Verena Maria Kalmann Von Elise

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Inhaltsangabe zu „Von Elise“ von Verena Maria Kalmann

Im Januar 2014 zieht die Geigerin Valerie Mollwitz von München nach Paris, um den Posten der zweiten Konzertmeisterin in einem Orchester anzutreten und zugleich ihrem Exfreund den Rücken zu kehren, der sie kurz zuvor betrogen hat. Doch der Neuanfang in Paris entpuppt sich als wahre Katastrophe: Madame Prokova, die erste Konzertmeisterin, begegnet ihr feindselig, Freunde hat sie nicht und aufgrund mangelhafter Sprachkenntnisse kann sie den Alltag kaum bewältigen. In dieser verfahrenen Situation findet sie das Tagebuch ihrer längst verstorbenen Urgroßtante Elise in den Hohlräumen ihres geerbten Biedermeiersofas. Die Lektüre führt Valerie in das beschauliche Bonn des Jahres 1914, wo sich die junge Pianistin Elise Lambrecht in den Geiger Karl Finkenberg verliebt. Die beiden Musiker schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft, doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung. Während Valerie liest, wie ihre Urgroßtante hundert Jahre zuvor als Klavierlehrerin um ihren Lebensunterhalt kämpfen musste, scheint ihr eigener Kampf gegen die Intrigen im Orchester und vor allem gegen Madame Prokovas Boshaftigkeit immer aussichtsloser zu werden. Nur der Oboist Jan van Gelde steht ihr bei, und bald merkt sie, dass sie mehr für ihn empfindet als reine Freundschaft. Doch es kursieren Gerüchte, dass Jan mit der Flötistin liiert ist. Und als plötzlich auch noch Valeries Exfreund in Paris auftaucht und sie zurückholen will, weiß sie gar nicht mehr, wem sie glauben soll und was sie eigentlich will. Sie lässt sich schließlich von Elises Tagebucheinträgen leiten.

Dieser Roman gehört eindeutig zu meinen Lesehighlights des Jahres! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

— tinstamp

Ein wunderschönes musikalisches Buch fürs Herz <3

— gedankenlabor

Ein fesselndes Buch über die Liebe und die Musik

— buchstabensammlerin

Berührender historischer Liebesroman mit musikalischem Hintergrund und zwei starken Frauen 1914 bzw. 2014. Beeindruckend!

— Gwendolyn22

Eine Geschichte die Berührt und zu Herzen geht

— Sturmhoehe88

Elises Geschichte geht zu Herzen

— AnBoe65

Ein wunderschöner Roman, der den Leser in die Welt der klassischen Musik entführt!

— Monika58097

Eine musikalische Reise durch die Zeit mit viel Herzschmerz!!

— xxnickimausxx

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  • Verlosung der Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams 2017

    Was man von hier aus sehen kann

    Daniliesing

    Es ist für uns schon eine liebgewonnene Tradition geworden und vielleicht für euch ja auch? Zum Ende des Jahres blicken wir auf unsere gelesenen Bücher zurück und jeder im LovelyBooks Team überlegt sich ein Buch, das ihn in diesem Jahr ganz besonders begeistern konnte. Die Lieblingsbücher des LB-Teams 2017 möchten wir euch hier verraten und ans Herz lesen. Es ist eine bunte Mischung verschiedener Genres und bestimmt für jeden was dabei.Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 17 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:diewortklauberin empfiehlt "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana LekyEin Okapi ist ein abwegiges Tier. Ebenso abwegig erscheint es, dass ein Traum von einem ebensolchen einen Todesfall ankündigen soll. Doch das ist nur eine der Kuriositäten, die dem Leser in diesem kleinen Dorf im Westerwald begegnen.„Was man von hier aus sehen kann“ hat mich besonders durch seine Unaufgeregtheit begeistert. Es ist eine Geschichte, die leise und schlicht daher kommt und die großen Themen bespricht, ohne sie anzusprechen: den Tod, der uns immer plötzlich trifft, obwohl er unweigerlich Teil des Lebens ist, die Liebe, auf die das Gleiche zutrifft, und den Mut trotzdem (oder eben deswegen) das Leben zu wagen.PiaDis empfiehlt "Die Blutschule" von Max RhodeDieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Es ist wirklich verstörend, spannend und gleichzeitig richtig gut. Es steht zwar Thriller drauf, aber da ist schon auch ein wenig Horror drin. Nichts für schwache Nerven ;-) Ein Buch das mich wirklich immer noch ein wenig beschäftigt. Ich habe das Buch fast am Stück gelesen, weil es mich nicht los lassen wollte ...sarah_elise empfiehlt "Rendezvous mit einem Oktopus" von Sy MontgomeryEr kann 16.000 Küsse auf einmal verteilen, Tricks lernen, Türen öffnen, miese Laune verbreiten und mit seinen Tiefseeaugen die Türen zu einer noch unbekannten Welt öffnen. Der Oktopus. Mein Buch des Jahres hat mich auf jeder Seite verzaubert und zugleich meinen Blick erweitert. Meinen Blick auf meine große Liebe, das Meer. Ein liebevolles und tiefgründiges Buch über die Seele der Ozeane für alle Tiefseetaucher, Hobbyaquanauten und jeden Literaturliebhaber.infinitejourney empfiehlt "Blade Runner" von Philip K. DickEin Klassiker, der hochaktuelle Fragen aufwirft: Was braucht ein Mensch um sich als Mensch zu fühlen, wie weit sollen Gefühle gesteuert werden, was ist künstliches Leben wert? Entworfen wird eine dystopische Zukunft, die theoretisch in erschreckend greifbarer Nähe liegt und zum Reflektieren anregt. In Verbindung mit dem filmischen Sequel mein persönliches Lesehighlight in diesem Jahr.Marina_Nordbreze empfielt "The Hate U Give" von Angie ThomasSelten hat mich beim Lesen ein Buch so wütend gemacht. Warum ist unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert noch immer so furchtbar rassistisch? Für mehr Wut auf die Missstände und mehr Kraft zur Veränderung empfehle ich ganz dringend die Lektüre von "The hate u give" von Angie Thomas, die ungeschont den Alltagsrassismus in den USA beschreibt. Vielleicht bewirkt das Buch auch hier in Deutschland ein Umdenken bei so manchem Leser. Wünschenswert wäre es. Malista empfielt "Warten auf Bojangles" von Olivier BourdeautEine Liebeserklärung an das Leben in allen seinen Facetten! Voll Liebe, Hoffnung und Mut erzählt der Autor die Geschichte eines Familienlebens, das auf Grund der Krankheit der Mutter, eigentlich alles andere als leicht sein sollte. Dennoch erscheint das Leben dieser Familie beneidenswert liebevoll und leichtfüßig und es begleitet einem beim Lesen ein herrliches Gefühl, das alles möglich sein kann.SandraKath empfiehlt "Caraval" von Stephanie GarberStephanie Garber hat mich beim Lesen komplett vergessen lassen, dass "Caraval" ihr Debüt ist. Man taucht ein in diese magische Welt und kann nicht mehr unterscheiden, was wahr und was nur eine Illusion ist, wem man vertrauen kann und wer lügt. Man folgt Scarlett in ein Spiel um Leben und Tod und sucht mit ihr gemeinsam nach den Antworten auf so viele Fragen. Und gerade, wenn man denkt, dass alle Rätsel gelöst sind, liest man die letzte Seite...markusros empfiehlt "Die Geschichte der Bienen" von Maja LundeAngestachelt und aufgerüttelt von meiner Tochter, die in der Schule das Thema Bienen und Bienensterben behandelt hat, habe ich mich im Urlaub auf den Roman gestürzt. Ein paar wenige laue Sommerabende am Campingplatz später hatte ich das Buch verschlungen. Neben viel Spannung und schöne Lesestunden hat mir das Buch auch beim aktuellen Thema „Insektensterben“ geholfen, einige aktuelle politische Diskussionen besser einordnen zu können, etwa rund um Glyphosat. Und um selber wenigstens im Kleinen was Gutes zu tun: Im eigenen Garten haben wir seit dem Herbst eine extra bienenfreundliche Wildblumenwiese gesät.kultfigur empfiehlt "1Q84" (Buch 1 & 2) von Haruki MurakamiIch habe in diesem Jahr für mich das erste Mal Hörbücher ausprobiert. Eigentlich war ich skeptisch, doch nachdem ich 1Q84 von Haruki Murakami (Buch 1 + 2) ungekürzt bei Spotify entdeckt und gehört habe, bin ich absolut fasziniert. Zur erzählerischen Qualität des Autors muss man, glaube ich, nichts sagen und die Geschichte hat, unaufgeregt gelesen von David Nathan, einen unglaublichen Sog. Noch nie waren Figuren für mich so real und zum Greifen nahe und als es zu Ende ging, war ich tieftraurig. Was für ein Glück, dass Buch 3 noch auf mich wartet :-)TanjaMaFi empfiehlt "Ein Gentleman in Moskau" von Amor TowlesEinen klügeren, warmherzigeren und optimistischeren Charakter als Graf Rostov habe ich in einem Buch selten erlebt. 1922 wird er im Hotel Metropol in Moskau unter Hausarrest gestellt und durchlebt in diesem irgendwie sehr gemächlichen Mikrokosmos die nächsten 30 turbulenten Jahre im sich rapide ändernden Russland. Quasi durch das Fenster erlebt der Leser nicht nur einzigartige Figuren aber auch eine faszinierende Reise durch die Zeit. "Ein Gentleman in Moskau" ist definitiv das Buch, das mich dieses Jahr am meisten begeistert hat.Sharyssima empfiehlt "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay KristoffEin Buch, das mich dieses Jahr vollkommen überrascht und überzeugt hat, ist "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff. Wer glaubt, ein ganz normales Science-Fiction-Buch vor sich zu haben, täuscht sich gewaltig. Die spannende Story wird nämlich mit einem bunten Mix aus Chats, Protokollen, Berichten, Funksprüchen und Bauplänen erzählt, die die Geschichte so plastisch und realistisch machen, dass man sich selbst auf den Raumschiffen im Weltall wähnt. Ein Buch, das geradezu nach einer Verfilmung schreit!NaddlDaddl empfiehlt "Im Traum kannst du nicht lügen" von Malin Persson GiolitoEndlich mal wieder ein Thriller, der mich komplett überzeugen konnte! "Im Traum kannst du nicht lügen" fängt zwar eher ruhig an, zieht einen aber immer mehr in seinen Sog. Majas Gedanken rund um den Prozess sind absolut spannend, ich war wie gebannt von der Frage, was passiert ist, wer welche Rolle gespielt hat und wer die Schuld an den Geschehnissen trägt. Eine Geschichte, die nicht nur aus schwarz und weiß besteht – schon lange hat mich kein Buch mehr so nachdenklich hinterlassen.Daniliesing empfiehlt "Before they pass away" von Jimmy NelsonSo wenige Romane, wie in diesem Jahr, habe ich wohl selten gelesen. Dafür durfte ich große Mengen an (Papp)bilderbüchern anschauen und ein paar interessante Sachbücher entdecken. Kurz vor knapp sind mir jedoch ein Buch und ein Fotograf begegnet, die mich nicht mehr losgelassen haben. Deshalb geht meine Empfehlung an den Bildband "Before they pass away" mit den atemberaubenden Fotos von Jimmy Nelson. Er hat es sich zur Aufgabe und Berufung gemacht, indigene Völker auf der ganzen Welt und in den entlegensten Winkeln der Erde zu entdecken, sie kennen zu lernen und natürlich zu fotografieren. Dieser kleine Einblick in ihren Alltag, der zugleich in starkem Kontrast zu unserer modernen, schnelllebigen Welt steht, macht dieses Buch für mich so eindrucksvoll!Cari_f empfiehlt "Nevernight - Die Prüfung" von Jay KristoffMeine persönliche Entdeckung dieses Jahres sind die Bücher von Jay Kristoff. Sowohl "Illuminae", das er zusammen mit Amie Kaufman geschrieben hat, als auch "Nevernight - Die Prüfung" haben mich absolut in ihren Bann gezogen. Letzteres lässt die Leser in eine düstere Fantasywelt eintauchen und strotzt nur so vor Ironie, Schonungslosigkeit und Ideenreichtum. Dieses Buch ist zwar nichts für Zartbesaitete, lässt aber die Herzen all jener höher schlagen, die gerne anspruchsvolle Fantasy mit wunderbar unperfekten Protagonisten lesen. Eins meiner Highlights des Jahres 2017!aba empfiehlt "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von José Eduardo AgualusaEin Buch, das mich zugleich berührt, unterhalten und auch zum Nachdenken gebracht hat, ist "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von dem angolanischen Schriftsteller José Eduardo Agualusa. In seinem Roman erzählt er die Geschichte einer Frau, die 30 Jahre lang allein und isoliert in der angolanischen Hauptstadt gelebt hat. In ihrer eigenen Wohnung! In derselben Zeit erlebt das Land große politische und wirtschaftliche Umstellungen. Die Protagonistin dieses Romans schafft es, das Schicksal vieler Menschen zu beeinflussen, und das während ihrer Isolation und ohne es überhaupt zu ahnen. Glaubhaft und höchst spannend erzählt Agualusa diese unglaubliche Geschichte, an die ich noch sehr sehr lange denken werde!Gexi empfiehlt "Götterblut" von Stella A. TackFür Fantasy mit griechischer Mythologie bin ich eigentlich immer zu haben und Stella A. Tacks Buch war ein Volltreffer. Warrior ist eine eigenwillige und etwas kratzbürstige Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt und die einen oft zum Lachen bringt. Sie nimmt uns mit auf eine Taxifahrt durch die Hölle und auf ein Golfspiel der Götter im Olymp und richtet dabei einiges an Chaos an. Für mich wurde durch dieses Buch klar, dass deutsche Fantasy viel kann! Mein Fazit: einfach göttlich.Daria87 empfiehlt "Der Junge auf dem Berg" von John BoyneDieses war mein erstes Buch des Autors und ich war vollends begeistert. Sein Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln. Meisterhaft beschreibt John Boyne wie leicht vor allem Kinder beeinflussbar sind und wie wichtig es ist, dass sie gute Vorbilder haben. Eine absolute Leseempfehlung!Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch das ein oder andere - oder gleich alle ;-) - unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten.Wenn ihr also dieses schöne Buchpaket mit unseren 17 Top-Büchern des Jahres gewinnen möchtet, klickt einfach auf "Jetzt bewerben" und verratet uns folgendes:Mal angenommen, ihr dieses Jahr nur ein einiziges Buch zu Weihnachten verschenken, das für euch ein echtes Highlight war. Für welches Buch würdet ihr euch entscheiden und wieso?Bei dieser Verlosung könnt ihr bis einschließlich 3. Januar 2018 mitmachen! Wir wünschen euch schöne Weihnachten mit euren Lieben und einen guten Start ins neue Jahr!

