Verena Stauffer

 3,9 Sterne bei 41 Bewertungen
Autor*in von Orchis, Kiki Beach und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Verena Stauffer, geboren 1978 im oberösterreichischen Kirchdorf an der Krems, veröffentlichte 2018 ihren Debütroman »Orchis«, der für den Literaturpreis Alpha, die Hotlist der Independents und den Blogger-Debütpreis nominiert war. Bereits zweimal war sie für den Österreichischen Buchpreis nominiert: mit »Ousia«, erschienen bei Kookbooks, und mit ihrem neuesten Lyrikband »Kiki Beach«. 2025 las sie in Klagenfurt beim Ingeborg-Bachmann-Preis. 2026 wurde ihr das George-Saiko-Reisestipendium zugesprochen. Stauffer lebt in Wien.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Strahlen (ISBN: 9783627003456)

Strahlen

(2)
Neu erschienen am 05.03.2026 als Gebundenes Buch bei Frankfurter Verlagsanstalt.

Alle Bücher von Verena Stauffer

Cover des Buches Orchis (ISBN: 9783218011044)

Orchis

(29)
Erschienen am 12.03.2018
Cover des Buches Kiki Beach (ISBN: 9783948336271)

Kiki Beach

(4)
Erschienen am 10.02.2025
Cover des Buches Ousia (ISBN: 9783948336042)

Ousia

(3)
Erschienen am 18.03.2020
Cover des Buches Geschlossene Gesellschaft (ISBN: 9783627002923)

Geschlossene Gesellschaft

(2)
Erschienen am 26.08.2021
Cover des Buches Strahlen (ISBN: 9783627003456)

Strahlen

(2)
Erschienen am 05.03.2026
Cover des Buches Orchis (ISBN: 9783442719136)

Orchis

(1)
Erschienen am 13.01.2020

Neue Rezensionen zu Verena Stauffer

Cover des Buches Strahlen (ISBN: 9783627003456)
KleeeneJanines avatar

Rezension zu "Strahlen" von Verena Stauffer

KleeeneJanine
Interessant

„Strahlen“ von Verena Stauffer ist ein Buch, das sich nicht sofort greifbar macht – und genau darin liegt gleichzeitig seine Stärke und seine Herausforderung. Schon beim Lesen habe ich gemerkt, dass es kein klassischer Text ist, der mich sanft an die Hand nimmt. Stattdessen fordert er Aufmerksamkeit, Offenheit und die Bereitschaft, sich auf eine eher ungewöhnliche sprachliche und gedankliche Reise einzulassen.

Ich habe mich beim Lesen immer wieder dabei ertappt, innezuhalten. Nicht, weil es unbedingt leicht zugänglich ist, sondern weil viele Passagen nachwirken. Es ist kein Buch, das man einfach „durchliest“. Es passiert eher zwischen den Zeilen – manchmal leise, manchmal auch irritierend.

Der Schreibstil ist eigenwillig, fast fragmentarisch. Gedanken wirken stellenweise wie lose verbunden, fast wie Momentaufnahmen von Wahrnehmung und Gefühl. Das hat etwas Faszinierendes, weil es Raum für eigene Interpretationen lässt. Gleichzeitig hat es mich aber auch herausgefordert – manchmal sogar ein wenig verloren zurückgelassen. Es gab Momente, in denen ich mir mehr Klarheit oder eine stärkere Führung gewünscht hätte.

Emotional war das Lesen für mich ein Auf und Ab. Es gab einzelne Sätze, die mich wirklich berührt haben – die sich festgesetzt haben und noch nachklingen. Aber es gab auch viele Stellen, bei denen ich keinen Zugang gefunden habe. Dadurch blieb das Gefühl insgesamt etwas distanziert, obwohl ich gemerkt habe, dass in dem Text viel Tiefe steckt.

Was ich besonders spannend finde: Dieses Buch wirkt nicht laut. Es drängt sich nicht auf. Es ist eher still – und genau deshalb entfaltet es seine Wirkung vielleicht erst mit Zeit. Es ist kein Buch für jeden Moment, sondern eher für Phasen, in denen man bereit ist, sich selbst ein Stück weit zu begegnen, ohne sofort Antworten zu bekommen.

