Die Lichter unter uns

von Verena Carl 
3,7 Sterne bei45 Bewertungen
Die Lichter unter uns
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Positiv (27):
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Schwanke noch vorm Rezischreiben zwischen 3 und 4 Sternen. 3,5 wären richtig.

Kritisch (5):
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Fängt eine Stimmung ein, mit der mir die Identifikation schwer fällt. Nette Sprache, allerdings für mein Empfinden etwas aufgesetzt.

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Inhaltsangabe zu "Die Lichter unter uns"

Wovon träume ich? Was macht ein gelungenes Leben aus? Und – sind die anderen glücklicher als ich?

Verena Carl erzählt mit großer Klarheit und Entschiedenheit von einer existentiellen Situation. Anna verbringt ihren Urlaub in Taormina auf Sizilien, mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern. Plötzlich fühlt der Boden sich brüchig an, auf dem sie steht. Sie begegnet Alexander, der das aufregende Leben führt, das sie sich einmal für sich selbst erträumt hatte. Und Alexander? Beneidet er sie um ihr Familienglück? Mit einem Mal wird der Zweifel am eigenen Leben übermächtig, alles steht auf dem Spiel. Sieben Tage können alles verändern.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783103973631
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:S. FISCHER
Erscheinungsdatum:25.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.04.2018 bei Argon erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    WinfriedStanzickvor 10 Tagen
    Warum geht es den anderen eigentlich meistens besser als mir



    Nicht immer, aber nach etlichen Schicksalsschlägen in den letzten Jahren relativ oft, werden in meiner Familie die Fragen gestellt, die diesen Roman durchziehen wie ein roter Faden:
    •    Was sind eigentliche meine Träume von meinem Leben
    •    Wie habe ich es mir irgendwann vorgestellt und wie sieht es heute aus
    •    Gibt es auch ein gelungenes Leben für mich, für uns, obwohl wir viel mehr als die Hälfte schon hinter uns haben
    •    Warum geht es den anderen eigentlich meistens besser als mir
    „Die Lichter unter uns“ erzählt auf hohem sprachlichem Niveau eine Geschichte von Träumen, Lebensvorstellungen, Krisen und Neuanfang.
    Verena Carl erzählt in diesem neuen Roman von Anna. Sie verbringt mit ihrem Mann Jo und den beiden Kindern Judith (10) und Bruno (6) einen zweiwöchigen Urlaub in Taormina auf der italienischen Insel Sizilien. Als Anna und Jo vor langer Zeit während ihrer Hochzeitsreise dort waren, waren sie glücklich. Alles schien romantisch, die Zukunft lag offen vor ihnen.
    Voller Geldsorgen und unklaren Zukunftsaussichten erlebt Anna nun, viele Jahre später, die Tage dort und ihr Lebensgefühl als brüchig. Sie schwankt von ganz innen her.

    Als sie  Alexander kennenlernt, einen Mann, der ein aufregendes und für Anna total interessantes Leben führt, ein Leben, von dem sie immer geträumt hatte, wird Annas Schwanken existentiell. Anna sieht nicht dessen familiären und existentielle Probleme und spürt nicht, dass auch umgekehrt Alexander sie für ihre Familie bewundert.

    Die Zweifel am eigenen Leben werden mit jedem Tag mächtiger. Werden die nächsten sieben Tag alles verändern? Wie werden die Protagonisten  aus dieser Begegnung hervorkommen?  

    Verena Carl lässt die Antwort auf diese Fragen, die sich der Leser schon bald stellt, offen, und ist damit überaus realistisch. Denn all das, was bei den Menschen, die sie genau und empathisch beschreibt, aufbricht, wird nicht schnell zu einer Lösung führen.

    Abwechselnd aus der Sicht der jeweiligen Protagonisten beschrieben, lässt Verena Carl die Handlung vorantreiben. In der Beschreibung ihrer einzelnen Charaktere ist sie tiefgründig, sie schafft eine Atmosphäre, in der sich der Leser quasi mittendrin wähnt. Nicht nur im schönen Urlaubsort Taormina, sondern in den Seelenlandschaften der Protagonisten selbst.

    Denn die eingangs gestellten Fragen sind nicht wenigen Menschen bekannt. Ich glaube, dass sie zumindest zeitweise schon jeden gequält haben. Deswegen zwingt der Roman den Leser auch an vielen Stellen zur Auseinandersetzung mit seinem eigenen Leben, seinen eigenen Bedürfnissen und Sehnsüchten.

