Von Elise

von Verena Maria Kalmann 
4,4 Sterne bei20 Bewertungen
Von Elise
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Positiv (16):
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Dieser Roman gehört eindeutig zu meinen Lesehighlights des Jahres! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

Kritisch (1):
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Die Geschichte des Romans hält keine Überraschungen bereit. Den Figuren fehlt es an Ecken und Kanten. Zudem mäßiger Schreibstil. Kann man le

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Inhaltsangabe zu "Von Elise"

Ein historischer Liebesroman über zwei Musikerinnen, die in unterschiedlichen Zeiten um ihre Existenz kämpfen.

Im Januar 2014 zieht die Geigerin Valerie Mollwitz von München nach Paris, um den Posten der zweiten Konzertmeisterin in einem Orchester anzutreten und die gescheiterte Beziehung zu ihrem Exfreund zu verarbeiten. Doch der Neuanfang in Paris entpuppt sich als wahre Katastrophe: Madame Prokova, die erste Konzertmeisterin, begegnet ihr feindselig, Freunde hat sie nicht und aufgrund mangelhafter Sprachkenntnisse kann sie den Alltag kaum bewältigen.
In dieser verfahrenen Situation findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise in den Hohlräumen ihres geerbten Biedermeiersofas. Die Lektüre führt Valerie in das beschauliche Bonn des Jahres 1914, wo sich die junge Pianistin Elise in den attraktiven Geiger Karl verliebt. Die beiden Musiker schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft, doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung. Tief berührt von Elises Geschichte, nimmt Valerie ihr Schicksal entschlossen selbst in die Hand und gibt der Liebe eine Chance.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781542046190
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:444 Seiten
Verlag:Tinte & Feder
Erscheinungsdatum:13.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    wbetty77s avatar
    wbetty77vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die Geschichte des Romans hält keine Überraschungen bereit. Den Figuren fehlt es an Ecken und Kanten. Zudem mäßiger Schreibstil. Kann man le
    Sehr langweilige und vorhersehbare Geschichte

    Als die Violinistin Valerie von der Orchesterprobe zurückkommt, erwischt sie ihren Freund mit ihrer besten Freundin in flagranti. Kurz darauf erhält sie ein Angebot aus Paris. Spontan organisiert sie den Umzug und lässt alles hinter sich. In Paris angekommen entpuppt sich der langersehnte Karrieresprung als Schleudersitz, da die Madame Provka Valerie deutlich zu verstehen gibt, wer in dem Orchester das Sagen hat. Auch ihre Kollegen halten Abstand zu der Neuen. Valerie muss sich behaupten.
    Valeries Sofa, ein Erbstück ihrer Großtante, hat den Umzug nicht heil überstanden. Als sie den Schaden begutachtet, findet Valerie im Hohlraum des Sofas das Tagebuch ihrer Großtante Elise. Sie beginnt es zu lesen und erfährt so von der Liebesgeschichte zwischen Elise, einer begabten Pianistin, und Karl, einem ausgezeichnetem Violinisten. Die beiden lernten sich über die Musik kennen und sehr schnell auch lieben. Valerie, ebenfalls eine Vollblutmusikerin, fühlt sich ihren Vorfahren sofort verbunden. Werden Elises Erfahrungen Valerie helfen, sich durchzusetzen und ihren Weg zu finden?


    Valeries Vertrag als Violinistin bei einem Münchner Orchester läuft bald aus und ihr Freund betrügt sie mit ihrer Freundin. Da kommt das Angebot aus Paris gerade recht. Spontan packt Valerie ihre Sachen, um die Stelle als 2. Konzertmeisterin anzutreten.
    Doch in Paris angekommen beginnen die Schwierigkeiten. Einerseits sind ihre Französischkenntnisse nicht die besten, andererseits spürt sie gleich am ersten Tag die Feindseligkeit der 1. Konzertmeisterin Madame Prokova und des Dirigenten ihr gegenüber. Ebenso reserviert verhält sich der Großteil der Kollegen. Valerie hat keinen guten Start und auch die ersten Wochen werden nicht einfacher für sie. Dauernd ist sie den Schikanen der 1. Konzertmeisterin ausgesetzt. Nur in Jan, Oboist und Vorstandsmitglied im Orchesterrat, findet Valerie einen ehrlichen Freund. Er bemüht sich sehr, sie zu unterstützen. Aber ob es sich nur um Hilfe unter Kollegen handelt?
    Als Valerie ihr beim Umzug ramponiertes Sofa, ein Erbstück, genauer untersucht, findet sie das Tagebuch ihrer Großtante Elise. Neugierig beginnt sie das Tagebuch zu lesen. Elise war eine talentierte Pianistin. Durch die Musik lernt sie Anfang 1914 Karl kennen. Er überredet sie mit ihm einige Stücke von Beethoven zu spielen. Er selbst spielt, wie Valerie, Violine. Während der Proben verlieben die beiden sich ineinander und als der Krieg ausbricht, heiraten sie im Schnellverfahren, weil Karl an die Front muss. Das Tagebuch erzählt von Schicksalsschlägen und vom Aufstehen und Weitermachen. Valerie gibt es den Mut, sich in der neuen Situation zurecht zu finden und sich zu behaupten. Überdies erfährt Valerie vieles über die Geschichte ihrer Familie.
    Wird Valerie sich in ihrer Stellung, die eine große Chance für sie bedeutet, gegen alle Widrigkeiten behaupten können?

    Die Geschichte ist nicht neu. Nach Jahrzehnten taucht ein Tagebuch o.ä. auf, das die heutige Figur in irgendeiner Weise beeinflusst. Doch kommt es immer darauf an, wie die Geschichte aufgebaut wird. Leider wird in diesem Roman schon im ersten Drittel klar, spannender wird es nicht werden. Brav wird Elises Geschichte runter erzählt. Sie muss einige Schicksalsschläge verkraften, doch der Versuch diese Dramatik auch dem Leser näher zu bringen, scheitert meiner Meinung nach kläglich am wenig authentischen Schreibstil. Dieser Schreibstil zieht sich durch den ganzen Roman. Oftmals werden für mein Empfinden auch seltsame Begriffe wie beispielsweise „Dealerei“ benutzt. Für mich wäre in dem Fall „Hehlerei“ der richtige Ausdruck.
    Von der Figur der Valerie war ich schon nach den ersten Kapiteln genervt. Sie soll Mitte dreißig sein, verhält sich in den meisten Situationen wie Anfang zwanzig. Sie wirkt brav und bieder und lässt – obwohl ihr die Stelle angeboten worden ist, weil sie eine herausragende Violinistin ist – alles über sich ergehen und hat dauernd Angst, dass sie gekündigt wird. Das ist dermaßen nervig!!!! Sie macht meiner Ansicht auch keine Entwicklung durch. Der ganze Roman ist zu sehr nach dem Schema „da die Guten, da die Bösen“ gezeichnet. Den Figuren fehlt es an Ecken und Kanten, die sind alle zu glatt in ihrer angedachten Rolle.
    Zudem verstrickt sich die Autorin zeitweise über die Maßen in musikalischen Fachsimpeleien, die man als Laie nicht versteht und die auch für die Geschichte völlig belanglos sind. Auf der anderen Seite hätte ich mir gerade was die Erwähnung von historischen Ereignissen, die in Elises Tagebuch auftauchen, mehr Genauigkeit gewünscht. Da wäre ein bisschen mehr Recherche und nicht nur Wiedergabe von Schulwissen angebracht gewesen.

    Alles in allem nette, anspruchslose Unterhaltung, bei der man gerne mal ein paar Seiten überblättern darf, ohne den Anschluss zu verlieren.

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    Tanzmauss avatar
    Tanzmausvor 5 Monaten
    Für Elise

    Gerade ging die Beziehung von Valerie Mollwitz in die Brüche und sie freut sich schon auf eine neue Stellung als zweite Konzertmeisterin in Paris. Weit weg von München und ihrem Exfreund. Doch schnell wird klar, ihre neue Vorgesetzte ist ein Drachen und ihr alles andere als wohlgesonnen. Da findet Valerie ein Tagebuch in ihrem alten Sofa. Es gehörte wohl ihrer Urgroßtante Elise, einer jungen Pianistin, die sich in den Konzertmeister Karl verliebte. Doch die Liebe wird auf eine harte Probe gestellt als kurz darauf der erste Weltkrieg ausbricht.

     

    Das Buch gliedert sich in zwei Zeitschienen. Zum einen begleitet der Leser 2014 Valerie Mollwitz, zum anderen Elise, die im Jahr 1914 begann, ein Tagebuch zu schreiben. Beide Personen sind sehr plastisch herausgearbeitet. Sowohl Valerie als auch Elise sind starke Frauen ihrer Zeit und haben einige Schicksalsschläge zu überwinden.

    Das Buch macht mir den Einstieg leicht, vor allem, da ich Tagebucheinträge und Geschichten auf zwei Zeitebenen sehr mag. Dem ganzen Buch wohnt ein gewisser feiner Zauber inne, der nicht zuletzt von der Liebe zur Musik herrührt.

    Es ist eine ruhige, aber dennoch sehr aufwühlende Geschichte. Die berührt und einen in sich fängt. Auch Tage nach den letzten Seiten, klingt die Geschichte immer noch nach und wer kennt nicht das berühmte Stück  „Für Elise“, welches mir während des Lesens immer im Ohr leise mitsummte.

     

    Fazit:

    Ein schönes Buch über zwei Frauen, die vielen trennt, aber auch einiges verbindet und die beide versuche, ihr Schicksal zu meistern ohne daran zu zerbrechen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderschönes musikalisches Buch fürs Herz <3
    "Von Elise" von Verena Maria Kalmann

    VON ELISE von VERENA MARIA KALMANN

    >>Im Januar 2014 zieht die Geigerin Valerie Mollwitz von München nach Paris, um den Posten der zweiten Konzertmeisterin in einem Orchester anzutreten und die gescheiterte Beziehung zu ihrem Exfreund zu verarbeiten. Doch der Neuanfang in Paris entpuppt sich als wahre Katastrophe: Madame Prokova, die erste Konzertmeisterin, begegnet ihr feindselig, Freunde hat sie nicht und aufgrund mangelhafter Sprachkenntnisse kann sie den Alltag kaum bewältigen. In dieser verfahrenen Situation findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise in den Hohlräumen ihres geerbten Biedermeiersofas. Die Lektüre führt Valerie in das beschauliche Bonn des Jahres 1914, wo sich die junge Pianistin Elise in den attraktiven Geiger Karl verliebt. Die beiden Musiker schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft, doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung. Tief berührt von Elises Geschichte, nimmt Valerie ihr Schicksal entschlossen selbst in die Hand und gibt der Liebe eine Chance.<<

    „Von Elise“, geschrieben von der Autorin Verena Maria Kalmann ist in meinen Augen ein sehr besonderer Roman. Er vereint zwei Geschichten innerhalb einer Familie zu verschiedenen Zeiten. Verknüpft ist das Ganze mit klassischer Musik, sie spielt in beiden Geschichten eine ganz wichtige Rolle und ist für mich als Leser fast schon hörbar gewesen.
    Mich persönlich haben die Tagebucheinträge von Elise am meisten berührt und bewegt. Ihre Geschichte erzählt von einer tiefen Liebe in einer Zeit, in der Hoffnung rar gesät ist und dennoch ist der kleine Funken greifbar. Durch die Musik, die Elise und Karl verbunden hat, findet sie ihren Weg aus dem Schmerz zurück ins Leben und sendet diese Hoffnungsfunken in Form ihrer geschriebenen Worten viele Jahre später an Valerie.

    Mein Fazit:
    Ein musikalisch literarisch wirklich berührendes Werk, das ich jedem wirklich empfehlen möchte, der die Romantik und Tragik des Lebens gespickt mit klassischer Musik in Form geschriebener Zeilen in sein Herz lassen möchte.

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    Aspasias avatar
    Aspasiavor 10 Monaten
    Ein Leben in a-Moll...

    Auch wenn das Klavierstück in a-Moll 59 WoO aus dem Jahr 1810 komponiert von Ludwig van Beethoven (get. 1770-1827)  „Für Elise“ heißt und nicht "von", kommt bei diesem Romantitel selbst dem größten Klassikbanausen zu Recht jene wohlbekannte Melodie in den Kopf.

    Wem nicht, der nutze den Link der Musikdatei:

    https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Für_Elise?uselang=de

    Der Titel „Für Elise“ geht auf eine verschollene Niederschrift Beethovens zurück. „Für Elise am 27. April zur Erinnerung L. v. Bthvn“ soll laut des Musikwissenschaftler Ludwig Nohl (1831-1885) auf dem Blatt gestanden haben, dass er 1865 bei einer Industrielehrerin in München fand und bis heute streiten seine Kollegen, wer wohl diese geheimnisvolle Elise gewesen sein mag.

    In dem gelungenen Debut der Übersetzerin und Musikerin Verena Maria Kalmann ist es der Fund eines Tagebuchs mit der Überschrift „Von Elise“ aus dem Jahr 1914, der die Geheimnisse der Bonner Urgroßtante der Finderin über Jahrzehnte in einem Biedermeiersofa gut verwahrt hatte. Sie wollte so verhindern, dass nach ihrem Tod mit 87 Jahren ihre direkten Verwandten schmerzhafte Wahrheiten darin lesen mussten, hoffte aber darauf, dass spätere Nachfahren ihre beeindruckende Lebensgeschichte hören wollten.

    Elise, eine ausgebildete Pianistin, hat diesem Buch seit sie es als junges Mädchen von ihrer zwei Jahre älteren Schwester Maria geschenkt bekommen hat, all ihre Geheimnisse anvertraut. Sie berichtet darin aus ihrem Leben und vor allem von ihrer großen, tragischen Liebe zu Karl Finkenberg, einem Konzertmeister und Violinisten, und ihrer gemeinsamen Liebe zur Musik Beethovens, die sie ihr Leben lang begleitet. Denn Karl, der sensible Schöngeist, stirbt wie so viele Andere, im Juni 1916 auf den Schlachtfeldern von Verdun, in einem Krieg, den er nicht wollte. Die Schilderung und Auslassungen seiner Kriegserlebnisse in den Briefen an Elise sind sicherlich mit die eindrucksvollsten Passagen des Romans.

    Die Finderin des versteckten Nachlasses, die Mittdreißigerin Valerie Mollwitz, ist auch Musikerin. Eine Konzertgeigerin, die sich mit Mutterschaftsvertretungen und ähnlich kurzen Gastspielen von einem Zeitvertrag zum nächsten hangelt und den Traum von einem Festengagement schon fast aufgegeben hat, als sie nur wenige Tage vor Weihnachten 2013 ihren langjähriger Partner Adrian mit ihrer besten Freundin Carmen in flagranti in ihrer gemeinsamen Wohnung erwischt. Trotz Schocks ist sie Herrin ihrer Sinne genug den Untreuen vor die Tür zu setzen. Gerade als sie sich ihrem Elend hingeben will, erreicht sie eine telefonische Anfrage ein Pariser Orchester kurzfristig als stellvertretende, zweite Konzertmeisterin zu unterstützen. Sie hatte sich dort vor Monaten einem Wettbewerb um die begehrte Festanstellung gestellt , war aber zu ihrem Bedauern nur Zweite geworden. Die erste Wahl hat nun aber gekündigt und Valerie könnte ihre Position übernehmen, wenn sie und ihre Violine schon Anfang Januar in der französischen Kapitale bereitstünden. Ohne lang zu überlegen, snimmt sie das so verlockend klingende Angebot an. Sie sieht darin einen Wink des gerade so gemein zugeschlagenen Schicksals, ihre Chance auf einen Neuanfang, beruflich, aber auch privat.

