Vera Pein

 4,2 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor*in von 60 Mal Mama.

Lebenslauf

Vera Pein, geboren 1957, arbeitete ursprünglich in der Tourismusbranche, bevor sie als Pflegemutter mit dem Jugendamt zusammenarbeitete. Durch einen Glücksfall fand sie in der Nähe von München einen Bauernhof, auf dem sie mit ihren eigenen zwei Kindern und den ihr anvertrauten Schützlingen lebt. 2013 erhielt sie den Integrationspreis der Regierung von Oberbayern für ihr Engagement.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Vera Pein

Cover des Buches 60 Mal Mama (ISBN: 9783426214688)

60 Mal Mama

 (5)
Erschienen am 04.11.2019

Neue Rezensionen zu Vera Pein

Cover des Buches 60 Mal Mama (ISBN: 9783426214688)
KleineLulus avatar

Rezension zu "60 Mal Mama" von Vera Pein

Ein wundervolles Buch
KleineLuluvor einem Jahr

In "60 Mal Mama" erzählt Vera Pein ihre Lebensgeschichte als Pflegemutter. Sie selbst hat zwei eigene Kinder mit denen sie von Italien nach Deutschland zurückkehrt. Zu Beginn erzählt sie erst über ihre eigenen Schicksalsschläge und dann über die ihrer Pflegekinder. Ihr Haus war immer voll und immer gab es neue Hürden zu bewältigen. Die Schicksale die sie beschreibt fesseln, beeindrucken und lassen einen mitfühlen. Oft fragt man sich, wie man selbst gehandelt hätte. Aber Vera Pein berichtet auch darüber wie sie Situationen und den Alltag meistert. Gibt Tipps für Mütter und Väter. 

Interessant fand ich auch den Rückblick zu den Anfängen und dem Jetzt. Haben sich die Kinder im Laufe der Zeit so verändert? Was hat sich im Jugendschutz getan? Und auch der Blick auf das Jugendamt, zeigt welche Widrigkeiten die Mitarbeiter sich stellen müssen und das es nicht immer der "Feind" ist!

Rundum ein sehr gelungenes Buch in dem ich mich oft wiedergefunden habe. Ich finde auch, das jeder Erwachsene ein Stück Kind sein in sich behalten sollte. Da wir uns selbst mit dem Thema Pflegeeltern beschäftigen, finde ich dieses Buch gibt einen sehr guten Einblick in den Alltag. 

Abschließend muss ich Frau Pein noch recht geben, wenn es um den Stellenwert in der Gesellschaft geht. Diese Aufgabe wird nicht genügend gewürdigt und auch was die Absicherung angeht, müsste sich noch einiges tun. Nicht desto trotz, ist es gut das es solche Menschen gibt, die diese kleinen Wesen auffangen und eine Perspektive geben!

Cover des Buches 60 Mal Mama (ISBN: 9783426214688)
buchfeemelanies avatar

Rezension zu "60 Mal Mama" von Vera Pein

tolle Frau
buchfeemelanievor 2 Jahren

Genre: Erfahrungsbücher

Erwartung: Bewegende Schicksale und mehr über das Leben als Pflegemama

Meinung:

Der Schreibstil ist gut und die Kapitel sind nicht zu lang.

Zuerst einmal finde ich die Arbeit von Vera toll! Ich bin auch von ihrer Grundeinstellung begeistert. Sie nimmt die Kinder an, agiert nicht gegen die Eltern und gibt sich viel Mühe. Und das macht sie toll!

Allerdings finde ich viel zu wenig in dem Buch. Zu wenig Infos über das System Pflegekind und vor allem zu den Kindern selbst. Es ist sehr oberflächlich gestaltet. Dann wird wieder später auf ein Kind zurück gegriffen und etwas mehr dazu erläutert. Aber es war mir insgesamt deutlich zu wenig. 

Der Alltag der Pflegemutter wurde recht gut geschildert. 