Für mich persönlich bleibt „Strahlen“ ein Buch, das ich nicht vollständig greifen konnte – aber vielleicht ist genau das seine Intention. Es lädt nicht dazu ein, alles zu verstehen, sondern eher dazu, etwas zu fühlen oder zumindest zu versuchen, sich darauf einzulassen.

Ein sprachlich besonderes und anspruchsvolles Buch, das Raum für eigene Gedanken lässt. Für mich teilweise schwer zugänglich, aber mit einzelnen sehr berührenden Momenten.

Cover des Buches Kiki Beach (ISBN: 9783948336271)
L

Rezension zu "Kiki Beach" von Verena Stauffer

Librariansguidetogalaxy
Das Ganze war mir zu zersetzt...

In meiner Mission Bücher der Shortlist des Österreichischen Buchpreises 2025 zu lesen, habe ich mit diesem Buch begonnen: Kiki Beach, ein Lyrikband von Verena Stauffer. Die Gedichte greifen die Themen Sexualität, Digitalisierung und fremde Orte zwischen Griechenland und Persien auf. Und das ist auch schon alles, das ich an inhaltlicher Beschreibung geben kann.

Vorneweg, ich bin keine Lyrikleserin, es entspricht nicht meinem Geschmack, also greife ich nur in seltenen Fällen zu einer Anthologie. Aber auch all meine persönlichen Befindlichkeiten beseitegeräumt, haben mir die Gedichte einfach nicht gefallen. Es kam kein Gefühl oder ein irgendwie greifbares Thema heraus, sondern hat sich angefühlt wie eine Wolke aus historisch/klassisch philologischen Textbezügen und modernen Schlagworten, gepaart mit einer schon unnötigen Menge Körperflüssigkeit. Besonders irritiert haben mich die Fußnoten in der Mitte des Buches, in der die intertextuellen Anspielungen erklärt wurden. Diese Erklärung haben meines Erachtens dem Text sehr geschadet, denn entweder lässt sich die Anspielung aus dem Text herauserkennen, oder dem Leser fehlt diese Ebene, weil die Anspielung zu unklar war oder er das Ursprungswerk nicht erkennt. Eine Seite auszuformulieren, was gemeint war, verleiht dem ganzen eine Unsicherheit, die gar nicht in das Konzept des Bandes passt.

Schade, das grundsätzliche Konzept, dass dem Band laut Beschreibung zugrunde liegt (und passagenweise auch herauskommt) wäre wahrscheinlich interessant gewesen.

Cover des Buches Ousia (ISBN: 9783948336042)
Trishen77s avatar

Rezension zu "Ousia" von Verena Stauffer

Trishen77
Lyristix

Was macht das Sein aus? Existenz, könnte man meinen. Doch dass es damit nicht getan ist, daran glauben (sieht man ihre konstanten Bemühungen, weiter zu fragen, zu forschen) Wissenschaft, Philosophie und letztlich auch die Dichtung. Was schürt diesen Glauben, dieses Fragen? Schönheit, meinen manche, andere wissen: die Suche nach Sinn (dies definitiv eine anderen Einheit als Sein – oder?) oder Trost (praktisches Wissen selbstverständlich auch, aber das lassen wir mal beiseite). Vielleicht schlicht die Neugierde, ein Trieb wie jeder andere.

Ousia ist ein altgriechisches Wort und war ein zentraler Begriff der antiken Ontologie. Man kann es schwer mit einem Wort übersetzen, weil es eine vielgestaltige Bedeutung hat(te); nah heran kommt wohl "das Wesen des Seins" oder Begriffe wie "Substanz" (den Rest überlass ich Wikipedia). Wichtig ist, dass Ousia etwas Beständiges, also übergreifend und unabhängig von sonstigen Zuständen Vorhandenes ist.

Verena Stauffer (dieses Jahr erscheint voraussichtlich ihr neuer Band "Kiki Beach") baut auf dem weiten Feld des Titelmotivs eine Vielzahl von Anlagen auf. Flussauen und Schattentheater, Erdölpumpen und Heuharfenorchester, Acastabrüche (Acasta ist eines der ältesten Gesteine der Erde) und Schlachtgruben, Marswüsten und Berghöhlen.