    Der stellt sich dann aber nicht als der erträumte, dornenlose Rosengarten heraus, nicht als die in den Schoss gefallene Rettung vor dem gescheiterten Leben in München, das Gegenteil ist der Fall.

    Die ältliche, erste Konzertmeisterin, Madame Prokova, ihre direkte Vorgesetzte, ist eine wahre Meisterin des Mobbings, das international besetzte Orchester gespalten, ihr Schulfranzösisch so eingerostet, dass es kaum zum Ordern eines Café au lait reicht und die Grand Nation zu selbstverliebt für eine Fremdsprache, die Wohnung zur Zwischenmiete polarkalt, so dass ein fieser Angriff von Erkältungsviren in der Probezeit schon fast ihr letztes Stündlein einläutet…

    Ein völliges Desaster, wenn da nicht Jan, ein Orchesterkollege, dessen Oboespiel sie vom ersten Zusammentreffen an in seinen Bann zieht und natürlich Elises Tagebuch wäre. Diese Ahnin, von der sie bis dato nicht viel wusste, die auch nicht auf Rosenblätter gebettet war und die, trotz vieler Stürze, immer wieder aufgestanden ist, wird Valerie nun fast 100 Jahre später von Seite zu Seite zum Rollenmodell. Auch sie beginnt zu kämpfen.

    Kalmann hat ihren Stoff gut komponiert, abwechselnd lässt sie die zwei Frauen aus ihrem Leben erzählen, wobei der Leser immer wieder auf das verbindende Element der klassischen Musik als Passion und Profession trifft, deren Besonderheiten sie auch Laien sehr anschaulich näher bringt. Etwas schade hingegen fand ich den Gleichlaut der Erzählerinnenstimmen der beiden Frauen, die doch immerhin fast ein Jahrhundert trennt. Natürlich, berührend die Liebesgeschichte von Elise und Karl. Lieben wir nicht alle unvollendete Lieben, weil sie uns nicht mehr beweisen können, dass sie die Zeit nicht überlebt hätten?! Mir persönlich etwas zu sehr auf „Happy, happy ending“ gestrickt war die berufliche Entwicklung Valerie und ihre Beziehung zu Jan, aber so what, manchmal muss eben auch mal alles gut werden.

    Ein gefühliger Liebesroman mit eigenem Soundtrack für kalte Wintertage.


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    tinstamps avatar
    tinstampvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Dieser Roman gehört eindeutig zu meinen Lesehighlights des Jahres! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!
    Eines meiner Lese-Highlights des Jahres!

    Diesen wunderbaren Roman durfte ich wieder im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen und ich freue mich sehr, dass ich die Möglichkeit hatte dieses Buch zu lesen, denn es gehört eindeutig zu meinen Highlights des Jahres.
    Wie man aus dem Titel schon vermuten kann, spielt der Debütroman von Verena Maria Kalmann in der Welt der klassischen Musik. Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man versinkt sofort in der Welt der Musik...

    Über hundert Jahre spielt die Geschichte zweier Frauen, Großtante und Nichte, beides Musikerinnen. Die Erzählung aus der Gegenwart beginnt im Januar 2014. Die Geigerin Valerie Mollwitz steht vor den Scherben ihrer Beziehung, als sie ein interessantes Angebot aus Paris erhält. Sie soll als zweite Konzertmeisterin auf Probe in einem Orchester mitwirken. Nach dem Betrug ihres Freundes Adrian, sowie keinerlei weiteren Jobaussichten in München, nimmt sie das Angebot an. Valerie findet jedoch mit ihren unzureichenden Sprachkenntnissen sehr schwer Anschluss. Madam Prokova, die erste Konzertmeisterin, ist ein wahrer Drachen und der Leistungsdruck enorm. Ihre zur Verfügung gestellte Wohnung ist unzureichend geheizt und schmutzig. Valerie hat nur wenige Dinge aus München mitgenommen. Eines davon ist das Biedermeiersofa ihrer Urgroßtante Elise, das bei der Übersiedlung beschädigt wurde. Darin findet sie ihr altes Tagebuch, in dem Elise genau vor 100 Jahren angefangen hat über ihr Leben zu schreiben....
    Im Jahr 1914 ist Elise gerade 21 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern, ihrer älteren Schwester Marie, Bruder Max und ihrer jüngeren Schwester Lotte in Bonn und ist Pianistin. Als sie den Geiger Karl Lambrecht kennenlernt, ist es Liebe auf den ersten Blick. Beim gemeinsamen musizieren und ihrer Liebe zu Beethoven nähern sich die Beiden langsam an. bald sind die Beiden verlobt und die Hochzeit ist für den Herbst geplant. Doch nur wenige Monate später bricht der erste Weltkrieg aus und Karl muss an die Front.....

    Die Geschichte wechselt stetig zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Musik, die Liebe und die Familie stehen dabei in beiden Zeitebenen im Mittelpunkt. Valerie lernt durch die Lektüre des Tagesbuches aus der Stärke ihrer Urgroßtante und beginnt sich ihren Problemen zu stellen. Der Blick hinter die Kulissen eines Orchesters, sowie eindeutiges Mobbing, werden sehr realitätsnah beschrieben. Aber nicht nur Valerie kämpft mit dem Leistungsdruck und ihrer Einsamkeit. Elise hat in der Vergangenheit viele Schicksalschläge zu verkraften. Die Not während des Krieges und der große Verlust fordern ihr sehr viel ab.
    Mir passiert es selten, dass ich bei einem Buch weinen muss, im Gegesnatz zu Filmen, wo ich sehr nah am Wasser gebaut bin. Doch "Von Elise" konnte mich so berühren, dass ich nach einem bestimmten Abschnitt sehr stark mit den Tränen kämpfen musste....