    Er lässt auch deshalb den Leser nicht los, und beschäftigt ihn lange nach Ende der Lektüre weiter.
     






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    ninchenpinchens avatar
    ninchenpinchenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Schwanke noch vorm Rezischreiben zwischen 3 und 4 Sternen. 3,5 wären richtig.
    Atmosphärische Störungen in den Lebensträumen

    Verena Carl: Die Lichter unter uns – Erstellungsdatum 04.08.2018

     Atmosphärische Störungen in den Lebensträumen

     „Woran liegt es, dass Menschen mit sich hadern, die nach allen äußeren Maßstäben zufrieden sein müssten? Und andere, die alles Recht hätten, ihr Schicksal zu beklagen, strahlen eine Erfüllung aus, von der man sich fragt, woher die das nehmen.“ (Seite 247)

     Worum geht es hier? Es gibt also zwei Gruppen von urlaubenden Protagonisten aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, bzw. Einkommensgruppen. Da ist Annas Familie mit Ehemann Jo und den beiden Kindern Bruno (6) und Judith (10). Sie verkörpern hier die „Armen“, die sich nur eine schäbige Ferienwohnung leisten können in Taormina auf Sizilien. Früher, zu Zeiten der Hochzeitsreise war das anders, da residierte man im feinen Hotel. Jetzt kann man sich das nicht mehr leisten und hadert mit seinem Schicksal, jedenfalls Anna tut das.

    Auf der anderen Seite, der Seite der Begüterten, der Seite der vom Schicksal Begünstigten, da findet sich der adlige Alexander mit „studierendem“ Sohn Florian und der schwangeren Zoe (27), von wem auch immer sie schwanger ist, von Alexander oder seinem Sohn, das sei dahingestellt.

    Anna fühlt sich zu Alexander hingezogen, ohne natürlich die Feinheiten zu kennen. Denn Alexander ist aus dem Krankenhaus abgehauen (diese Anti-Weißkittel-Passagen fand ich wahrhaft göttlich!!!), er ist krank, will das aber nicht wahrhaben und tut so, als ob nichts wäre. So mutet er sich eine große Wanderung zu, die er in seinem Zustand aber gar nicht mehr bewerkstelligen kann.

    Ich verrate hier einiges, aber ich denke nicht, dass es wichtig ist, was genau passiert, vielmehr ist wichtig, wie die Personen empfinden und warum sie das empfinden, was sie empfinden.

    Verena Carl blickt schonungslos auf ihre Figuren, erst beleuchtet sie sie, dann seziert sie sie. Man fühlt sich an die Pathologie erinnert, die Körper, alle unverhüllt dem grellen Licht ausgesetzt, jedes schmeichelnde Textil oder Make-up sind nicht mehr vorhanden und nicht gewünscht.

     Schon die beiden ersten Sätze dieses Romans haben es in sich: „Am siebten Morgen fing es an. Das Abrutschen, Absacken, die fast unmerkliche Schieflage.“

     Und so geht es weiter mit den Figuren. Anna (43), die Frau mit der unerfüllten Leidenschaft, sucht und sucht und glaubt letztendlich im Wunschtraum Alexander (52) die Erfüllung zu finden. Endlich hat sie es (fast) geschafft: Man steht an der Bar und raunt sich mehr oder weniger eindeutige Sätze zu. Aber käme sie, die vermeintliche Erfüllung, wäre dann nicht nach kürzester Zeit auch hier wieder alle Leidenschaft passé?

    Sie, Anna, stellt sich Alexander nackt vor, „nicht mehr jung, aber stattlich […] Ein Bild, das half gegen das Ziehen in ihr. Besser als Rotwein, besser als ein Tag mit Bruno.“ (Seite 67)

     Oder bringt ein Fast-Unglück Anna endlich dazu, die wahren Werte ihres Lebens zu erkennen und zu schätzen?

     Es gibt viele Sätze im Buch, die mir sehr gefallen, in denen ich wiederfinde, was auch mich bewegt. Auch wenn die Wunderblumen, die Bougainvilleen in Wirklichkeit nicht duften. (Seite 66)

    Und ja. „Wir bewerten, was uns passiert. Ob wir es Glück oder Unglück nennen. Wir haben das letzte Wort.“ (Seite 248)

     Mein Fazit: Wer gerne Belletristik liest und möglicherweise auch ohne einen konkreten roten Faden zufrieden sein kann mit durchaus gut geschriebener Lektüre, der mag sich an diesen Roman wagen. Allerdings hätte ein klein wenig mehr wohlwollende Kosmetik diesem Buch und seinen Figuren gut getan. So schwanke ich zwischen 3 und 4 Sternen, runde aber auf.