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  • "Von Elise" von Verena Maria Kalmann

    Von Elise

    gedankenlabor

    18. December 2017 um 10:04

    VON ELISE von VERENA MARIA KALMANN>>Im Januar 2014 zieht die Geigerin Valerie Mollwitz von München nach Paris, um den Posten der zweiten Konzertmeisterin in einem Orchester anzutreten und die gescheiterte Beziehung zu ihrem Exfreund zu verarbeiten. Doch der Neuanfang in Paris entpuppt sich als wahre Katastrophe: Madame Prokova, die erste Konzertmeisterin, begegnet ihr feindselig, Freunde hat sie nicht und aufgrund mangelhafter Sprachkenntnisse kann sie den Alltag kaum bewältigen. In dieser verfahrenen Situation findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise in den Hohlräumen ihres geerbten Biedermeiersofas. Die Lektüre führt Valerie in das beschauliche Bonn des Jahres 1914, wo sich die junge Pianistin Elise in den attraktiven Geiger Karl verliebt. Die beiden Musiker schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft, doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung. Tief berührt von Elises Geschichte, nimmt Valerie ihr Schicksal entschlossen selbst in die Hand und gibt der Liebe eine Chance.<<„Von Elise“, geschrieben von der Autorin Verena Maria Kalmann ist in meinen Augen ein sehr besonderer Roman. Er vereint zwei Geschichten innerhalb einer Familie zu verschiedenen Zeiten. Verknüpft ist das Ganze mit klassischer Musik, sie spielt in beiden Geschichten eine ganz wichtige Rolle und ist für mich als Leser fast schon hörbar gewesen. Mich persönlich haben die Tagebucheinträge von Elise am meisten berührt und bewegt. Ihre Geschichte erzählt von einer tiefen Liebe in einer Zeit, in der Hoffnung rar gesät ist und dennoch ist der kleine Funken greifbar. Durch die Musik, die Elise und Karl verbunden hat, findet sie ihren Weg aus dem Schmerz zurück ins Leben und sendet diese Hoffnungsfunken in Form ihrer geschriebenen Worten viele Jahre später an Valerie.Mein Fazit:Ein musikalisch literarisch wirklich berührendes Werk, das ich jedem wirklich empfehlen möchte, der die Romantik und Tragik des Lebens gespickt mit klassischer Musik in Form geschriebener Zeilen in sein Herz lassen möchte.

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  • Ein Leben in a-Moll...

    Von Elise

    Aspasia

    13. December 2017 um 16:24

    Auch wenn das Klavierstück in a-Moll 59 WoO aus dem Jahr 1810 komponiert von Ludwig van Beethoven (get. 1770-1827)  „Für Elise“ heißt und nicht "von", kommt bei diesem Romantitel selbst dem größten Klassikbanausen zu Recht jene wohlbekannte Melodie in den Kopf.Wem nicht, der nutze den Link der Musikdatei:https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Für_Elise?uselang=deDer Titel „Für Elise“ geht auf eine verschollene Niederschrift Beethovens zurück. „Für Elise am 27. April zur Erinnerung L. v. Bthvn“ soll laut des Musikwissenschaftler Ludwig Nohl (1831-1885) auf dem Blatt gestanden haben, dass er 1865 bei einer Industrielehrerin in München fand und bis heute streiten seine Kollegen, wer wohl diese geheimnisvolle Elise gewesen sein mag.In dem gelungenen Debut der Übersetzerin und Musikerin Verena Maria Kalmann ist es der Fund eines Tagebuchs mit der Überschrift „Von Elise“ aus dem Jahr 1914, der die Geheimnisse der Bonner Urgroßtante der Finderin über Jahrzehnte in einem Biedermeiersofa gut verwahrt hatte. Sie wollte so verhindern, dass nach ihrem Tod mit 87 Jahren ihre direkten Verwandten schmerzhafte Wahrheiten darin lesen mussten, hoffte aber darauf, dass spätere Nachfahren ihre beeindruckende Lebensgeschichte hören wollten.Elise, eine ausgebildete Pianistin, hat diesem Buch seit sie es als junges Mädchen von ihrer zwei Jahre älteren Schwester Maria geschenkt bekommen hat, all ihre Geheimnisse anvertraut. Sie berichtet darin aus ihrem Leben und vor allem von ihrer großen, tragischen Liebe zu Karl Finkenberg, einem Konzertmeister und Violinisten, und ihrer gemeinsamen Liebe zur Musik Beethovens, die sie ihr Leben lang begleitet. Denn Karl, der sensible Schöngeist, stirbt wie so viele Andere, im Juni 1916 auf den Schlachtfeldern von Verdun, in einem Krieg, den er nicht wollte. Die Schilderung und Auslassungen seiner Kriegserlebnisse in den Briefen an Elise sind sicherlich mit die eindrucksvollsten Passagen des Romans.Die Finderin des versteckten Nachlasses, die Mittdreißigerin Valerie Mollwitz, ist auch Musikerin. Eine Konzertgeigerin, die sich mit Mutterschaftsvertretungen und ähnlich kurzen Gastspielen von einem Zeitvertrag zum nächsten hangelt und den Traum von einem Festengagement schon fast aufgegeben hat, als sie nur wenige Tage vor Weihnachten 2013 ihren langjähriger Partner Adrian mit ihrer besten Freundin Carmen in flagranti in ihrer gemeinsamen Wohnung erwischt. Trotz Schocks ist sie Herrin ihrer Sinne genug den Untreuen vor die Tür zu setzen. Gerade als sie sich ihrem Elend hingeben will, erreicht sie eine telefonische Anfrage ein Pariser Orchester kurzfristig als stellvertretende, zweite Konzertmeisterin zu unterstützen. Sie hatte sich dort vor Monaten einem Wettbewerb um die begehrte Festanstellung gestellt , war aber zu ihrem Bedauern nur Zweite geworden. Die erste Wahl hat nun aber gekündigt und Valerie könnte ihre Position übernehmen, wenn sie und ihre Violine schon Anfang Januar in der französischen Kapitale bereitstünden. Ohne lang zu überlegen, snimmt sie das so verlockend klingende Angebot an. Sie sieht darin einen Wink des gerade so gemein zugeschlagenen Schicksals, ihre Chance auf einen Neuanfang, beruflich, aber auch privat.Der stellt sich dann aber nicht als der erträumte, dornenlose Rosengarten heraus, nicht als die in den Schoss gefallene Rettung vor dem gescheiterten Leben in München, das Gegenteil ist der Fall.Die ältliche, erste Konzertmeisterin, Madame Prokova, ihre direkte Vorgesetzte, ist eine wahre Meisterin des Mobbings, das international besetzte Orchester gespalten, ihr Schulfranzösisch so eingerostet, dass es kaum zum Ordern eines Café au lait reicht und die Grand Nation zu selbstverliebt für eine Fremdsprache, die Wohnung zur Zwischenmiete polarkalt, so dass ein fieser Angriff von Erkältungsviren in der Probezeit schon fast ihr letztes Stündlein einläutet…Ein völliges Desaster, wenn da nicht Jan, ein Orchesterkollege, dessen Oboespiel sie vom ersten Zusammentreffen an in seinen Bann zieht und natürlich Elises Tagebuch wäre. Diese Ahnin, von der sie bis dato nicht viel wusste, die auch nicht auf Rosenblätter gebettet war und die, trotz vieler Stürze, immer wieder aufgestanden ist, wird Valerie nun fast 100 Jahre später von Seite zu Seite zum Rollenmodell. Auch sie beginnt zu kämpfen.Kalmann hat ihren Stoff gut komponiert, abwechselnd lässt sie die zwei Frauen aus ihrem Leben erzählen, wobei der Leser immer wieder auf das verbindende Element der klassischen Musik als Passion und Profession trifft, deren Besonderheiten sie auch Laien sehr anschaulich näher bringt. Etwas schade hingegen fand ich den Gleichlaut der Erzählerinnenstimmen der beiden Frauen, die doch immerhin fast ein Jahrhundert trennt. Natürlich, berührend die Liebesgeschichte von Elise und Karl. Lieben wir nicht alle unvollendete Lieben, weil sie uns nicht mehr beweisen können, dass sie die Zeit nicht überlebt hätten?! Mir persönlich etwas zu sehr auf „Happy, happy ending“ gestrickt war die berufliche Entwicklung Valerie und ihre Beziehung zu Jan, aber so what, manchmal muss eben auch mal alles gut werden.Ein gefühliger Liebesroman mit eigenem Soundtrack für kalte Wintertage.