    Die beiden Handlungsstränge rund um Elise und Valerie sind perfekt miteinander verwoben und ergeben zum Ende hin ein perfektes, abergundetes Bild. Mich konnten beide Zeitebenen absolut überzeugem, was bei mir äußerst selten vorkommt, da der Vergangenheitsstrang zu 99% immer besser punktet. Es kommt selten vor, dass mich ein Autor/eine Autorin auf beiden Zeitebenen überzeugen kann. Verena Maria Kalmann ist dies bereits in ihrem Debütroman gelungen - bravo!

    Schreibstil:
    Der Schreibstil der Autorin ist sehr emotional, bildreich und lässt sich wunderbar lesen. Das einzige kleine Manko, das mir aufgefallen ist, sind die manchmal etwas hölzernen Dialoge. Das ist aber Kritik auf hohem Niveau.
    Die Musik bildet vom Anfang bis zum Ende den gemeinsamen roten Faden. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Valerie in der dritten Person, sowie aus der Sicht von Elise in Form von Tagebucheinträgen in der Ich-Form, erzählt.

    Fazit:
    Wie sich vom Titel und Cover bereits ableiten lässt, dreht sich hier viel um Musik. Aber auch für Leser, die Familiensagen und Romane auf zwei Zeitebenen lieben und nicht viel mit Musik zu tun haben, werden diesen Roman lieben! Verena Maria Kalmann ist ein bewegender Roman gelungen, der mir wunderbare und sehr emotionale Lesestunden bereitet hat. Dieser Roman gehört eindeutig zu meinen Lesehighlights des Jahres! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

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    buchstabensammlerins avatar
    buchstabensammlerinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein fesselndes Buch über die Liebe und die Musik
    Ein Buch wie eine Symphonie

    Rund ums Buch:
    Titel: Von Elise
    Autor: Verena Maria Kalmann
    Verlag: Tinte & Feder
    ISBN: 978-1-54204-619-0

    Cover:
    Ein schlichtes, dem Thema aber sehr nahekommendes Titelbild. Klavierspielende Hände, und hier ist dann auch gleich die Verbindung zum Titel geschaffen. Gefällt mir sehr gut.

    Inhalt/Schreibstil:
    Das Buch ist wunderbar leicht lesbar und in einem Wechsel von Tagebucheinträgen von Elise – beginnend 1914 – und dem Leben von Valerie – beginnend 2013 - geschrieben. Valerie, die Hals-über-Kopf nach Paris umzieht, um dort eine Orchesteranstellung anzutreten, findet in ihrem alten Biedermeiersofa das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise, die vor genau 100 Jahren dieses angefangen hat zu schreiben. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und Valerie liest im Tagebuch und diese Kapitel sind aus Sicht von Elise so wunderbar herzig geschrieben. Auf der einen Seite die Liebesgeschichte von Elise, wie sie ihren Karl kennen und lieben lernt und wie die beiden durch die Musik quasi verschmelzen.
    Auf der anderen Seite Valerie, deren Mutter überhaupt nicht verstehen kann, dass sie so abrupt nach Paris geht, um die neue Orchesterstelle anzutreten, aber auch gleichzeitig sich von ihrem untreuen Freund zu entfernen, der sie so verletzt hat. Valerie erzählt sonst niemanden, dass sie nach Paris geht und steht erst einmal ziemlich alleine dort. Schnell wird auch klar, dass die neue Stelle kein leichtes Unterfangen wird.

    Meine Meinung:
    Schon der Prolog zieht einen in die Gedanken von Elise und man möchte nur weiterlesen. Das Buch handelt von Liebe, Familie, schweren Schicksalsschlägen, Krieg, Hass und vor allem von Musik. Für Freunde der Klassischen Musik ist dieses Buch eine Wonne, es werden über 20 klassische Stücke explizit in der Geschichte angesprochen und eingebunden.
    Als Leser kann man sich schnell in die Handlungsstränge versetzen und man lebt mit, was den Protagonisten passiert, denn sie sind so ehrlich und realistisch beschrieben, dass man das Buch sehr mitfühlt. Meiner Meinung nach hat Verena Maria Kalmann durch den Wechsel zwischen Vergangenheit/Kriegsgeschehen und heutiger Zeit, den trotzdem immer wiederkehrenden Problemen in Familie, Freundeskreis und Arbeit, ein herausragendes Buch geschrieben, für Menschen, die sich gerne mit Familiengeschichten, Historie und Musik beschäftigen. Es passiert so viel, dass man das Buch nicht beiseitelegen möchte und sicherlich habe ich es nicht das letzte Mal gelesen.

