Verena Stauffer Orchis

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Inhaltsangabe zu „Orchis“ von Verena Stauffer

Anselm ist Botaniker und leidenschaftlicher Orchideenforscher. Mitte des 19. Jahrhunderts begibt er sich auf eine Expedition nach Madagaskar. Dort findet er nicht nur die schönste Orchidee der Welt, sondern Erfüllung, die aber nur von kurzer Dauer ist. Auf dem Schiff zurück in die Heimat verrückt sich etwas in Anselm: Aus seiner Schulter wächst eine Orchidee. Zu Hause angekommen, bringen ihn seine Eltern in eine Nervenheilanstalt, wo er sich bald wieder erholt. Seiner wissenschaftlichen Laufbahn scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch die Zeit arbeitet gegen ihn: Die politischen Umbrüche verändern sein Umfeld. Die wissenschaftlichen Neuerungen durch Darwin stellen seine Theorien auf den Kopf. Und die überstürzte Reise nach China bringt Ungeahntes zutage.

Verena Stauffer beweist in ihrem Debütroman ein besonderes Gespür für die Wahrnehmungen und Empfindungen ihrer Figuren. Sie lässt uns teilhaben an einer höchst sinnlichen Reise in den fernen Osten und führt uns noch weiter – in die Abgründe und das Innerste der menschlichen Psyche.

"Eines Tages, so erzählte er später, begannen die Orchideen sich zu bewegen, irgendwann legten sie ihre Blätter auf seinen Kopf, hielten ihn und legten ihre Blütenhäupter daneben."

Ein beeindruckendes Debüt in einer bemerkenswerten Sprache.

— Sikal

wortgewaltige Beschreibungen, ein wahrer Rausch an Farben und Gerüchen, ein ganz besonderes Leseerlebnis!

— Aischa

Eine Geschichte, die ähnlich wie ihr Protagonist zwischen Genialität und Wahnwitzigkeit schwankt. Außergewöhnlich, aber nicht ausgereift.

— leselea

Ein sehr eigenes Buch, poetisch, aufwühlend und ein bisschen verrückt. Man muss sich für poetische Sprache begeistern können, um es zu mögen

— sursulapitschi

Eine bemerkenswerte Reise für alle Sinne...

— Miamou

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  • Themen
  • Dank der Autorin

    Orchis

    verenastauffer

    10. May 2018 um 11:57

    Liebe Orchis-Leserinnen und Leser, liebe Orchis-Bloggerinnen und Blogger, ihr alle, die ihr hier Orchis mit so viel Liebe und Neugier gelesen habt, habt mir eine unglaubliche Freude bereitet. Oft habe ich jubiliert, war berührt, manchmal auch erstaunt, oder ja, auch schockiert. Es waren wundervoll intensive Momente für mich! Eure Rückmeldungen, denn es waren die allerersten zu Orchis, und dann auch noch eure Rezensionen zu lesen, war für mich ein großes Geschenk! Vielleicht hätte ich ein klein wenig mehr mitdiskutieren können, aber ich war zu aufgeregt und wollte auch nicht in eure Debatten eingreifen. An dieser Stelle möchte ich mich bei euch allen für eure Aufmerksamkeit, eure Genauigkeit, eure Kritik und vor allem für eure unglaublich kraftvolle Begeisterung bedanken! So winke ich und sende liebe Grüße, Eure Verena Stauffer

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  • Wo hört Leidenschaft auf und wo beginnt Wahn?

    Orchis

    Sikal

    27. April 2018 um 18:30

    „Eines Tages, so erzählte er später, begannen die Orchideen sich zu bewegen, irgendwann legten sie ihre Blätter auf seinen Kopf, hielten ihn, und ihre Blütenhäupter legten sie daneben. Sie wuchsen, wurden schwer und groß, viel schwerer, als er tragen konnte.“   Das Buch lebt eindeutig von seiner poetischen, wunderbaren Sprache. Es ist ein Genuss zu lesen (wenn man ausschweifende, lyrische Ergüsse mag). Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert und in diese Zeit passt diese Sprache ganz einfach.   Anselm, ein junger Botaniker ist auf der Suche nach einer besonderen Orchidee, die er – so hofft er – in Madagaskar finden wird. „Der Stern von Madagaskar“ verzaubert ihn ebenso, wie ein junger Mann, der als Diener der Königin arbeitet und zu Anselms Reiseführer wird. Es gelingt ihm einige Exemplare für Forschungszwecke mit auf das Schiff zu nehmen, das ihn wieder nach Europa bringt. Doch als er seine Orchideen an die stürmische See verliert, bekommt Anselm Halluzinationen – eine Orchidee wächst aus seiner Schulter, die er ab sofort hegt und pflegt. Zurück bei seinen Eltern sehen sie die Notwendigkeit, Anselm in eine Nervenheilanstalt zu bringen. Bald scheint es, dass er wieder gesund ist und beruflich Fuß fasst. Doch man merkt, dass er ein Getriebener ist, seine Studenten mit seinen eigenen Interessen überfordert und sein Größenwahn im manches Mal zu schaffen macht.   Plötzlich muss er sich mit Darwins Theorien auseinandersetzen, was ganz und gar nicht in sein Weltbild zu passen scheint. Er nimmt sich vor, alles von Darwin zu widerlegen, um selbst gefeiert und hochgepriesen zu werden. Als er überstürzt nach China aufbricht, um wieder eine besondere Orchidee zu finden, ahnt er noch nicht, wie sehr die Zeit gegen ihn arbeitet.   Die Autorin Verena Stauffer erhielt für ihre Publikationen bereits einige Auszeichnungen, „Orchis“ ist ihr Debüt – und was soll man sagen, ich finde, dieses ist sehr gut gelungen.   Die Geschichte ist durch märchenhafte, teils surreale Beschreibungen sehr lebendig. Die Sprache erfordert ein genaues und langsames Lesen, dafür darf man auch in eine besondere Welt eintauchen – immer an der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Gerne vergebe ich für diese besondere Geschichte 5 Sterne