Letztere kommen einem Philosophie-Laien wie mir in den Sinn, wenn es um das übergreifend Seiende geht. Ja, richtig, ich meine Platons Höhlengleichnis, jenes Gleichnis, in dem die Ideen als das Wirklich geschildert werden und nicht die Dinge, ihre Schatten. Stauffers Schattenspiele knüpfen zwar an andere Traditionen an, aber man wird Platon mitdenken dürfen.

Trotzdem ist "Ousia" als Ganzes keine Fußnote zu Platon. Stauffers Ansatz ist sehr viel dezentraler als ihr Titel vermuten lässt und viel zu wandlungsreich, um einer Theorie dienen zu können. Was ihren Gedichte dennoch eint, ist, dass das Wesen der Dinge, das Sein selbst zu Wort kommt. Es wird aus ihm heraus und in die Sprache hinein gedichtet, nicht dem Sein eine Sprache übergestülpt (in der Tendenz; letztlich müssen natürlich Worte gewählt, gestülpt werden). 

Wir befinden uns allerdings in der Regel nicht im Auge des Sturms, sondern am Rand, am Grat der Strömung, des Drifts; driften mit, derweil die Sprache fließt, strudelt, stürzt und glitzert. Lichtpunkte auf der Oberfläche – wo sind die Schatten? Sind sie vielleicht die wahren Essenzen, das was ausstrahlt, hin und weg von uns führt, was wir allezeit werfen? Schatten, dunkel wie Erdöl und Zeitalter, nicht zu trennen und nicht zu vereinen mit ihrem Gegenstand. Über Schatten und vieles mehr lesen: in diesem Band.

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Orchis
Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar
Verlag_Kremayr-Scheriau
Verlosung beendet

"Eines Tages, so erzählte er später, begannen die Orchideen sich zu bewegen, irgendwann legten sie ihre Blätter auf seinen Kopf, hielten ihn und legten ihre Blütenhäupter daneben."

Worum gehts?

Anselm ist Botaniker und leidenschaftlicher Orchideenforscher. Mitte des 19. Jahrhunderts begibt er sich auf eine Expedition nach Madagaskar. Dort findet er nicht nur die schönste Orchidee der Welt, sondern Erfüllung, die aber nur von kurzer Dauer ist. Auf dem Schiff zurück in die Heimat verrückt sich etwas in Anselm: Aus seiner Schulter wächst eine Orchidee. Zu Hause angekommen, bringen ihn seine Eltern in eine Nervenheilanstalt, wo er sich bald wieder erholt. Seiner wissenschaftlichen Laufbahn scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch die Zeit arbeitet gegen ihn: Die politischen Umbrüche verändern sein Umfeld. Die wissenschaftlichen Neuerungen durch Darwin stellen seine Theorien auf den Kopf. Und die überstürzte Reise nach China bringt Ungeahntes zutage.

Verena Stauffer beweist in ihrem Debütroman ein besonderes Gespür für die Wahrnehmungen und Empfindungen ihrer Figuren. Sie lässt uns teilhaben an einer höchst sinnlichen Reise in den fernen Osten und führt uns noch weiter – in die Abgründe und das Innerste der menschlichen Psyche.

> Leseprobe
> Informationen zum Buch

Verena Stauffer
1978 in Oberösterreich geboren. Lebt in Wien. Studium der Philosophie an der Universität Wien. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Manuskripte-Förderungspreis, den Rotahorn Literaturpreis sowie das Projektstipendium des Bundeskanzleramts Österreich. Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien (Manuskripte, Die Presse am Sonntag, Lichtungen u.a.). 2014 ist ihr Lyrikdebüt „Zitronen der Macht“ bei Hochroth erschienen. „Orchis“ ist ihr erster Roman.

Bewerbung zur Leserunde: 

Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

> Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

Verlosung beendet

"Eines Tages, so erzählte er später, begannen die Orchideen sich zu bewegen, irgendwann legten sie ihre Blätter auf seinen Kopf, hielten ihn und legten ihre Blütenhäupter daneben."

Worum gehts?

Anselm ist Botaniker und leidenschaftlicher Orchideenforscher. Mitte des 19. Jahrhunderts begibt er sich auf eine Expedition nach Madagaskar. Dort findet er nicht nur die schönste Orchidee der Welt, sondern Erfüllung, die aber nur von kurzer Dauer ist. Auf dem Schiff zurück in die Heimat verrückt sich etwas in Anselm: Aus seiner Schulter wächst eine Orchidee. Zu Hause angekommen, bringen ihn seine Eltern in eine Nervenheilanstalt, wo er sich bald wieder erholt. Seiner wissenschaftlichen Laufbahn scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch die Zeit arbeitet gegen ihn: Die politischen Umbrüche verändern sein Umfeld. Die wissenschaftlichen Neuerungen durch Darwin stellen seine Theorien auf den Kopf. Und die überstürzte Reise nach China bringt Ungeahntes zutage.

Verena Stauffer beweist in ihrem Debütroman ein besonderes Gespür für die Wahrnehmungen und Empfindungen ihrer Figuren. Sie lässt uns teilhaben an einer höchst sinnlichen Reise in den fernen Osten und führt uns noch weiter – in die Abgründe und das Innerste der menschlichen Psyche.

> Leseprobe
> Informationen zum Buch

Verena Stauffer
1978 in Oberösterreich geboren. Lebt in Wien. Studium der Philosophie an der Universität Wien. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Manuskripte-Förderungspreis, den Rotahorn Literaturpreis sowie das Projektstipendium des Bundeskanzleramts Österreich. Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien (Manuskripte, Die Presse am Sonntag, Lichtungen u.a.). 2014 ist ihr Lyrikdebüt „Zitronen der Macht“ bei Hochroth erschienen. „Orchis“ ist ihr erster Roman.

Bewerbung zur Leserunde: 

Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

> Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

240 Beiträge
Liebe Orchis-Leserinnen und Leser, liebe Orchis-Bloggerinnen und Blogger,

ihr alle, die ihr hier Orchis mit so viel Liebe und Neugier gelesen habt, habt mir eine unglaubliche Freude bereitet. Oft habe ich jubiliert, war berührt, manchmal auch erstaunt, oder ja, auch schockiert. Es waren wundervoll intensive Momente für mich! Eure Rückmeldungen, denn es waren die allerersten zu Orchis, und dann auch noch eure Rezensionen zu lesen, war für mich ein großes Geschenk! Vielleicht hätte ich ein klein wenig mehr mitdiskutieren können, aber ich war zu aufgeregt und wollte auch nicht in eure Debatten eingreifen. An dieser Stelle möchte ich mich bei euch allen für eure Aufmerksamkeit, eure Genauigkeit, eure Kritik und vor allem für eure unglaublich kraftvolle Begeisterung bedanken!

So winke ich und sende liebe Grüße,

Eure

Verena Stauffer
Zum Thema
Liebe Orchis-Leserinnen und Leser, liebe Orchis-Bloggerinnen und Blogger,

ihr alle, die ihr hier Orchis mit so viel Liebe und Neugier gelesen habt, habt mir eine unglaubliche Freude bereitet. Oft habe ich jubiliert, war berührt, manchmal auch erstaunt, oder ja, auch schockiert. Es waren wundervoll intensive Momente für mich! Eure Rückmeldungen, denn es waren die allerersten zu Orchis, und dann auch noch eure Rezensionen zu lesen, war für mich ein großes Geschenk! Vielleicht hätte ich ein klein wenig mehr mitdiskutieren können, aber ich war zu aufgeregt und wollte auch nicht in eure Debatten eingreifen. An dieser Stelle möchte ich mich bei euch allen für eure Aufmerksamkeit, eure Genauigkeit, eure Kritik und vor allem für eure unglaublich kraftvolle Begeisterung bedanken!

So winke ich und sende liebe Grüße,

Eure

Verena Stauffer
Zum Thema
0 Beiträge

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

42 Bibliotheken

8 Merkzettel

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks