Orchis

von Verena Stauffer 
3,9 Sterne bei20 Bewertungen
Orchis
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Ein ganz besonderes Buch, das den Leser in eine farbenprächtige Welt voller Geräusche und Gerüche entführt.

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Die Reise eines getriebenen Botanikers nach Madagaskar. Sprachgewaltig und poetisch. Wunderbar!

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Inhaltsangabe zu "Orchis"

Anselm ist Botaniker und leidenschaftlicher Orchideenforscher. Mitte des 19. Jahrhunderts begibt er sich auf eine Expedition nach Madagaskar. Dort findet er nicht nur die schönste Orchidee der Welt, sondern Erfüllung, die aber nur von kurzer Dauer ist. Auf dem Schiff zurück in die Heimat verrückt sich etwas in Anselm: Aus seiner Schulter wächst eine Orchidee. Zu Hause angekommen, bringen ihn seine Eltern in eine Nervenheilanstalt, wo er sich bald wieder erholt. Seiner wissenschaftlichen Laufbahn scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch die Zeit arbeitet gegen ihn: Die politischen Umbrüche verändern sein Umfeld. Die wissenschaftlichen Neuerungen durch Darwin stellen seine Theorien auf den Kopf. Und die überstürzte Reise nach China bringt Ungeahntes zutage.

Verena Stauffer beweist in ihrem Debütroman ein besonderes Gespür für die Wahrnehmungen und Empfindungen ihrer Figuren. Sie lässt uns teilhaben an einer höchst sinnlichen Reise in den fernen Osten und führt uns noch weiter – in die Abgründe und das Innerste der menschlichen Psyche.

"Eines Tages, so erzählte er später, begannen die Orchideen sich zu bewegen, irgendwann legten sie ihre Blätter auf seinen Kopf, hielten ihn und legten ihre Blütenhäupter daneben."

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783218011044
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Kremayr & Scheriau
Erscheinungsdatum:12.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    gsts avatar
    gstvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein ganz besonderes Buch, das den Leser in eine farbenprächtige Welt voller Geräusche und Gerüche entführt.
    Von Gefühlen überwältigt

    Gern habe ich mich von diesem Buch in eine Welt voller Düfte, Farben und Geräusche entführen lassen. Schon kurz nach der Ankunft von Anselm, dem wissenschaftlichen Orchideensammler auf Madagaskar wurde getanzt und gesungen. Er wird von den Sitten auf dieser exotischen Insel Mitte des 19. Jahrhunderts regelrecht überfallen, doch auch bezaubert. Ebenso wie der Leser, der ihn im ersten Drittel des Buches auf der Reise zu den Orchideenfeldern begleitet. Doch der Euphorie folgt ein tiefer Absturz auf der Heimfahrt.

    „Mit einem Mal zogen Wolken auf, die aussahen, als trügen sie Städte in sich, große, goldene Städte, ganze Welten formierten sich, dabei war es vermutlich nur ein Gewitter, das sich zusammenbraute und schnell heranzog.“ (Seite 65) Doch nicht dieses Gewitter raubt Anselm den Verstand, sondern die Orchidee, die er auf seiner Schulter wachsen fühlt. Statt sich seinen Studien zu widmen, muss der Zeitgenosse von Darwin und Richard Wagner in der Heimat erst mal eine Zeit in der Anstalt verbringen. Nachdem er sich wieder fängt, bekommt er eine Aushilfsstelle als Professor und reist durch die Welt.

    Der Autorin ist mit diesem Buch ein besonderer Wurf gelungen. Besonders im ersten Drittel vergaß ich die reale Welt um mich und befand mich in einem Traum, wenn ich das Buch öffnete und zu lesen begann. Später entführte mich die Autorin ohne großartige Erklärungen in die unterschiedlichsten Situationen. Da hieß es, sich erst mal auf unbekanntem Gebiet zurechtzufinden. So entstand Spannung, aber auch eine gewisse Verwirrtheit – was die Einfühlung in den Protagonisten erleichterte.

