Verena Carl

 3.6 Sterne bei 105 Bewertungen
Autorin von Die Lichter unter uns, Der Himmel über New York und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Verena Carl

Verena Carl wird Ende der Sechziger Jahre in Freiburg im Breisgau geboren und zieht 1989 mit zwanzig Jahren für ihr Studium nach München. 1994 schließt sie ihr BWL-Studium an der FH mit Diplom ab und macht anschließend ein Volontariat bei einem Zeitschriftenverlag und eine Ausbildung an der DJS. Ab 1997 arbeitet sie zunächst als freie Journalistin für verschiedene Zeitschriften, als sie 1999 nach Hamburg zieht ist sie wieder fest angestellt. 2004 schließlich macht sie sich endgültig selbstständig. Sie entdeckt ihre Liebe zu Geschichten über Poetry Slams und veröffentlicht 1999 ihr erstes Buch, „Herzklopfen im Cyberspace“. 2001 erscheint ihr bekannter Roman „Lady Liberty“, in dem es um die 19-Jährige Jenny geht, die es nach dem Abitur nach New York verschlägt. Ihr Vater spendiert ihr den Flug, damit sie sich darüber klar werden kann, in welche Richtung ihr Leben gehen soll. Jenny lernt jedoch bald Leroy kennen und erlebt mit ihm die ausgefallenen Seiten New Yorks. Dabei lernt sie mehr über sich selbst und muss sich schließlich entscheiden, was sie wirklich will.

Neue Bücher

Die Lichter unter uns

 (48)
Neu erschienen am 26.06.2019 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

Alle Bücher von Verena Carl

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Cover des Buches Die Lichter unter uns (ISBN:9783596702374)

Die Lichter unter uns

 (48)
Erschienen am 26.06.2019
Cover des Buches Der Himmel über New York (ISBN:9783522502511)

Der Himmel über New York

 (32)
Erschienen am 15.07.2011
Cover des Buches Irgendwie, irgendwann (ISBN:9783492254298)

Irgendwie, irgendwann

 (12)
Erschienen am 24.08.2009
Cover des Buches Wer reinkommt, ist drin (ISBN:9783821861166)

Wer reinkommt, ist drin

 (4)
Erschienen am 01.02.2012
Cover des Buches Mein Freund, der Drache (ISBN:9783522178266)

Mein Freund, der Drache

 (3)
Erschienen am 13.07.2006

Neue Rezensionen zu Verena Carl

Neu

Rezension zu "Der Himmel über New York" von Verena Carl

Der Himmel über New York
bookish_summaryvor 7 Monaten

Inhalt:

New York, der Ort, wo die Häuser den Himmel küssen. Wo die bunten Lichter mit den Sternen um die Wette leuchten. Hier möchte Jenny nach dem Abitur ihr eigenes Leben beginnen. Hier lernt sie den geheimnisvollen Leroy kennen, der ihr zeigt, wo das Herz der Metropole schlägt. Im Rhythmus der Klubs und der Poetry-Slammer,
die wie Leroy ihre Geschichten von der Straße erzählen. Jenny verliebt sich leidenschaftlich in diese Stadt und in den gut aussehenden Leroy. Doch die aufregende Fassade New Yorks kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass alles seinen Preis hat. Denn daheim wartet Jennys Freund Max auf sie. Und auch Leroy hat eine dunkle Seite.

