Verena Rossbacher

 3,8 Sterne bei 45 Bewertungen

Lebenslauf von Verena Rossbacher

Zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz: Verena Rossbacher ist eine österreichische Schriftstellerin und lebt aktuell in Berlin. Sie wurde 1979 in Bludenz/Vorarlberg in Westösterreich geboren, verbrachte aber auch sehr viel Lebenszeit in der Schweiz. Das hat zu einem ganz eigenen Stil geführt, bei dem sprachlich die Verbundenheit zur Schweiz deutlich wird. Rossbacher veröffentlichte bis dato drei Romane und durfte 2010 beim Ingeborg- Bachmann-Preis lesen. Nach ihrem ausgesprochen erfolgreichen Debütroman „Verlangen nach Drachen“ von 2009 fiel Verena Rossbacher zunächst in eine „schreiberische Sinnkrise“ und brauchte fünf Jahre, bis sie ihren zweiten Roman „Schwätzen und Schlachten“ veröffentlichen konnte. Für ihren dritten Roman „Ich war Diener im Hause Hobbs“ von 2018 benötigte sie dann weniger Zeit. Verena Rossbacher schreibt Romane mit Männern als Hauptfiguren und flechtet immer wieder autobiografische Züge und Referenzen zum Literaturbetrieb ein. Sie nimmt sich hierbei gerne Zeit und verfasst Werke mit gelegentlich über 400 Seiten, in denen schon einmal ein Joghurtkauf in Echtzeit geschildert wird. Sprachlich wird ihre dreifache Heimat und thematisch die Lust am Andersmachen und am Ausprobieren spürbar.

Alle Bücher von Verena Rossbacher

Cover des Buches Ich war Diener im Hause Hobbs (ISBN: 9783462048261)

Ich war Diener im Hause Hobbs

 (45)
Erschienen am 16.08.2018

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Verena Rossbacher

Cover des Buches Ich war Diener im Hause Hobbs (ISBN: 9783462048261)3lesendemaedelss avatar

Rezension zu "Ich war Diener im Hause Hobbs" von Verena Rossbacher

Ich war Diener im Hause Hobbs von Verena Rossbacher
3lesendemaedelsvor 7 Monaten

"Es war ein schlampiger Tag." Solcherart sind diese die liebsten von Christian, der seinen Dienst bei der Familie Hobbs versieht, Mitglieder der besten Gesellschaft Zürichs. Während er nahezu unsichtbar, wie ihm die edle Ausbildung eintrichterte, die Zimmerpflanzen abstaubt, lauscht er einem Gespräch des Hausherrn mit seinem Zwillingsbruder. Das Verhältnis der gutaussehenden, doch im Naturell ganz unterschiedlichen Männer, ist keineswegs so harmonisch, wie der äußere Anschein. Ebenso die äußerst charmante Gattin strebt nach Abwechslung. So kommt es sehr gelegen, dass ein weltbekannter Dirigent im österreichischen  Feldkirch ein Konzert gibt. Kurzerhand wird Christian dazu verpflichtet, seine Heimatstadt Feldkirch respektabel zu präsentieren. Doch der Kurztrip läuft nicht wie geplant und entwickelt eine amüsante Eigendynamik. Zugleich setzt er dramatische Ereignisse in Gang, die die Lebenswege der Beteiligten nachhaltig durcheinander wirbeln.
Eine Mischung zwischen Krimi und Familiengeschichte. Äußerst charmant und mit Wortwitz jonglierend erzählt. Eine Note Abzug für die anfangs etwas verwirrenden Abschweifungen, die erst in der Fortsetzung der Handlung Sinn ergeben.