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  • Ein wahrer Leserausch!

    Orchis

    Aischa

    25. April 2018 um 16:04

    Verena Stauffer legt ein äußerst bemerkenswertes Debüt vor: Der Roman ist nichts für Leser, die einen nüchternen Stil schätzen. Die Autorin hat eine sehr spezielle Schreibweise, ihr Umgang mit Sprache ist wirklich besonders. Von Anfang an haben mich die überschwänglichen, oftmals fast lyrischen Beschreibungen begeistert. Im weiteren Verlauf wird die Geschichte immer surrealer und phantastischer. Das wird nicht jeder mögen - ich habe es geliebt! Der Roman ist geradezu ein Rausch, ich habe selten beim Lesen so viele Sinneseindrücke so lebhaft in meiner Vorstellung erfahren. Nicht nur Bilder, sondern auch Geräusche, Gerüche und Geschmäcker, dieses Buch ist wirklich ein besonderes Erlebnis. Dazu trägt auch die aufmerksame Gestaltung durch den Verlag bei: hochwertiges Papier für den Schutzumschlag und ein farblich passendes Lesebändchen sind liebevolle Details, die mein bibliophiles Herz schneller schlagen lassen. Die Geschichte ist abenteuerlich: Der junge Botaniker Anselm macht sich Anfang des 19. Jahrhunderts mit mehreren Forschungsreisen auf die Suche nach einer ganz besonderen Orchidee. Die Suche gerät zur fixen Idee, der er alles andere unterordnet. Das Reisen an sich ist zu dieser Zeit nicht nur beschwerlich, sondern auch gefährlich, das erfährt der Protagonist etwa auf Madagaskar, das unter der Regentschaft einer äußerst grausamen Königin leidet. Aber weitaus abenteuerlicher als die Rahmenhandlung ist der Blick in Anselms Psyche. Auch nachdem er scheinbar gesund aus einer Nervenheilanstalt entlassen wird, häufen sich mit der Zeit seine Wahnvorstellungen.  Der Leser bleibt dabei oft im Ungewissen, was Wahrheit und was Wahn ist, wo die Realität aufhört und die Fantasie beginnt. Und so bleibt bei der Geschichte - bis zum Ende - viel Interpretationsspielraum. Wer sich darauf einlässt, bekommt ein Leseerlebnis geschenkt, das sich ins Gedächtnis einbrennt. Grandios!

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  • Ungewöhnliche Geschichte mit einer Prise Wahnsinn

    Orchis

    TeleTabi1

    10. April 2018 um 16:30

    Der im März 2018 im Kremayr&Scheriau Verlag erschienene Debütroman „Orchis“ von Verena Stauffer (22,90 Euro) ist alles andere als ein bloßer Durchschnitts-Roman. Dies zeigt sich bereits am Klappentext des Buches, der wie folgt heißt:„Die Geschichte eines getriebenen Orchideenforschers aus dem 19. Jahrhundert. Zwischen Leidenschaft und Wahn, im Wettlauf gegen die Zeit. Eines Tages, so erzählter er später, begannen die Orchideen sich zu bewegen, irgendwann legten sie ihre Blätter auf seinen Kopf, hielten ihn, und ihre Blütenhäupter legten sie daneben. Sie wuchsen, wurden schwer und groß, viel schwerer, als er tragen konnte.“Da der österreichische Verlag Kremayr&Scheriau für seine ungewöhnlichen und schön ausgestalteten Bücher bekannt ist, habe ich bereits mit einem ganz speziellen Roman gerechnet. Dennoch hat mich die Geschichte um den von Orchideen besessenen Forscher überrascht. Ich möchte nicht sagen, dass sie mich enttäuscht hat, aber ich hatte mir wohl eine andere Richtung vorgestellt. Für meinen Geschmack wirkte die Story häufig überladen und infolge dessen verwirrend, was sich leider auf meine Motivation weiterzulesen ausgewirkt hat.Trotz allem merkt man dem Roman eine Sprachgewalt an, die ganz deutlich macht, dass die Autorin es versteht mit Worten umzugehen. Diese Worte muten teilweise schon poetisch an und sind alles andere als alltäglich. Zudem bieten sie viel Raum für Interpretationsfreiheit.Fazit: Für mich leider nichts, aber für Liebhaber solch spezieller Bücher sicherlich ein toller Lesegenuss! Deshalb: einfach mal reinlesen =) 

