Verena Rabe Charlottes Rückkehr

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Inhaltsangabe zu „Charlottes Rückkehr“ von Verena Rabe

Christiane, Mutter zweier kleiner Kinder, ist hellauf erstaunt, als sie erfährt, dass sie von einer Großtante ein Haus an einem See in Potsdam geerbt hat. Doch das Vermächtnis ist an eine Bedingung geknüpft: Christiane muss das Haus verkaufen und die Hälfte des Erlöses den jüdischen Vorbesitzern oder deren Erben überlassen. Sie beginnt zu recherchieren und stößt auf Charlotte, die in London lebt und in den dreißiger Jahren mit einem jüdischen Kindertransport nach England kam. Charlotte hat sich geschworen, Deutschland nie wieder zu betreten, und reist nur widerwillig nach Berlin, wo sie die Bekanntschaft mit Christiane macht. Ganz allmählich kommen die beiden Frauen sich näher und entdecken, dass sie mehr verbindet, als sie geahnt haben.

Der Roman widmet sich einem Thema, über das viele Leute am liebsten den Mantel des Vergessens breiten würden.

— Gossow
Gossow

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    Der längste Tag in unserem Leben
    VerenaRabe

    VerenaRabe

    Vor kurzem ist mein vierter Roman „Der längste Tag in unserem Leben“ ins Finale des DeLia Literaturpreises gewählt worden. Das freut mich natürlich sehr und gibt mir Ansporn für meine Arbeit. Aber es ist noch etwas Anderes, das mich immer weiter auf dem manchmal mühsamen Pfad der Schriftstellerei hält: Die Begeisterung für das Schreiben und das wunderbare Gefühl, Ideen in Geschichten verwandeln zu können. Immer wieder bin ich gefragt worden, wie ich auf meine Geschichten komme, ob ich die Angst vor dem weißen Papier kenne und wie ich es schaffe, über 300 oder mehr Seiten am Ball zu bleiben. Deshalb möchte ich hier das Schreiben zum Thema machen. Heute geht es um den ersten Einfall, die Eingebung, die am Anfang eines jeden Romanes steht. Alle paar Tage gibt es an dieser Stelle dann etwas Neues rund ums Schreiben. Bei meinem ersten Roman „Thereses Geheimnis“ war ein inneres Bild der Auslöser für die Geschichte. Ich fuhr auf der Autobahn und sah vor meinem inneren Auge ein fünfjähriges Mädchen mit Zöpfen in einem zerschlissenen Rock und Pullover in Herrenschuhen mit heruntergerutschten grauen Wollstrümpfen durch ein Trümmerfeld laufen. Ich wusste sofort, dass es Häuserruinen aus dem zweiten Weltkrieg waren und dass dem Mädchen etwas Furchtbares zustoßen wird. Ich dachte zuerst, nein, darüber möchte ich nicht schreiben. Es wäre zu schmerzhaft, aber dieses Bild ließ mich nicht los. Ich dachte immer wieder an das Mädchen, das ich erst nur von hinten sah. Irgendwann drehte sie sich um und verriet mir ihren Namen: Anna. Und dann kamen auch die anderen Figuren dieses Romanes zu mir: Therese, Annas Mutter, Ralph Cross, ein britischer Bomberpilot, Marie, Thereses Tochter. Ich fing an, über die Bombenangriffe auf Hamburg zu recherchieren und die Geschichte ließ mich nicht mehr los. Bei „Charlottes Rückkehr war ein Foto die Initialzündung für die Geschichte. Im Jüdischen Museum in Berlin sah ich zufällig ein Bild, das ich zuerst gar nicht zuordnen konnte: Zwei Kinder, ungefähr drei und fünf Jahre alt, sitzen neben zwei großen Koffern, und tragen Pappschilder mit Nummern an Kordeln um ihren Hals. Die beiden Kleinen wirkten so traurig und verloren. Dieses Bild erschütterte mich tief, zumal meine Kinder gerade ungefähr in diesem Alter waren. Ich fand heraus, dass 1938-39 10000 jüdische Kinder gerettet wurden, weil sie ohne ihre Eltern nach England geschickt worden waren. Sie waren zwischen 2-und 17 Jahren alt. Die meisten sahen ihre Eltern, die später ermordet wurden, nie wieder. Bei „Der längste Tag in unserem Leben“ stand mein eigenes Erleben am Anfang der Arbeit an dem Roman. Ich war am 7. Juli 2005 in London und recherchierte für „Charlottes Rückkehr“. Als an diesem Tag die Bomben auf der Circle Line hochgingen, war ich nur drei Stationen entfernt. Meine U-Bahn blieb für eine halbe Studne im Tunnel stecken, ich wusste sofort, was los war. Am Nachmittag lief ich mit Tausenden von Londonern stundenlang durch die Stadt, weil nichts fuhr: Keine Taxen, keine Bahnen, keine Busse. Zurück in Hamburg ließen mich die Anschläge nicht mehr los. Mir wurde klar, was es bedeutet, dass sich alles von einer Sekunde auf die andere ändern kann und ich begann, über die Schicksale der Opfer zu recherchieren. Aber erst, wenn die Idee oder ein Bild immer wieder zu mir zurückkommen, sich nicht abschütteln oder verdrängen lässt, fange ich an, in die Geschichte einzutauchen. Ich freue mich auf Eure Fragen.

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  • Rezension zu "Charlottes Rückkehr" von Verena Rabe

    Charlottes Rückkehr
    Belle410

    Belle410

    16. January 2009 um 12:21

    Auch mich zog das geheimnisvolle Cover zu diesem Buch. Auch der Klappentext versprach viel. An sich ist das Buch auch nicht schlecht, aber meines Erachtens wird zu wenig auf Charlotte und ihre Kindheit eingegangen und fast schon etwas zu viel auf die Verwicklungen zwischen Christiane und Olaf. Besonders langatmig fand ich die Beschreibungen von Olafs Beweggründen, Gefühlen und Gedanken.

  • Rezension zu "Charlottes Rückkehr" von Verena Rabe

    Charlottes Rückkehr
    Tweetywoman76

    Tweetywoman76

    17. April 2008 um 13:14

    Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch das schöne Cover, welches mich visuell sehr angesprochen hat. Nachdem ich dann den Klappentext gelesen hatte, entschied ich mich dafür, das Buch zu lesen. Obwohl es bereits der 3. Roman von Verena Rabe ist, hatte ich zuvor nichts von dieser Autorin gelesen und war umso neugieriger. Wie schon in der Kurzbeschreibung zu lesen war, hat Christiane ein Vermächtnis zu erfüllen und begibt sich somit auf die Suche nach Charlotte Rice. Charlotte ist eines von tausenden jüdischen Kindertransportkindern, welche zwischen 1938 und 1939 nach England gelangten und deren Leben somit gerettet wurde. Sie ist die Tochter von Johanna und Karl Reisbach, die ihr Grundstück in Potsdam am Heiligen See verkaufen mussten. Leider konzentriert sich Verena Rabe in ihrer Erzählung nicht ausschließlich auf die Geschichte um Charlotte Rice - parallel entsteht eine zweite Geschichte um Christiane, welche eine Affaire mit dem Architekten beginnt, der sie bei der Suche nach Charlotte unterstützt. Diese Geschichte nimmt leider im Umfang den gleichen Anteil im Buch ein. Dies wurde durch den Klappentext nicht deutlich. Ich hatte mir mehr Intensität in der Geschichte um Charlotte Rice erhofft, doch die Autorin blieb hier eher oberflächlich. Schade :-( . Von daher ist es ein Buch, welches man lesen kann, aber nicht lesen muss...

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