Vera Kissel

 4 Sterne bei 59 Bewertungen
Autorin von Die Glückssucher, Was die Welle nahm und weiteren Büchern.
Autorenbild von Vera Kissel (© Victor Malakhov / Quelle: Autor)

Lebenslauf

Vera Kissel ist im Odenwald geboren und im Ruhrgebiet aufgewachsen. Sie hat an der Universität Dortmund Journalistik studiert und schreibt Theaterstücke, Drehbücher, Gedichte und Kurzgeschichten, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. "Was die Welle nahm" ist ihr erstes Jugendbuch, mit dem sie 2012 für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis nominiert war. Der Roman soll fürs Kino verfilmt werden, Vera Kissel schreibt das Drehbuch. Ihr zweiter Jugendroman "Die Glückssucher" erschien 2015. Im selben Jahr kam auch ihr erster Erzählband "Mantelprobe" heraus. Vera Kissel lebt und arbeitet in Potsdam.

Alle Bücher von Vera Kissel

Cover des Buches Was die Welle nahm (ISBN: 9783791511108)

Was die Welle nahm

(27)
Erschienen am 21.07.2014
Cover des Buches Die Glückssucher (ISBN: 9783791511184)

Die Glückssucher

(28)
Erschienen am 17.07.2015
Cover des Buches Freischwimmen (ISBN: 9783570311103)

Freischwimmen

(4)
Erschienen am 10.06.2019
Cover des Buches Mantelprobe. Erzählungen. (ISBN: 9783943768459)

Mantelprobe. Erzählungen.

(0)
Erschienen am 16.02.2015

Neue Rezensionen zu Vera Kissel

Cover des Buches Freischwimmen (ISBN: 9783570311103)
RattusExlibricuss avatar

Rezension zu "Freischwimmen" von Vera Kissel

RattusExlibricus
Der Sommer, in dem Lukas der Vergangenheit begegnet – und seinen Frieden mit ihr machen kann

Kategorie: Beziehungsroman | Familie/Freundschaft | Jugendroman

Worum dreht sich die Handlung?: Lukas hat sich den Sommer anders vorgestellt – Schwimmen, vielleicht Annika, das Mächen seiner Träume auf ein Date einladen (wenn er sich je trauen sollte) und mit seinem besten Kumpel abhängen. Beste Voraussetzungen sind eigentlich gegeben, denn seine Mutter ist für ein paar Tage verreist. Aber dann findet er einen Brief, der nicht für seine Augen bestimmt war und plötzlich scheint das Geheimnis um seinen verstorbenen Vater, von dem keiner Reden will, zum Greifen nahe zu sein. Doch bald schon merkt Lukas, dass die Wahrheit für ihn nicht einfach zu ertragen sein wird. Trotzdem will er sie wissen…

Große Themen im Hintergrund: Toleranz, Vergebung, Gute Beziehungsführung

Teilbewertung (Legende *= hat mich nicht überzeugt, **= ausbaufähig, ***=solide/gut zu lesen, ****= sehr gut/klare Empfehlung, *****= exzellent/schwer zu erreichen):


  1. Handlung **°


Die Handlung ist realistisch, trotz einiger ungewöhnlicher Zufälle. Manchmal kann man Dinge schon ein bisschen vorher kommen sehen. Man möchte wissen, wie die Geschichte um Lukas und seine Familie weitergeht, aber es ist kein Buch, das auf Spannung ausgerichtet ist. Hauptsächlich geht es um die Konflikte der Charaktere (Lebendiger wie Toter in Gegenwart und Vergangenheit), um Verarbeitung und das über Bord werfen von Voreingenommenheit sowie das Brechen eines festkristallisierten Schweigens. Am Ende gehen alle Charaktere reifer aus der Geschichte hervor. Irgendwie hat mir manchmal das Ungewöhnliche etwas gefehlt, es gibt viel Drama um eigentlich recht wenig, wobei das vielleicht auch nur meine persönliche Sichtweise ist und in der Situation vielleicht mehr dramawürdigkeit erlangen würde. Am Ende ist trotz allem nicht sehr viel passiert, manche Handlungsstränge verlaufen sehr schnell im Sand.