    Auffallend war für mich die häufig ausgefallene Ausdrucksweise, die mir sehr gefiel. Zum Beispiel auf Seite 172: „Die Zeit verblüht nicht, sie liegt im Augenblick der Chamäleons, spiralt sich im Fluss, verjüngt sich im Meer. Sie ist die Unendlichkeit.“

    Gerne empfehle ich dieses Buch denjenigen, die bereit sind, sich auf Experimente einzulassen.

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    SomeBodys avatar
    SomeBodyvor 2 Monaten
    Meine Meinung zu "Orchis" von Verena Stauffer

    Ich bin hin- und hergerissen. Dieser Roman ist "poetisch und bildgewaltig“ haben sie gesagt und ja, ich stimme dem zu… aber mir erschienen die Sätze viel zu häufig völlig überladen. Oft hatte ich das Gefühl, die Autorin würde absichtlich einmal mehr in die Synonyme-Kiste greifen, um auf diese Weise Adjektiv um Adjektiv zu verschnörkeln und damit manchmal leider sogar zu verschlimmbessern. 

    Die eigentliche Handlung dagegen konnte mich bei Laune halten. Der Wahn des Botanikers zieht sich als roter Faden durch das gesamte Buch und bis zum Ende war ich sehr gespannt darauf, was Anselm wohl am Ende seiner Reise für sich selbst finden würde und wieviel davon der Realität entspricht.

    Fazit: Sicher kein Buch, welches jeden Leser anspricht, doch ganz bestimmt eines, das seine Liebhaber findet.

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    renees avatar
    reneevor 2 Monaten
    Wunderschön und Magisch

    Was für ein wunderschönes Buch, was für eine lyrische Sprache, was für eine Fantasie! Ich habe es geliebt dieses Buch. Es sozusagen verschlungen, in einem Ruck gelesen, nicht mehr weglegen wollen/können. Beim Lesen des Buches fühlt man sich durch die Art der Sprache zu den Klassikern der Abenteuerliteratur versetzt. Gleichzeitig hat es eine ungemein poetische, lyrische, betörende und wortgewaltige Form, die bezaubert, mitreißt und tief berührt. Die Beschreibungen der Natur sind sinnlich und phantastisch, man ist mitten drin, fühlt die Natur, das pralle Leben, es drängen sich Bilder auf und man sieht, hört und riecht förmlich. Und gleichzeitig ist es auch eine tiefe Reise in die menschliche Psyche, zeigt Formen eines manischen und wahnhaften Erlebens. Anselm, der Protagonist, ein Biologe und bekennender Darwin Gegner (Evolutionstheorie und Abhandlungen zu den Orchideen werden von Anselm angezweifelt) macht Ende des 19. Jahrhunderts eine Reise nach Madagaskar, auf der Suche nach einer besonderen Orchideenart, er macht eine Famadihana, eine rituelle Umbettung der Toten mit und reist in den Dschungel zu seinen Orchideen und findet auch eine besondere. Schon da tritt eine leicht manische Art des Protagonisten zu tage. Ein Führer/Guide, Isaac tritt etwas in den Fokus von Anselm und bringt dessen Gefühlswelt zusätzlich durcheinander. Auf der Schifffahrt in Richtung Heimat verändert sich das Empfinden Anselms derartig, dass er eine Orchidee aus/auf seiner Schulter wachsen sieht. Dieses Erleben teilt/versteht aber niemand und sein Befinden verschlechtert sich weiterhin, schließlich in der Heimat angekommen verbessert sich sein Zustand nicht, so dass seine besorgten Eltern ihn letztendlich in eine Nervenheilanstalt einweisen. Nach einer längeren Zeit in dieser wird Anselm scheinbar geheilt entlassen. Und die spannende und märchenhafte Geschichte geht weiter, eine Reise/Rausch zwischen Wahn und Wirklichkeit, wunderschön und voller Magie.

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    Bookster_HROs avatar
    Bookster_HROvor 3 Monaten
    Verena Stauffer | ORCHIS

    *** Die folgende Rezension erschien erstmals auf meinem Blog www.booksterhro.wordpress.com. Schaut mal vorbei, ich freu mich auf Euren Besuch! ***

    Mitte des 19. Jahrhunderts macht sich der aufstrebende Botaniker Anselm auf die gefährliche Reise nach Madagaskar, um in den Wäldern des abgeschotteten Inselreiches als Erster eine Sternorchidee zu beschreiben und nach Europa zu überführen. Nach einer beschwerlichen Suche voller körperlicher Entbehrungen findet er die seltene Pflanze im Überfluss, nimmt sich so viele Exemplare, wie er tragen kann und beginnt die Rückreise. Doch bei der Überfahrt gerät das Schiff in einen schweren Sturm und er verliert seine kostbare Fracht an den Ozean.