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  • Leserunde zu "Orchis" von Verena Stauffer

    Orchis

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    "Eines Tages, so erzählte er später, begannen die Orchideen sich zu bewegen, irgendwann legten sie ihre Blätter auf seinen Kopf, hielten ihn und legten ihre Blütenhäupter daneben."Worum gehts?Anselm ist Botaniker und leidenschaftlicher Orchideenforscher. Mitte des 19. Jahrhunderts begibt er sich auf eine Expedition nach Madagaskar. Dort findet er nicht nur die schönste Orchidee der Welt, sondern Erfüllung, die aber nur von kurzer Dauer ist. Auf dem Schiff zurück in die Heimat verrückt sich etwas in Anselm: Aus seiner Schulter wächst eine Orchidee. Zu Hause angekommen, bringen ihn seine Eltern in eine Nervenheilanstalt, wo er sich bald wieder erholt. Seiner wissenschaftlichen Laufbahn scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch die Zeit arbeitet gegen ihn: Die politischen Umbrüche verändern sein Umfeld. Die wissenschaftlichen Neuerungen durch Darwin stellen seine Theorien auf den Kopf. Und die überstürzte Reise nach China bringt Ungeahntes zutage.Verena Stauffer beweist in ihrem Debütroman ein besonderes Gespür für die Wahrnehmungen und Empfindungen ihrer Figuren. Sie lässt uns teilhaben an einer höchst sinnlichen Reise in den fernen Osten und führt uns noch weiter – in die Abgründe und das Innerste der menschlichen Psyche.> Leseprobe> Informationen zum Buch Verena Stauffer1978 in Oberösterreich geboren. Lebt in Wien. Studium der Philosophie an der Universität Wien. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Manuskripte-Förderungspreis, den Rotahorn Literaturpreis sowie das Projektstipendium des Bundeskanzleramts Österreich. Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien (Manuskripte, Die Presse am Sonntag, Lichtungen u.a.). 2014 ist ihr Lyrikdebüt „Zitronen der Macht“ bei Hochroth erschienen. „Orchis“ ist ihr erster Roman. Bewerbung zur Leserunde:  Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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    • 239
  • Zwischen Genie und Wahnsinn

