Verena Lugert

 4.4 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Die Irren mit dem Messer, Die Irren mit dem Messer und weiteren Büchern.

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Die Irren mit dem Messer

Die Irren mit dem Messer

 (5)
Erschienen am 01.06.2018
Die Irren mit dem Messer

Die Irren mit dem Messer

 (6)
Erschienen am 30.03.2017

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OliverBaiers avatar

Rezension zu "Die Irren mit dem Messer" von Verena Lugert

Eine Journalistin auf dem Weg in die Küchen Londons
OliverBaiervor 4 Monaten

Verena Lagert, eine deutsche Journalistin spürt den Ruf eine Ausbildung zur Köchin zu absolvieren und ihr geregeltes Leben auf die Probe zu Stellen. nach der harten Ausbildung am Cordon Bleu in London schafft sie es in die Küche eines bekannten Koches, der mehrere Haute Cuisine Restaurants besitzt. Sie prüft mit bloßen Fingern den Garzustand von kochendem Spargel, spürt absolute Ausbeutung und das gehen über die körperlichen Grenzen und - lebt es.

Eine leidenschaftliche Biographie, nicht nur seinen Wünschen und Träumen zu folgen, sondern auch eine Leidenschaft fürs Kochen, verarbeiten von Lebensmitteln in höchster Präzision.
Ich sehe den Beruf des Koches in einem Sternerestaurant nun mit anderen Augen...
Durchweg interessant, informativ und mit angenehmer Stimme der Erzählerin vorgelesen

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Buchraettins avatar

Rezension zu "Die Irren mit dem Messer" von Verena Lugert

Kochen ist auch eine Art Kunst. Eine Passion. Ein tolles und unterhaltsames Buch.
Buchraettinvor einem Jahr

Mit Ende 30 bricht die Autorin mit ihrem alten Leben und beschließt in London einen Kochkurs zu absolvieren. Einen intensiven Kochkurs einer bekannten Kochschule.
Danach arbeitet sie in einem Restaurant in London. 16 Stunden Arbeitsschichten. Stress, Probleme mit dem Kollegen, Durchbeißen, körperliche Schwierigkeiten und doch den Ehrgeiz es schaffen zu wollen.
Ein kleiner Hinweis zu Beginn des Lesens. Nicht lesen, wenn man Hunger hat, oder sich ein paar Snacks bereitstellen. Weil die Szenen, in denen sie beschreibt, welche Köstlichkeiten sie da zubereitet, mmh lecker.
Was mich dann aber überrascht hat und manchmal auch etwas schockierte, sind zum einen die Arbeitszeiten, aber auch der Umgangston, die beschriebenen Erinnerungen von Köchen, die Aggressionen, der Stress.
Die Autorin arbeitete vorher als Journalistin. Sie beschreibt in einer Szene ihre vorherigen Arbeitsplätze, die Erlebnisse, die sie als Journalistin beschrieben hat und das könnte ich mir auch sehr gut als ein eigenes Buch von ihr vorstellen. Ich finde, den Stil in diesem Buch sehr gelungen, da merkt man sehr genau, dass sie Schreiben kann und man spürt als Leser, dass sie nun Kochen will.
Ich mochte hier den Stil der Autorin. Ihren Ehrgeiz, ihre Bemühungen, aber durchaus ihre Selbstreflexion in Bezug auf ihr eigenen Verhalten in der Küche. Die Arbeitsbedingungen, die wie ich das Empfinden hatte, zu einem eigenen Kosmos führen, in dem sich Köche bewegen, das war sehr interessant und auch informativ zu lesen und auch lebendig dargestellt.
Aus den Zeilen spricht auch der Ehrgeiz der Autorin es zu schaffen in der Küche. Mit 39 Jahren nimmt sie dieses Abenteuer auf sich. Sie geht nach London, absolviert einen Kochkurs und beginnt in einem Restaurant zu arbeiten. Auf der untersten Hierachieebene, die die Küchen der Welt durchziehen.
Ich kann mir gut vorstellen, Jugendliche oder auch Erwachsene, die mit dem Gedanken spielen, Koch zu werden, die sollten wirklich dieses Buch lesen. Ich fand es sehr beeindruckend, welche auch körperlichen Leistungen dahinter stehen. Welcher Einsatz verlangt wird, welche Atmosphäre in der Küche herrscht, welche Hierarchien, welche Disziplin und Ehrgeiz.
Toll beschrieben sind auch die Lebensmittel mit denen dann gezaubert wird. Auch wer gern kocht, für den ist dieses Buch eine tolle Leseergänzung und wie ich finde, ein originelles Geschenk.
Ich habe auch viel gelernt durch dieses Buch. Küchentechniken, Hierarchieebenen, Schimpfwörter in verschiedenen Sprachen, welche Leistungen Köche und Köchinnen bringen.
Das Kochen auch eine Art Kunst ist. Eine Passion.
Ein tolles und unterhaltsames Buch. Einblicke in die Sterneküche Londons.

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Wedmas avatar

Rezension zu "Die Irren mit dem Messer" von Verena Lugert

Ein erkenntnisreicher, aber auch echt düsterer Erfahrungsbericht.
Wedmavor einem Jahr

Hörbuch, Spieldauer: 8 Stunden und 39 Minuten, gelesen von Beate Rysopp.