     

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    simone_richters avatar
    simone_richtervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderschöner Sommerroman über unerfüllte Sehnsüchte mit verschiedenen Puzzlestücken u. wechselnden Sichten vor der Kulisse Siziliens.
    Was bleibt von unseren Träumen?

    Anna und Jo mit ihren zwei Kindern - Judith und Bruno - sind verheiratet. Sie verreisen im Herbst nach Sizilien, wo sie einst ihre Hochzeitsreise gemacht haben. Doch Anna findet gar nichts mehr so romantisch wie damals – sie müssen auf das Geld aufpassen und die Kinder sind auch quengelig. Sie ist unzufrieden und mit einem Male taucht Alexander auf, der sie zu sehen scheint. Allerdings ist er mit einer viel jüngeren schwangeren Frau zusammen und hat auch noch einen großen Sohn, der sich von ihm emanzipieren möchte.

    Es werden die Erzählstränge von Anna und Jo mit den Kindern sowie von Alexander, Zoe und seinem Sohn Florian gegenübergestellt. Jetzt zeigt sich auch, dass keiner richtig glücklich ist.
    Das weiß allerdings Anna nicht und fragt sich immer, ob die anderen ein glücklicheres Leben führen. Das Gesehenwerden von Alexander weckt in ihr eine große Begehrlichkeit, so dass sie sogar ihre Kinder benutzt, um in seiner Nähe zu sein und dafür viel zu viel Geld ausgibt, was Jo wiederum wütend macht. Das ist alles sehr realitätsnah ohne Kitsch beschrieben. Uns Leser führt Verena Karl als sehr gute Erzählerin die verschiedenen Perspektiven der Personen dar. Dabei hat sie viel Gespür für das Zwischenmenschliche, den Alltag und unerfüllte Lebensträume. Der Erfolg nicht leicht zu haben und nicht alles perfekt, was glänzt.
    Aber ich habe mich auch wunderbar in das Sizilien nach der Hauptsaison versetzen können mit den Düften, dem Essen und dem Lebensgefühl. Deshalb finde ich, dass dieser Roman unbedingt etwas für den Sommer ist. Dabei kann man sich fragen: Bin ich zufrieden, wovon träume ich und lebe ich das Leben, was ich mir erträumt habe? Allerdings sollte man keinen spannenden Roman – sondern Zeilen über die Innenansichten der Figuren erwarten, die auch manchmal abgründig sind.

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    Larischens avatar
    Larischenvor 3 Monaten
    Eine Reise nach Sizilien

    Anna und Jo sind zurück in Taormina, dem Ort auf Sizilien, in dem sie vor Jahren ihre Flitterwochen verbracht haben. Doch sie sind nicht als verliebtes junges Paar zurückgekehrt, sondern als auf dem Boden der Realität angekommenes Elternpaar zweier Kinder und so fällt es den beiden schwer, an den glücklichen Zeiten anzuknüpfen, die sie einst in Taormina verbracht haben.

    Alexander verbringt seinen Urlaub ebenfalls in Taormina und hat scheinbar alles, was Anna sich wünscht. Doch auch in seinem Leben ist nicht alles so rosarot, wie Anna es sich vorstellt.


    Auf „Die Lichter unter uns“ von Verena Carl habe ich mich sehr gefreut. Einerseits hatte ich Lust auf eine literarische Reise nach Sizilien und andererseits setze ich mich in regelmäßigen Abständen gerne mit persönlichem Glück und einem gelungenen Leben auseinander.


    Meine erste Erwartung an das Buch – die Reise nach Sizilien – wurde auch vollumfänglich erfüllt Verena Carl beschreibt die besondere Atmosphäre Siziliens wunderbar und ich habe mich wirklich dorthin versetzt gefühlt. Man hatte auch irgendwie das Gefühl, dieses Städtchen zu kennen und fühlte sich sofort heimisch. Daher war ich zunächst auch sehr begeistert und wollte gerne mehr über Annas und Alexanders Leben erfahren.