Kommentieren0
1
Teilen
Cover des Buches Ich war Diener im Hause Hobbs (ISBN: 9783462048261)wbetty77s avatar

Rezension zu "Ich war Diener im Hause Hobbs" von Verena Rossbacher

Die Geschichte plätschert zu gemütlich vor sich hin
wbetty77vor 2 Jahren

Christian Kauffmann wirft einen Blick zurück auf seine Jahre als Butler bei der reichen, Züricher Familie Hobbs. Durch einen Skandal nimmt seine Anstellung ein jähes Ende. Nun versucht er im Rückblick, die Ereignisse zu rekonstruieren, um zu verstehen, ob er die Zeichen der Veränderung hätte erkennen müssen.
Nach seiner beendeten Ausbildung als Butler, tritt er bei den Hobbs seine erste Stelle an. Obwohl er anfänglich vorhat lediglich wenige Jahre zu bleiben, um dann weiterzuziehen, integriert er sich schon nach kurzer Zeit bestens in das Familienleben der Hobbs. Die Jahre vergehen und Christian Kauffmann ist zufrieden mit seinem Leben.


Er erinnert sich an Situationen, welche damals unbedeutend, nun aber in einem anderen Licht erscheinen. Jedoch sind es neben den Begebenheiten im Hause Hobbs, auch Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend im Voralberger Feldkirch, die er Revue passieren lässt. Seine drei besten Freunde spielen sowohl in seiner Vergangenheit als auch bis zum Zeitpunkt des Skandals eine wichtige Rolle.

Verena Rossbacher erzählt mit ausgefeilter Komposition der Sätze, sodass manche Passagen des Romans sehr poetisch inszeniert sind. Auch ihre ungewöhnlichen Beschreibungen machen das Buch zu einer wahren Lesefreude. Oftmals hat mich die Erzählung vor allem mit ihren Dialogen zum Lachen gebracht. Der feine Humor, der abstruse Alltagsszenen herrlich offen legt, gefällt mir außerordentlich gut. Allerdings sind meiner Meinung nach einige Sätze zu ausgeartet lang. Bei manchen dieser Sätze fiel es mir schwer ihnen gedanklich zu folgen. Am Ende des Satzes fragte ich mich dann, wie dieser begonnen hatte.
Leider konnte mich auch die Erzählung nicht packen. Der anfänglich gut aufgebaute Spannungsbogen hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Die Geschichte plätscherte zum Ende unspektakulär vor sich hin. Außerdem bleiben einige Figuren erzählerisch auf der Strecke. Das erwartete großen Finale, die angedeuteten Verstrickungen blieben einfach aus. Auch sonst fehlt dem Roman streckenweise der Pfiff. Alles im allen lässt mich der Roman enttäuscht zurück.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Ich war Diener im Hause Hobbs (ISBN: 9783462048261)Nils avatar

Rezension zu "Ich war Diener im Hause Hobbs" von Verena Rossbacher

Selten habe ich ein Buch so gerne gelesen wie dieses!
Nilvor 3 Jahren

Verena Rossbacher schreibt grandios, sie spielt virtuos mit Wörtern, schafft amüsante Szenarios und philosophiert wie nebenbei über die großen und kleinen Dinge im Leben. ‚Ich war Diener im Hause Hobbs‘ erzählt eine verzwickte verzwackte Geschichte aus der Sicht eines Butlers, der nicht auf den Punkt kommt und doch somit alles Wesentliche erzählt. Auch die Auflösung passiert doch tatsächlich erst auf den letzten Seiten. Nun dieser Butler, der eigentlich Christian heißt, aber dann Robert genannt wird, ist in Anstellung bei einer Oberschicht-Familie an der Goldküste Zürichs und das Chaos nimmt nach Jahren seinen Lauf.

Ein Roman der uns die feinen, aber klaren Unterschiede auf amüsante, weniger fingerzeigende Art zeigt, was den Pöbel & das neue Geld von echten Reichen, alteingesessenen Familien unterscheidet.

Und aus meiner Sicht ganz klar ein Aufruf zu überdenken wie weit man sich in das Leben anderer einmischt. Was macht man mit Geheimnissen, die ganze Leben zerstören könnte? Wie geht man mit Wissen um, dass eventuell gerne unentdeckt bleibt? Die Grenzen respektieren und wohl überlegt sollte es sein – bloß kein unüberlegtes Geplapper!

Mir hat der Roman nicht nur sprachlich große Freude bereitet, daher wünsch ich diesem famosen Werk unzählige weitere Leser. Wenn es in diesem Jahr nicht klappen sollte, nicht verzagen, denn dieser Roman hat eine zeitlose Art, der liest sich immer gut!

Kommentieren0
9
Teilen

Gespräche aus der Community

"Ein Augenblick, der, einer zarten Blase gleich, zu schweben schien, durch die Dunkelheit und durch die Jahre, die vergangenen und die kommenden."

Magisch, aber auch manchmal trügerisch. Das sind Erinnerungen. Ein Geräusch, ein Duft – das allein reicht, um eine ganze Erinnerungsmaschinerie in Gang zu setzen.
Als Christian versucht, die Erinnerungen aus seiner Jugend in seinem Kopf zu sortieren, macht er eine verblüffende Entdeckung. Mit "Ich war Diener im Hause Hobbs" gelingt der Österreicherin Verena Roßbacher einen formidablen Roman mit einer verzwickten Handlung, die immer wieder für Überraschungen sorgt und den ihr garantiert nicht aus der Hand legen wollt.

"Ich war Diener im Hause Hobbs", der neue Roman von Verena Roßbacher, ist unser neuer Titel im  LovelyBooks Literatursalon.

Wenn ihr zusammen mit uns in die besten Kreise der Zürcher Gesellschaft eintauchen wollt, solltet ihr bei dieser Leserunde unbedingt mitmachen!

In unserem  LovelyBooks Literatursalon erwarten euch weitere literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben!

Zum Inhalt
Es war Christian, der Diener der Zürcher Anwaltsfamilie Hobbs, der den Toten im Gartenpavillon neben der blutbespritzten Chaiselongue fand. Jahre später blickt er zurück und versucht zu verstehen, wie es zu der Katastrophe kommen konnte. Erinnerungen an seine Jugend im österreichischen Feldkirch drängen sich scheinbar zufällig in die Rekonstruktion: Vier genialisch provinzielle Jungs rezitieren am sommerlichen See in sagenhaften Anzügen Zweig und Hesse, haben ihre ganz eigene Theorie zu Frauen mit Locken und das gute Gefühl, dies alles wäre erst der Anfang. Christian erzählt vom Auseinanderdriften der Freunde, von seinen ersten Jahren im Hobbs’schen Haushalt, von verwirrenden nächtlichen Zimmer-besuchen, liebevoll inszenierten Familienporträts und dem fatalen Moment, als die einnehmende Hausherrin seinen alten Freunden begegnet. Und während er die Untiefen der eigenen Schuld auslotet, kommt er einem großen Geheimnis auf die Spur.

Lust auf eine Leseprobe?

Zur Autorin
Verena Roßbacher, geboren 1979 in Bludenz/Vorarlberg, aufgewachsen in Österreich und der Schweiz, studierte einige Semester Philosophie, Germanistik und Theologie in Zürich, dann am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. "Ich war Diener im Hause Hobbs" ist nach ihrem Debüt "Verlangen nach Drachen" (2009) und "Schwätzen und Schlachten" (2014) ihr dritter Roman bei Kiepenheuer & Witsch.

Möchtet ihr wissen, wer der Tote im Gartenpavillon war und wie Christian mit Hilfe seiner Erinnerungen die Vergangenheit neu zusammensetzt? Zusammen mit Kiepenheuer & Witsch verlosen wir 30 Exemplare von "Ich war Diener im Hause Hobbs" unter allen, die Lust haben, sich über diesen spannenden Roman im Rahmen einer Leserunde auszutauschen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben.
Möchtet ihr dabei sein? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"- Button bis zum 29.08. und antwortet auf folgende Frage:

Ist euch etwas in letzter Zeit passiert, an das ihr euch für immer erinnern möchtet?
Erzählt uns davon!

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück

Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier und in unserer Literatursalon-Plauderecke.

* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
1152 BeiträgeVerlosung beendet

Community-Statistik

in 72 Bibliotheken

von 36 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks