Vera Forester Im Jahr der Brandzeichen

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Inhaltsangabe zu „Im Jahr der Brandzeichen“ von Vera Forester

Jahrtausendwende. Zwei Sprengstoffattentate erschüttern eine Stadt. Wer steckt dahinter? Rechtsradikale? Rebellen aus Nahost? Die Schuldigen lassen sich nur zum Teil ermitteln.
Und die Opfer? Wie bewältigen sie ihre vielfachen Verletzungen?
Krista, eine angehende Kamerafrau, und der russische Student Maxim sind gerade noch mit dem Leben davongekommen. Eine Liebe entsteht aus gemeinsam durchlittener Angst. Dieser Anfang beschwört neben dem Glück auch große Hindernisse herauf.
Der 19-jährige Flüchtling Labib aus Palästina hat sich schuldig gemacht. Er wird vom Gericht zum Arbeitsdienst im jüdischen Altersheim verdonnert.
Wolff, der fanatische Anführer der ‚Stadtkameradschaft‘, ist unter Verdacht. Zur Tarnung nimmt er an einem Kulturprojekt für aussteigewillige Rechtsextreme teil.
Alle vier sehen sich an einem Wendepunkt. Gesinnungen werden hinterfragt. Lebenspläne geraten ins Wanken.
Gewalt oder Verständigung? Neue Brücken oder noch mehr Barrieren?
Vera Forester verbindet in ihrem Roman Wahrscheinliches und Denkbares zu einer bewegenden Geschichte vor dem Hintergrund weltweiter Spannungen.

3,5 Sterne. Gute Idee, ich hatte Probleme mit dem Schreibstil. Sehr wichtiges Thema!

— Kady

Ein Appell an die Menschlichkeit. Leben und leben lassen.

— rewareni

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  • Leserunde zu "Im Jahr der Brandzeichen" von Vera Forester

    Im Jahr der Brandzeichen

    VeraForester

    Jahrtausendwende. Zwei Sprengstoffattentate erschüttern eine deutsche Stadt. Wer steckt dahinter? Rechtsradikale? Rebellen aus Nahost? Die Schuldigen lassen sich nur zum Teil ermitteln. Und die Opfer? Wie bewältigen sie ihre vielfachen Verletzungen?  Krista, eine angehende Kamerafrau, und der russische Student Maxim sind gerade noch mit dem Leben davongekommen. Eine Liebe entsteht aus gemeinsam durchlittener Angst. Dieser Anfang beschwört neben dem Glück auch große Hindernisse herauf. Der 19-jährige Flüchtling Labib aus Palästina hat sich schuldig gemacht. Er wird vom Gericht zum Arbeitsdienst im jüdischen Altersheim verdonnert. Wolff, der fanatische Anführer der ‚Stadtkameradschaft‘, ist unter Verdacht. Zur Tarnung nimmt er an einem Kulturprojekt für aussteigewillige Rechtsextreme teil. Alle vier sehen sich an einem Wendepunkt. Gesinnungen werden hinterfragt. Lebenspläne geraten ins Wanken. Gewalt oder Verständigung?  Neue Brücken oder noch mehr Barrieren?  

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  • Eine gute Idee zu einem wichtigen Thema