    Dabei wurde ich dann aber in Bezug auf meine zweite Erwartung (persönlichem Glück und gelungenes Leben) relativ schnell ernüchtert. Verena Carl schreibt abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten, sodass man schon früh einen recht tiefen Einblick bekommt. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass insbesondere Annas Leben primär von Unzufriedenheit geprägt war/ist. So wirklich recht machen konnte es ihr – meiner Ansicht nach – niemand und man bekam fast das Gefühl, sie suhlt sich in ihrem eigenen Selbstmitleid. Eine selbstreflektierende Auseinandersetzung mit ihrer Situation fand nicht wirklich statt. Einen wirklichen Zugang konnte ich zu Anna nicht bekommen.

    Ähnlich erging es mir leider mit den anderen Protagonisten. Obwohl man sehr viel aus ihrem Leben erfuhr, blieben sie mir völlig fremd und man fühlte sich als Leser immer ein wenig ausgeschlossen von den wahren Gefühlen.

    Möglicherweise fehlt es mir an Einfühlungsvermögen, aber ich konnte für keine der Personen wirklich Verständnis aufbringe.


    So habe ich dann leider auch relativ schnell das Interesse an der Handlung verloren, da eine Auseinandersetzung mit der persönlichen Situation irgendwie völlig außen vor blieb. Hätte Verena Carl nicht einen so eingängigen und atmosphärischen Schreibstil, hätte ich mich wohl wirklich sehr quälen müssen.

    Am besten gefallen hat mir Annas Tochter Judith, die mir persönlich am sympathischsten erschien und das obwohl ihre Mutter, aus welchen Gründen auch immer, überhaupt keinen Zugang zu ihre finden konnte.


    Leider konnte mich Verena Carl mit „Die Lichter unter uns“ inhaltlich gar nicht überzeugen. Vielleicht fehlt mir aber auch einfach das Verständnis, weil ich mich in einer völlig anderen Lebenssituation befinde.

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    SharonBakers avatar
    SharonBakervor 4 Monaten
    Aufrichtig, interessant und trotzdem fehlte mir etwas ...

    Anna macht mit ihrer Familie Urlaub auf Sizilien, aber sie fühlt sich einsam, ist es das, was sie mal wollte? Die Tochter hängt nur an dem Vater, der mag nicht ans Wasser und von den einstigen Erinnerungen an die Flitterwochen hier im Ort, ist vielleicht ein Hauch übrigen geblieben. Sind sie noch dasselbe Paar? So schlendert Anna abends alleine los, gönnt sich einen Drink und beobachtet ein Paar. Beide jung, beide verhalten, beide still und doch spürt Anna die Verbundenheit. Als sich die Frau umdreht, erkennt Anna, dass diese schwanger ist und verliert sich selbst in Erinnerungen, aber dann kommt ein älterer Mann auf das Paar zu und er küsst besitzergreifend, die junge Frau. Hat Anna da was falsch interpretiert? Wer ist der Mann? Und führt er das Leben, was sie immer wollte? Ist er glücklich?

    Diese Geschichte reizte mich aus zwei Gründen zu lesen, erstens Sizilien. Wasser, köstliche Gerüche, ein ganz anderes Lebensgefühl. Und der zweite Grund, die Frage, wovon träume ich und lebe ich meinem Traum. Bin ich glücklich? Fragen wir uns das nicht alle mal an einem Punkt in unserem Leben. Passt mein Leben zu mir, fühle ich mich darin wohl? Auf die Sicht der Autorin war ich deshalb gespannt. Wie setzt sie das um, kann solch eine Geschichte überzeugen. Tja, und das versuche ich nun mal, euch zu erzählen.

    Ihr kennt das doch auch, man sitzt im Urlaub im Café, beobachtet Menschen und strickt sich deren Geschichten zusammen. Da ist eine Familie mit lachenden Kindern, aber die Eltern schweigen, dahinter versteckt sich doch jede Menge Spekulationsstoff. Oder Paare, die sich viel erzählen, sich in die Augen schauen, oder doch lieber aufs Handy. Das Erraten, wie lange jemand zusammen ist, kann man doch durch viele kleine Gesten erahnen. Beobachten und interpretieren ist ein wunderbarer Zeitvertreib, aber man kann den Leuten am Ende nur vor dem Kopf gucken, und ob jemand wirklich glücklich ist, in seinem Leben ist nicht immer leicht zu deuten.

    Anna ist es zum Beginn der Geschichte nicht. Sie ist am Punkt angelangt, um ihr Leben zu hinterfragen. Im Prinzip hat man sich im Leben bequem gemacht, führt das typische Familienleben, arbeitet aber nicht an mehr dran. So bleibt oft das Paar, nämlich die Eltern, auf der Strecke und es quälen die Alltagssorgen und der Kampf um die Liebe der Kinder. Das alles fängt die Autorin ziemlich gut ein, ganz ehrlich, rasiermesserscharf, aber trotzdem berührt es nicht ganz. Ich habe trotzdem eine Distanz zwischen mir und Anna gespürt, wir sind reserviert miteinander umgegangen und manchmal war ich doch weit weg.

