Vera Kühne Grenzenlos

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Inhaltsangabe zu „Grenzenlos“ von Vera Kühne

Mazedonien, Haiti, Sudan, Papua-Neuguinea, Afghanistan: Die Chirurgin Vera Kühne hat vielen tausend Menschen in den Krisengebieten unserer Erde geholfen. Angefangen hat alles mit einem Engagement bei Ärzte ohne Grenzen, später kamen Einsätze für den Malteser Auslandsdienst, das Internationale Rote Kreuz und andere NGOs dazu, bis sie schließlich bei der Bundeswehr anheuerte und als Stabsärztin Dienst in Afghanistan tat. Die Kraft für dieses anstrengende Leben schöpft sie aus ihrem christlichen Glauben. Grenzenlos ist die Geschichte einer selbstbewussten und starken Frau, die dem bürokratisierten Medizinbetrieb in Deutschland immer wieder den Rücken kehrt und dort hilft, wo sie ihren Beruf mit Leidenschaft ausüben kann – mutig, zupackend und von unerschütterlicher Zuversicht.

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  • Adrenalin und moralische Verpflichtung

    Grenzenlos

    Gospelsinger

    19. July 2013 um 00:03

    „Ich bin ein Typ für den Ausnahmezustand“, sagt die Ärztin Vera Kühne über sich selbst und hat sich daher für die Notfallmedizin entschieden. Vera Kühne steht dazu, dass sie den Nervenkitzel liebt, das Leben in all seiner Kraft und Vielfalt erleben will und nach eigener Aussage ein „Adrenalinjunkie“ ist. Es verwundert nicht, dass der bürokratische deutsche Klinikbetrieb nicht das Richtige für diese Frau ist, die sich von Chaos angezogen fühlt und daher nicht lange nach der Approbation auf Auslandseinsätze gegangen ist. Jedoch nicht nur, um das Leben intensiver zu erleben, sondern – und das macht sie mir sympathisch – aus einer moralischen Verpflichtung heraus. „Wir, in den reichen Ländern, dürfen nicht mehr nehmen, als wir geben. Ich hatte immer das Gefühl, etwas zurückgeben zu müssen, mich nicht in meinem bequemen, angenehme Leben hier in Europa einschließen zu können“. Ihre erste Station war der Sudan, ein Land, das ihr von der ersten Minute an alles abverlangt hat. Einarbeitungszeit? Keine. Erfahrener Arzt vor Ort, der die schwierigen Fälle übernimmt? Fehlanzeige. Medizinische Geräte, Medikamente, ein OP-Saal? Nicht vorhanden. Dafür aber mehr Patienten, als aufgenommen werden könnten, und Fälle, die kaum zu ertragen sind. Besonders schlimm waren die Umstände, unter denen Geburtshilfe geleistet werden musste. Eine Frau erreichte das Krankenhaus erst nach drei Tagen unter Wehen, da hatte der Kopf des toten Kindes ihr bereits das gesamte Gewebe im Unterleib zerstört, mit fatalen Folgen. In einem anderen Fall musste das unter der Geburt gestorbene Kind zerstückelt werden, um es aus dem Körper der Mutter zu entfernen. Beide Fälle hätten nicht so drastisch ausgehen müssen, wenn es im Sudan eine funktionierende Gesundheitsversorgung gäbe. Aber es gab auch schöne Erlebnisse, und Vera Kühne war unter anderem begeistert von Mangos und von ihrem Aufenthalt in Ghana (von dem sie leider nicht viel erzählt). Nach einem Einsatz in Papua-Neuguinea und einer Auszeit in Taizé hat Vera Kühne sich bei der Bundeswehr verpflichtet und wurde in Afghanistan eingesetzt. Ein Einsatz, der sie vor ein ethisches Dilemma stellt, weil immer zwei Notfallbetten frei bleiben müssen, auch wenn sie gerade dringend für einen Einheimischen gebraucht würden. Die eigenen Soldaten gehen vor. Auch beim Erdbeben in Haiti war Vera Kühne vor Ort, um den Menschen zu helfen. Die Arbeit im deutschen Gesundheitssystem dagegen ist Vera Kühne immer mehr verleidet. Nicht nur die Bürokratie stört sie, sondern vor allem das sogenannte Qualitätsmanagement, das dazu führt, dass Kliniken als Firmen betrachtet werden und die Wirtschaftlichkeit über das Wohl der Patienten geht. Dieses Buch ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven, es zeigt allzu authentisch die Realität. Besonders gefallen hat mir, dass es in diesem Buch um die Sache geht, nicht um eine Selbstbeweihräucherung. Vera Kühne schreibt spannend, kompetent und humorvoll, mit der Fähigkeit zur Selbstkritik und ungeschönt.

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