Vera Bohle Mein Leben als Minenräumerin

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Inhaltsangabe zu „Mein Leben als Minenräumerin“ von Vera Bohle

Hochkonzentriert, den Blick auf den Boden gerichtet, so arbeitet sich Vera Bohle Zentimenter für Zentimeter durch das Minenfeld - immer die Gefahr vor Augen, dass jeder Schritt, jede unvorsichtige Bewegung eine Explosion auslösen kann. Ein Stolperdraht, ein kleines metallisch glänzendes Teilchen im Schutt - alles untrügliche Zeichen für Minen. Vera Bohle, die einzige deutsche Minenräumerin, widmet sich einer Aufgabe, die eigentlich Männern vorbehalten scheint.§§Humanitäres Minenräumen und Kampfmittelbeseitigung, klingen nicht nur gefährlich, sie sind es auch. Jedes Jahr verunglücken Kollegen von ihr bei dem Versuch, den Menschen in den ehemaligen Kriegsgebieten ein sicheres Leben zu ermöglichen.§Die Motivation für diesen ungewöhnlichen Job hat sich aus ihrem vorigen Beruf ergeben. Vera Bohle arbeitete zunächst als TV-Cutterin, dann als Redakteurin und war es irgendwann leid, nur berichten und nicht helfen zu können. Sie machte eine Ausbildung an der Sprengschule in Dresden. "In 20 Jahren werde ich keine Minen mehr räumen", sagt sie. Denn nichts ist gefährlicher als Routine - mit ihr kommen die Unfälle. Aber vorerst wird Vera Bohle weitermachen, mit Respekt vor den Minen und der Angst als lebensnotwendigem Begleiter.

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  • Rezension zu "Mein Leben als Minenräumerin" von Vera Bohle

    Mein Leben als Minenräumerin
    abuelita

    abuelita

    28. October 2010 um 19:34

    Vera Bohle studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Politik und Geografie. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Fernsehredakteurin. Aufgrund persönlicher Eindrücke unter anderem nach einer Reise durch Mosambik wechselte sie mit 29 Jahren den Beruf und ging zur Sprengschule in Dresden, um sich in Kampfmittelräumung ausbilden zu lassen. Anschließend nahm sie an mehreren Einsätzen in Krisengebieten in Afrika, Asien und auf dem Balkan teil. Um diese Erlebnisse geht es in diesem Buch. Ich bin eher durch Zufall über das Buch gestolpert, dachte: was ist das denn genau, eine Minenräumerin? und war zuerst ziemlich skeptisch. Sicher weiss man (eher verstandesmässig) dass nach jedem Krieg entsetzliche Hinterlassenschaften zurückbleiben; hört auch immer wieder mal, dass oft Jahre später noch Menschen sterben, aber zumindest mir war das nicht in diesem Ausmasse bewusst. Und vor allem wusste ich nicht, was alles dazugehört, wie sich das Leben in Krisengebieten, unter Todesgefahr, abspielt - man kann es sich zwar denken ,aber das "hautnah" mitzuerleben, ist nochmals was anderes. Diesen Alltag als Minenräumerin mit allen Hochs und Tiefs beschreibt Vera Bohle in ihrem Buch sehr genau, manchmal zu ausführlich, aber ich habe mich zu keiner Sekunde gelangweilt. Vera Bohle darf sich Angst leisten, aber keine Konzentrationsschwäche. Und sie beherrscht die Kunst der Langsamkeit, das höchste Gut in diesem Beruf. Man erfährt viel über die Menschen in Nach-Kriegsgebieten, über die politischen Hintergründe und natürlich auch die Minen, und die Verwüstungen, die diese anrichten. Sachlich, doch auch sehr bewegend und spannend geschildert von einer couragierten Frau, die für mich eine wahre Heldin ist, und deren humanitäre und praktische Arbeit ich mehr als bewundere. Seit 2003 widmet Vera Bohle sich vorwiegend politischer Arbeit. Sie ist tätig am Genfer Internationalen Zentrum für Humanitäre Minenräumung, und sie ist Schirmherrin der Kampagne »Frieden gestalten – Zukunft gewinnen« des Evangelischen Missionswerks. 2002 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. 2005 wurde sie mit dem Soroptimist Peace Prize ausgezeichnet, der an Frauen verliehen wird, die sich in besonderem Maße für den Frieden engagieren. .

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  • Rezension zu "Mein Leben als Minenräumerin" von Vera Bohle

    Mein Leben als Minenräumerin
    berka

    berka

    28. August 2008 um 15:47

    Einblicke in die Einsätze in unterschiedlichen Krisengebieten, von einer vor Ort selbst Tätigen interessant beschrieben. Deutlich werden die Risiken beim Entschärfen von Minen, aber auch die unterschiedlichen Anforderungen in verschiedenen Weltregionen (Afghanistan, Afrika, Balkan)