    Im Jahr der Brandzeichen

    Kady

    17. April 2017 um 10:37

    Grundidee: ⭐⭐⭐⭐½Umsetzung des Themas: ⭐⭐⭐⭐Schreibstil: ⭐⭐⭐Cover: ⭐⭐⭐½Charaktere: ⭐⭐⭐⭐⭐Inhalt: Jahrtausendwende. Zwei Sprengstoffattentate erschüttern eine Stadt. Wer steckt dahinter? Rechtsradikale? Rebellen aus Nahost? Die Schuldigen lassen sich nur zum Teil ermitteln. Und die Opfer? Wie bewältigen sie ihre vielfachen Verletzungen? Krista, eine angehende Kamerafrau, und der russische Student Maxim sind gerade noch mit dem Leben davongekommen. Eine Liebe entsteht aus gemeinsam durchlittener Angst. Dieser Anfang beschwört neben dem Glück auch große Hindernisse herauf. Der 19-jährige Flüchtling Labib aus Palästina hat sich schuldig gemacht. Er wird vom Gericht zum Arbeitsdienst im jüdischen Altersheim verdonnert. Wolff, der fanatische Anführer der ‚Stadtkameradschaft‘, ist unter Verdacht. Zur Tarnung nimmt er an einem Kulturprojekt für aussteigewillige Rechtsextreme teil. Alle vier sehen sich an einem Wendepunkt. Gesinnungen werden hinterfragt. Lebenspläne geraten ins Wanken. Gewalt oder Verständigung? Neue Brücken oder noch mehr Barrieren?Meine Meinung: Die Idee des Buches hat mich sofort neugierig gemacht und mir gut gefallen.Das Cover: Das Cover passt zum Inhalt, allerdings würde es mich in der Buchhandlung nicht wirklich ansprechen, wenn ich ehrlich bin.Die Charaktere: Krista habe ich meist am besten verstanden. Sie kommt aus einer normalen Familie und hat normale Probleme, bis zum Anschlag. Dann dreht sich ihr Leben um und sie stellt sich genau die Fragen, die ich mir auch gestellt hätte.Maxim habe ich ebenfalls verstehen können. Besonders am Ende habe ich mit ihm gefühlt.Die Liebe zwischen den Beiden war glaubwürdig aufgebaut und die sich ergebenden Probleme gut zu verstehen.Wirklich gut verstehen konnte ich auch Labib in zweiten Teil des Buches, und die alte Maria. Sie hatten so Recht mit vielem, was sie sagten, auch wenn das Labibs Handeln nicht rechtfertigen kann. Nichts kann das.Wolff - tja, was soll ich sagen. Ich konnte ihn nicht wirklich verstehen, vielleicht weil sein Weltbild mir so fremd ist.Insgesamt gab es viele Momente, wo ich den Charakteren JA zurufen wollte, aber ebenso viele, in denen ich ein NEIN angebracht gefunden hätte. Die Charaktere sind sehr glaubwürdig und man kann mit ihnen mitfiebern.Idee/Umsetzung: Die Idee, ein Buch zu schreiben, dass zwischen Liebe und Hass schwebt, hat mich fasziniert. Die Umsetzung davon ist zum größten Teil sehr gelungen und durch die Charaktere nachvollziehbar.Der Schreibstil: Den Schreibstil fand ich manchmal gut, aber irgendwie auch gewöhnungsbedürftig. Dass viele Male eine Unterhaltung ohne Anführungszeichen dargestellt wurde, so, als hätte man einen Ich-Erzähler, der das irgendwie erklärt... Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber damit konnte ich mich nicht richtig anfreunden.Anmerkung: Die Geschehnisse sind so vergangen wie aktuell, weshalb ich das Buch als sehr erfolgreiche Umsetzung betrachte. Vielen Dank an Vera Forester für diese Leseerfahrung. So ungewöhnlich die Charaktere doch sind, sie sind sind alle Menschen wie wir und es ist ein Appell an die Menschlichkeit, jeden zu akzeptieren und Flüchtlinge Willkommen zu heißen.Fazit: Trotz des für mich unpassenden Schreibstils spreche ich eine Leseempfehlung aus für das Buch, was Licht und Schatten erfolgreich verbindet und auf die heutige Zeit bezieht.

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  • Neue Brücken anstatt Barrieren

    Im Jahr der Brandzeichen

    camilla1303

    08. April 2017 um 18:33

    Der Roman „Im Jahr der Brandzeichen“ von Vera Forester ist 2016 erschienen. Zwei Sprengstoffattentate erschüttern eine rheinische Stadt. Wolff, ein bekannter Rechtsradikaler wird verdächtigt, jedoch kann man ihm die Tat nicht beweisen. Krista, eine junge, deutsche Kamerafrau und Maxim, ein russischer Student sind gerade mit dem Leben davongekommen. In weiterer Folge entwickelt sich eine große Liebe zwischen den beiden Protagonisten. Labib, ein Flüchtling aus Palästina wird als Täter des zweiten Anschlags gestellt und zum Arbeitsdienst verurteilt. In ihrem Roman schreibt Vera Forester eine fiktive Geschichte über vier Charaktere, die nicht unterschiedlicher sein können. Durch ihre präzise Schreibweise bekommt man als Leser aber das Gefühl eine Dokumentation zu verfolgen. In die Geschichte ist viel Hintergrundwissen über Geschichte und Religion eingeflossen, so dass man das Gefühl hat, ein spannendes Sachbuch in Händen zu halten. Sehr verwundert hat es mich, dass man durch ihre Erzählweise Empathie für alle vier Charaktere aufbaut. So konnte ich auch Wolff, den fanatischen Anführer der „Stadtkameradschaft“ positive Eigenschaften abgewinnen. Sympathien für einen Rechtsradikalen wären mir vor der Lektüre als völlig absurd vorgekommen. Eines ist sicher, der Autorin, Vera Forester, ist es gelungen ein spannendes und aktuelles Buch über Toleranz zwischen den Religionen zu schreiben, ohne dabei Klischees zu bedienen oder zu bewerten. Für mich eine absolute Leseempfehlung.