 


  1. Aufbau ***


Der Aufbau ist linear und ausgewogen. Das spielen mit Motiven ist nicht sehr ausgebaut, aber vorhanden. Manchmal geht es an einigen Stellen zu schnell, aufgebaute Spannung kann sich nicht entfalten, andere lassen sich viel Zeit. Eher ruhig, fließt das Buch zwar vor sich hin, hat aber auch keine unnötigen Längen.

 


  1. Charakterzeichnung **°


Die Charaktere handeln authentisch, wenn auch nicht immer realistisch. Positiv aufgefallen ist, dass der Prozess der Akzeptanz von Dingen, die man eigentlich nicht wahr haben will, gut und ausführlich (wenn auch manchmal sehr beschleunigt) geschildert wird. Nebencharaktere bleiben oft etwas blass und Hauptcharaktere scheinen sich manchmal im Klischee zu verfangen, um dann aber doch wieder daraus auszubrechen. Gerade der Hauptcharakter muss sich mehrfach seinen Vorstellungen von der Vergangenheit, der Welt und seiner eigenen Selbstwertlandschaft stellen und sie verändern. Dieser innere Konflikt ist charakterauthentisch und daher gut geschildert, auch wenn vielen die Identifikationsfläche nicht ganz gegeben sein dürfte. Manchmal werden diese Dinge jedoch auch etwas kurz gehalten oder erledigen sich unrealistisch schnell.

 


  1. Sprache und Stil **°


Mit dem Stil sollte der Hauptcharakter noch greifbarer gemacht werden. Es wird viel mit Ellipsen, Ein-Wort-Sätzen und Wiederholungen gearbeitet, um einen konstanten inneren Gedankenfluss darzustellen. Dies soll die Authentizität erhöhen, wirkt aber manchmal etwas aufgesetzt. Auch finde ich es, vor allem am Anfang, recht anstrengend, vor allem da sehr stark mit diesem Mittel gearbeitet wird. Die Schilderungen an sich sind aber lebendig und von einer gewissen Wärme, was das wieder wettmacht.

 


  1. Zielgruppe(n)


Junge Erwachsene, die kein allzu schweres, aber trotzdem wichtige Themen behandelndes Buch mit Happy End suchen. Man findet hier nicht das große Psychogramm, aber doch eine nette Innenschau. Der Schreibstil ist was für mutige – bestimmt liegt er dem ein- oder anderen besser als mir.

 


  1. Fazit **°


Die Botschaft um offene Kommunikation, Toleranz und Vergebung sowie den Erwerb von Unvoreingenommenheit gegenüber Einzelpersonen auch nach einem schwierigen Start gefällt mir gut, allerdings wird teils viel Drama und in meinem Augen eher undramatische Dinge (und andersherum) gemacht. Die ruhige, positive Grundart zu erzählen tut dem Buch gut. Der Stil ist ein Experiment, das meistens gutgeht, aber auch manchmal etwas unangenehm wird. Charakterinteraktionen sind schön, wenn auch manchmal etwas klischiert. Das Buch war angenehm zu lesen, am Ende hatte ich aber das Gefühl, dass es irgendwie „weniger“ Inhalt war als erwartet.

Cover des Buches Die Glückssucher (ISBN: 9783791511184)
steffi1506s avatar

Rezension zu "Die Glückssucher" von Vera Kissel

steffi1506
Netter Jugendroman mit außergewöhnlichem Schreibstil

Lukas ist 15 Jahre alt, hat seinen Vater verloren und lebt mit seiner Mutter und ihrem neuen Mann zusammen. Im Partner seines Vaters hat er einen guten Freund gefunden, der ihm in guten und in schlechten Zeiten immer zur Seite steht. Lukas verliebt sich in die schöne Kurdin Gülbahar. Doch er ist so schüchtern, dass er nun umso mehr die Unterstützung seines Freundes braucht. Sein Kumpel Birol ist in zwielichtige Geschäfte verwickelt. Lukas erkennt sehr schnell und auf eine harte Art und Weise, was Recht und Unrecht ist und das Menschen durch ein Unglück zusammen geschweißt oder getrennt werden.

