Verena Lugert Die Irren mit dem Messer

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Inhaltsangabe zu „Die Irren mit dem Messer“ von Verena Lugert

„In den Küchen der Spitzen-Gastronomie wird ebenso viel geweint und gelitten wie gekocht …“ Diese Erfahrung ist Verena Lugert von Anfang ihrer Kochkarriere in der Haute Cuisine an vertraut. In ihrem mitreißenden Memoir gibt sie eine Antwort auf die Frage, was einen Menschen wie sie dazu bringt, mit Ende dreißig ihre erfolgreiche Karriere als Journalistin aufzugeben und sich in die Küche eines Sternekochs wie Gordon Ramsay zu stellen, dort sechzehn Stunden am Tag zu malochen, körperliche Schmerzen und Erniedrigung zu erdulden und sich einem unvorstellbaren Anspruch nach Perfektion auszusetzen? Verena Lugert erzählt vom gnadenlosen Druck in der Sterneküche, von Adrenalin-Junkies, die jeden Neuen argwöhnisch auf Herz und Nieren prüfen, und von ihrem Selbstbehauptungswillen inmitten dieser unbarmherzigen Männerwelt. "Die Irren mit dem Messer" ist die faszinierende Geschichte einer mutigen Frau, die in London im "Le Cordon Bleu", der weltweit bekannten Kochschule, das Kochen für die Spitzen-Gastronomie lernt, um anschließend in einem Restaurant eines Sternekochs tagelang Schweinsköpfe zu zerlegen, glutheiße Herde zu schrubben – und es mit viel Schmerz und Tränen zu schaffen, endlich anerkannt und Teil eines Teams zu werden, das jeden Tag lukullische Kunstwerke auf den Teller zaubert.

Kochen ist auch eine Art Kunst. Eine Passion. Ein tolles und unterhaltsames Buch. Einblicke in die Sterne Küche Londons,

— Buchraettin

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  • Kochen ist auch eine Art Kunst. Eine Passion. Ein tolles und unterhaltsames Buch.

    Die Irren mit dem Messer

    Buchraettin

    13. October 2017 um 08:18

    Mit Ende 30 bricht die Autorin mit ihrem alten Leben und beschließt in London einen Kochkurs zu absolvieren. Einen intensiven Kochkurs einer bekannten Kochschule.Danach arbeitet sie in einem Restaurant in London. 16 Stunden Arbeitsschichten. Stress, Probleme mit dem Kollegen, Durchbeißen, körperliche Schwierigkeiten und doch den Ehrgeiz es schaffen zu wollen.Ein kleiner Hinweis zu Beginn des Lesens. Nicht lesen, wenn man Hunger hat, oder sich ein paar Snacks bereitstellen. Weil die Szenen, in denen sie beschreibt, welche Köstlichkeiten sie da zubereitet, mmh lecker. Was mich dann aber überrascht hat und manchmal auch etwas schockierte, sind zum einen die Arbeitszeiten, aber auch der Umgangston, die beschriebenen Erinnerungen von Köchen, die Aggressionen, der Stress.Die Autorin arbeitete vorher als Journalistin. Sie beschreibt in einer Szene ihre vorherigen Arbeitsplätze, die Erlebnisse, die sie als Journalistin beschrieben hat und das könnte ich mir auch sehr gut als ein eigenes Buch von ihr vorstellen. Ich finde, den Stil in diesem Buch sehr gelungen, da merkt man sehr genau, dass sie Schreiben kann und man spürt als Leser, dass sie nun Kochen will.Ich mochte hier den Stil der Autorin. Ihren Ehrgeiz, ihre Bemühungen, aber durchaus ihre Selbstreflexion in Bezug auf ihr eigenen Verhalten in der Küche. Die Arbeitsbedingungen, die wie ich das Empfinden hatte, zu einem eigenen Kosmos führen, in dem sich Köche bewegen, das war sehr interessant und auch informativ zu lesen und auch lebendig dargestellt.Aus den Zeilen spricht auch der Ehrgeiz der Autorin es zu schaffen in der Küche. Mit 39 Jahren nimmt sie dieses Abenteuer auf sich. Sie geht nach London, absolviert einen Kochkurs und beginnt in einem Restaurant zu arbeiten. Auf der untersten Hierachieebene, die die Küchen der Welt durchziehen. Ich kann mir gut vorstellen, Jugendliche oder auch Erwachsene, die mit dem Gedanken spielen, Koch zu werden, die sollten wirklich dieses Buch lesen. Ich fand es sehr beeindruckend, welche auch körperlichen Leistungen dahinter stehen. Welcher Einsatz verlangt wird, welche Atmosphäre in der Küche herrscht, welche Hierarchien, welche Disziplin und Ehrgeiz.Toll beschrieben sind auch die Lebensmittel mit denen dann gezaubert wird. Auch wer gern kocht, für den ist dieses Buch eine tolle Leseergänzung und wie ich finde, ein originelles Geschenk.Ich habe auch viel gelernt durch dieses Buch. Küchentechniken, Hierarchieebenen, Schimpfwörter in verschiedenen Sprachen, welche Leistungen Köche und Köchinnen bringen. Das Kochen auch eine Art Kunst ist. Eine Passion. Ein tolles und unterhaltsames Buch. Einblicke in die Sterneküche Londons.