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  • Leben und leben lassen

    Im Jahr der Brandzeichen

    rewareni

    19. March 2017 um 09:30

    Krista , angehende Kamerafrau, ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Ein Sprengstoffattentat, bei dem sie als einzige Deutsche verletzt wird, sorgt für Aufregung. Die anderen Verletzten stammen aus slawischen Ländern, so auch der Russe Maxim,  den sie im Spital kennen lernt. Seltsame Fragen der Polizei ob sie Juden, Nazi´s oder Araber kennt verwirren Krista und schon bald gibt es den nächsten Anschlag, dieses Mal auf eine Synagoge. Als Täter wird der 19 jährige Flüchtling Labib aus Palästina ausgeforscht, der im Zuge des Täter- Opfer- Ausgleichs als Hilfsarbeiter in der jüdischen Gemeinde in einem Seniorenheim arbeiten muss. Dort lernt er Maria kennen, deren Lebensgeschichte auch sein Leben für die Zukunft verändern wird. Wolff, ein eigen ernannter guter Deutscher aus der rechten Szene versucht immer wieder zu provozieren mit Parolen und Störaktionen, wo er von der Polizei und Presse immer die Aufmerksamkeit bekommt die er sich erhofft hat. Eine überraschende Einladung an ihn und der Hoffnung, dass er als aussteigewilliger Rechtsextremer gemeinsam mit Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen sowie mit Profi Tänzern gemeinsam ein Ballettstück einzustudieren soll, bringt Wolff´s  Leben und Weltanschauung gehörig durch einander.  Die Beziehung zwischen Maxim und Krista ist geprägt von Höhen und Tiefen und erst die Rückkehr Maxim´s aus Afghanistan, wo er wirkliches Leid, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung kennen lernt, weiß er, dass er ohne Krista nicht mehr leben möchte. Vera Forester hat mit ihrem Roman ,, Im Jahr der Brandzeichen´´ eine aufwühlende Geschichte erzählt. Es beginnt alles ganz harmlos und zeigt an Banalitäten, wie schnell sich ein Leben verändern kann. Ein manchmal eigenwilliger Schreibstil  lässt eine Intensität verspüren die tief in den Leser eindringt. So werden Szenen, Gedanken oder auch Handlungen immer mehr gesteigert, bis es wieder zu einem Knalleffekt kommt. Es werden aber auch sehr kritische Gedanken geäußert, die durchaus aktuell sind.  Nazi Sympathisanten, die  Angst um ihre Arbeit haben, da die Ausländer ihnen diese wegnehmen. Juden, die verfolg, vertrieben und verachtet werden.  Politische Machtkämpfe, ohne Rücksicht auf Verluste . Oder Klimakatastrophen, die immer aktueller werden. Die Autorin geht hart ins Gericht mit Vorurteilen und scheut sich nicht unangenehme Themen offen anzusprechen und aufzuzeigen. Es ist immer wieder ein Teufelskreis der anhand von Flüchtlingen zeigt wie schwer es ist sich zu integrieren, wenn man keine Arbeitserlaubnis bekommt, immer darauf warten ob der Asylantrag, oft erst nach Jahren, genehmigt oder abgelehnt wird. Immer in Angst und Sorge leben. Die Protagonisten leben von ihren Gedanken und Gefühlen und man leidet als Leser mit, wenn man deren Hilflosigkeit und Desillusion spürt. Man bekommt als Leser auch Einblicke in geschichtliche Ereignisse, die einem erklären, warum gewisse Abneigungen und Hass gegenüber anders Gläubiger heute immer noch aktuell sind. Das Buch baut eine Brücke zwischen Hass und Vergebung und zeigt, dass verschiedene Menschengruppen durchaus im gegenseitigen Respekt zusammen leben können.

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