Vera Nentwich Rausgekickt: Blaue Vögel

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Inhaltsangabe zu „Rausgekickt: Blaue Vögel“ von Vera Nentwich

Unermüdlich arbeiten die Schicksalsboten Null-Neun und Eins-Zwo daran, Paare zusammenzubringen. Auch Mechthild sollte mit ihren 44 Jahren längst den Mann an ihrer Seite gefunden haben. Doch ständig dem tyrannischen Vater ausgesetzt, stolpert sie ängstlich durch ihr Leben und Katastrophen pflastern ihren Weg. Ihre Unfälle behindern schließlich sogar die Arbeit der Schicksalsboten. Sie müssen handeln. Als sie Mechthild betäubt in einen Zug setzen, um sie aus der Schusslinie zu bringen, entpuppt sich das für Mechthild als eine glückliche Fügung. Der Damen-Kegelclub "Die flotten Bienen" könnte ihre Rettung aus ihrem tristen Alltag sein. Eine Geschichte über die Angst, die das Glück behindert, und die Kraft der Musik.

Ein Feel-Good-Buch, aber überzeichnet

— EvyHeart

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    Rausgekickt: Blaue Vögel

    EvyHeart

    06. September 2017 um 22:50

    "Blaue Vögel" ist eines der Bücher, die zwei Jahre angefangen auf meinem Stapel lagen. Ich lese Veras Blog seit langer Zeit und wollte das Buch lesen, um zu sehen, wie die Frau, die ihren Weg als Selfpublisherin so offen beschreibt, als Autorin schreibt. Nach den ersten Seiten geriet das Buch in Vergessenheit und erst nach einigen Zufällen habe ich es beendet. Fazit am Anfang: Es ist ein sehr besonderes Buch. Wer ist Vera Nentwich? Vera Nentwich wurde 1959 geboren und hat Verfahrenstechnik studiert. Heute betreibt sie eine Unternehmensberatung. Seit 1994 lebt sie ihre kreative Seite aus und hat 2012 ihren ersten Roman "Rausgekickt: Weiße Sterne" veröffentlicht. Es folgten "Rausgekickt: Blaue Vögel", "Tote Models nerven nur", "Liebe vertagen, Mörder jagen" und im Juni 2017 "Tote machen Träume wahr" Seit Dez. 2016 sitzt sie außerdem im Vorstand des Selfpublisher-Verbandes.Vera Nentwich stellt ihren Lesern verschiedene Infos zu den Bücher zur Verfügung und bezieht sie in Entscheidungen ein. Die Leser durften z.B. über die Titel der vergangenen Bücher abstimmen. Aktuell nutzt sie die "Snipsel"-App bzw. die "Sonntagsstückchen", um ihre Leser am Schreibprozess des neuen Buches teilhaben zu lassen. Worum geht es in "Blaue Vögel"? Mechthild ist ein vorbildlicher Pechvogel. Bzw. sie löst aus Angst, etwas falsch zu machen, ständig Katastrophen aus. Dabei kommt sie zwei Schicksalsboten in die Quere, die eine Blumenhändlerin mit einem Mann verkuppeln wollen. Ähnlich wie Mechthild verstärken die beiden mit jedem Versuch, die Frau zu verkuppeln, die Katastrophen. Sodass die schüchterne Mechthild aufblüht und sogar einen Mann findet. Aber: Ist das nicht zu schön, um wahr zu sein?"Blaue Vögel" ist die Fortsetzung zu "Weiße Sterne", kann aber unabhängig davon gelesen werden. Ich hatte kein Problem mit der Geschichte, nur die Engel als Nebenfiguren waren mir nicht so vertraut. Die Charaktere Mechthild ist eine introvertierte Archivarin, die oft Angst und das Gefühl hat, nicht akzeptiert zu sein. Ihre ständigen Selbstzweifel lösten in mir Beklemmung aus, die sich zu Wut steigerte. Warum eine Figur so (unnatürlich) schüchtern gestalten? Die Antwort fand ich im Laufe des Buches: Weil Mechthild zeigt, was manche sich nicht trauen: schwach zu sein, ängstlich zu sein. Oft denken wir im Alltag an das Schlimmste, das passieren kann, aber wir verdrängen die Gedanken, weil wir "stark" sein müssen. Mechthild spricht diese Gedanken klar aus. Und meist ist die Katastrophe tatächlich so schlimm, wie sie sich sie in Gedanken ausmalte. Das Buch zeigt auch: Es gibt Menschen, die einen unterstützen. Das macht die Geschichte märchen- und fabelhaft.Die Ursache Mechthilds Ängsten (eine Mutter, die ihr nichts zutraut und ein herrischer Vater, der nach dem Tod der Mutter unter Verlustängsten leidet und noch erniedrigender wird) wirken auf mich zu klischeehaft, aber sie passen gut zur Geschichte.Ich konnte mich gut mit Mechthild identifizieren, weil sie trotz ihrer sozialen Ängste gereift ist: Sie hat einen Job und weiß, dass sie gut darin ist. Sie geht nicht planlos durch's Leben, sie will durch ihre Arbeit Anerkennung bekommen.Die Engel bilden den zweiten Handlungsstrang und wirkten auf mich nicht greifbar. Ich konnte sie unterscheiden, weil einer vernünftiger und der andere leidenschaftlicher ist. Aber sie waren nicht so witzig, wie ich gedacht hatte. Ihre Vorgeschichte wurde erklärt, aber mir fehlte eine Einleitung. Der Schreibstil Mit dem Schreibstil hatte ich starke Probleme, weil er personal wirkt, aber distanziert. Der Erzähler scheint die Figur liebevoll zu beobachten, wie eine Mutter. Dadurch konnte ich mich nicht in ihre Gedanken fallen lassen, sondern fühlte mich wie ein Zuschauer, der einer Figur auf ihrer Heldenreise zuschaut. Das positive Gefühl Das Buch hinterlässt ein gutes Gefühl, weil es zeigt, dass man trotz seiner Schwächen glücklich sein kann. Es hat mich gefreut, dass sie Freunde fand und im richtigen Moment "Nein" gesagt hat. Im Gegensatz zu anderen Heldinnen fühlt sich Mechthild nicht einem "Schicksal" ausgeliefert, sondern sie nimmt ihr Leben in die eigene Hand. Fazit "Blaue Vögel" ist ein einzigartiges Buch. Die Geschichte und die Figuren wirken, als hätte man die Sättigung und den Kontrast erhöht. Soweit, dass es sogar Klischees übersteigt. Der Text wirkt durchdacht bis kontrolliert und der Schreibstil in seiner Distanz anfangs nervig. Wenn man sich darauf einlässt, dass er eine leidenschaftliche Übertreibung ist, dann ist der Text sehr schön. Dann merkt man, dass jeder ein bisschen glücklich sein kann. "Blaue Vögel" ist ein Werk, das nicht jedem gefallen wird, weil es anders ist. Aber ich hatte viel Freude damit!

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