Verena Friederike Hasel

 4.5 Sterne bei 14 Bewertungen

Lebenslauf von Verena Friederike Hasel

Verena Friederike Hasel wurde 1978 in Berlin geboren, wo sie auch aufwuchs und Psychologie und Drehbuch studierte. Hasel arbeitet als Reporterin und Autorin für den Tagesspiegel und Die Zeit. "Lasse" ist ihr erster Roman, welcher im August 2015 bei Ullstein erscheint.

Neue Bücher

Whanaungatanga: Wie eine bessere Schule gelingen kann

Erscheint am 13.05.2019 als Hardcover bei Kein & Aber.

Alle Bücher von Verena Friederike Hasel

Lasse

Lasse

 (14)
Erschienen am 10.02.2017
Wir Rüben aus der großen Stadt

Wir Rüben aus der großen Stadt

 (0)
Erschienen am 16.07.2018

Neue Rezensionen zu Verena Friederike Hasel

Neu

Rezension zu "Lasse" von Verena Friederike Hasel

Aufwühlend
MissWhiteyvor 4 Monaten

Die Autorin weiß, wie sie die Gefühle der Protagonistin zum Ausdruck bringen kann. Man fühlt sich hilflos, dabei zuzusehen, wie die Protagonistin um Hilfe schreit und von ihren Mitmenschen keine bekommt.  Hin und wieder denkt man einen Lichtblick zu erahnen, nur um dann wieder auf den Boden der Tatsachen zu landen. ich konnte das buch nicht aus der hand legen und habe es an einem tag durchgelesen.

Kommentare: 1
11
Teilen

Rezension zu "Lasse" von Verena Friederike Hasel

Eine verstörende aber gute Geschichte
Weltverbesserervor 2 Jahren

Die Autorin überzeugt durch eine unglaublich tolle Schreibweise, ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen und habe es innerhalb von 2 Tagen durchgelesen. Die Dialoge haben mich richtig in das Buch hineingezogen und ich wollte unbedingt wissen wie es endet.

Zum Inhalt (zum Teil aus dem Klappentext):

Jeder Mensch sehnt sich danach geliebt zu werden. Bei Menschen die geliebt werden, ist die Sehnsucht vielleicht nicht so groß wie bei Nina.
Ninas Sehnsucht nach Liebe ist unglaublich groß, und so beginnt sie eine Affäre mit Lennart, der in den Treffen mit Nina allerdings nicht das sieht, was Nina in die Treffen hinein interpretiert.
Als Nina Mutter wird und kurz darauf spürt, dass sie nicht nur Liebe für ihr Kind empfindet, ist sie verunsichert. Überall sind Frauen, die selbstverständlich und mühelos liebevoll mit ihren Kindern umgehen, die stets genau wissen was richtig ist und was nicht.
In atemlosen Sätzen, die auf beklemmende Weise die Kraft der Einbildung erlebbar machen, wird aus der Perspektive einer Frau erzählt, deren Ängste durch ein Umfeld verstärkt werden, das bei bestimmten Themen keine Ambivalenzen erträgt.

Zitat S. 121 Über Lennarts Freundin Puck: „Sie sei so unkompliziert, und ich gebe mir große Mühe auch so zu sein, mindestens so unkompliziert wie sie, wenn nicht noch mehr. Ich warte nicht auf Lennart, zumindest nicht so dass er es merkt, frage nicht wie er zu mir steht und was das denn nun ist mit uns, ignoriere es wenn er sich tagelang nicht meldet und tue fröhlich, wenn ich dann doch von ihm höre.“

Einige ihrer Gedanken konnte ich an manchen Stellen schon nachvollziehen, an anderen Stellen dachte ich auch: Man, ist das Mädel krank, sie sollte sich dringend mal Hilfe suchen, weil sie oft versucht Gefühle von anderen zu erzwingen.

„Natürlich muss auch Felix so unkompliziert wie möglich erscheinen, und das ist richtig schwer. Letzte Woche hat Lennart mich gefragt, ob es denn normal ist, dass ein Kind so viel weint, und ich habe behauptet, dass Felix Fieber hat [...] und als Lennart wissen wollte wie hoch es ist, bin ich mit Felix ins Badezimmer gegangen [...] dann habe ich das Thermometer unter den heißen Wasserstrahl gehalten, bis es 39,4 anzeigte und bin wieder raus zu Lennart. Als der das Thermometer sah, bestand er darauf, dass ich Felix ein Zäpfchen gebe und als Felix trotzdem weiter weinte, blieb Lennart länger als er eigentlich vorgehabt hatte und sagte immer wieder ganz besorgt, dass er nicht verstehe, warum das Zäpfchen nicht wirkte.“

Zitat S. 122 f: „Dass auch ich mir Sorgen mache, weil Felix so viel weint, darf ich Lennart nicht sagen, [...]denn er wollte ihn ja nicht, und nun muss ich es schaffen, dass er ihn doch will, und dazu muss Felix rundum wunderbar, seinem Alter voraus und überhaupt etwas ganz Besonderes sein.“

Aber all diese Szenen sind nur Ausdruck von Ninas Einsamkeit und Hilflosigkeit.
Der Autorin gelingt es unglaublich gut, das Bild einer jungen einsamen Frau zu zeichnen, die innerlich ziemlich zerrissen scheint und verzweifelt auf der Suche nach Annahme und Anerkennung ist, gleichzeitig aber unfähig ist, eine Verbindung zu anderen herzustellen.

Klare Lesempfehlung, 5 Sterne!

Kommentieren0
15
Teilen

Rezension zu "Lasse" von Verena Friederike Hasel

Ein Debut, welches einen nicht mehr so schnell los lässt.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Meinung: Zweifellos sprach mich direkt der Klappentext an und so durfte es schon vor einiger Zeit bei mir einziehen.

Nina ist glücklich während ihrer Schwangerschaft, aber sobald ihr Sohn auf der Welt ist, fühlt sie sich allein und völlig überfordert. Vom Vater des Kindes allein gelassen und in einer schwierigen Wohnsituation, beginnt sie, sich in Tagträumen und anschließend den Bezug zur Realität zu verlieren.

Afangs hatte ich ein paar Startschwierigkeiten, denn Nina ist nicht unbedingt symphatisch. Die junge Frau hatte bisher kein leichtes Leben, aber sie war mir dennoch zu naiv. Nina will das Kind um den Mann zu behalten, und ist dann völlig überfordert mit ihrem Sohn. So unsymphatisch sie mir am Anfang war, desto besser konnte ich ihre Ängste verstehen. Sie fühlt sich als Ausenseiterin, alle scheinen so gut mit ihren Babies zurechtzukommen, nur sie nicht.

Auch der Vater ist nicht unbedingt ein toller Kerl. Auch er ist überfordert, aber eher mit Nina, da diese sich unmöglich benimmt. Doch trotz der weniger tollen Charaktere, blieb mir das Buch im Gedächtnis. Die Mutterschaft wird hier aus einer anderen Perspektive beleuchtet und hilft damit sicherlich vielen Frauen. Es ist erschreckend zu lesen und besonders das Ende lässt einen traumatisiert zurück.

Das Debut der Autorin kann sich wirklich lesen und die Charaktere geben dem Buch die nötige Tiefe. Der Einstieg fällt nicht so leicht, aber dranbleiben lohnt sich

Fazit: Ein Debut, welches einen nicht mehr so schnell los lässt.

Kommentieren0
5
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 40 Bibliotheken

auf 14 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks