Verne Verne der Kurier des Zaren, Weltbild, nach Hartleben mit sämtlichen Bilder, 304 Seiten

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Inhaltsangabe zu „Verne der Kurier des Zaren, Weltbild, nach Hartleben mit sämtlichen Bilder, 304 Seiten“ von Verne

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    Verne der Kurier des Zaren, Weltbild, nach Hartleben mit sämtlichen Bilder, 304 Seiten

    Minje

    09. July 2015 um 13:38

    Das Buch "Der Kurier des Zaren" oder "Michel Strogoff" von Jules Verne erschien 2006 im Weltbild Verlag. Die Handlung spielt in Russland zwischen 1800 und 1900. Michel Strogoff erhält in Moskau vom Zaren den Auftrag, inkognito nach Irtusk zu reisen, um dem dortigen Großfürsten (Bruder des Zaren) eine Depesche zu überreichen. Zu der Zeit gab es einen Einfall der Tataren und einen Verräter unter den Russen (Iwan Ogareff), der den Großfürsten ermorden wollte. Michel macht sich auf den 5244,8 km langen Weg (laut Routenplaner die kürzeste Strecke, wenn man die notwendigen Umwege miteinrechnet,war die Strecke möglicherweise länger). Teil 1 der Route: Moskau- Nischnij Nowgorod -> im Zug lernt Michel Strogoff eine junge Livländerin (Nadja) kennen, gibt sie als seine Schwester aus, so dass sie mit ihm ausreisen kann nach Sibirien Teil 2 der Route: Nischnij Nowgorod- Perm -> auf Wolgadampfer unterwegs; Strogoff fällt ein Zigeunerpaar auf. Diese wissen bereits das ein Kurier des Zaren unterwegs ist. Wissen jedoch nicht, dass er es ist. Teil 3 der Route: Perm-über den Ural- Jekaterinburg -> unterwegs in Tarantass (von Pferden gezogenes Gefährt), auf diesem Teil der Route begegnen Michel und Nadja verschiedenen Gefahren, die sie alle gut bestehen. Teil 4 der Route: Jekaterinburg- Ischim-> unterwegs in Tarantass, einige Dörfer sind bereits wegen der Tataren verlassen. In Ischim geraten sie in Konflikt mit einem Mann, der unbedingt Pferde haben möchte. Die einzigen Pferde, die an der Poststelle sind, sind bereits vor die Tarantass von Michel Strogoff gespannt. Sie werden wieder ausgespannt und der Fremde erhält sie. Teil 5 der Route: Ischim - Omsk auf dem Weg nach Omsk muss der Irtysch (Fluss) überquert werden. Hierbei wird ihr Pferd erschossen. Pferd und Tarantass versinken in den Fluten, Nadja gerät in die Hände der Tartaren. Michel Strogoff selber wird drei Tage von einem alten sibirischen Bauer gepflegt. Ein neues Pferd ist schnell gefunden, jedoch warte Michel Strogoff in einer Wartehalle bis zum Abend. Dort wird er von seiner Mutter erkannt. Diese wird kurz darauf gefangen genommen. Teil 6 der Route: Omsk- Ubinsk Teil 7 der Route: Ubinsk- Ikulskoje- hier gerät Michel Strogoff in die Hände der Tartaren Teil 8 der Route: weiter nach Nischnij Udinsk Michel Strogoff gerät in das selbe Lager wie Nadja und seine Mutter. Iwan Ogareff bekommt heraus, wer er ist. Er nimmt ihm seine Depesche ab und lässst ihm sein Augenlicht nehmen mit Hilfe eines Schwertes, das in ein glühendes Kohlebecken getaucht war. Teil 9 der Route: weiter nach Irtusk Wie ergeht es Michel Strogoff nach der Erblindung? Schafft er es noch nach Irtusk? Doch wie? Kann er den Großfürsten rechtzeitig vor den Tartaren warnen? Wird er seine Mutetr jemals wiedersehen? Und was wird aus Nadja? Thematik des Buches ist absolutes Pflichtgefühl sowie der Konflikt, der zwischen Liebe (zu seiner Mutter, zu einer Frau) und Pflicht entstehen kann. Jules Verne beschreibt in diesem Buch die russische Landschaft, er beschreibt, wie die Städte dort aussehen, so dass man sich hineinversetzt fühlt ind das alte Russland. Mit Michel Strogoff hat Verne einen besonderen Charakter geschaffen. Es erfordert besondere Stärke, eine solch lange Strecke unter solchen Voraussetzungen in der damaligen Zeit zurückzulegen. Dazu kam, das ihn niemand, nicht einmal die eigene Mutter, die er lange nicht mehr gesehen hatte, erkennen durfte. Strogoff ist imme ruhig geblieben, nie kam ein verzweifeltes Wort über seine Lippen- ein fantastischer Mann, ja ein fantastischer Mensch. Toll, dass in diesem Buch nicht nur die Männer die Abenteurer sind, sondern auch eine Frau, Nadja. Sie nahm die Strecke von Livland nach Irtusk auf sich, hatte also eine etwas längere Strecke zu bewältigen als Michel Strogoff. Was ganz besonders auffällt: Mindesten 14 mal (wenn nicht öfter) gab es Sätze mit Gottesbezug. Einer der schönsten Sätze des Buches, über Gastfreundschaft: "Doch wenn man die Station nicht erreichen würde, hätte ihm jeder russische Bauer seine Gastfreundschaft gewährt. In diesen Dörfern (...) kann der Reisende an jede Tür klopfen und sie wird sich gewiss öffnen. Dann erscheint der Mujik mit lächenlndem Gesicht und gibt seinem Gast die Hand. Brot und Salz wird ihm angeboten, der Samowar aufs Feuer gestellt und er wird sich bald ganz heimisch fühlen- die Familie würde notfalls das Haus räumen, um ihm Platz zu machen, denn der ankommende Fremdling ist der "Verwandte aller", er ist einer, "den Gott selbst sendet". Fazit: ein wunderschön geschriebenes Buch, bisher das beste Werk, das ich von Verne gelesen habe

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