    Dann haben wir Alexanders Geschichte, die sich abwechselnd mit Annas vermischt. Er ist Anwalt und möchte eigentlich wie Anna einen Urlaub der Erinnerungen machen, nicht wie bei Anna, die Flitterwochen aufleben, sondern die Familie. Bei Alexander geht es um den Sohn, sein erwachsender Sohn und um Versöhnung. Alexander hat nämlich aus seiner Geliebten, eine werdende Mutter gemacht und seine Ehefrau ist in dem ganzen Ehechaos verstorben. Nun bleiben die zwei Männer zurück und können nicht wirklich was miteinander anfangen und zwischen ihnen, Zoe, die neue Frau an Alexanders Seite. Aber wie viel Schein und Sein liegt in dieser Beziehung? Wer spielt hier wem was vor? Und welche Glücksskala findet hier überhaupt Verwendung? Nach außen hin scheinen alle drei ein Leben voller Wohlstand und Zufriedenheit zu leben, aber sobald man in die Köpfe schaut und das dürfen wir, denn jeder kommt zu Wort, ist es ein Desaster an Lebenslügen. Welche verrate ich natürlich nicht.

    So lebt diese Geschichte von diesen beiden Familien, denn oberflächlichen Blick und dem eigenen interpretieren. Die Geschichte plätschert deshalb auch ein wenig dahin und berichtet eher über Lebensgeschichten und verworfenen Träumen, als wirklich Handlung aufzubauen. Aber manchmal braucht eine Gesichte auch nicht mehr, als den Blick des Lesers auf Gefühle zu lenken und ihm somit über sich selbst zum Nachdenken zu bringen. Denn die Frage nach dem Glück und was es für jeden bedeutet, ist doch ein wichtiges Detail im Leben. Ob die Personen noch ihr Glück und ihre Zufriedenheit finden werden, muss man selber herausfinden.

    Verena Carl hat mich selbst in den Urlaub gebracht und die wunderbare Müßigkeit an freier Zeit spüren lassen und den Blick in die Runde. Gern schaut man anderen zu und gern bildet man sich was ein, aber man darf nicht sein eigenes Wohlgefühl vergessen. Ein interessanter Ansatz und eine aufrichtige Erzählung, die man aber mögen muss.

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    Milagrovor 4 Monaten
    Die Lichter unter uns

    Der Einstieg in das Buch war für mich gleich wunderbar: " Am siebten Morgen fing es an. Das Abrutschen, Absacken, die fast unmerkliche Schieflage. " Toller Start, genau so mag ich meine Bücher.
    Anna macht mit Mann und Kindern Urlaub in Italien, am Steilhang von Taormina und ich konnte die Hitze dieser Urlaubstage spüren, die Gerüche und den leichten Wind. Aber Anna war von Anfang an distanziert, ihrem Mann und den Kindern gegenüber, aber auch mich  als Leserin hielt sie auf Abstand. Das irritierte mich sehr, ich wollte herausfinden, was es mit dieser Familie auf sich hat, warum sie mir fremd blieben, obwohl ich ihnen gegenüber doch so aufgeschlossen war.  Die Eigenheiten der Tochter hatten es mir angetan, ihr merkwürdiges Verhalten. Die Beziehungen der Familienmitglieder untereinander wollte ich ergründen. Dazu noch die Geschichte um Alexander, der mit seiner deutlich jüngeren Frau unterwegs ist, scheinbar sorglos auf Anna trifft. Was spielt sich da ab zwischen den Menschen? Wird Anna tatsächlich einen Lebensentwurf für einen anderen, hoffnungsvollen neuen aufgeben? Einfach so? 
    Aus den verschiedenen Blickwinkeln wird die Geschichte erzählt,   interessant, gerade auch durch den flüssigen Stil der Autorin. Gleichwohl blieb mir unklar, warum sich Anna und ihr Mann mehr oder weniger stark entfremdet hatten, warum er überwiegend die Betreuung der Tochter, die der Mutter selbst offensichtlich auch fremd bleibt,  übernimmt und sie die des Sohnes. Warum sich Anna letztlich für diesen anderen Mann interessiert. Sicher, man verliebt sich, lebt seinen Alltag, sucht Neues, aber hier fehlte mir immer wieder der Bezug zu den  Personen. Ich blieb stets distanziert, ich habe die  Handlungen hingenommen, akzeptiert, aber mehr auch nicht. Ich hätte mir selbst etwas mehr Verständnis für irgendeine Person meinerseits gewünscht. Oder Hoffnung, dass sich etwas Erstrebenswertes erfüllen möge, vielleicht auch einfach nur ein wenig Zuversicht.  Wie gesagt, ich habe die Handlungen hingenommen. Das war mir dann aber doch einfach zu wenig. Schade. 

