und einer meinte: Der Papst tritt zurück - Wir dachten alle, dass sei eine Zeitungsente. Und ein paar Wochen später konnte man an keinem Zeitungskiosk mehr vorbeigehen: ohne Papst, Papst, Papst! Tja, wäre praktisch gewesen, dass Buch wäre fertig gewesen und ein Verlag wäre auf Knien angerutscht gekommen, ach bitte, letzten Monat hatten wir ihr Manusskript ja abgelehnt, aber jetzt ... Naja - die Theorie und Praxis der Medienproduktion Buch fallen eben weit auseinander. Um mehr für die Vermarktung vom Soldat zu machen, habe ich mich dann zur LR breitschlagen lassen und das Manusskript zum Komplentärroman über die Figur Maximilians rausgeholt. Leider ist meine Familie nicht so mit Gesundheit gesegnet, wie es uns allen gut täte und daher weiß ich momentan einfach nicht wie und wann es weitergeht.
Eines habe ich wirklich über die Jahre lernen müssen: man wird kein Autor, man ist es einfach. Es ist einfach die Art und Weise wie man die Welt wahrnimmt und verarbeitet. Der eine hat dafür horrende Verträge und der andere vielleicht einen Brieffreund. Ich werde noch die vielen Bücher zuende bringen, die mich seit Jahren begleiten. Aber momentan bin ich sehr vorsichtig geworden zu spekulieren wann und wie. Die Leserunde hat viele Eindrücke bei mir hinterlassen. Und ich glaube es tut auch ganz gut als Autor Ruhe für sich in Anspruch zu nehmen.
In der Ruhe liegt die Kraft ist immer mein Mantra, wenn ich drohe vor Hibbeligkeit (wenn ich schon zu spät zum Termin komme) den falschen Aufzugknopf zu betätigen! In der Ruhe liegt die Kraft: Wahrlich siegt, der nicht kämpft!

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