    Fazit:
    Für mich ist dieses Buch wie eine Symphonie:
    Der erste Satz: schnell und ereignisreich, hier kommt man in die Geschichte rein und wird davon getragen und wie in der Symphonie gibt es zwei Themen. Elise und Valerie.
    Dann der zweite Satz: die Verluste, das Weitermachen. Der langsamere und für den Leser traurige Teil des Buches. Die Mollparallelen...
    Im dritten Satz nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf, das Scherzo oder Menuett... hier passiert so viel, dass man auch nicht abwarten kann, weiter zu lesen, bis zum Finale im vierten Satz. 

    Für mich das Lesehighlight im November und seit langem wieder ein Buch, was mich zu Tränen gerührt hat. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.





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    Cellissimas avatar
    Cellissimavor einem Jahr
    Wunderschönes und bemerkenswertes Debüt!

    Bonn im frühen 20. Jahrhundert: Die Pianistin Elise verliebt sich in den Geiger Karl. Alle Zukunftspläne werden jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zunichte gemacht.
    Um ihren Schmerz zu verarbeiten, führt Elise fortan ein Tagebuch.

    Paris im Jahre 2014: Die Geigerin Valerie ist gerade in die Stadt der Liebe gezogen, nachdem ihr Ex sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat. Sie hofft darauf, nach der Probezeit eine Festanstellung als zweite Konzertmeisterin zu bekommen. Schon bald jedoch fragt sie sich, ob diese Entscheidung wirklich richtig war, denn die erste Konzertmeisterin will mit allen Mitteln verhindern, dass Valerie die Probezeit übersteht, und macht ihr das Leben zur Hölle; sie kennt keinen Menschen; und schließlich ist da noch die Sprachbarriere ...

    Inmitten ihrer Verzweiflung findet Valerie in ihrem Sofa, einem Erbstück, Elises Tagebuch. Deren Einträge bieten ihr nahezu täglich eine Flucht aus dem Alltag und gleichzeitig neue Kraft für selbigen.
    So wie Elise gibt auch Valerie nicht auf und glaubt weiterhin an die Liebe ...

    ******

    "Von Elise" ist ein bemerkenswertes Debüt und eines meiner absoluten Lese-Highlights 2014.
    Der Roman ist hervorragend geschrieben, der Schreib- und Erzählstil besticht durch seine Schönheit und Eleganz.
    Die beiden Erzählstränge, Vergangenheit und Gegenwart, stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander, wechseln einander harmonisch ab, gehen fließend ineinander über.
    Figuren, Orte und Zeiten werden im Nu lebendig.
    Es ist einer der ganz wenigen Romane mit Weltkriegs-Thematik, die ich mit 5 Sternen bewerte, weil hier wirklich alles authentisch und stimmig ist.
    Vermutlich liegt es auch daran, dass die klassische Musik mit die zentrale Rolle spielt und ich selbst Musikerin bin. Es ist angenehm, dass die Weltkriegs-Thematik, die schnell zu viel werden kann, nicht alleine steht.
    Liebe, Musik, Familie und Schicksalsschläge stehen hier im Mittelpunkt. Es ist eine wunderschöne Geschichte, sie ist aber auch extrem traurig, dramatisch, ergreifend und zu Herzen gehend.
    Es passiert selten, dass ich während des Lesens weine, doch hier sind in mehreren Abschnitten Tränen geflossen. Das Leben und Schicksal von Elise und Valerie wird für den Leser sehr greifbar, umso mehr, da es sich um zwei absolut lebensechte und liebenswerte Figuren handelt.
    Man erfährt nicht nur viel über das Leben ab dem Jahre 1914, sondern bekommt über Valerie auch einen guten Einblick in den heutigen Orchesterbetrieb. Dabei wird schonungslos hinter die Kulissen geblickt und werden auch Dinge wie Leistungsdruck und -kampf, Mobbing etc. nicht ausgelassen.

    ******

    Fazit: Ein absolut lesenswertes Debüt. Alle, die historische Romane, die sich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigen, Liebes- und Familiengeschichten mögen, werden begeistert sein. -Und alle, die obendrein noch klassische Musik mögen, werden "Von Elise" sowieso lieben!

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    Gwendolyn22s avatar
    Gwendolyn22vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Berührender historischer Liebesroman mit musikalischem Hintergrund und zwei starken Frauen 1914 bzw. 2014. Beeindruckend!
    Musik und Historie wunderschön verknüpft!

    Inhalt:

    Als Violinistin Valerie ihren Freund mit ihrer besten Freundin erwischt, nimmt sie überstürzt ein Angebot an, im Orchester in Paris als zweite Konzertmeisterin zu arbeiten. Schnell merkt sie, dass sie sich in Frankreich mit der fremden Sprache und einer feindseligen Kollegin unwohl fühlt.

    In ihrem alten Sofa findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise, die ihr durch ihre Einträge vor 100 Jahren Mut macht, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen.




    Meine Meinung:

    Den Aufbau mit zwei Erzählsträngen, in denen abwechselnd aus Elises Sicht (Tagebucheinträge) und Valeries Sicht erzählt wird, finde ich sehr gelungen. Dies hält auch die Spannung aufrecht.

    Die Charakterzeichnungen finde ich allesamt gelungen, sowohl bei den weiblichen Protagonistinnen als auch bei den anderen Figuren, auch bei den unsympathischeren Zeitgenossen. Ihre Handlungen und Gefühle sind stets mit wenig Dramatik, aber trotzdem sehr eindrücklich und eindringlich beschrieben, so dass man die Protagonistinnen sofort ins Herz schließt.