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    OliverBaiers avatar
    OliverBaiervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Sprachlosigkeiten der Protagonisten, geheime Wünsche und verdrängte Sehnsüchte wunderbar atmosphärisch ausgearbeitet.
    Sizilien- eine Suche nach dem Ich

    Verena Carl schreibt mit " Die Lichter unter uns" einen Roman, der in die Tiefe geht. Der Lichter zu Tage fördert, die unser Inneres ausleuchten sollen und es dennoch nicht können. Die unsere Oberfläche nur schwer nach Innen durchdringen können und so unser Innerstes nicht erhellen.

    Anna verbringt mit ihrem Mann Jo und den beiden Kindern Bruno und Judith einen Urlaub auf Sizilien. Der Alltag nagt an dem Elternpaar, die 40 sind bereits überschritten, die Tochter in der präpubertären Phaseund man ist sich gegenseitig etwas abhanden gekommen miteinander, mit den Jahren, mit den Kindern, mit so vielem, was sich über die gemeinsamen Jahre legt, wie ein dicker Film, eine Schutzschicht, die uns umhüllt und uns den Anderen, aber auch uns selbst nicht mehr erkennen lässt.
    Alexander mit seiner deutlich jüngeren Begleitung Zoe weckt Begehrlichkeiten in Anna und wird zu einem sinnlichen Ideal gebremster Phantasien. Der Blick auf die andere Seite, in der das Gras doch immer grüner ist, als bei einem selbst bringt aber Erkenntnisse zu Tage, die den Leser am grünen Gras zweifeln lassen. Die Sprache und der Schreibstil eröffnen deutliche Bilder, geben Denkanstöße und lassen eigene Reflexionen zu. der Leser kommt dem Protagonisten nah und lernt sie kennen. Auch, wenn er nicht alle Verhaltensweisen zu schätzen vermag ist eine Versöhnung mit den Protagonisten möglich, wenn man sich die Mühe macht sich hineinzuversetzen ins Scheitern, Verdrängen, Hoffen und Wünschen. 
    Ein Buch, das sich wie ein Nachmittag am Strand liest, wohlwissend, wie instabil dieser so sicher wirkende Platz auf der Sanduhr wirkt, wie leicht man fortgespült, verweht und zugedeckt werden kann in einem Treibsand aus Sprachlosigkeit und ungelebter Möglichkeiten

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    Kriminevor 4 Monaten
    Ein emotionsgeladener Roman, der tief in die Gefühlswelt seiner Figuren blicken lässt

    Ein Urlaub am Meer, fünf Menschen, die Erholung suchen und enorm viel Zeit, die ungeahnte Tücken in sich birgt. Denn anstatt die willkommene Auszeit aus dem stressigen Alltag zu genießen und gemeinsam mit der Familie glücklich zu sein, schleichen sich in die malerische Idylle unerfüllte Träume und lang gehegte Sehnsüchte ein. Gefühle, die ganz allmählich zu brodeln beginnen und dazu führen, dass die Stimmung unweigerlich kippt. Wie bei Anna, die in ihrer Ehe mit Jo jeden Tag aufs Neue liebevolle Gesten vermisst und dadurch zu verdorren droht. Oder Florian, der mit der schwangeren Freundin seines Vaters schläft und damit ungeahnte Hoffnungen herauf beschwört. 


    "Die Lichter unter uns" ist ein intensiver Roman, der vollgepackt mit Beobachtungen und Gedanken, jede noch so kleine Unzulänglichkeit schonungslos ans Tageslicht zerrt. Dabei sind es oft nur Zufälle, die in einem bedeutungsvollen Licht gesehen zu Veränderungen führen. Angefangen mit einem Blick, der mehr verspricht, als in ihm steckt über einen vom Wind weggewehten Hut, der seiner Besitzerin zurückgebenden wird bis hin zu einem eigenwilligen Kind, das ohne es zu ahnen gleich eine ganze Kette von Ereignissen auslöst. Und alle diese Dinge führen dazu, dass aus unerwarteten Begegnungen, hoffnungsvolle Gefühle entstehen, die ohne eine Grundlage zu haben, zum Scheitern verurteilt sind.

    Fünf Menschen, die mit Bedacht gewählt unterschiedliche Eigenarten besitzen, verstehen es, in diesem Roman eine ganz besondere Wirkung zu entfachen. So hält die Autorin den von ihnen zur Schau gestellten Oberflächlichkeiten einen Spiegel vor und weist damit auf die zahlreich vorhandenen Defizite hin. Eine interessante Art sie zu beleuchten, die aber leider zulasten der Handlung geht. Denn obwohl die Atmosphäre an der Ostküste Siziliens einzigartig beschrieben ist und die Figuren mit allen ihren Facetten zum Leben erwachen, fehlt von einem nachhaltigen und spannenden Handlungsverlauf jede Spur. So dümpeln die Geschehnisse nur sehr träge in der Sonne vor sich hin, während der Augenmerk in diesem Roman ausschließlich auf das Zusammenspiel der verschiedenartigen Charaktere und ihre dadurch ausgelösten Gefühle gerichtet sind.

    Fazit:
    Ein ruhiger und emotionsgeladener Roman, der tief in die Gefühlswelt seiner Figuren blicken lässt und damit deren momentane Unzufriedenheit und die daraus resultierenden Träume und Sehnsüchte schonungslos offenbart.

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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Hervorragend!
    Hervorragend!

    Ein Roman über Selbstfindung. Über die Suche nach Identität. Über die Aktualisierung der Liebe und dem Überdenken von Leben. Ein fantastischer Roman einer deutschen Autorin – Verena Carl hat mit ihrem Roman „Die Lichter unter uns“ ein beeindruckendes Werk verfasst, welches mich einfach nur sprachlos gemacht hat!

       Noch nie war ich von einem Schreibstil so angetan wie bei Verena Carl – poetisch, mit unglaublich vielen intelligenten Metaphern und einer herrlichen Ironie; wortgewandt, detailliert – geschaffen mit einem sprachlich beeindruckenden Fundament. Eine herausragende Leistung, die sich bis zur letzten Seite hindurchgezogen hat; Verena Carl besitzt einen Schreibstil wie eine Maschine: Es wird keine Pause gemacht, ununterbrochen überrascht uns die Autorin mit einer sauberen und klassischen Sprache, mit der Neudefinition der Liebe, mit ihren bildgewaltigen Darstellungen; es gab keinen einzigen Moment, in dem der Sprachstil abgeflacht ist, in dem sich sozusagen „Langeweile“ auftat – ein durchgehend grandioser Schreibstil, der das Buch zu einem Meisterwerk macht!

      Doch nicht nur der Schreibstil war hervorragend, auch Verena Carls Figuren konnten vollauf überzeugen! Sei es Anna, Judith, Bruno, Jo, Alexander, Zoe oder Florian – die Autorin präsentierte uns in ihrem neuen Roman ausgezeichnete Portraits von außergewöhnlichen Menschen, deren Leben keineswegs glatt und einfach sind, sondern geprägt von Einschnitten und Dramen, von Abstürzen und Ereignissen. Ein besonderer Schwerpunkt war hier die genauere Beleuchtung einer Gesellschaft der oberen Klasse – Alexander, der „Playboy“, der Mann mit Geld, Schönheit und schicker Kleidung; Zoe, seine bildhübsche Frau mit dem runden Babybauch und dem glamourösen Auftreten. Diese „obere Klasse“ trifft auf die Mittelklasse: Anna, mit ihrer Familie und ihrer Sehnsucht nach der neuerweckten Liebe, eines neuen Abenteuers, eines neuen Liebesabenteuers. Anna und Alexandra begegnen sich, und es ist keinesfalls wie das Spalten von Atomen, es ist eher wie eine Zusammenkunft von Bienchen und Blümchen – eine innere Freundschaft, eine Identifikation, ein Beweis, dass selbst die schönsten und reichsten Männer nicht die sind, die sie vorzugeben vermögen. Verena Carls Charaktere handeln klassisch, handeln toll – vor allem sprechen sie toll, denn die Dialoge waren nicht nur Unterhaltung, sondern auch so selten zu finden, denn die Inhalte dieser Dialoge waren allesamt geprägt von relevanten und äußerst interessanten Themen, und die Autorin hat dadurch eine hervorragende Mixtur aus Sprache, Figuren, Pointe und auch Setting geschaffen; denn: Was ist schöner als das sonnig-warme Sizilien?