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  • Eines meiner Lese-Highlights des Jahres!

    Von Elise

    tinstamp

    12. December 2017 um 15:50

    Diesen wunderbaren Roman durfte ich wieder im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen und ich freue mich sehr, dass ich die Möglichkeit hatte dieses Buch zu lesen, denn es gehört eindeutig zu meinen Highlights des Jahres.Wie man aus dem Titel schon vermuten kann, spielt der Debütroman von Verena Maria Kalmann in der Welt der klassischen Musik. Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man versinkt sofort in der Welt der Musik...Über hundert Jahre spielt die Geschichte zweier Frauen, Großtante und Nichte, beides Musikerinnen. Die Erzählung aus der Gegenwart beginnt im Januar 2014. Die Geigerin Valerie Mollwitz steht vor den Scherben ihrer Beziehung, als sie ein interessantes Angebot aus Paris erhält. Sie soll als zweite Konzertmeisterin auf Probe in einem Orchester mitwirken. Nach dem Betrug ihres Freundes Adrian, sowie keinerlei weiteren Jobaussichten in München, nimmt sie das Angebot an. Valerie findet jedoch mit ihren unzureichenden Sprachkenntnissen sehr schwer Anschluss. Madam Prokova, die erste Konzertmeisterin, ist ein wahrer Drachen und der Leistungsdruck enorm. Ihre zur Verfügung gestellte Wohnung ist unzureichend geheizt und schmutzig. Valerie hat nur wenige Dinge aus München mitgenommen. Eines davon ist das Biedermeiersofa ihrer Urgroßtante Elise, das bei der Übersiedlung beschädigt wurde. Darin findet sie ihr altes Tagebuch, in dem Elise genau vor 100 Jahren angefangen hat über ihr Leben zu schreiben....Im Jahr 1914 ist Elise gerade 21 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern, ihrer älteren Schwester Marie, Bruder Max und ihrer jüngeren Schwester Lotte in Bonn und ist Pianistin. Als sie den Geiger Karl Lambrecht kennenlernt, ist es Liebe auf den ersten Blick. Beim gemeinsamen musizieren und ihrer Liebe zu Beethoven nähern sich die Beiden langsam an. bald sind die Beiden verlobt und die Hochzeit ist für den Herbst geplant. Doch nur wenige Monate später bricht der erste Weltkrieg aus und Karl muss an die Front.....Die Geschichte wechselt stetig zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Musik, die Liebe und die Familie stehen dabei in beiden Zeitebenen im Mittelpunkt. Valerie lernt durch die Lektüre des Tagesbuches aus der Stärke ihrer Urgroßtante und beginnt sich ihren Problemen zu stellen. Der Blick hinter die Kulissen eines Orchesters, sowie eindeutiges Mobbing, werden sehr realitätsnah beschrieben. Aber nicht nur Valerie kämpft mit dem Leistungsdruck und ihrer Einsamkeit. Elise hat in der Vergangenheit viele Schicksalschläge zu verkraften. Die Not während des Krieges und der große Verlust fordern ihr sehr viel ab.Mir passiert es selten, dass ich bei einem Buch weinen muss, im Gegesnatz zu Filmen, wo ich sehr nah am Wasser gebaut bin. Doch "Von Elise" konnte mich so berühren, dass ich nach einem bestimmten Abschnitt sehr stark mit den Tränen kämpfen musste....Die beiden Handlungsstränge rund um Elise und Valerie sind perfekt miteinander verwoben und ergeben zum Ende hin ein perfektes, abergundetes Bild. Mich konnten beide Zeitebenen absolut überzeugem, was bei mir äußerst selten vorkommt, da der Vergangenheitsstrang zu 99% immer besser punktet. Es kommt selten vor, dass mich ein Autor/eine Autorin auf beiden Zeitebenen überzeugen kann. Verena Maria Kalmann ist dies bereits in ihrem Debütroman gelungen - bravo!Schreibstil:Der Schreibstil der Autorin ist sehr emotional, bildreich und lässt sich wunderbar lesen. Das einzige kleine Manko, das mir aufgefallen ist, sind die manchmal etwas hölzernen Dialoge. Das ist aber Kritik auf hohem Niveau.Die Musik bildet vom Anfang bis zum Ende den gemeinsamen roten Faden. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Valerie in der dritten Person, sowie aus der Sicht von Elise in Form von Tagebucheinträgen in der Ich-Form, erzählt.Fazit:Wie sich vom Titel und Cover bereits ableiten lässt, dreht sich hier viel um Musik. Aber auch für Leser, die Familiensagen und Romane auf zwei Zeitebenen lieben und nicht viel mit Musik zu tun haben, werden diesen Roman lieben! Verena Maria Kalmann ist ein bewegender Roman gelungen, der mir wunderbare und sehr emotionale Lesestunden bereitet hat. Dieser Roman gehört eindeutig zu meinen Lesehighlights des Jahres! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

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  • Leserunde zu "Von Elise" von Verena Maria Kalmann

    Von Elise

    VerenaMariaKalmann

    Liebe Leserinnen und Leser, gerne möchte ich euch einladen, an der Leserunde zu meinem Roman „Von Elise“ teilzunehmen. Es ist ein Liebesroman vor historischem Hintergrund, der von zwei Musikerinnen handelt, die in unterschiedlichen Zeiten um ihre Existenz kämpfen. Hier der Inhalt in Kürze: Bonn, 1914: Die Pianistin Elise Lambrecht verliebt sich in den Geiger Karl Finkenberg. In ihrer Verliebtheit nimmt sie von der sich zuspitzenden weltpolitischen Lage zunächst keine Notiz. Doch kurz vor ihrer Hochzeit bricht der Erste Weltkrieg aus und macht mit einem Schlag die Pläne des jungen Paares zunichte. Ihrem Tagebuch vertraut Elise fortan all ihre Träume, Ängste und Nöte an. Paris, 2014: Die Geigerin Valerie Mollwitz, bitter enttäuscht von der Liebe, kehrt Deutschland und ihrem Ex-Freund den Rücken und tritt eine neue Stelle in einem Pariser Orchester an. Schon bald gerät sie unter die Räder des erbarmungslosen Konkurrenzkampfes, der unter den Musikern herrscht. Vor allem die Konzertmeisterin, Madame Prokova, macht ihr das Leben zur Hölle. Da Valerie zudem nur unzulänglich Französisch spricht, vereinsamt sie immer mehr. Ihr einziger Halt ist das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise, das ihr beim Umzug in die Hände gefallen ist. Können die Texte, die Elise hundert Jahre zuvor geschrieben hat, Valerie nun helfen, sich ein neues Leben aufzubauen und auch der Liebe wieder eine Chance zu geben? Wie ihr anhand der Inhaltsangabe sehen könnt, geht es in meinem Buch neben den Liebesbeziehungen der beiden Protagonistinnen um viel Musik. Ich spiele selbst Geige und Klavier und bin in mehreren Orchestern und Kammermusikensembles aktiv. Allerdings braucht ihr als Leser/innen keine besonderen Kenntnisse der klassischen Musik zu haben; es reicht völlig, wenn ihr ein wenig Interesse dafür mitbringt und neugierig seid, wie Musiker arbeiten und wie es hinter den Kulissen von Orchestern bisweilen aussieht. Vielleicht mögt ihr euch während oder nach der Lektüre auch das ein oder andere Musikstück anhören, das ich in meinem Buch erwähne. Lohnen würde es sich auf jeden Fall! Wenn ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet und euch bis zum 18.11.2017 für eines der 10 Printexemplare bewerben wollt, die uns der Verlag Tinte & Feder zur Verfügung gestellt hat, dann schreibt mir kurz, weshalb ihr euch für die Geschichte interessiert und ich packe euch in den Lostopf. Aber auch, wenn ihr bei der Verlosung kein Glück habt, könnt ihr euch das Buch gern auf eine andere Weise besorgen und mitdiskutieren. Ich werde versuchen, zeitnah auf eure Beiträge zu antworten, bitte aber schon jetzt um Verständnis, dass es mir wahrscheinlich nicht immer möglich sein wird, mich täglich zu melden, da ich beruflich öfters unterwegs bin. Jedenfalls freue ich mich sehr auf eure Beiträge! Eure Verena Maria Kalmann

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    • 176
  • Ein Buch wie eine Symphonie

    Von Elise

    buchstabensammlerin

    30. November 2017 um 12:36

    Rund ums Buch:Titel: Von EliseAutor: Verena Maria KalmannVerlag: Tinte & FederISBN: 978-1-54204-619-0Cover:Ein schlichtes, dem Thema aber sehr nahekommendes Titelbild. Klavierspielende Hände, und hier ist dann auch gleich die Verbindung zum Titel geschaffen. Gefällt mir sehr gut. Inhalt/Schreibstil: Das Buch ist wunderbar leicht lesbar und in einem Wechsel von Tagebucheinträgen von Elise – beginnend 1914 – und dem Leben von Valerie – beginnend 2013 - geschrieben. Valerie, die Hals-über-Kopf nach Paris umzieht, um dort eine Orchesteranstellung anzutreten, findet in ihrem alten Biedermeiersofa das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise, die vor genau 100 Jahren dieses angefangen hat zu schreiben. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und Valerie liest im Tagebuch und diese Kapitel sind aus Sicht von Elise so wunderbar herzig geschrieben. Auf der einen Seite die Liebesgeschichte von Elise, wie sie ihren Karl kennen und lieben lernt und wie die beiden durch die Musik quasi verschmelzen. Auf der anderen Seite Valerie, deren Mutter überhaupt nicht verstehen kann, dass sie so abrupt nach Paris geht, um die neue Orchesterstelle anzutreten, aber auch gleichzeitig sich von ihrem untreuen Freund zu entfernen, der sie so verletzt hat. Valerie erzählt sonst niemanden, dass sie nach Paris geht und steht erst einmal ziemlich alleine dort. Schnell wird auch klar, dass die neue Stelle kein leichtes Unterfangen wird.Meine Meinung:Schon der Prolog zieht einen in die Gedanken von Elise und man möchte nur weiterlesen. Das Buch handelt von Liebe, Familie, schweren Schicksalsschlägen, Krieg, Hass und vor allem von Musik. Für Freunde der Klassischen Musik ist dieses Buch eine Wonne, es werden über 20 klassische Stücke explizit in der Geschichte angesprochen und eingebunden.Als Leser kann man sich schnell in die Handlungsstränge versetzen und man lebt mit, was den Protagonisten passiert, denn sie sind so ehrlich und realistisch beschrieben, dass man das Buch sehr mitfühlt. Meiner Meinung nach hat Verena Maria Kalmann durch den Wechsel zwischen Vergangenheit/Kriegsgeschehen und heutiger Zeit, den trotzdem immer wiederkehrenden Problemen in Familie, Freundeskreis und Arbeit, ein herausragendes Buch geschrieben, für Menschen, die sich gerne mit Familiengeschichten, Historie und Musik beschäftigen. Es passiert so viel, dass man das Buch nicht beiseitelegen möchte und sicherlich habe ich es nicht das letzte Mal gelesen. Fazit: Für mich ist dieses Buch wie eine Symphonie: Der erste Satz: schnell und ereignisreich, hier kommt man in die Geschichte rein und wird davon getragen und wie in der Symphonie gibt es zwei Themen. Elise und Valerie. Dann der zweite Satz: die Verluste, das Weitermachen. Der langsamere und für den Leser traurige Teil des Buches. Die Mollparallelen...Im dritten Satz nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf, das Scherzo oder Menuett... hier passiert so viel, dass man auch nicht abwarten kann, weiter zu lesen, bis zum Finale im vierten Satz. Für mich das Lesehighlight im November und seit langem wieder ein Buch, was mich zu Tränen gerührt hat. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

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  • Wunderschönes und bemerkenswertes Debüt!

    Von Elise

    Cellissima

    29. November 2017 um 09:38

    Bonn im frühen 20. Jahrhundert: Die Pianistin Elise verliebt sich in den Geiger Karl. Alle Zukunftspläne werden jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zunichte gemacht.Um ihren Schmerz zu verarbeiten, führt Elise fortan ein Tagebuch. Paris im Jahre 2014: Die Geigerin Valerie ist gerade in die Stadt der Liebe gezogen, nachdem ihr Ex sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat. Sie hofft darauf, nach der Probezeit eine Festanstellung als zweite Konzertmeisterin zu bekommen. Schon bald jedoch fragt sie sich, ob diese Entscheidung wirklich richtig war, denn die erste Konzertmeisterin will mit allen Mitteln verhindern, dass Valerie die Probezeit übersteht, und macht ihr das Leben zur Hölle; sie kennt keinen Menschen; und schließlich ist da noch die Sprachbarriere ...Inmitten ihrer Verzweiflung findet Valerie in ihrem Sofa, einem Erbstück, Elises Tagebuch. Deren Einträge bieten ihr nahezu täglich eine Flucht aus dem Alltag und gleichzeitig neue Kraft für selbigen.So wie Elise gibt auch Valerie nicht auf und glaubt weiterhin an die Liebe ...******"Von Elise" ist ein bemerkenswertes Debüt und eines meiner absoluten Lese-Highlights 2014.Der Roman ist hervorragend geschrieben, der Schreib- und Erzählstil besticht durch seine Schönheit und Eleganz.Die beiden Erzählstränge, Vergangenheit und Gegenwart, stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander, wechseln einander harmonisch ab, gehen fließend ineinander über.Figuren, Orte und Zeiten werden im Nu lebendig.Es ist einer der ganz wenigen Romane mit Weltkriegs-Thematik, die ich mit 5 Sternen bewerte, weil hier wirklich alles authentisch und stimmig ist.Vermutlich liegt es auch daran, dass die klassische Musik mit die zentrale Rolle spielt und ich selbst Musikerin bin. Es ist angenehm, dass die Weltkriegs-Thematik, die schnell zu viel werden kann, nicht alleine steht.Liebe, Musik, Familie und Schicksalsschläge stehen hier im Mittelpunkt. Es ist eine wunderschöne Geschichte, sie ist aber auch extrem traurig, dramatisch, ergreifend und zu Herzen gehend.Es passiert selten, dass ich während des Lesens weine, doch hier sind in mehreren Abschnitten Tränen geflossen. Das Leben und Schicksal von Elise und Valerie wird für den Leser sehr greifbar, umso mehr, da es sich um zwei absolut lebensechte und liebenswerte Figuren handelt.Man erfährt nicht nur viel über das Leben ab dem Jahre 1914, sondern bekommt über Valerie auch einen guten Einblick in den heutigen Orchesterbetrieb. Dabei wird schonungslos hinter die Kulissen geblickt und werden auch Dinge wie Leistungsdruck und -kampf, Mobbing etc. nicht ausgelassen.******Fazit: Ein absolut lesenswertes Debüt. Alle, die historische Romane, die sich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigen, Liebes- und Familiengeschichten mögen, werden begeistert sein. -Und alle, die obendrein noch klassische Musik mögen, werden "Von Elise" sowieso lieben!