    Sowohl der historische Hintergrund mit dem ersten Weltkrieg als auch der musikalische Zusammenhang – Elises Pianistinnentätigkeit in Ensembles und als Klavierlehrerin und Valeries Posten als zweite Konzertmeisterin im Orchester in Paris beschreibt die Autorin sehr interessant, eindrücklich und authentisch mit allen Facetten.

    Auch die verschiedenen Handlungsorte – Paris, Bonn & Brügge – haben mir gut gefallen.


    Es sei noch zu erwähnen, dass ich eigentlich gar keine Leserin historischer Romane bin, was sich ab jetzt vielleicht ändern wird!




    Fazit:

    Eine sehr runde Geschichte, die ergreifend und berührend ist, in einer unaufdringlichen und ruhigen Erzählweise und mit viel Emotion.

    Mehr davon!


    Herzlichen Dank, liebe Verena, für die schöne Leserunde. Ich freue mich schon auf Dein nächstes Buch. :-)


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    StephaniePs avatar
    StephaniePvor einem Jahr
    Von Elise

    Als Valerie herausfindet, dass ihr Lebensgefährte eine Affäre mit ihrer besten Freundin hat, bricht für sie eine Welt zusammen. Genau zu dieser Zeit erhält sie das Angebot als Konzertmeisterin auf Probe in Paris zu arbeiten. Die begabte Geigerin begibt sich nach Paris, ohne richtige Wohnung, mit fehlenden Sprachkenntnissen und ohne Familie und Freunde. Schnell findet sie in ihren Orchesterkollegen den einen oder anderen Freund, allerdings werden ihr von der Konzertleitung und der aktuellen Konzertmeisterin viele Steine in den Weg gelegt und das Leben schwer gemacht. Während des Umzugs findet Valerie eingenäht in ihr altes Biedermaiersofa das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise. Elise war im zwanzigsten Jahrhundert eine begabte Pianistin, die sich unsterblich in Karl, einen Geigenspieler verliebt hat. Im Tagebuch beschreibt sie sehr emotional ihre wunderschöne Zeit gemeinsam mit der Liebe ihres Lebens und wie der Krieg die beiden auseinandergerissen und Elises Leben verändert hat.

     

    Verena Maria Kalmann schafft es mit ihrem emotionalen und bildlichen Schreibstil ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu begeistern. Die beiden Handlungsstränge rund um Elise und Valerie werden sehr gelungen und emotional verbunden. Als Leser hat man das Gefühl zwei Freundinnen zu gewinnen und ich musste mich mit ihnen mitfreuen, mitleiden und auch mitweinen.  Es wechseln sich immer wieder Kapitel rund um Valeries Leben und Elises Tagebucheinträge ab. Die Autorin hat es geschafft die Handlungen sehr gelungen zu verbinden, wodurch sich das Buch sehr flüssig lesen lässt.

     

    Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben, wodurch der Leser schnell Sympathie oder Antipathie entwickeln kann. Vor allem die zum Teil sehr liebenswerten Charaktere, wie Elise und Valerie, wuchsen mir sofort ans Herz, wodurch mich ihre Geschichten emotional sehr ergreifen konnten.

     

    „Von Elise“ ist geschichtlich sehr gut recherchiert. Der Leser merkt sofort, dass sich Verena Maria Kalmann unglaublich gut mit dem 20 Jahrhundert und den beiden Weltkriegen befasst hat. Als Leser fällt einem auf, dass alles Geschichtliche im Buch Hand und Fuß hat. Auch mit wenig  geschichtlichem Vorwissen kann man ohne Probleme in die Handlung einsteigen und dieser bis zum Ende folgen. Durch den bildlichen Schreibstil in den Tagebucheinträgen fühlt man sich sofort in Elises Zeit hineinversetzt, wodurch die Handlung besonders authentisch wird.

     

    Ich habe schon viele wundervolle und emotionale Bücher gelesen, aber „Von Elise“ übertrifft alle anderen Bücher! Ich war noch nie so ergriffen und begeistert von einer Handlung.  Dies liegt vor allem an dem bildgewaltigen Schreibstil. Ich konnte mir alles genau vorstellen und die beschriebenen Konzerte und Melodien beinahe hören.  Eigentlich bin ich nicht nah am Wasser gebaut, aber das Buch hat mich so ergriffen, dass ich die ein oder andere Träne wegblinzeln musste.

     

    FAZIT:
    „Von Elise“ hat mich nicht nur emotional ergriffen sondern auch von Anfang bis Ende verzaubert. Ich bin etwas traurig, dass das Buch schon zu Ende ist und ich werde es sicher erneut lesen. Ich hoffe auf viele weitere Bücher der Autorin und empfehle wirklich jedem dieses Buch und die wundervolle Handlung zu lesen. Daher vergebe ich 5 Sterne!

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    Sturmhoehe88s avatar
    Sturmhoehe88vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Geschichte die Berührt und zu Herzen geht
    Wundervoll...