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich schon mal sehr neugierig gemacht, da New York einer meiner liebsten Städte ist und ich außerdem ein großer Fan von Poetry Slam bin. Leider hat das Buch aber nicht ganz meine Erwartungen erfüllt, da es meiner Meinung nach keinen wirklichen Höhepunkt gab und alles nur so vor sich hinplätscherte.
Der Einstieg in das Buch ist mir aber leicht gefallen, da die Autorin sehr anschaulich das Geschehen und die Umgebung beschrieben hat. Ich war auch schon sehr gespannt wie es weiter gehen würde und konnte das Buch vorerst nicht aus der Hand legen. Jedoch begann es sich ungefähr ab der Hälfte zu ziehen und ich habe darauf gewartet, dass noch etwas passiert, was leider nicht so ganz der Fall war.
Die Protagonistin war mir auch nicht ganz so sympatisch, da sie sich für ihr Alter etwas unreif und naiv benahm und auf mich auch ein bisschen verzogen wirkte. Sie hat beispielsweise einige Entscheidungen getroffen, die ich nicht nachvollziehen konnte und manchmal habe ich mich gefragt, ob sie überhaupt mal nachdenkt, bevor sie etwas tut. Über Leroy kann ich nicht wirklich viel sagen, da sehr wenig über ihn berrichtet wird und ich das Gefühl hatte, dass er und die Protagonistin fast nie miteinander reden. Dadurch konnte ich auch nicht so ganz verstehen, warum sich Jenny so schnell in ihn verliebt hat und es ging mir auch ein wenig zu schnell.
Was mir aber gut gefallen hat, war, dass das Setting gut beschrieben worden ist und man auch andere Seiten von New York kennengelernt hat.
Das Ende war für mich nicht ganz zufriedenstellend, da man zwar erfahren hat, was die Protagonistin mit ihrem Leben vor hat, aber dennoch einiges offen blieb.

Mein Fazit:

Ein nettes Buch für zwischendurch, dass sich leider etwas gezogen hat und bei dem ein bisschen die Spannung fehlte.

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W

Rezension zu "Die Lichter unter uns" von Verena Carl

Warum geht es den anderen eigentlich meistens besser als mir
WinfriedStanzickvor einem Jahr



Nicht immer, aber nach etlichen Schicksalsschlägen in den letzten Jahren relativ oft, werden in meiner Familie die Fragen gestellt, die diesen Roman durchziehen wie ein roter Faden:
•    Was sind eigentliche meine Träume von meinem Leben
•    Wie habe ich es mir irgendwann vorgestellt und wie sieht es heute aus
•    Gibt es auch ein gelungenes Leben für mich, für uns, obwohl wir viel mehr als die Hälfte schon hinter uns haben
•    Warum geht es den anderen eigentlich meistens besser als mir
„Die Lichter unter uns“ erzählt auf hohem sprachlichem Niveau eine Geschichte von Träumen, Lebensvorstellungen, Krisen und Neuanfang.
Verena Carl erzählt in diesem neuen Roman von Anna. Sie verbringt mit ihrem Mann Jo und den beiden Kindern Judith (10) und Bruno (6) einen zweiwöchigen Urlaub in Taormina auf der italienischen Insel Sizilien. Als Anna und Jo vor langer Zeit während ihrer Hochzeitsreise dort waren, waren sie glücklich. Alles schien romantisch, die Zukunft lag offen vor ihnen.
Voller Geldsorgen und unklaren Zukunftsaussichten erlebt Anna nun, viele Jahre später, die Tage dort und ihr Lebensgefühl als brüchig. Sie schwankt von ganz innen her.

Als sie  Alexander kennenlernt, einen Mann, der ein aufregendes und für Anna total interessantes Leben führt, ein Leben, von dem sie immer geträumt hatte, wird Annas Schwanken existentiell. Anna sieht nicht dessen familiären und existentielle Probleme und spürt nicht, dass auch umgekehrt Alexander sie für ihre Familie bewundert.

Die Zweifel am eigenen Leben werden mit jedem Tag mächtiger. Werden die nächsten sieben Tag alles verändern? Wie werden die Protagonisten  aus dieser Begegnung hervorkommen?  

Verena Carl lässt die Antwort auf diese Fragen, die sich der Leser schon bald stellt, offen, und ist damit überaus realistisch. Denn all das, was bei den Menschen, die sie genau und empathisch beschreibt, aufbricht, wird nicht schnell zu einer Lösung führen.