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  • Musik und Historie wunderschön verknüpft!

    Von Elise

    Gwendolyn22

    27. November 2017 um 08:44

    Inhalt: Als Violinistin Valerie ihren Freund mit ihrer besten Freundin erwischt, nimmt sie überstürzt ein Angebot an, im Orchester in Paris als zweite Konzertmeisterin zu arbeiten. Schnell merkt sie, dass sie sich in Frankreich mit der fremden Sprache und einer feindseligen Kollegin unwohl fühlt. In ihrem alten Sofa findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise, die ihr durch ihre Einträge vor 100 Jahren Mut macht, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Meine Meinung: Den Aufbau mit zwei Erzählsträngen, in denen abwechselnd aus Elises Sicht (Tagebucheinträge) und Valeries Sicht erzählt wird, finde ich sehr gelungen. Dies hält auch die Spannung aufrecht. Die Charakterzeichnungen finde ich allesamt gelungen, sowohl bei den weiblichen Protagonistinnen als auch bei den anderen Figuren, auch bei den unsympathischeren Zeitgenossen. Ihre Handlungen und Gefühle sind stets mit wenig Dramatik, aber trotzdem sehr eindrücklich und eindringlich beschrieben, so dass man die Protagonistinnen sofort ins Herz schließt. Sowohl der historische Hintergrund mit dem ersten Weltkrieg als auch der musikalische Zusammenhang – Elises Pianistinnentätigkeit in Ensembles und als Klavierlehrerin und Valeries Posten als zweite Konzertmeisterin im Orchester in Paris beschreibt die Autorin sehr interessant, eindrücklich und authentisch mit allen Facetten. Auch die verschiedenen Handlungsorte – Paris, Bonn & Brügge – haben mir gut gefallen. Es sei noch zu erwähnen, dass ich eigentlich gar keine Leserin historischer Romane bin, was sich ab jetzt vielleicht ändern wird! Fazit: Eine sehr runde Geschichte, die ergreifend und berührend ist, in einer unaufdringlichen und ruhigen Erzählweise und mit viel Emotion. Mehr davon! Herzlichen Dank, liebe Verena, für die schöne Leserunde. Ich freue mich schon auf Dein nächstes Buch. :-)

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  • Von Elise

    Von Elise

    StephanieP

    26. November 2017 um 10:50

    Als Valerie herausfindet, dass ihr Lebensgefährte eine Affäre mit ihrer besten Freundin hat, bricht für sie eine Welt zusammen. Genau zu dieser Zeit erhält sie das Angebot als Konzertmeisterin auf Probe in Paris zu arbeiten. Die begabte Geigerin begibt sich nach Paris, ohne richtige Wohnung, mit fehlenden Sprachkenntnissen und ohne Familie und Freunde. Schnell findet sie in ihren Orchesterkollegen den einen oder anderen Freund, allerdings werden ihr von der Konzertleitung und der aktuellen Konzertmeisterin viele Steine in den Weg gelegt und das Leben schwer gemacht. Während des Umzugs findet Valerie eingenäht in ihr altes Biedermaiersofa das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise. Elise war im zwanzigsten Jahrhundert eine begabte Pianistin, die sich unsterblich in Karl, einen Geigenspieler verliebt hat. Im Tagebuch beschreibt sie sehr emotional ihre wunderschöne Zeit gemeinsam mit der Liebe ihres Lebens und wie der Krieg die beiden auseinandergerissen und Elises Leben verändert hat.   Verena Maria Kalmann schafft es mit ihrem emotionalen und bildlichen Schreibstil ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu begeistern. Die beiden Handlungsstränge rund um Elise und Valerie werden sehr gelungen und emotional verbunden. Als Leser hat man das Gefühl zwei Freundinnen zu gewinnen und ich musste mich mit ihnen mitfreuen, mitleiden und auch mitweinen.  Es wechseln sich immer wieder Kapitel rund um Valeries Leben und Elises Tagebucheinträge ab. Die Autorin hat es geschafft die Handlungen sehr gelungen zu verbinden, wodurch sich das Buch sehr flüssig lesen lässt.   Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben, wodurch der Leser schnell Sympathie oder Antipathie entwickeln kann. Vor allem die zum Teil sehr liebenswerten Charaktere, wie Elise und Valerie, wuchsen mir sofort ans Herz, wodurch mich ihre Geschichten emotional sehr ergreifen konnten.   „Von Elise“ ist geschichtlich sehr gut recherchiert. Der Leser merkt sofort, dass sich Verena Maria Kalmann unglaublich gut mit dem 20 Jahrhundert und den beiden Weltkriegen befasst hat. Als Leser fällt einem auf, dass alles Geschichtliche im Buch Hand und Fuß hat. Auch mit wenig  geschichtlichem Vorwissen kann man ohne Probleme in die Handlung einsteigen und dieser bis zum Ende folgen. Durch den bildlichen Schreibstil in den Tagebucheinträgen fühlt man sich sofort in Elises Zeit hineinversetzt, wodurch die Handlung besonders authentisch wird.   Ich habe schon viele wundervolle und emotionale Bücher gelesen, aber „Von Elise“ übertrifft alle anderen Bücher! Ich war noch nie so ergriffen und begeistert von einer Handlung.  Dies liegt vor allem an dem bildgewaltigen Schreibstil. Ich konnte mir alles genau vorstellen und die beschriebenen Konzerte und Melodien beinahe hören.  Eigentlich bin ich nicht nah am Wasser gebaut, aber das Buch hat mich so ergriffen, dass ich die ein oder andere Träne wegblinzeln musste.   FAZIT: „Von Elise“ hat mich nicht nur emotional ergriffen sondern auch von Anfang bis Ende verzaubert. Ich bin etwas traurig, dass das Buch schon zu Ende ist und ich werde es sicher erneut lesen. Ich hoffe auf viele weitere Bücher der Autorin und empfehle wirklich jedem dieses Buch und die wundervolle Handlung zu lesen. Daher vergebe ich 5 Sterne!

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  • Wundervoll...