    Orchis

    leselea

    Dass man es bei Verena Stauffers Debütroman Orchis nicht mit einem 08/15-Roman zu tun bekommt, wird einem sofort klar, wenn man neben der Verlagsangabe – das Buch ist bei Kremayr&Scheriau erschienen, die für mich persönlich ein Garant für ungewöhnliche Romane sind – auch einen Blick auf den Klappentext wirft: Erzählt wird nämlich in Orchis von Anselm, einem leidenschaftlichen Orchideenforscher, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Reise nach Madagaskar unternimmt. Anselm findet hier nicht nur den Stern von Madagaskar, eine Orchideensorte, sondern auch den Wahnsinn: Auf der Rückfahrt beginnt er eine Orchidee, die auf seiner Schulter wächst, zu imaginieren, der Wahn geht so weit, dass er in eine Nervenheilanstalt eingewiesen wird. Anselm erholt sich zwar vermeintlich schnell, doch seine Leidenschaft für Orchideen bleibt ungebrochen und erschwert ihm häufig das Leben: Fokussiert auf die Blumen, gelingt ihm das Zwischenmenschliche selten, immer wieder treibt ihn die Suche nach einem besonderen Exemplar zu überstürzten Handlungen – bis ihn eine davon nach China führt… Der Eindruck, zu einer außergewöhnlichen Lektüre gegriffen zu haben, verstärkt sich auch nach dem Lesen der ersten Seiten: Verena Stauffer schreibt dicht, überbordend, ja beinahe möchte man sagen üppig –  insbesondere wenn sie sich den Beschreibungen von Naturszenen hingibt. Flora und Fauna – sei es im exotischen Madagaskar, im heimischen Deutschland oder im östlichen China – werden eindringlich und ausdrucksstark beschrieben, die Autorin schafft es dadurch eine mythische, schwebende, traumwandlerische Atmosphäre zu erzeugen, die den Leser durchaus einlullen kann. Gleichzeitig fordert sie die Konzentration ihres Publikums heraus, indem sie ihren Roman eine Fülle an Themen ansprechen lässt: wissenschaftlichen Theorien, psychische Erkrankungen sowie ihre Behandlung, gesellschaftliche Umwälzungen, Naturschutz, Eltern-Kind-Beziehungen etc. Dabei findet man in der Geschichte, die wie gesagt im 19. Jahrhundert angesiedelt ist, beim genaueren Lesen Parallelen zur Gegenwart, die den Roman aktueller erscheinen lassen, als man zunächst meint. Leider gehört Orchis für mich jedoch insgesamt zu den Büchern, die zwar mit einer außergewöhnlichen Erzählsituation aufwarten, jedoch in ihrer Ausgestaltung nicht ausgereift sind – und zwar in mehrfacher hinsichtlich. Inhaltlich ist das Buch eindeutig überfrachtet: Die angesprochen Themen greifen zwar durchaus ineinander, sie verdichten sich aber nicht zu einem erzählerischen Ganzen. Im Gegenteil: Immer wieder scheint sich die Geschichte – wie ihr zum Wahnsinn neigender Protagonist – zu verlieren, sodass man sich durchaus fragen muss, was einem hier eigentlich erzählt wird. Zwar mag man einwerfen, dass sich Form und Inhalt so auf ideale Weise decken, der „Sinn“ hinter der Erzählung ergibt sich so aber trotzdem nicht. Ist Orchis die Geschichte eines Wahnsinnigen? Eine Geschichte über gesellschaftliche Umwälzungen? Oder über menschliche Leidenschaften? Es ist nicht schlimm, wenn mir ein Buch diesbezüglich keine genauen Antworten gibt, doch in diesem Roman stand ich von vornherein auf so wackeligem Grund, dass ich auch nach 250 Seiten ratlos vor den Seiten sitze. Dieses Unbestimmte hat zudem Auswirkungen auf die Erzählweise: Handlungen wechseln abrupt, Szenen gehen nicht elegant ineinander über, es wird munter in der Zeit voran- und zwischen verschiedenen Orten hin- und hergesprungen, sodass einem immer wieder das Gefühl beschleicht, dass eigentlich wichtige Hintergrundinformationen ausgespart werden. Zuletzt hat mir persönlich auch die von vielen Lesern hochgelobte Sprache nicht durchgehend gefallen: Zu häufig treten Redundanzen auf, immer wieder liest man nahezu identische Beschreibungen; auch wirken Textpassagen widersprüchlich – insbesondere Dialoge –, da schlecht passende Konjunktionen oder Adverbien zur Anknüpfung gewählt werden. Es finden sich neben zugegebenermaßen wirklich tollen Sätzen auch ebenso viele ungelenke Formulierungen. Zugegebenermaßen hatte ich an Orchis aufgrund seiner Aufmachung, seines Inhaltes (der mich zu Beginn noch stark an Die Vegetarierin von Hang Kang denken ließ) und des generellen Verlagsprogramms von Kremayr&Scheriau enorme Erwartungen, die ein Debüt nicht unbedingt erfüllen kann und erfüllen muss. Definitiv ist Orchis eine besondere und aufgrund ihrer extremen Andersartigkeit auch mutige Geschichte, deren Lektüre ich keinesfalls bereue und zu der ich auch durchaus raten kann, wenn man offen für eher experimentelle Belletristik ist. Da mich der Roman aber schlussendlich nicht erreichen konnte, vergebe ich leider nur 3 von 5 Sternen.

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    • 3
  • Lesemarathon zu Ostern vom 30. März bis 2. April 2018 bei LovelyBooks

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    4 Tage LeserEi – Mit LovelyBooks durch die Oster-Tage! Ein langes Osterwochenende steht bevor und wie könnte man diese Zeit am besten nutzen? Natürlich auch zum Naschen von Schoko-Osterhasen und Eiersuchen, aber vor allem doch zum gemütlichen Lesen, oder? Deshalb starten wir in unseren nächsten Lesemarathon und freuen uns hier auf einen tollen Austausch rund um unsere aktuellen Bücher.Was ist ein Lesemarathon?Bei unserem Lesemarathon vom 30. März  - 2. April (Karfreitag bis Ostermontag) möchten wir uns ganz bewusst Zeit dafür nehmen, endlich einmal längere Zeit am Stück zu lesen. Sonst kommt doch immer der Alltag dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein – wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele schöne Lesestunden mit euch!

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    • 655
  • Poetische, bildgewaltige Sprache tritt in den Vordergrund