Abwechselnd aus der Sicht der jeweiligen Protagonisten beschrieben, lässt Verena Carl die Handlung vorantreiben. In der Beschreibung ihrer einzelnen Charaktere ist sie tiefgründig, sie schafft eine Atmosphäre, in der sich der Leser quasi mittendrin wähnt. Nicht nur im schönen Urlaubsort Taormina, sondern in den Seelenlandschaften der Protagonisten selbst.

Denn die eingangs gestellten Fragen sind nicht wenigen Menschen bekannt. Ich glaube, dass sie zumindest zeitweise schon jeden gequält haben. Deswegen zwingt der Roman den Leser auch an vielen Stellen zur Auseinandersetzung mit seinem eigenen Leben, seinen eigenen Bedürfnissen und Sehnsüchten.

Er lässt auch deshalb den Leser nicht los, und beschäftigt ihn lange nach Ende der Lektüre weiter.
 






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Rezension zu "Die Lichter unter uns" von Verena Carl

Atmosphärische Störungen in den Lebensträumen
ninchenpinchenvor einem Jahr

Verena Carl: Die Lichter unter uns – Erstellungsdatum 04.08.2018

 Atmosphärische Störungen in den Lebensträumen

 „Woran liegt es, dass Menschen mit sich hadern, die nach allen äußeren Maßstäben zufrieden sein müssten? Und andere, die alles Recht hätten, ihr Schicksal zu beklagen, strahlen eine Erfüllung aus, von der man sich fragt, woher die das nehmen.“ (Seite 247)

 Worum geht es hier? Es gibt also zwei Gruppen von urlaubenden Protagonisten aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, bzw. Einkommensgruppen. Da ist Annas Familie mit Ehemann Jo und den beiden Kindern Bruno (6) und Judith (10). Sie verkörpern hier die „Armen“, die sich nur eine schäbige Ferienwohnung leisten können in Taormina auf Sizilien. Früher, zu Zeiten der Hochzeitsreise war das anders, da residierte man im feinen Hotel. Jetzt kann man sich das nicht mehr leisten und hadert mit seinem Schicksal, jedenfalls Anna tut das.

Auf der anderen Seite, der Seite der Begüterten, der Seite der vom Schicksal Begünstigten, da findet sich der adlige Alexander mit „studierendem“ Sohn Florian und der schwangeren Zoe (27), von wem auch immer sie schwanger ist, von Alexander oder seinem Sohn, das sei dahingestellt.

Anna fühlt sich zu Alexander hingezogen, ohne natürlich die Feinheiten zu kennen. Denn Alexander ist aus dem Krankenhaus abgehauen (diese Anti-Weißkittel-Passagen fand ich wahrhaft göttlich!!!), er ist krank, will das aber nicht wahrhaben und tut so, als ob nichts wäre. So mutet er sich eine große Wanderung zu, die er in seinem Zustand aber gar nicht mehr bewerkstelligen kann.

Ich verrate hier einiges, aber ich denke nicht, dass es wichtig ist, was genau passiert, vielmehr ist wichtig, wie die Personen empfinden und warum sie das empfinden, was sie empfinden.

Verena Carl blickt schonungslos auf ihre Figuren, erst beleuchtet sie sie, dann seziert sie sie. Man fühlt sich an die Pathologie erinnert, die Körper, alle unverhüllt dem grellen Licht ausgesetzt, jedes schmeichelnde Textil oder Make-up sind nicht mehr vorhanden und nicht gewünscht.

 Schon die beiden ersten Sätze dieses Romans haben es in sich: „Am siebten Morgen fing es an. Das Abrutschen, Absacken, die fast unmerkliche Schieflage.“

 Und so geht es weiter mit den Figuren. Anna (43), die Frau mit der unerfüllten Leidenschaft, sucht und sucht und glaubt letztendlich im Wunschtraum Alexander (52) die Erfüllung zu finden. Endlich hat sie es (fast) geschafft: Man steht an der Bar und raunt sich mehr oder weniger eindeutige Sätze zu. Aber käme sie, die vermeintliche Erfüllung, wäre dann nicht nach kürzester Zeit auch hier wieder alle Leidenschaft passé?