    Von Elise

    Sturmhoehe88

    04. August 2017 um 10:46

    Inhaltsangabe zu „Von Elise“ von Verena Maria Kalmann Im Januar 2014 zieht die Geigerin Valerie Mollwitz von München nach Paris, um den Posten der zweiten Konzertmeisterin in einem Orchester anzutreten und zugleich ihrem Exfreund den Rücken zu kehren, der sie kurz zuvor betrogen hat. Doch der Neuanfang in Paris entpuppt sich als wahre Katastrophe: Madame Prokova, die erste Konzertmeisterin, begegnet ihr feindselig, Freunde hat sie nicht und aufgrund mangelhafter Sprachkenntnisse kann sie den Alltag kaum bewältigen. In dieser verfahrenen Situation findet sie das Tagebuch ihrer längst verstorbenen Urgroßtante Elise in den Hohlräumen ihres geerbten Biedermeiersofas. Die Lektüre führt Valerie in das beschauliche Bonn des Jahres 1914, wo sich die junge Pianistin Elise Lambrecht in den Geiger Karl Finkenberg verliebt. Die beiden Musiker schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft, doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung. Während Valerie liest, wie ihre Urgroßtante hundert Jahre zuvor als Klavierlehrerin um ihren Lebensunterhalt kämpfen musste, scheint ihr eigener Kampf gegen die Intrigen im Orchester und vor allem gegen Madame Prokovas Boshaftigkeit immer aussichtsloser zu werden. Nur der Oboist Jan van Gelde steht ihr bei, und bald merkt sie, dass sie mehr für ihn empfindet als reine Freundschaft. Doch es kursieren Gerüchte, dass Jan mit der Flötistin liiert ist. Und als plötzlich auch noch Valeries Exfreund in Paris auftaucht und sie zurückholen will, weiß sie gar nicht mehr, wem sie glauben soll und was sie eigentlich will. Sie lässt sich schließlich von Elises Tagebucheinträgen leiten. Meine Meinung Dieser Roman entführt die Leser in eine Welt der klassischen Musik, und rührt einen zu Herzen. Die Geschichte ist ein schöner Liebesroman der nicht für zwischendurch gemacht ist. Der Schreibstil ist gehoben dennoch locker und sehr angenehm. Ich habe mich von dieser Geschichte verzaubern und mitreisen lassen. Und kann diese daher nur sehr empfehlen. Klare Kauf und Leseempfehlung! 5/5 Sterne

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  • Bemerkenswert

    Von Elise

    Selest

    10. July 2017 um 00:04

    Recht kurzfristig nimmt Valerie die Stelle einer zweiten Konzertmeisterin in Paris an. Sie will alles hinter sich lassen, kommt aber vom Regen in die Traufe. Als sie kurz vorm verzweifeln ist, findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise. Ob das Tagebuch, das kurz vor dem Ersten Weltkrieg den ersten Eintrag zeigt ,Valerie wohl helfen kann ?Hier mache ich etwas was ich ehr selten mache . Ich möchte mich zuerst bei netgalley.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ohne euch wäre mir nämlich dieses Buch, so schnell nicht aufgefallen. Und das wäre absolut schade gewesen. Hier hatte ich wirklich seit langem wieder Gänsehaut beim Lesen gehabt. Die Geschichte von Valerie und Elise ist so mega toll geschrieben, dass mir tatsächlich die Wortgewalt fehlt das zu beschreiben. Fantastisch verbindet die Autorin nicht nur die Geschichte der beiden Damen sondern webt auch die Musik dazwischen.Am Ende steht ein Buch das für mich wirklich keine Wünsche offen lässt. Mich hat es hier schlicht weck vom Hocker gehauen.Mit Sicherheit eins meiner Bücher des Jahres. 

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  • Ein altes Tagebuch erzählt eine wundervolle Liebesgeschichte

    Von Elise

    AnBoe65

    09. July 2017 um 08:54

    In "Von Elise" lesen wir zum einen ein Tagebuch, das eine wundervolle Liebesgeschichte beinhaltet, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts spielt und zu Tränen rührt. Zum anderen begleiten wir eine junge Violinistin, die aktuell in Paris beruflich Fuß fassen möchte und deren Geschichte bzw. Verhalten nicht ganz so authentisch anmutet und leicht an die Figuren in meinen alten "Julia", "Bianca" ... - Liebesromanheften erinnert.Dennoch eine klare Leseempfehlung allein schon wegen Elises Tagebuch.

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  • Ein wunderschöner Roman, der den Leser in die Welt der klassischen Musik entführt!

    Von Elise

    Monika58097

    02. July 2017 um 12:12

    Die Geigerin Valerie Mollwitz tritt ihre Stelle als Zweite Konzertmeisterin in einem Orchester in Paris an. Hier will sie nun auch versuchen, die Trennung von ihrem Freund zu verarbeiten. Valerie muss jedoch erkennen, dass man sie nicht gerade Willkommen heißt. Die Erste Konzertmeisterin, Madame Prokova, schikaniert sie, wo sie nur kann. Kaum der französischen Sprache mächtig, hat Valerie auch nur wenig Kontakt zu ihren Kolleginnen und Kollegen vom Orchester. Einzig der Oboist Jan steht ihr bei. Als wenn es nicht reichen würde, dass sie traurig und verzweifelt ist, geht auch noch ihr Lieblingssofa kaputt, ein altes Erbstück der Familie. Doch plötzlich findet Valerie dort in dem Sofa ein eingenähtes Tagebuch. Das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise, einer Pianistin, die einst den Geiger Karl geheiratet hat, ihre große Liebe. Eine Hochzeit, die schnell geschlossen wurde, bevor Karl in den Krieg ziehen musste. Das Tagebuch führt Valerie in eine vergangene Zeit. Sie lernt ihre Vorfahrin Elise kennen, die ihren Karl so abgöttisch geliebt hat. Elise, die sich um die ganze Familie gekümmert hat, vor allen um die geliebte Schwester Marie, die unter ihrem Ehemann zu leiden hatte.  Sie kümmert sich auch um ihren Bruder Max, der als gebrochener und traumatisierter Mann aus dem Krieg zurückkehrt. Valerie ist fasziniert von der Geschichte ihrer Urgroßtante und beschließt, sich nicht unterkriegen zu lassen. Sie will diese Stelle in Paris unbedingt behalten und obwohl sie eigentlich keine neue Beziehung eingehen wollte, fühlt sie sich immer mehr zu Jan hingezogen."Von Elise" - ein wunderschöner Roman, der den Leser in die Welt der klassischen Musik entführt. Damals wie heute, immer ist es ein Konkurrenzkampf, sich in einem Orchester zu behaupten, seinen Platz zu behalten. Die Autorin spielt selbst Klavier und Geige, was den Roman noch viel lebhafter, viel authentischer macht. Ich selbst liebe klassische Musik, habe vor vielen Jahren auch das Wirken und Leben hinter der Bühne mitbekommen und habe dennoch durch diesen Roman jede Menge dazu gelernt. Die Liebe der Autorin zur Musik wird in jeder geschriebenen Zeile deutlich. Unbedingt lesenswert!