Die Autorin Vera Kissel schrieb einen berührenden Roman mit jungen und Protagonisten die unterschiedlicher nicht sein können. Das Gefühlsleben von Lukas ist sehr schön veranschaulicht, doch die Schreibweise ist relativ gewöhnungsbedürftig. Allerdings gewöhnt man sich nach einiger Zeit an diesen Schreibstil. Prinzipiell ist ihr dieser Roman gut gelungen, denn die Persönlichkeiten sind gut beschrieben und erreichen den Leser im Laufe des Buches umso mehr. Auch das Thema ist recht interessant. Besonders Jugendlichen wird dieses Buch bestimmt gefallen.

Empfehlen würde ich das Buch an Jugendliche ab 14 Jahren und Leser die aufgeschlossen für neumodische Schreibstile sind.

Cover des Buches Die Glückssucher (ISBN: 9783791511184)
lion1381s avatar

Rezension zu "Die Glückssucher" von Vera Kissel

lion1381
Rezension: Die Glückssucher von Vera Kissel

Klappentext:

Und wenn man ein Mädchen wirklich liebt, tut man alles was nötig ist. Lügt und betrügt, was das Zeug hält. Das. Ist Verantwortung in der Liebe.

Lukas ist fünfzehn und zum ersten Mal richtig verliebt. Nicht nur verknallt- nein, das hier ist echt. Für dieses Mädchen würde er alles tun. Seine Jacke zerschneiden zum Beispiel. Oder sich mit seinem Kumpel Birol anlegen. Aber die Sache mit der Liebe ist nicht so einfach und überall lauern Gefahren, die das Glück bedrohen. Wozu Lukas wirklich fähig ist, wenn es um die ganz großen Gefühle geht, kann es sich nicht vorstellen. Doch noch in diesen Sommerferien wird er es herausfinden.

Meine Meinung:

Am Anfang bin ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht warm geworden. Gegen Ende konnte ich mich an den besonderen Schreibstil gewöhnen, doch gefallen hat er mir überhaupt nicht.

Mit Lukas bin ich eigentlich von Anfang an gut klar gekommen. 

Lukas Kumpel, Birol fand ich auch ganz okay. Teilweise kam er ein wenig emphathielos rüber, aber in den letzten Kapiteln hat es sich sehr gebessert.

Gülbahar konnte ich auch sehr gut verstehen und auch mit ihr bin ich von Anfang an gut klar gekommen.

Über Lukas' anderen Freund konnte ich die ganze Zeit nur lachen. Er war wirklich albern. Durch ihn wurde das Buch ein wenig aufgelockert.

Bewertung: 

3 von 5 Sternen. Wenn ich könnte würde ich 3,5 Sterne vergeben.

Fazit:

Von Vera Kissel werde ich keine weiteren Bücher lesen, da ich mit ihrem Schreibstil einfach nicht klar komme. Das Buch war ganz gut für zwischen durch, aber erhält keine explizierte Leseempfehlung von mir.

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Die Glückssucher
katja78s avatar
katja78

Glück ist, was im Leben wirklich zählt.

Mit "Die Glückssucher" erscheint nun der Nachfolger zum Buch "Was die Welle nahm" von Vera Kissel.
Die Autorin nimmt sich einem brisantem, emotionalem Thema in ihrem Buch an.
Möchtet ihr auch erfahren, wie es Lukas mit Gülbahar ergeht?
Dann bewerbt euch gleich zur Leserunde!



Lukas, der vor Jahren seinen Vater verlor, hat in dessen Partner einen väterlichen Freund gefunden. Den braucht er auch, denn Lukas ist schüchtern, vor allem, was Mädchen angeht. Sein Kumpel Birol hingegen ist in zwielichtige Geschäfte verwickelt. Doch Lukas interessiert nur die schöne Kurdin Gülbahar - bis ein Unglück geschieht und Lukas erkennen muss, dass manche Katastrophen Menschen verbinden und andere sie trennen.







Bereits erschienen: Was die Welle nahm

Vera Kissel ist 1959 im Odenwald geboren und im Ruhrgebiet aufgewachsen.
Sie hat an der Universität Dortmund Journalistik studiert und als Dramatikerin an verschiedenen deutschen Bühnen gearbeitet.
Für ihre Theaterstücke erhielt sie mehrere Preise und Stipendien. Außerdem schreibt sie Gedichte und Drehbücher.
"Was die Welle nahm" ist ihr erstes Jugendbuch, mit dem sie 2012 für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis nominiert war.
Vera Kissel lebt und arbeitet in Potsdam.


Wir suchen für diesen Band, 20 Leser, die gerne das Buch gemeinsam in einer Leserunde lesen und sich austauschen möchten. Dafür stellt der Verlag 20 Bücher zu Verfügung, wobei wir uns auch über einige Blogger freuen würden.
Solltet ihr also bloggen, dann schreibt uns bei der Bewerbung eure Blogadresse bei.

Bewerbungsfrage: Schildert uns euren Eindruck zum Buchcover & kennt ihr bereits den Titel "Was die Welle nahm"?

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und sind schon sehr gespannt auf eure Einschätzungen.

Die Sommerferien beginnen, schaut auch gleich mal beim Dressler Verlag rein, es erwarten euch tolle Neuerscheinungen.

*** Wichtig ***

Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches

Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt
Gewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

138 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Was die Welle nahm
katja78s avatar
katja78

Erinnert ihr euch noch an den 26. Dezember vor 10 Jahren?

Wo die Welt den Atem anhielt, als ein Erdbeben im Indischen Ozean den  Tsunami auslöste, als die Todeswelle auf Thailand zurast...

Lukas, 14 Jahre alt, hat kaum noch Erinnerungen und doch begleitet ihn das Wissen jede Nacht. Begleitet Lukas - seht was Verschwiegenheit anrichten kann.
Wenn die Wahrheit anders ist, als du glaubst.

Themen wie Verlust und Trauer sind heute noch bei den Hinterbliebenden allgegenwärtig und wird zusammen mit der Tsunami-Katastrophe von 2004 in diesem neuen Buch von Vera Kissel literarisch umgesetzt.


Wenn die Wahrheit anders ist, als du glaubst.

Ausschlafen, schwimmen, rumhängen. Eigentlich könnte der 14-jährige Lukas tun, was er will. Doch zu sehr beschäftigt Lukas der Gedanke an seinen Vater, der beim schrecklichen Tsunami vor zehn Jahren ums Leben kam - und viel mehr noch die Frage, warum niemand über den Vater spricht. Es ist, als hätte es ihn nie gegeben. Auf der Suche nach einer Erklärung entdeckt Lukas etwas, das ihn zunächst völlig aus der Bahn wirft.




Empfohlenes Lesealter: ab 13 Jahren

Zur Autorin

Vera Kissel ist 1959 im Odenwald geboren und im Ruhrgebiet aufgewachsen.
Sie hat an der Universität Dortmund Journalistik studiert und als Dramatikerin an verschiedenen deutschen Bühnen gearbeitet.
Für ihre Theaterstücke erhielt sie mehrere Preise und Stipendien. Außerdem schreibt sie Gedichte und Drehbücher.
"Was die Welle nahm" ist ihr erstes Jugendbuch, mit dem sie 2012 für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis nominiert war.
Vera Kissel lebt und arbeitet in Potsdam.


Ich suche für dieses anspruchsvolle Buch 20 Leser für eine Leserunde.
Blogger können sich gerne mit Bloglink bewerben.

Bewerbungsfrage: Sag uns, warum du gerne dieses Buch lesen möchtest.


Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

                        Katja von Ka-Sas Buchfinder

Schaut doch mal ins aktuelle Programm vom Dressler Verlag, vielleicht findet ihr dort die Lektüre, um den Sommer einzuleiten .


*** Wichtig ***
Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind.
Nehmt doch einfach euer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber.
Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf

*Der Erhalt des Rezensionsexemplares verpflichtet zur Teilnahme in der Leserunde (posten und den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches)

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