    Orchis

    deidree

    29. March 2018 um 15:18

    Vorweg ein Wort zum Cover von „Orchis“: mit seinen kräftigen Farben der Orchideen und der abgesetzte Hintergrund, etwas überdeckt von der breiten Schrift, gerade so, als ob die Buchstaben etwas verbergen wollen, ist das Cover schon ein Blickfang. Doch wer es zur Hand nehmen kann, wird von der Struktur, aus dem das Papier des Schutzumschlages ist, positiv überrascht sein. Hier kommt „sehen“ und „fühlen“ ganz auf seine Kosten noch bevor man das Buch überhaupt öffnet.   Und genauso geht es auch weiter; inneres Sehen und Fühlen werden hier massiv angesprochen durch den – für mich ungewohnten - Schreibstil von Verena Stauffer. Sie beschreibt und erzählt in einer außergewöhnlichen Form und Bildvielfalt. Diese durchaus positiven Eigenschaften eines Schreibstils waren für mich hier leider eher anstrengend zu lesen.   Anselm, ein junger Botaniker, auf der Suche nach der schönsten Orchidee im fernen Madagaskar wird dort auch fündig. Und dies in zweifacher Hinsicht. Einmal findet er seine „Königin der Orchideen“ und zum andern trifft er auf Isaac. Seine Gefühle für Isaac dürfte Anselm selbst nicht ganz verstanden habe, sie werden auch nicht direkt angesprochen, nur angedeutet. Ob nun der Abschied von Isaac oder der Verlust seiner Orchidee der Auslöser war, wird ebenfalls nicht konkret dargestellt, jedenfalls, driftet Anselm während der Heimreise per Schiff in eine Art Wahnzustand ab, der ihn zuhause in eine Anstalt zwingt.   Nach seiner Entlassung scheint sich sein beruflicher Weg wieder zu stabilisieren. Sein Streben, der Beste zu sein, die einzigartigste Orchidee zu entdecken, treibt ihn aber schon bald nach China. Wird seine Sehnsucht dort gestillt werden?   Die doch sehr poetische Sprache lässt die Handlung mehr und mehr in den Hintergrund treten. Ich konnte mich leider nicht damit anfreunden. Wer an sehr gehaltvoller Sprache, an Beschreibungen und Erzählungen mittels farbenfrohen Wortbildern Interesse hat, der wird mit diesem Buch sehr gut beraten sein.

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  • Der Jäger jagt sich selbst....

    Orchis

    Miamou

    29. March 2018 um 14:50

    Mit „Orchis“ legt Verena Staufer ihren Debütroman vor und kann damit mehr als überzeugen. Sie schickt dabei Anselm, einen Wissenschaftler und Botaniker, nach Madagaskar um eine besondere Orchidee zu finden. Als er diese endlich hat und sie auf dem Weg zurück nach Europa verliert, verfällt er in eine Art Wahn und spürt eine Orchidee aus seiner Schulter wachsen. Zurück in seiner Heimat wissen sich seine Eltern nicht anders zu helfen, als ihn in eine Heilanstalt zu geben. Dort scheint er sich schnell zu erholen und seiner wissenschaftlichen Karriere steht offenbar nicht mehr im Weg. Doch entscheidende Faktoren, die sich nahezu in Anslems Forschung einmischen, sind die politischen Umbrüche und die vielen wissenschaftlichen Neuerungen, die namentlich von Darwin ausgehen.Gleich von der ersten Seite an, ist es der Autorin gelungen mich als Leserin in ihren Bann zu ziehen und mich auf eine Reise mitzunehmen, die – ja – sinnlich ist. Sie verwendet eine sehr wortgewaltige Sprache, die einem in das ferne Madagaskar mitnimmt, aber auch das Europa vergangener Jahre näher bringen kann. Die Autorin beschreibt die Schauplätze detailgetreu, opulent und üppig. Zu Beginn mag man daher vielleicht den Eindruck kriegen, dass sich die eigentliche Handlung hinter der Sprache versteckt, jedoch durfte ich dann sehr schnell erkennen, dass die Sprache der Handlung in jeder Weise zuträglich ist. Die Autorin spielt mit den Worten und ihr Schreibstil hat etwas sehr Poetisches und manches Mal etwas extrem Anrühriges. Das Buch lebt von der intensiven Sprache und gleichzeitig auch davon, dass die Autorin viele Themen in kürzester Zeit bearbeiten konnte. Sie greift Themen auf, die zur damaligen Zeit aktuell waren (Aufenthalt in geschlossenen Anstalten und die Therapieformen), aber auch solche, die auch für unsere Zeit noch Bedeutung haben (wie etwa Umweltschutz). Um das Buch zu verstehen, muss man sehr konzentriert lesen und oft auch zwischen den Zeilen. Oft gibt es Nebensätze, die aber eine gewichtige Bedeutung haben bspw. wenn es darum geht, in welcher Zeit die Handlung spielt. Anselm als Hauptcharakter wirkt wenig sympathisch. Er lebt sein Leben wie in einer Blase und lässt kaum andere Meinungen zu. Gleichzeitig wirkt er dadurch aber sehr getrieben, was für mich dadurch herauszulesen war, dass die Handlungsstränge oft sehr schnell von einem zum nächsten Thema hüpften, besonders dann, wenn man sich als Leser in Anselms Blase befindet. Mitunter macht er sich auch über Menschen lustig, die nicht seine Ansichten teilen. Als er sich dann am Ende des Buches auch noch überstürzt nach China aufmacht, hat er sich dann für mich vollends verloren. Ohne Zweifel oder Selbstkritik läuft er einer Orchidee hinterher, die es gar nicht gibt. Das Ende lässt dann einige Lesarten zu. Es bleibt offen und dann doch auch wieder nicht. Alles in Allem war für mich das Lesen von „Orchis“ eine Reise für alle Sinne. Ich hoffe auf viele weiter Bücher dieser Autorin, die mich ganz speziell mit ihren wunderbaren Schreibstil aber auch mit den Einblicken in die Seele eines getrieben Geistes überzeugen konnte.

