Verena Lueken

 3.6 Sterne bei 50 Bewertungen
Autorin von Gebrauchsanweisung für New York, Alles zählt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Verena Lueken

Verena Lueken, geboren 1955, lebte viele Jahre als Kulturkorrespondentin der FAZ in New York. Die Stadt hat Lueken sehr beeindruckt und so schrieb sie auch eine "Gebrauchsanweisung für New York". Auch ihr neuer Roman "Alles zählt" spielt in New York. Heute lebt und arbeitet sie in Frankfurt am Main.

Alle Bücher von Verena Lueken

Verena LuekenGebrauchsanweisung für New York
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Gebrauchsanweisung für New York
Gebrauchsanweisung für New York
 (33)
Erschienen am 06.04.2018
Verena LuekenAlles zählt
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Alles zählt
Alles zählt
 (10)
Erschienen am 27.07.2017
Verena LuekenNew York
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New York
New York
 (4)
Erschienen am 10.04.2003
Verena LuekenAnderswo
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Anderswo
Anderswo
 (3)
Erschienen am 08.03.2018
Verena LuekenKinoerzählungen
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Kinoerzählungen
Kinoerzählungen
 (0)
Erschienen am 11.08.1995

Neue Rezensionen zu Verena Lueken

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miro76s avatar

Rezension zu "Anderswo" von Verena Lueken

Das Leben ist immer anderswo
miro76vor 4 Monaten

B. hat ein verqueres Verhältnis zu ihrem Vater, das sie auch nach seinem Tod nicht loslässt.

" Vergiss das mal für eine Weile, dass du einen Vater hast, der quer in deinem Leben steht, obwohl er nie da war oder ist."   (S. 117)  

Das Begräbnis des Vaters einer Freundin, lässt die Fragen, die B.'s Vater offen gelassen hat, wieder in den Vordergrund treten und B. macht sich auf, den Gespenstern ihres Vaters entgegenzutreten, um die eigene Vergangenheit besser verstehen zu können.

Erzählt wird die Geschichte in Episoden. Wir lesen von B.'s Leben, ihren Lieben, ihren  Versuchen mit sich und der Welt zurecht zu kommen. Sie lebt immer irgendwie anderswo, fühlt sich nicht besonders wohl in ihrem Körper und ist nirgends zuhause. Sie tingelt heimatlos durch die Welt. Immer bemüht, sich und ihr Umfeld zu verstehen.

Aber wir lesen auch von ihrem Vater, von seiner Zeit im 2. Weltkrieg, seiner Gefangenschaft bei den Amerikanern, sein Leben nach dem Krieg.

Viele Themen werden von Verena Lueken in diesem Buch aufgegriffen und geben, manchmal nur als kurzer Gedanke, Anstoß zum Nachdenken. Dieses Buch muss aufmerksam gelesen werden. Kritik verbirgt sich manchmal zwischen den Zeilen und die Schwere der Themen ist versteckt in der Leichtigkeit der Sprache. 

Anderswo ist ein Buch, das sehr leise auftritt, aber wenn man genau hinhört, vieles sagt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es allen, die ein literarisches Werk, das nicht in erster Linie von der Handlung lebt, zu schätzen wissen.

Kommentare: 1
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Gwennileins avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für New York" von Verena Lueken

Toller Einstieg in die New York Reise
Gwennileinvor 5 Monaten

Ich las das Buch, während und nachdem ich eine Woche in New York war. Es ist sehr interessiert, wenn man liest, was man gerade gesehen hat. Die Atmosphäre der Stadt wird super beschrieben, man erkennt so einiges wieder und zusätzlich erhält man Hintergrundinfos, die man so wohl nur durch eine Führung mitbekommen hätte. Ein tolles Buch zur Vorbereitung und Ergänzung des New York Aufenthalts, aber auch schön zur Erinnerung nach der Reise.

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M

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für New York" von Verena Lueken

„Schould we dance?“
michael_lehmann-papevor 5 Monaten

„Schould we dance?“

Ausflugtipps in direkter Form, Restaurantempfehlungen, private Hotelkontakte, all das, was „normale“ Reiseführer ausmachen, findet sich in dieser atmosphärisch dichten Beschreibung New Yorks nicht. Und das ist gut so, denn Verena Leuken hat gar nicht unbedingt im Sinn, Touristen für eine „Erkundung“ dieser brodelnden Stadt „an die Hand zu nehmen“.

Dennoch aber trifft Leuken den „Nerv der Stadt“ am im Gesamten der Lektüre aus den verschiedenen Betrachtungswinkeln, die sie wählt, präzise auf den Punkt und bringt Gebäude und Menschen, Lebensweise und Verhaltensweisen dem Leser emotional nahe.

Sieben Jahre hat die Autorin in New York gelebt, im Herzen der Stadt, zwischen Central Park und Riverside Park und, davon zeugt die Lektüre, sich tief eingelassen auf das Leben dort. Was sie ebenso treffend in Worte zu fassen versteht.

Flüssig, unterhaltsam, immer auch mit Ausflügen in die geschichtlichen Hintergründe von Stadtteilen, besonderen Orten, Gebäuden und Verhaltensweisen (warum die New Yorker auch in der Gegenwart noch darauf geeicht sind, Fremden nicht in die Augen zu schauen, auch wenn es eigentlich gar nicht mehr nötig wäre u.v.m.) versteht Lueken es, dem Leser die Vibrationen der Stadt, die Lebensweise dort, die gravierenden Unterschiede zwischen Arm und Reich (manche Köche in Schnellrestaurants erhalten gerade einmal 15.000 Dollar, Lehrer an öffentlichen Schulen 39.000 Dollar, der Schulleiter allerdings dann doch 110.000 Dollar im Jahr) und den Kampf des Lebens samt massiver Enge der Wohnverhältnisse für den überwiegenden Teil der Bevölkerung (natürlich nicht für „die da oben“ (im Wortsinne) fühlbar nahe zu bringen.

Auch der „innere Radar“, den die einzelnen Bewohner entwickelt zu haben scheinen, da sie, ohne den Blick zu heben, im dichten Gewühl selten aneinanderstoßen (und wenn, könnte es eine „Aufforderung zum Tanz“ dann mal freundlich geben) wird von Lueken genauso ausführlich hergeleitet und beschrieben, wie sie die „Farben der Stadt“ in den verschiedenen Jahreszeiten treffend und bildkräftig vor Augen führt oder bestens verständlich erläutert, warum nicht wenige Autobesitzer mindestens ein- öfter auch zweimal die Woche in zweiter Reihe parkend einige Stunden in ihrem Wagen verbringen müssen.

Zudem dringt die Autorin tief ein in die „sozialen Spielregeln“ der Stadt und erläutert höchst informativ, dass Reichtum dort nicht alles (aber natürlich viel) ist. Fast haarsträubend liest sich das, was ein zu Reichtum gekommener Mann alles in die Wege leitete, um eins der begehrten Ehrenämter der Stadt endlich zu erlangen.

Oder erläutert eloquent, warum Los Angeles und nicht New York „Welt-Film-Hauptstadt“ wurde, obwohl all jene kongenialen Drehbuchautoren New Yorker waren. Und wie daraus sich ein „Bild“ der Stadt aus den Köpfen jener „Exil-New-Yorker“ entfaltete, dass in Form von Filmen das Bild der Stadt weltweit prägte. Womit dann auch verständlich geklärt werden kann, warum der erste „King-Kong“ Film fast mehr über das Wesen der Stadt zu erzählen weiß, als alle anderen Fortsetzungen und die Mehrzahl aller anderen Filme, die in New York fiktiv angesiedelt wurden.

„(New York) inspiriert immer noch Künstler und Schriftsteller….(es) ist grell, schlaflos und unverschämt. Nur herzlich und Freundlich, das ist es nur bedingt“.

Am Ende der Lektüre weiß man da, warum und wie man das zu verstehen hat und was es braucht, um sich dieser Stadt so zu nähern, dass man ihr „Seelenleben“ erfassen kann.

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