    Inhaltsangabe zu „Von Elise“ von Verena Maria Kalmann

    Im Januar 2014 zieht die Geigerin Valerie Mollwitz von München nach Paris, um den Posten der zweiten Konzertmeisterin in einem Orchester anzutreten und zugleich ihrem Exfreund den Rücken zu kehren, der sie kurz zuvor betrogen hat. Doch der Neuanfang in Paris entpuppt sich als wahre Katastrophe: Madame Prokova, die erste Konzertmeisterin, begegnet ihr feindselig, Freunde hat sie nicht und aufgrund mangelhafter Sprachkenntnisse kann sie den Alltag kaum bewältigen. In dieser verfahrenen Situation findet sie das Tagebuch ihrer längst verstorbenen Urgroßtante Elise in den Hohlräumen ihres geerbten Biedermeiersofas. Die Lektüre führt Valerie in das beschauliche Bonn des Jahres 1914, wo sich die junge Pianistin Elise Lambrecht in den Geiger Karl Finkenberg verliebt. Die beiden Musiker schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft, doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung. Während Valerie liest, wie ihre Urgroßtante hundert Jahre zuvor als Klavierlehrerin um ihren Lebensunterhalt kämpfen musste, scheint ihr eigener Kampf gegen die Intrigen im Orchester und vor allem gegen Madame Prokovas Boshaftigkeit immer aussichtsloser zu werden. Nur der Oboist Jan van Gelde steht ihr bei, und bald merkt sie, dass sie mehr für ihn empfindet als reine Freundschaft. Doch es kursieren Gerüchte, dass Jan mit der Flötistin liiert ist. Und als plötzlich auch noch Valeries Exfreund in Paris auftaucht und sie zurückholen will, weiß sie gar nicht mehr, wem sie glauben soll und was sie eigentlich will. Sie lässt sich schließlich von Elises Tagebucheinträgen leiten.


    Meine Meinung


    Dieser Roman entführt die Leser in eine Welt der klassischen Musik, und rührt einen zu Herzen. Die Geschichte ist ein schöner Liebesroman der nicht für zwischendurch gemacht ist. Der Schreibstil ist gehoben dennoch locker und sehr angenehm. Ich habe mich von dieser Geschichte verzaubern und mitreisen lassen. Und kann diese daher nur sehr empfehlen.

    Klare Kauf und Leseempfehlung!

    5/5 Sterne

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Liebe Leserinnen und Leser,

    gerne möchte ich euch einladen, an der Leserunde zu meinem Roman „Von Elise“ teilzunehmen. Es ist ein Liebesroman vor historischem Hintergrund, der von zwei Musikerinnen handelt, die in unterschiedlichen Zeiten um ihre Existenz kämpfen. Hier der Inhalt in Kürze:

    Bonn, 1914: Die Pianistin Elise Lambrecht verliebt sich in den Geiger Karl Finkenberg. In ihrer Verliebtheit nimmt sie von der sich zuspitzenden weltpolitischen Lage zunächst keine Notiz. Doch kurz vor ihrer Hochzeit bricht der Erste Weltkrieg aus und macht mit einem Schlag die Pläne des jungen Paares zunichte. Ihrem Tagebuch vertraut Elise fortan all ihre Träume, Ängste und Nöte an.

    Paris, 2014: Die Geigerin Valerie Mollwitz, bitter enttäuscht von der Liebe, kehrt Deutschland und ihrem Ex-Freund den Rücken und tritt eine neue Stelle in einem Pariser Orchester an. Schon bald gerät sie unter die Räder des erbarmungslosen Konkurrenzkampfes, der unter den Musikern herrscht. Vor allem die Konzertmeisterin, Madame Prokova, macht ihr das Leben zur Hölle. Da Valerie zudem nur unzulänglich Französisch spricht, vereinsamt sie immer mehr. Ihr einziger Halt ist das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise, das ihr beim Umzug in die Hände gefallen ist. Können die Texte, die Elise hundert Jahre zuvor geschrieben hat, Valerie nun helfen, sich ein neues Leben aufzubauen und auch der Liebe wieder eine Chance zu geben?

    Wie ihr anhand der Inhaltsangabe sehen könnt, geht es in meinem Buch neben den Liebesbeziehungen der beiden Protagonistinnen um viel Musik. Ich spiele selbst Geige und Klavier und bin in mehreren Orchestern und Kammermusikensembles aktiv. Allerdings braucht ihr als Leser/innen keine besonderen Kenntnisse der klassischen Musik zu haben; es reicht völlig, wenn ihr ein wenig Interesse dafür mitbringt und neugierig seid, wie Musiker arbeiten und wie es hinter den Kulissen von Orchestern bisweilen aussieht. Vielleicht mögt ihr euch während oder nach der Lektüre auch das ein oder andere Musikstück anhören, das ich in meinem Buch erwähne. Lohnen würde es sich auf jeden Fall!

    Wenn ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet und euch bis zum 18.11.2017 für eines der 10 Printexemplare bewerben wollt, die uns der Verlag Tinte & Feder zur Verfügung gestellt hat, dann schreibt mir kurz, weshalb ihr euch für die Geschichte interessiert und ich packe euch in den Lostopf. Aber auch, wenn ihr bei der Verlosung kein Glück habt, könnt ihr euch das Buch gern auf eine andere Weise besorgen und mitdiskutieren. Ich werde versuchen, zeitnah auf eure Beiträge zu antworten, bitte aber schon jetzt um Verständnis, dass es mir wahrscheinlich nicht immer möglich sein wird, mich täglich zu melden, da ich beruflich öfters unterwegs bin. Jedenfalls freue ich mich sehr auf eure Beiträge! Eure Verena Maria Kalmann
    Zur Leserunde

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