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    • 2
  • Opulente Belletristik - zwischen Leidenschaft und (Größen-)Wahn

    Orchis

    camilla1303

    28. March 2018 um 17:07

    Der Roman „Orchis“ von Verena Stauffer ist 2018 im Verlag Kremayr & Scheriau in Wien erschienen. Der Botaniker Anselm ist leidenschaftlicher Orchideensammler und neigt zur Selbstüberschätzung. Mitte des 19. Jahrhunderts begibt er sich auf eine Expedition zu Forschungszwecken nach Madagaskar. Auf der Rückfahrt in die Heimat nach Europa scheint plötzlich eine Orchidee aus Anselms Schulter zu wachsen, was den Aufenthalt in einer Nervenheilanstalt zur Folge hat. Fortan lebt Anselm zwischen Leidenschaft und Wahn. Die politischen Umbrüche im 19. Jahrhundert scheinen in kaum zu interessieren, die These Darwins hält er für reinen Schwachsinn und dann bricht er hektisch auf seine letzte Reise auf. Die österreichische Autorin besticht durch Schreibgewalt. Ihr Schreibstil ist fast schon opulent, nahezu surreal und ich bin gespannt, was nach diesem gewaltigen Debutroman noch auf uns LeserInnen zukommt. „Orchis“ ist mit Sicherheit ein belletristisches Erlebnis und die Beschreibungen der einzelnen Handlungsorte haben mich mehr als beeindruckt. Die überbordende Sprache muss man aber mögen und ich kann mir gut und gerne vorstellen, dass Bücher von Verena Stauffer nicht nur FreundInnen finden werden.

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  • Eigen und poetisch

    Orchis

    sursulapitschi

    Bei diesem Buch ist es wirklich ratsam, vorher in die Leseprobe hineinzuschauen. Ich hätte schon nach wenigen Seiten bemerkt, dass der Schreibstil für meinen Geschmack viel zu blumig ist. "Regen. Gleichmäßig und flächendeckend rieselten Millionen gläserner Fallschirme vom Himmel zur Erde, Wolkentröpfchen, welche den Taupunkt erreicht hatten und in hoher Fallgeschwindigkeit hervorbrachen, um das Land zu tränken."Natürlich ist das kunstvoll, auch sehr plastisch und atmosphärisch. Als der Botaniker Anselm in Madagaskar eintrifft, explodieren die Farben und Gerüche, man hat das Gefühl, man ist da, auch wenn es mir zu überbordend beschrieben ist.Anselm ist Orchideenforscher, eine Koryphäe, und um ein neues Exemplar zu entdecken, ist ihm kein Weg zu weit. Die albernen Ideen, die Darwin neuerdings verbreitet, findet er lächerlich. Er wird ihn widerlegen, bloßstellen, man wird ihm zujubeln, auf Kongresse einladen, ihm die Welt zu Füßen legen. Er ist überzeugt von seinem Genie und er brennt für Orchideen, eine Leidenschaft, für die er alles vergessen kann, sogar sich selbst. Bei allem Genie ist er auch labil. Als er meint, der sagenhafte Stern von Madagaskar würde aus seiner Schulter wachsen, weist man ihn in eine psychiatrische Anstalt ein. Dieses Buch lebt von seinem Erzählstil, den man mögen muss. Das Ambiente ist plastisch, Anselms Leidenschaft und auch sein Größenwahn sind immer präsent, verfließen mit den ausufernden Beschreibungen. Wie Anselm fühlt sich auch der Leser immer an der Grenze zwischen Realität und einer Traumwelt. Fakten bleiben dabei auf der Strecke. Oft weiß man noch nicht einmal, wo man sich befindet. Es ist nicht selbsterklärend, dass man in Deutschland landet, wenn man ein Schiff nach Amsterdam bestiegen hat. An vielen Stellen hätte ich mir ein klein wenig mehr Hintergrund gewünscht, selbst wenn das nur der Rahmen für Anselms Selbstfindungstrip ist. „Orchis“ ist ein sehr eigenes Buch, poetisch, aufwühlend und ein bisschen verrückt. Man muss sich für poetische Sprache begeistern können, um es zu mögen. Für nüchterne Gemüter ist es nicht geeignet.

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    • 5
  • Debütautoren 2018 - neue Bücher entdecken, lesen & empfehlen!