    Als Anselm völlig erschöpft von Bord geht, hat sich etwas an ihm verändert. Wie ein Abschiedsgruß wächst da eine wunderschöne Orchidee aus seiner Schulter, die er von nun an hegt und pflegt. Das Problem ist: Nur er kann sie sehen – für seine Familie ein klarer Fall für die Irrenanstalt. Anselms Karriere als Botaniker steht auf Messers Schneide, doch er gesundet schnell und als Protegé seines Vaters gelingt ihm auch der Schritt in eine akademische Laufbahn. Ein paar Jahre später jedoch verrennt er sich wieder in seine Obsession und erneut übernimmt eine Orchidee die Kontrolle über sein Handeln. In der Hoffnung auf die Entdeckung einer bisher unbekannten Art von Frauenschuh macht sich Anselm auf den langen und gefährlichen Weg in die Wälder Chinas.

    Verena Stauffer (*1978) hat – das merkt man von der ersten Seite an – die Klassiker der Abenteuerliteratur zum Vorbild für ihre Orchideenodyssee genommen. Sicher liegt es daran, dass die Österreicherin die Sprache und den Stil jener berühmten Romane so gekonnt imtiert – hinzu kommt, dass große Teile der Handlung auf Schiffen spielen –, jedenfalls war ich von Anfang bis Ende an MOBY DICK oder DER SEEWOLF erinnert, zumindest an die Atmosphäre, die dort heraufbeschworen wird. Auch die Szenen an Land, in denen der wirre Anselm unentdeckte Gebiete erforscht und fremde Kulturen beschreibt, passen stilistisch perfekt in die Zeit, in der das Buch spielt. Politische und wissenschaftliche Nebenschauplätze – wie zum Beispiel die Abschottung Madagaskars unter der drakonischen Königin Ranavalona I., die Opiumkriege in China oder die denkerischen Umstürze, die mit Darwins Evolutionstheorien einhergingen – bereichern den Roman noch zusätzlich, bis man zwischenzeitlich wirklich denkt, man halte einen Klassiker in der Hand. Noch mal nachgeprüft: Nein, das Buch ist von 2018.

    Aber handelt es sich denn hier um einen rein historischen Roman? Es gibt da noch eine psychologische Ebene, die Anselm ordentlich auf den Zahn fühlt, ihn als obsessiven Maniker entlarvt und all sein Handeln in Frage stellt. Im Gegensatz dazu steht seine Intelligenz und sein hoher Bildungsgrad – eine gute Mischung für eine Hauptfigur. Die Szenen völliger geistiger und körperlicher Erschöpfung, in denen sich Anselm halb im Delirium verliert, gehören zu den stärksten in diesem an starken Momenten nicht gerade armen Debüt. Alle Achtung!

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    Dajobamas avatar
    Dajobamavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die Reise eines getriebenen Botanikers nach Madagaskar. Sprachgewaltig und poetisch. Wunderbar!
    Auf der Suche nach der perfekten Orchidee

    Der noch junge Botaniker Anselm hat sein Leben der Orchideenforschung gewidmet. In der Mitte des 19. Jahrhunderts macht er sich nach langer Vorbereitungszeit auf nach Madagaskar, wo er eine seltene Art vermutet. Schon auf der Reise wird ihm alles zu viel, ist er sich selber nicht mehr sicher, was ist wahr, was ist Traum. Kaum zu Hause angekommen, nimmt ihn sein Wahn vollkommen gefangen; schließlich muss er mehrere Monate in einer Nervenheilanstalt verbringen. Einigermaßen genesen, will er seine berufliche Laufbahn wieder aufnehmen, doch diesmal kommt ihm ein Mann namens Darwin mit einer These dazwischen, die so gar nicht in sein Weltbild passen will.

