Verena Kanaan Die Zisternenleiche

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Inhaltsangabe zu „Die Zisternenleiche“ von Verena Kanaan

Skandaljournalistin Simone Kundra, die Giftschleuder der Nation, ist tot. Ermordet. Um die Tat aufzuklären, wird Kommissarin Schamburek in die niederösterreichische Kleinstadt Nadram geschickt. In Begleitung ihres Assistenten erstürmt sie Nadram mit der Urgewalt eines Tornados. Als Täter kommen einige infrage, denn Kundra war skrupellos und ruinierte das Leben anderer für eine gute Story. Scharfzüngig, ordinär und hochintelligent macht sich Schamburek an die Aufklärung.

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    Die Zisternenleiche
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    18. August 2016 um 21:43

    In der mittelalterlichen Zisterne im Kleinstädtchen Nadram im Waldviertel  wird die Leiche der Skandaljournalistin Simone Kundra gefunden, sie war offensichtlich einem Skandal auf der Spur. Es ging um Mauscheleien beim Autobahnbau. Aber so einfach und vordergründig ist es nicht,  Simone Kundra hatte als Kind viele Jahre die Sommerferien im Ort verbracht, war als Jugendliche dort in einen tragischen Unfall mit Todesfolge verwickelt, der ihre Cousinen Lili und Helene Meister als Todfeindinnen zurückließ. Frau Oberstleutnant Dr. Schamburek übernimmt die Ermittlungen. Die Dame ist genauso furchterregend wie ihre Titel, ihr Kleidungsgeschmack würde einem Kasperltheater alle Ehre machen und ihr Umgangston mit Untergebenen ist legendär. Eine Mistfuchtl eben, wie ihr Assistent Schaller konstatiert. Das ist ein exzellenter Regionalkrimi, witzig, voll Situationskomik und skurriler Personen, aber er verliert sich nicht im Ulk. Es ein ernster und  spannender Kriminalfall, den die Beamten bearbeiten.  Gier, Hass und Rachsucht sind universell, hier werden sie aber durch die Enge einer Kleinstadt besonders deutlich. Manche Figuren wirken überzeichnet, einer Frau Oberst Dr. Schamburek möchte ich nicht gern begegnen, aber sie sind trotzdem nicht eindimensional dargestellt. Jeder Charakter hat Tiefe und ist menschlich.  Es ist alles sehr realistisch, die Verflechtungen von Politik und Geld, Filz und Verwaltung finden sich schließlich überall und menschliche Tragödien sind nicht auf die Hauptstadt beschränkt. Die Autorin findet einen prägnanten Ton, sie flicht Dialekt-und Regionalausdrücke ein, wo es passt, überzieht aber nie. Die Spannung bleibt das ganze Buch durch gleichbleibend hoch, auch wenn der Plot immer wieder einen Haken schlägt. Alte Rache oder neue Geschäfte, auch die Nähe zum alten Ostblock sollte man nicht außer Acht lassen, der Leser kann bis zum Schluss miträtseln. Mein Fazit: eine gute Entdeckung, ein Regionalkrimi nicht nur für Ösi-Fans, die sicher sofort hinter dem Ortsnamen Nadram die hübsche Stadt Weitra erkennen.

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