    LovelyBooks Spezial

    elane_eodain

    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können! Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen! Ablauf der Debütautorenaktion: Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen. Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen. Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen. Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag. Wichtig: Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors. Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren. Wie kann man mitmachen? Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin. Informationen/Regelungen: Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich. Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend. Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen.  Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-) Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls. Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen. Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks. Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind. Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen! Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen! Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-) __________________________________________________________________   Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen: - Leserunde zu "Bullshit Bingo" von Catharina Graf (ebook gratis bis 9. Mai) - Buchverlosung zu "Vielleicht sind wir alle Monster" von Michaela Weiß (Bewerbung bis 13. Mai) - Leserunde zu "Generalprobe Leben? Nein, wir leben bereits die Premiere!" von Brigitte H. Alsleben (Bewerbung bis 13. Mai) - Leserunde zu "Der gefangene Sommer" von Christoph Steckelbruck (Bewerbung bis 13. Mai) - Leserunde zu "Andrea – Briefe aus dem Himmel" von Karsten Kehr  (Bewerbung bis 13. Mai) - Leserunde zu "Vielleicht sind wir alle Monster" von Michaela Weiß (Bewerbung bis 14.Mai) - Leserunde zu "Der Schlächter" von Jacqueline Pawlowski (ebook, Bewerbung bis 14. Mai) - Leserunde zu "Polarisiert" von Peter Bogardt (Bewerbung bis 15. Mai) - Leserunde zu "Tödliche Küsse" von Mia-Marie Weindorf (ebook, Bewerbung bis 15. Mai) - Leserunde zu "Das stille Leben des Karl Rosenbaum" von Frank Domnick (Bewerbung bis 16. Mai) - Leserunde zu "Halbwolf-Saga / Mondblut" von Luisa Ruthe (ebook, Bewerbung bis 17. Mai) - Leserunde zu "Einfach investieren" von Till Schwalm (Bewerbung bis 18. Mai) - Leserunde zu "Das kleine Café an der Mühle" von Barbara Erlenkamp (ebook, Bewerbung bis 19. Mai) - Leserunde zu "Galway Girl: Ring of Love" von Nadine Gerber (Bewerbung bis 25. Mai) (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.) __________________________________________________________________ Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden.  __________________________________________________________________   Für Autorinnen & Autoren: Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen? Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen! __________________________________________________________________  PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  

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    • 337
  • Eine wunderschöne Sprache- mich hat es begeistert

    Orchis

    Buchraettin

    27. March 2018 um 12:42

    Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht ein Botaniker, Anselm. Als Leser begleitet man ihn auf seiner Suche nach einer Orchidee. Sein Weg führt von Madagaskar zurück nach Europa. Erwähnen muss ich hier das geniale Cover, das schon das Herz eines jeden Orchideenliebhabers höher schlagen lässt. Sehr gelungen ist auch die Innengestaltung des Buches, mit einem farblich passenden Lesebändchen, kleinen Ornamenten zu Beginn der Kapitel.Was für ein Leseerlebnis. Es war für mich eine Mischung aus dieser so realistischen Erzählweise über den Botaniker, der eine Art Passion für Orchideen entwickelt. Dann aber diese manchmal fast surreal anmutenden bunten, farbenfrohen, lebendigen und überbordenden Szenen, die dem Leser ein Bild voller Farben und Gerüche zeigen.Die Szenen, die fast ein wenig märchenhaft, fantasievoll und bunt anmuten. Die Traumszenen, die eine lebendige Traumfantasiewelt aufzeigen.Es sind die Beschreibungen im Buch, die mich begeistert haben Es ist eine detailreiche Sprache, die lauter Bilder vor dem Auge des Lesers entstehen lässt. Poetische Sätze, eine lyrische Sprache, intensiv, fordernd.Einige Sätze, da muss ich innehalten und die nochmal lesen und wirken lassen, die laden zum Nachdenken, Philosophieren ein. Es ist kein Buch, das man als Leser so nebenbei liest. Es ist eher ein Buch, das auch nochmal gelesen werden möchte und ich kann mir vorstellen, dass man beim zweiten Lesen weitere Details entdeckt. Besonders in den Beschreibungen der Natur, der Pflanzen, vielleicht auch in Anselms Geschichte.Es ein Buch, das nachhallt, das begeistert mit dieser bunten Fülle an Wörtern und diese wunderschönen Sprache. Es fordert den Leser, es erzählt die Geschichte dieses Botanikers, es lädt zum Nachdenken ein, es inspiriert sich über Orchideen zu informieren. Ich denke, es wird nicht jedem Leser gefallen. Für mich war es ein besonderes Buch. Eine wunderschöne Sprache und eine gelungene Mischung aus einer Geschichte um einen Botaniker mit immer wieder eingeflochtenen Szenen, deren schon etwas surreales anhaften und die das Buch dadurch sehr besonders machen.

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    • 5
  • Die Geschichte eines ver-rückten Orchideenforschers in betörend schöner Sprache

