Verena Güntner Es bringen

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Inhaltsangabe zu „Es bringen“ von Verena Güntner

'Nur eins weiß ich, Leute: Dumm sterb ich auf keinen Fall.' Luis ist sechzehn und kein schmächtiger Zauderer, kein pickliger Pubertierender: Er ist ein Bringer. Er ist der Trainer und er ist die Mannschaft, das ist sein Motto, und er trainiert jeden Tag. Bei den Girls gibt’s nichts mehr zu trainieren, bei den Fickwetten, die er mit den Jungs seiner Gang abschließt, gewinnt er fast immer. Manchmal besucht er Nutella, das Pony vom alten Autoschrauber Jablonski, aber heimlich. Das beste Mädchen aber ist Luis' Mutter, Ma, sie ist die Frau aller Frauen. Und da ist noch Milan, Luis' bester Freund, der ist der Chef der Gang. Luis hat also alles im Griff, denn er hat einen Plan – bis er eines Tages auf die harte Tour lernen muss, dass nicht mal der größte Bringer Kontrolle hat, wenn die Welt aus den Fugen gerät.
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  • Dumm sterbe ich auf keinen Fall!

    Es bringen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. May 2015 um 13:59

    Inhalt: Luis ist 16 Jahre alt und lebt mit seiner Mutter in einer Hochhaussiedlung. Gemeinsam mit seinem vermeintlich besten Freund Milan und ein paar anderen Jungs aus der Gegend, verbringt er seine Freizeit. Chillen, Saufen, "Kurze" aus der Schule abkassieren und Mädels klar machen. Luis hat sein Leben im Griff, er ist ein "Bringer", wie er sich selbst bezeichnet. Bis er eines Tages etwas erfährt, das sein ganzes Leben verändert und er erkennt dass es Dinge gibt auf die er keinen Einfluß nehmen kann. Meine Meinung: Die Geschichte wird aus Sicht des Teenager Luis erzählt. Der Erzählstil von Verena Günther ist ungeschönt, derb und in eher ordinärer Jugendsprache gehalten.  Als ich mir die Geschichte anhörte, war ich ständig zwischen guter Geschichte und schwieriger Umsetzung hin und her gerissen.  Mit der Zeit fand ich die Ausdrucksweise des Jungen Luis wirklich anstrengend, sogar eher abstoßend. Sie macht es dem Hörer schwer der Handlung, die einiges an Tiefgründigen zu bieten hat, zu folgen. Das ist schade. Ferner bedient die Autorin mit den Elementen ihres Romanes ziemlich viele Klichees. Alleinerziehende Mutter, die ihren Sohn sehr jung bekommen hat, lebt mit ihm gemeinsam in einer schwierigen Wohngegend. Beide haben miteinander eine eher ungesunde Beziehung zueinander. Der Sohn säuft mit seinen, ebenfalls schwierigen, Freunden und legt ständig irgendwelche Mädels flach um einen Wettbewerb zu gewinnen. Eigentlich aber möchte Verena Günthern mit ihrem Roman verdeutlichen in welch traurigen Situation sich der Heranwachsende eigentlich befindet. Er ist unglückllich, strebt nach Anerkennung, hätte gerne ein starkes Vorbild, das ihm Orientierung und Halt bietet damit er seinen Platz im und seinen Weg durchs Leben finden kann. Doch sind dazu eine "einfach" gehaltene Sprache und so viele Stereotypen notwendig? Der derbe Ausdrucksstil der Geschichte unterstreicht zwar zum Einen Luis Situation zum anderen aber verschreckt er vermutlich auch manche Hörer, die sich dann die Geschichte nicht bis zum Ende anhören. Der Sprecher  Frederik Lau ist eigentlich als Schauspieler bekannt und hat mit "Es bringen"  zum ersten Mal ein Hörspiel aufgenommen.  Ich bin der Meinung, dass ihm dies gut gelungen ist. Er liest den Text sehr überzeugend. Man kann sich den Jugendlichen Luis gut vorstellen, wie er z.B. am Nachmittag gemeinsam mit seinen Freunden chillt und sich mit ihnen betrinkt. In seiner Stimme hört man sowohl die Sehnsucht als auch die Einsamkeit, die sich hinter den Äußerungen des Jungen verbirgt. Aber auch den Trotz und den Willen seinen Platz im Leben zu finden.  Fazit: Eine tiefgründige Geschichte, deren Ausdrucksweise gewöhnungsbedürftig ist und durch den Sprecher gelungen ins Hörbuchformat umgesetzt wird.

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