Vera Friedländer

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Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander

Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander

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Erschienen am 15.08.2016
Man kann nicht eine halbe Jüdin sein

Man kann nicht eine halbe Jüdin sein

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Erschienen am 01.08.2008
Fliederzeit

Fliederzeit

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Erschienen am 01.02.2012
Späte Notizen

Späte Notizen

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Erschienen am 18.08.2016
Zwei Frauen in Südfrankreich

Zwei Frauen in Südfrankreich

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Erschienen am 14.02.2014
Alfred Wohlgemuth. Ein unbesungener Held

Alfred Wohlgemuth. Ein unbesungener Held

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Erschienen am 23.02.2018

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Rezension zu "Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander" von Vera Friedländer

Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander
Pixibuchvor einem Jahr

Vera Friedländer, Halbjüdin, wird im Krieg zur Zwangsarbeit verpflichtet. Dort muß sie Schuhe aussortieren, die karrenweise abgeliefert wurde. Bald aber erfährt sie, dass dies Schuhe von Juden sind, die in den KZs umgebracht wurden. Ich dachte mir, dass in diesem Buch über das Leben von Vera berichtet wird und ihre Arbeit bei Salamander. Aber darauf wird nur sehr kurz eingegangen. Der wesentliche Teil des Buches befaßt sich mit der Firma Salamander, die Entstehung, die Position im Dritten Reich, ihre Aktionäre, Geschäftsführer usw. Dabei wurden die jüdischen Mitinhaber still und leise verabschiedet. Die Firma harmonierte mit dem Dritten Reich und machte gute Geschäfte. Jedoch nach dem Krieg wurde das alles vehement bestritten, sogar dass sie ein großes Reparaturlager hatten, wo Zwangsarbeiter waren. Im Buch sind viele Originaldukomente abgedruckt, so dass man sich die damalige Geschäftstaktik gut vor Augen führen kann. Mir war das alles etwas zu trocken, zu betriebswirtschaftlich, denn ich hätte mir darunter eher einen Roman vorgestellt.

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MyriamErichs avatar

Rezension zu "Die Kinder von La Hille" von Vera Friedländer

"Mais le sentiment de sécurité, lui, ne revint pas."
MyriamErichvor 3 Jahren

Vom Leben unter dem Vichy-Regime schreibt er, von einem Leben in Fesseln und doch in Freiheit, von Leid und Schmerz, von einem Leben zwischen Trauer und Frohsinn, Hoffnung und Angst, Wagemut und Resignation.

Eindrucksvoll beschreibt der junge Steiger sein Leben in Südfrankreich, wo er, zusammen mit Mitarbeitern das Roten Kreuzes, unter Einsatz seines Lebens Kinder betreut und sie vor ihrem Schicksal bewahrt: der Deportation in die berüchtigten deutschen Konzentrationslager.

Die Stimmung in dem Buch ändert sich mit jedem Kapitel. Von Himmel hoch jauchzend bis zu Tode betrübt erfährt der Leser diese wunderbare Geschichte mit einer rein emotionalen Achterbahn. Der Autor bringt den Leser zum Schmunzeln, wenn er etwa von den allabendlich stattfindenden Untersuchungen der Kinder berichtet oder etwa von dem Versuch, das Klassenzimmer im Winter auf eine erträgliche Temperatur zu heizen.

Was das Buch so besonders macht: Es handelt sich hierbei keineswegs um eine erfundene Geschichte. Vielmehr ist es ein lebendiger Zeitzeugenbericht, der dem Leser die damaligen Ereignisse schildert und ihm die bedrückenden und verstörenden Tatsachen ohne Fantasie vor Augen führt. Man lacht, wenn Francois mal wieder nicht richtig mitsingt, man erfreut sich an der Ausgelassenheit der Kinder, genießt die beschriebenen sommerlichen Ausflüge und amüsiert sich über Onze und Co.

Wie ein Märchen erscheint es und doch wird der Leser nicht allzu selten mit der Wahrheit konfrontiert. Wie der Glockenschlag bei Cinderella, so hallt auch die Realität duster durch den Fröhlichkeit und bricht in das Märchen ein. Das Schloss wird plötzlich zu einem dunklen Gefängnis, das die Kinder vor einem noch dunkleren Schicksal bewahrt. Die Mitarbeiter, die sich doch so sehr um das Wohl "ihrer" Kinder bemühen, werden zu hilflosen Menschen, denen hin und wieder die Hände gebunden sind und die eine große Last auf ihren Schultern tragen, während die fröhlichen keinen Könige und Prinzessinnen, die das Schloss bevölkern, zu einer bedrohten Art werden. So erlebt der Leser nicht selten einen emotionalen Schlag, wenn eins der Kinder bei einem Fluchtversuch geradewegs in die Arme der Deutschen läuft.

Besonders die beigefügten Tagebucheinträge und Briefe einiger Kinder verleihen dem Ganzen eine besondere Authentizität.

Fazit: Ein durchweg wunderbares Buch, authentisch, emotional und wahr. Für alle, die sich für Geschichte und Zeitgeschehen interessieren.

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