    Orchis

    Federfee

    27. March 2018 um 10:03

    Dieses Buch hat mich ganz und gar verzaubert, aber ich bin mir darüber im Klaren, dass es nicht jedem gefallen wird. Die Sprache ist poetisch wie ein Gedicht und man merkt, dass die Autorin mit Lyrik zu tun hat. Die Handlung scheint mir dem gegenüber untergeordnet. Der Roman besticht von Anfang an durch eine bildgewaltige, überbordende, opulente Sprache, so überreich wie die Natur in Madagaskar, wo die Geschichte beginnt."Der Himmel zerfloss mit dem Meer in das leuchtende Grau einer Wolke …" (34)"Regen. Gleichmäßig und flächendeckend rieselten Millionen gläserner Fallschirme vom Himmel zur Erde, Wolkentröpfchen, …" (45)Dabei ist die Handlung fast eine Abenteuergeschichte: Ein junger Botaniker geht Mitte des 19. Jahrhunderts – zu Lebzeiten Darwins – in Madagaskar an Land, um eine seltene Orchidee zu finden: den 'Stern von Madagaskar'. Er wirkt von Anfang exaltiert und besessen, kennt wenig Angst und hat nur seine 'Königin der Blumen' im Kopf, seine 'Braut', wie er sie später nennt. Anselm, der junge Botaniker, ist nicht nur der seltenen Orchidee verfallen, sondern fühlt sich auch von einem jungen Mann stark angezogen, der in Zwangsdiensten der grausamen Königin von Madagaskar steht und ihn und einen Kollegen durchs Land führt. Allerdings scheint Anselm sich über die Natur dieser Gefühle nicht im Klaren zu sein und auch der Leser gewinnt kein eindeutiges Bild.Umso schlimmer ist der Abschied und der Verlust seiner Orchideen. Seine ohnehin labile psychische Verfassung schlägt in Wahnvorstellungen um, die ihm vorgaukeln, eine Orchidee wachse aus seiner Schulter. Seinen Eltern bleibt nichts anderes übrig, als ihn in einer Nervenheilanstalt unterbringen zu lassen. Nach der Entlassung wendet er sich wieder seiner beruflichen Laufbahn zu. Ein zweites Abenteuer folgt, eine überstürzte Reise nach China, auch dieser Teil weniger von der Handlung dominiert als viel mehr von Gedanken zum Leben, zum Wünschen, zum Ankommen und poetischen Schilderungen der Schiffsreisen und der Natur, die er später in den chinesischen Bergen vorfindet.Hier findet auch in ihm eine Art von Wandlung statt; er gewinnt die Erkenntnis, wie 'kleinteilig' die Streitereien sind, in die ja auch er früher verwickelt war und was für ihn wirklich wichtig ist."Anselm verstand plötzlich den Antrieb der Menschen nicht mehr, ihre Berufskollegen ausstechen zu wollen. Es war ihm, als fielen Steine von seinen Schultern." (237)Ein wundervolles Buch, zu empfehlen für alle, die gerne in Sprache schwelgen, eines, das aber auch durch seine Themen zum Nachdenken anregt und noch lange nachklingt. P.S. Wie konnte ich das nur vergessen! Die liebevolle Gestaltung muss unbedingt erwähnt werden. Das können nur welche kreiert haben, denen das Buch auch so gut gefallen hat wie mir. Der Cover-Schutzumschlag ist eine Augenweide: quasi eine vergrößerte Briefmarke mit Orchideen in kräftigen Farben. Macht man ihn ab, so ist auch das Hardcover farbig gestaltet, moderner. Sieht man genau hin, sind es wohl chinesische Schriftzeichen. Die findet man auch im Innenumschlag und eines vorne, unauffällig platziert. Was ich mir auch sehr genau angesehen habe: neben jeder Kapitelüberschrift ein winziges stilisiertes Blümchen. Alles einfach nur schön.

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    • 5
  • wortgewaltig und imposant

    Orchis

    Mrs. Dalloway

    26. March 2018 um 13:18

    Hier geht es um so viel mehr als nur um ein paar Orchideen. Das Buch spielt im 19. Jahrhundert und der Protagonist ist Anselm, ein Botaniker und leidenschaftlicher Orchideenforscher. Eines Tages wächst ihm sogar eine Orchidee aus der Schulter, woraufhin ihn seine Eltern in eine Nervenheilanstalt einweisen lassen. Ich kann gar nicht sagen, ob ich Anselm sympathisch finde oder nicht, aber darum geht es auch gar nicht. Das Buch überzeugt durch die Sprache und die Bildhaftigkeit, die durch diese erzeugt wird. Verena Stauffer kann wirklich immens gut schreiben und vor meinem Auge lief stetig ein innerer Film ab. Eines meiner Highlights ist hier Seite 239. Dieser gewaltige Schreibstil macht das Buch so lebendig und anschaulich, dass man meint, man wäre mittendrin im Geschehen. Die Beschreibungen der Landschaft und der Orte sind meisterhaft gelungen. Mir fehlen hier nahezu die Worte um beschreiben zu können, wie sehr ich angetan bin. Es ist für mich ein literarisch wirklich anspruchsvolles und so gelungenes Werk, wie man es nur selten findet. Zum Ende hin habe ich mich leider ein wenig verloren. Nach der Reise nach Madagaskar und dem Aufenthalt in der Nervenheilanstalt, was beides für mich Höhepunkt der Geschichte waren, wenngleich sie auch recht früh im Buch stattfanden, flachte es für mich merklich ab. Nichtsdestotrotz vergebe ich sehr gerne 4 von 5 Sternen für dieses unglaublich gute Buch, das dem geneigten Leser ein wahres Leseerlebnis beschert.

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