Thereses Geheimnis

von Verena Rabe 
3,6 Sterne bei14 Bewertungen
Thereses Geheimnis
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G

Sehr einfühlsam und bewegend geschrieben.

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Inhaltsangabe zu "Thereses Geheimnis"

Marie ist als Kind bei ihrer Großmutter Therese in Hamburg aufgewachsen. Hier hat sie sich geborgen und wohlbehütet gefühlt. Nach ihrem Studium weiß die junge Frau jedoch nicht so recht, wohin ihr Lebensweg führen soll. Erneut findet sie Zuflucht bei der lebenserfahrenen Großmutter. Als Therese stirbt, erfährt Marie jedoch von einer ganz anderen Seite der alten Dame. Sie entdeckt, dass Therese all die Jahre ein schreckliches Geheimnis gehütet hat, das weit in die deutsche Vergangenheit zurückreicht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783861900405
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Editionnova
Erscheinungsdatum:01.04.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    Jens65s avatar
    Jens65vor 10 Jahren
    Rezension zu "Thereses Geheimnis" von Verena Rabe

    Mit "Thereses Geheimnis" hat Verena Rabe einen packenden Roman geschrieben. Gekonnt verflicht sie die Zeitebenen und die Schicksale ihrer Protagonisten. Die Geschichte von Marie und ihrer Großmutter Therese wird so einfühlsam erzählt, dass man am Ende des Buches glaubt, man habe die beiden Frauen selbst gekannt. Verena Rabe schickt ihre Helden auf eine Reise zu sich selbst - für diese nicht einfach, für den Leser ausgesprochen fesselnd. Ein straff gespannter Spannungsbogen sorgt für ein eindringliches Lese-Erlebnis bis zum Schluss.

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    Gossowvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr einfühlsam und bewegend geschrieben.
    jittys avatar
    jitty
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    Ani
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    AnjaKoenig
    Ein LovelyBooks-Nutzer
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    ChelleMivor 3 Jahren
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
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    Flaemmlevor 6 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    VerenaRabes avatar
    Dieser Roman ist 2004 erschienen und ihn gibt es nur noch vereinzelt in der Printversion. Ich versteigere ein signiertes Exemplar.
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    Letzter Beitrag von  Estrelasvor 4 Jahren
    Aha. Trotzdem schade. Echte Bücher sind doch so schön!
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    VerenaRabes avatar
    Vor kurzem ist mein vierter Roman „Der längste Tag in unserem Leben“ ins Finale des DeLia Literaturpreises gewählt worden. Das freut mich natürlich sehr und gibt mir Ansporn für meine Arbeit. Aber es ist noch etwas Anderes, das mich immer weiter auf dem manchmal mühsamen Pfad der Schriftstellerei hält: Die Begeisterung für das Schreiben und das wunderbare Gefühl, Ideen in Geschichten verwandeln zu können. Immer wieder bin ich gefragt worden, wie ich auf meine Geschichten komme, ob ich die Angst vor dem weißen Papier kenne und wie ich es schaffe, über 300 oder mehr Seiten am Ball zu bleiben. Deshalb möchte ich hier das Schreiben zum Thema machen. Heute geht es um den ersten Einfall, die Eingebung, die am Anfang eines jeden Romanes steht. Alle paar Tage gibt es an dieser Stelle dann etwas Neues rund ums Schreiben. Bei meinem ersten Roman „Thereses Geheimnis“ war ein inneres Bild der Auslöser für die Geschichte. Ich fuhr auf der Autobahn und sah vor meinem inneren Auge ein fünfjähriges Mädchen mit Zöpfen in einem zerschlissenen Rock und Pullover in Herrenschuhen mit heruntergerutschten grauen Wollstrümpfen durch ein Trümmerfeld laufen. Ich wusste sofort, dass es Häuserruinen aus dem zweiten Weltkrieg waren und dass dem Mädchen etwas Furchtbares zustoßen wird. Ich dachte zuerst, nein, darüber möchte ich nicht schreiben. Es wäre zu schmerzhaft, aber dieses Bild ließ mich nicht los. Ich dachte immer wieder an das Mädchen, das ich erst nur von hinten sah. Irgendwann drehte sie sich um und verriet mir ihren Namen: Anna. Und dann kamen auch die anderen Figuren dieses Romanes zu mir: Therese, Annas Mutter, Ralph Cross, ein britischer Bomberpilot, Marie, Thereses Tochter. Ich fing an, über die Bombenangriffe auf Hamburg zu recherchieren und die Geschichte ließ mich nicht mehr los. Bei „Charlottes Rückkehr war ein Foto die Initialzündung für die Geschichte. Im Jüdischen Museum in Berlin sah ich zufällig ein Bild, das ich zuerst gar nicht zuordnen konnte: Zwei Kinder, ungefähr drei und fünf Jahre alt, sitzen neben zwei großen Koffern, und tragen Pappschilder mit Nummern an Kordeln um ihren Hals. Die beiden Kleinen wirkten so traurig und verloren. Dieses Bild erschütterte mich tief, zumal meine Kinder gerade ungefähr in diesem Alter waren. Ich fand heraus, dass 1938-39 10000 jüdische Kinder gerettet wurden, weil sie ohne ihre Eltern nach England geschickt worden waren. Sie waren zwischen 2-und 17 Jahren alt. Die meisten sahen ihre Eltern, die später ermordet wurden, nie wieder. Bei „Der längste Tag in unserem Leben“ stand mein eigenes Erleben am Anfang der Arbeit an dem Roman. Ich war am 7. Juli 2005 in London und recherchierte für „Charlottes Rückkehr“. Als an diesem Tag die Bomben auf der Circle Line hochgingen, war ich nur drei Stationen entfernt. Meine U-Bahn blieb für eine halbe Studne im Tunnel stecken, ich wusste sofort, was los war. Am Nachmittag lief ich mit Tausenden von Londonern stundenlang durch die Stadt, weil nichts fuhr: Keine Taxen, keine Bahnen, keine Busse. Zurück in Hamburg ließen mich die Anschläge nicht mehr los. Mir wurde klar, was es bedeutet, dass sich alles von einer Sekunde auf die andere ändern kann und ich begann, über die Schicksale der Opfer zu recherchieren. Aber erst, wenn die Idee oder ein Bild immer wieder zu mir zurückkommen, sich nicht abschütteln oder verdrängen lässt, fange ich an, in die Geschichte einzutauchen. Ich freue mich auf Eure Fragen.
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