     

    Dieser Roman zeichnet sich durch absolut schöne, zauberhafte Sprache aus. Leichtfüßig und genau beobachtend zeichnet die Autorin wundervolle Natur- und Umweltbeschreibungen wie auf einer Leinwand. Man kann den Regenwald beinahe mit den Händen greifen.

    "Der Himmel zerfloss mit dem Meer in das leuchtende Grau einer Wolke, sein Licht wurde von der Erde angezogen und trotz der diffusen Dunstschicht war es stark genug, um sich an jede Fläche zu heften und Schatten zu werfen." Seite 34

    Poetisch und wortgewaltig ist dieses Werk etwas ganz besonderes. Diese Sprache passt einfach perfekt in die damalige Zeit und die Lebensumstände Anselms. Gewiss wird dieses Buch nicht jedem gefallen, denn man muss es langsam lesen und auf sich wirken lassen. Dann aber wird man in eine wundersame Welt entführt. Auch sollte man vielleicht nicht jede Aussage akribisch nach ihrem Wahrheitsgehalt bzw. Logik untersuchen, sondern sich einfach mit Anselm treiben lassen.

     

    Außerdem möchte ich noch Folgendes positiv anmerken: die Autorin hat scheinbar große Sorgfalt bei der Recherche dieses Romans walten lassen. Ich habe nichts überprüft, aber die Beschreibungen und das Detailwissen zur Klassifizierung etwa der unterschiedlichen Orchideenarten erschienen mir großartig.

    Auch die wunderschöne Aufmachung des Buches selbst hat mir sehr gut gefallen. Liebevoll und qualitativ hochwertig, wie der Inhalt. Dies war mein erstes Buch aus dem österreichischen Kremayr&Scheriau Verlag. Ihn werde ich genauso wie die Autorin im Auge behalten müssen.

     

    Dringende Leseempfehlung!

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor 4 Monaten
    Anselm und die Orchideen

    Anselm ist schon von klein auf in der Botanik zu Hause, besonders angetan haben es ihm Orchideen. Eines Tages begibt er sich euphorisch und beschwingt auf eine Expedition nach Madagaskar, dort soll ein ganz besonderes Exemplar zu finden sein. Während dieser Reise stößt er allerdings nicht nur auf Mitreisende, sondern mitunter auch an seine Grenzen, was jedoch erst nach der Rückkehr deutlich zutage tritt. Nachdem Anselms Eltern keinen anderen Weg mehr sehen, beschließen sie sich professionelle Hilfe zu holen, damit ihr Sohn wieder gesellschaftsfähig wird. Alles scheint gut, doch das 19. Jahrhundert hat seine Tücken, Anselm verliert sich immer wieder in wissenschaftlichen Neuerungen, die ihm den letzten Nerv rauben und ihn schlussendlich auf eine verhängnisvolle Reise nach China führen.

    Orchideen sind absolut faszinierende Pflanzen, doch wäre man selbst bereit für eine Sache so weit zu gehen wie es der Hauptprotagonist tut? Vermutlich käme es auf den Anreiz an und doch glaubt man seine Gefühle und Gedanken insofern im Griff zu haben, als dass ein Abdriften in eine Art Manie schon nicht passieren würde. Aber ist es nicht gerade dieses Denken, welches uns sorglos werden und die Anzeichen übersehen lässt? Hat Anselm wohl im Vorfeld geahnt was ihm Widerfahren würde, dass die Realität mitunter täuschen kann? Sicherlich kann man in vielerlei Hinsicht nur Vermutungen anstellen, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen ist aber dennoch nicht verkehrt.

    Verena Stauffer erschafft mit ihrem Debütroman ein wort- und bildgewaltiges Werk, das bestimmt nicht jeden Leser gleichermaßen anspricht, aber doch so viel in sich trägt. Anmutig erzählt sie von der Verwirrtheit eines Mannes, den seine Leidenschaft auf den schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn führt. Vielleicht kann das eine gar nicht ohne das andere. Während der Lektüre bricht sich eine Begeisterung bahn, die man im Vorfeld nicht unbedingt für möglich gehalten hätte. Je tiefer man jedoch in die Thematik eintaucht, desto mehr wird man in einen ebensolchen Bann gezogen, wie ihn auch Anselm verspüren muss.