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  • Mitten drin in der Haute Cuisine

    Die Irren mit dem Messer

    michael_lehmann-pape

    27. April 2017 um 15:17

    Mitten drin in der Haute Cuisine“Das ist zu langsam! Das ist katastrophal langsam! Are you a VERENA?“.Was keine schöne Umschreibung für den armen Tropf in der Küche ist, denn Verena arbeitet ja auch seit kurzem in einem der Gordon Ramsey Restaurants in London mit bestem Ruf und höchstem Anspruch.Und nachdem sie (nach einem Crashkurs an der bekanntesten Kochschule Europas) teilgenommen hat, nachdem Sie die „Feuertaufe“ mit den (ekligen) Schweins-Köpfen bestanden hat, nachdem sie daneben aber auch viele Fehler begangen hat und, vor allem, einfach zu langsam in allem ist, sich dies dann noch aus dem Mund er Chefin anhören?Da geht es, wie Verena Lugert intensiv und sehr ausführlich im Buch darlegt, nicht nur um einen rauen Ton in der Küche dieser Spitzengastronomie, da geht es auch ums innere Überleben. 16 Stunden Tage, Schicht für Schicht, ständige Perfektion ist gefordert. Und das in einer Gruppe von Menschen, die alle alles geben. Und von denen jeder nicht nur einen Anhauch eines, sondern je einen gewaltigen „Hau“ hat.Und der Gesang des Demi-Chefs am „Thono-Service“ ist da noch harmlos.Ein wenig bleibt einem als Leser da schon das Lachen im Hals stecken, trotz der mit trockenem Humor „gewürzten“ Darstellung Lugertds, wenn die Beziehungen zu den Kollegen von „resignierter Waffenstillstand“ zu „aufbrausender“ Wut gekennzeichnet sind und in den Pausen eh keiner mit ihr redet. ^Da braucht es schon „Verträge mit sich selbst“, um als eigentlich gestandene Journalistin mit gutem Auskommen aus Leidenschaft sich diesem Vorhof der Hölle zu stellen.Mit seinen dutzenden Kartoffelarten und der „Thunfisch-Krise“, welche die Gemüter zum sieden bringen wird (auch wenn der Thunfisch eher kalt am „Place“ ankommt.„Erst muss man buckeln und leiden, so spricht das Gesetz“. Für einen lachhaften Stundenlohn im teuren London bei bei Arbeitszeiten, die das soziale Leben zum Erliegen bringen.„Das ist doch nicht heiß, Idiot, das ist WASSER. Heiß wird es erst bei Öl und ab hundertachtzig Grad – und jetzt check endlich den Spargel im Wasser und zwar mit den Fingern, verdammt, denn nur die spüren, ob der Gar-Punkt jetzt stimmt.Gut, hier und da geht Lugert schon sehr ins Detail der Lebensmittel, der filigranen Zubereitung, aber im Gesamten führt sei ein intensives und reales Bild dessen vor, was weder am Tisch im Restaurant dem Gast noch bei Fernsehshows mit ihrer „herben Höflichkeit“ dem Zuschauer je zu Ohren kommt.Die strikte Hierarchie, den rüden Ton, die Hektik, die Erschöpfung, aber auch die Leidenschaft, das „daran wachsen“, die tiefe Freude an den Aromen und der Wunsch nach Perfektion.Eine hoch interessante, bestens zu lesende Lektüre.

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  • Ungeschönter Blick hinter die Kulissen der Haute Cuisine

    Die Irren mit dem Messer

    Havers

    12. April 2017 um 15:47

    Verena Lugert ist eine Quereinsteigerin am Herd, die es mit Ende dreißig noch einmal wissen will. Sie quittiert ihre Journalistenkarriere und wagt den Sprung in ein Metier, das sie bereits als Kind fasziniert und ihr gesamtes bisheriges Leben begleitet hat: Kochen, und zwar von der Pike auf. eine konventionelle Lehre würde aber zu lange dauern, und so schreibt sich Lugert in London an einer Zweigstelle der berühmten Kochschule „Le Cordon Bleu“ für einen Intensivkurs in sieben Monaten ein, der sie nach bestandener Abschlussprüfung mit einem „Diplôme de Cuisine“ in die Kochszene entlassen wird. Sie bleibt in London, und dann läuft es für sie wie nach Plan. Nach erfolgreichem Probearbeiten in einem neueröffneten Restaurant des berühmt-berüchtigten Sternekochs Gordon Ramsay erhält sie dort eine Anstellung als Commis, in der Küchenhierarchie sozusagen der Depp vom Dienst. Ihr Arbeitsalltag besteht fortan aus Waren verräumen, Arbeitsflächen putzen, Gemüse schneiden – alles, nur nicht kochen. Die Arbeitstage sind lang (16 Stunden üblicherweise), der Lohn gering (etwas über 4 Pfund), die Kollegen alles andere als freundlich und verständnisvoll. Frustration macht sich breit, und es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis Verena Lugert ihr Experiment als gescheitert betrachtet und die Flinte ins Korn wirft. Aber nach einem knappen Vierteljahr erreicht sie den Punkt, an dem sie ihre eigenen Fähigkeiten und ihr Verhalten in der Gruppe reflektiert und zu der Erkenntnis kommt, dass sie es selbst in der Hand hat. Das A und O in einer Restaurantküche ist die Organisation (Chaos entsteht ganz von selbst), von daher müssen bestimmt Abläufe minutiös geplant und eingehalten werden und der eigene Arbeitsplatz muss korrekt vorbereitet werden (Mise en place). Das ist die Lektion, die Lugert auf die harte Tour lernt. Gleichzeitig perfektioniert sie ihre Kochkünste, und so wird sie zunehmend auch mit verantwortungsvolleren Aufgaben betraut. Und am Ende ihres „Küchenpraktikums“ ist sie so fit, dass sie sich sogar traut, an einem von Ramsay organisierten internen Wettbewerb teilzunehmen. Es ist ein ungeschönter Blick hinter die Kulissen der Haute Cuisine, den Verena Lugert ihren Lesern in ihrer Reportage „Die Irren mit dem Messer“ gewährt. Besessene Köche schuften in der Sterne-Gastronomie unter eigentlich unzumutbaren Arbeitsbedingungen für einen Hungerlohn. Über die Motivation lässt sich streiten. Zum einen wollen sie natürlich ihre Fähigkeiten perfektionieren, zum anderen geht es aber in manchen Fällen auch nur darum, ihrer CV ein Highlight hinzuzufügen. Unbestritten bleibt, dass die monetäre Anerkennung ihnen weitestgehend verwehrt bleibt. Geld verdienen kann nur derjenige, der andere für sich arbeiten lässt. Wie Gordon Ramsay.

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  • Ein toller Einblick in die Küchen der Haute Cuisine

    Die Irren mit dem Messer

    zauberblume

    07. March 2017 um 06:10

    "Die Irren mit dem Messer" ist ein äußerst gelungener Debütroman von Verena Lugert. Sie zeigt uns in ihrem Buch, das es auch möglich ist, seine großen Träume zu verwirklichen.Sie ist eine erfolgreiche Journalistin, die schon die ganze Welt bereist hat und ihr eigener Herr ist. Sie kann sich ihre Zeit einteilen wie sie will und kann ihre Reportagen schreiben wo sie will. Doch sie hat einen großen Traum. Und sie beschließt sich diesen mit Ende 30 zu verwirklichen. Sie hängt ihren Journalistejob an den Nagel und begibt sich in die engen stickigen Küchen, wo sie im Schweiße ihres Angesichts alle Arbeiten verrichtet. Aber sie lernt das Kochen von der Pike auf und traut sich dann an Gordon Ramsays Kochwettbewerb teilzunehmen.Mit großer Begeisterung hat ich dieses Buch gelesen. Ich habe Verena für ihren Mut bewundert, denn es herrscht ja schon ein etwas anderer Ton in den Küchen der Haute Cuisine. Als Laie hat man ja wirklich keine Ahnung, wie es dort zugeht. Und Verena hat uns einen wunderbaren Einblick verschafft. Hier wird ja wirklich bis zum Umfallen gearbeitet. Ich höre noch das Zischen der Messer und hab den Geruch in der Nase. Jetzt kann ich mir alles viel besser vorstellen. Begeistert war ich von dem ganzen Buch, da spürt man einfach die Liebe zu diesem Job. Besonders toll fand ich das Kapitel Finale. Bei diesem Wettbewerb habe ich ja mit Verena mitgeschwitzt und mitgebangt. Ein absolutes Highlight. Du kannst ja wirklich mächtig stolz auf dich sein.Ein wirklich tolles herausragendes Buch, dass mir einen genialen Einblick in die Küchen der Welt gezeigt hat. Vielleicht gibts ja mal ein Kochbuch von Verena mit all diesen traumhaften Rezepten. Das Cover gefällt mir auch sehr gut. Selbstverständlich vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.

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