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  • Musik verbindet über alle Zeiten

    Von Elise

    Dreamworx

    24. June 2017 um 16:45

    Die 35-jährige Valerie Mollwitz lebt in München und ist Geigerin mit kurzfristigen Engagements, da es bisher zu einer Festanstellung nicht gekommen ist. Sie lebt mit ihrem Freund Adrian zusammen, den sie bei ihrer Rückkehr nach einer Orchesterprobe mit ihrer besten Freundin im Bett erwischt. Valerie ist geschockt und zieht sofort sämtliche Register: sie wirft beide aus ihrer Wohnung und nimmt die ihr kurzfristig angebotene Stelle als 2. Konzertmeisterin bei der Pariser Oper an. Schon zwei Wochen später sitzt sie zwischen Umzugskartons in der französischen Hauptstadt und findet durch Zufall in einem alten Biedermeiersofa das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise. Elise war 100 Jahre zuvor Pianistin und mit dem begabten Geiger Karl Finkenberg verheiratet. Während sie die Geschichte ihrer Urgroßtante durch die Lektüre kennenlernt, ist ihr neuer Alltag im Orchester ein Auf und Ab der Gefühle, denn die erste Konzertmeisterin mobbt sie und bisher hat sie auch noch keinen Anschluss an die Kollegen gefunden. Bis sie dem Oboisten Jan begegnet…Verena Maria Kalmann hat mit ihrem Buch „Von Elise“ einen sehr gefühlvollen Debütroman vorgelegt, in dem sich alles um die Oper, der Musik und die Liebe dreht. Der Schreibstil ist flüssig und nimmt den Leser schnell mit an die Seite von Valerie und in die Welt der klassischen Musik. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, der erste beschreibt das Leben von Valerie und ihre Zeit in Paris, der zweite lässt durch die Tagebuchseiten Elise wieder zum Leben erwecken, deren Einträge einen Zeitrahmen von 1914 bis 1962 wieder lebendig werden lassen. Die Autorin beschreibt auf sehr eindrückliche Weise, wie hart der Arbeitsalltag in einem Orchester und wie groß und hart der Konkurrenzkampf untereinander ist. Gleichzeitig werden auch die Parallelen zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit in Bezug auf Lebensweise und das Zwischenmenschliche sehr deutlich aufgezeigt. Jeder, der professionell ein Instrument spielt oder eine Vorliebe für die Oper, das Ballett oder klassische Konzerte hat, wird in der Handlung Dinge wiederfinden, die der Realität entsprechen.Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet, wirken lebensecht und authentisch. Valerie ist eine eher zurückhaltende Frau, die für die Musik lebt und alles in sie hineinlegt. Durch die vielen Enttäuschungen, ob privat oder beruflich, hat sie sich sehr zurückgezogen. Oftmals möchte man sie schütteln oder ihr einen Tritt geben, dass sie so vieles mit sich machen lässt, ob es nun ihre Kollegen oder ihr Exfreund sind. Sie traut sich einfach nicht, den Mund aufzumachen. Doch durch ihr Talent und die Anerkennung der Konzertbesucher sowie die Freundschaft zu einigen Kollegen gewinnt sie immer mehr an Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein. Endlich macht sie mal den Mund auf und wehrt sich! Adrian ist ein Kotzbrocken der besonderen Art, der meint, wenn er ruft, müssen alle springen. Jan ist ein sehr netter Musikerkollege, der sich um seine Freunde kümmert und ihnen beisteht, wenn sie Hilfe besonders nötig haben. Elise ist eine sehr patente Frau, die Stärke und Mut in sich vereint, dabei ein großes Herz hat und gleichzeitig die ihr anbefohlenen beschützt. „Für Elise“ ist ein sehr gelungener teils historischer Roman über Familiengeheimnisse, Liebe, Kriegszeiten, die Musik und die Arbeit in einem Orchester. Er zeigt auf wunderschöne Weise, wie Musik die Menschen miteinander verbindet, sogar über den Tod hinaus. Absolute Leseempfehlung für eine Neuentdeckung!  

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  • Eine musikalische Reise durch die Zeit mit viel Herzschmerz

    Von Elise

    xxnickimausxx

    18. June 2017 um 08:24

    Von Elise ist ein Buch der deutschen Autorin Verena Maria Kalmann und ist zugleich ihr Debütroman. Die Autorin spielt Geige und Klavier in verschiedenen Besetzungen und konnte ihre Liebe zur Musik in diesem schönen Liebeshistoryroman verdeutlichen. Das Buch handelt von der jungen Geigerin Valerie und ihrer verstorbenen Urgroßtante Elise.Valerie ist Geigerin, wurde von ihrem Freund betrogen und erhält überraschend eine Anstellung in einem Pariser Orchester. Beim Umzug findet sie das Tagebuch ihrer verstorbenen Urgroßtante Elise, einer Pianistin die im ersten und zweiten Weltkrieg lebt. Elise hilft ihrer Urgroßnichte mit ihren Erzählung aus einer schweren Zeit um sie durch ihren Neuanfang zu führen.Die Geschichte wird abwechseln in der Dritte Person aus Sicht von Valerie sowie aus Sicht von Elise in Form von Tagebucheinträgen in der Ich-Form erzählt. Es wird zwischen Vergangenheit und Gegenwart stetig gewechselt und man kommt schnell durch einen flüssigen und leichten Schreibstil in beide Perspektiven der Geschichte hinein.Vergangenheit und Gegenwart stellen einen starken Kontrast dar und dennoch kann man viele verblüffende Parallen erkennen. Einerseits unterscheiden sich beide Generationen durch verschiedene Verhaltensweisen und Gepflogenheiten sowie konträren Denkweisen und andererseits ist es verblüffend wie viele Ähnlichkeiten die Kriegszeit mit heute aufweist. Damals gab es vorallem rohe phyisische Gewalt, heute ist die Gewalt in Form von psychischen Erfolgsdruck, Stress, Neid und Psychoterror vorhanden und allgegenwärtig. Die Autorin zieht diese Parallen auf gekonnte und unverblümte Weise. Darüberhinaus werden beide Geschichten und durch die Schönheit des Verliebtseins, den Wert von Freundschaft sowie den Rückhalt durch Familie verdeutlicht.Ein fließender aber gehobener Schreibstil zeichnen die Autorin aus. Dies spiegelt sich auf in den Protagonistinen und ihrem Umfeld, der Welt der Orchestermusik, wieder. Weiters baut sie die musikalische Sprache auf eine liebevolle und verspielte Art ein, dass selbst ein Laie sie zu deuten weiß. Mit viel Charme schreibt die Autorin sehr authentisch und man kann sich in die Szenen hineinfühlen, auch wenn man vielleicht von Musik keine Ahnung hat.Verena Maria Kalmann schildert sehr gefühlvoll die Verliebtheit und schöne Leidenschaft. Die Dialogie sind passend und stimmig. Weiters wird auf versteckten Humor und indirekte Ironie gesetzt. Schlicht gehaltene Szenenbeschreibung, die dennoch detailverliebt beschrieben werden, wechseln sich mit innigen und intensiven Eindrücken ab, die man erst einmal auf sich wirken lassen muss.Ich konnte mich vor allem gut in Valerie hineinversetzten mit ihrem Verhaltensweisen, Gedanken und Emotionen. Sie durchlebte eine schöne Entwicklung während der Geschichte und wurde durch ein wahres Gefühlschaos von Untreue, Erfolg und Liebe bis hin zur Melancholie geführt. Die unverblümte Schilderungen der Gefühle wie z.B. der Trauer bringen dem Leser zum Weinen, da alles so ehrlich und herzergreifend geschildert wurde. Ebenso erlebt man ein tiefsinninge Wut wie auf die Schikanen und der Orchester-Diva, die einen sauer werden lassen sowie einen Humor, der einen zum Lächeln bringt.Fazit:Von Elise ist eine wunderschön gemachter Historyroman mit einer berührenden Liebesgeschichte, der weniger für Zwischendurch geeignet sondern einen hohen Lesegenuss verspricht. Weiters liefert dieser Debütroman einen Einblicke in die Vergangenheit sowie deses Einfluss eines Fundes in die Gegenwart mit überraschenden Parallelen.Ich kann das Buch jedem Empfehlen, der ein Freund der Musik ist und die harte Realität in einem Orchster kenennlernen möchte sowie der mehr über die Welt der Musik in der Kriegszeit erfahren möchte.Von Elise erhält von mir 4,5 von 5 Sternen.(Ein Dank an Netgalley.de für das Rezensionsexemplar.)

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