    Trotz schwermütiger Passagen und schier ausweglosen Situationen schafft es die Autorin die Atmosphäre mit einer gewissen Leichtigkeit zu füllen, wodurch ganz viel Glanz und Poesie im Vordergrund stehen, erinnert man sich an das Gelesene zurück.

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    Sikals avatar
    Sikalvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein beeindruckendes Debüt in einer bemerkenswerten Sprache.
    Wo hört Leidenschaft auf und wo beginnt Wahn?

    „Eines Tages, so erzählte er später, begannen die Orchideen sich zu bewegen, irgendwann legten sie ihre Blätter auf seinen Kopf, hielten ihn, und ihre Blütenhäupter legten sie daneben. Sie wuchsen, wurden schwer und groß, viel schwerer, als er tragen konnte.“

     

    Das Buch lebt eindeutig von seiner poetischen, wunderbaren Sprache. Es ist ein Genuss zu lesen (wenn man ausschweifende, lyrische Ergüsse mag). Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert und in diese Zeit passt diese Sprache ganz einfach.

     

    Anselm, ein junger Botaniker ist auf der Suche nach einer besonderen Orchidee, die er – so hofft er – in Madagaskar finden wird. „Der Stern von Madagaskar“ verzaubert ihn ebenso, wie ein junger Mann, der als Diener der Königin arbeitet und zu Anselms Reiseführer wird. Es gelingt ihm einige Exemplare für Forschungszwecke mit auf das Schiff zu nehmen, das ihn wieder nach Europa bringt. Doch als er seine Orchideen an die stürmische See verliert, bekommt Anselm Halluzinationen – eine Orchidee wächst aus seiner Schulter, die er ab sofort hegt und pflegt. Zurück bei seinen Eltern sehen sie die Notwendigkeit, Anselm in eine Nervenheilanstalt zu bringen. Bald scheint es, dass er wieder gesund ist und beruflich Fuß fasst. Doch man merkt, dass er ein Getriebener ist, seine Studenten mit seinen eigenen Interessen überfordert und sein Größenwahn im manches Mal zu schaffen macht.

     

    Plötzlich muss er sich mit Darwins Theorien auseinandersetzen, was ganz und gar nicht in sein Weltbild zu passen scheint. Er nimmt sich vor, alles von Darwin zu widerlegen, um selbst gefeiert und hochgepriesen zu werden. Als er überstürzt nach China aufbricht, um wieder eine besondere Orchidee zu finden, ahnt er noch nicht, wie sehr die Zeit gegen ihn arbeitet.

     

    Die Autorin Verena Stauffer erhielt für ihre Publikationen bereits einige Auszeichnungen, „Orchis“ ist ihr Debüt – und was soll man sagen, ich finde, dieses ist sehr gut gelungen.

     

    Die Geschichte ist durch märchenhafte, teils surreale Beschreibungen sehr lebendig. Die Sprache erfordert ein genaues und langsames Lesen, dafür darf man auch in eine besondere Welt eintauchen – immer an der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Gerne vergebe ich für diese besondere Geschichte 5 Sterne

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    Aischas avatar
    Aischavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: wortgewaltige Beschreibungen, ein wahrer Rausch an Farben und Gerüchen, ein ganz besonderes Leseerlebnis!
    Ein wahrer Leserausch!