Sie, Anna, stellt sich Alexander nackt vor, „nicht mehr jung, aber stattlich […] Ein Bild, das half gegen das Ziehen in ihr. Besser als Rotwein, besser als ein Tag mit Bruno.“ (Seite 67)

 Oder bringt ein Fast-Unglück Anna endlich dazu, die wahren Werte ihres Lebens zu erkennen und zu schätzen?

 Es gibt viele Sätze im Buch, die mir sehr gefallen, in denen ich wiederfinde, was auch mich bewegt. Auch wenn die Wunderblumen, die Bougainvilleen in Wirklichkeit nicht duften. (Seite 66)

Und ja. „Wir bewerten, was uns passiert. Ob wir es Glück oder Unglück nennen. Wir haben das letzte Wort.“ (Seite 248)

 Mein Fazit: Wer gerne Belletristik liest und möglicherweise auch ohne einen konkreten roten Faden zufrieden sein kann mit durchaus gut geschriebener Lektüre, der mag sich an diesen Roman wagen. Allerdings hätte ein klein wenig mehr wohlwollende Kosmetik diesem Buch und seinen Figuren gut getan. So schwanke ich zwischen 3 und 4 Sternen, runde aber auf.

 

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Gespräche aus der Community

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Wovon träume ich? Was macht ein gelungenes Leben aus? Und – sind die anderen glücklicher als ich?

Es gibt einen Moment im Leben eines jeden Menschen, in dem man sich fragt, ob alles so läuft, wie man es sich vorgestellt hat, ob die Entscheidungen, die man getroffen hat, die richtigen sind. Vor allem aber fragt man sich irgendwann, ob man wirklich glücklich ist.
Wie aus dem Nichts ist plötzlich dieser Moment da. Als Anna, die Protagonistin aus Verena Carls neuestem Roman "Die Lichter unter uns", dann auch noch Alexander begegnet, fängt sie an, ihr ganzes Leben in Frage zu stellen.
Hat euch Annas Geschichte neugierig gemacht? Dann dürft ihr die Leserunde zu diesem bewegenden Buch nicht verpassen!

Zum Inhalt
Anna verbringt ihren Urlaub in Taormina auf Sizilien, mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern. Plötzlich fühlt der Boden sich brüchig an, auf dem sie steht. Sie begegnet Alexander, der das aufregende Leben führt, das sie sich einmal für sich selbst erträumt hatte. Und Alexander? Beneidet er sie um ihr Familienglück? Mit einem Mal wird der Zweifel am eigenen Leben übermächtig, alles steht auf dem Spiel. Sieben Tage können alles verändern.

Lust auf eine Leseprobe?

Zur Autorin
Verena Carl wurde 1969 geboren und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Sie lernte ihr Handwerk an der Deutschen Journalistenschule und schreibt unter anderem für "Brigitte" und "Merian". Sie veröffentlichte zahlreiche Kinderbücher und -hörspiele und eine Reihe von Romanen. Für ihr literarisches Werk wurde sie unter anderem zweimal mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet.

Habt ihr Lust, nach Sizilien zu reisen und zu erfahren, wie es mit Anna und Alexander weitergeht?
Gemeinsam mit S. FISCHER vergeben wir rechtzeitig vor Erscheinungstermin 25 Exemplare von "Die Lichter unter uns" unter allen, die Lust auf den Austausch über diesen Roman im Rahmen einer Leserunde haben und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Ihr möchtet mit dabei sein? Dann verratet uns über den blauen "Jetzt bewerben" - Button*:

Wovon träumt ihr? Was macht für euch persönlich ein gelungenes Leben aus?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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Zusätzliche Informationen

Verena Carl im Netz:

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auf 28 Wunschlisten

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