Dieses Hörbuch fand ich ganz gut. Insb. wenn man tiefe, unverblümte Einblicke in die Küchenarbeit eines noblen Restaurants gewinnen möchte, ist es eine sehr gute Adresse.

KT beschreibt das Buch perfekt: „‘In den Küchen der Spitzen-Gastronomie wird ebenso viel geweint und gelitten wie gekocht …‘(…)“
Wie Klappentext besagt, hängt die Autorin ihren Journalistenberuf an den Nagel und stürzt mit Ende dreißig in das Abenteuer, ihren Wunschberuf von der Pike auf zu lernen. Verena möchte eine Profi-Köchin sein. Nach einem kurzen Praktikum in Deutschland, geht sie nach London zu "Le Cordon Bleu" und lässt sich dort ausbilden. Der Kurs hat es in sich. Nur die Besten unter den Aspiranten, mit extrem hoher Motivation und Unmengen an Disziplin und Durchhaltevermögen, schaffen es, ein Abschlusszeugnis zu bekommen. Aber der Hammer kommt, als sie als Hilfsköchin in einem Gordon Ramsay Sternelokal anfängt.

Sie gibt sich vor, eine bestimmte Zeit lang dort zu verbringen um zu lernen. Da bricht die Hölle los und lange Monate zählt sie Stunden und Tage, bis sie sich erlauben kann, dort zu kündigen. Es ist ein hartes Leben und Arbeiten am Limit für einen sehr bescheidenen Lohn. Sie wird ständig beschimpft, nur weil sie zu langsam ist oder nicht weiß, was und wie zu tun ist. Aber sie hat auch nette Kollegen, die ihr geduldig erklären, was und wie sie am besten vorbereiten kann, denn ihre Arbeit besteht anfangs aus dem Vorbereiten von Gemüse, Beschriften von Behältern, führen der Bestelllisten, etc.

Zusammen mit Verena trifft man ihre Kollegen, aus Ost- Und Westeuropa, oder auch engl. Vorgesetzte, die sie nur für kurze Zeit, aber intensiv von einer bestimmten Seite erlebt. Und da gewinnt man den Eindruck, in solchen Küchen und Restaurants arbeiten nur Verrückte. Daher passt der Titel wunderbar zum Inhalt.

Man gewinnt tiefe Einblicke in die Abläufe in einer Sterneküche, erlebt hautnah, was für ein Stress die Köche tagein tagaus erleben. Aber auch so etwas wie Warenkunde gibt es zuhauf: Babymörchen in diversen Farben, auf bestimmte feine Art geschnitten, und wehe nicht perfekt, dann gibt es Schimpfe, das Ganze landet im Essen für Personal und man darf von vorne anfangen. Zeitdruck wächst aber. Das Auseinandernehmen eines gekochten Schweinekopfes ist auch sehr detailliert beschrieben worden. Oder auch das Schlagen einer Mayonnaise und was tun, wenn die nicht gelungen ist.

In der Mitte hatte ich einen Durchhänger, denn der rote Faden war in den Unmengen an Details bei den Zutaten oder auch bei der deutlich schlechten und immer schlimmer werdenden Arbeitsatmosphäre, die auch sehr detailreich vor Augen der Leser/Hörer geführt wurde, kaum zu erkennen. Mir schien, man dreht sich im Kreis und es ist kein Ende in Sicht. Aber im letzten Viertel gab es Wettbewerb, bei dem Verena unbedingt mitmachen wollte, da wurde es doch spannender und heller von der Stimmung her insg.

Immer wieder im Verlauf der Geschichte, und insb. beim Wettbewerb, gab es Kämpfe mit sich selbst. Verenas innere Dämonen, Selbstzweifel der übelsten Sorte, folgten ihr auf ihrem steinigen Weg. Sie plagte sich mit Fragen a lá: Hat sie das Richtige getan?  Ob sie es überhaupt je schaffen würde, eine gute Köchin zu werden? Wozu das Ganze? Schaffe ich es überhaupt? Selbst während des Wettbewerbs kamen die Zweifel hoch und taten ihr Bestes, um Verena vom der erfolgreichen Teilnahme abzuhalten. Da kamen die Botschaften, die auch an die Leser gehen, z.B. Wenn du an dich selbst nicht glaubst, wer sonst soll es bitte tun? Verena verhält sich heldenhaft und überwindet, mehrmals im Verlauf des Buches, ihre Grenzen.

Es ist schon sehr mutig, den Erfahrungsbericht so offen und recht schonungslos zu verfassen. Es ist insg. recht düster geworden, mit etwas helleren Tönen und mehr Spannung zum Schluss.

Beate Rysopp hat gut gelesen, ihre Art und Stimme passten zum Inhalt sehr gut. Verenas Unnachgiebigkeit hat sie prima rübergebracht. Bei manchen Worten a.d. Englischen, es gibt übrigens viele Sätze, oder auch Schimpftiraden auf Englisch, und Fachbegriffen auf Französisch haperte es zwar, aber das Deutsche war ganz gut.

Fazit:  Wer mehr über das Arbeiten in einer Sterneküche erfahren möchte, kann hier gut zugreifen. Dieser Erfahrungsbericht ist detailreich und bildhaft erzählt, er gibt Einblicke in das Leben und Arbeiten als Koch in einer anspruchsvollen Küche. Man sollte sich aber gleich darauf einstellen, dass es kein easy going, bzw. Zuckerschlecken wird.

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