    Verena Stauffer legt ein äußerst bemerkenswertes Debüt vor: Der Roman ist nichts für Leser, die einen nüchternen Stil schätzen. Die Autorin hat eine sehr spezielle Schreibweise, ihr Umgang mit Sprache ist wirklich besonders. Von Anfang an haben mich die überschwänglichen, oftmals fast lyrischen Beschreibungen begeistert. Im weiteren Verlauf wird die Geschichte immer surrealer und phantastischer. Das wird nicht jeder mögen - ich habe es geliebt! Der Roman ist geradezu ein Rausch, ich habe selten beim Lesen so viele Sinneseindrücke so lebhaft in meiner Vorstellung erfahren. Nicht nur Bilder, sondern auch Geräusche, Gerüche und Geschmäcker, dieses Buch ist wirklich ein besonderes Erlebnis.
    Dazu trägt auch die aufmerksame Gestaltung durch den Verlag bei: hochwertiges Papier für den Schutzumschlag und ein farblich passendes Lesebändchen sind liebevolle Details, die mein bibliophiles Herz schneller schlagen lassen.
    Die Geschichte ist abenteuerlich: Der junge Botaniker Anselm macht sich Anfang des 19. Jahrhunderts mit mehreren Forschungsreisen auf die Suche nach einer ganz besonderen Orchidee. Die Suche gerät zur fixen Idee, der er alles andere unterordnet. Das Reisen an sich ist zu dieser Zeit nicht nur beschwerlich, sondern auch gefährlich, das erfährt der Protagonist etwa auf Madagaskar, das unter der Regentschaft einer äußerst grausamen Königin leidet. Aber weitaus abenteuerlicher als die Rahmenhandlung ist der Blick in Anselms Psyche. Auch nachdem er scheinbar gesund aus einer Nervenheilanstalt entlassen wird, häufen sich mit der Zeit seine Wahnvorstellungen. 
    Der Leser bleibt dabei oft im Ungewissen, was Wahrheit und was Wahn ist, wo die Realität aufhört und die Fantasie beginnt. Und so bleibt bei der Geschichte - bis zum Ende - viel Interpretationsspielraum.
    Wer sich darauf einlässt, bekommt ein Leseerlebnis geschenkt, das sich ins Gedächtnis einbrennt. Grandios!

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    TeleTabi1s avatar
    TeleTabi1vor 5 Monaten
    Ungewöhnliche Geschichte mit einer Prise Wahnsinn

    Der im März 2018 im Kremayr&Scheriau Verlag erschienene Debütroman „Orchis“ von Verena Stauffer (22,90 Euro) ist alles andere als ein bloßer Durchschnitts-Roman. Dies zeigt sich bereits am Klappentext des Buches, der wie folgt heißt:

    „Die Geschichte eines getriebenen Orchideenforschers aus dem 19. Jahrhundert. Zwischen Leidenschaft und Wahn, im Wettlauf gegen die Zeit.
    Eines Tages, so erzählter er später, begannen die Orchideen sich zu bewegen, irgendwann legten sie ihre Blätter auf seinen Kopf, hielten ihn, und ihre Blütenhäupter legten sie daneben. Sie wuchsen, wurden schwer und groß, viel schwerer, als er tragen konnte.“

    Da der österreichische Verlag Kremayr&Scheriau für seine ungewöhnlichen und schön ausgestalteten Bücher bekannt ist, habe ich bereits mit einem ganz speziellen Roman gerechnet. Dennoch hat mich die Geschichte um den von Orchideen besessenen Forscher überrascht. Ich möchte nicht sagen, dass sie mich enttäuscht hat, aber ich hatte mir wohl eine andere Richtung vorgestellt. Für meinen Geschmack wirkte die Story häufig überladen und infolge dessen verwirrend, was sich leider auf meine Motivation weiterzulesen ausgewirkt hat.
    Trotz allem merkt man dem Roman eine Sprachgewalt an, die ganz deutlich macht, dass die Autorin es versteht mit Worten umzugehen. Diese Worte muten teilweise schon poetisch an und sind alles andere als alltäglich. Zudem bieten sie viel Raum für Interpretationsfreiheit.
    Fazit: Für mich leider nichts, aber für Liebhaber solch spezieller Bücher sicherlich ein toller Lesegenuss! Deshalb: einfach mal reinlesen =) 

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    leseleas avatar
    leseleavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die ähnlich wie ihr Protagonist zwischen Genialität und Wahnwitzigkeit schwankt. Außergewöhnlich, aber nicht ausgereift.
    Zwischen Genie und Wahnsinn