Die Begegnungen sind auch sehr neutral geschildert, sodass ich emotional nicht berührt war.

Fazit: Leider nur 3 Sterne von mir

Cover des Buches 60 Mal Mama (ISBN: 9783426214688)
sommerleses avatar

Rezension zu "60 Mal Mama" von Vera Pein

Ein berührendes Buch über eine starke Frau
sommerlesevor 5 Jahren

Das Buch "60 Mal Mama" handelt von der Pflegemutter Vera Pein und wurde geschrieben von ihn und Shirley Michaela Seul. Die romanhafte Biografie erscheint im Knaur Verlag.

Die wahre Geschichte einer sechzigfachen Pflegemutter, die mit dem Jugendamt zusammenarbeitet und Kindern Liebe und Geborgenheit schenkt. Vera Pein ist eine beeindruckende Frau, die spürt, was Kinder brauchen und sie darin unterstützt, starke Persönlichkeiten zu werden.
 

"Ich möchte meinen Kindern Flügel verleihen, damit sie selbst fliegen können. Zwischendurch können sie immer wieder gern bei mir, bei uns landen." Zitat Seite 194

Gewalt, Flucht oder Verwahrlosung sind Tagesthemen in den Nachrichten, die Leidtragenden sind häufig Kinder, die hilflos diesen Problemen ausgesetzt sind. Wenn Kinder ihre Mutter brauchen, aber ihre eigene nicht ausreichend für sie da sein kann, ist die Möglichkeit einer Pflegemutter die beste Sache der Welt. Diesen Kindern muss man einfach Wärme und Geborgenheit schenken und sie aus dieser für sie schwierigen Situation auffangen. Dafür sucht das Jugendheim Pflegefamilien und Pflegemütter. Vera Pein ist so eine Pflegemutter, sie hat in über dreißig Jahren die Erfahrung mit 60 Schützlingen gemacht und erzählt in diesem Buch ihre negativen und positiven Erlebnisse, ihre Gedanken und die Nöte und Probleme, die sie mit den Behörden oder den Eltern der Kinder erfahren hat. Sie wollte ihre Mutterliebe auch für Pflegekinder ausüben, dabei half ihr das Gespür dafür, was in den Kindern vorging und im Buch erklärt sie an praktischen Beispielen, wie sie die Ängste und Verzweiflung ihrer Schützlinge überwinden konnte und auf die kindlichen Bedürfnisse einging. 

 

Dieses Buch liest sich sehr aufschlussreich, bewegend und interessant. Man merkt Vera Pein ihre Liebe für Kinder an, sie setzt sich für ihre Schützlinge ein und versucht, für sie das Bestmögliche zu erreichen. Manchmal bleiben die Kinder nur für kurze Zeit bei ihr, selbst dann räumt sie den leiblichen oder Adoptiveltern die vorrangigen Rechte ein und hängt sich nicht unnötig an die Kinder, sondern gibt ihnen Flügel.

Man unterscheidet zwischen Bereitschaftspflege, Kurz-, Lang- und Vollzeitpflege, die Gründe für die Vergabe in Pflegefamilien sind vielseitig, die Zahlung der Aufwandsentschädigung von den Jugendämtern klar geregelt. Je nach Alter des Kindes fliessen etliche Euro, ein lukratives Geschäft für Mehrfachpflegende und das bietet auch kriminellen Machenschaften Platz. Die Überprüfung durch Sozialarbeiter ist daher wichtig, vor allem für das Kindeswohl. Zu den gesetzlichen Vorgaben der Überprüfung hätte ich gern etwas mehr gelesen. Es wurde nur am Rande erwähnt. 


Insgesamt hat mich dieses Buch berührt, mir gezeigt, wie wichtig doch eine enge Bezugsperson oder Familie mit viel Wärme und Geborgenheit für Kinder ist. Man kann dieser Frau nur mit Achtung begegnen, ihr Leben ist auf alle Fälle durch die vielen Kinderherzen reicher geworden. 


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