    Ich muss nun zum Ende dieser Kritik kommen, denn mir gehen langsam die Wörter der Superlative aus. Zusammenfassend darf ich sagen, dass mich der Roman mit allen Facetten begeistern konnte – ein höchst literarisches Werk mit tollen Charakteren und einer Sprache, die ich selten so gelesen habe. Mehr als empfehlenswert!

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    Estrelass avatar
    Estrelasvor 4 Monaten
    Unter der Sonne Siziliens

    Zwei unterschiedliche Familien machen Urlaub auf Sizilien. Da ist zum einen Anna mit Mann und zwei kleinen Kindern, zum anderen der wohlhabende Alexander mit seiner jungen schwangeren Geliebten und seinem erwachsenen Sohn. Begegnungen bleiben nicht aus. Vordergründig erleben wir die Protagonisten dabei, wie sie ihre Ferien verbringen - am Strand oder an der Bar. Doch schnell ist klar, dass die Harmonie nur Schein ist, dass die Figuren mit etwas hadern und die vermeintliche Idylle Süditaliens eigentlich nicht genießen können. Rückblenden lassen uns in ihre Leben eintauchen und Verstrickungen erkennen. "Die Lichter unter uns" ist ein poetischer Roman. "Das Lächeln passte nicht, es spannte und zwickte. Sie behielt es trotzdem an, trotzig, wie ein Kleidungsstück, von dem man nicht wahrhaben wollte, dass es nicht richtig saß." Er handelt von Enttäuschungen und Sehnsüchten und gewährt Einblicke in die Seele der Menschen. Durch seine Tiefgründigkeit und Sprache konnte er mich überzeugen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    Wovon träume ich? Was macht ein gelungenes Leben aus? Und – sind die anderen glücklicher als ich?

    Es gibt einen Moment im Leben eines jeden Menschen, in dem man sich fragt, ob alles so läuft, wie man es sich vorgestellt hat, ob die Entscheidungen, die man getroffen hat, die richtigen sind. Vor allem aber fragt man sich irgendwann, ob man wirklich glücklich ist.
    Wie aus dem Nichts ist plötzlich dieser Moment da. Als Anna, die Protagonistin aus Verena Carls neuestem Roman "Die Lichter unter uns", dann auch noch Alexander begegnet, fängt sie an, ihr ganzes Leben in Frage zu stellen.
    Hat euch Annas Geschichte neugierig gemacht? Dann dürft ihr die Leserunde zu diesem bewegenden Buch nicht verpassen!

    Zum Inhalt
    Anna verbringt ihren Urlaub in Taormina auf Sizilien, mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern. Plötzlich fühlt der Boden sich brüchig an, auf dem sie steht. Sie begegnet Alexander, der das aufregende Leben führt, das sie sich einmal für sich selbst erträumt hatte. Und Alexander? Beneidet er sie um ihr Familienglück? Mit einem Mal wird der Zweifel am eigenen Leben übermächtig, alles steht auf dem Spiel. Sieben Tage können alles verändern.

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    Zur Autorin
    Verena Carl wurde 1969 geboren und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Sie lernte ihr Handwerk an der Deutschen Journalistenschule und schreibt unter anderem für "Brigitte" und "Merian". Sie veröffentlichte zahlreiche Kinderbücher und -hörspiele und eine Reihe von Romanen. Für ihr literarisches Werk wurde sie unter anderem zweimal mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet.

    Habt ihr Lust, nach Sizilien zu reisen und zu erfahren, wie es mit Anna und Alexander weitergeht?
    Gemeinsam mit S. FISCHER vergeben wir rechtzeitig vor Erscheinungstermin 25 Exemplare von "Die Lichter unter uns" unter allen, die Lust auf den Austausch über diesen Roman im Rahmen einer Leserunde haben und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Ihr möchtet mit dabei sein? Dann verratet uns über den blauen "Jetzt bewerben" - Button*:

    Wovon träumt ihr? Was macht für euch persönlich ein gelungenes Leben aus?

    Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

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    Pressestimmen

    Der neue Roman von Verena Carl […] liest sich gut weg und lässt gleichzeitig viel Platz für eigene Gedanken.

    Verena Carl lotet […] gekonnt die Abgründe einer saturierten Mittvierzigerin aus. Das perfekte Buch für träge Strandtage.

    Verena Carl hat psychologisches Gespür.

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