    Dass man es bei Verena Stauffers Debütroman Orchis nicht mit einem 08/15-Roman zu tun bekommt, wird einem sofort klar, wenn man neben der Verlagsangabe – das Buch ist bei Kremayr&Scheriau erschienen, die für mich persönlich ein Garant für ungewöhnliche Romane sind – auch einen Blick auf den Klappentext wirft: Erzählt wird nämlich in Orchis von Anselm, einem leidenschaftlichen Orchideenforscher, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Reise nach Madagaskar unternimmt. Anselm findet hier nicht nur den Stern von Madagaskar, eine Orchideensorte, sondern auch den Wahnsinn: Auf der Rückfahrt beginnt er eine Orchidee, die auf seiner Schulter wächst, zu imaginieren, der Wahn geht so weit, dass er in eine Nervenheilanstalt eingewiesen wird. Anselm erholt sich zwar vermeintlich schnell, doch seine Leidenschaft für Orchideen bleibt ungebrochen und erschwert ihm häufig das Leben: Fokussiert auf die Blumen, gelingt ihm das Zwischenmenschliche selten, immer wieder treibt ihn die Suche nach einem besonderen Exemplar zu überstürzten Handlungen – bis ihn eine davon nach China führt…

    Der Eindruck, zu einer außergewöhnlichen Lektüre gegriffen zu haben, verstärkt sich auch nach dem Lesen der ersten Seiten: Verena Stauffer schreibt dicht, überbordend, ja beinahe möchte man sagen üppig –  insbesondere wenn sie sich den Beschreibungen von Naturszenen hingibt. Flora und Fauna – sei es im exotischen Madagaskar, im heimischen Deutschland oder im östlichen China – werden eindringlich und ausdrucksstark beschrieben, die Autorin schafft es dadurch eine mythische, schwebende, traumwandlerische Atmosphäre zu erzeugen, die den Leser durchaus einlullen kann. Gleichzeitig fordert sie die Konzentration ihres Publikums heraus, indem sie ihren Roman eine Fülle an Themen ansprechen lässt: wissenschaftlichen Theorien, psychische Erkrankungen sowie ihre Behandlung, gesellschaftliche Umwälzungen, Naturschutz, Eltern-Kind-Beziehungen etc. Dabei findet man in der Geschichte, die wie gesagt im 19. Jahrhundert angesiedelt ist, beim genaueren Lesen Parallelen zur Gegenwart, die den Roman aktueller erscheinen lassen, als man zunächst meint.

    Leider gehört Orchis für mich jedoch insgesamt zu den Büchern, die zwar mit einer außergewöhnlichen Erzählsituation aufwarten, jedoch in ihrer Ausgestaltung nicht ausgereift sind – und zwar in mehrfacher hinsichtlich. Inhaltlich ist das Buch eindeutig überfrachtet: Die angesprochen Themen greifen zwar durchaus ineinander, sie verdichten sich aber nicht zu einem erzählerischen Ganzen. Im Gegenteil: Immer wieder scheint sich die Geschichte – wie ihr zum Wahnsinn neigender Protagonist – zu verlieren, sodass man sich durchaus fragen muss, was einem hier eigentlich erzählt wird. Zwar mag man einwerfen, dass sich Form und Inhalt so auf ideale Weise decken, der „Sinn“ hinter der Erzählung ergibt sich so aber trotzdem nicht. Ist Orchis die Geschichte eines Wahnsinnigen? Eine Geschichte über gesellschaftliche Umwälzungen? Oder über menschliche Leidenschaften? Es ist nicht schlimm, wenn mir ein Buch diesbezüglich keine genauen Antworten gibt, doch in diesem Roman stand ich von vornherein auf so wackeligem Grund, dass ich auch nach 250 Seiten ratlos vor den Seiten sitze. Dieses Unbestimmte hat zudem Auswirkungen auf die Erzählweise: Handlungen wechseln abrupt, Szenen gehen nicht elegant ineinander über, es wird munter in der Zeit voran- und zwischen verschiedenen Orten hin- und hergesprungen, sodass einem immer wieder das Gefühl beschleicht, dass eigentlich wichtige Hintergrundinformationen ausgespart werden. Zuletzt hat mir persönlich auch die von vielen Lesern hochgelobte Sprache nicht durchgehend gefallen: Zu häufig treten Redundanzen auf, immer wieder liest man nahezu identische Beschreibungen; auch wirken Textpassagen widersprüchlich – insbesondere Dialoge –, da schlecht passende Konjunktionen oder Adverbien zur Anknüpfung gewählt werden. Es finden sich neben zugegebenermaßen wirklich tollen Sätzen auch ebenso viele ungelenke Formulierungen.

    Zugegebenermaßen hatte ich an Orchis aufgrund seiner Aufmachung, seines Inhaltes (der mich zu Beginn noch stark an Die Vegetarierin von Hang Kang denken ließ) und des generellen Verlagsprogramms von Kremayr&Scheriau enorme Erwartungen, die ein Debüt nicht unbedingt erfüllen kann und erfüllen muss. Definitiv ist Orchis eine besondere und aufgrund ihrer extremen Andersartigkeit auch mutige Geschichte, deren Lektüre ich keinesfalls bereue und zu der ich auch durchaus raten kann, wenn man offen für eher experimentelle Belletristik ist. Da mich der Roman aber schlussendlich nicht erreichen konnte, vergebe ich leider nur 3 von 5 Sternen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    elane_eodains avatar
    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
    Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

    Ablauf der Debütautorenaktion:

    Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
    Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

    Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
    Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
    Wichtig:
    Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


    Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


    Wie kann man mitmachen?

    Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

    Informationen/Regelungen:

    • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
    • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
    • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
    • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
    • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
    • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
    • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
    • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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    Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

    (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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    Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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    Für Autorinnen & Autoren:

    Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
    Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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    PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
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    "Eines Tages, so erzählte er später, begannen die Orchideen sich zu bewegen, irgendwann legten sie ihre Blätter auf seinen Kopf, hielten ihn und legten ihre Blütenhäupter daneben."

    Worum gehts?

    Anselm ist Botaniker und leidenschaftlicher Orchideenforscher. Mitte des 19. Jahrhunderts begibt er sich auf eine Expedition nach Madagaskar. Dort findet er nicht nur die schönste Orchidee der Welt, sondern Erfüllung, die aber nur von kurzer Dauer ist. Auf dem Schiff zurück in die Heimat verrückt sich etwas in Anselm: Aus seiner Schulter wächst eine Orchidee. Zu Hause angekommen, bringen ihn seine Eltern in eine Nervenheilanstalt, wo er sich bald wieder erholt. Seiner wissenschaftlichen Laufbahn scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch die Zeit arbeitet gegen ihn: Die politischen Umbrüche verändern sein Umfeld. Die wissenschaftlichen Neuerungen durch Darwin stellen seine Theorien auf den Kopf. Und die überstürzte Reise nach China bringt Ungeahntes zutage.

    Verena Stauffer beweist in ihrem Debütroman ein besonderes Gespür für die Wahrnehmungen und Empfindungen ihrer Figuren. Sie lässt uns teilhaben an einer höchst sinnlichen Reise in den fernen Osten und führt uns noch weiter – in die Abgründe und das Innerste der menschlichen Psyche.

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    Verena Stauffer
    1978 in Oberösterreich geboren. Lebt in Wien. Studium der Philosophie an der Universität Wien. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Manuskripte-Förderungspreis, den Rotahorn Literaturpreis sowie das Projektstipendium des Bundeskanzleramts Österreich. Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien (Manuskripte, Die Presse am Sonntag, Lichtungen u.a.). 2014 ist ihr Lyrikdebüt „Zitronen der Macht“ bei Hochroth erschienen. „Orchis“ ist ihr erster Roman.

    Bewerbung zur Leserunde: 

    Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

    Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

    Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

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    V
    verenastauffer
    Liebe Orchis-Leserinnen und Leser, liebe Orchis-Bloggerinnen und Blogger,

    ihr alle, die ihr hier Orchis mit so viel Liebe und Neugier gelesen habt, habt mir eine unglaubliche Freude bereitet. Oft habe ich jubiliert, war berührt, manchmal auch erstaunt, oder ja, auch schockiert. Es waren wundervoll intensive Momente für mich! Eure Rückmeldungen, denn es waren die allerersten zu Orchis, und dann auch noch eure Rezensionen zu lesen, war für mich ein großes Geschenk! Vielleicht hätte ich ein klein wenig mehr mitdiskutieren können, aber ich war zu aufgeregt und wollte auch nicht in eure Debatten eingreifen. An dieser Stelle möchte ich mich bei euch allen für eure Aufmerksamkeit, eure Genauigkeit, eure Kritik und vor allem für eure unglaublich kraftvolle Begeisterung bedanken!

    So winke ich und sende liebe Grüße,

    Eure

    Verena Stauffer
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